Al Lowe: "Spiele sind unreifer geworden"

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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

iconoclasm hat geschrieben:Heute was wirklich neues zu machen ist wesentlich schwerer als früher.
Nein, ist es nicht. Ganz und gar nicht.

Man schaue sich mal nur in der Indie-Szene um, wie hier wild herumexperimentiert wird, etablierte Genres durchmischt, erweitert oder man sich an etwas ganz neues wagt.

Experimente und kreative Wagnisse sollte man aber NICHT von Chart-Titeln und multimillionen-teuren Hochglanz-Produkten erwarten. Denn hier geht es nur darum, mit minimalem Aufwand den maximalen Profit zu erzielen. Und angesichts des Umstandes, dass selbst beim vorsichtigen Recyclen des immer gleichen Scheiss immer noch ca. 8 von 10 veröffentlichten Spielen floppen und es kaum schaffen ihre Kosten wieder hereinzuholen, ist es durchaus verständlich, dass die Major Publisher jedes Experiment scheuen. Sieht man ja wunderbar an EA. Da wurden mit Mirror's Edge und Dead Space (zumindest für EA-Verhältnisse) zwei Experimente gewagt, die erwartungsgemäß eine kommerzielle Bauchlandung hingelegt haben. Ich gehe trotz entsprechender gegenteiliger Beteuerungen davon aus, dass man bei EA auf Druck der Investoren künftig auf solche Experimente verzichtet.

Wii und Remote sind hingegen die große, große Ausnahme dieser Regel und gleichzeitig auch ein Beispiel dafür, welch enormes Risiko ein großer Konzern eingeht, wenn er Abermillionen in ein wirklich neues, bisher noch nie dagewesenes Konzept steckt. Ein Risiko, welches die Major Player in diesem Geschäft natürlich nicht eingehen wollen. Würde ich auch nicht, wenn ich verantwortlich für zig Millionen Entwicklungs- und Marketing-Budget wäre.

Wäre da jedoch nur ich und vielleicht ein, zwei Kumpels, mit denen ich an einem kleinen Spiel sitzen würde, dann könnten wir dort unserer Kreativität freien Lauf lassen und nicht nur neue Spielkonzepte ausdenken, sondern ... was mir persönlich sehr viel wichtiger ist ... auch inhaltlich das Computerspiel nach vorne bringen. Denn viele aktuelle Spiele interessieren mich nicht mehr, weil ich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte erwachsen(er) :) geworden bin und mit klischeebeladenen 08/15-Handlungen für kleine Kinder (Du bist der Held und rettest die Welt!) nichts mehr anfangen kann.

Nehmen wir zB. Braid. Ich persönlich bin zwar zu blöde für das Gameplay-Konzept, aber mir gefällt der philosophische Unterbau der Story, die angedeutete Beziehungsgeschichte, die Motivation des Helden, diesmal nicht die Welt zu retten oder die *gähn* gekidnappte Prinzessin vor Bowser und sich selbst, sondern eben jene, in die Brüche gegangene Beziehung zu retten. Das aktuelle Spiele-Angebot besteht größtenteils nur aus billigem RammbammbummPeng für kleine Kinder, denen man mittels Gewalt und Blut vorgauckelt, sie würden jetzt "erwachsene" Spiele zocken. Wirklich "erwachsene" Spiele ... die gibt es aber immer noch so gut wie gar nicht. Emotionen, Gefühle und die Komplexität des Lebens, all die Themen, die man in Film und Literatur vorfindet, die gibt es im Spielebereich noch nicht. Dazu steckt dieses Genre immer noch zu sehr in den wortwörtlichen Kinderschuhen, geknebelt von einer rein profitorientierten Industrie, die überhaupt kein Interesse an Weiterentwicklung hat und am Boden gehalten von einer Kundschaft, die von Spielen nur eine stumpfe, immer wieder gleiche Unterhaltung verlangt, die sich selbst nicht weiterentwickeln möchte.

