Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in Australischen Handelsketten an

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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

SethSteiner hat geschrieben:Sich mit GTA in einer Gruppe aufheizen?
Kann ich mir gut vorstellen. Das gemeinsam nen bisschen spielen und dann durch die Straßen ziehen und einen auf GTA Manier auf die Nase hauen. Inspirieren können nun mal Spiele, da hilft auch alles abstreiten nicht, ich erinnere mich da an einen Fall aus England, wo 2 Jugendliche einen Horrorfilm gesehen haben und dann explizit das in die Tat umgesetzt haben, was sie dort gesehen haben.

Aber dafür können die Spiele ja nix, dass es kranke Leute gibt. Und man kann ja nun nicht alles verbieten, weil ein kleiner Teil der Gesellschaft nicht damit klar kommt. Jedenfalls machen Computerspiele keine Leute krank. Sondern die Umwelt, damit meine ich ihre soziale Umgebung macht sie krank.
Zuletzt geändert von FuerstderSchatten am 12.12.2014 22:01, insgesamt 2-mal geändert.
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greenelve
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von greenelve »

Ponte hat geschrieben: Nur weil ich "Ghostbusters" anschaue, entwickle ich nicht plötzlich die Angst davor das der Marshmallowman um die Ecke kommt.
Doch genau darauf baut die komplette Gruselindustrie auf. Egal welches Medium, sei es Film, Buch, Hörspiel, man soll Angst bekommen;; und wirklich gut sind diese Produkte erst, wenn man beim kleinsten Geräusch in der eigenen Wohnung vor Angst zusammenzuckt oder in sämtlichen Räumen das Licht anlässt, weil das Wesen aus der Geschichte könnte ja real in der Dunkelheit lauern.

Der Marshmallowman ist allerdings durch seine Erscheinung weniger gruselig. Er kann es sein, allerdings gibt es auch Leute die finden Clowns schaurig.
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

greenelve hat geschrieben:
Ponte hat geschrieben: Nur weil ich "Ghostbusters" anschaue, entwickle ich nicht plötzlich die Angst davor das der Marshmallowman um die Ecke kommt.
Doch genau darauf baut die komplette Gruselindustrie auf. Egal welches Medium, sei es Film, Buch, Hörspiel, man soll Angst bekommen;; und wirklich gut sind diese Produkte erst, wenn man beim kleinsten Geräusch in der eigenen Wohnung vor Angst zusammenzuckt oder in sämtlichen Räumen das Licht anlässt, weil das Wesen aus der Geschichte könnte ja real in der Dunkelheit lauern.

Der Marshmallowman ist allerdings durch seine Erscheinung weniger gruselig. Er kann es sein, allerdings gibt es auch Leute die finden Clowns schaurig.
Naja da ist schon was wahres dran. Der Mensch hat schon eine blühende Fantasie, aber das heißt ja nicht, dass er wirklich dran glaubt, dass es existiert. Das sind dann halt seine Instinkte die mit ihm durchgehen, aber sobald er es rational durchgeht, weiß er das es Quatsch ist.

Ich meine, dass der Mensch an allerhand Unsinn glauben kann, beweisen ja schon der Glaube an einen Gott.

Oder ein anderes Beispiel: Ich hab zum Beispiel Angst vor Spinnen und für mich ist Dark Messiah dadurch eine immense Herausforderung, der Teil in meinen Gehirn der Instinkte zuständig sagt mir halt, dass da Spinnen sind, während mein Großhirn sagt, das sind digitale Figuren, keine Angst. Nur leider ist mein Instinkt schneller und stärker, so daß ich ständig in Angst versetzt werde bei Dark Messiah.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von SethSteiner »

