Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

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DEMDEM
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

Ich finde es ja süß, wie sich Kajetan jetzt schön als "differenziert" positionieren will. Herrlich :D
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

DEMDEM hat geschrieben: 09.10.2018 19:13 Ich finde es ja süß, wie sich Kajetan jetzt schön als "differenziert" positionieren will. Herrlich :D
Freut mich, dass es Dich erfreut, aber gerade an Deiner Stelle wäre ich mit Begriffen wie "differenziert" vorsichtig.
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

R_eQuiEm hat geschrieben: 09.10.2018 19:04 Ich will ja nicht pingelig sein. Aber hier kritisieren Leute sein Verhalten und du argumentierst dagegen. Ist das nicht zwangsläufig die Definition von "verteidigen"?
Nope :)

Nochmal: Ich verteidige Sapkowskis Verhalten nicht. Was er tut oder nicht tut, ist sein Bier.

Ich weise nur darauf hin, dass hier nach meinem Eindruck mit zweierlei Maß gemessen wird. Was man CDP zusteht, mit einer winzigen Summe eine Lizenz zu kaufen und daraus ein riesengroßes Franchise zu bauen, OHNE dem Autor nachträglich noch etwas zu geben, also ein unfaires Verhalten zu praktizieren, wird aber Sapkowski als unfaires Verhalten vorgeworfen, weil er diese Diskrepanz mit einer nachträglichen Forderung ausgleichen will. CDPs Verhalten ist in Ordnung, aber Sapkowski soll ein gieriger Sack sein? DAS stört mich. Diese unterschiedliche Behandlung fragwürdigen Verhaltens.

Ich erkenne auf der einen Seite an, dass Sapkowski einen Vertrag mit CDP geschlossen hat. Einen gültigen Vertrag, wo man ihm sogar eine Umsatzbeteiligung anbot. Die er aber ablehnte, weil weder er, noch CDP ahnen konnten, dass hier ein millionenschweres Monster-Franchise entsteht. Der Vertrag ist gültig, Sapkowski hat einen Fehler gemacht. Den er sogar klar und wiederholt zugegeben hat.

Andererseits ... dass seitens CDP scheinbar niemand in all den Jahren danach sich die Mühe gemacht hat einen Teil dieses auf den Werken Sapkowskis basierenden Erfolges an den Autor zurückzugeben, finde ich nicht in Ordnung. Ebenso wie Sapkowski nun per Gericht einen Vertrag nachträglich ändern will. Beides ist nicht in Ordnung. Das hätte man längst friedlich und zivil regeln können. Aber nein, Sapkowski ist doof und CDP sind die großen Helden. DAS stört mich.

Ist es klarer geworden, was ich meine?
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R_eQuiEm
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von R_eQuiEm »

Kajetan hat geschrieben: 09.10.2018 20:03
R_eQuiEm hat geschrieben: 09.10.2018 19:04 Ich will ja nicht pingelig sein. Aber hier kritisieren Leute sein Verhalten und du argumentierst dagegen. Ist das nicht zwangsläufig die Definition von "verteidigen"?
Nope :)

Nochmal: Ich verteidige Sapkowskis Verhalten nicht. Was er tut oder nicht tut, ist sein Bier.

Ich weise nur darauf hin, dass hier nach meinem Eindruck mit zweierlei Maß gemessen wird. Was man CDP zusteht, mit einer winzigen Summe eine Lizenz zu kaufen und daraus ein riesengroßes Franchise zu bauen, OHNE dem Autor nachträglich noch etwas zu geben, also ein unfaires Verhalten zu praktizieren, wird aber Sapkowski als unfaires Verhalten vorgeworfen, weil er diese Diskrepanz mit einer nachträglichen Forderung ausgleichen will. CDPs Verhalten ist in Ordnung, aber Sapkowski soll ein gieriger Sack sein? DAS stört mich. Diese unterschiedliche Behandlung fragwürdigen Verhaltens.

Ich erkenne auf der einen Seite an, dass Sapkowski einen Vertrag mit CDP geschlossen hat. Einen gültigen Vertrag, wo man ihm sogar eine Umsatzbeteiligung anbot. Die er aber ablehnte, weil weder er, noch CDP ahnen konnten, dass hier ein millionenschweres Monster-Franchise entsteht. Der Vertrag ist gültig, Sapkowski hat einen Fehler gemacht. Den er sogar klar und wiederholt zugegeben hat.