Was Al Lowe hier anspricht, dass wird sich erst allmählich ändern. Literatur existiert nun schon seit einigen Jahrtausenden auf diesem Planeten und schaut man sich an, was für Filme man in den ersten 30 Jahren nach Erfindung des bewegten Bildes gedreht hat, so wundert es einen nicht, dass heutzutage Computerspiele so sind, wie sie nunmal sind :)
Arieve
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Beitrag von Arieve »

iconoclasm hat geschrieben:Wenn ich mir die Videos vom Video Game Nerd anschau, dann waren die Spiele früher alles andere als bahnbrechend. Wie viele Spiele die ich auf dem C64 damals hatte waren wirklich gut. Es gab so viele Spiele, das auch Gute dabei waren, aber der größte Teil war nicht so der Hit.

Zu meinen PC Zockerzeiten war ich absoluter Baldurs Gate Fan und was war? Baldurs Gate I und II, Icewind Dale I und II und Planescape Tormend waren vom Gameplay her auch komplett gleich. Damals war es mir egal und ich habe sie geliebt. Heute wird direkt nach Abwechslung geschrien. Ausserdem müsste ihr mal alle den Fakt sehen dass wir eine Zockergemeinde sind und wir haben schon so viel gesehen dass uns unweigerlich Kommentare über die Lippen kommen wie "Das kenn ich von dem und dem Spiel, das ist abgelutscht". Früher gab es noch viel mehr Klone von Spielen als heute. Meiner Meinung nach wird heute doch relativ viel versucht nicht etwas abzukupfern und was neues zu machen.

Aber es kann ja jeder eine andere Meinung haben und ich hab eine andere Meinung. Heute die Spiele sind nicht schlechter/besser als früher. Man hat nur schon zuviel gesehen und man hat mehr (unfreiwillige) Vergleiche im Kopf.

Ich schätze mal in Sachen Kinofilme siehts da genauso aus. Wieviele "Kopien" von Filmen gibt es und jeder Liebesflim, Horrofilm, Action etc. bedient sich einer ähnlichen Technik, Anmutung etc. Heute was wirklich neues zu machen ist wesentlich schwerer als früher. Da hilft auch die Technik nicht.
Innovationen müssen nicht immer bahnbrechende Revolutionen sein. Altbewährtes ist auch sehr schön, wenn es gut gemacht ist und genau da haben wir das Problem. Daran krankt die ganze Unterhaltungsindustrie, egal ob Film, Musik oder Spiele.
Naürlich gab es früher auch Endlosserien mit Teilen im teilweise zweistelligen Bereich (Kings Quest usw.). Damals gab es noch RPGs ohne Automapping und wir haben es geliebt. Einfachste Animationen waren schon cool und wenn sich in der Klötzchenlandschaft der Hintergrund an ein oder zwei stellen bewegt hat, war das innovativ und Atmosphärisch.
Aber warum hat es uns gefallen? Warum fanden wir das so toll, was wir heute als grottig und hässlich ansehen würden? Weil es INHALTE gab, weil es RÄTSEL gab die diesen Namen verdient haben, weil es GESCHICHTEN gab die Substanz hatten und spannend waren.
Und heute? Heute wird überall nur an der Fasade geschraubt. Tolle Optik, alles super realistisch, flüssige Animationen, Blut fließt, Körperteile fliegen cool herum. Fassade eben und Glitzerglitzer.
Aber schaut euch die Inhalte an: Kaum echte Geschichten, kaum Substanz, kaum richtige Inhalte. All das wird durch die tolle Fassade kompensiert, oder es wird zumindest versucht. Die NEUE Generation kennt es icht anders. Sie wächst mit Filmen auf, die viel fürs Auge biten und wenig fürs Hirn, mit Musik, bei der gecastete Wenigkönner optisch perfekt zu den immer gleichen, seelenlosen Beats und Klängen herumhüpfen, mit glutamatgepimptem Essen, das wenig Substanz hat, oder aus der Dose kommt. Sie kennen es nicht anders und ihnen wird ein Spiel mit Substanz ebensowenig schmecken wie eine Essen aus frischen Zustaten.
Es liegt nicht an der Technik, nicht an den Innovationen, es fehlt auch keine Revolution, sondern einfach nur eine Rückbesinnung auf Substanz und Inhalte. Aber das kostet Zeit, Kreativität und damit Geld, das man mit jeglicher art medialem Fastfood wesentlich schneller und einfacher verdienen kann. Damit wird alles was anders ist zum finanziellen Risiko und das schaut jeder Publisher wie der Teufel das Weihwasser.
Traurig, echt.

