Epic: Streitet weiter mit Silicon Knights
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USERNAME_1494092
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@ xee
leider scheinst du nicht viel ahnung von spieleentwicklung zu haben.
es wird ja nicht einfach irgend ne engine gekauft weil man gerade lust drauf hat. epic hat sicher diverse versprechungen gemacht, die dann von der engine nicht gehalten wurden. ausserdem haben auch schon anderen firmen über kleinere probleme mit der ue3 berichtet. letztens stand doch nen ganz interessanter bericht über stranglehold hier, in dem die entwickler auch meinten, dass es nicht ideal lief, da immer wieder neue teile der ue3 engine nach kamen, die man dann wieder einpflegen musste, was wiederum viel zeit raubte. ausserdem gehört zum kauf einer engine eigentlich immer ein gewisser service vertrag und wenn der nicht eingehalten wird, würde ich auch klagen, da der service das eigentliche ist, für das man so viel bezahlen muss.
ausserdem würde ich silicon knights nicht als schlechten entwickler bezeichnen. sie haben halt bis jetzt nur wenige spiele veröffentlicht. legacy of kain war ok. eternal darkness unglaublich gut und das mgs1 remake war auch klasse. sonst haben sie ja nur kleinere, ältere projekte vorzuweisen. und ganz nebenbei beschäftigt sie ihr "baby" too human ja schon seit der playstation 1 zeit.
genau so ist epic natürlich auch nen grosser name und ich glaube nicht, dass sie gegen ihre eigenen verträge verstossen.
bin mal sehr gespannt was da raus kommt.
leider scheinst du nicht viel ahnung von spieleentwicklung zu haben.
es wird ja nicht einfach irgend ne engine gekauft weil man gerade lust drauf hat. epic hat sicher diverse versprechungen gemacht, die dann von der engine nicht gehalten wurden. ausserdem haben auch schon anderen firmen über kleinere probleme mit der ue3 berichtet. letztens stand doch nen ganz interessanter bericht über stranglehold hier, in dem die entwickler auch meinten, dass es nicht ideal lief, da immer wieder neue teile der ue3 engine nach kamen, die man dann wieder einpflegen musste, was wiederum viel zeit raubte. ausserdem gehört zum kauf einer engine eigentlich immer ein gewisser service vertrag und wenn der nicht eingehalten wird, würde ich auch klagen, da der service das eigentliche ist, für das man so viel bezahlen muss.
ausserdem würde ich silicon knights nicht als schlechten entwickler bezeichnen. sie haben halt bis jetzt nur wenige spiele veröffentlicht. legacy of kain war ok. eternal darkness unglaublich gut und das mgs1 remake war auch klasse. sonst haben sie ja nur kleinere, ältere projekte vorzuweisen. und ganz nebenbei beschäftigt sie ihr "baby" too human ja schon seit der playstation 1 zeit.
genau so ist epic natürlich auch nen grosser name und ich glaube nicht, dass sie gegen ihre eigenen verträge verstossen.
bin mal sehr gespannt was da raus kommt.
- Spunior
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1. Nur weil keiner darüber redet, heißt das noch lange nicht, dass keiner Probleme hat. Beide Seiten sind jeweils Vertragspartner, da fängt man höchstens hinter vorgehaltener Hand an zu lästern, ganz bestimmt nicht in der Öffentlichkeit.Bleibt der Punkt wieso Silicon Knights die einzigen sind die solch gravierende Probleme haben wogegen alle anderen mit der UT3 engin anscheinend zurecht kommen !