Andererseits ... dass seitens CDP scheinbar niemand in all den Jahren danach sich die Mühe gemacht hat einen Teil dieses auf den Werken Sapkowskis basierenden Erfolges an den Autor zurückzugeben, finde ich nicht in Ordnung. Ebenso wie Sapkowski nun per Gericht einen Vertrag nachträglich ändern will. Beides ist nicht in Ordnung. Das hätte man längst friedlich und zivil regeln können. Aber nein, Sapkowski ist doof und CDP sind die großen Helden. DAS stört mich.

Ist es klarer geworden, was ich meine?
Warum S. Verhalten beknackt war haben wir ja jetzt genug diskutiert. Aber warum du CDP das nicht freiwillige Nachzahlen mit dem selben Gewicht nachsagst, wie die Forderung von S. nach all seinen Entscheidungen will mir einfach nicht in den Kopf. Er ist doch derjenige der jetzt juristisch versucht seine Businessentscheidung auszuhebeln und Geld abzukassieren. Das CDP ihm nach seinem Verhalten nicht freiwillig Geld gegeben haben kannst du ihnen ja gerne schlecht halten. Ich persönlcih hätte es auch als gute Geste empfunden. Aber sie stellen keine Forderungen. Sie verhalten nicht sich nicht konträr zu ihren geschäftlichen Entscheidungen. Das meine ich die ganze zeit mit "verstehe nicht warum du diese beiden Handlungen gleich bewertest".

Noch dazu kannst du es noch so umschreiben. Und das jede Tat von ihm sein bier ist steht hier auch nicht zur debatte. Aber du verteidigst sehr wohl. is halt so :)
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

R_eQuiEm hat geschrieben: 09.10.2018 20:16 Warum S. Verhalten beknackt war haben wir ja jetzt genug diskutiert. Aber warum du CDP das nicht freiwillige Nachzahlen mit dem selben Gewicht nachsagst, wie die Forderung von S. nach all seinen Entscheidungen will mir einfach nicht in den Kopf.
Das steht Dir selbstverständlich frei :)
Er ist doch derjenige der jetzt juristisch versucht seine Businessentscheidung auszuhebeln und Geld abzukassieren. Das CDP ihm nach seinem Verhalten nicht freiwillig Geld gegeben haben kannst du ihnen ja gerne schlecht halten.
Nicht danach ... VORHER! Warum haben sie ihn nicht in all den Jahren vorher kontaktiert und aus eigenem Interesse versucht die Sache zu bereinigen, bevor es soweit kommt? Dass er über den damaligen Vertrag unzufrieden war, ist ja nicht erst seit gestern bekannt. Diesen Passus im polnischen Urheberecht gibt es nicht erst seit gestern. CDP ist eine Aktiengesellschaft und als solche auch in Polen verpflichtet von ihren Investoren potentiellen Schaden abzuwenden. Solche Sachen im Vorfeld zu klären und es nicht auf einen Prozess ankommen zu lassen, gehört zu CDPs Verpflichtungen. Deswegen meinte ich ja auch in einem anderen Thread, dass die Sache für CDP ziemlich dumm verlaufen kann, wenn man sich nicht aussergerichtlich einigt und der Richter dann Sapkowskis Forderungen als berechtigt anerkennt. Dann können nämlich die Investoren CDP wegen geschäftsschädigendem Verhalten verklagen. Weil man das vorher (!) hätte klären müssen, weil das ein potentielles Risiko war. Zudem ein öffentlich und allseits bekanntes Risiko.
Ich persönlcih hätte es auch als gute Geste empfunden. Aber sie stellen keine Forderungen. Sie verhalten nicht sich nicht konträr zu ihren geschäftlichen Entscheidungen. Das meine ich die ganze zeit mit "verstehe nicht warum du diese beiden Handlungen gleich bewertest".
Sie haben ein für sie extrem vorteilhaftes Geschäft abgeschlossen und in all den Jahren nicht eine Sekunde daran gedacht, ein klitzeklein wenig Fairness walten zu lassen. Diesen Vorwurf muss sich CDP schon gefallen lassen.
Noch dazu kannst du es noch so umschreiben. Und das jede Tat von ihm sein bier ist steht hier auch nicht zur debatte. Aber du verteidigst sehr wohl. is halt so :)
Ich habe mich erklärt. Wenn Du Dich weiterhin stur stellen willst, werde ich damit wohl leben müssen :)
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

