Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte auf verfassungsfeindliche Symbole beschränkt

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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Kajetan hat geschrieben:
*seufz* Nicht schon wieder diese dämliche, vollkommen irrelevante Kunst-Diskussion. Ok, dann wollen wir mal trotzdem:

Du kennst "Papers Please!"?
Hochgelobtes Spiel, welches auch in etlichen etablierten deutschen Printmedien wie z. B. der Süddeutschen äusserst wohlwollend besprochen wurde. Wenn das keine Kunst ist, dann ist die Mona Lisa nur ein willkürlich bemalter Fetzen Stoff.

Jetzt stelle man sich vor, dieses Spiel findet nicht in einem fiktionalen osteuropäischen Land, sondern im Deutschland des Jahres 1937 statt. Man spielt auch keinen Grenzbeamten, sondern einen Beamten des Einwohnermeldeamtes, der für die Leute Arier-Nachweise erstellen muss, damit sie keinen Ärger mit der NSDAP bekommen. Meinst Du, dieses Spiel würde ebenso wohlwollend besprochen werden oder würde unverändert und ohne Schnitte in Deutschland erscheinen dürfen? Nie im Leben! Weil es ein Spiel ist. Weil es nicht auf den Inhalt ankommt, sondern das Gesetz lediglich die Form als Maßstab für ein Verbot nimmt.

Ich finde das nicht in Ordnung. Es ist ungerecht.
Dieses Spiel klingt interessant und hätte wohl die Berechtigung meiner Meinung nach, die Symboliken zu verwenden. Meiner Meinung nach könnten sie es auch für jedes Spiel freigeben.

Aber trotzdem gibt es keine Notwendigkeit die Symboliken zu verwenden oder? Es gibt wie gesagt, und es ist auch ermüdend für mich das zu schreiben, Ausweichmöglichkeiten. Eine rotes Armband mit weißen Rund in der Mitte ohne Hakenkreuz tut es zur Not auch.

Ungerecht ist es auch, gebe ich dir recht. Aber deswegen sind doch für mich persönlich Computerspiele nicht weniger wert als andere Medien, nur weil sie anders behandelt werden.
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Kajetan
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Kajetan »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Aber trotzdem gibt es keine Notwendigkeit die Symboliken zu verwenden oder?
Damit zementierst Du aber diese Ungleichbehandlung, anstatt sie zu beseitigen. Du diskriminierst. Du betreibst Doppelmoral.

Das ist wie dieses klassische "Also, ich hab ja nix dagegen, dass Du schwul bist ... aber rede bitte nicht darüber, dass Du schwul bist!".
maho76
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK

Beitrag von maho76 »

Bei Brutalität störts mich schon eher, aber da haben Filme auch keinen Vorteil.
doch, haben sie. ein in Deutschland geschnittenes spiel erhält man nur als Import, ein geschnittener fsk18-film kann schlicht mit dem Emblem "keine jugendfreigabe" komplett ohne schnitt etikettiert werden, wodurch er wie fsk18 an erwachsene gehandelt, allerdings nicht in werbemassnahmen beworben werden darf (Pornos, uncutversionen etc.). einzig beim Thema "auf dem index" geben sich alle medien nix, die dinger sind verboten und gut is (zu 90% gerechtfertigt, da gibt's scheiss, das will man gar nicht wissen). ;)
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muecke-the-lietz
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von muecke-the-lietz »

Hier werden die letzten Seiten die Spiele schon wieder mit Filmen verglichen und dabei lediglich auf ihre Handlungen reduziert. Das ist ein Fehler.

Videospiele sind nicht weniger wertvoll, weil sie im Durchschnitt nicht so gut erzählt sind wie Filme. Denn darum geht es doch bei Games nicht zwangsmäßig. Dieses Medium kennzeichnet sich durch Interaktivität. Und diese Form des interaktiven Handels in virtuellen Welten ist der eigentliche künstlerische Wert von Videospielen.
Hinzukommend erzählen viele Spiele mittlerweile tolle Geschichten und sind visuell sowie klangtechnisch mehr, als einfaches Spielzeug.