2. Es haben sehr wohl schon andere darüber geredet, siehe Strangehold Post Mortem.
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USERNAME_1494092
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und was man auch nicht vergessen darf:
silicon knights haben sich quasi von der engine gelöst. andere enwickler nicht. und wenn man die engine noch benutzt ist es sicher nicht das klügste es sich mit epic zu verscherzen. ausserdem kommt es auch auf den publisher an. im fall von stranglhold wäre dass ja midway. dass man aus dieser ecke keine handfesten klagen hört versteht sich ja von selbst. und auch andere entwickler werden sicher von den publishern zurück gehalten weil sich halt teilweise noch viele andere spiele mit ue3 dieses publishers in der entwicklung befinden. ist halt alles immer noch so einfach
silicon knights haben sich quasi von der engine gelöst. andere enwickler nicht. und wenn man die engine noch benutzt ist es sicher nicht das klügste es sich mit epic zu verscherzen. ausserdem kommt es auch auf den publisher an. im fall von stranglhold wäre dass ja midway. dass man aus dieser ecke keine handfesten klagen hört versteht sich ja von selbst. und auch andere entwickler werden sicher von den publishern zurück gehalten weil sich halt teilweise noch viele andere spiele mit ue3 dieses publishers in der entwicklung befinden. ist halt alles immer noch so einfach
- KleinerMrDerb
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Sollte man sich in diesem Fall nicht vorher Informieren ob die UT3 Engine überhaupt zu meinem Projekt passt.4P|Zierfish hat geschrieben: Auch ist es irgendwie bezeichnend, dass sie eine Enginge für die sie 750k US$ hingelegt haben nicht verwenden, weil sie für ihre Bedürfnisse nichts taugt, oder nicht gut genug Untertstützt wird.
Ich denke das sich SK zu sehr darauf verlassen hat, dass mit der UT3 engine fast alles Automatisiert wird und man nur noch hier und da ein paar texturen einlesen muss und schon steht das Spiel.
Bisschen übertrieben vielleicht aber ihr wisst was ich meine.
Ich kaufe mir ja auch keinen Toaster um dann zu merken, dass ich damit keine Pizza backen kann.
- KleinerMrDerb
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Ist ja schon gutHotohori hat geschrieben:Im Gegensatz zu einem gewissen anderen hier werde ich mir aber nicht anmassen hier irgend Jemandem die Schuld für die Streiterei zu geben oder diese ins lächerliche zu ziehen, schließlich kennen wir die echten Fakten nicht wirklich.
Vielleicht hab ich bisschen übertrieben aber wie schon einige hier gesagt haben ist es doch sehr erstaunlich, dass nur 1 Entwickler so in die vollen geht und mit der Engine absolut nicht zurecht kommt.
Die Entwickler von Stranglehold können nachträglich natürlich der Engine die schuld geben aber, dass das Spiel gameplaytechnisch extrem Langweilig und Monoton war ist sicherlich nicht die Schuld von Epic im endefekt ist doch der Entwickler an dem ergebniss Schuld und nicht die Engine denn diese scheint zu funktionieren wie man an diversen Spielen sieht.
- Kajetan
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Ahh, noch so ein SpezialistKleinerMrDerb hat geschrieben: Ich denke das sich SK zu sehr darauf verlassen hat, dass mit der UT3 engine fast alles Automatisiert wird und man nur noch hier und da ein paar texturen einlesen muss und schon steht das Spiel.
Lesen wir die ersten drei Sätze der Meldung:
Mitte 2007 hatte Silicon Knights (Eternal Darkness ) Epic Games verklagt und dem Technologieanbieter vorgeworfen, den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen zu sein. Die Unreal Engine 3 habe nicht den Fertigungsstand gehabt, der einst versprochen wurde, was wiederum die Entwicklung von Too Human deutlich beeinträchtigt hätte. Epic habe einen Großteil seiner Ressourcen vor allem darauf verwendet, Gears of War zu entwickeln, statt Support für die Lizenznehmer zu leisten.
Es geht hier also in erster Linie um Support, den Epic nach Meinung von SK vertraglich hätte liefern müssen. Und um die Nichteinhaltung von zuvor gemachten Verprechungen und Zusagen.
Aber nein, stattdessen wird wild drauf los spekuliert ...
- Cardinals
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Naja für 750'000 Dollar kriegst du die Lizenz und die Updates, ob da was von Support gestanden hat, möchte ich mal bezweifeln. Normalerweise wäre dann der Preis um ein vielfaches höher, da der Anbeiter nicht abschätzen kann wie oft der Kunde den Support brauchen wird. Oder man arbeitet auf Stundenbasis, wobei dass für Silicon Knights sehr teuer hätte werden können.
- KleinerMrDerb
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Was sind denn Support und nicht eingehaltene Versprechungen??Kajetan hat geschrieben:
Es geht hier also in erster Linie um Support, den Epic nach Meinung von SK vertraglich hätte liefern müssen. Und um die Nichteinhaltung von zuvor gemachten Verprechungen und Zusagen.
