Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekommen
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
- SethSteiner
- Beiträge: 11871
- Registriert: 17.03.2010 20:37
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Zwischen dem Jugendmedienschutz und seinen Einschränkungen und Mord gibt es eine ganz klare Trennlinie und die ist die Realität. Das was wir hier besprechen ist Fiktion, niemand kommt zu Schaden. Das einzige was im Raum steht und von Anfang an stand, ist die Behauptung der Konsum von Fiktion könnte einen Schaden verursachen. Ob, unter welchen Umständen, in welcher Größenordnung, wie, wann nichts davon ist geklärt. Für Diebstahl, Mord, Vergewaltigung und andere reale Dinge, die einen Schaden zur Folge haben, haben wir hingegen ganz klare und eindeutige Statistiken. Zusagen, dass du Gesetze gegen Mord also gut findest tut hier nichts zur Sache.
Ich weiß nicht was bei dir hochtrabender Scheiß ist aber ja, ein Verbot von Hatred wäre und auch die Beschlagnahmungen und Indizierungen der letzten Jahrzehnte sind Anschläge auf die Freiheit gewesen, da die Begründung für diese Einschränkungen nun Mal selbst fiktiver Natur sind.
Deine Aussage wird nicht besser, in dem du jedem eine geistige Krankheit unterstellst. Lass es doch einfach.
Ich weiß nicht was bei dir hochtrabender Scheiß ist aber ja, ein Verbot von Hatred wäre und auch die Beschlagnahmungen und Indizierungen der letzten Jahrzehnte sind Anschläge auf die Freiheit gewesen, da die Begründung für diese Einschränkungen nun Mal selbst fiktiver Natur sind.
Deine Aussage wird nicht besser, in dem du jedem eine geistige Krankheit unterstellst. Lass es doch einfach.
- FuerstderSchatten
- Beiträge: 5146
- Registriert: 13.07.2010 01:03
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Auch, aber nicht nur, mich würde es auch bei jedem anderen Spiel stören, das hat mich schon im Hakenkreuz Thread für Wolfenstein gestört, dass hier ein paar aufgekratzte Paladine gleich einen Anschlag auf die Freiheit wittern, weil Hakenkreuze in Wolfenstein nicht gezeigt werden.Armin hat geschrieben:Und wieso nicht? Nur weil Dir das Spiel nicht gefaellt?FuerstderSchatten hat geschrieben: Ich bin aber nicht der Meinung, dass Spiele oder Pornografie eingeschränkt gehören. Ich bin noch nicht mal der Meinung, dass nicht die meisten Jugendlichen ab 12 nicht auch mit Pornografie und auch Gewaltspielen klarkommen. Das einzige was ich nicht ertragen kann, ist so hochtrabender Scheiß der hier veranstaltet wird, als ob ausgerechnet der Verbot von Hatred einen Anschlag auf die Freiheit gleicht.
-
Armin
- Beiträge: 2667
- Registriert: 30.01.2003 13:05
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Die Frage war wieso...nich ob Dich auch andere Sachen in anderen Spielen stoeren. Und warum nennst Du sie aufgekratzte Paladine? Paladine sind doch eher religioese Figuren, und religioese Figuren stehen meistens fuer Zensur,so wie Du hier.FuerstderSchatten hat geschrieben:
Auch, aber nicht nur, mich würde es auch bei jedem anderen Spiel stören, das hat mich schon im Hakenkreuz Thread für Wolfenstein gestört, dass hier ein paar aufgekratzte Paladine gleich einen Anschlag auf die Freiheit wittern, weil Hakenkreuze in Wolfenstein nicht gezeigt werden.
- FuerstderSchatten
- Beiträge: 5146
- Registriert: 13.07.2010 01:03
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Paladine sind radikale Streiter für das Gute. Die vor nichts zurückschrecken um ihre Ziele durchzusetzen.Armin hat geschrieben:Die Frage war wieso...nich ob Dich auch andere Sachen in anderen Spielen stoeren. Und warum nennst Du sie aufgekratzte Paladine? Paladine sind doch eher religioese Figuren, und religioese Figuren stehen meistens fuer Zensur,so wie Du hier.FuerstderSchatten hat geschrieben:
Auch, aber nicht nur, mich würde es auch bei jedem anderen Spiel stören, das hat mich schon im Hakenkreuz Thread für Wolfenstein gestört, dass hier ein paar aufgekratzte Paladine gleich einen Anschlag auf die Freiheit wittern, weil Hakenkreuze in Wolfenstein nicht gezeigt werden.