Gruß
Arieve
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KING_BAZONG
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Beitrag von KING_BAZONG »

Ich sehe das ähnlich, habe aber andere Gründe dafür (naja, so anders sind die nicht). Für mich ist die Fixierung auf Multiplayer- und Online-Modus einer der Hauptgründe, warum man "tiefsinnige" Spiele immer weniger vorfindet.
Wozu eine Story entwickeln mit Hilfe mehrerer Storyschreiber und sogar Synchronsprecher, wenn ich durch einen hingeklatschten Multiplayer mit dem üblichen Blabla (altbekannte Modi, altbekanntes Map-Design) denselben Effekt erzielen kann in Sachen Verkäufe ?

Wo sind denn die guten Action-Adventures vom Schlage eines SOUL REAVER oder PRIMAL oder BLOOD OMEN II oder ....??


Das Videospielbusiness hat sich in dieser Generation kaum weiterentwickelt, was Storytelling angeht. Dabei hat man nun die Möglichkeiten, die man jahrelang nicht hatte, zur Verfügung.

Natürlich gibt es immer noch gute Stories da draussen. Aber ich habe das Gefühl, dass wir im Zeitalter von CALL OF DUTY und Co. davon immer weniger zu Gesicht bekommen. Es lohnt sich einfach nicht, darin zu investieren, wenn die Masse bereits mit einem guten Multiplayer millionenfach zum Kauf animiert werden kann. So gesehen bekommt das Volk, was es möchte. Und es möchte den schnellen Spielspaß ohne großen Tiefgang, zumindest in der breiten Masse ist das so.

Für mich ist diese Entwicklung traurig, weil man hier so dermaßen viel Potenzial verschenkt.

Es könnte so schön sein, würde man........

Ansonsten stimme ich Arieve in allen Punkten zu.
Zuletzt geändert von KING_BAZONG am 16.04.2009 11:18, insgesamt 1-mal geändert.
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RoKKei
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Beitrag von RoKKei »

Billie_the_man hat geschrieben:Dann kann ich euch nur eines sagen: Hört auf zu spielen!
Es kommen ja eh keine guten Spiele mehr raus. GTA IV der letzte Rotz, Bioshock total scheiße, Gears of war 2 echt langweilig. Da frag ich mich nur warum all diese Spiele nen Platin-Award einsacken durften. Echt ihr mit euerm Gejammer. Und neue Spiele kauft ihr euch doch eh und habt spaß daran, und sollte das wirklich nicht so sein, dann hört einfach auf mit dem zocken. Zwingt euch ja keiner. Ich mein, ich bin mit den aktuellen Spielen mehr als zufrieden, allein was dieses Jahr schon erschienen ist, ist einfach Hammer. 2007, 2008 und allem anschein nach auch 2009: Super Spielejahre!
Absolut richtig... Nur weil da einer vor sich hinrostet... Was hat der Typ denn sonst gemacht ausser LSL?

Und btw... Hier werden gleich bestimmt einige aufschreien (Blasphemie und so)...

Aber ma im ernst... Für mich war LSL nichts anderes als eine pubertäre Belustigung... Zu der Zeit gab es viel grandiosere Adventures wie Day of the Tentacle, Indy oder Monkey Island 2... Sich jetzt einzubilden er hätte hier was großes geschaffen, ja klar...

Und jetzt hier rumzuheulen dass die Spiele immer schlechter werden is vollkommen kurzsichtig... Guckt euch ma die Zahlen an wieviele Spiele heutzutage für eine Konsole rauskommen und wieviele davon überdurchschnittlich sind...

