saxxon.de hat geschrieben:Der Punkt ist, dass hier ein ganz bestimmtes Gefühl beim Spielen entstehen sollte und sowas geht nur ohne Kompromisse. Der Tod gehört zum Spielkonzept wie bei keinem anderen Spiel und wollte man die Atmosphäre des Spiels auf "Easy" beibehalten, hätte das Spiel auch dort jeden kleinen Fehler bestrafen müssen - und der Spieler, dem "Normal" zu schwer gewesen wäre, hätte auf "Easy" genau so leicht sterben müssen wie der "Normal"-Spieler. Wenn das der Fall ist, ist es doch nicht mehr leichter?! Da beisst sich die Katze in den Schwanz. Du bekommst einfach nicht dieselbe Atmosphäre ohne die ständige Bedrohung und wenn du die erhalten willst, ist und bleibt das Spiel immer hart und gnadenlos, egal ob auf Easy, auf Normal oder Ultramegahart.
Spieler sind nicht ident, von daher ist gnadenlos relativ. Es geht darum das dieses gnadenlos auf individuelle Niveaus gebracht werden könnte.
Ich hab's ja schon mal gesagt, wenn ein guter Spieler, einer der DS einfach kapiert, sagen wir beim ersten Durchgang 10 mal stirbt aber ein anderer, ich, 100 mal. Dann mag das Spiel theoretisch gleich gnadenlos gewesen sein. Ich hätte es einfach besser drauf haben müssen. Hatte ich aber nicht. Das gnadenlose Spiel kommt bei mir also viel gnadenloser an wie beim DS Masterhero. Es artet in Frust aus, somit verhindert es sogar selber das ich eben das eig. gewünschte Gefühl erfahre. Es ist sich selbst im Weg!
Ich verstehe eure Beschwerden, das tu ich wirklich. Aber ihr habt einfach nicht verstanden, was Demon's Souls zu erreichen versucht
sicher?
Eig. geht's doch nur darum den Spieler zu fordern. Eig. ist es einfach zu steuerndes (von dem beknackten Menügefummel abgesehen) SF (bzw. dann ja viel eher Figth Night Champion) mit dünner Story in herrlichen Kampfarenen.
Was könnte in easy anders sein um das Spielgefühl für den easy-wollen-haber auf das Spielgefühl des normal-ist-super-Typen zu bringen:
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ich sterbe weiterhin wenn ich von einer Kugel überrollt werde oder bei der Falle mit dem Branbombemtyp und den explodierenden Fässern, ich sterbe immer noch wenn ich den roten Ritter zu früh besuche, ich sterbe auch wenn ich Ostrava blöd anmache (nehme ich mal an, hab ich nie probiert)
Aber jeden einzelnen eig. im Grunde genommen einfachen Kampf gegen die ganze kleinen Typen so riskant machen, das man nach zwei drei Treffern tot ist, gerade anfangs wenn die Ausdauer noch begrenzt ist, muss das imo einfach nicht sein. Wenn man nach einem Tod und hastigen wiederhinspielen wozu ich halt tendiere, oder einfach so, mal in eine Gegnergruppe stolpert muss es auch nicht sein dass man nach einem Triple-hit sofort tot ist. (Gruppenkämpfe sind sowieso misslungen, gerade mit der immer gleichen behäbigen Anlocktaktik um erst wieder Einzelkämpfe zu machen.)
Das bizarre ist ja es wir später in NG+ usw. einfacher. Dann ist Ausdauer vorhanden um mehrere Schläge zu blocken und selbst für eine zweite Salve ohne das man das Schild zum verschnaufen runternehmen muss.
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Der rote Drache tötet einem halt von mir aus bei jedem Treffer, denn das ist wenigstens wirklich ein Riesengegner, jedoch wenigstens eine zweite Chance wäre eben für easy kaum verkehrt. Die Gefahr die von dem Vieh ausgeht ist ja dennoch da, dazu braucht's kein instant killing um das zu verdeutlichen.