FuerstderSchatten hat geschrieben:Kann ich mir gut vorstellen. Das gemeinsam nen bisschen spielen und dann durch die Straßen ziehen und einen auf GTA Manier auf die Nase hauen.
Du kannst dir das vorstellen, weil angeblich mal zwei Jugendliche einen Horrorfilm gesehen und das was sie gesehen haben wollen nachgestellt haben? Ich weiß nicht aber wenn auf der Welt, die voll ist mit abertausenden, vielleicht hunderttausenden oder millionen von Filmen, Büchern, Videospielen und Musik, gerade mal 0,00000001% der Weltbevölkerung bestenfalls im Laufe von Jahrzehnten sowas machen, finde ich jetzt nicht wirklich dass es wirklich vorstellbar ist. Es sei denn natürlich, dass dieses nachstellen doch häufiger passiert als "irgendwo, irgendwann ist das mal passiert".
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greenelve
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von greenelve »

FuerstderSchatten hat geschrieben: Naja da ist schon was wahres dran. Der Mensch hat schon eine blühende Fantasie, aber das heißt ja nicht, dass er wirklich dran glaubt, dass es existiert. Das sind dann halt seine Instinkte die mit ihm durchgehen, aber sobald er es rational durchgeht, weiß er das es Quatsch ist.

Ich meine, dass der Mensch an allerhand Unsinn glauben kann, beweisen ja schon der Glaube an einen Gott.
Es geht rein um das Gefühl dabei. Und nach einem Alptraum kannst du dir noch so sehr sagen, es war nur ein Traum es ist nicht real, mit dem Gesicht zur Wand und dem Rücken zum Rest des Zimmers/Tür wirst du nicht schlafen wollen.
Wichtig ist, wie intensiv hat man das Erlebte wahrgenommen. Wie gut kann man sich in den Film hineinversetzen, wie stark hat man sich darauf konzentriert und nicht mit, z.B. Beiträge im Forum schreiben, abgelenkt.
Auch wie stark man sich mit Dingen beschäftigt. Je mehr man "suchtet", desto stärker taucht man hinein. http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... wGjQ#t=155

Nach einer guten Komödie ist man gut gelaunt. Da kann man sich auch sagen, es liegt nur an den Witzen, man wird trotzdem weiter fröhliche Laune haben.

In dem Moment glaubt man dran bzw. hat dieses Gefühl. Aber das ist etwas, das man ständig hat. Wer wütend ist soll Sport machen. Sport baut die Aggression aber nicht ab, viel mehr wird ein Gefühl mit einem anderen ersetzt - mit einem Cocktail aus Erschöpfung und Glücksgefühlen, als Belohnung für die Anstrengung.


ps: Das ist erstmal weder gut noch schlecht, es passiert erstmal. Wie stark und welche Auswirkungen es auf das Umfeld und das eigene Leben hat, ist dafür entscheident.
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

SethSteiner hat geschrieben:
FuerstderSchatten hat geschrieben:Kann ich mir gut vorstellen. Das gemeinsam nen bisschen spielen und dann durch die Straßen ziehen und einen auf GTA Manier auf die Nase hauen.
Du kannst dir das vorstellen, weil angeblich mal zwei Jugendliche einen Horrorfilm gesehen und das was sie gesehen haben wollen nachgestellt haben? Ich weiß nicht aber wenn auf der Welt, die voll ist mit abertausenden, vielleicht hunderttausenden oder millionen von Filmen, Büchern, Videospielen und Musik, gerade mal 0,00000001% der Weltbevölkerung bestenfalls im Laufe von Jahrzehnten sowas machen, finde ich jetzt nicht wirklich dass es wirklich vorstellbar ist. Es sei denn natürlich, dass dieses nachstellen doch häufiger passiert als "irgendwo, irgendwann ist das mal passiert".
Ich habe sogar gehört es, hätte nach "Die Leiden des jungen Werther" eine ganze Welle von Selbstmorden gegeben. Ich verstehe nicht, wieso man die Inspirationskraft von Büchern und anderen Medien einfach negiert. Ich dachte, das wäre Kunst und Kunst inspiriert nun mal und nicht immer zum guten.