Aber nein, stattdessen wird wild drauf los spekuliert ...
Kann im Endefekt alles sein, also viel Freiraum zum spekulieren
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The-Xee
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Ich glaube das wirkliche Problem mit Silicon Knights ist das sie kurz vor dem aus stehen !
Sie haben seit Jahren kein game mehr Produziert welches Geld in die Kasse spült wen der Deal mit M$ nicht gewesen wäre dann würde es die heute bestimmt nicht mehr geben.
Und jetzt hat man das Gefühl das sie sich mit Too Human in eine ecke manövriert haben aus der sie nicht mehr raus kommen und was macht ne Ratte die in die ecke gedrängt wurde ja richtig sie greift an.
Sie haben seit Jahren kein game mehr Produziert welches Geld in die Kasse spült wen der Deal mit M$ nicht gewesen wäre dann würde es die heute bestimmt nicht mehr geben.
Und jetzt hat man das Gefühl das sie sich mit Too Human in eine ecke manövriert haben aus der sie nicht mehr raus kommen und was macht ne Ratte die in die ecke gedrängt wurde ja richtig sie greift an.
- Zierfish
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@Xee
@Pascal bei 750k is garantiert schon der support dabei (und selbst wenn nicht scheint SK dennoch dafür bezahlt zu haben, sonst würden sie sich nicht darüber beschweren, etwas nicht erhalten zu haben, für das sie nicht gezahlt haben oder? Warum sollten sie sonst klagen, wenn sie glauben zu verlieren?!?!)
Außerdem wird support nicht unbedingt auf Stundenbasis berechnet...
wenn du dir Windows kaufst (nicht die SB-Edition) zahlst du hunderte von € auch allein für den support, OHNE Stundenabrechnung...
wenn du dir ein Auto kaufst, dann zahlst du einen gewissen Teil auch für den Support, obwohl es kunden gibt, die keine 12h einen Verkäufer quälen, sondern reingehen sagen: "DAS" und aus....
@Kajetan
wenigstens einer der lesen kann
@KleinerMrDerb
wieso sollte die Engine nicht passen? Weiß nicht, ob du jetzt alle posts gelesen hast, aber es geht darum, dass der support nicht ausreichend war um exakt (im Zeitplan liegend) arbeiten zu können...
das ist ein Vertragsbruch seitens Epic -> Schadensersatzforderungen....
weia scheint das alles kompliziert zu sein

@Pascal bei 750k is garantiert schon der support dabei (und selbst wenn nicht scheint SK dennoch dafür bezahlt zu haben, sonst würden sie sich nicht darüber beschweren, etwas nicht erhalten zu haben, für das sie nicht gezahlt haben oder? Warum sollten sie sonst klagen, wenn sie glauben zu verlieren?!?!)
Außerdem wird support nicht unbedingt auf Stundenbasis berechnet...
wenn du dir Windows kaufst (nicht die SB-Edition) zahlst du hunderte von € auch allein für den support, OHNE Stundenabrechnung...
wenn du dir ein Auto kaufst, dann zahlst du einen gewissen Teil auch für den Support, obwohl es kunden gibt, die keine 12h einen Verkäufer quälen, sondern reingehen sagen: "DAS" und aus....
@Kajetan
wenigstens einer der lesen kann
@KleinerMrDerb
wieso sollte die Engine nicht passen? Weiß nicht, ob du jetzt alle posts gelesen hast, aber es geht darum, dass der support nicht ausreichend war um exakt (im Zeitplan liegend) arbeiten zu können...
das ist ein Vertragsbruch seitens Epic -> Schadensersatzforderungen....
weia scheint das alles kompliziert zu sein
- KleinerMrDerb
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Naja aber was versteht man denn in diesem Fall von SUPPORT?4P|Zierfish hat geschrieben: @KleinerMrDerb
wieso sollte die Engine nicht passen? Weiß nicht, ob du jetzt alle posts gelesen hast, aber es geht darum, dass der support nicht ausreichend war um exakt (im Zeitplan liegend) arbeiten zu können...
das ist ein Vertragsbruch seitens Epic -> Schadensersatzforderungen....
weia scheint das alles kompliziert zu sein
Haben die jeden halbe Stunde bei Epic angerufen, weil sie mal wieder keine Ahnung hatten wie das Produkt was gekauft wurde funktioniert?