Das Ding ist doch halt: Spiele können Geschichten erzählen, müssen es aber nicht. Aber wenn sie es tun wollen, dann muss ihnen jede Freiheit zur Verfügung stehen, die auch anderen erzählerischen Medien und Kunstformen zur Verfügung stehen.
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Kajetan hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Aber trotzdem gibt es keine Notwendigkeit die Symboliken zu verwenden oder?
Damit zementierst Du aber diese Ungleichbehandlung, anstatt sie zu beseitigen. Du diskriminierst. Du betreibst Doppelmoral.

Das ist wie dieses klassische "Also, ich hab ja nix dagegen, dass Du schwul bist ... aber rede bitte nicht darüber, dass Du schwul bist!".
Das stimmt, aber ich bin doch nicht derjenige, der dafür verantwortlich ist.

Dem Staat geht's einzig und alleine darum zu verhindern, dass Leute die schon sabbernd nach den Symbolen geifern (warum auch immer, im Film gibt's sie ja schon) Zugriff darauf bekommen.
Teilweise kann ich das nachvollziehen.

Andererseits wenn es sachlicher zugeht wie jetzt, würde ich die Symboliken freigeben. Nur dauert das immer, bis man zu so einen Punkt kommt, vorher kommt man sich vor als ginge es um einen Staatsstreich oder Willkür eines übermächtigen bösen Zwangsstaates^^, weil irgendwer seinen Lolli nicht bekommen hat.
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muecke-the-lietz
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK

Beitrag von muecke-the-lietz »

maho76 hat geschrieben:
Bei Brutalität störts mich schon eher, aber da haben Filme auch keinen Vorteil.
doch, haben sie. ein in Deutschland geschnittenes spiel erhält man nur als Import, ein geschnittener fsk18-film kann schlicht mit dem Emblem "keine jugendfreigabe" komplett ohne schnitt etikettiert werden, wodurch er wie fsk18 an erwachsene gehandelt, allerdings nicht in werbemassnahmen beworben werden darf (Pornos, uncutversionen etc.). einzig beim Thema "auf dem index" geben sich alle medien nix, die dinger sind verboten und gut is (zu 90% gerechtfertigt, da gibt's scheiss, das will man gar nicht wissen). ;)
Zu dieser Diskussion kann ich als Filmfan nur sagen: Die FSK ist in den letzten Jahren so harmlos und tolerant gegenüber Gewalt geworden, dass sogar ich manchmal das ein bisschen doll finde. Gerade die FSK 16 und FSK 18 Geschichte ist echt strange. Vor ein paar Jahren war ein Kill Bill noch ab 18 und da wurde von Jugendschützern noch ein riesen Fass aufgemacht. Der letzte Tarantino Streifen Django war nicht minder brutal und hat trotzdem eine 16er Freigabe erhalten.
Auch beim indizieren, etc. ist man wesentlich entspannter geworden. Einige Filmstudios klatschen schon mit voller Absicht "Keine Jugendfreigabe" als "Werbung" auf ihre Filmhüllen, obwohl sie ne 16er Freigabe bekommen haben. Aber ne 16er Freigabe sieht halt auf nem Metzelfilm nicht gut aus.

Bei Spielen ist man auch entspannter geworden, was Gewalt anbelangt. Aber das finde ich eher nebensächlich, zumal es eh ein Kampf gegen Windmüllen geworden wäre.

Aber im Vergleich ist man Games immer noch wesentlich strenger.
Zuletzt geändert von muecke-the-lietz am 07.04.2014 14:49, insgesamt 1-mal geändert.
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK

Beitrag von FuerstderSchatten »

maho76 hat geschrieben:
Bei Brutalität störts mich schon eher, aber da haben Filme auch keinen Vorteil.
doch, haben sie. ein in Deutschland geschnittenes spiel erhält man nur als Import, ein geschnittener fsk18-film kann schlicht mit dem Emblem "keine jugendfreigabe" komplett ohne schnitt etikettiert werden, wodurch er wie fsk18 an erwachsene gehandelt, allerdings nicht in werbemassnahmen beworben werden darf (Pornos, uncutversionen etc.). einzig beim Thema "auf dem index" geben sich alle medien nix, die dinger sind verboten und gut is (zu 90% gerechtfertigt, da gibt's scheiss, das will man gar nicht wissen). ;)
Das weiß ich nicht, grundsätzlich sind USK keine Jugendfreigabe auf dem Warentisch erhältlich, bei Computerspielen weiß ich das ganz genau.