Dagegen schauen wir uns mal zB den Super Nintendo an... Mir fallen hunderte von Crap-Titeln und Lizenzverwurstungen, vornehmlich Comics und Zeichentrickgilme... Aber klar es gab ja Mario und Samus, die reissen das wieder raus... :roll:

Ich komme im mom garnicht hinterher mit meiner 360, kaufe jeden Monat ca 3 Games und hab noch ne lange Liste von Must-Haves...
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EvilNobody
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Beitrag von EvilNobody »

Kajetan hat geschrieben:
iconoclasm hat geschrieben:Heute was wirklich neues zu machen ist wesentlich schwerer als früher.
Nein, ist es nicht. Ganz und gar nicht.

Man schaue sich mal nur in der Indie-Szene um, wie hier wild herumexperimentiert wird, etablierte Genres durchmischt, erweitert oder man sich an etwas ganz neues wagt.

Experimente und kreative Wagnisse sollte man aber NICHT von Chart-Titeln und multimillionen-teuren Hochglanz-Produkten erwarten. Denn hier geht es nur darum, mit minimalem Aufwand den maximalen Profit zu erzielen. Und angesichts des Umstandes, dass selbst beim vorsichtigen Recyclen des immer gleichen Scheiss immer noch ca. 8 von 10 veröffentlichten Spielen floppen und es kaum schaffen ihre Kosten wieder hereinzuholen, ist es durchaus verständlich, dass die Major Publisher jedes Experiment scheuen. Sieht man ja wunderbar an EA. Da wurden mit Mirror's Edge und Dead Space (zumindest für EA-Verhältnisse) zwei Experimente gewagt, die erwartungsgemäß eine kommerzielle Bauchlandung hingelegt haben. Ich gehe trotz entsprechender gegenteiliger Beteuerungen davon aus, dass man bei EA auf Druck der Investoren künftig auf solche Experimente verzichtet.

Wii und Remote sind hingegen die große, große Ausnahme dieser Regel und gleichzeitig auch ein Beispiel dafür, welch enormes Risiko ein großer Konzern eingeht, wenn er Abermillionen in ein wirklich neues, bisher noch nie dagewesenes Konzept steckt. Ein Risiko, welches die Major Player in diesem Geschäft natürlich nicht eingehen wollen. Würde ich auch nicht, wenn ich verantwortlich für zig Millionen Entwicklungs- und Marketing-Budget wäre.

Wäre da jedoch nur ich und vielleicht ein, zwei Kumpels, mit denen ich an einem kleinen Spiel sitzen würde, dann könnten wir dort unserer Kreativität freien Lauf lassen und nicht nur neue Spielkonzepte ausdenken, sondern ... was mir persönlich sehr viel wichtiger ist ... auch inhaltlich das Computerspiel nach vorne bringen. Denn viele aktuelle Spiele interessieren mich nicht mehr, weil ich im Laufe der Jahre und Jahrzehnte erwachsen(er) :) geworden bin und mit klischeebeladenen 08/15-Handlungen für kleine Kinder (Du bist der Held und rettest die Welt!) nichts mehr anfangen kann.

Nehmen wir zB. Braid. Ich persönlich bin zwar zu blöde für das Gameplay-Konzept, aber mir gefällt der philosophische Unterbau der Story, die angedeutete Beziehungsgeschichte, die Motivation des Helden, diesmal nicht die Welt zu retten oder die *gähn* gekidnappte Prinzessin vor Bowser und sich selbst, sondern eben jene, in die Brüche gegangene Beziehung zu retten. Das aktuelle Spiele-Angebot besteht größtenteils nur aus billigem RammbammbummPeng für kleine Kinder, denen man mittels Gewalt und Blut vorgauckelt, sie würden jetzt "erwachsene" Spiele zocken. Wirklich "erwachsene" Spiele ... die gibt es aber immer noch so gut wie gar nicht. Emotionen, Gefühle und die Komplexität des Lebens, all die Themen, die man in Film und Literatur vorfindet, die gibt es im Spielebereich noch nicht. Dazu steckt dieses Genre immer noch zu sehr in den wortwörtlichen Kinderschuhen, geknebelt von einer rein profitorientierten Industrie, die überhaupt kein Interesse an Weiterentwicklung hat und am Boden gehalten von einer Kundschaft, die von Spielen nur eine stumpfe, immer wieder gleiche Unterhaltung verlangt, die sich selbst nicht weiterentwickeln möchte.

