EA: "Qualität und Profitabilität schließen sich nicht aus"

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TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

die frage ist halt, ob die industrie auch weiter geht und eben spiele für ältere zielgruppen fertigt. wenn das so weiter geht, kann ich mir nicht vorstellen, daß ich mit 40 noch konsolenspiele zocke. dann hab ich nur nochn pc zuhause und spiele ab und an mal ein langlebiges strategiespiel (das sind immerhin auch spiele, die mal von etwas älteren menschen gespielt werden).
ich denke aber mal wenn meine generation stark genug beim spielen bleibt und auch ihren anspruch dementsprechend anhebt, wird das schon besser werden. ansonsten habe ich halt wieder grund zum bashen ^^




@hunk
die demo szene ist aber was anderes und hat so gut wie nichts mit gamern zu tuen. im gegenteil, die meisten demo coder verachten videospieler ziemlich ^^

du meinst sicher die independent szene, die von 4p zwar immer noch stiefmütterlich behandelt wird, aber wenigstens mal ein bisschen beachtung findet. wobei der aracade mainstream von xbl und psn wohl eher dafür gesorgt hat, daß auch nicht kommerzielle hier mal beachtet werden.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

TNT.Achtung! hat geschrieben:die demo szene ist aber was anderes und hat so gut wie nichts mit gamern zu tuen. im gegenteil, die meisten demo coder verachten videospieler ziemlich ^^

du meinst sicher die independent szene, die von 4p zwar immer noch stiefmütterlich behandelt wird, aber wenigstens mal ein bisschen beachtung findet. wobei der aracade mainstream von xbl und psn wohl eher dafür gesorgt hat, daß auch nicht kommerzielle hier mal beachtet werden.
Die Demo Szene ist eine Nische, die technisch nicht mit den großen Produktionen mithalten kann. Vergleichen wir das mal mit Büchern und Filmen: Bei Büchern sind die anspruchsvollen Stoffe meistens auch die technisch überlegenen und bei Filmen gibt es zahlreiche anspruchsvolle Titel, die technisch sich dennoch auf sehr hohem Niveau bewegen. Bei Spielen ist das schwer.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

was ist denn ein film auf technisch hohen niveau? ich denke da jetzt eher an spezialeffekte und da fällt mir jetzt eigentlich kein großer cg-film an, den ich als kunst verstehen würde, außer matrix vielleicht noch.
roman2
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Beitrag von roman2 »

TNT.Achtung! hat geschrieben:was ist denn ein film auf technisch hohen niveau? ich denke da jetzt eher an spezialeffekte und da fällt mir jetzt eigentlich kein großer cg-film an, den ich als kunst verstehen würde, außer matrix vielleicht noch.
David Lynch Filme? (Insbes. Mulholland Dr. und Inland Empire)
Sonst evtl noch einige Werke von Takeshi Miike (hoffe der schrieb sich so)
Oder auch A Scanner Darkly, wenn man sich denn jetzt auf CHI versteifen will.
Zur Diskussion: Ich finde gerade bei neueren Spielen findet man teilweise schon "kuenstlerische Noten", so meines erachtens zB das Art Design von Titeln wie Mirror's Edge oder auch das neue PoP.
Ansonsten stimm ich der "wenn wir erstmal die 40ger erreichen, wird sich auch der Spielemarkt wandeln" These zu sowie der Tatsache, dass man fuer Arthouse Filme idr sehr viel weniger Mittel braucht als fuer ein "kunstlerisch wertvolles" Spiel.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

TNT.Achtung! hat geschrieben:was ist denn ein film auf technisch hohen niveau? ich denke da jetzt eher an spezialeffekte und da fällt mir jetzt eigentlich kein großer cg-film an, den ich als kunst verstehen würde, außer matrix vielleicht noch.
Zu tech. hohem Niveau gehören gute Schauspieler, ne gute Kamera, ein gutes Drehbuch, ein guter Schnitt, ne gute Musikauswahl und vielleicht auch SFX, aber nicht zwingend.
xDan89
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Beitrag von xDan89 »

