Weil der Markt nun Mal aus mindestens zwei Parteien besteht, Anbietern und Konsumenten und sich von den Konsumenten zu isolieren und sie zu ignorieren, marginalisieren oder sogar zum Feindbild zu machen, keine sonderlich gute Idee ist.
Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
- SethSteiner
- Beiträge: 11871
- Registriert: 17.03.2010 20:37
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Zuletzt geändert von SethSteiner am 05.12.2019 09:56, insgesamt 1-mal geändert.
- HellToKitty
- Beiträge: 1764
- Registriert: 10.10.2008 18:42
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Über Blizzard kann man wirklich viel sagen, aber sicherlich nicht, dass sie sich von Fanwünschen diktieren lassen würden. Allgemein kann ich nur sagen: Wer nicht auf die Fans hören will, muss liefern und ihren etwas bieten, wovon sie noch nicht wussten, dass sie es wollen. Das Problem mit der Entwicklung von Diablo sind bestimmt nicht die tollen Ideen und Visionen, die das Team sicherlich haben, sondern die Entscheidungen der Finanzabteilung, was am Ende im Spiel, wie landen wird.
-
Gast
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Teils teils, lange Zeit ist Geld durchaus knapp, weil man z.B. Lagerplätze, etwas höherstufige Ausrüstung, Upgradeitems und die ganzen Rezepte bei den Fraktionshändlern und co. dazukauft.Sir Richfield hat geschrieben: ↑05.12.2019 00:09Nicht ganz unwahr, GD kommt mir ein wenig geizig vor, was Golddrops und so betrifft.
Ich bin gerade nicht sicher (und zu faul, das kurz zu starten), aber das Craften kostet in GD auch Geld, oder? Irgendwo muss die Kohle hin und es sind bei mir nicht die Shops, weil die bei mir auch das Problem jedes ARPG haben: Drop ist besser.
Irgendwann hat man dann jedoch alles, was man braucht, und schielt fortan praktisch nur noch auf blaue und lilane Drops sowie die Komplettierung bestimmter Sets. An Geld kann man da auch recht schnell kommen, indem man haufenweise grüne Items sammelt und direkt verscherbelt.
Imho aber ist die Idee bei PoE, eine Universalwährung wie Gold ganz rauszulassen, keine ganz schlechte - auch wenn die praktische Handhabe und vor allem das Farmen von Exalted Orbs ziemlich tricky ist.
Zuletzt geändert von Gast am 05.12.2019 16:22, insgesamt 3-mal geändert.
-
Eliteknight
- Beiträge: 1497
- Registriert: 05.10.2010 16:31
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Und was soll das bringen?
Wenn sie nicht wieder auf ein Itemsystem wie in D2 zurückgehen, bringen auch so Änderungen nichts.
Zufallswerte auf Legs, welche Items gut und schlecht machen sind der größte Mist.
Aber das Hauptproblem in D3 sind die Sets, deren Bonuse viel zu stark sind.
99% aller high end builds bassieren auf Sets, weil die Uniques viel zu schlecht sind in deren Vergleich, selbst wenn man den Ring oder Gem benutzt.
Die sollten erstmal wieder die Balance zwischen Sets und Uniques herstellen, bevor sie weitere Sinnlose Sachen auf Uniques einführen...
Wenn sie nicht wieder auf ein Itemsystem wie in D2 zurückgehen, bringen auch so Änderungen nichts.
Zufallswerte auf Legs, welche Items gut und schlecht machen sind der größte Mist.
Aber das Hauptproblem in D3 sind die Sets, deren Bonuse viel zu stark sind.
99% aller high end builds bassieren auf Sets, weil die Uniques viel zu schlecht sind in deren Vergleich, selbst wenn man den Ring oder Gem benutzt.
Die sollten erstmal wieder die Balance zwischen Sets und Uniques herstellen, bevor sie weitere Sinnlose Sachen auf Uniques einführen...
