Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
"Aktualisierung vom 12. Oktober 2016, 11:30 Uhr:
Mittlerweile wurde Duke Nukem 3D: 20th Anniversary Edition World Tour in digitaler Form veröffentlicht, aber die Konsolen-Umsetzungen (PS4 und Xbox One) stehen in Deutschland nicht zur Verfügung. Bei Steam wird die PC-Version hingegen angeboten (keine Regionalsperre). Da die überarbeitete Neuauflage des Shooters in Österreich für PS4 und Xbox One aber erhältlich ist, bleibt der deutsche Markt wohl aufgrund der Vorgeschichte des indizierten Grundspiels - und von Beschränkungen bei den digitalen Vertriebsplattformen von Microsoft und Sony - außen vor."
http://www.4players.de/4players.php/spi ... em_3D.html
also gibt es das spiel auch bald im deutschen PS4-Store?
Mittlerweile wurde Duke Nukem 3D: 20th Anniversary Edition World Tour in digitaler Form veröffentlicht, aber die Konsolen-Umsetzungen (PS4 und Xbox One) stehen in Deutschland nicht zur Verfügung. Bei Steam wird die PC-Version hingegen angeboten (keine Regionalsperre). Da die überarbeitete Neuauflage des Shooters in Österreich für PS4 und Xbox One aber erhältlich ist, bleibt der deutsche Markt wohl aufgrund der Vorgeschichte des indizierten Grundspiels - und von Beschränkungen bei den digitalen Vertriebsplattformen von Microsoft und Sony - außen vor."
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- muecke-the-lietz
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Das ist in der Tat eine sehr gute Fragepadi3 hat geschrieben:"Aktualisierung vom 12. Oktober 2016, 11:30 Uhr:
Mittlerweile wurde Duke Nukem 3D: 20th Anniversary Edition World Tour in digitaler Form veröffentlicht, aber die Konsolen-Umsetzungen (PS4 und Xbox One) stehen in Deutschland nicht zur Verfügung. Bei Steam wird die PC-Version hingegen angeboten (keine Regionalsperre). Da die überarbeitete Neuauflage des Shooters in Österreich für PS4 und Xbox One aber erhältlich ist, bleibt der deutsche Markt wohl aufgrund der Vorgeschichte des indizierten Grundspiels - und von Beschränkungen bei den digitalen Vertriebsplattformen von Microsoft und Sony - außen vor."
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- an_druid
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Halleluja, ich darfs mir jetzt kaufen..wieder 
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Sokrates Schmitt
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
X wirkt auf Y und Z (Zeit) moderiert den Effekt.SethSteiner hat geschrieben:Die unterschiedliche Zeit ist irrelevant. Wenn X eine Wirkung Y haben soll, muss sie das immer haben. Man kann eben nicht sagen, heute ist Duke Nukem 3D jugendgefährdend und morgen ist es das nicht. Da aber eine Jugendgefährdung ohnehin nie nachgewiesen wurde, ist das alles sowieso hinfällig.
Wenn ein deutscher Richter (X) einen Kriegsdienstverweigerer (Y) im Jahre 1941 (Z) zum Tode verurteilt, dann hat das eine unterschiedliche Wirkung in der Beurteilung zur Folge als 10 Jahre später^^ um mal ein historisches Beispiel zu bemühen.
Nö, sind nicht immer nur zwei Variablen die irgendwas miteinander zu tun haben.
Grüße aus der Wissenschaft
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Jim Panse
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Es geht allerdings nicht darum ob X die Wirkung Y hat, sondern ob Y gerade moralisch verpönt ist. Und die Moral ändert sich mit der Zeit.SethSteiner hat geschrieben:Die unterschiedliche Zeit ist irrelevant. Wenn X eine Wirkung Y haben soll, muss sie das immer haben. Man kann eben nicht sagen, heute ist Duke Nukem 3D jugendgefährdend und morgen ist es das nicht. Da aber eine Jugendgefährdung ohnehin nie nachgewiesen wurde, ist das alles sowieso hinfällig.
Oder auf den Punkt gebracht: Die Jugend is eh schon im Arsch. Gewalt gibts überall zu sehen. Da sind die paar roten Pixel nen Scheiß gegen.