Was ist daran explizit so schlimm? Für mich heisst das mitnichten, dass ein Werk, dass Millionen von Menschen vergnügen bereitet, verboten gehört, nur weil ein paar Leute damit eben nicht klarkommen. Dann muss man ja nun auch Autofahren verbieten. Ich denke, dass muss eine Gesellschaft aushalten können. Nur bei Waffen hört bei mir der Spaß auf, die gehören meiner Meinung nach verboten, außer natürlich bei Ordnungshütern und Förstern, die aber die Waffen gefälligst auf der Polizeiwache nach Dienst abzugeben haben.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von SethSteiner »

Keiner negiert die Inspirationskraft von Büchern und anderen Medien. Wieso auch? Es passiert schließlich jeden Tag. Was aber eben nicht jeden Tag passiert (man verbessere mich falsch ich da falsch liege), ist dass man alles was man negatives Liedern hört, Büchern liest, Filmen sieht, Spielen spielt nachmachen würde. Selbst der Werther-Effekt ist doch eher im Bereich der urbanen Legende anzusiedeln.
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

SethSteiner hat geschrieben:Keiner negiert die Inspirationskraft von Büchern und anderen Medien. Wieso auch? Es passiert schließlich jeden Tag. Was aber eben nicht jeden Tag passiert (man verbessere mich falsch ich da falsch liege), ist dass man alles was man negatives Liedern hört, Büchern liest, Filmen sieht, Spielen spielt nachmachen würde. Selbst der Werther-Effekt ist doch eher im Bereich der urbanen Legende anzusiedeln.
Sowas kann man doch nicht in Zahlen messen. Kunst ist ein Spiegel der Gesellschaft, der auch "zurückspiegelt", wenn auch schwächer, wenn man micht fragt. Ich bin davon überzeugt, dass es gestörten Seelen nicht besonders gut tut, ständig Horrorfilme oder brutale Sachen zu spielen. Pornos mit Analverkehr haben sicherlich auch dafür gesorgt, dass der ein oder andere das mal in Real Life ausprobiert hat und einigen gefällt halt sowas. Einige wären wohl auch von alleine darauf gekommen, andere wurden halt inspiriert.

Ich habe mal gesehen, dass Pandas zum Sex animiert werden, wenn man ihnen Pandapornos zeigt, also Bilder bewegen schon was im Meschen (wenn sie selbst Tiere beeinflußen).
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von SethSteiner »

Es ist doch aber ein qualitativer Unterschied, ob man nun zum Analsex inspiriert wird oder wie ein Jedi automatische Türen zu öffnen oder ob man sich eine Nutte sucht, durchvögelt und danach um die Ecke bringt. Analsex und Jedispielen kann man wohl nicht in Zahlen messen, bei Straftaten dürfte das aber ganz gut funktionieren, denn schließlich dokumentieren die meisten fortgeschrittenen, stabilen Staaten Rechtsverletzungen und juristische Prozesse. Ich weiß nicht wie sich eine gestörte Seele darstellt, wieviele gestörte Seelen es überhaupt gibt und wieviele davon wiederum durch irgendein Bild, irgendeinen Ton, irgendein Geruch zu etwas veranlasst werden aber wenn man nach 240 Jahren immer noch den alten Werther hervorkramen muss, wage ich die Annahme dass die Zahl mikroskopisch klein ist. Insbesondere unter der Berücksichtigung, dass die Menschen Freizeit, künstliches Licht, Arbeitsschutz und Gesundheitsversorgung gewonnen, sowie die weitreichende Abschaffung der Kinderarbeit erreicht haben, was letztendlich nicht nur dazu führt dass man länger den je lebt, mehr Zeit als je zuvor besitzt und selbst die Unterschicht besser lebt als es die Oberschicht vermutlich selbst zu Goethes Zeiten tat und daher nahezu der gesamte Alltag geprägt von Menschen ist, was sogar so weit geht dass fast die ganze Menschheit auf dem Planeten miteinander verbunden ist.
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FuerstderSchatten
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