- Bachstail
- Beiträge: 5484
- Registriert: 14.10.2016 10:53
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Auf welche Shops beziehst Du Dich hier ?HellToKitty hat geschrieben: ↑04.12.2019 23:03Grim Dawn musst du mit mehreren Charakteren mehrmals durchspielen, bis du dir alles in den Shops leisten kannst.
Ich habe mir bei meinem aller ersten Spieldurchgang (welcher noch nicht allzu lange her ist), alles bei jedem Ruf-Händler kaufen können, was dieser besitzt, seien es die Ruf-Tokens, die Baupläne oder die generelle Ausrüstung des Händlers.
Geldmangel hatte ich in Grim Dawn nie, woran es mir in der Regel mangelt, ist Schrott und Dynamit.
-
Gast
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Zum Beispiel Death's Order / Kymon's Chosen, nehme ich an.Bachstail hat geschrieben: ↑05.12.2019 16:25Auf welche Shops beziehst Du Dich hier ?HellToKitty hat geschrieben: ↑04.12.2019 23:03Grim Dawn musst du mit mehreren Charakteren mehrmals durchspielen, bis du dir alles in den Shops leisten kannst.
Bei der Quest bei Homestead muss man sich für eine der beiden Fraktionen entscheiden, und wird dadurch für die jeweils andere zum Feind. Dadurch kann man die Reputation bei letzterer auch nicht mehr hochleveln und hat keinen Zugriff auf den Fraktions-Shop.
Zuletzt geändert von Gast am 05.12.2019 16:30, insgesamt 1-mal geändert.
- HellToKitty
- Beiträge: 1764
- Registriert: 10.10.2008 18:42
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Dann scheinen die was am Balancing geändert zu haben, oder du gehörst zu den Leuten die alles aufsammeln und dann verkaufen, was im Endeffekt dann noch länger dauert und den Flow aus dem Spiel nimmt.
-
johndoe711686
- Beiträge: 15758
- Registriert: 23.12.2007 19:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Dafür, dass die News so sinnlos sein soll, gibts hier auch schon wieder zwei Seiten mit Kommentaren. 
Beim heutigen Überangebot und dem Zwang alles immer sofort haben zu müssen ist das anders.
Lustig ist auch, dass sie einfach behaupten können die Fans hätten sich Feature XY gewünscht und niemand kann das widerlegen. Für mich passt sowas aber eher zu early access Titeln. Nicht zu Titeln die beim Entwickler fertiggestellt werden. Da kann man vielleicht nach Release Feedback sammeln und das in Patches oder Addons einfließen lassen.
Problem daran ist nur, dass du gar nicht auf "die Fans" hören kannst, sondern immer nur eine Gruppe von Fans. Setzen sie etwas um was Fans fordern, finden das andere vielleicht wieder direkt kacke. Da verstehe ich schon, was sie meint und das man früher eben eine Friss oder Stirb Situation hatte, die auch Vorteile bot. Allerdings hat man früher auch in Mangel an Alternativen mal was gespielt, dass auf den ersten Blick vielleicht nichts für einen war, nur um dann positiv überrascht zu werden. Und man hatte Demos und eine Videothek zum testen.SethSteiner hat geschrieben: ↑05.12.2019 09:55 Weil der Markt nun Mal aus mindestens zwei Parteien besteht, Anbietern und Konsumenten und sich von den Konsumenten zu isolieren und sie zu ignorieren, marginalisieren oder sogar zum Feindbild zu machen, keine sonderlich gute Idee ist.
Beim heutigen Überangebot und dem Zwang alles immer sofort haben zu müssen ist das anders.
Lustig ist auch, dass sie einfach behaupten können die Fans hätten sich Feature XY gewünscht und niemand kann das widerlegen. Für mich passt sowas aber eher zu early access Titeln. Nicht zu Titeln die beim Entwickler fertiggestellt werden. Da kann man vielleicht nach Release Feedback sammeln und das in Patches oder Addons einfließen lassen.
