Oops, ja, sry ... im Eifer des GefechtesNanimonai hat geschrieben:Wieso widersprichst Du mir erst mit "Nein, nope, nada" und pflichtest mir dann bei?
Oder hast Du das "wenig" in meinem Satz nicht gelesen?
Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spielekritik
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
- Kajetan
- Beiträge: 27139
- Registriert: 13.04.2004 10:26
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
-
Nanimonai
- Beiträge: 5637
- Registriert: 10.11.2007 01:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Oha, das lässt dann aber tief blicken... ich gehe mal davon aus, dass Du meinen gesamten Beitrag nicht wirklich aufmerksam gelesen hast, denn sonst wärst Du gar nicht auf die Idee gekommen, in diesem besagten Satz kein "wenig" gelesen zu haben. Denn das hätte ja die Inhalte dieses Beitrags und sämtlicher Beiträge davor vollkommen verdreht.Kajetan hat geschrieben:Oops, ja, sry ... im Eifer des GefechtesNanimonai hat geschrieben:Wieso widersprichst Du mir erst mit "Nein, nope, nada" und pflichtest mir dann bei?
Oder hast Du das "wenig" in meinem Satz nicht gelesen?
- SethSteiner
- Beiträge: 11871
- Registriert: 17.03.2010 20:37
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Ach Kritik an der technischen Umsetzung kommt auch vor, vor allem bei 3D ist das schon fast Gang und Gäbe. Ich würde aber verneinen, dass dies bei Spielen normal wäre, eher das Gegenteil ist der Fall. Die handwerkliche Arbeit ist saumäßig und trotzdem wird dies kaum kritisiert. Filme sind weitestgehend einwandfrei in Hinsicht auf Technik, Spiele hingegen sind das ganz und gar nicht und das ist etwas, was auch kritisiert gehört. Es ist ein Handwerk und wer seine Arbeit schlecht macht, sollte eins auf den Deckel kriegen. Es wäre schön, wenn das Gang und Gäbe wäre, denn wer sein Spiel nicht gut aussehen lässt, dem spreche ich zumindest bei größeren Produktionen auch das Interesse an seinem eigenen Werk ab.greenelve hat geschrieben:In Filmen gibt es kaum Kritiken die sich mit dem Einsatz der Computereffekte auseinandersetzen, Reflexionen von metallischen Oberflächen kritisieren. In Spielen ist sowas leider gang und gäbe. :/
- Lebensmittelspekulant
- Beiträge: 1711
- Registriert: 04.04.2013 10:35
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Ich lese desöfteren die Spielerezensionen in den deutschen Feuilletons, bin aber eigentlich eher unzufrieden mit der Art und Weise, wie Spiele dort dargestellt werden. Im Grunde lesen sie sich genauso wie Filmkritiken. Ich weiß am Ende garnicht mal, ob dort nun ein Film oder ein Videospiel besprochen wurde. Man geht fast ausschliesslich auf die Erzählung ein, oder audiovisuelle Designaspekte. Das wichtigste an einem Spiel, nämlich das was ein Spiel von jedem anderen kulturellen Medium ( vor allem Filme ) unterscheidet wird in den Allgemeinmedien fast immer ausgeblendet: Das Gameplay.
Wie spielt sich ein Spiel? Wieviel Spaß macht es mit der Umgebung zu interagieren? Wie ist es dieses Spiel in Gesellschaft zu erleben? All das müssten auch wichtige Fragen sein, die Gelegenheitsspieler interessieren, die aber von der fachfremden Presse selten und ungenügend beantwortet werden. Das sieht man auch an der Auswahl der Spiele. Ich bin zwar immer sehr froh, wenn mal ein unbekannterer Independent-Titel besprochen wird, dafür fehlt aber zwischen Kunst- und Hollywoodspielen oftmals die eher spielerzentrierte Spielerkost.
Ich kann mich nicht daran erinnern, daß jemals ein Multiplayerspiel in den Feuilletons aufgetaucht wäre. Höchstens Battlefield 3 fällt mir ein, aber auch nur wegen der Datenschutzbedenken, die es bei Origin einst gab.