Edit: missverständlichen Vergleich entfernt
- SethSteiner
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Das mag teilweise stimmen, die aufgestellte Behauptung ist aber nicht etwa, dass Duke Nukem 3D moralisch verpönt ist, sondern dass Duke Nukem 3D jugendgefährdend ist. Daher ist Z, die Zeit irrelevant. Wenn etwas eine Gefährdung aufweist, ist das unabhängig von der Zeit, das menschliche Gehirn hat sich ja nicht verändert und seine Psyche damit ebensowenig. Wenn Duke Nukem 3D also eine Gefährdung aufweist, muss dieselbe Wirkung auch heute noch bei der Jugend erzielt werden. Gerade Wissenschaft ist da ein guter Punkt, denn die Naturgesetze verändern sich nicht. Es ist egal ob ich ein Experiment vor einer Million, einer halben Million oder heute durchführe, solang ich nichts am Aufbau verändere, muss man zum selben Ergebnis kommen. Also entweder von Duke Nukem 3D geht eine Jugendgefährdung aus oder eben nicht. Es ließe sich beweisen, in dem man Opfer von Duke Nukem 3D findet, scheinbar existieren dieseaber nicht und das ist eben auch der Grund, warum sovieles nicht mehr Jugendgefährdend eingestuft wird. Man nehme nur Tanz der Teufel als Beispiel, das nun ab 16 Jahren freigegeben ist. Offensichtlich können diese Dinge eben doch niemanden schaden, entsprechend kann man auch Indizierungen nicht aufrechterhalten.
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Liesel Weppen
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Jugendgefährdent reicht nicht für den Index, dafür gibts und gabs auch damals schon "ab 18".SethSteiner hat geschrieben:Das mag teilweise stimmen, die aufgestellte Behauptung ist aber nicht etwa, dass Duke Nukem 3D moralisch verpönt ist, sondern dass Duke Nukem 3D jugendgefährdend ist.
Der Aufbau hat sich aber verändert, die Erde hat sich 15 Jahre weitergedreht.SethSteiner hat geschrieben: Es ist egal ob ich ein Experiment vor einer Million, einer halben Million oder heute durchführe, solang ich nichts am Aufbau verändere, muss man zum selben Ergebnis kommen.
Oder Kinder/Jugendliche werden heute auch schon vor 16 (oder 18) ganz anders sensibilisiert als noch vor 15-20 Jahren. Das hat nunmal auch viel mit Erziehung und Bildung zu tun, und die ist heute nunmal doch um einiges anders als vor 15 Jahren. Wie gesagt: Der Aufbau hat sich sehr wohl verändert.SethSteiner hat geschrieben: Man nehme nur Tanz der Teufel als Beispiel, das nun ab 16 Jahren freigegeben ist. Offensichtlich können diese Dinge eben doch niemanden schaden, entsprechend kann man auch Indizierungen nicht aufrechterhalten.
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Duke Nukem ist definitiv nicht Jugendgefährdend. Weder damals noch heute. Ich wurde weder ein Mörder noch ein Psychokiller als Ich Duke Nukem 3D, Resident Evil 1 Directors Cut und Resident Evil 2 unter 18 Jahren gespielt habe. Ich wurde in keiner Weise weniger sozial als mein Umfeld. Jegliche sozialen Probleme die Ich habe bzw. hatte kommen aus ganz anderen und vor allem sehr "realen" Ecken.
Wer sich den Schuh anzieht, dass Spiele irgendeinen "Jugendlichen" mit einer "normal entwickelten" Psyche irgendwie negativ beeinträchtigen, der kann sich auch gleich ins Killerspiele Lager gesellen und soll bitte all sein Gaming Equipment samt Games verbrennen.
Wer sich den Schuh anzieht, dass Spiele irgendeinen "Jugendlichen" mit einer "normal entwickelten" Psyche irgendwie negativ beeinträchtigen, der kann sich auch gleich ins Killerspiele Lager gesellen und soll bitte all sein Gaming Equipment samt Games verbrennen.
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Nur so am Rande: Ich hab die Originalverpackung von 1996 noch und darauf steht gar: "Achtung: Nicht geeignet für Personen unter 16 Jahren!"Liesel Weppen hat geschrieben:Jugendgefährdent reicht nicht für den Index, dafür gibts und gabs auch damals schon "ab 18".
Ich war 15 und glaube, die schlimmsten Nebenwirkungen waren sinnlos vor dem Build-Leveleditor verbratene Nächte.
- SethSteiner
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Die Erde hat sich 15 Jahre weitergedreht, was richtig ist aber wir sprechen hier von Psychologie und der Mensch hat sich wohl in 15 Jahren evolutionär nicht nennenswert entwickelt. Aber das ist notwendig, damit sich der hypthetische Versuchsaufbau verändert. Ohne eine Änderung der menschlichen Psyche, ist die Psyche dieselbe. Es ist doch merkwürdig, dass bei Videospielen angeblich die Psychologie sich immer ändert, bei anderen psychologischen Themen man aber sicher nicht darauf kommen würde soetwas zu unterstellen, gutes Beispiel hierfür wäre PTSD. Diese ganz reale psychische Trauma können Menschen erleiden, ganz egal wie oft sich die Erde um die Sonne gedreht hat.Liesel Weppen hat geschrieben:Jugendgefährdent reicht nicht für den Index, dafür gibts und gabs auch damals schon "ab 18".SethSteiner hat geschrieben:Das mag teilweise stimmen, die aufgestellte Behauptung ist aber nicht etwa, dass Duke Nukem 3D moralisch verpönt ist, sondern dass Duke Nukem 3D jugendgefährdend ist.