-
johndoe981765
- Beiträge: 1936
- Registriert: 30.03.2010 10:23
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Das klingt aber eher nach deiner Wenigkeit.
-
Heinz-Fiction
- Beiträge: 482
- Registriert: 26.10.2009 13:22
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Ich werde dieses Zensurgedöns nie verstehen. Brutale Spiele finden (oder befanden) sich durchaus auf meiner Festplatte, Dead Rising etwa, und auch bei GTA fahre ich "aus Spaß" mal Menschen um. Warum mir das Spaß macht, weiß ich nicht. Was ich aber weiß ist, dass mir bei echtem Blut schlecht wird und ich vor einem Herzkasper stand, als ich mal ne Omi schlitternd mit dem Auto angestubst habe. Mir fehlt da irgendwie der Zusammenhang 
- sourcOr
- Beiträge: 13369
- Registriert: 17.09.2005 16:44
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Natürlich net. Aber in so Fällen zeigt sich halt, wie die Gesellschaft mit Problemspielen oder -medien im Allgemeinen umgeht. Wenn dann gleich aus Angst oder Empörung die Zensurkeule geschwungen werden muss, dann wirft das meiner bescheidenen Meinung nach kein gutes Licht auf "uns". Ich finde das ganze Getue um das Spiel echt lächerlich. Weder hat es die Aufmerksamkeit verdient noch den ganzen .. Hass (HEHEHE).FuerstderSchatten hat geschrieben:Das einzige was ich nicht ertragen kann, ist so hochtrabender Scheiß der hier veranstaltet wird, als ob ausgerechnet der Verbot von Hatred einen Anschlag auf die Freiheit gleicht.
Zumal du die Leute auch auf die Hakenkreuze und Hatred festnagelst, obwohl das Thema viel allgemeiner ist und diese Spiele nur wieder einen Anlass für Diskussionen gegeben haben. Die Leute ärgern sich bestimmt nicht deshalb darüber dass Hakenkreuze fehlen, weil es Hakenkreuze sind, die fehlen, sondern weil allgemein etwas auffälliges fehlt, das in den anderen Versionen des Spiels vorhanden ist. Bei Hatred ist das ganz ähnlich. Ich interessiere mich einen feuchten für das Spiel, schon alleine deshalb, weil ich dieses Topdown-Geballer nicht mag, aber das Spiel wurde ja geradezu ans Kreuz genagelt.
- Sharkie
- Beiträge: 869
- Registriert: 23.02.2013 14:37
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Armin und Fürst: Ihr könntet hier eigentlich wunderbar miteinander diskutieren, wenn man sich dieses ganze latent-aggressive Angepflaume von allen Seiten ("Du willst alles verbieten!", "Solche Menschen sind doch krank im Kopf!", "Du Moralapostel!") einfach mal sparen würde. Argumente werden ja nach wie vor vorgebracht, die Bereitschaft auf die Argumente des anderen einzugehen scheint mir aber mittlerweile gegen null zu gehen. Da wird das Argument der Gegenseite nur noch dafür missbraucht, darüber zu spotten und den Diskussionsgegner als Idioten hinzustellen. Obendrein missversteht Ihr euch auch noch ständig absichtlich und legt dem anderen Dinge in den Mund, die dieser nie gesagt hat. Bringt doch nix, dieses Rumgezicke.
[Notiz an mich: Vorsicht mit solchen Mahnungen, gleich bist du noch Onkel Sharkie, der moralistische Kindergärtner.]
Soviel zur Diskussionskultur. Nun mal was inhaltliches:
Darüber hinaus möchte ich nochmal daran erinnern, wie vor nicht allzu langer Zeit von konservativer Seite aus vielfach Spiele wie Counterstrike & co. als Amoksimulatoren hingestellt wurden. Das war sachlich falsch, und die Spielerszene empörte sich geschlossen über diese verleumderische Verdrehung des faktischen Spielinhalts von Counterstrike, eben da es in diesem Spiel tatsächlich überhaupt nicht um Amok- oder Mordsimulation geht. Diese Empörung war gerechtfertigt und richtig.