Japanische Spiele, die ein Großteil unserer Spielekultur über Jahrzehnte hinweg geprägt haben, werden auch nahezu ignoriert. Zugegeben, asiatische Kulturproduktionen haben es im Westen traditionell schwer. Egal ob Musik, Fernsehserien, Animes oder Videospiele. All das wird von den Kulturberichterstattern kaum wahrgenommen, und wenn doch, dann werden fast immer nur die negativen Seiten hervorgehoben. Wenn ich Nichtspieler in meinem Bekanntenkreis auf die asiatische Spielkultur anspreche, dann kennen sie entweder nur Nintendo/Super Mario oder das Klischee vom spielsüchtigen Asiaten. Das spiegelt nun mal exakt das wieder, was der westliche Allgemeinjournalismus darüber zu berichten weiss.
In der Tat beinhalten die Kulturbereiche der großen Zeitungsmacher nur Spiele aus westlichen Produktionen. Fast nur Singleplayer-Spiele, die eine Geschichte erzählen. Obwohl Spiele bei den meisten Zeitungen nicht einmal unter "Kultur" aufgeführt werden, also nicht in einer Sparte mit Musik und Filmen, sondern eher in die Internetrubriken abgeschoben worden.
Soviel dazu, daß man Videospiele als Kulturgut anerkennt
Wie spielt sich ein Spiel? Wieviel Spaß macht es mit der Umgebung zu interagieren? Wie ist es dieses Spiel in Gesellschaft zu erleben? All das müssten auch wichtige Fragen sein, die Gelegenheitsspieler interessieren, die aber von der fachfremden Presse selten und ungenügend beantwortet werden. Das sieht man auch an der Auswahl der Spiele. Ich bin zwar immer sehr froh, wenn mal ein unbekannterer Independent-Titel besprochen wird, dafür fehlt aber zwischen Kunst- und Hollywoodspielen oftmals die eher spielerzentrierte Spielerkost.
Ich kann mich nicht daran erinnern, daß jemals ein Multiplayerspiel in den Feuilletons aufgetaucht wäre. Höchstens Battlefield 3 fällt mir ein, aber auch nur wegen der Datenschutzbedenken, die es bei Origin einst gab.
Japanische Spiele, die ein Großteil unserer Spielekultur über Jahrzehnte hinweg geprägt haben, werden auch nahezu ignoriert. Zugegeben, asiatische Kulturproduktionen haben es im Westen traditionell schwer. Egal ob Musik, Fernsehserien, Animes oder Videospiele. All das wird von den Kulturberichterstattern kaum wahrgenommen, und wenn doch, dann werden fast immer nur die negativen Seiten hervorgehoben. Wenn ich Nichtspieler in meinem Bekanntenkreis auf die asiatische Spielkultur anspreche, dann kennen sie entweder nur Nintendo/Super Mario oder das Klischee vom spielsüchtigen Asiaten. Das spiegelt nun mal exakt das wieder, was der westliche Allgemeinjournalismus darüber zu berichten weiss.
In der Tat beinhalten die Kulturbereiche der großen Zeitungsmacher nur Spiele aus westlichen Produktionen. Fast nur Singleplayer-Spiele, die eine Geschichte erzählen. Obwohl Spiele bei den meisten Zeitungen nicht einmal unter "Kultur" aufgeführt werden, also nicht in einer Sparte mit Musik und Filmen, sondern eher in die Internetrubriken abgeschoben worden.
Soviel dazu, daß man Videospiele als Kulturgut anerkennt
- SethSteiner
- Beiträge: 11871
- Registriert: 17.03.2010 20:37
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Die Rollenspielqualitäten von Mass Effect 2 waren ja auch marginal. Das Weglassen von Items, Skills und Co. die schon in Teil 1 schlecht implementiert waren, trug die Inkompetenz von EAs Rollenspielschmiede nur offen nach Außen.