Der Aufbau hat sich aber verändert, die Erde hat sich 15 Jahre weitergedreht.SethSteiner hat geschrieben: Es ist egal ob ich ein Experiment vor einer Million, einer halben Million oder heute durchführe, solang ich nichts am Aufbau verändere, muss man zum selben Ergebnis kommen.
Oder Kinder/Jugendliche werden heute auch schon vor 16 (oder 18) ganz anders sensibilisiert als noch vor 15-20 Jahren. Das hat nunmal auch viel mit Erziehung und Bildung zu tun, und die ist heute nunmal doch um einiges anders als vor 15 Jahren. Wie gesagt: Der Aufbau hat sich sehr wohl verändert.SethSteiner hat geschrieben: Man nehme nur Tanz der Teufel als Beispiel, das nun ab 16 Jahren freigegeben ist. Offensichtlich können diese Dinge eben doch niemanden schaden, entsprechend kann man auch Indizierungen nicht aufrechterhalten.
Das große Problem, wie schon genannt, ist aber ohnehin dass man die angebliche Gefahr auf die Psyche schon damals nicht nachgewiesen, sondern nur behauptet hat. Und jetzt sagst du, man ist halt anders sensibiliert, Erziehung, Bildung. Das ist nicht nur äußerst vage, sondern einfach eine weitere Behauptung. Wo ist der Nachweis der Jugendgefährdung von Duke Nukem 3D? Wie sieht diese Jugendgefährdung aus? Was passiert mit den minderjährigen Personen? Wo sind die Opferzahlen? Wieso sieht diese Sensibilisierung aus? Wie war die Erziehung 1996 und wie war sie 2017 und wieso sorgt die Erziehung 1996 dafür, dass jemand durch Duke Nukem 3D geschädigt wird, 2017 aber nicht? Wie hat sich die Bildung verändert und welche Wirkung hat diese Bildung in Bezug auf Duke Nukem 3D?
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Liesel Weppen
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Die Psyche verändert sich aber doch. Menschen sind unterschiedlich sensibilisiert. Je nachdem was sie erlebt haben, wie sie erzogen wurden, was sie gelernt haben. Und das sieht heute eben nicht mehr so aus wie vor 15 Jahren.SethSteiner hat geschrieben: Die Erde hat sich 15 Jahre weitergedreht, was richtig ist aber wir sprechen hier von Psychologie und der Mensch hat sich wohl in 15 Jahren evolutionär nicht nennenswert entwickelt. Aber das ist notwendig, damit sich der hypthetische Versuchsaufbau verändert. Ohne eine Änderung der menschlichen Psyche, ist die Psyche dieselbe.
Das ist doch völlig offensichtlich, oder willst du mir weiß machen, jemand der z.B. in einem Krieg aufgewachsen ist hätte die selbe Einstellung zu Gewalt, als jemand der in Watte verpackte in völligem Überfluss aufgewachsen ist.
Das ist nicht merkwürdig, sondern das ist sogar eine Erklärung. PTSD erleidet eben nicht jeder und die die es haben, unterschiedlich stark. Andere Menschen kippen schon um, wenn sie nur echtes Blut sehen. Daraus folgt: Es kann sich auswirken, muss aber nicht.SethSteiner hat geschrieben: Es ist doch merkwürdig, dass bei Videospielen angeblich die Psychologie sich immer ändert, bei anderen psychologischen Themen man aber sicher nicht darauf kommen würde soetwas zu unterstellen, gutes Beispiel hierfür wäre PTSD. Diese ganz reale psychische Trauma können Menschen erleiden, ganz egal wie oft sich die Erde um die Sonne gedreht hat.
Ich glaube nachwievor auch, dass sich durchaus Videospiele auswirken können, z.B. wenn da ein (sehr) labiler Mensch dran gesetzt wird. Auf die meisten Menschen trifft das aber ja gar nicht zu.
Ich habe nicht behauptet, das die Indizierung wissenschaftlich begründet war, oder das sie es besser hätte sein sollen. Ich habe nur gesagt, dass sich die Einstellung zum Grund der Indizierung, nämlich Gewalt(darstellung) geändert hat.SethSteiner hat geschrieben: Das große Problem, wie schon genannt, ist aber ohnehin dass man die angebliche Gefahr auf die Psyche schon damals nicht nachgewiesen, sondern nur behauptet hat. Und jetzt sagst du, man ist halt anders sensibiliert, Erziehung, Bildung. Das ist nicht nur äußerst vage, sondern einfach eine weitere Behauptung. Wo ist der Nachweis der Jugendgefährdung von Duke Nukem 3D? Wie sieht diese Jugendgefährdung aus? Was passiert mit den minderjährigen Personen? Wo sind die Opferzahlen? Wieso sieht diese Sensibilisierung aus?