Das man den blauen Drachen nicht blocken kann, ok, das Gebiet genauso meiden wie den rotäugigen Ritter, nur hier halt immer, gebongt.
Fünf Fernkämpfer plus den Ritter dahinter kann man in easy auf drei reduzieren. Dann langt die Ausdauer nach dem Drachenlauf um auch noch attackieren zu können. Dass das eine brenzlige Situation ist kommt imo dennoch immer noch rüber.
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Der Tower Knight, auch wenn er ein Riesentyp ist, sollte von mir aus weiterhin seine starke Schildattacke haben, aber wenigstens der Speerangriff könnte weniger hart sein. Beim ersten Besuch bin ich da langsam rein, hab erst mal geguckt was er macht, mich nicht mal genähert, Schild war oben, nach dem ersten Treffer bin ich halb tot und Ausdauer ist futsch. Klar mit Mird-rüstung ausweichen kann man ja auch vergessen... was ich später erst gerafft habe dass das ja gar nicht so behindert laufen muss... und nach dem ersten Schreck hat man dann ja überhaupt keine Peilung was man da nun überhaupt machen soll und kassiert schon den zweiten Treffer....
Alles etwas zu entschärfen, am besten soweiso in versch. Stufen, lässt mich ja immer noch sterben, immer noch die Gefahr spüren, nur das bestimmte Gefühl ist dann nicht Frust sondern virtuelle Angst. Eben genau das was ja gefühlt werden soll. Das starre Gamedesign verhindert ja praktisch das was angedacht war.
Und selbst völlig entschärft wäre das Spiel ja immer noch spassig. Es wäre halt anders. Was spricht dagegen, das Leute die eben gar keine Todesangst haben wollen, einfach Boletaria in Press-X-to-win Modus durchstreifen zu lassen? In Zelda OoT bin ich damals nur an einer Stelle gestorben, als ich ohne rotem Kleidchen in die Lavahölle bin. Der Rest einfach easy, aber dennoch war es grandios. DS wäre kaum ein Zelda wenn man nie stirbt, aber imo könnt's auch so einigen gefallen. Vielleicht sogar zB (d)einer Mutti, die aber auf gnadenlos kein Bock hat.
Beim tower Knight war dann das erste mal der Punkt erreicht wo ich nicht checkte warum das Spiel so hochgelobt wird. Ich spiele mit Schild, langsam und sterbe ratzfatz? Das wirkt einfach willkürlich. Wiederholung der Sache dann beim Flamelurker und vor allem beim Maneater. Der Rest ist dagegen ja fast wieder leicht. Total imba.
Um es klarzustellen: es gibt eine Tonne Spiele die schwerer sind als Demons Souls, nur fällt mir partout keins ein wo ich dermaßen gefrustet wurde, wo die Schwierigkeit eig. nicht durch die eigentliche Schiwerigkeit erzeugt wurde sondern durch die Gefahr der Wiederholung.
Wie gesagt ein Gefühl erreichen zu wollen, ist schön und gut, nur darf man dabei die Individualität von Spielern nicht vergessen.
Und wenn Kritik von den DS-Fanboys als Beschweren oder Heulen aufgenommen wird haben sie sowieso ein Problem in der sehr kritiklastigen Gaming Industrie die imo bei Demons Souls ziemlich versagt hat.
Um einen weiteres No-Go des Spiels zu erwähnen: Technisch läuft es noch wesentlich schlimmer wie Crysis1. 5-2 kann man am Ende schlicht vergessen. Das tut in den Augen weh wie das ruckelt. Bei vielen Magieattacken kann man die Frames ebenso einzeln zählen. Hat das je irgendwer bekrittelt? Lief Crysis mit tlw. einstelligen Frameraten? Lief es dabei aber superweich? Wurde das verteufelt? Natürlich, denn es war ja nur ein weiterer Shooter. Das heilige DS wurde aber mit rosa Brille beäugt. Imo ist der technische Zustand dürftig- gerade für ein dann noch exklusives Konsolenspiel.