Das größte Problem an Spielen ist einfach, dass diese nicht Zeitlos sind. Es werden heute nur mehr die wenigsten Spiele spielen die 1992 rausgekommen sind. Geschweige den diese kaufen(wenn dies überhaupt noch möglich ist).
Bei Büchern, Musik, Filmen, Gemälden, usw. ist das etwas komplett anderes. Diese Werke sind Zeitlos. Es werden auch noch heute Bücher gekauft die 200 Jahre alt sind. Diese Techniken(zb Schreiben) wurden bereits "perfektioniert". Ein "gutes" Videospiel zeichnet sich doch vorallem dadurch aus, wie viele Polygone sich gleichzeitigdarstellen lassen und welche effekte sich nebenher noch bemerkbar machen.
Da fällt mir ein Titel ein, der Mainstream war und auch als Kunst bezeichnet werden darf(zumindest soweit ich das beurteilen kann): Monkey Island. Würden heute auch nur mehr die wenigsten spielen.
Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass es bei den meisten spielen nicht um den Inhalt geht, sondern rein um die technische Seite.
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Hunk
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Beitrag von Hunk »

TNT.Achtung! hat geschrieben:die demo szene ist aber was anderes und hat so gut wie nichts mit gamern zu tuen. im gegenteil, die meisten demo coder verachten videospieler ziemlich ^^
Stimmt, wohl zu verallgemeinert.
du meinst sicher die independent szene, die von 4p zwar immer noch stiefmütterlich behandelt wird, aber wenigstens mal ein bisschen beachtung findet. wobei der aracade mainstream von xbl und psn wohl eher dafür gesorgt hat, daß auch nicht kommerzielle hier mal beachtet werden.
Spiele wie Braid oder Linger in Shadows haben es gezeigt.
Die beiden Netzwerke können in Zukunft als effektiver Vertriebsweg dienen.
Man spart Kosten in der Fertigung und Werbung, was wiederum direkt den Entwicklern zugute kommt.
Das Modell hat Zukunft, liegt letztlich am Spieler es auch anzunehmen.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ xDan89

Technik spielt in der Tat ne wichtige Rolle bei der relativen Bedeutungslosigkeit älterer Spiele, dies aber auf vielen Ebenen:

Während man viele Filme um 1920 heute auf einer handelsüblichen DVD kaufen kann, sind Spiele aus der Mitte der Neunziger Jahre nur schwer zu bekommen und noch schwerer zum Laufen zu kriegen. Auf den Konsolen muss man hoffen, dass sie auf Virtual Console released werden, auf dem PC bringt man sie teilweise nicht zum Laufen. Diese extreme Abhängigkeit von der Plattform, existiert in keinem anderen Medium.

Man muss aber auch feststellen, dass viele alte Spiele heute auch abseits der Grafik einfach nicht mehr gut sind. Die Bedienung und das Balancing vieler alter Dos RPGs ist nach heutigen Maßstäben unzumutbar. Und das hat nichts mit sinkenden Ansprüchen zu tun, sondern eher damit, dass man heute Fairness und ne gute Bedienung für die Grundlage eines guten Spiels hält.
roman2
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Beitrag von roman2 »

@xDan89
Also wenn man xFire vertrauen darf, wird das 10 Jahre alte FFVII immer noch oefter gespielt als das 2 Jahre alte HL2: Episode 1
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

filme können aber genauso unter der wachsenden technik leiden. gibt es denn heutzutage noch stummfilme? würde sowas überhaupt jemand noch sehen wollen? ^^

diese filme können zwar immer noch gesehen werden, allerdings sind die eher unbekannteren nahezu tod. sie laufen nie im fernsehen und sie heutzutage noch zu kaufen ist ebenfalls sehr schwer. solche beispiele gibt es auch in der jüngeren geschichte. bevor peter jackson den herr der ringe auf epische leinwand größe katapultierte gab es schon vor einiger zeit eine verfilmung des buches, die aber natürlich nicht mit den heutigen computer effekten mithalten kann und deswegen auch niemanden mehr interessiert.