Mir ist übrigens auch keine Studie bekannt, die nachweißen würde, dass sich Videospiele nicht negativ auswirken können.
Zudem war das 1996 alles noch relativ neu. Das ging ja erst 5 Jahre früher mit Wolfenstein und Doom los. Da konnte man noch gar keine Studien, bzw Ergebnisse aus selbigen haben, selbst wenn damals schon Studien in Arbeit gewesen wären, also im Zweifel erstmal verbieten, nicht das doch noch was passiert, was man noch gar nicht absehen kann.
Noch dazu war das eine abslute Nische und betraf gar nicht soviel Leute. Heute hat zwar "jeder" mindestens einen PC/PS/XB zuhause und zockt (oder hat zumindest mal), damals 1996 hatten die meisten Leute noch nichtmal einen Computer mit dem sie das potentiell gefährdende Gut überhaupt nutzen hätten können.
In einer idealen Welt wäre sowas wohl wissenschaftlich begründet, ja, aber man neigt im Zweifelsfall bei Verdacht auf Gefährdung dazu, die Gefährdung eher zu meiden, statt mit "wird schon nichts passiern" ranzugehen.
Da hat also auch wiederrum nur die reine Zeit gereicht um Erfahrungen dazu zu sammeln und man hat rein aus Erfahrung gemerkt, aber immernoch nicht wissenschaftlich bewiesen, dass es sich wohl doch nicht negativ auswirkt.
Und vielleicht sogar nebenbei bemerkt, dass die Indizierung nicht sonderlich viel gebracht hat, ich jedenfalls kenne niemanden, der diverse indizierte Spiele oder Filme nicht trotzdem gespielt oder gesehen hat.
Man hat nur gedacht, dass es schädigen könnte. 20 Jahre später hat man einfach gesehen, dass es sich trotz (wenig effektiver) Indizierung nicht ausgewirkt hat. In den 20 Jahren soll sich nichts geändert haben? Echt jetzt? Das war noch 20 Jahre näher am zweiten Weltkrieg, viel mehr Leute hatten noch echte Erfahrungen damit und dementsprechend ihre Kinder anders erzogen. Wir haben früher noch im Sandkasten Sand gegessen und wenn man sich ein Knie aufgeschürft hatte, weil man vom Fahrrad gefallen ist, dann kam da ein Pflaster drauf und gut. Heute ist es ein bisschen übertrieben so, dass die Eltern ihren Kindern alle 5 Minuten die Hände desinfizieren und wenn ein Kind sich mal ein Knie aufschüft, steht es 10 Minuten später in der Notaufnahme. Aber nein, natürlich hat sich nichts in den 20 Jahren geändert, und das hat auch sicherlich keine Auswirkungen auf das Kind, wenn es mal erwachsen ist. Ich will auch gar nicht beurteilen, ob diverse Änderungen gut oder schlecht sind, das spielt in dem Zusammenhang auch gar keine Rolle, aber es hat sich eben doch sehr viel massiv geändert.SethSteiner hat geschrieben:Wie war die Erziehung 1996 und wie war sie 2017 und wieso sorgt die Erziehung 1996 dafür, dass jemand durch Duke Nukem 3D geschädigt wird, 2017 aber nicht? Wie hat sich die Bildung verändert und welche Wirkung hat diese Bildung in Bezug auf Duke Nukem 3D?
1996 war unter 1000 Leuten vielleicht ein Vegetarier. Heute ist ja gefühlt fast jeder zweite Vegetarier, wenn nicht sogar Veganer. Dabei ist hier sogar bewiesen, dass Fleisch nicht schädlich ist, sogar im Gegenteil, dass der Verzicht auf Fleisch wenn man nicht aufpasst zu Nährstoffmangel. Wurden früher Kühe anders geschlachtet, oder warum sollte man das tun? Vorallem, warum sollte man soagr sein Kind vegetarisch "erziehen", nur weil man selbst Vegetarier ist?
Es gibt keinen Grund, man hat heute dazu nur eben eine andere Einstellung als noch vor 20 Jahren.
Es hat sich nicht nur die Einstellung zur Gewalt geändert, es hat sich sehr vieles geändert. Ganz massiv z.B. auch der Umgang mit Sexualität. Man ist heute einfach viel offener und freizügiger.