Pornos dürfen eh nur gesondert, im Volksmund "unter dem Ladentisch" verkauft werden. Soweit meine Beobachtungen aus dem Alltag, könnte aber auch sein, dass ich mich jetzt vertue und an Amerikanische Filme denke in denen immer dieses Hinterzimmer gezeigt wird. Unter dem Ladentisch können sowieso aber auch Indexspiele verkauft werden, werden sie nur nicht. Verboten ist wiederum was anderes, weil das beschlagnahmte Sachen sind und dafür müssen sich Spiele schon einiges Lappen, um dahin zu kommen.
billy coen 80
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK

Beitrag von billy coen 80 »

maho76 hat geschrieben:
Bei Brutalität störts mich schon eher, aber da haben Filme auch keinen Vorteil.
doch, haben sie. ein in Deutschland geschnittenes spiel erhält man nur als Import, ein geschnittener fsk18-film kann schlicht mit dem Emblem "keine jugendfreigabe" komplett ohne schnitt etikettiert werden, wodurch er wie fsk18 an erwachsene gehandelt, allerdings nicht in werbemassnahmen beworben werden darf (Pornos, uncutversionen etc.). einzig beim Thema "auf dem index" geben sich alle medien nix, die dinger sind verboten und gut is (zu 90% gerechtfertigt, da gibt's scheiss, das will man gar nicht wissen). ;)
Au, da haste aber gleich mehrere Fehler drin. Indiziert ist genau das, was du bei Filmen ohne Jugenfreigabe beschrieben hast. Mit Verbot hat das nix zu tun. Lediglich beschlagnahmte Medien dürfen gar nicht mehr in Deutschland vertrieben werden.

Die Ungleichbehandlung von Film und Spiel ergibt sich auch hier aus der Art der Herangehensweise. Etwas härtere Gewalt wird in Spielen nur toleriert, wenn sie entweder nicht Kern der Spielmechanik ist (Assassin's Creed z. B.) oder sie nicht selbstzweckhaft sondern inszenatorisch eingesetzt wird (The Last Of Us z. B.). Filme werden nur darauf geprüft, ob die Gewalt verherrlichend / menschenverachtend inszeniert wird. Der sonstige inhaltliche Bezug spielt hier weniger eine Rolle als beim Spiel.

Aber es hat sich in den letzten 10 Jahren einiges getan. Die USK hat deutlich ihre Politik geändert und der Nachteil von Spielen den Filmen gegenüber ist stark geschrumpft, was die Darstellung von Gewalt angeht.

@ Muecke

Da haste natürlich wahr. Dass hier aber immer wieder der Vergleich Film mit Spiel fällt liegt wohl eher daran, dass der Film als audiovisuelles Medium immer noch am besten mit Spielen zu vergleichen ist, weniger wegen der inhaltlichen Aspekte.
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Kajetan
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Kajetan »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Das stimmt, aber ich bin doch nicht derjenige, der dafür verantwortlich ist.
Du redest es Dir aber schön. Somit bist Du für den aktuellen Stand der Dinge mitverantwortlich.
Dem Staat geht's einzig und alleine darum zu verhindern, dass Leute die schon sabbernd nach den Symbolen geifern (warum auch immer, im Film gibt's sie ja schon) Zugriff darauf bekommen.
Teilweise kann ich das nachvollziehen.
Dem Staat geht es darum mit Symbolverboten reine Symbolpolitik zu betreiben. Es geht um das "so tun als ob" und nicht darum tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation beizutragen. Wie gesagt, ich kann das Hakenkreuzverbot aus historischen Gründen nachvollziehen. Vielleicht war das damals, nach dem Krieg, sinnvoll und richtig. Doch heute? 70 (!) Jahre später? Ok, immerhin kann man jetzt in Filmen Nazi-Symbole verwenden. Jetzt nur noch der Schritt rüber zu den Spielen. Mehr wünsche ich mir gar nicht :)
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Obstdieb
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Obstdieb »

Kajetan hat geschrieben: Dem Staat geht es darum mit Symbolverboten reine Symbolpolitik zu betreiben. Es geht um das "so tun als ob" und nicht darum tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation beizutragen.
Na wenigstens einer. Wer immernoch daran glaubt, dass der "Staat" sich hinstellt und Verbote aufstellt um "Leute" zu schützen, ist entweder blind oder gehört der breiten Masse an. Und die hat sowieso kein Interesse an irgendwas anderem als spoon feeding.