mit videospielen ist das ganze natürlich extremer, aber es ist ja auch nicht so, daß nichts konserviert wird, und das heutzutage niemand mehr die alten spiele zockt ist auch nicht ganz wahr. wenn man älter wird probiert man schonmal auch alte klassiker aus, die man früher verpasst hat.
mit den filmen ist das genauso. als kleines kind habe ich mich auch nicht für irgendwelche alten schinken interessiert. heute bin ich da viel offener.
Hunk hat geschrieben: Spiele wie Braid oder Linger in Shadows haben es gezeigt.
Die beiden Netzwerke können in Zukunft als effektiver Vertriebsweg dienen.
Man spart Kosten in der Fertigung und Werbung, was wiederum direkt den Entwicklern zugute kommt.
Das Modell hat Zukunft, liegt letztlich am Spieler es auch anzunehmen.
das modell ist aber auch schon wieder zu kommerziell, weil eben die besitzer der plattform darüber entscheiden was veröffentlicht wird und was nicht. wenn da ein kunstvolles spiel entwickelt wird, was aber marktanalysen zufolge in der masse nicht ankommen würde, wird es dort trotzdem nicht erscheinen.
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AEV-Fan
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Beitrag von AEV-Fan »

4P|TGfkaTRichter hat geschrieben:
Während man viele Filme um 1920 heute auf einer handelsüblichen DVD kaufen kann, sind Spiele aus der Mitte der Neunziger Jahre nur schwer zu bekommen und noch schwerer zum Laufen zu kriegen.
Natürlich richtig, aber dabei muss man wiederum bedenken, dass Videospiele in dieser Form ein noch sehr, sehr junges Medium sind!
Bewegte Bilder (zig Kurzfilm/-Diaartige-Techniken, kenn mich da nicht so aus) gibt es auch schon seit weit über 170 Jahre, die ersten Stummfilme ansich kamen schon so um 1895 auf. Bücher werden gar seit ca. 600 Jahren gedruckt.

Das Spielemedium ansich ist im Kommen, da bin ich mir sicher. Jedoch dauert es (wie schon erwähnt) imo noch gute 20 Jahre, bis unsere Generation anfängt Kulturelle Maßstäbe zu setzen. Wahrscheinlich wird es sogar noch ein wenig länger dauern, bis Tageszeitungen nicht nur Kino-und Buchkritiken schreiben, sondern dort beschäftigte Redakteure sich auch mit Spielen auskennen. Ich denke in 20 Jahren werden wir nicht die Nase rümpfen darüber, wenn neben einer Kritik über einen Film wie z.B. "Lord of War" eine Kritik über ein neues MGS-Abenteuer stünde.

Wie sich das ganze entwickelt steht natürlich in den Sternen (ich glaube ja immer noch daran, dass virtuelle Schauspieler irgendwann überbezahlte Hollywood-Stars ablösen, sobald visuell kein Unterschied mehr zu sehen ist, und darauf hin Film und Spiel eng verschmelzen könnte).
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Xris
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Beitrag von Xris »

dass der 08/15 zocker innovationen meidet.
Schon mal auf die Idee gekommen das es Leute geben könnte die mit einem Spiel wie Mirrors Edge einfach nichts anfangen können? Ich habe die Demo gespielt, weder Innovation noch Spielspaß gefunden. Und die mehr als unterdurchschnittliche Spielzeit nimmt für mich dem Spiel sämtlichen Wind - den es vll noch gehabt hätte - aus den Segeln.
Wenn die Leute Spiele wie NFS Undercover haben wollen, sollen sie sie doch kriegen.
Soll aber auch Leute wie mich geben die gerne ihr Need for Speed wieder hätten, es aber dank EA's markenausschlachtungs Politik nicht bekommen. Und leider war unter ihren sogenannten "Qualitativ hochwertigen Spielen" im letzten Jahr rein gar nichts für mich dabei.
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

Ihr habt mir wirklich aus der Seele gesprochen.
Mich beschäftigt dieses Thema schon sehr lange und ich hatte schon vor einen Thread darüber zu veröffentlichen.