Was Al Lowe hier anspricht, dass wird sich erst allmählich ändern. Literatur existiert nun schon seit einigen Jahrtausenden auf diesem Planeten und schaut man sich an, was für Filme man in den ersten 30 Jahren nach Erfindung des bewegten Bildes gedreht hat, so wundert es einen nicht, dass heutzutage Computerspiele so sind, wie sie nunmal sind :)
Hammerbeitrag, das bringt es genau auf den Punkt! :Daumenrechts:
Es sind vor allem die kleinen Dinge, die die Entwickler heutzutage leider ausser Acht lassen. Ich spiele zur Zeit mal wieder Baldur´s Gate, und da sieht man erst wie viel Liebe zum Detail in einem Spiel stecken kann! Selbst die Bösewichter haben dort ein Profil! Mal ein Beispiel: ich sollte im Mantelwald einen Zauberer töten der Spinnen beschwört und die Bewohner terrorrisiert. Anstatt ihn jedoch sofort umzulegen, habe ich mit ihm gesprochen (dank Charisma 18 war´s möglich :wink: ) und siehe da: er wurde betrogen, hat alles verloren, auch seine grosse Liebe und hat dadurch Hass auf die Menschheit bekommen. Mit diesem Wissen fiel es mir regelrecht schwer, den Mann zu töten ohne mit der Wimper zu zucken.
Wo gibt es heute noch solche kleinen Geschichten in vermeintlich belanglosen Aufgaben? Ein Komplexitätsmonster wie BG würde heutzutage keine Sau mehr interessieren, von den Magazinen würde es als "Spielerunfreundlich" abgestempelt werden, weil es ja ach so komplex ist und einem nicht jeden Furz abnimmt.
Selbst die ganz aktuellen Rollenspiel-Schwergewichte wie Oblivion sind ein Witz gegen BG.
johndoe824834
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Beitrag von johndoe824834 »

Naja ich brauch nur auf die West-Rollenspiele schaun und was man sieht ist das wir Spielerisch fast 10 Jahre hinter unserer Zeit sind.


System Shock 2 bis Deus Ex 1 oder Baldurs Gate usw. sind wenn man die das erste mal heute zocken würde und sonst nur durchschnitt wie
Mass Effect kennt , einen vorkommen als ob die per Zeitmaschine aus dem Jahre 2030... ihrgendwas kommen.

(wenn man das alles dem Grafischen standard anpassen würde).

Einfach nur noch Traurig , aber wahr.



PS. Außer vor The Witcher muss man den Hut ziehn , der rest aber ist durchschnitt für zwischendurch (Fallout 3) aber nichts besonderes.
Arieve
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Beitrag von Arieve »

RoKKei hat geschrieben: Aber ma im ernst... Für mich war LSL nichts anderes als eine pubertäre Belustigung... Zu der Zeit gab es viel grandiosere Adventures wie Day of the Tentacle, Indy oder Monkey Island 2... Sich jetzt einzubilden er hätte hier was großes geschaffen, ja klar...
ROFL
Was der Kerl gemacht hat? Hallo? Es gab ein Leben VOR "Day of the Tentacle" und Konsorten!
Al Lowe hat zusammen mit Ken und Roberta Williams das Genre des Grafikadventures quasi erfunden, oder zumindest groß gemacht und damit meine ich nicht nur die Larry-Reihe. Er ist quasi einer der Väter aller heutiger Grafik-Adventures.
Aber das war ja anfang der 80er Jahre, das hast Du wohl dann nicht mitbekommen, gell? DA hast Du wohl noch im Sandkasten gespielt...
Was hat Al Lowe gemacht? Lächerlich!