SethSteiner hat geschrieben:Es ist doch aber ein qualitativer Unterschied, ob man nun zum Analsex inspiriert wird oder wie ein Jedi automatische Türen zu öffnen oder ob man sich eine Nutte sucht, durchvögelt und danach um die Ecke bringt. Analsex und Jedispielen kann man wohl nicht in Zahlen messen, bei Straftaten dürfte das aber ganz gut funktionieren, denn schließlich dokumentieren die meisten fortgeschrittenen, stabilen Staaten Rechtsverletzungen und juristische Prozesse. Ich weiß nicht wie sich eine gestörte Seele darstellt, wieviele gestörte Seelen es überhaupt gibt und wieviele davon wiederum durch irgendein Bild, irgendeinen Ton, irgendein Geruch zu etwas veranlasst werden aber wenn man nach 240 Jahren immer noch den alten Werther hervorkramen muss, wage ich die Annahme dass die Zahl mikroskopisch klein ist. Insbesondere unter der Berücksichtigung, dass die Menschen Freizeit, künstliches Licht, Arbeitsschutz und Gesundheitsversorgung gewonnen, sowie die weitreichende Abschaffung der Kinderarbeit erreicht haben, was letztendlich nicht nur dazu führt dass man länger den je lebt, mehr Zeit als je zuvor besitzt und selbst die Unterschicht besser lebt als es die Oberschicht vermutlich selbst zu Goethes Zeiten tat und daher nahezu der gesamte Alltag geprägt von Menschen ist, was sogar so weit geht dass fast die ganze Menschheit auf dem Planeten miteinander verbunden ist.
Sehr schön gesagt und ich mag deinen historischen Vergleich, weil er auch so wahr ist. Man denkt ja immer das Römische Reich welche Dekandenz, in Wirklichkeit ist das ärmste Entwicklungsland heute um einiges produktiver und hat eine bessere Verwaltung als egal welcher Vorindustrielle Staat. Eigentlich ein Wunder, dass diese Staaten nicht ständig implodiert sind, wo die Sicherheit höchstens in den Städten einigermaßen gewährleistet war. Aber wir schweifen ab.

Ich weiß nicht, warum der Typ die Nutte um die Ecke bringt, meine Vermutung ist, dass er vermutlich, irgendeine Problematik wie Verwahrlosung in frühster Kindheit oder Ablehnung während der Pubertät, ist manchmal wo auch ein Grund dafür.

Nehmen wir mal an jemand lässt sein Kind ständig Computerspielen oder Fernsehgucken, dann ist ja nicht das Spielen oder Fernsehen an sich das Problem, sondern der Übermässige Konsum und die daraus resultierende Verwahrlosung, aber ein Problem ist es schon.

Ich glaube schon, dass es aber auch Effekte geben kann, bei dem was man konsumiert. Auch wenn es fiktiv ist und gänzlich künstlich. So wie auch gemalte Mangas einen salopp gesagt geil machen können.

Z.B. dieser Typ aus Winnenden, der hat einen emotionalen Knacks, wer weiß woher, eigentlich war der ja aus ner stabilen Familie. Mir ist schon klar, dass der seine Taten nur vollbringen konnte, weil er leicht an Waffen kam, aber das er gerne CS mochte hatte vielleicht auch schon irgendwas zu bedeuten, nur kann man das Spiel dafür nicht in Geiselhaft nehmen, weil irgendwo mal einer vielleicht auch deswegen durchgerastet ist.
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SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von SethSteiner »

"nahezu der gesamte Alltag geprägt von Menschen ist" sollte natürlich geprägt von Medien heissen, logisch.