Wenn es so in der Art war dann kann ich mir vorstellen das die Entwicklung auf der Stelle tritt.
Denn selbst der Support kann nicht jedes Missverständniss/Fehler innerhalb von Sekunden lösen.
- Doc Shock
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Was man auch bedenken sollte: Im Rahmen früherer Berichte zu diesem Rechtsstreit habe ich gelesen, dass es nicht das erste Mal zu sein scheint, dass Silicon Knights einen Prozess anstrengt, weil Sie sich ungerecht behandelt fühlen. Angeblich soll Geschäftsführer Dennis Dyack eine nicht sonderlich umgängliche Person sein, ist schnell angepisst, nimmt alles persönlich und klagt dann erst mal. Wie gesagt, das sind Gerüchte. Dass Silicon Knights aber schon mehrfach aus ähnlichen Gründen geklagt hat, scheint dagegen beweisbar zu sein (leider habe ich die Quelle nicht mehr im Kopf, weiß nicht, wo ich dass damals gelesen hatte. Einfach mal Googeln).
Fakt ist, mit einer Engine-Lizenz erwirbt man kein fertiges Produkt, sondern eine sich kontinuierlich weiterentwickelnde Sammlung von Tools und Codegrundlagen, die einem die Entwicklung von Teilaspekten eines Spiels leichter machen. Dazu kommt dann noch der Support, im Falle von Epic wäre das, neben persönlicher Beratung bei Bedarf, vor allem der Zugang zum Unreal Developer Network, in dem sich alle Lizenznehmer und Engine-Entwickler untereinander austauschen können. Trotzdem ist jede Engine immer nur eine Sammlung rudimentärer Grundlagen und benötigt daher immer intensive Anpassungen seitens des Lizenznehmers, das ist vollkommen normal und Teil der geschäftlichen Vereinbarung.
Genauso muss man sich eben darauf einstellen, dass sich die Engine weiterentwickelt und man ständig Neuerungen einpflegen muss. Das ist ein Risiko, dessen man sich bewusst sein muss, wenn man die Lizenz für eine Engine kauft, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. Das ist halt der Preis, wenn man mit zu den Ersten gehören will, die eine neue Grafikgeneration einläuten wollen.
Wer heute die Lizenz erwirbt, bekommt natürlich ein wesentlich stabileres Produkt als damals, da Epic durch die Entwicklung von GoW und UT3 viel dazu gelernt hat, wie die Engine auf die verschiedenen Plattformen zu optimieren ist. Dieses Wissen gaben Sie natürlich an die Lizenznehmer weiter, mussten es sich aber erst mal selbst aneignen und dazu gibt es kaum einen besseren Weg, als selbst ein Spiel zu entwickeln.
Von daher ist der Vorwurf von SK dann doch eigentlich ziemlich lächerlich:
Sie werfen Epic vor, lieber GoW entwickelt zu haben, als weiter an der Engine zu schrauben, obwohl bei Epic natürlich beides Hand in Hand ging (verschiedene Teams). Die UE3 würde heute nicht mal annähernd so gut auf der 360 laufen, hätte Epic GoW nicht entwickelt und aus der Entwicklung gelernt. Bis kurz vor dem GoW-Release hat Epic noch an der Engine geschraubt, um es auf die Box zu optimieren und hat dann im Anschluss diese Neuerungen den Lizenznehmern zukommen lassen.
Silicon Knights kam dies aber viel zu spät und sie behaupteten, Epic hätte absichtlich Engine-Updates bis zum GoW-Release zurückgehalten, um selbst besser dazustehen. Und das halte ich, sorry, für absoluten Quatsch. Epic lebt hauptsächlich von den Engine-Lizenzen, warum um alles in der Welt sollten Sie absichtlich ihren Geschäftspartnern schaden? Zumal Sie auch keine Kristallkugel hatten, die ihnen gesagt hat, dass GoW der Mega-Smashhit werden würde, der es dann nun mal war. Sie haben natürlich gehofft, dass es sich gut verkaufen wird, aber niemand hat dort ernsthaft mit diesen extrem hohen Millionenabverkäufen gerechnet. Nein, GoW war die Marmelade für Epic, aber die Lizenzen sind sind für sie nach wie vor das Brot und die Butter. Das lässt man nicht sauer werden, nur damit die Marmelade im Gegenzug etwas süßer erscheint.