-
Nanimonai
- Beiträge: 5637
- Registriert: 10.11.2007 01:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Das Wesentliche ist eben die Essenz. Das, worauf es ankommt. Das, wo der jeweilige Künstler seinen Schwerpunkt gelegt hat.TaLLa hat geschrieben: Das ist genau die offene Sichtweise die man braucht um auch andere Genres zu akzeptieren. Es gibt massig Genres in Games wie in Filmen, die komplett andere Schwerpunkte legen und trotzdem auf ihre Weise gut sind. Daher ist es immer lustig wenn genau das kritisiert wird anstatt ein Game so zu nehmen wie es gedacht ist und gewollt ist. Mein Lieblingsbeispiel ist da immer Mass Effect 2, da haben viele weiterhin gemotzt, dass es kein Skillbaumlastiges Rollenspiel mehr ist und verkannt, dass Bioware genau das von Anfang an sagte. Statt die Rollenspielqualitäten im Erzählerischen zu sehen ritt man immer weiter darauf rum. Aber, dass die Spielmechanik nicht immer der Hauptcharakter eines Rollenspiels ist haben da viele nicht verstanden. Genau diese Sicht von Spector hab ich auch kritisiert. Wenn ein Spiel nicht seinen "gehobenen" Ansprüchen entspricht ist es für ihn das selbe wie ne line Koks. Daher auch mein Beitrag, dass ich viele gute Spiele sehe wo andere nur anspruchlosen Mist sehen.
Und da bietet es sich bei den Medien Film oder Spiel an, wenn man seine Schwerpunkte genau da legt, wo das Medium seine Stärken hat.
Ein guter Film kann eine schlechte Geschichte kaschieren. Umgekehrt geht das nur sehr bedingt.
Oder anders gesagt: Es gibt sehr sehr viele Literaturverfilmungen da draußen, die vielschichtige, tolle Geschichten erzählen, aber filmisch so unterirdisch schlecht sind (dabei rede ich nicht nur von toller Optik, sondern auch Dramaturgie, Kameraführung, Filmschnitt, etc.), dass sie als Film gänzlich versagen. Anders herum gibt es aber auch sehr viele Filme mit extrem schmalen Geschichten, die filmisch aber so genial inszeniert sind, dass der gesamte Film an sich gut ist.
Analog dazu bei Spielen: Bioshock Infinite hatte Glück. Es ist rein spieltechnisch maximal Durchschnitt, aber eben noch durchaus spielbar. Die Geschichte hat es aufgewertet. Wäre es rein spieltechnisch aber auch nur einen Hauch schlechter umgesetzt gewesen, hätte das gesamte Spiel versagt. Eine noch so tolle Geschichte schafft es nicht, ein wirklich schlechtes Spiel zu kaschieren. Ein hervorragendes Spiel hingegen schafft es locker, dass man über seine hanebüchene Geschichte hinwegsehen kann.
Eben immer dann, wenn sich ein Medium seiner Stärken bewusst ist und diese forciert.
- KATTAMAKKA
- Beiträge: 3211
- Registriert: 25.10.2009 09:43
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Eine wunderbare Post . wobei man in Sachen Gameplay fast den Eindruck bekommt das die Medien gerade das ausufernde Gameplay und auch kreative Möglichkeiten eher als lästiges Beiwerk betrachten und somit klar machen das sie die Materie ^^Gamen^^ eigentlich gar nicht kapiert haben. Die basteln sich da was zusammen, was meilenweit daneben liegt aber irgendeinen Hype bedienen möchten. sei es auch nur um ihr eigenes Blatt mit etwas ^^verrücktem^^ wie Gamen trendy aufzupeppen. :wink:Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Ich lese desöfteren die Spielerezensionen in den deutschen Feuilletons, bin aber eigentlich eher unzufrieden mit der Art und Weise, wie Spiele dort dargestellt werden. Im Grunde lesen sie sich genauso wie Filmkritiken. Ich weiß am Ende garnicht mal, ob dort nun ein Film oder ein Videospiel besprochen wurde. Man geht fast ausschliesslich auf die Erzählung ein, oder audiovisuelle Designaspekte. Das wichtigste an einem Spiel, nämlich das was ein Spiel von jedem anderen kulturellen Medium ( vor allem Filme ) unterscheidet wird in den Allgemeinmedien fast immer ausgeblendet: Das Gameplay.