Gruß
Arieve
a.user
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Re: STIMMT

Beitrag von a.user »

KleinerMrDerb hat geschrieben:Recht hat der MANN.

Die Komplexität und der Ideenreichtum der Spiele nimmt immer mehr ab.

Das Problem ist jedoch, dass die Spieler es sogar mit freuden annehmen.

Heutzutage gilt ein neues Setting wie z.B bei Assassins Creed und Bioshock als Innovativ, dabei wird aber total übersehen, dass das Spiel selbst eine sehr Konservative und vorallem simple Spielmechanik hat die sich in keinster Weise von den dutzenden anderen Spielen unterscheidet.

Das selbe gilt auch für fast jedes andere Genre.
Vorallem Rollenspiele entwickeln sich immer mehr zu Shootern oder Hack n Slay gekloppe!
meine rede seit ewigen zeiten!

nur die junge generation von heute kennt es nicht anders.
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RoKKei
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Beitrag von RoKKei »

Arieve hat geschrieben:
RoKKei hat geschrieben: Aber ma im ernst... Für mich war LSL nichts anderes als eine pubertäre Belustigung... Zu der Zeit gab es viel grandiosere Adventures wie Day of the Tentacle, Indy oder Monkey Island 2... Sich jetzt einzubilden er hätte hier was großes geschaffen, ja klar...
ROFL
Was der Kerl gemacht hat? Hallo? Es gab ein Leben VOR "Day of the Tentacle" und Konsorten!
Al Lowe hat zusammen mit Ken und Roberta Williams das Genre des Grafikadventures quasi erfunden, oder zumindest groß gemacht und damit meine ich nicht nur die Larry-Reihe. Er ist quasi einer der Väter aller heutiger Grafik-Adventures.
Aber das war ja anfang der 80er Jahre, das hast Du wohl dann nicht mitbekommen, gell? DA hast Du wohl noch im Sandkasten gespielt...
Was hat Al Lowe gemacht? Lächerlich!

Gruß
Arieve
War ja klar dass hier wieder einer auss seinem Loch kriecht und mit dem Pseudo-Videogames-Urvater gelaber daherkommt... Dann zähl ma ein paar bahnbrechende Titel auf...

Wikipedia lesen kann ich auch...
a.user
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Beitrag von a.user »

RoKKei hat geschrieben:
Billie_the_man hat geschrieben:Dann kann ich euch nur eines sagen: Hört auf zu spielen!
Es kommen ja eh keine guten Spiele mehr raus. GTA IV der letzte Rotz, Bioshock total scheiße, Gears of war 2 echt langweilig. Da frag ich mich nur warum all diese Spiele nen Platin-Award einsacken durften. Echt ihr mit euerm Gejammer. Und neue Spiele kauft ihr euch doch eh und habt spaß daran, und sollte das wirklich nicht so sein, dann hört einfach auf mit dem zocken. Zwingt euch ja keiner. Ich mein, ich bin mit den aktuellen Spielen mehr als zufrieden, allein was dieses Jahr schon erschienen ist, ist einfach Hammer. 2007, 2008 und allem anschein nach auch 2009: Super Spielejahre!
Absolut richtig... Nur weil da einer vor sich hinrostet... Was hat der Typ denn sonst gemacht ausser LSL?
was er gemacht hat oder nicht spielt keine rolle bezüglich seiner bewertung der spiele heute
Und btw... Hier werden gleich bestimmt einige aufschreien (Blasphemie und so)...
hat der kindergarten schon zu?
Aber ma im ernst... Für mich war LSL nichts anderes als eine pubertäre Belustigung... Zu der Zeit gab es viel grandiosere Adventures wie Day of the Tentacle, Indy oder Monkey Island 2... Sich jetzt einzubilden er hätte hier was großes geschaffen, ja klar...
was hat das mit seiner bewertung der heutigen spiele zu tun?
Und jetzt hier rumzuheulen dass die Spiele immer schlechter werden is vollkommen kurzsichtig... Guckt euch ma die Zahlen an wieviele Spiele heutzutage für eine Konsole rauskommen und wieviele davon überdurchschnittlich sind...
davon abgesehen interessiert mich der durchschnitt nicht. ich finde grad mal 1 -2 spiele im jahr die ich aus langeweile vileicht durchspiele. ein richtig gutes spiel hab cih seit jahren nicht mehr gesehen.
der durchschnitt ist ja auch erheblich gesunken. heut zu tage überdurchschnittlich bedeutet nicht viel.
Ich komme im mom garnicht hinterher mit meiner 360, kaufe jeden Monat ca 3 Games und hab noch ne lange Liste von Must-Haves...
aus dem obigen vermute ich mal du bist etwas älter. nun, das schützt natürlich nicht vor anspruchslosigkeit.