Nun haben wir 2015, und es kommt ein Spiel heraus, das sich tatsächlich und ganz bewusst als Amoksimulator präsentiert. Da finde ich es vor diesem Hintergrund etwas merkwürdig, zu sagen "Ist doch alles kein Problem, gab es nämlich alles schon - in Counterstrike.". Man beachte den Selbstwiderspruch.
Zum Schluss, damit ich nicht (absichtlich oder unabsichtlich) missverstanden werde, nochmal: Ich bin trotz allem gegen ein Verbot oder eine Zensur von Hatred.
PS: Was ist jetzt mit dem Eichhörnchenspiel?
[Notiz an mich: Vorsicht mit solchen Mahnungen, gleich bist du noch Onkel Sharkie, der moralistische Kindergärtner.]
Soviel zur Diskussionskultur. Nun mal was inhaltliches:
Diese Relativierung unterschlägt aber, dass der Spaß am Töten das exklusive Spielspaßversprechen von Hatred ist, womit dieses Spiel schon ziemlich alleine dasteht, allenfalls noch in der Gesellschaft von Manhunt und Postal 1. Wenn man jetzt ernsthaft noch Counterstrike, Colonization und Imperialism in diese Reihe stellen möchte, so funktioniert das nur unter kompletter Ausblendung der Tatsache, dass diese Spiele, selbst wenn darin Terror und Massenmord vorkommen, dennoch ihr Spielspaßangebot nicht über diese Themen definieren. Counterstrike ist kein Terrorsimulator. Es verspricht nicht Spaß durch Mord oder Terror, sondern Spaß durch sportlich-kompetitive Ballerei (im Übrigen ohne wehrlose Opfer). Colonization und Imperialism versprechen nicht Spaß durch Genozid, sondern Spaß durch den strategischen (ja, auch kriegerischen) Aufbau einer Nation. Gut, so ein tumber Hatred-Entwickler würde jetzt vermutlich entgegnen "Und genau darin besteht die heuchlerische Verharmlosung, das ist nicht weniger menschenverachtend! Wir sind nur konsequent und ehrlich!". Warum diese Argumentation meiner Ansicht nach vollkommener Kappes (und sogar ebenfalls heuchlerisch) ist, habe ich an dieser Stelle bereits geschrieben:Armin hat geschrieben:Wie kann man nur den Terroristen spielen, der die Polizei brutal niedermetzelt um dann einen Terroranschlag auszufuehren? (Counterstrike) Wie kann man nur den Conquistador spielen, der abertausende von Amerikanern fuer ihr Silber abmetzelt? (Colonization) Wie kann man nur den Imperialisten spielen, der Laender ausbeutet und Millionen toetet? (Imperialism) Wie kann man nur den Dieb spielen, der Leute ausraubt und ermordet (fast jedes RPG)
Weil man sowas im echten Leben nicht erfaehrt, dafuer sind Filme, Buecher, Spiele da.
Spoiler
Show
Sharkie hat geschrieben:Das sind in der Tat interessante Fragestellungen. Es ist ja soweit ich weiß auch die Argumentation der Hatred-Entwickler, das Töten in so gut wie allen anderen Spielen sei heuchlerisch dargestellt, da zweifelhafte Legitimationen (z.B. "Die Welt retten") dafür vorgeschoben würden. Tatsächlich finde ich aber vor allem diese Argumentation heuchlerisch. Denn wenn man wirklich der Meinung ist, die Inszenierung des Tötens in Computerspielen sei so gut wie immer eine schlecht kaschierte, menschenverachtende Heuchelei, dann wäre die konsequente Alternative doch wohl eher nicht ein Computerspiel, das den "Spaß am Töten" ganz ungeniert inszeniert.