Ganz ohne Zweifel kann es Effekte geben, die ihre Ursache im Medienkonsum haben aber das große Problem dabei ist, dass es unheimlich diffus ist und die Politik, wie wohl der wissenschaftlichen Diskurs selbst, von Simplifizierung, vorschnellen Urteilen, Manipulation, Leichtgläubigkeit, Vorurteilen, Tradition und mehr geprägt ist. Was man bei ersterem dann daran erkennt, wenn vorgeschrieben wird dass USK Logos riesengroß auf dem Cover zu pranken haben und letzteres wenn eine Metastudie erhebliche Mängel in der Methodik vorangegangener Untersuchungen zeigt. Das Ende vom Lied sind dann Zeitungsberichte oder solche Petitionen, in denen völlig falsche Bilder vermittelt werden (die dann wieder einen neuen Zyklus in Gang setzt).

Zum übermäßigen Konsum mit Computerspielen und Fernsehgucken: Ich gehöre zu den Kindern, die einen erheblichen Anteil ihres erwachsenwerdens mit Videospielen und dem Fernsehen verbrachten, soweit dass man wohl sagen könnte, ich wäre davor geparkt worden (was wieder zu simpel wäre aber egal). Trotzdem würde ich mich nicht verwahrlost nennen, auch wenn alles hier ein bisschen verstaubt ist aber man, ich hasse es dass er ständig zurückkommt! Wie auch immer, von Verwahrlosung nach RTL-Schema (fett, rauchend, saufend vor dem Fernseher oder 12 Stunden vor WoW in einer Platte, am besten kanakisch redend und im Problembezirk lebend) kann trotzdem keine Rede sein, eher das Gegenteil.
Es sind eben immer viele Faktoren die bestimmen und die wichtigsten, entscheidensten dürften das nahe Umfeld sein. Wenn die Eltern das Kind vor dem Fernseher lassen und gleichzeitig am besten noch das vorleben was es im Fernsehen sieht, sie dabei in einem bestimmten Milieu leben und einen entsprechenden Freundeskreis haben, dürfte es eine andere Entwicklung erheblich begünstigen.

Ps. Ich liefere keinen Beleg für meine Hintergrundgeschichte, das kann also alles dreist gelogen und ich in Wirklichkeit eine abartige Figur alà Mr. Plinkett, Cindy aus Marzahn oder Deso Dogg sein.
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von FuerstderSchatten »

SethSteiner hat geschrieben:"nahezu der gesamte Alltag geprägt von Menschen ist" sollte natürlich geprägt von Medien heissen, logisch.

Ganz ohne Zweifel kann es Effekte geben, die ihre Ursache im Medienkonsum haben aber das große Problem dabei ist, dass es unheimlich diffus ist und die Politik, wie wohl der wissenschaftlichen Diskurs selbst, von Simplifizierung, vorschnellen Urteilen, Manipulation, Leichtgläubigkeit, Vorurteilen, Tradition und mehr geprägt ist. Was man bei ersterem dann daran erkennt, wenn vorgeschrieben wird dass USK Logos riesengroß auf dem Cover zu pranken haben und letzteres wenn eine Metastudie erhebliche Mängel in der Methodik vorangegangener Untersuchungen zeigt. Das Ende vom Lied sind dann Zeitungsberichte oder solche Petitionen, in denen völlig falsche Bilder vermittelt werden (die dann wieder einen neuen Zyklus in Gang setzt).

Zum übermäßigen Konsum mit Computerspielen und Fernsehgucken: Ich gehöre zu den Kindern, die einen erheblichen Anteil ihres erwachsenwerdens mit Videospielen und dem Fernsehen verbrachten, soweit dass man wohl sagen könnte, ich wäre davor geparkt worden (was wieder zu simpel wäre aber egal). Trotzdem würde ich mich nicht verwahrlost nennen, auch wenn alles hier ein bisschen verstaubt ist aber man, ich hasse es dass er ständig zurückkommt! Wie auch immer, von Verwahrlosung nach RTL-Schema (fett, rauchend, saufend vor dem Fernseher oder 12 Stunden vor WoW in einer Platte, am besten kanakisch redend und im Problembezirk lebend) kann trotzdem keine Rede sein, eher das Gegenteil.
Es sind eben immer viele Faktoren die bestimmen und die wichtigsten, entscheidensten dürften das nahe Umfeld sein. Wenn die Eltern das Kind vor dem Fernseher lassen und gleichzeitig am besten noch das vorleben was es im Fernsehen sieht, sie dabei in einem bestimmten Milieu leben und einen entsprechenden Freundeskreis haben, dürfte es eine andere Entwicklung erheblich begünstigen.