Dass erst nach dem Release von GoW die XBox-Optimierungen in die neue Engine-Version eingeflossen sind ist doch sowieso sehr nachvollziehbar:
Bis kurz vor Gold wurde die Engine eben noch grundlegenden Änderungen unterzogen und war ständig im Fluss. Was hätten die Lizenznehmer denn gesagt, wenn dauernd neue, aber unfertige, unstabile Alpha- und Betaversionen der Engine als offizielle Updates veröffentlicht worden wären, mit Änderungen, die im nächsten Update schon wieder hinfällig gewesen wären? Das wäre ein Grund zur Klage gewesen, wegen unnötiger Mehrarbeit und Mangel an Zuverlässigkeit des Produkts. Aber Epic hat stattdessen bis zum Schluss weiteroptimiert und erst als alles stabil lief, den neuen Code weitergegeben. Definitiv die bessere Wahl.
Das Einzige, was man ihnen also vorwerfen könnte, ist, für diese Weiterentwicklung länger gebraucht zu haben, als sie ursprünglich angenommen haben. Würde also tatsächlich etwas wie "an genau diesem Tag wird die Engine dieses und jenes Entwicklungsstadium erreicht haben" im Lizenzvertrag stehen, könnte Epic doch noch Probleme bekommen. Aber ich bezweifle, dass so etwas dort stand, denn solche Klauseln sind Selbstmord in der Softwarebranche, da man es immer mit schwer zu planenden Projekten zu tun hat, bei denen es immer mal zu Verzögerungen kommen kann. Da sichert man sich vorher eigentlich immer rechtlich ab.
Fakt ist, mit einer Engine-Lizenz erwirbt man kein fertiges Produkt, sondern eine sich kontinuierlich weiterentwickelnde Sammlung von Tools und Codegrundlagen, die einem die Entwicklung von Teilaspekten eines Spiels leichter machen. Dazu kommt dann noch der Support, im Falle von Epic wäre das, neben persönlicher Beratung bei Bedarf, vor allem der Zugang zum Unreal Developer Network, in dem sich alle Lizenznehmer und Engine-Entwickler untereinander austauschen können. Trotzdem ist jede Engine immer nur eine Sammlung rudimentärer Grundlagen und benötigt daher immer intensive Anpassungen seitens des Lizenznehmers, das ist vollkommen normal und Teil der geschäftlichen Vereinbarung.
Genauso muss man sich eben darauf einstellen, dass sich die Engine weiterentwickelt und man ständig Neuerungen einpflegen muss. Das ist ein Risiko, dessen man sich bewusst sein muss, wenn man die Lizenz für eine Engine kauft, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. Das ist halt der Preis, wenn man mit zu den Ersten gehören will, die eine neue Grafikgeneration einläuten wollen.
Wer heute die Lizenz erwirbt, bekommt natürlich ein wesentlich stabileres Produkt als damals, da Epic durch die Entwicklung von GoW und UT3 viel dazu gelernt hat, wie die Engine auf die verschiedenen Plattformen zu optimieren ist. Dieses Wissen gaben Sie natürlich an die Lizenznehmer weiter, mussten es sich aber erst mal selbst aneignen und dazu gibt es kaum einen besseren Weg, als selbst ein Spiel zu entwickeln.
Von daher ist der Vorwurf von SK dann doch eigentlich ziemlich lächerlich:
Sie werfen Epic vor, lieber GoW entwickelt zu haben, als weiter an der Engine zu schrauben, obwohl bei Epic natürlich beides Hand in Hand ging (verschiedene Teams). Die UE3 würde heute nicht mal annähernd so gut auf der 360 laufen, hätte Epic GoW nicht entwickelt und aus der Entwicklung gelernt. Bis kurz vor dem GoW-Release hat Epic noch an der Engine geschraubt, um es auf die Box zu optimieren und hat dann im Anschluss diese Neuerungen den Lizenznehmern zukommen lassen.
