mr archer hat geschrieben:Die interessante Frage wird ja vielmehr sein, was für Auswirkungen das Ganze auf die Modding-Szene haben wird.
Nach ein paar Tagen des Lesen diverser Positionen und Nachdenkens ... das kommt darauf an
Es kommt darauf an, wie erfolgreich dieser Versuchsballon für Beth sein wird. Wenn nicht, schläft die Sache recht schnell ein, denn wenn das nicht einmal mit Skyrim und seinen fündunddrölfzig Milliarden Mods klappt, bei wem soll es sonst klappen?
Wenn es erfolgreich genug ist, kommt es darauf an, ob Beth und andere Publisher versuchen Modding vollständig auf Steamworks zu zwingen, um den potentiellen Umsatz zu maximieren. Es dürfte ein leichtes sein dies per AGB, ein paar kleinen technischen Blockaden und zwei, drei Abschreckungs-Maßnahmen (DMCA Claims, Cease &Z Desist-Letter bis hin zur tatsächlichen Klageeinreichung) Modding ausserhalb Steams abzuwürgen.
Dann kommt es darauf an, ob man Mods weiterhin kostenlos abgeben darf, was mit Spendenlinks passiert, ob diese tatsächlich gelöscht werden. Denn von Spenden hat der Publisher ja gar nix, gehen diese doch direkt an den Modder. Sprich ... Spendenlinks werden via AGB seitens Valve oder des Publishers verboten.
Je strikter der Publisher Mods ausserhalb der offiziellen Verwertungskette einschränkt, umso weniger größere und aufwendigere Mods wird es geben, da sich die Arbeit dafür angesichts von Pflichtabgaben und Lizenzen für Tools für Modder immer weniger lohnt, je aufwendiger der Mod ist. Selbst wenn man versucht das Geld an der Steuer vorbeizuschieben und "schwarz" moddet.
Dann kommt es darauf an, ob der Publisher langfristig mehr durch Mod-Verkauf gewinnt, als er durch wegfallende LongTail-Verkäufe modbarer Spiele verliert. Denn kosmetische Skins alleine haben nicht die verkaufsfördernde Wirkung, welche die ganze Bandbreite von möglichen Mods allen nur denkbaren Umfangs haben.
Noch viel zu viele Variablen, noch keine stichhaltige Prognose abgebbar.