Ps. Ich liefere keinen Beleg für meine Hintergrundgeschichte, das kann also alles dreist gelogen und ich in Wirklichkeit eine abartige Figur alà Mr. Plinkett, Cindy aus Marzahn oder Deso Dogg sein.
Fraglos, ich spiele auch seitdem ich 8 Jahre alt war und das teils jede Minute meiner Freizeit. Ich bin für Colonization, als ich vielleicht 12 oder 13 war, heimlich in die Wohnung meines Bruders nachts eingestiegen, die Wohnung war mit dem Haus meiner Eltern über einen Balkon verbunden. (ich hatte die Balkontür immer auf Kipp gestellt, um einsteigen zu können.) Und hab dann fast jede Nacht von 1 Uhr bis 5 Uhr nachts gespielt, habe mir dafür extra den Wecker gestellt und solche Sachen, hat meinen Noten nicht unbedingt gut getan. Aber später habe ich noch ganz andere Sachen gemacht, die auch meinen Noten nicht gutgetan haben. Immerhin habe ich keinen gefährlich verletzt oder schlimmeres.

Dafür habe ich jetzt aber eine umfangreiche Bibliothek an Büchern, Spielen und Filmen verinnerlicht, was ja auch zu was nutze ist. Z.B. wenn ich Germanistik oder Anglistik studiert hätte, was ich nicht habe, sondern Geschichte, aber auch da ist es nützlich, wäre das mein Forschungsgebiet, was es nicht ist. Auch heute noch verbringe ich einen Großteil meiner Freizeit mit Spielen und ich denke es gibt schlimmeres und ab und zu wird man durchaus emotional und auch rational gefordert.

Ich denke das ganze wirkt auch jeden Menschen natürlich verschieden und den allermeisten schadet es nicht besonders, aber einigen die vielleicht schon das Pech hatten in die falsche Familie geboren zu werden oder keine günstige Stressresistenz haben, denen schadet es vermutlich. Aber vermutlich auch nicht so sehr, dass sie was machen würden, was sie ohne Computerspiele nie machen würden. Daran glaube ich auch wieder nicht so recht.

Mit anderen Worten ich weiß es einfach nicht, generell bin ich gegen Zensur. Ich habe auch Fallout mit 15 gespielt und hab zwar Dummheiten gemacht, aber ich glaube das hatte nix mit den Computerspielen zu tun und inzwischen bin ich größtenteils ein sehr friedlicher Mensch.

GTA finde ich nicht toll, weder spielerisch, noch von dem geistigen Nährwert, den das Spiel bietet, noch von der Brutalität die das Spiel zeigt. Aber deswegen würde ich es nicht verbieten, nur weil ich es für dumm, banal und brutal halte, wenn Millionen von Menschen damit ihren Spaß haben.
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Randall Flagg78
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von Randall Flagg78 »

Die andere Seite der Medaille wurde hier aber noch gar nicht beleuchtet, von den Zensur Freunden:
Gesehene Gewalt kann nämlich auch abschreckend sein und so erlebt werden.
Kennt jemand den Film Martyrs? Mich hat dieser Film damals sehr beeindruckt und das tut er auch heute noch.
Ich habe einfach jedes Mal sofort ein schlechtes Gefühl wenn ich nur daran denke.
Die erste Hälfte des Filmes ist ziemlich gewöhnlicher Splatter Kram, aber in der zweiten Hälfte ändert sich das dann.
Man wird Zeuge wie ein Frau gefoltert wird, fast eine ganze Stunde lang. Schläge, Zwangsernährung, Erniedrigungen.
Dies geschieht aber nicht im Hollywood typischen Stil. Es gibt keine dramatische Musik, kein für viele Horrorfilme typisches Augenzwinkern, welches einen als Zuschauer noch irgendwie Distanz aufbauen lässt und einen so etwas aus der Verantortung nimmt. Es gibt keinerlei Hoffnung für diese Frau und Dir wird dauern bewusst: Ich gucke es mir gerade an.
Man weiß schon nach ziemlich kurzer Zeit das es kein Happy End geben wird und das nicht in letzter Sekunde noch irgendjemand zur Rettung erscheint.
Man schließt im Prinzip mit der Protagonistin sehr früh ab, was das Erlebte noch um einiges schlimmer macht.