Wie spielt sich ein Spiel? Wieviel Spaß macht es mit der Umgebung zu interagieren? Wie ist es dieses Spiel in Gesellschaft zu erleben? All das müssten auch wichtige Fragen sein, die Gelegenheitsspieler interessieren, die aber von der fachfremden Presse selten und ungenügend beantwortet werden. Das sieht man auch an der Auswahl der Spiele. Ich bin zwar immer sehr froh, wenn mal ein unbekannterer Independent-Titel besprochen wird, dafür fehlt aber zwischen Kunst- und Hollywoodspielen oftmals die eher spielerzentrierte Spielerkost.
Ich kann mich nicht daran erinnern, daß jemals ein Multiplayerspiel in den Feuilletons aufgetaucht wäre. Höchstens Battlefield 3 fällt mir ein, aber auch nur wegen der Datenschutzbedenken, die es bei Origin einst gab.
Japanische Spiele, die ein Großteil unserer Spielekultur über Jahrzehnte hinweg geprägt haben, werden auch nahezu ignoriert. Zugegeben, asiatische Kulturproduktionen haben es im Westen traditionell schwer. Egal ob Musik, Fernsehserien, Animes oder Videospiele. All das wird von den Kulturberichterstattern kaum wahrgenommen, und wenn doch, dann werden fast immer nur die negativen Seiten hervorgehoben. Wenn ich Nichtspieler in meinem Bekanntenkreis auf die asiatische Spielkultur anspreche, dann kennen sie entweder nur Nintendo/Super Mario oder das Klischee vom spielsüchtigen Asiaten. Das spiegelt nun mal exakt das wieder, was der westliche Allgemeinjournalismus darüber zu berichten weiss.
In der Tat beinhalten die Kulturbereiche der großen Zeitungsmacher nur Spiele aus westlichen Produktionen. Fast nur Singleplayer-Spiele, die eine Geschichte erzählen. Obwohl Spiele bei den meisten Zeitungen nicht einmal unter "Kultur" aufgeführt werden, also nicht in einer Sparte mit Musik und Filmen, sondern eher in die Internetrubriken abgeschoben worden.
Soviel dazu, daß man Videospiele als Kulturgut anerkennt
Wenn allerdings die snobistische Kultur Lobby Games offiziell zum (superbraven) Kulturgut erhebt , sollte man sich endgültig vom Gamen verabschieden
Zuletzt geändert von KATTAMAKKA am 11.07.2013 18:50, insgesamt 7-mal geändert.
- Sharkie
- Beiträge: 869
- Registriert: 23.02.2013 14:37
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Dermer hat geschrieben:Videospiele mögen noch so artistisch sein, sie bleiben nur ein Hobby, nichts weltbewegendes.
Dermer hat geschrieben:Und ja, Spiele sind eben Freizeithobbies.
Woher kommt eigentlich immer diese latent vereinnahmende Normativität? Ständig versuchen hier irgendwelche Leute, einem irgendwelche vermeintlich objektiv vorliegenden Ist-Zustände als das Maß der Dinge zu verkaufen, weil das ja "nunmal" "eben" "halt so ist". Dabei sollte man meinen, die Beiträge von mr archer, Kajetan und Wulgaru hätten mittlerweile hinreichend verdeutlicht, dass es sehr wohl ein Publikum gibt, das in Spielen mehr als billige Unterhaltung sehen will. Nicht, dass gegen billige Unterhaltung generell etwas einzuwenden wäre - aber das ist zumindest für mich kein Niveau, auf dem ich nach mehr als 20 Jahren Beschäftigung mit Computerspielen stehenbleiben möchte.elZorro hat geschrieben:Zocken ist zu 99% ein schönes Hobby, mehr nicht.