Silicon Knights kam dies aber viel zu spät und sie behaupteten, Epic hätte absichtlich Engine-Updates bis zum GoW-Release zurückgehalten, um selbst besser dazustehen. Und das halte ich, sorry, für absoluten Quatsch. Epic lebt hauptsächlich von den Engine-Lizenzen, warum um alles in der Welt sollten Sie absichtlich ihren Geschäftspartnern schaden? Zumal Sie auch keine Kristallkugel hatten, die ihnen gesagt hat, dass GoW der Mega-Smashhit werden würde, der es dann nun mal war. Sie haben natürlich gehofft, dass es sich gut verkaufen wird, aber niemand hat dort ernsthaft mit diesen extrem hohen Millionenabverkäufen gerechnet. Nein, GoW war die Marmelade für Epic, aber die Lizenzen sind sind für sie nach wie vor das Brot und die Butter. Das lässt man nicht sauer werden, nur damit die Marmelade im Gegenzug etwas süßer erscheint.
Dass erst nach dem Release von GoW die XBox-Optimierungen in die neue Engine-Version eingeflossen sind ist doch sowieso sehr nachvollziehbar:
Bis kurz vor Gold wurde die Engine eben noch grundlegenden Änderungen unterzogen und war ständig im Fluss. Was hätten die Lizenznehmer denn gesagt, wenn dauernd neue, aber unfertige, unstabile Alpha- und Betaversionen der Engine als offizielle Updates veröffentlicht worden wären, mit Änderungen, die im nächsten Update schon wieder hinfällig gewesen wären? Das wäre ein Grund zur Klage gewesen, wegen unnötiger Mehrarbeit und Mangel an Zuverlässigkeit des Produkts. Aber Epic hat stattdessen bis zum Schluss weiteroptimiert und erst als alles stabil lief, den neuen Code weitergegeben. Definitiv die bessere Wahl.
Das Einzige, was man ihnen also vorwerfen könnte, ist, für diese Weiterentwicklung länger gebraucht zu haben, als sie ursprünglich angenommen haben. Würde also tatsächlich etwas wie "an genau diesem Tag wird die Engine dieses und jenes Entwicklungsstadium erreicht haben" im Lizenzvertrag stehen, könnte Epic doch noch Probleme bekommen. Aber ich bezweifle, dass so etwas dort stand, denn solche Klauseln sind Selbstmord in der Softwarebranche, da man es immer mit schwer zu planenden Projekten zu tun hat, bei denen es immer mal zu Verzögerungen kommen kann. Da sichert man sich vorher eigentlich immer rechtlich ab.
- Cardinals
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Du musst dir des ja auch nicht wie bei Windows vorstellen, sondern wie eine Offerte / Lizenz die die ausgehandelt haben und in der Support in irgendeiner Form angeboten wurde. Und Support ist halt auslegungssache, wenn die bei den Rittern so viele Probleme hatten, reicht ein Telefonanruf nicht da muss ein Profi vielleicht über Wochen helfen.4P|Zierfish hat geschrieben:@Xee![]()
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@Pascal bei 750k is garantiert schon der support dabei (und selbst wenn nicht scheint SK dennoch dafür bezahlt zu haben, sonst würden sie sich nicht darüber beschweren, etwas nicht erhalten zu haben, für das sie nicht gezahlt haben oder? Warum sollten sie sonst klagen, wenn sie glauben zu verlieren?!?!)
Außerdem wird support nicht unbedingt auf Stundenbasis berechnet...
wenn du dir Windows kaufst (nicht die SB-Edition) zahlst du hunderte von € auch allein für den support, OHNE Stundenabrechnung...
- KleinerMrDerb
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- Zierfish
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ja und genau der Punkt wie viel "support" waren bei den 750k dabei ist doch die Frage, die es letztlich ausmacht wer hier eigentlich Recht hat und Recht bekommt....
das könnt ihr nicht wissen und auch ich weiß es nicht, es ist nur einfach lächerlich SK in den Dreck zu ziehen ohne Details zu kennen, und das nervt mich hier. Ob Epic oder SK scheisse gebaut hat ist mir sowas von Latte
nur Leute, die Urteilen ohne Ahnung zu haben kotzen mich an!
das könnt ihr nicht wissen und auch ich weiß es nicht, es ist nur einfach lächerlich SK in den Dreck zu ziehen ohne Details zu kennen, und das nervt mich hier. Ob Epic oder SK scheisse gebaut hat ist mir sowas von Latte
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