Die Verfehlung liegt meiner Ansicht nach in der falschen Annahme, dass es auch in besagten 99% der anderen Computerspiele ebenfalls primär um den "Spaß am Töten" ginge. Das ist aber nicht der Fall. In GTA geht es darum, eine in vielerlei Hinsicht interessant inszenierte Verbrecherkarriere hinzulegen - Menschen werden dabei szenariobedingt freilich getötet, aber es geht definitiv in dem Spiel nicht darum, sinnlosen Massenmord zu begehen, nur weil dies theoretisch möglich ist. Selbst in einem Call of Duty speist sich der Spielspaß meiner Ansicht nach nicht aus dem "Spaß am Töten", sondern aus dem "Spaß an der Action", also in Deckung gehen, Zielen, gegen einen zahlenmäßig überlegenen Gegner den Sieg erringen, usw. Der Unterschied zu Hatred besteht darin, dass letzteres explizit und ausschließlich auf den "Spaß am Töten" an sich abzielt; die Wehrlosigkeit der Opfer in diesem Spiel ist dafür entscheidend. Zwar sind CoD und andere Militärshooter da sicher Grenzfälle, da sie teils menschenverachtende Inhalte (Folter, Gefangenenerschießungen, etc.) oftmals unkritisch bis fahrlässig als "cooles Actionfeuerwerk" inszenieren. Ich würde ihnen durchaus unterstellen kriegsverherrlichend zu sein, aber nicht das Töten an sich zu feiern, wie Hatred es tut.
Ähnliches gilt für Expeditions. Das "Spaßangebot", welches das Spiel suggeriert, lautet nicht "Begehe Genozid am Volk der Azteken", sondern "Erlebe ein großes Abenteuer zur Zeit der Konquistadoren". Diesen Unterschied halte ich schon für relevant, und nicht etwa für heuchlerisch. Insbesondere wenn der Vorwurf der Heuchelei von jemanden kommt, der damit in erster Linie sein eindeutig menschenverachtendes Spielkonzept legitimieren möchte.
Nun haben wir 2015, und es kommt ein Spiel heraus, das sich tatsächlich und ganz bewusst als Amoksimulator präsentiert. Da finde ich es vor diesem Hintergrund etwas merkwürdig, zu sagen "Ist doch alles kein Problem, gab es nämlich alles schon - in Counterstrike.". Man beachte den Selbstwiderspruch.
Zum Schluss, damit ich nicht (absichtlich oder unabsichtlich) missverstanden werde, nochmal: Ich bin trotz allem gegen ein Verbot oder eine Zensur von Hatred.
PS: Was ist jetzt mit dem Eichhörnchenspiel?
Zuletzt geändert von Sharkie am 03.01.2015 14:57, insgesamt 1-mal geändert.
-
Armin
- Beiträge: 2667
- Registriert: 30.01.2003 13:05
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Also mir macht es Spass zu streiten, sonst waer ich nicht hier, und dem Spiel bringt es Aufmerksamkeit.Sharkie hat geschrieben:Armin und Fürst: Ihr könntet hier eigentlich wunderbar miteinander diskutieren, wenn man sich dieses ganze latent-aggressive Angepflaume von allen Seiten ("Du willst alles verbieten!", "Solche Menschen sind doch krank im Kopf!", "Du Moralapostel!") einfach mal sparen würde. Argumente werden ja nach wie vor vorgebracht, die Bereitschaft auf die Argumente des anderen einzugehen scheint mir aber mittlerweile gegen null zu gehen. Da wird das Argument der Gegenseite nur noch dafür missbraucht, darüber zu spotten und den Diskussionsgegner als Idioten hinzustellen. Obendrein missversteht ihr euch auch noch ständig absichtlich und legt dem anderen Dinge in den Mund, die dieser nie gesagt hat. Bringt doch nix, dieses Rumgezicke.
Das ist doch alles klar. Ich hab ihm nur den Zensurliebhaber vorgespielt, der seine eigenen Argumente (dass man krank sei, wenn man boese Taten nachspielen will) fuer andere Spiele benutzt.Sharkie hat geschrieben: Diese Relativierung unterschlägt aber, dass der Spaß am Töten das exklusive Spielspaßversprechen von Hatred ist, womit dieses Spiel schon ziemlich alleine dasteht, allenfalls noch in der Gesellschaft von Manhunt und Postal 1. Wenn man jetzt ernsthaft noch Counterstrike, Colonization und Imperialism in diese Reihe stellen möchte, so funktioniert das nur unter kompletter Ausblendung der Tatsache, dass diese Spiele, selbst wenn darin Terror und Massenmord vorkommen, dennoch ihr Spielspaßangebot nicht über diese Themen definieren. Counterstrike ist kein Terrorsimulator. Es verspricht nicht Spaß durch Mord oder Terror, sondern Spaß durch sportlich-kompetitive Ballerei (im Übrigen ohne wehrlose Opfer). Colonization und Imperialism versprechen nicht Spaß durch Genozid, sondern Spaß durch den strategischen (ja, auch kriegerischen) Aufbau einer Nation.