- SethSteiner
- Beiträge: 11871
- Registriert: 17.03.2010 20:37
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Das Problem ist nicht, dass du nicht auf Fans hören kannst, sondern dass die Analyse von Feedback Arbeit benötigt. Es reicht halt nicht, einfach nur ein paar Forenbeiträge zu lesen und darauf basierend dann Entscheidungen zu fällen. Das ist dasselbe wie wenn man sich mit Streamern zusammenschließt und dann auf deren Feedback hin Spieldesign-Änderungen durchführt bspw. bei Overwatch. Es ist auf der einen Seite immer ein Balance-Akt, auf der anderen Seite auch sehr mühsam tatsächlich einen Gesamtüberblick über die Ansichten der Konsumenten zu erhalten und ich denke man kann sich sehr sicher sein, dass man sich diese Arbeit in den seltensten Fällen macht. Dafür nutzt man gern Einzelmeinungen als Argument, sei es bei Filmen um von Kritik abzulenken weil ja alle Rassisten und Sexisten seien oder sei es sowas wie bei Warcraft Reforged, wo man sich angekündigte Features spart, weil angeblich einige in der Community meinten, sie wollten das nicht haben. Quasi dann das Gegenteil zu dem was du sagst mit dem Wunsch nach Feature XY. Und ja, solche Dinge zu widerlegen ist wiederum recht schwierig.Ryan2k6 hat geschrieben: ↑05.12.2019 17:49 Dafür, dass die News so sinnlos sein soll, gibts hier auch schon wieder zwei Seiten mit Kommentaren.
Problem daran ist nur, dass du gar nicht auf "die Fans" hören kannst, sondern immer nur eine Gruppe von Fans. Setzen sie etwas um was Fans fordern, finden das andere vielleicht wieder direkt kacke. Da verstehe ich schon, was sie meint und das man früher eben eine Friss oder Stirb Situation hatte, die auch Vorteile bot. Allerdings hat man früher auch in Mangel an Alternativen mal was gespielt, dass auf den ersten Blick vielleicht nichts für einen war, nur um dann positiv überrascht zu werden. Und man hatte Demos und eine Videothek zum testen.SethSteiner hat geschrieben: ↑05.12.2019 09:55 Weil der Markt nun Mal aus mindestens zwei Parteien besteht, Anbietern und Konsumenten und sich von den Konsumenten zu isolieren und sie zu ignorieren, marginalisieren oder sogar zum Feindbild zu machen, keine sonderlich gute Idee ist.
Beim heutigen Überangebot und dem Zwang alles immer sofort haben zu müssen ist das anders.
Lustig ist auch, dass sie einfach behaupten können die Fans hätten sich Feature XY gewünscht und niemand kann das widerlegen. Für mich passt sowas aber eher zu early access Titeln. Nicht zu Titeln die beim Entwickler fertiggestellt werden. Da kann man vielleicht nach Release Feedback sammeln und das in Patches oder Addons einfließen lassen.
Nichts desto trotz, Feedback VOR Release ist immens wichtig. Ich denke Paramount ist SEHR froh, dass sie hier recht frühzeitig einen Trailer und sehr deutliches Feedback bekommen haben, denn wenn die so gehandelt hätten "erst mal releasen und dann gucken", wäre das mit Sicherheit ein ziemlich schmerzhafter Flop geworden also ziemlich garantiert. So konnte man aber reagieren, bevor alles den Bach runtergeht. Und Blizzard hätte es sicher auch gut getan, wenn sie früher davon gewusst hätten, was für ein Crap einiges von dem ist, für das sie sich entschieden haben. Oder sagen wir es so, ich denke sie wären vielleicht froh, wenn sie an bestimmten Stellen keine Personen gehabt hätten die an ihrer "Vision" festgehalten hätten.
-
johndoe711686
- Beiträge: 15758
- Registriert: 23.12.2007 19:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Von welchem Film sprichst du?