- greenelve
- Beiträge: 48763
- Registriert: 07.04.2009 19:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
3D wird bei Filmen erwähnt, weil es eine zusätzliche Version ist, der Zuschauer entscheiden kann, welche er sehen will. Das ist am ehesten vergleichbar mit Spielen, die Entscheidung auf welcher Plattform man zocken will.SethSteiner hat geschrieben:Ach Kritik an der technischen Umsetzung kommt auch vor, vor allem bei 3D ist das schon fast Gang und Gäbe. Ich würde aber verneinen, dass dies bei Spielen normal wäre, eher das Gegenteil ist der Fall. Die handwerkliche Arbeit ist saumäßig und trotzdem wird dies kaum kritisiert. Filme sind weitestgehend einwandfrei in Hinsicht auf Technik, Spiele hingegen sind das ganz und gar nicht und das ist etwas, was auch kritisiert gehört. Es ist ein Handwerk und wer seine Arbeit schlecht macht, sollte eins auf den Deckel kriegen. Es wäre schön, wenn das Gang und Gäbe wäre, denn wer sein Spiel nicht gut aussehen lässt, dem spreche ich zumindest bei größeren Produktionen auch das Interesse an seinem eigenen Werk ab.greenelve hat geschrieben:In Filmen gibt es kaum Kritiken die sich mit dem Einsatz der Computereffekte auseinandersetzen, Reflexionen von metallischen Oberflächen kritisieren. In Spielen ist sowas leider gang und gäbe. :/
Spiele werden deutlich stärker auseinander genommen. Hier wird versucht jedes einzelne Element zu hackstückeln und in Prozente zu pressen. Filmkritiken kommen oftmals nur mit Texten aus, gänzlich ohne Zahl wie viel "Spaß" der Film gemacht hat.
Und ich wüsste nicht welchen Einfluss all das auf deine Meinung hat, weil ein Spiel technisch schlecht ist, haben sich die Macher keine Mühe gegeben.
- Sir Richfield
- Beiträge: 17249
- Registriert: 24.09.2007 10:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Wer aufgrund der Produktionskosten, Umsätze der Branche und dem Preis im Laden von billiger Unterhaltung ausgehen will, ist mir ein Rätsel.Sharkie hat geschrieben:Dabei sollte man meinen, die Beiträge von mr archer, Kajetan und Wulgaru hätten mittlerweile hinreichend verdeutlicht, dass es sehr wohl ein Publikum gibt, das in Spielen mehr als billige Unterhaltung sehen will.
Wieso sich ein Waffenporno jetzt nicht mit einem 50 Shades of Grey messen darf, auch...
Aber hier in Deutschland bringt das ja noch weniger als sonstwo. Ich meine, wir leben in einem Land, in dem die Eliten das Internet abschätzig betrachten müssen, um dazuzugehören.
In dem Journalisten sich gerade um den eigenen Job schreiben, wenn sie Snowden dissen. (Die Bereitschaft, für solche Leute eine Quelle sein zu wollen, schätze ich als gering ein.)
Obschon, was rede ich? Ich muss nur Leistungsschutzgesetz sagen, damit ein jeder sehen möge, wie es um "Den Journalismus" hier steht.
Es muss sich halt jeder individuell entscheiden, ob er auch zu "der Elite" gehören will... oder einfach macht, was ihm Spaß bringt.
PS: Ich weiß nicht, ob ich das überhaupt so möchte, dass Spiele in die Mainstream Medien kommen...
Ich meine, wenn eine Hegenbarth rauf und runter gefeiert wird, und Frau Meyer ihre seltsamen Patriachatsfatasien aus den Händen gerissen werden, was glaubt ihr denn, welche Spiele ihr im Spiegel sehen werdet? Ich sehe da schon tolle Berichte über Cryteks neustes Social Media Game, weil die Jungs ja so dolle Erfolgreich aus Deutschland sind. Oder über den neusten Müllwagen Simulator, weil das ja so voll krass Anarchie ist... Und so Meta, wenn man im Spiel Berufe spielt...
-
Nanimonai
- Beiträge: 5637
- Registriert: 10.11.2007 01:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Billige Unterhaltung != Günstige Unterhaltung.Sir Richfield hat geschrieben:Wer aufgrund der Produktionskosten, Umsätze der Branche und dem Preis im Laden von billiger Unterhaltung ausgehen will, ist mir ein Rätsel.Sharkie hat geschrieben:Dabei sollte man meinen, die Beiträge von mr archer, Kajetan und Wulgaru hätten mittlerweile hinreichend verdeutlicht, dass es sehr wohl ein Publikum gibt, das in Spielen mehr als billige Unterhaltung sehen will.![]()
- Xris
- Beiträge: 13777
- Registriert: 29.10.2006 11:35
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Kann mir nicht helfen, aber ich lese da nur raus das ers gerne noch schlimmer hätte, als es ohnehin schon ist. Umso massenkompatibler das Medium wird, umso anspruchsloser wird es.