ich hab soguit wie aufgehört mit dem spielen, weil es so gut wie NICHTS spieleswertes mehr gibt. wenn dann mal selten ein gutes gameplay mal wieder erscheint, dann in einem 3-4h spiel >.>
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Hank Loose
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Beitrag von Hank Loose »

Na ja, dass sich in den letzten zehn Jahren kaum etwas getan hat, kann man nun wirklich nicht unterstreichen. Allerdings hat der alte Zausel bezüglich der Konzernpolitik mehr als Recht. Allerding: Dass sich innovative Konzepte auch finanziell rechnen und erfolgreich sind, zeigen z.B. die Spiele im PSN. Zukünftig funktioniert es also wie in der Musik. Aus den Inide-Labels werden neuartige Bands "gedraftet" und dann von Major Labels populär gemacht, was in den nächsten zehn Jahren für frischen Wind sorgen wird ...
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RoKKei
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Beitrag von RoKKei »

a.user hat geschrieben:
RoKKei hat geschrieben:
Billie_the_man hat geschrieben:Dann kann ich euch nur eines sagen: Hört auf zu spielen!
Es kommen ja eh keine guten Spiele mehr raus. GTA IV der letzte Rotz, Bioshock total scheiße, Gears of war 2 echt langweilig. Da frag ich mich nur warum all diese Spiele nen Platin-Award einsacken durften. Echt ihr mit euerm Gejammer. Und neue Spiele kauft ihr euch doch eh und habt spaß daran, und sollte das wirklich nicht so sein, dann hört einfach auf mit dem zocken. Zwingt euch ja keiner. Ich mein, ich bin mit den aktuellen Spielen mehr als zufrieden, allein was dieses Jahr schon erschienen ist, ist einfach Hammer. 2007, 2008 und allem anschein nach auch 2009: Super Spielejahre!
Absolut richtig... Nur weil da einer vor sich hinrostet... Was hat der Typ denn sonst gemacht ausser LSL?
was er gemacht hat oder nicht spielt keine rolle bezüglich seiner bewertung der spiele heute
Und btw... Hier werden gleich bestimmt einige aufschreien (Blasphemie und so)...
hat der kindergarten schon zu?
Aber ma im ernst... Für mich war LSL nichts anderes als eine pubertäre Belustigung... Zu der Zeit gab es viel grandiosere Adventures wie Day of the Tentacle, Indy oder Monkey Island 2... Sich jetzt einzubilden er hätte hier was großes geschaffen, ja klar...
was hat das mit seiner bewertung der heutigen spiele zu tun?
Und jetzt hier rumzuheulen dass die Spiele immer schlechter werden is vollkommen kurzsichtig... Guckt euch ma die Zahlen an wieviele Spiele heutzutage für eine Konsole rauskommen und wieviele davon überdurchschnittlich sind...
davon abgesehen interessiert mich der durchschnitt nicht. ich finde grad mal 1 -2 spiele im jahr die ich aus langeweile vileicht durchspiele. ein richtig gutes spiel hab cih seit jahren nicht mehr gesehen.
der durchschnitt ist ja auch erheblich gesunken. heut zu tage überdurchschnittlich bedeutet nicht viel.
Ich komme im mom garnicht hinterher mit meiner 360, kaufe jeden Monat ca 3 Games und hab noch ne lange Liste von Must-Haves...
aus dem obigen vermute ich mal du bist etwas älter. nun, das schützt natürlich nicht vor anspruchslosigkeit.