- SethSteiner
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Ja die Psyche verändert sich natürlich. Es ist ein Unterschied, ob wir von einem Individuum sprechen oder von unserer Spezies. Die Psyche unserer Spezies hat sich nicht verändert, der Mensch ist so anfällig für PTSD wie er es schon immer war. Natürlich ist ein Individuum nicht die ganze Menschheit und die Psychologie ist eine extrem komplexe Geschichte mit zig Faktoren die hineinfließen, weshalb man nicht ohne einen Menschen zu kennen ein Urteil über seine individuelle Psychologie fällen könnte. Das ist halt auch eines der Probleme der Unterstellung von Jugendgefährdung bei Medien, man nimmt sich eine sehr spezifische Gruppe von Menschen und sagt einfach "Das ist gefährdend", Ende. Das mag sogar eine vage Basis in tatsächlicher Psychologie haben nehmen wir bspw. die Reaktion auf Gore, die sich bei vielen Menschen durch Ekel und Abscheu zeigt aber von der wahrscheinlichen Ekel-Reaktion zu gefährdungswürdigen Dingen wie einem Trauma ist es halt sehr weit.
Wenn etwas das gestern noch ein Trauma hervorrief, heute noch noch Ekel erregt, muss auch die Veränderung bedeutsam sein. Das führt zu Extremen. Entweder die Menschen waren früher bspw. beim Thema Gewalt dieser in keinster Weise ausgesetzt, so dass die plötzliche Berührung damit entsprechend zu einem Schock führt oder aber das menschliche Gehirn hat eine evolutionäre Veränderung erfahren. Beides ist auszuschließen. Hier liegt sogar ein großes Problem begraben, denn ausgerechnet der Jugend wird generalisierend eine besondere Empfindsamkeit unterstellt, obwohl genau diese Zeit es ist die den Menschen erst formt, in dem er die verschiedensten Erfahrungen macht. Es müsste dementsprechend nach eigentlich eher eine Erwachsenengefährdung geben, denn ein Mensch der niemals mit dem Tod in Berührung ist, müsste aufgrund seiner mangelhaften Erfahrung oder im Extrem dem kompletten Unwissen demgegenüber bei einer Berührung entsprechend einen Schock erleiden. Die Zeit des Lernens, zu verstehen wie die Welt vom Kleinen bis ins Große funktioniert, die Formung der Persönlichkeit, ist schon abgeschlossen. Wenn nun aber alles in Frage gestellt wird, was man zu Wissen glaubte, dann ist das doch weit gravierender als wenn man während des Lernprozesses mit Neuen konfrontiert wird.
Und der Unterschied zwischen PTSD und der angeblichen Auswirkung von Videospielen ist sehr merklich. PTSD erleidet nicht jeder, das ist richtig aber die Auswirkungen auf Videospielen sollten sehr wohl für jeden oder zumindest eine relevante Anzahl Minderjähriger gelten. PTSD ist eine anerkannte, reale Störung, deren Ursachen (die ja nicht nur Krieg betreffen) sind gut erforscht, die Auswirkungen von Videospielen hingegen sind eine konfuse Hypothese (falls man das überhaupt so nennen kann). Entsprechend merkwürdig ist es auch, wenn man bei Videospielen als Erklärung anbringt, dass sich halt alles ändern würde und deswegen sieht man keine Auswirkungen, obwohl sie das aber kontinuierlich tun müssten. Denn auch PTSD kommt eben unabhängig davon vor wie unsere Gesellschaft aussieht. Davor gibt es keinen zuverlässigen Schutz.
Ich sage nicht, dass du behauptest, die Indizierung oder Beschlagnahmung oder welche Termini auch immer für die Bevormundung stehen, sei wissenschaftlich begründet. Ich sage das ist das Problem. Ich meine nur, man kann nicht behaupten, gestern war es gefährlich, heute ist es das nicht mehr, wenn man nicht nicht mal nachweisen kann dass es gestern überhaupt gefährlich war. Und wenn man dann eben heute einfach meint, es ist doch nicht gefährlich, dann liegt es nahe, dass es das nie war. Sonst hätten wir ja irgendeinen Nachweis gehabt.
Und der Nachweis einer Gefahr ist nun mal das einzige was eine Beschränkung der Freiheit, egal ob es jetzt darum geht etwas kaufen zu können oder herstellen zu können, legitimieren kann. Es ist irrelevant ob Videospiele neu waren, was sie nicht waren denn sie gab es schon seit den 70ern, Medien an sich existierten zu dem Zeitpunkt schon seit Jahrtausenden (Schrift, Bild). Mündlich womöglich seit Jahrzehntausenden oder Jahrhunderttausenden. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass bei Videospielen irgendetwas anders sein sollte. Natürlich sollte man hierbei erwähnen, dass auch Medien höheren Alters zum selben Zeitpunkt nicht weniger schwerwiegend eingeschränkt wurden und das ebenfalls ohne irgendeinen Nachweis ihrer Gefährdung, trotz etlichen Jahrzehnten Zeit diese nachzuweisen. Die von dir angegebene Begründung ist nicht mit einem aufgeklärten, freiheitlich-demokratischen Rechtsverständnis in Einklang zu bringen und daher illegitim. Freiheit einzuschränken, weil das ja "nur eine Nische" ist, man halt keine Ahnung hat und auch nicht die Wissenschaft zu Rate ziehen will, ist Willkür und damit zwangsläufig falsch. Das zeigt sich im gesamten Jugendmedienschutz bspw. auch im Abdecken von Brustwarzen aber allen voran natürlich im Erfinden von Gründen. Man sagt ja nicht "wir haben keine Ahnung", sondern man weiß es gibt eine Gefahr. Deswegen auch die Faktformulierung Jugendgefährdende Medien und nicht "Wir haben gar keine Ahnung und schränken den Zugang ein, weil wir kein Verständnis eines auf Fakten basierenden Rechtsstaates haben".
