ShaneRR hat geschrieben:Ich verstehe manchmal nicht wie man überhaupt noch bei STEAM einkaufen kann. Man bekommt "nur" eine digitale Kopie, die einem nicht mal wirklich gehört (Valve kann das komplette Konto mit allen Spielen jederzeit sperren bei Verdacht auf Betrug, Cheating, etc.), keine Verpackung, Handbuch, usw..
Valve sperrt keine Accounts bei "Verdacht auf Cheating", sondern überführte Cheater werden von VAC-Servern gebannt und können eben nur noch auf ungesicherten Servern spielen. Das Ding ist vollkommen automatisiert und erkennt ausschließlich bekannte Cheatprogramme. Dadurch hinkt es zwar immer etwas nach, wenn neue Versionen von Cheats rauskommen, dafür sind Fehler ausgeschlossen, da die Programmsignaturen zu 100% übereinstimmen müssen.
Und dann sind die Preise nur als Wucher zu bezeichnen... 50 EUR bei STEAM, immer noch 45 EUR bei Amazon.de und 30 EUR (!!) bei play.com.
Wenn man die Preise mal vergleicht zahlt man in Deutschland teilweise fast das doppelte oder zumindest einen deutlichen Aufpreis.
STEAM ist da besonders schlimm in der Hinsicht.

Teilweise sind die Preise höher, teilweise aber auch niedriger. Und dann gibt es immer wieder mal spezielle Rabatte, wo man das eine oder andere Schnäppchen erwischen kann. Das Problem ist: Publisher können ihr Spiel nicht günstiger verkaufen, als ihre eigene unverbindliche Preisempfehlung für die Retailer lautet. Die können dann auf Kosten ihres eigenen Gewinns das Spiel vergünstigt anbieten - das kann ein Publisher im Direktvertrieb einfach nicht, weil sonst auch die Retailer eine niedrigere Preisempfehlung (und damit günstigeren Einkaufspreis) möchten.
Und wenn es immer heißt "nur" eine digitale Kopie - denkst du wirklich, bei einer Auflage von z.B. zwei Millionen Stück kostet diese Plastikbox noch nennenswerte Summen? Bei diesen Mengen sind das ein paar Cent, das selbe gilt für das Handbuch und die DVD. Diese physischen Komponenten haben nur einen winzigen Anteil am Preis, im Gegenzug hast du beim Online-Vertrieb die Server- und Traffickosten. Es wird zwar immer noch online etwas billiger sein, aber nicht in diesen Ausmaßen wie sich das manche vielleicht vorstellen, dass man da gleich ein paar Euro allein deshalb nachlassen könnte. Nochmal, das sind Cent- , nicht Euro-Beträge.
rezman hat geschrieben:das Problem an der digitalen copie ist, sie kostet mehr ... Wozu kaufen.. wegen einwenig outfit.. Blah..
Dafür hat man die Vorteile von Steam, dass man alles zusammen in einem Account hat, es jederzeit runterladen und spielen kann, Steam-Community-Features, etc.
Außerdem, und das gilt jetzt nicht für ein Red Alert 3 von EA oder ein GTA 4 von Rockstar, sondern für diverse Indie-Titel und natürlich auch Valve-Games, kriegen diese Entwickler dann auch entsprechend mehr von deinem Geld als bei einer Retail-Version. Bei Steam geht ein Teil an Valve und der Rest direkt an die Entwickler, bei Retail-Versionen zahlt man neben der Gewinnspanne des Handels (die höher sein dürfte als die von Steam) auch noch Geld an den Publisher, für die Indie-Entwickler selbst bleibt viel weniger über. Und das gilt auch für Valve-Games, wenn ich 45 Euro über Steam zahle, gehen 45 Euro an Valve. Zahle ich 45 Euro im Laden, geht mal ein gutes Drittel an den Retailer, ein weiteres an Electronic Arts und am Ende bleiben ein paar Euro für die Leute übrig, die das Spiel eigentlich erfunden, erstellt und entwickelt haben.