Andorphine hat geschrieben:Wie kannst du hier Kausailität unterstellen? Wenn wir das ganze mal statistisch betrachten sind die Verkäufe eines Spiels X und die Gebrauchtkäufe sind Y. Ich behaupte jetzt einfach mal das es zwischen X und Y einen linearen Verband gibt, spirch Y steigt im gleichen Masse mit X.
Weiterhin behaupte ich, dass Leute die ein Spiel gebraucht kaufen, dieses unter vielen Umsänden vielleicht garnicht kaufen würden. Geht es hier jedoch um ein Gutes Spiel, kaufen sie den nähsten Teil evtl. schon zu Release. Sprich, der Marketing Effekt (Z) sollte hier deutlich überwiegen.
macht zum Schluss vereinfacht gesagt: Profit eines Publishers = X + Z, wobei Z = Y + hier nicht weiter erläuterte Varianz ist.
Ist allerdings genauso aus der Luft gegriffen wie auch mein Ansatz. Gibt es irgendwelche Beweise dafür, dass die überwiegende Mehrheit das Spiel nur gekauft hat, weil es eben gebraucht war oder haben sie es eventuell nur gekauft weil es halt schnell billiger wurde im Vergleich zum neu gekauften Spiel? (Das weniger Gebrauchtspiele existieren, lassen wir hier mal außenvor, sondern folgen deinem Beispiel; ist auch nur auf die Gebrauchtspiele bezogen) Bei letzterem entgehen dem Publisher / unabhängigem Studio nunmal tatsächlich Verkäufe, da Gamestop und Co das Spiel gebraucht nunmal nur für nen Bruchteil vom neu Preis anbieten und der Käufer das Spiel wohl auch neu gekauft hätte. Solange genug Leute die Arbeit der Devs auch tatsächlich noch zu würdigen wissen, indem sie die Spiele eben nicht gebraucht kaufen, entsteht noch kein allzu großer Schaden.
Kritisch wird es dagegen, wenn auf einmal mehr Leute sagen "Hmm, warum neu kaufen, wenn ichs auch fürn Bruchteil vom eigentlichen Preis gebraucht kaufen kann", dann sinken nämlich die "richtigen" Absatzzahlen von Spiel A, während die Absatzzahlen von Spiel A auf dem Gebrauchtmarkt in die Höhe schiessen und sich lediglich GameStop und Co ne goldene Nase dran verdienen. (Gebrauchtspiele lassen sich schliesslich direkt nach dem Durchspielen erneut verkaufen)
Sobald dies Eintritt wird es für die Industrie sehr, sehr kritisch und dann kann man nur noch hoffen, dass genug Leute realisieren, dass der Gebrauchtmarkt nunmal schädlich ist (wenn auch erst, wie gesagt, sobald das Verhältnis zwischen gebraucht und neu Käufern aus den fugen gerät) und wieder mehr Leute anfangen Spiele tatsächlich neu zu kaufen. --->Andernfalls, goodbye Videogames!
Und zum Thema, dass sie sich den Nachfolger ja neu kaufen könnten:
Ja, könnten sie in der Tat. Wahrscheinlicher ist aber vermutlich, dass die eben jenen Nachfolger wieder gebraucht kaufen.