Und tatsächlich ich wage es in Zweifel zu ziehen, dass sich soviel getan hat. Wieso sollen Kinder sich heute nicht die Knie aufschürfen oder Sand essen? Ich kenne Eltern und da passiert das. Gut kann ich natürlich nicht nachweisen dass ich sie kenne, ich könnte auch in meinem Keller wohnen und die Welt nur durch ein milchiges Glas und Bild.de betrachten aber als jemand der in den 90ern Kind und den 00ern Jugendlicher war, habe ich keine Änderung bemerkt. Außer dass mit dem älter werden im Umkreis immer mehr Nostalgie aufkam, bis man dann am Punkt angekommen ist, dass ja damals alles so anders (und natürlich viel besser) war. Damit kann ich mich allerdings nicht identifizieren weil ich das wie gesagt auch nicht sehe. Nicht dass ich meiner Erfahrung vertrauen würde, Erfahrung ist etwas ziemlich wertloses bei der Betrachtung eines größeren Ganzens aber Erfahrung kann bei Generalisierung helfen zu realisieren, das alles doch etwas differenzierter und nicht schwarz-weiß oder ohne Bewertung 1-0 ist.
Dein spezifisches Veränderungsbeispiel passt übrigens nicht mit den Änderungen des Themas zusammen. Wenn die Jugend tatsächlich immer mehr behütet, geschützt, in Watte gepackt würde, würde sie eigentlich nicht in Kontakt mit dem kommen, was angeblich mal für sie gefährdend war, womit sie eigentlich viel gefährdeter geworden sein müsste als die letzte Generation. Dass sich an und für sich (!) Dinge auch in gesellschaftlichen Maßstab geändert haben, will ich überhaupt nicht abstreiten. Das ist selbstverständlich und richtig, wie Vegetarismus oder Veganismus, ohne Wertung jetzt. Nur stellt sich eben die Frage, wie diese Dinge sich auf die Wirkung von Duke Nukem 3D auswirken.
Wenn etwas das gestern noch ein Trauma hervorrief, heute noch noch Ekel erregt, muss auch die Veränderung bedeutsam sein. Das führt zu Extremen. Entweder die Menschen waren früher bspw. beim Thema Gewalt dieser in keinster Weise ausgesetzt, so dass die plötzliche Berührung damit entsprechend zu einem Schock führt oder aber das menschliche Gehirn hat eine evolutionäre Veränderung erfahren. Beides ist auszuschließen. Hier liegt sogar ein großes Problem begraben, denn ausgerechnet der Jugend wird generalisierend eine besondere Empfindsamkeit unterstellt, obwohl genau diese Zeit es ist die den Menschen erst formt, in dem er die verschiedensten Erfahrungen macht. Es müsste dementsprechend nach eigentlich eher eine Erwachsenengefährdung geben, denn ein Mensch der niemals mit dem Tod in Berührung ist, müsste aufgrund seiner mangelhaften Erfahrung oder im Extrem dem kompletten Unwissen demgegenüber bei einer Berührung entsprechend einen Schock erleiden. Die Zeit des Lernens, zu verstehen wie die Welt vom Kleinen bis ins Große funktioniert, die Formung der Persönlichkeit, ist schon abgeschlossen. Wenn nun aber alles in Frage gestellt wird, was man zu Wissen glaubte, dann ist das doch weit gravierender als wenn man während des Lernprozesses mit Neuen konfrontiert wird.
Und der Unterschied zwischen PTSD und der angeblichen Auswirkung von Videospielen ist sehr merklich. PTSD erleidet nicht jeder, das ist richtig aber die Auswirkungen auf Videospielen sollten sehr wohl für jeden oder zumindest eine relevante Anzahl Minderjähriger gelten. PTSD ist eine anerkannte, reale Störung, deren Ursachen (die ja nicht nur Krieg betreffen) sind gut erforscht, die Auswirkungen von Videospielen hingegen sind eine konfuse Hypothese (falls man das überhaupt so nennen kann). Entsprechend merkwürdig ist es auch, wenn man bei Videospielen als Erklärung anbringt, dass sich halt alles ändern würde und deswegen sieht man keine Auswirkungen, obwohl sie das aber kontinuierlich tun müssten. Denn auch PTSD kommt eben unabhängig davon vor wie unsere Gesellschaft aussieht. Davor gibt es keinen zuverlässigen Schutz.