Wie war das noch mit Spotten und latent-aggressive Angepflaume?Sharkie hat geschrieben: Gut, so ein tumber Hatred-Entwickler
Oh bitte, wir muessen uns doch hier nicht selber beluegen, die Zensur liest nicht mit. Wuerde Dir Hatred besser gefallen, wenn sie drumherum eine fadenscheinige Story spinnen, die eh keinen interessiert?Sharkie hat geschrieben: Die Verfehlung liegt meiner Ansicht nach in der falschen Annahme, dass es auch in besagten 99% der anderen Computerspiele ebenfalls primär um den "Spaß am Töten" ginge. Das ist aber nicht der Fall. In GTA geht es darum, eine in vielerlei Hinsicht interessant inszenierte Verbrecherkarriere hinzulegen - Menschen werden dabei szenariobedingt freilich getötet, aber es geht definitiv in dem Spiel nicht darum, sinnlosen Massenmord zu begehen, nur weil dies theoretisch möglich ist.
Ach wenn es nur kriegsverherrlichend ist, isses ja ok, hauptsache es geht nicht primaer ums Toeten...Sharkie hat geschrieben:Zwar sind CoD und andere Militärshooter da sicher Grenzfälle, da sie teils menschenverachtende Inhalte (Folter, Gefangenenerschießungen, etc.) oftmals unkritisch bis fahrlässig als "cooles Actionfeuerwerk" inszenieren. Ich würde ihnen durchaus unterstellen kriegsverherrlichend zu sein, aber nicht das Töten an sich zu feiern, wie Hatred es tut.
Erinnern? Das ist doch meine halbe Munitionskiste. Das werfe ich Euch doch allen vor. Die Doppelmoral.Sharkie hat geschrieben:Darüber hinaus möchte ich nochmal daran erinnern, wie vor nicht allzu langer Zeit von konservativer Seite aus vielfach Spiele wie Counterstrike & co. als Amoksimulatoren hingestellt wurden. Das war sachlich falsch, und die Spielerszene empörte sich geschlossen über diese verleumderische Verdrehung des faktischen Spielinhalts von Counterstrike, eben da es in diesem Spiel tatsächlich überhaupt nicht um Amok- oder Mordsimulation geht. Diese Empörung war gerechtfertigt und richtig.
Finde ich auch, man haette damals ehrlich sein sollen.Sharkie hat geschrieben: Nun haben wir 2015, und es kommt ein Spiel heraus, das sich tatsächlich und ganz bewusst als Amoksimulator präsentiert. Da finde ich es vor diesem Hintergrund etwas merkwürdig, zu sagen "Ist doch alles kein Problem, gab es nämlich alles schon - in Counterstrike.". Man beachte den Selbstwiderspruch.
Genau wie ich. Wie gut das Spiel ist, ist mir voellig Latte, ich bin eher der Massenmoerder in Rundenstrategiespielen. Action zock ich kaum. Edit: Wobei ich mittlerweile ach neugierig bin und es probieren will,so wie Postal damals nachdem Joe Liebermann das verbieten wollte, danke FuerstLiebermannSharkie hat geschrieben: Zum Schluss, damit ich nicht (absichtlich oder unabsichtlich) missverstanden werde, nochmal: Ich bin trotz allem gegen ein Verbot oder eine Zensur von Hatred.
- Kumbao
- Beiträge: 1396
- Registriert: 16.12.2009 13:38
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Ich aerger mich ueber die fehlenden Hakenkreuze, weil sie unterstreichen, dass zumindest politisch Spiele immer noch nicht als Kunst gelten. Und das empfinde ich, dreissig Jahre nach dem Einzug der Heimkonsolen in die Wohnzimmer, als ziemliches Armutszeugnis. Da wird von politischer Seite viel ueber Kram geurteilt, den keiner der an der Diskussion beteiligten kennt oder versteht, sondern man bedient blosse Stammtischpsychologie und schuert unnoetige Aengste.sourcOr hat geschrieben:Die Leute ärgern sich bestimmt nicht deshalb darüber dass Hakenkreuze fehlen, weil es Hakenkreuze sind, die fehlen, sondern weil allgemein etwas auffälliges fehlt, das in den anderen Versionen des Spiels vorhanden ist.