- Bachstail
- Beiträge: 5484
- Registriert: 14.10.2016 10:53
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Das stimmt schon, dass man sich dann aber nicht alles kaufen kann, liegt dann an der Fraktion und nicht am Preis, dafür braucht man aber ebenfalls nicht mehrere Charakter, einer reicht auch hier völlig, man kann auf dem nächsten Schwierigkeitsgrad ja dann die andere Fraktion wählen.LePie hat geschrieben: ↑05.12.2019 16:30Zum Beispiel Death's Order / Kymon's Chosen, nehme ich an.
Bei der Quest bei Homestead muss man sich für eine der beiden Fraktionen entscheiden, und wird dadurch für die jeweils andere zum Feind. Dadurch kann man die Reputation bei letzterer auch nicht mehr hochleveln und hat keinen Zugriff auf den Fraktions-Shop.
Ich hebe Loot in einem ARPG wie Grim Dawn auf, ja, allerdings lasse ich das weiße und auch das gelbe Zeug ab einem gewissen Zeitpunkt liegen.HellToKitty hat geschrieben: ↑05.12.2019 17:02 oder du gehörst zu den Leuten die alles aufsammeln und dann verkaufen
- VaniKa
- Beiträge: 703
- Registriert: 12.11.2010 11:47
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Ich bin inzwischen tatsächlich häufig eher auf der Seite der Studios. Ganz ehrlich, ich hätte als Spielestudio echt die Schnauze voll und hätte schon längst das Handtuch geworfen. "Entwickelt euren Scheiß doch selbst!" Mir missfällt da wirklich die Attitüde vieler Spieler und wie Forderungen gestellt werden. Es ist einfach unglaublich aggressiv inzwischen und fast immer mit einer Drohung verbunden. Kein "ich hätte da einen Vorschlag, weil es das Spielerlebnis für mich persönlich besser machen würde", sondern "das Spiel ist Dreck, erfüllt meine Forderungen und ich lasse euch leben".
Ich wünsche mir das mehr wie im Supermarkt. Da geht man rein, kauft, was einem gefällt, und lässt das stehen, was man nicht braucht oder mag. Deswegen hasst man aber nicht die letzteren Produkte, droht den Firmen und verlangt, dass die Bananen gefälligst wie Orangen zu schmecken hätten. Letztlich bietet der Supermarkt auch nur das an, was nachgefragt wird, auch wenn man sich das vielleicht aus der eigenen Einzelperspektive nicht vorstellen kann, dass auch die Produkte gekauft werden, die man selbst uninteressant findet. So regelt sich das dann automatisch.
Wenn die Leute so vieles falsch an einem Spiel finden, dann sollen sie es zurückgeben oder gar nicht erst kaufen (dafür gibt es Reviews und LPs) bzw. wieder verkaufen. Ich finde einfach, dass die Leute keinen Anspruch darauf haben, das zu bekommen, was sie sich wünschen. Ich finde es vermessen, wenn man hingeht und sagt: "Mach mir das Spiel, wie ich es will, weil ich mir etwas anderes gewünscht habe." Ich gehe auch nicht hin und sage: "Mach, dass die Bratwurst nach Pfirsich schmeckt." Wenn es eine nach Pfirsich schmeckende Bratwurst gäbe und ich das mochte, dann wäre ich einfach froh, aber falls nicht, wäre es auch nicht so wichtig. Es gibt immer genug Alternativen. Da habe ich bei der Verbissenheit, wie da gestritten wird, wirklich den Eindruck, als ginge es da um Leben und Tod.