Kajetan hat geschrieben: 09.10.2018 19:46
DEMDEM hat geschrieben: 09.10.2018 19:13 Ich finde es ja süß, wie sich Kajetan jetzt schön als "differenziert" positionieren will. Herrlich :D
Freut mich, dass es Dich erfreut, aber gerade an Deiner Stelle wäre ich mit Begriffen wie "differenziert" vorsichtig.
Den Winker in meine Richtung kannste dir sparen. Es fällt extrem auf, wie bemüht du bist eine angeblich neutrale Position einzunehmen, um anderen vorzuwerfen, wie schwarz/weiß sie denken, während man dir genau das noch zuvor erst an den Kopf geworfen hat. Ist ja nicht so, als ob es zu dieser Diskussion es nicht schon eine Vorgeschichte in einem anderen Thread gab.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von langhaariger bombenleger »

Wir wechseln das Setting: Alberto Korda, Fotograf in Kuba macht ein Bild von Che Guevarra, wie er sie oft von der kubanischen Elite machte. Keine Zeitung wollte das Bild, also verschenkte er es einem italienischem Verleger. Nach dem Tode von Che wurde dies Abbild zu einer großen Ikone und der Verleger machte Millionen damit. Alberto bekam nichts davon.

Wer jetzt in seinem Hinterkopf ein leises oder vielleicht auch lautes "unfair!" formuliert oder empfindet, der hat Kajetan damit de facto in allem zugestimmt. Dies funktioniert weil nun an die Stelle einer geliebten Spielefirma ein namenloser Verleger steht.

Nun bitte nicht den Fehler machen und seinen Standpunkt versuchen zu retten indem man sagt das Beispiel würde hinken, dass tut es nicht wesentlich. Schenkung ist genauso geregelt wie ein Verkauf. Und auch das es hier um ein Bild geht ändert auch nichts, in beiden Fällen wurde aus dem Erzeugnis eines Künstlers ein Umsatz generiert, der nicht abzusehen war. Nur die Intensität des Vergleiches ist eine andere, dass moralische Grundproblem ist aber dasselbe.

Wer nicht erkennt wie ausgewogen Kajetas Texten hier die Lage bewerten, der hat meiner Meinung nach sein Problem bei sich zu sehen.
Disclaimer: Ich habe die Bücher nicht gelesen, das Spiel nicht gespielt, kenne Kajetan nicht.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

langhaariger bombenleger hat geschrieben: 09.10.2018 21:28 Wir wechseln das Setting: Alberto Korda, Fotograf in Kuba macht ein Bild von Che Guevarra, wie er sie oft von der kubanischen Elite machte. Keine Zeitung wollte das Bild, also verschenkte er es einem italienischem Verleger. Nach dem Tode von Che wurde dies Abbild zu einer großen Ikone und der Verleger machte Millionen damit. Alberto bekam nichts davon.

Wer jetzt in seinem Hinterkopf ein leises oder vielleicht auch lautes "unfair!" formuliert oder empfindet, der hat Kajetan damit de facto in allem zugestimmt. Dies funktioniert weil nun an die Stelle einer geliebten Spielefirma ein namenloser Verleger steht.

Nun bitte nicht den Fehler machen und seinen Standpunkt versuchen zu retten indem man sagt das Beispiel würde hinken, dass tut es nicht wesentlich. Schenkung ist genauso geregelt wie ein Verkauf. Und auch das es hier um ein Bild geht ändert auch nichts, in beiden Fällen wurde aus dem Erzeugnis eines Künstlers ein Umsatz generiert, der nicht abzusehen war. Nur die Intensität des Vergleiches ist eine andere, dass moralische Grundproblem ist aber dasselbe.