- Sharkie
- Beiträge: 869
- Registriert: 23.02.2013 14:37
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Nein, denn das wäre in der Tat fadenscheinig. Die bessere Alternative wäre weder, eine schlechte Story als Feigenblatt beizusteuern, noch solche thematisch heißen Eisen wie "Amoklauf" überhaupt nicht anzufassen. Die bessere Alternative wäre vielmehr, dass man, wenn man dieses Eisen schon anpackt, es gefälligst differenziert tut. Der ernsthafte und nicht etwa "fadenscheinige" Versuch der Etablierung einer psychologischen Ebene müsste her (sowas ist doch durchaus denkbar, das braucht man überhaupt nicht so ins Lächerliche zu ziehen), damit das Endprodukt mehr sein kann, als das schlechte, tumbe (ja, ich bleibe bei dieser Bezeichnung) Triebabfuhrspiel, das es ist. Und das wollen uns die Entwickler dann auch noch als tabubrechendes Statement gegen ein verlogenes bürgerliches Establishment verkaufen. Das ist hochgradig billig. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich finde die Art und Weise, wie Hatred mit seinem heiklen Thema umgeht, durchaus problematisch, ja. Schlimmer aber finde ich diese unglaublich erbärmliche Provokationsmasche der Entwickler.Armin hat geschrieben: Oh bitte, wir muessen uns doch hier nicht selber beluegen, die Zensur liest nicht mit. Wuerde Dir Hatred besser gefallen, wenn sie drumherum eine fadenscheinige Story spinnen, die eh keinen interessiert?
Darüber hinaus finde ich, man muss sowas szenenintern kritisch ansprechen können, ohne sich gleich als Moralapostel beleidigen zu lassen. Ich streite nämlich, ebenso wie Du, gerne, aber eben über Argumente und Inhalte und nicht über Personen. Wenn Du das weiterhin tun möchtest, können wir die Diskussion auch ganz bleiben lassen.
Armin, auch hier nochmal: Lege Deinem Diskussionsgegner keine verdrehten Aussagen in den Mund, die dieser nicht getätigt hat, sonst hat dieser nämlich ganz schnell keinen Bock mehr, sich überhaupt noch mit Dir zu unterhalten. Nirgends habe ich gesagt, Kriegsverherrlichung sei okay, das legst einzig und allein Du mir in den Mund, höchstwahrscheinlich wohlwissend, dass ich das garantiert nicht so gemeint habe. Unterlasse bitte solche rhetorischen Provokationen.Armin hat geschrieben:Ach wenn es nur kriegsverherrlichend ist, isses ja ok, hauptsache es geht nicht primaer ums Toeten...Sharkie hat geschrieben:Zwar sind CoD und andere Militärshooter da sicher Grenzfälle, da sie teils menschenverachtende Inhalte (Folter, Gefangenenerschießungen, etc.) oftmals unkritisch bis fahrlässig als "cooles Actionfeuerwerk" inszenieren. Ich würde ihnen durchaus unterstellen kriegsverherrlichend zu sein, aber nicht das Töten an sich zu feiern, wie Hatred es tut.
Und ich habe Dir lang und breit argumentativ dargelegt, warum ich es nicht für Doppelmoral halte, wenn man 1.) das von dem Spiel an den Spieler gemachte Spielspaßangebot und 2.) die Art der Inszenierung als relevante Punkte für die Beurteilung des Spiels einstuft und es nicht einfach nur reduziert auf den Inhalt "Menschen werden umgebracht, wie in fast allen Spielen", so wie Du es tust. Warum muss der Vorwurf der Moralisierung jetzt zum x-ten mal wiederholt werden, wo ich mir doch viel Mühe gebe, meinen Standpunkt differenziert zu untermauern und mich von jeglicher Moralisierung quasi ständig distanziere?Armin hat geschrieben: Erinnern? Das ist doch meine halbe Munitionskiste. Das werfe ich Euch doch allen vor. Die Doppelmoral.