Vor allem nervt mich auch diese pessimistische Grundeinstellung "die zocken uns eh alle ab", worauf wohl diese absolute Gnadenlosigkeit beruht, wie man mit den Studios umgeht. Das eskaliert einfach regelmäßig und diese Form des Umgangs finde ich einfach völlig unangebracht. Das ist ein Minenfeld und als Studio hätte ich wahnsinnige Angst, dass die Community wieder irgendetwas findet, weshalb sie einen shitstormen kann. Bei Everreach: Project Eden regen sich aktuell ständig Leute auf, dass die Protagonistin wie Nova von StarCraft: Ghost aussähe. Da denke ich nur: So what? Wo ist das Problem? Was kümmert es euch? Das ging sogar so weit, dass einer das Spiel angeblich Blizzard gemeldet und ihnen rechtliche Vertretung angeboten hat. Die Leute drehen echt durch. Vor allem: Als ob sie auf so eine Petze in irgendeiner Form angewiesen wären. Das ist einfach Größenwahn. Die Leute nehmen sich selbst viel zu wichtig, was sich auch in den ganzen aggressiven Forderungen widerspiegelt, die an ein verwöhntes Balg erinnern.
Ich wünsche mir das mehr wie im Supermarkt. Da geht man rein, kauft, was einem gefällt, und lässt das stehen, was man nicht braucht oder mag. Deswegen hasst man aber nicht die letzteren Produkte, droht den Firmen und verlangt, dass die Bananen gefälligst wie Orangen zu schmecken hätten. Letztlich bietet der Supermarkt auch nur das an, was nachgefragt wird, auch wenn man sich das vielleicht aus der eigenen Einzelperspektive nicht vorstellen kann, dass auch die Produkte gekauft werden, die man selbst uninteressant findet. So regelt sich das dann automatisch.
Wenn die Leute so vieles falsch an einem Spiel finden, dann sollen sie es zurückgeben oder gar nicht erst kaufen (dafür gibt es Reviews und LPs) bzw. wieder verkaufen. Ich finde einfach, dass die Leute keinen Anspruch darauf haben, das zu bekommen, was sie sich wünschen. Ich finde es vermessen, wenn man hingeht und sagt: "Mach mir das Spiel, wie ich es will, weil ich mir etwas anderes gewünscht habe." Ich gehe auch nicht hin und sage: "Mach, dass die Bratwurst nach Pfirsich schmeckt." Wenn es eine nach Pfirsich schmeckende Bratwurst gäbe und ich das mochte, dann wäre ich einfach froh, aber falls nicht, wäre es auch nicht so wichtig. Es gibt immer genug Alternativen. Da habe ich bei der Verbissenheit, wie da gestritten wird, wirklich den Eindruck, als ginge es da um Leben und Tod.
Vor allem nervt mich auch diese pessimistische Grundeinstellung "die zocken uns eh alle ab", worauf wohl diese absolute Gnadenlosigkeit beruht, wie man mit den Studios umgeht. Das eskaliert einfach regelmäßig und diese Form des Umgangs finde ich einfach völlig unangebracht. Das ist ein Minenfeld und als Studio hätte ich wahnsinnige Angst, dass die Community wieder irgendetwas findet, weshalb sie einen shitstormen kann. Bei Everreach: Project Eden regen sich aktuell ständig Leute auf, dass die Protagonistin wie Nova von StarCraft: Ghost aussähe. Da denke ich nur: So what? Wo ist das Problem? Was kümmert es euch? Das ging sogar so weit, dass einer das Spiel angeblich Blizzard gemeldet und ihnen rechtliche Vertretung angeboten hat. Die Leute drehen echt durch. Vor allem: Als ob sie auf so eine Petze in irgendeiner Form angewiesen wären. Das ist einfach Größenwahn. Die Leute nehmen sich selbst viel zu wichtig, was sich auch in den ganzen aggressiven Forderungen widerspiegelt, die an ein verwöhntes Balg erinnern.
- ThisIsFu
- Beiträge: 107
- Registriert: 18.02.2019 12:36
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Danke für diesen wunderschönen Beitrag!VaniKa hat geschrieben: ↑06.12.2019 11:10 Ich bin inzwischen tatsächlich häufig eher auf der Seite der Studios. Ganz ehrlich, ich hätte als Spielestudio echt die Schnauze voll und hätte schon längst das Handtuch geworfen. "Entwickelt euren Scheiß doch selbst!" Mir missfällt da wirklich die Attitüde vieler Spieler und wie Forderungen gestellt werden. Es ist einfach unglaublich aggressiv inzwischen und fast immer mit einer Drohung verbunden. Kein "ich hätte da einen Vorschlag, weil es das Spielerlebnis für mich persönlich besser machen würde", sondern "das Spiel ist Dreck, erfüllt meine Forderungen und ich lasse euch leben".