Ein wichtiges Problem wurde noch nicht angesprochen und das ist die Kaufkraft.
Spiele kosten heutzutage ab 40€ aufwärts in Deutschland.
Oft kosten Spiele 59€ oder 70€. Plattformen lassen wir da mal aus dem Spiel.

Ein Großteil der Spieler hat noch kein regelmäßiges Einkommen.
Da gilt: Was der Bauer nicht kennt isst er nicht.
NfS kennt man nun mal genauso wie Final Fantasy.
Da werden halt wahre Kunstwerke zurückgestellt.
Weil sie eventuell doch nicht gefallen könnten.

Etablierte Franchises tragen meiner Meinung nach eine hohe Mitschuld an der Missere und deren Käufer.
Kojima darf an nichts neuem arbeiten, außer es ist MGS5!
Und tim Schafer (Monkey Island, Loom und mehr) soll gefälligst wieder Adventures machen.

Sogar die Nintendofans, die ich für eher liberal hielt wollten, das die Macher von "Disaster" für liber weiter an einem neuen Xenosaga teil arbeiten.
Kreativität wird einfach nicht unterstützt.
Irgendwann können Franchises auch nicht mehr.
Wie Tomb Raider, Alone in the Dark, Sonic, Rainbow6, Colin Mc Ray oder Silent Hill gezeigt haben.
Entwickler in Teams wechseln, der name bleibt, aber beim Spiel ist die Luft raus.
Ich halte ein Ähnliches Schicksal für andere Franchises für Denkbar.
Wer Videospiele sein hobby nennt, sollte deren Weiterentwicklung und den Nachwuchs fördern.
Die Spieler können nicht loslassen.
Aber wie soll man eine neue Liebe finden, wenn man das nicht kann?

Uf dem PC ist dieses Problem geringer denn hier ist die IndiSzene viel größer, die große Verkaufszahlen nicht nötig hat und ganz andere Vertriebswege kennt.
(Introversion Games, Fanprojekte wie Baphomets fluch 2.5)

Man bin ich froh, das dieses Thema endlich auf den Tisch kommt und so viele beschäftigt.
TNT.Achtung!
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Beitrag von TNT.Achtung! »

NSoldat hat geschrieben:
dass der 08/15 zocker innovationen meidet.
Schon mal auf die Idee gekommen das es Leute geben könnte die mit einem Spiel wie Mirrors Edge einfach nichts anfangen können? Ich habe die Demo gespielt, weder Innovation noch Spielspaß gefunden. Und die mehr als unterdurchschnittliche Spielzeit nimmt für mich dem Spiel sämtlichen Wind - den es vll noch gehabt hätte - aus den Segeln.
ist das denn so schlimm für dich ein 08/15 zocker zu sein? ich mein, niemand zwingt dich dazu an mirrors edge spaß zu haben, die innovationen des spiels zu leugnen spricht aber genau dafür. wer mit innovativen spielen nichts anfangen kann, oder eben nicht erkennen kann was sie innovativ macht ist ein 08/15 spieler. also was soll das gerede?
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Xris
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Beitrag von Xris »

ist das denn so schlimm für dich ein 08/15 zocker zu sein?....
Dann erklär mir doch mal wo die Innovation von Mirrors Edge ist/war? Mag ja sein das nach der Demo plötzlich aus dem rumkletern-haudrauf-Verschnitt, ein getarntes Systemshock 2 geworden ist, aber das möchte ich doch stark bezweifeln.

EDIT:
Tja, das läst sich wohl nicht so ohne weiteres erklären, ohne voher nochmal gründlichst über das Spiel nachzudenken. :hehe:
Zuletzt geändert von Xris am 21.01.2009 19:58, insgesamt 3-mal geändert.