Du findest ernsthaft, Counterstrike zelebriere den "Spaß am Töten"? Ich finde, es zelebriert den Spaß am Teamplay, am Ballern, am Zielen, an ziemlich vielem halt, aber sicher nicht am Töten an sich. Erneut sind es die Punkte "Spielspaßversprechen" und "Inszenierung", die für den Unterschied ausschlaggebend sind.Armin hat geschrieben:Finde ich auch, man haette damals ehrlich sein sollen.Sharkie hat geschrieben: Nun haben wir 2015, und es kommt ein Spiel heraus, das sich tatsächlich und ganz bewusst als Amoksimulator präsentiert. Da finde ich es vor diesem Hintergrund etwas merkwürdig, zu sagen "Ist doch alles kein Problem, gab es nämlich alles schon - in Counterstrike.". Man beachte den Selbstwiderspruch.
- FuerstderSchatten
- Beiträge: 5146
- Registriert: 13.07.2010 01:03
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Und ich dachte ich wäre ein Finsterer Streiter.BattleIsle hat geschrieben:Das klingt aber eher nach deiner Wenigkeit.
- FuerstderSchatten
- Beiträge: 5146
- Registriert: 13.07.2010 01:03
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Das wäre ja wohl genau das was die ganze Sache erst interessant machen würde. Bei einer gescheiten Handlung und vielleicht weniger hirnlosen Moorhuhngeballer wäre ich auch geneigt dazu einen Blick zu riskieren.Armin hat geschrieben: Oh bitte, wir muessen uns doch hier nicht selber beluegen, die Zensur liest nicht mit. Wuerde Dir Hatred besser gefallen, wenn sie drumherum eine fadenscheinige Story spinnen, die eh keinen interessiert?
Kumbao hat geschrieben:Ich aerger mich ueber die fehlenden Hakenkreuze, weil sie unterstreichen, dass zumindest politisch Spiele immer noch nicht als Kunst gelten. Und das empfinde ich, dreissig Jahre nach dem Einzug der Heimkonsolen in die Wohnzimmer, als ziemliches Armutszeugnis. Da wird von politischer Seite viel ueber Kram geurteilt, den keiner der an der Diskussion beteiligten kennt oder versteht, sondern man bedient blosse Stammtischpsychologie und schuert unnoetige Aengste.sourcOr hat geschrieben:Die Leute ärgern sich bestimmt nicht deshalb darüber dass Hakenkreuze fehlen, weil es Hakenkreuze sind, die fehlen, sondern weil allgemein etwas auffälliges fehlt, das in den anderen Versionen des Spiels vorhanden ist.
Ich hätte ganz gerne die Hakenkreuze in Wolfenstein gehabt, aber es ist deswegen ja nicht direkt unspielbar oder komplett seiner Seele beraubt, nur weil sie nicht mehr da sind.
Grundsätzlich ist mir das aber erst mal egal, was andere über Spiele denken, oder ob es als Kunst gilt oder nicht. Ich spiele ja nun für mich selber und nicht um anderen damit etwas zu beweisen oder anerkannt zu werden.
Es ist eigentlich sehr schade, dass Hatred einfach nur so ein langweiliger Ballermist ist, der nur durch die fehlende Empathie des Protagonisten und die Mordszenen Aufmerksamkeit erzeugt, da hätte man durchaus draus etwas mit Substanz machen können.
- TheLaughingMan
- Beiträge: 3861
- Registriert: 27.01.2011 12:49
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Wow. ich bin echt hintendran. Scheinbar wissen alle schon wie sich das Spiel spielt, wie schwer und anspruchsvoll das Gameplay sein wird usw...
- FuerstderSchatten
- Beiträge: 5146
- Registriert: 13.07.2010 01:03
- Persönliche Nachricht:
Re: Hatred hat "grünes Licht" von der Steam-Community bekomm
Du glaubst da kommt noch mehr bei rum, als ein Iso Moorhuhn oder Cannonfodder mit Anders Breivik als PC?TheLaughingMan hat geschrieben:Wow. ich bin echt hintendran. Scheinbar wissen alle schon wie sich das Spiel spielt, wie schwer und anspruchsvoll das Gameplay sein wird usw...