Ich wünsche mir das mehr wie im Supermarkt. Da geht man rein, kauft, was einem gefällt, und lässt das stehen, was man nicht braucht oder mag. Deswegen hasst man aber nicht die letzteren Produkte, droht den Firmen und verlangt, dass die Bananen gefälligst wie Orangen zu schmecken hätten. Letztlich bietet der Supermarkt auch nur das an, was nachgefragt wird, auch wenn man sich das vielleicht aus der eigenen Einzelperspektive nicht vorstellen kann, dass auch die Produkte gekauft werden, die man selbst uninteressant findet. So regelt sich das dann automatisch.
Wenn die Leute so vieles falsch an einem Spiel finden, dann sollen sie es zurückgeben oder gar nicht erst kaufen (dafür gibt es Reviews und LPs) bzw. wieder verkaufen. Ich finde einfach, dass die Leute keinen Anspruch darauf haben, das zu bekommen, was sie sich wünschen. Ich finde es vermessen, wenn man hingeht und sagt: "Mach mir das Spiel, wie ich es will, weil ich mir etwas anderes gewünscht habe." Ich gehe auch nicht hin und sage: "Mach, dass die Bratwurst nach Pfirsich schmeckt." Wenn es eine nach Pfirsich schmeckende Bratwurst gäbe und ich das mochte, dann wäre ich einfach froh, aber falls nicht, wäre es auch nicht so wichtig. Es gibt immer genug Alternativen. Da habe ich bei der Verbissenheit, wie da gestritten wird, wirklich den Eindruck, als ginge es da um Leben und Tod.
Vor allem nervt mich auch diese pessimistische Grundeinstellung "die zocken uns eh alle ab", worauf wohl diese absolute Gnadenlosigkeit beruht, wie man mit den Studios umgeht. Das eskaliert einfach regelmäßig und diese Form des Umgangs finde ich einfach völlig unangebracht. Das ist ein Minenfeld und als Studio hätte ich wahnsinnige Angst, dass die Community wieder irgendetwas findet, weshalb sie einen shitstormen kann. Bei Everreach: Project Eden regen sich aktuell ständig Leute auf, dass die Protagonistin wie Nova von StarCraft: Ghost aussähe. Da denke ich nur: So what? Wo ist das Problem? Was kümmert es euch? Das ging sogar so weit, dass einer das Spiel angeblich Blizzard gemeldet und ihnen rechtliche Vertretung angeboten hat. Die Leute drehen echt durch. Vor allem: Als ob sie auf so eine Petze in irgendeiner Form angewiesen wären. Das ist einfach Größenwahn. Die Leute nehmen sich selbst viel zu wichtig, was sich auch in den ganzen aggressiven Forderungen widerspiegelt, die an ein verwöhntes Balg erinnern.
Leider steckt sehr viel wahres in deiner Analyse und auch ich wünsche mir, dass Konsumenten und "Fans" ihre Art der Kommunikation und ihre Anspruchshaltung mal überdenken würden. Durch dieses ganze lautstarke Rumgepoltere
verliere ich auch völlig die Lust daran mich in etwaigen Diskussionen zu Spielen zu beteiligen, selbst wenn diese mir sehr am Herzen liegen, da ja nicht nur die Hersteller angegangen werden sondern sich auch die Spieler untereinander total zerfleischen.
- Sir Richfield
- Beiträge: 17249
- Registriert: 24.09.2007 10:02
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Oder in Rants, wie doof doch alle anderen sind.
Inhaltlich gebe ich dir stellenweise recht, allerdings klingst du kein Stück besser als die, die zu vorgeblich kritisierst.