Ich sage nicht, dass du behauptest, die Indizierung oder Beschlagnahmung oder welche Termini auch immer für die Bevormundung stehen, sei wissenschaftlich begründet. Ich sage das ist das Problem. Ich meine nur, man kann nicht behaupten, gestern war es gefährlich, heute ist es das nicht mehr, wenn man nicht nicht mal nachweisen kann dass es gestern überhaupt gefährlich war. Und wenn man dann eben heute einfach meint, es ist doch nicht gefährlich, dann liegt es nahe, dass es das nie war. Sonst hätten wir ja irgendeinen Nachweis gehabt.
Und der Nachweis einer Gefahr ist nun mal das einzige was eine Beschränkung der Freiheit, egal ob es jetzt darum geht etwas kaufen zu können oder herstellen zu können, legitimieren kann. Es ist irrelevant ob Videospiele neu waren, was sie nicht waren denn sie gab es schon seit den 70ern, Medien an sich existierten zu dem Zeitpunkt schon seit Jahrtausenden (Schrift, Bild). Mündlich womöglich seit Jahrzehntausenden oder Jahrhunderttausenden. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass bei Videospielen irgendetwas anders sein sollte. Natürlich sollte man hierbei erwähnen, dass auch Medien höheren Alters zum selben Zeitpunkt nicht weniger schwerwiegend eingeschränkt wurden und das ebenfalls ohne irgendeinen Nachweis ihrer Gefährdung, trotz etlichen Jahrzehnten Zeit diese nachzuweisen. Die von dir angegebene Begründung ist nicht mit einem aufgeklärten, freiheitlich-demokratischen Rechtsverständnis in Einklang zu bringen und daher illegitim. Freiheit einzuschränken, weil das ja "nur eine Nische" ist, man halt keine Ahnung hat und auch nicht die Wissenschaft zu Rate ziehen will, ist Willkür und damit zwangsläufig falsch. Das zeigt sich im gesamten Jugendmedienschutz bspw. auch im Abdecken von Brustwarzen aber allen voran natürlich im Erfinden von Gründen. Man sagt ja nicht "wir haben keine Ahnung", sondern man weiß es gibt eine Gefahr. Deswegen auch die Faktformulierung Jugendgefährdende Medien und nicht "Wir haben gar keine Ahnung und schränken den Zugang ein, weil wir kein Verständnis eines auf Fakten basierenden Rechtsstaates haben".
Und tatsächlich ich wage es in Zweifel zu ziehen, dass sich soviel getan hat. Wieso sollen Kinder sich heute nicht die Knie aufschürfen oder Sand essen? Ich kenne Eltern und da passiert das. Gut kann ich natürlich nicht nachweisen dass ich sie kenne, ich könnte auch in meinem Keller wohnen und die Welt nur durch ein milchiges Glas und Bild.de betrachten aber als jemand der in den 90ern Kind und den 00ern Jugendlicher war, habe ich keine Änderung bemerkt. Außer dass mit dem älter werden im Umkreis immer mehr Nostalgie aufkam, bis man dann am Punkt angekommen ist, dass ja damals alles so anders (und natürlich viel besser) war. Damit kann ich mich allerdings nicht identifizieren weil ich das wie gesagt auch nicht sehe. Nicht dass ich meiner Erfahrung vertrauen würde, Erfahrung ist etwas ziemlich wertloses bei der Betrachtung eines größeren Ganzens aber Erfahrung kann bei Generalisierung helfen zu realisieren, das alles doch etwas differenzierter und nicht schwarz-weiß oder ohne Bewertung 1-0 ist.
Dein spezifisches Veränderungsbeispiel passt übrigens nicht mit den Änderungen des Themas zusammen. Wenn die Jugend tatsächlich immer mehr behütet, geschützt, in Watte gepackt würde, würde sie eigentlich nicht in Kontakt mit dem kommen, was angeblich mal für sie gefährdend war, womit sie eigentlich viel gefährdeter geworden sein müsste als die letzte Generation. Dass sich an und für sich (!) Dinge auch in gesellschaftlichen Maßstab geändert haben, will ich überhaupt nicht abstreiten. Das ist selbstverständlich und richtig, wie Vegetarismus oder Veganismus, ohne Wertung jetzt. Nur stellt sich eben die Frage, wie diese Dinge sich auf die Wirkung von Duke Nukem 3D auswirken.
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keiner einer
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Die Wahrnehmung von Medien hat sich aber sehr wohl weiter entwickelt und damit auch unsere Kompetenzen was Medien anbelangt. Habe neulich noch einen Beitrag gehört, dass die Leute sich früher einfach ein Fahrrad nicht erklären konnten. Warum man damit nicht einfach um kippte. Sie hielten es quasi für hokuspokus und kein "vernünftiger Mensch" hätte sich auf sowas gesetzt. Das machen Kleinkinder heute ohne weiter darüber nach zu denken. Doch wieder haben uns weiter entwickelt.
