Medal of Honor - Kritik von der Bundeswehr und aus England

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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Das Problem ist doch, dass hier beide Seiten mit Einzelbeispielen argumentieren. Das Tanklasterbeispiel kann man nicht universell anwenden, die Taliban sind zu so etwas logistisch nicht in der Lage. In der Summe töten sie aber mindestens ebenso viele Zivilisten.

Gleichzeitig kann bei den Beispielen wie schlimm es vor dem Krieg war einwenden, dass diese Zustände in vielen Ländern auf dieser Welt herrschen und es geradezu willkürlich ist, sich in Afghanistan einzumischen.

Da man es aber getan hat, meinetwegen der Schlamassel angerichtet ist, kann man sich der Verantwortung nun nicht mehr so einfach entziehen. Das wäre falsch und würde nur noch viel schlimmeres Chaos hinterlassen. Das ist auch das Problem an der Abzugsdebatte. Sie bietet den Taliban eine Durchhalteperspektive....es ist ein nahezu unlösbarer Teufelskreis.
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Iconoclast
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Beitrag von Iconoclast »

Verner hat geschrieben:
dex79 hat geschrieben:ne genau das ist es. die bundeswehr ist eben dort, weil sie ncihts anderes als die handlanger der usa sind. den wir haben dort absolut ncihts verloren. es ist nciht unser kampf. und genau wie du es sagst. die fehler der amerikaner haben uns erst in die scheiße reingezogen.
soso, nicht unser kampf? also haben gewisse sauerländische terrorzellen, der in hamburg ansässige pilot der terroranschläge vom 11. september und eine ganze reihe weiterer deutsch-islamistischer terroristen nichts mit den ausbildungscamps in ländern wie afganistan zu tun?

davon abgesehen bin ich storz auf unser land, das es an so einem einsatz teil nimmt. der kampf gegen die taliban ist eine gute sache. auch wenn es bei dem einsatz nicht im vordergrund steht, werden damit auch die menschenrechte in afganistan gestärkt.

kannst dir ja mal das hier durchlesen:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 06,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 01,00.html

vor dem krieg war sowas dort an der tagesordnung. das es noch nicht vorbei ist, ist grund für einen hoffentlich noch länger andauernden einsatz in dem land.
Der Artikel mit der Hinrichtung ist wohl an mir vorbeigegangen. Aber solche Meldungen gibt es ja zu oft aus der Gegend. Diese fanatischen Affen haben sowieso nicht mehr alle Latten im Zaun.
Adimaster
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Beitrag von Adimaster »

Bundeswehrverband ist nicht gleich die Bundeswehr! Es ist quasi die Gewerktschaft der Soldaten. Das Verteidigungsministerium würde nie ein Statement zu einem Videospiel geben.
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Xephirr
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Beitrag von Xephirr »

Das einzig widerwärtige ist die Bundeswehr!!
Wer tötet in Afgahnistan? Der Spieler oder die Bundeswehr? (bzw Taliban)

Und wenn wir mal ganz ehrlich sind was würden wir davon halten wenn auf einmal Deutschland von China oder Pakistan besetzt werden würde!!?

Die Leute dort haben keine Perspektive und dann sucht man sich einen Feind und wer bietet sich da besser an als Ausländische Soldaten im eigenen Land??
Also ist es für mich kein Unterschied ob die Bundeswehr jemanden tötet(welcher unschuldig ist) oder ob ein Taliban jemanden tötet.
Es ist schade um den einzelnen Soldaten der stirbt, da dieser nur Befehle ausführt und nicht wirklich den überblick besitzt.

Aber der Einsatz der Bundeswehr ist ebenso schwachsinnig wie die Motivation der Taliban! Leider ist das alles jetzt soweit voran geschritten, dass man die Truppen nicht ohne weiteres Abziehen kann ,da die gesamt Struktur des Landes zerstört ist...
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

Wulgaru hat geschrieben:[...]
Da man es aber getan hat, meinetwegen der Schlamassel angerichtet ist, kann man sich der Verantwortung nun nicht mehr so einfach entziehen. Das wäre falsch und würde nur noch viel schlimmeres Chaos hinterlassen. Das ist auch das Problem an der Abzugsdebatte. Sie bietet den Taliban eine Durchhalteperspektive....es ist ein nahezu unlösbarer Teufelskreis.
Sehe ich ebenfalls so! Jede Debatte über Rückzug stärk den Taliban den Rücken, denn: Die westlichen Bürger sind gegen die eigenen Streitkräfte, die Taliban sind es sowieso und warten schon jetzt auf den baldigen Abmarsch der westlichen Truppen ... und da die afghanische Bevölkerung wahrnimmt, dass sich der Westen verdrücken will, steht sie lieber auf der Seite der Taliban, weil sie in Zukunft wohl doch weiter unter ihnen Leben muss.

Jeder Politiker der offen über einen baldigen und zeitnahen Rückzug redet, spielt den Taliban in die Hände.
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the curie-ous
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Beitrag von the curie-ous »

Wer dem Spiegel alles glaubt ....

Qualität, fachlichen und unabhängigen journalismus braucht man da nicht zu suchen. Die meisten Artikel hören sich m.M. eher nach Pentagonpropaganda an, aber ein Unterschied zur Bild besteht ohne Zweifel.
Zuletzt geändert von the curie-ous am 23.08.2010 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
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EZR
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Beitrag von EZR »

Wahrlich widerwertig ist eher dies: Ein seit neun Jahren andauernder Angriffskrieg unter dem vornehmlich die Zivilbevölkerung leidet. Ein Raketenangriff, auf deutschen Befehl, bei dem 125 Zivilisten sterben.