Leg doch dieselbe Gelassenheit an den Tag, die du forderst: Kümmer dich einfach nicht um das, was ein paar Kreischer fordern und kauf und spiel die Spiele, die dir gefallen.
Warum lässt du dich denn von der "Attitüde vieler Spieler" anstecken?
- SethSteiner
- Beiträge: 11871
- Registriert: 17.03.2010 20:37
- User ist gesperrt.
- Persönliche Nachricht:
Re: Diablo 4: Affixe, Dämonenmacht, Gegenstandswerte und mehr Wege zur Verbesserung des Charakters
Ich verstehe dich nicht. Und ich meine wirklich im Sinne dessen, dass ich es in keinster Weise nachvollziehen kann. Einer stellt ein Produkt her, ein anderer ist unzufrieden und äußert das. Das ist das normalste der Welt. Nun, zumindest überall dort normal, wo man frei ist seine Meinung zu sagen, ohne dass einem Repressalien drohen. Und es ist ja nicht nur normal, es ist ein wichtiger, wenn nicht ein entscheidender Teil des Marktes. Wenn dir negative Äußerungen nicht zusagen, dann kannst du sie einfach ignorieren oder du kannst inhaltlich Stellung beziehen aber zu meinen, dass die Leute still sein sollen? Oder ihnen gar "hass" zu unterstellen? Sehr seltsam.VaniKa hat geschrieben: ↑06.12.2019 11:10 Ich bin inzwischen tatsächlich häufig eher auf der Seite der Studios. Ganz ehrlich, ich hätte als Spielestudio echt die Schnauze voll und hätte schon längst das Handtuch geworfen. "Entwickelt euren Scheiß doch selbst!" Mir missfällt da wirklich die Attitüde vieler Spieler und wie Forderungen gestellt werden. Es ist einfach unglaublich aggressiv inzwischen und fast immer mit einer Drohung verbunden. Kein "ich hätte da einen Vorschlag, weil es das Spielerlebnis für mich persönlich besser machen würde", sondern "das Spiel ist Dreck, erfüllt meine Forderungen und ich lasse euch leben".
Ich wünsche mir das mehr wie im Supermarkt. Da geht man rein, kauft, was einem gefällt, und lässt das stehen, was man nicht braucht oder mag.
Wenn du meinst, du würdest als Studio (du bist kein Studio aber ich nehme Mal an Leitung) so kindisch reagieren würdest, dann tja bist du nicht geeignet ein Geschäft zu führen. Das gilt übrigens auch für existierende CEOs mit Problemen mit Konsumenten. Wer hier so ein grundlegendes Problem hat, übrigens auch Verbunden mit "Drohungen" alá "oder ich kaufe euer Produkt nicht!" oder der schlechten Review, Ist grundlegend falsch in diesem Job. Wer Produkte herstellt, muss damit klar kommen, dass er nicht allein ist auf dem Markt. Konsumenten sind kein Vieh, sondern Menschen und sie haben alles Recht der Welt ihre Interessen zu äußern und mit den Werkzeugen, die dem Verbraucher gegeben sind, durchzusetzen.
Dein Beispiel mit dem Supermarkt könnte realitätsferner nicht sein. Nur so ein Beispiel:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/New_Coke
Du sprichst ja auch davon, dass Konsumenten kritisieren würden das X nicht nach X schmeckt, die Realität ist aber eher wie bei New Coke. Man bringt ein Diablo 3 heraus, das sich eben nicht wie Diablo anfühlt. Also völlig konträr zu deinen Vorstellungen stellt der Verbraucher nicht etwa die Forderung, dass Diablo doch bitteschön wie Zelda sein soll, sondern im Gegenteil, dass die Marke sich treu bleiben soll. Natürlich kann es auch gegensätzliche Fälle geben, dann will eben jemand Mal Abwechslung sehen, neue Ideen und auch das ist völlig legitim. Wie man damit ein Problem haben kann, ist mir völlig schleierhaft.