Die der zweite Teil dann perfektioniert hat?? Ich werde da grade nicht schlau draus. Die Kritik der Hater betrifft in erster Linie grade die Spielmechanik von B: I.Vorallem der erste Teil nahm mir wegen der miesen Spielmechanik
Zuletzt geändert von Xris am 11.07.2013 17:21, insgesamt 1-mal geändert.
- Kajetan
- Beiträge: 27139
- Registriert: 13.04.2004 10:26
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Man leistet sich hier auch eine Klassifizierung in E- und U-Kunst. E ist das "Ernste", das einzig richtige, das Wahre an sich, während für den dummen Plebs, frei nach Badesalz, Ficken auf Arte bereitgestellt wird. "Unterhaltung" Pfui, ihgittibähh!Sir Richfield hat geschrieben:Aber hier in Deutschland bringt das ja noch weniger als sonstwo. Ich meine, wir leben in einem Land, in dem die Eliten das Internet abschätzig betrachten müssen, um dazuzugehören.
Allemal besser als TV-Berichte, in denen man auf der Gamescom genau die Typen raussucht, die genau in das Klischee vom hormonell unterversorgten, stinkenden (!) Pickel-Nerd passen und über den man sich dann lustig machen kann.PS: Ich weiß nicht, ob ich das überhaupt so möchte, dass Spiele in die Mainstream Medien kommen...
Ich meine, wenn eine Hegenbarth rauf und runter gefeiert wird, und Frau Meyer ihre seltsamen Patriachatsfatasien aus den Händen gerissen werden, was glaubt ihr denn, welche Spiele ihr im Spiegel sehen werdet? Ich sehe da schon tolle Berichte über Cryteks neustes Social Media Game, weil die Jungs ja so dolle Erfolgreich aus Deutschland sind. Oder über den neusten Müllwagen Simulator, weil das ja so voll krass Anarchie ist... Und so Meta, wenn man im Spiel Berufe spielt...
- Sharkie
- Beiträge: 869
- Registriert: 23.02.2013 14:37
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
Du missverstehst mich: Wir sind uns vollkommen einig darin, dass Unterhaltung nicht an sich billig ist. Meine Verwendung des Begriffs "billige Unterhaltung" bezieht sich auf die hier beispielsweise von KleinerMrDerb sehr offensiv vertretene Ansicht, die Spielelandschaft sei es ja angeblich überhaupt nicht wert, feuilletonistisch diskutiert zu werden, da sie (von ein paar marginalen Ausnahmen abgesehen) künstlerisch nicht viel zu bieten habe. Da bin ich nämlich komplett anderer Ansicht.TaLLa hat geschrieben: Nur weil es Unterhaltung ist muss sie noch lange nicht billig sein. Es wurde von genug darauf hingewiesen, dass jeder andere Unterhaltung will, aber keine Unterhaltung ist besser als die andere, alle haben in ihrem Bereich ihre Daseinsberechtigung. Da mit Niveau zu kommen ist gleichermaßen arrogant wie unsinnig.
- ZackeZells
- Beiträge: 5959
- Registriert: 08.12.2007 13:09
- Persönliche Nachricht:
Re: Spielkultur: Warren Spector hofft auf neue Form der Spie
...egal, W.S. will das sich was ändert und das möglichst schnell - Damit der dritte Teil von diesem Mickey Epic, den er produzieren will, gute Kritiken einfährt - Fertig!^^
So wie EA den Usern unterstellt das die Produkte nicht verstanden werden, unterstellt er den Journalisten, dass sie es nicht verstehen seine Spiele "korrekt" zu bewerten^^
So wie EA den Usern unterstellt das die Produkte nicht verstanden werden, unterstellt er den Journalisten, dass sie es nicht verstehen seine Spiele "korrekt" zu bewerten^^
Zuletzt geändert von ZackeZells am 11.07.2013 17:24, insgesamt 1-mal geändert.