Wer nicht erkennt wie ausgewogen Kajetas Texten hier die Lage bewerten, der hat meiner Meinung nach sein Problem bei sich zu sehen.
Disclaimer: Ich habe die Bücher nicht gelesen, das Spiel nicht gespielt, kenne Kajetan nicht.
Der Vergleich hinkt sogar gewaltig, vorallem im Endresultat. Sapkowski hat ja profitiert! Nicht nur durch den Verkauf der Lizenz an CDP, sondern auch nochmal viel höher durch den Bekanntheitsgrad der Witcher-Spiele, die dafür gesorgt haben, dass Sapkowskis Bücher international nicht nur Fuß fassen konnten, sondern auch berühmt wurde. Sapkowski hat durch den Deal mit CDP auch so für sein Leben ausgesorgt.
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Peter__Piper
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Peter__Piper »

langhaariger bombenleger hat geschrieben: 09.10.2018 21:28 Wir wechseln das Setting: Alberto Korda, Fotograf in Kuba macht ein Bild von Che Guevarra, wie er sie oft von der kubanischen Elite machte. Keine Zeitung wollte das Bild, also verschenkte er es einem italienischem Verleger. Nach dem Tode von Che wurde dies Abbild zu einer großen Ikone und der Verleger machte Millionen damit. Alberto bekam nichts davon.

Wer jetzt in seinem Hinterkopf ein leises oder vielleicht auch lautes "unfair!" formuliert oder empfindet, der hat Kajetan damit de facto in allem zugestimmt. Dies funktioniert weil nun an die Stelle einer geliebten Spielefirma ein namenloser Verleger steht.

Nun bitte nicht den Fehler machen und seinen Standpunkt versuchen zu retten indem man sagt das Beispiel würde hinken, dass tut es nicht wesentlich. Schenkung ist genauso geregelt wie ein Verkauf. Und auch das es hier um ein Bild geht ändert auch nichts, in beiden Fällen wurde aus dem Erzeugnis eines Künstlers ein Umsatz generiert, der nicht abzusehen war. Nur die Intensität des Vergleiches ist eine andere, dass moralische Grundproblem ist aber dasselbe.

Wer nicht erkennt wie ausgewogen Kajetas Texten hier die Lage bewerten, der hat meiner Meinung nach sein Problem bei sich zu sehen.
Disclaimer: Ich habe die Bücher nicht gelesen, das Spiel nicht gespielt, kenne Kajetan nicht.
Doch doch. Da besteht ein gewaltiger Unterschied.
In deinem Beispiel hat ein Gegenstand einen erheblichen Wertezuwachs bekommen durch äußerliche Einflüsse,ähnlich einem Goldkurs.
Bei CDP und dem Witcher liegt die Sache wohl ein wenig anders :wink:
In deinem Beispiel sehe ich eher den Fotograf in der Rolle von CDP, und Che in der Rolle von Herr Sapkowski.
Daher nicht wirklich vergleichbar.
Siegel und Shuster würden hier viel besser passen, wie ich bereits angeführt hab.
Aber wie gesagt, die beiden waren noch Grün hinter den Ohren - im gegensatz zu Herrn Sapkowski.
Und die beiden haben auch von keinem Synergieeffekt profitiert :wink:
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

DEMDEM hat geschrieben: 09.10.2018 21:19 Den Winker in meine Richtung kannste dir sparen.
Der ist aber notwendig :)
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

Kajetan hat geschrieben: 09.10.2018 22:24
DEMDEM hat geschrieben: 09.10.2018 21:19 Den Winker in meine Richtung kannste dir sparen.
Der ist aber notwendig :)
Dann hast du nicht verstanden, auf was ich hinaus wollte.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

DEMDEM hat geschrieben: 09.10.2018 22:25 Dann hast du nicht verstanden, auf was ich hinaus wollte.
Mag sein, ich muss nicht alles verstehen.
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Kant ist tot!
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kant ist tot! »

Das erinnert mich an den Kinderchor aus Pink Floyds "Brick in the Wall", der 1979 1000 Pfund für seinen Beitrag zum Song bekam. 2010 oder so haben die ehemaligen Schüler dann auf Tantiemen geklagt. Das fand ich schon nicht richtig und auch die Aktion jetzt verstehe ich nicht.

Bei Pink Floyd hätte auch irgendein anderer Kinderchor ins Mikro plärren können, das Ding wurde kein Riesenhit, weil genau diese Kinder besonders schön geträllert haben, der eigentliche Clou bestand in dem Fall in der Idee der Einbindung eines solchen Elements.