ich hab soguit wie aufgehört mit dem spielen, weil es so gut wie NICHTS spieleswertes mehr gibt. wenn dann mal selten ein gutes gameplay mal wieder erscheint, dann in einem 3-4h spiel >.>
So verbittert war ich auch ne Zeit lang, glaub mir... Und mir in irgendeinem Videospielforum von jmd anspruchslosigkeit vorwerfen zu lassen ist eine bodenlose Frechheit...

Bis ich gemerkt hab dass man die Spiele als solches betrachten muss und wenn ich die Games zähle die hab für meine neueste Konsole, komm ich auf 14... Und davon ist keins anspruchlos oder war ein Fehleinkauf...

Und zu LSL... Mehr als die Erfindung von "Pixel-2D-Sprite-Titten" hatte es einfach nich zu bieten... DAS ist anspruchslos...
Arieve
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RoKKei hat geschrieben: War ja klar dass hier wieder einer auss seinem Loch kriecht und mit dem Pseudo-Videogames-Urvater gelaber daherkommt... Dann zähl ma ein paar bahnbrechende Titel auf...

Wikipedia lesen kann ich auch...
ROFL
Wikipedia? Selbst gespielt, mein Lieber!
Bahnbrechende Titel? Könnte ich Dir aufzählen, wirst Du aber nicht kennen, da sie vor Deiner Zeit waren, quasi die ersten Grafik-Adeventures überhaupt. Damals noch mit bahnbrechender EGA-Auflösung und sogar in Farbe zu einer Zeit als eine Farbgrafikkarte noch Luxus war, genau wie eine Festplatte, aber warum sag ich das? Urväter, wie Du das nennst, werden heute ja gering geschätzt. Was haben die schon gemacht...

Nur ein Beispiel: Er war einer der Köpfe hinter "Kings Quest", das ich vorhin schon mal angeführt habe (wer lesen kann ist also klar im Vorteil), welches das erste Grafik-Adventure war, das diesen Namen auch verdient hat.

Gruß
Arieve
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RoKKei
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Beitrag von RoKKei »

Arieve hat geschrieben:
RoKKei hat geschrieben: War ja klar dass hier wieder einer auss seinem Loch kriecht und mit dem Pseudo-Videogames-Urvater gelaber daherkommt... Dann zähl ma ein paar bahnbrechende Titel auf...

Wikipedia lesen kann ich auch...
ROFL
Wikipedia? Selbst gespielt, mein Lieber!
Bahnbrechende Titel? Könnte ich Dir aufzählen, wirst Du aber nicht kennen, da sie vor Deiner Zeit waren, quasi die ersten Grafik-Adeventures überhaupt. Damals noch mit bahnbrechender EGA-Auflösung und sogar in Farbe zu einer Zeit als eine Farbgrafikkarte noch Luxus war, genau wie eine Festplatte, aber warum sag ich das? Urväter, wie Du das nennst, werden heute ja gering geschätzt. Was haben die schon gemacht...

Nur ein Beispiel: Er war einer der Köpfe hinter "Kings Quest", das ich vorhin schon mal angeführt habe (wer lesen kann ist also klar im Vorteil), welches das erste Grafik-Adventure war, das diesen Namen auch verdient hat.

Gruß
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Mehr als ROFL un LOL hast du nich zu bieten... Und mit Urvater mein ich dich...
Arieve
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Beitrag von Arieve »

RoKKei hat geschrieben: Mehr als ROFL un LOL hast du nich zu bieten... Und mit Urvater mein ich dich...
Da sind Dir jetzt aber doch mal echt die Argumente ausgegangen! Och, mach Dir nichts draus, Mutti tröstet Dich!

Und ach ja: Danke für Dein Kompliment!

Gruß
Arieve