Ich denke wir können uns aber darauf einigen, dass der Duke schon vor 15 Jahren von 18 Jährigen hätte konsumiert werden können, ohne das dieser bleibende Schäden davon getragen hätte.
Allerdings möchte ich die ständigen "mir hats nicht geschadet"- Schreier auch darauf hinweisen, dass der Gesetzgeber darauf angewiesen ist ALLE Individuen zu schützen und nicht nur den Durchschnittsbürger.
Was ich prinzipiell für richtig halte.
Ich denke wir können uns aber darauf einigen, dass der Duke schon vor 15 Jahren von 18 Jährigen hätte konsumiert werden können, ohne das dieser bleibende Schäden davon getragen hätte.
Allerdings möchte ich die ständigen "mir hats nicht geschadet"- Schreier auch darauf hinweisen, dass der Gesetzgeber darauf angewiesen ist ALLE Individuen zu schützen und nicht nur den Durchschnittsbürger.
Was ich prinzipiell für richtig halte.
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Jim Panse
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
SethSteiner hat geschrieben:[...]das menschliche Gehirn hat sich ja nicht verändert und seine Psyche damit ebensowenig.
Sorry, aber das stimmt einfach nicht. Wir haben in 15 Jahren den Siegeszug des Internets* und des Smartphones erlebt. Ob das Pr0n oder Gewalt ist, es ist alles wesentlich offener zugänglich. Auch für Minderjährige. Da werden Gewaltvideos auf dem Smartphone aufm Schulhof gezeigt und jeder 14jährige hat schon mal nen Porno gesehen. Du kannst mir erzählen was du willst. Das war damals nicht so. Klar wir hatten auch rotten und LAN-Partys aber das war ne Randgruppe von Nerds. Durch freiere Zugänglichkeit solchen Materials, wurde auch die Hemmschwelle gesenkt. Wo früher noch "Woah!" gesagt wurde, heißt es heute. "Pff!"SethSteiner hat geschrieben:Die Erde hat sich 15 Jahre weitergedreht, was richtig ist aber wir sprechen hier von Psychologie und der Mensch hat sich wohl in 15 Jahren evolutionär nicht nennenswert entwickelt.
Dabei spielt es auch gar keine Rolle, ob der Scheiß jemals jugendgefährdend war. Das is ein ganz anderes, grundsätzliches Thema, inwiefern die BPjM sinnvoll ist oder nicht.
Aber du kannst nicht sagen, dass sich die Menschheit und ihre Kultur / Kunst nicht ständig weiter entwickelt. Als ob Nosferatu von 1922 heute immer noch die gleiche Wirkung hätte wie damals. Klar das sind weit mehr als 15 Jahre. Aber der Film hat sich doch nicht geändert. "Der Versuchsaufbau ist doch gleich geblieben..." Die Psyche von Menschen ändert sich bei weitem wesentlich schneller als die Biologie. Du kannst Evolution nicht mit dem Lern-Prozess und der Verkettung von Neuronen vergleichen. Das sind schon auf der Zeitachse, in Größenordnungen andere Skalen.
*Ja, das gabs damals schon. Hab Duke sogar übers 33,6k Modem per "Anruf" gespielt. Aber das war kein Vergleich zu dem Internet von heute.
- Kajetan
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Re: Duke Nukem 3D ist nicht länger indiziert
Schon richtig. Nur sollte man diesen Schutz doch bitte auf Basis gesicherter Erkenntnisse ausführen und nicht auf Basis subjektiver Moralvorstellungen, so wie das früher in diesem Bereich oft genug geschehen ist. Die Einstufung von DN3D als "jugendgefährdend" war so eine Subjektiventscheidung.keiner einer hat geschrieben: Allerdings möchte ich die ständigen "mir hats nicht geschadet"- Schreier auch darauf hinweisen, dass der Gesetzgeber darauf angewiesen ist ALLE Individuen zu schützen und nicht nur den Durchschnittsbürger.
Was ich prinzipiell für richtig halte.
Mit "Wir sind heute als Gesellschaft viel weiter als vor lächerlichen 15 Jahren" hat das Thema nichts zu tun. Heute würde ein DN3D nicht mehr indiziert, sondern lediglich mit einer Alterskennzeichnung versehen. Und zwar nicht, weil wir an Gewaltdarstellungen in Medien gewohnt sind, sondern weil man es vor allem auf Seiten der BPjM im Vergleich zu früher sehr viel besser weiß, was tatsächlich jugendgefährdend ist und was nicht. Es hat schon seinen Grund, warum sich die üblichen Moralapostel heute in Vereinen wie Jugendschutz.net organisieren müssen. Weil sie in Behörden immer weniger zu sagen haben!