Widerwertig ist, was man in diesen Dokumenten lesen kann:

http://wikileaks.org/wiki/Afghan_War_Diary,_2004-2010

Und die, die dafür verantwortlich sind, empören sich über ein Videospiel?
Verner
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Beitrag von Verner »

me, you - fuck, fuck hat geschrieben:Wer dem Spiegel alles glaubt ....

Quälität, fachlichen und unabhängigen journalismus braucht man da nicht zu suchen. Die meisten Artikel hören sich m.M. eher nach Pentagonpropaganda an, aber ein Unterschied zur Bild besteht ohne Zweifel.
rofl... der spiegel ist das seriöseste magazin, das es in deutschland gibt.
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Pyoro-2
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Beitrag von Pyoro-2 »

Es kann aber auch nicht sein, dass man "nur" deswegen alle zum Klappehalten verdonnern darf, kann, oder soll. Was da teilweise an offensichtlicher Kriegspropaganda (und nichts anderes ist's letztlich...) verbreitet wird, lässt sich einfach auf keine Art und Weise rechtfertigen.

Wenn man's mit der Demokratie ernst nimmt, muss man eben die negativen Seiten davon auch in Kauf nehmen ;) Und mal ehrlich, die offensichtliche Konzeptlosigkeit in der ganzen Angelegenheit muss doch so oder so motivieren...Krieg angefangen und sich anscheinend nie gefragt, wie man das beenden soll. Offensichtlich alle Erfahrungen des 20. und 19. Jhds einfach mal ausgeblendet. Da würd ich mir als Taliban so oder so nicht so übermäßig viel Sorgen machen ^^
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Infi88
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Beitrag von Infi88 »

Ich darf auch in der allgemeinen Debatte mal daran erinnern das wir keine Heilsbringer sind.
Die Amerikaner bei uns im 2.Weltkrieg übrigens auch nicht.
Das war nämlich das letzte mal das die USA sich vornehm zurückgehalten hat und dann von den Japanern fast platt gemacht wurde.

Das selbe gilt für Afghanistan, wir sind nicht da damit die Frauen dort irgendwann wie hier leben können usw.! Wir sind dort weil wir verbündete der USA sind und weil die Taliban dort eine ernste Gefahr für alle darstellt.
Aber ich glaube das checken manche erst wenn bei uns(usa,england,spanien waren ja schon dran) die ersten Züge hochgehen.
Dann heißt es bei den Naiven wieder; "wie konnte es soweit kommen usw."
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

SPIEGEL und Kriegspropaganda? Ich bin immer neugierig wo solche Artikel zu finden sind. Als langjähriger Abonnent bin ich auf so etwas noch nicht gestoßen. Sie berichten über beide Richtungen kritisch und informativ. Ich glaube nicht, dass es in Deutschland viele Möglichkeiten gibt sich besser über politische Themen zu informieren, auch wenn man natürlich immer auf mehreren Hochzeiten tanzen sollte.
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Aurellian
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Beitrag von Aurellian »

Wulgaru hat geschrieben:SPIEGEL und Kriegspropaganda? Ich bin immer neugierig wo solche Artikel zu finden sind. Als langjähriger Abonnent bin ich auf so etwas noch nicht gestoßen. Sie berichten über beide Richtungen kritisch und informativ. Ich glaube nicht, dass es in Deutschland viele Möglichkeiten gibt sich besser über politische Themen zu informieren, auch wenn man natürlich immer auf mehreren Hochzeiten tanzen sollte.
Naja, für manche ist vermutlich alles Kriegspropaganda, welches diesen nicht ausnahmslos verteufelt. Der Spiegel hat zweifellos seine Macken, aber insgesamt steht er doch recht ordentlich da.
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PabloCHILE
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Beitrag von PabloCHILE »

ist es den wirklich schon soweit? ach mensch ja im October na denn...!

der gleiche scheiß wie mit MW2 (die scene im Flughafen) macht mal alle schön mit,auf das der hype nicht abreist :roll:
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Wurschtel
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Beitrag von Wurschtel »

1.Ich wollte jetzt nicht 12 seiten durchlesen, aber die Argumentation von EA ist einfach lächerlich! in einem Spiel wird nicht wie in einem Drama das Schicksal von Menschen thematisiert, weil es in dem Spiel darum geht zu spielen und spielen heißt nunmal Spass haben!

2.Handelt es sich nicht um eine Doppelmoral... bei den Taliban handelt es sich um irreguläre Truppen die absichtlich Zivilisten ermorden und hinterhältig Anschläge verüben. Wer den einen Spiegel mit den Wikileaks Texten gelesen hat, weiß auch das es ihnen bei den Anschlägen inzwischen auch egal ist ob Zivilisten sterben.

Und wer meint wir haben damit nichts zu tun, der soll sich mal den beitrag von verner durchlesen!
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IxAxUx
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Beitrag von IxAxUx »

Wurschtel hat geschrieben:[...]in einem Spiel wird nicht wie in einem Drama das Schicksal von Menschen thematisiert, weil es in dem Spiel darum geht zu spielen und spielen heißt nunmal Spass haben!
[...]
Super Beitrag !
Du bringst es auf den Punkt.
Zuletzt geändert von IxAxUx am 23.08.2010 21:58, insgesamt 1-mal geändert.