Das lässt sich so natürlich nicht 1:1 auf Sapkowski und CD Projekt übertragen. Ich möchte aber zumindest festhalten, dass Sapkowski in der Riege der Fantasy-Autoren nicht annähernd die Bedeutung einnimmt, die CD Projekt spätestens seit dem Witcher 3 innehat. Ich habe sowohl die Romanreihe gelesen, als auch alle Spiele (bis auf die Add Ons) gespielt. Für den großen Erfolg des Witchers, insbesondere von Teil 3, erachte ich die Entwicklung, die CD Projekt bezüglich des eigenen Know-Hows genommen hat, als deutlich entscheidender als die literarische Vorlage.

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und stelle die These auf, dass CD Projekt den gleichen Erfolg auch mit einer anderen Vorlage hätte haben können. Fantasy-Autoren auf dem Niveau Sapkowskis sind nicht ganz so rar gesät wie Rollenspielentwickler auf dem Niveau von CD Projekt. Jupp, Sapkowski ist der Kinderchor in der Analogie. Für den gab es übrigens einen finanziellen Nachschlag und ähnlich wird es wohl auch jetzt wieder laufen.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kant ist tot! »

langhaariger bombenleger hat geschrieben: 09.10.2018 21:28 Wir wechseln das Setting: Alberto Korda, Fotograf in Kuba macht ein Bild von Che Guevarra, wie er sie oft von der kubanischen Elite machte. Keine Zeitung wollte das Bild, also verschenkte er es einem italienischem Verleger. Nach dem Tode von Che wurde dies Abbild zu einer großen Ikone und der Verleger machte Millionen damit. Alberto bekam nichts davon.

Wer jetzt in seinem Hinterkopf ein leises oder vielleicht auch lautes "unfair!" formuliert oder empfindet, der hat Kajetan damit de facto in allem zugestimmt. Dies funktioniert weil nun an die Stelle einer geliebten Spielefirma ein namenloser Verleger steht.

Nun bitte nicht den Fehler machen und seinen Standpunkt versuchen zu retten indem man sagt das Beispiel würde hinken, dass tut es nicht wesentlich. Schenkung ist genauso geregelt wie ein Verkauf. Und auch das es hier um ein Bild geht ändert auch nichts, in beiden Fällen wurde aus dem Erzeugnis eines Künstlers ein Umsatz generiert, der nicht abzusehen war. Nur die Intensität des Vergleiches ist eine andere, dass moralische Grundproblem ist aber dasselbe.

Wer nicht erkennt wie ausgewogen Kajetas Texten hier die Lage bewerten, der hat meiner Meinung nach sein Problem bei sich zu sehen.
Disclaimer: Ich habe die Bücher nicht gelesen, das Spiel nicht gespielt, kenne Kajetan nicht.
Der Vergleich hinkt nicht, dem stimme ich zu. Nur die Stimme, die "unfair" flüstert, bleibt aus. Das moralische Grundproblem sehe ich nicht. Durch die Schenkung konnte Herr Alberto das Bild verwerten, wie er möchte. Wo ist da das Problem? Wäre es nicht das Bild gewesen, dann ein anderes. Offensichtlich wusste Herr Alberto einfach am besten, wie sich aus dem Zeitgeist Kasse machen lässt. Das wiederum ist doch aber sein eigenes Geschick. Er wird nicht der Einzige gewesen sein, der ein Bild von Che besaß.
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

Kant ist tot! hat geschrieben: 10.10.2018 10:42 Er wird nicht der Einzige gewesen sein, der ein Bild von Che besaß.
Andere Bilder haben aber nicht DEN Anklang gefunden. Jedes geschäftliche Geschick nützt Dir nix, wenn der Inhalt keinen Anklang findet. Könnte man nur mit geschäftlichem Geschick x-beliebige Inhalte zu kommerziellen Erfolg führen, würde es keine Flopps von Spielen, Filmen, Büchern geben, die professionell produziert und in den Markt eingeführt wurden, die aber trotzdem niemand haben will. Diese Gleichsetzung ist hier kein Argument, weil sie nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat.

Jeder kann Bücher schreiben, aber das Witcher-Universum hat seinen ganz eigenen, speziellen Charme, der mitveranwortlich für den Erfolg der Spieleserie war. Gerade weil die Bücher schon VOR den Spielen populär waren. Sapkowskis Beitrag zum Erfolg der Spieleserie lässt sich nicht so einfach wegdefinieren. Man muss dazu schon einge Fakten unter den Tisch fallen lassen :)