Das ist ja so als würden wir uns hier hinstellen und behaupten Rauchschmittel sind illegal weil der Staat unsere armen Bürger vor den Punkern und "Junkies" schützen muss.
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Kajetan hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Das stimmt, aber ich bin doch nicht derjenige, der dafür verantwortlich ist.
Du redest es Dir aber schön. Somit bist Du für den aktuellen Stand der Dinge mitverantwortlich.
Dem Staat geht's einzig und alleine darum zu verhindern, dass Leute die schon sabbernd nach den Symbolen geifern (warum auch immer, im Film gibt's sie ja schon) Zugriff darauf bekommen.
Teilweise kann ich das nachvollziehen.
Dem Staat geht es darum mit Symbolverboten reine Symbolpolitik zu betreiben. Es geht um das "so tun als ob" und nicht darum tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation beizutragen. Wie gesagt, ich kann das Hakenkreuzverbot aus historischen Gründen nachvollziehen. Vielleicht war das damals, nach dem Krieg, sinnvoll und richtig. Doch heute? 70 (!) Jahre später? Ok, immerhin kann man jetzt in Filmen Nazi-Symbole verwenden. Jetzt nur noch der Schritt rüber zu den Spielen. Mehr wünsche ich mir gar nicht :)
Und der Wunsch ist legitim, mir persönlich sind diese Symboliken egal und ich traue sie auch dir zu, sie einfach nur als Atmosphärenverbesserung zu betrachten, aber nicht jeder auch nicht hier im Forum ist leider emotional gefestigt genug. Sonst würden bei den Diskussionen nicht solche Gurken bei rumkommen wie wir brauchen nicht noch mehr Mahnmale usw.. Man kann von Bildung und Aufklärung bekanntlich nie genug kriegen, aber das nur so nebenbei.

Diese Symboliken wirken ja nicht nur auf "uns" besonders, auch die Zigeuner und Juden haben damit verständliche Probleme. Und deshalb sind sie ein heikles Thema, das mit Fingerspitzengefühl angefasst werden muss und nicht wie ein Romper Stomper im Porzellanladen.
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Usul
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Usul »

Kajetan hat geschrieben:Und wo ist da der Bezug zum bloßen Erscheinen eines Hakenkreuzes in z.B. einem WW2-Shooter, wo man in der Regel AUF Nazis ballert? Ich mache mir die Meinung eines Nazis ja nicht zu eigen, wenn ich in einem Spiel, auf einem Modellflugzeug ein Hakenkreuz sehe. Sehen! Passives (!) Betrachten und kein aktives Handeln, wie in einem theoretischen Reichsparteitags-Simulator, wo man sich eine physikalisch korrekt dargestellte Fahne schnappen und damit wild herumwedeln könnte.
Du wolltest meine Meinung hören, warum es einen Unterschied zwischen Film und Spiel gibt - und die habe ich dir gegeben. Dabei natürlich recht verallgemeinert. Es mag durchaus sein, daß nicht jedes Spiel gleich einzuordnen ist... aber der grundlegende Unterschied ist der, daß man einen Film passiv konsumiert, während man in einem Spiel aktiv handelt.

Was man aus diesem Unterschied nun für rechtliche Konsequenzen zieht, ist eine ganz andere Frage, aber danach hast du mich auch nicht gefragt. Genau gesagt hast du nämlich:

"Genau über diese rechtliche Ungleichbehandlung unterhalten wir uns doch die ganze Zeit. Und dass es hier NICHT um Kunst geht, sondern um eine rechtliche Gleichbehandlung."