Der Film macht absolut keine Gefangenen und man fühlt sich hinterher einfach schlecht und auch irgendwie dreckig.
Obwohl der Gore Grad in anderen Splatter Filmen deutlich schlimmer ist und ich schon das zweifelhafte Vergnügen hatte, viel extremere Werke zu sehen, hat mich dieser Film irgendwie unglaublich getroffen.
Er ist wie ein Schlag in die Magengrube. Und ich habe noch niemanden, wirklich niemanden, kennengelernt, der das irgendwie lustig oder gar cool gefunden hat. Die Gewalt wird einfach ausgeübt. Methodisch, leidenschaftslos, unkomentiert, fast schon klinisch. Das ist alles unglaublich schwer zu ertragen.
Selbst in einer oberharten Männerrunde herrschte betretenes Schweigen. Was ich als Reaktion eigentlich immer höre ist so etwas wie: "Das ist ja abstoßend." oder "Jetzt hab ich schlechte Laune, danke schön."
Und das ist genau das was Dich der Film erleben lassen möchte, denn auf dieser Ebene funktioniert er.
Im Prinzip genau das Gegenteil was hier propagiert wird.
Für mich ist das ein wichtiger Film, auch wenn ich ihn erschreckend und ekelhaft finde. Und ich glaube kaum das jemand, mit einem gesunden Menschenverstand so etwas gut findet, geschweige denn dadurch animiert wird, eine Frau bzw. irgendeinem anderen Menschen so etwas anzutun.
Bei wem das tatsächlich so ist, der hat ganz andere Probleme und dafür kann auch der Film nicht.

Nun könnte man natürlich argumentieren, in GTA würde die Gewalt glorifiziert. Damit hätte man m.M.n. aber unrecht bzw. hat nur sehr oberflächlich geschaut.
Denn eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall. Ich fand die Folterszene auch schrecklich und hab es nur widerwillig gemacht.
Aber sofort kam mir auch der Gedanke: Ja, genauso soll es auch sein.

Da sehe ich andere Spiele ebenfalls sehr viel problematischer, wie z.B. das hier angesprochene CoD. Denn dort wird Gewalt als cool verkauft und Krieg als ein bombastisches Effektgewitter, in dem man sich ganz toll fühlt.
Und dabei könnte es nicht weiter von der Realität entfernt sein.
Ich denke: Man kann so ziemlich alles zeigen und machen, was nicht strafrechtlich relevant ist.
Aber das Gezeigte zu verarbeiten, in die richtige Relation zu setzen und für sich zu werten, dass muss der Konsument selbst tun und das sollte ihm auch belassen sein.
Diese Aufarbeitung aber an den Hersteller abzugeben bzw. mittels Verboten dem Konsumenten gleich ganz nehmen zu wollen, kann doch nicht wirklich ernsthaft diskutiert werden?
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von Kya »

@ Randall

Na vielen Dank :?
Ich habe mir nur den Wiki Eintrag dazu durchgelesen und bin komplett bedient.
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Randall Flagg78
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Re: Grand Theft Auto 5: Take-Two prangert Verkaufsstopp in A

Beitrag von Randall Flagg78 »

Genau das wollte man erreichen. ;)
Du sollst Dich dabei nicht wohlfühlen und Gewalt als das erleben was sie ist.