Da der Unterschied zwischen aktivem Handeln und passivem Konsum sehr groß (in meinen Augen), habe ich folgerichtig auch kein Problem mit der rechtlichen Ungleichbehandlung.
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

Obstdieb hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Dem Staat geht es darum mit Symbolverboten reine Symbolpolitik zu betreiben. Es geht um das "so tun als ob" und nicht darum tatsächlich zu einer Verbesserung der Situation beizutragen.
Na wenigstens einer. Wer immernoch daran glaubt, dass der "Staat" sich hinstellt und Verbote aufstellt um "Leute" zu schützen, ist entweder blind oder gehört der breiten Masse an. Und die hat sowieso kein Interesse an irgendwas anderem als spoon feeding.

Das ist ja so als würden wir uns hier hinstellen und behaupten Rauchschmittel sind illegal weil der Staat unsere armen Bürger vor den Punkern und "Junkies" schützen muss.
Natürlich schützt der Staat seine Bürger. Z.B. vor Armut, Krankheit, vor Gewalt.

Das ist so ein neoliberales Gewäsch, da wird mir schlecht.

Ich hoffe auch, dass Katajan nur diesen einen speziellen Fall damit meinte, weil der Staat die Institution ist die uns vor dem natürlichen Egoismus der Menschen schützt.
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FuerstderSchatten
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von FuerstderSchatten »

ronny_83 hat geschrieben:
Obstdieb hat geschrieben:Das ist ja so als würden wir uns hier hinstellen und behaupten Rauchschmittel sind illegal weil der Staat unsere armen Bürger vor den Punkern und "Junkies" schützen muss.
Nee, aber wahrscheinlich vor einer unkontrollierten Ausbreitung (oder kennst du ein Land, wo alle Rauschmittel erlaubt sind?). Zu glauben, dass der Staat ALLES in Eigeninteresse und ohne Bezug auf die Bürger macht ist genauso dämlich wie zu glauben, dass alles im Sinne des Bürgers gemacht wird.
True. Korruption ist nun mal Teil eines jeden Staates, aber dies geht auch wieder vom Menschen aus und nicht vom Staat an sich oder sollte das Grundkonzept moderner Staaten sein.
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Obstdieb
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Re: Wolfenstein: The New Order: USK-Freigabe ab 18, Schnitte

Beitrag von Obstdieb »

ronny_83 hat geschrieben: Nee, aber wahrscheinlich vor einer unkontrollierten Ausbreitung.
Dir ist schon klar das eine Legalisierung wenn überhaupt, nur unter Staatlicher Kontrolle funktioniern kann? Sprich Steuern etc.
Genau das ist das Problem. Du kannst keinen Krieg gegen die Drogen führen und erwarten dass es keine Schwartzmarktaktivitäten gibt. Die gibts es nur WEIL es ein Verbot und Verfolgung von Käufern und Verkäufern gibt. Selbes gilt für Waffenlegalisierung. Der "Staat" könnte hier stark mitverdienen. Eine unkontrollierte Ausbreitung gibt es schon und die ist einzig und alleine durch das Verbot entstanden.
ronny_83 hat geschrieben: Zu glauben, dass der Staat ALLES in Eigeninteresse und ohne Bezug auf die Bürger macht ist genauso dämlich wie zu glauben, dass alles im Sinne des Bürgers gemacht wird.
Natürlich tut er das. Es geht aber nicht darum den Bürger einfach so zu beschützen, sondern um eigene Interessen sprich das Arbeitendevolk, zu schützen.
FuerstderSchatten hat geschrieben:Natürlich schützt der Staat seine Bürger. Z.B. vor Armut, Krankheit, vor Gewalt.
Es geht um den Sinn und Zweck. Die reine Intention zum Schutz ist nicht da, es geht lediglich darum eigene Ressourcen zu schützen. Und der Staat braucht nunmal das Arbeitendevolk.
FuerstderSchatten hat geschrieben:weil der Staat die Institution ist die uns vor dem natürlichen Egoismus der Menschen schützt.
Und dabei die Illusion der eigenen Vernunft vorgaukelt? Du sammelst das aber brav auf mensch!