Temeter hat geschrieben:Btw, Counterstrike ist mit ab 16 USK und 18 PEGI eingestuft. Da gibt es eigentlich wenig Grundlage, wegen dem Alter Bedenken um Pornos zu haben. Wenn ihr eure Kinder das anschauen lässt, selber Schuld.
Außerdem hat YP ja sogar, was hier von einigen Befürwörtern des Bans ziemlich ignoriert wird, vorgeschlagen, das Team umzubennen und damit offensichtliche Verbindungen zur Seite zu entfernen.
Sorry, ich verstehe gerade überhaupt nicht, warum du so krass für Youporn argumentieren musst. Für Pornos im Allgemeinen wäre es nochmal eine andere Liga, aber es geht hier um eine Firma (zugehörig zu einem größerem Porno-Netzwerk), die in irgendeiner Art und Weise Öffentlichkeit (auch abseits des Internets) schaffen muss um über Werbung Kohle ran zu scheffeln. Nichts anderes macht diese Website. Mit Klicks über Werbung Geld generieren. Zwiespältig genug das Geschäft mit der Internetwerbung, aber dann auch noch in diesem Bereich? ...
Redshirt hat geschrieben:Witzig, wie sich ernsthaft darüber empört wird - natürlich alles unter dem Argument der Progressivität und Aufgeklärtheit. Dass vieles von dem auf YouPorn publizierten Zeug noch lange nichts mit aufgeklärtem Umgang mit Sex an sich zu tun hat, scheint so manchem Pionier allerdings wohl noch nicht so klar zu sein.
Temeter hat geschrieben:Du machst dich gerade lächerlich. Es wird sich über die Denkschiene beschwert, die Sex als etwas schmutziges darstellt. Und jeder schaut sich Pornos an, da gibt es keine Ausnahme. Artikel deutet ja gerade auf Amerikanische Unternehmen hin, und dort gibt es auch die größte Pornoindustrie der Welt..
Hey, wer macht sich hier lächerlich? Frei über Sex zu reden, ja, das wäre mal wieder etwas positives. Das traut sich seit Mitte der 90er - trotz vorhergehenden öffentlichen Debatten und radikal vertretenen Meinungen in den Medien (z.B. Nina Hagen) niemand mehr. Stattdessen werden sexistische Werbung und großflächig verbreitete Pornographie, die sich seit genannter Debatten kaum verändert hat, als Aushängeschild dafür genommen, dass Sexualität endlich einen Platz in der Öffentlichkeit hat. Was fast ausnahmslos in öffentlichen Pornobibliotheken à la youporn, pornhub usw. zu finden ist, hat nichts mit Sexpraktiken zu tun, die sich die meisten Menschen wünschen. "Härter" oder "tiefer" haben mit Menschen, die sich aufgrund ihrer emotionalen Anziehung sexuell näher kommen nichts gemein. Meist wird der Sex durch Übernahme von Praktiken oder zumindest aus Pornographie übernommener Vorstellungen für beide(bzw. alle) Beteiligten schlimmer. Anstatt sich während des Tête-à-Tête mal nach den anderen Beteiligten zu erkundigen à la "Darf ich bei dir dies oder jenes tun?" wird draufgehackt, als hätte der Specht morgen keinen Baum zum hacken mehr. Mit der Zeit und Erfahrung wird dies bei den meisten weichen und alle Beteiligten wagen sich auch zu äußern, wenn ihnen mal etwas nicht passt, gerade in jüngeren Jahren, kann dies aber die ein oder andere Beziehung und auch den Glauben in das andere Geschlecht zerstören.
Pornographie - zumindest die geläufigste - hat sehr wenig mit realen Emotionen von am Sexualverkehr Beteiligten zu tun und sollte somit nicht in dieser Form verteidigt werden.
Zum Glück gibt es auch dort Ausnahmen, aber solange große Netzwerke ihre Art der Pornographie pushen, bleiben die wenigen "female friendly"- oder "women choice"-Produktionsfirmen lange zurück. Denn unter den "Mackern", die sich "auskennen", gilt häufig nur "höher, schneller, weiter" und das wird - wenn ich unsere Gesellschaft betrachte - leider noch lange so bleiben.
UncleDrew9ONE hat geschrieben:frauenverachtliches
Temeter hat geschrieben:Dieses Steinzeitargument kannst du stecken lassen. Mal abgesehen davon, dass es für sich ein ziemlich hohles Argument ist, gibt es auf Pornoseiten genug Auswahl, um das gegen jede beliebige Art von Person zu wenden.
Genau! Überall unterjochte Männer in Pornos, die vor Lauter gebumse schon nicht mehr wollen und Orgasmen en massè vortäuschen müssen. Denk mal weiter als über deinen Tellerrand! Unter Pornographie mit analem Verkehr, machen - meiner Schätzung nach - nöchstens 10 Prozent mit, weil es ihnen nichts aus macht. Der Rest der Darstellerinnen ist aufgrund ökomischer Zwänge (Geld für Miete, Essen, hastenichtgesehen) dabei. Ähnliches wird für Gay/Shemale/Festish-Porn in jeglicher Form gelten. Ja, es gibt Menschen, die diese oder jene Praktik mögen oder brauchen, aber unter den DarstellerInnen (die ähnlich wie "normale" SchauspielerInnen aufgrund des Äußeren und der Fähigkeit, nicht aufgrund ihrer Neigung gecastet werden) werden viele etwas "nicht so schlimm" empfinden, wenn das Geld stimmt. Möglichkeiten zum Ausprobieren gibt es sicher auch, bevor es gefilmt und öffentlich gemacht wird.
Betrachte mal die Thematik nicht nur aus deiner kleinen Nische als Pornokonsument, sondern versuche dich in die Lage der einzelnen Personen hinein zu versetzen! Du bist nicht normal (auch nicht unnormal - das will ich sicher nicht sagen), aber die ganze Art und Weise wie Pornographie, die über die Jahrzehnte nur aus diesem "höher, schneller, weiter"-Denken ihre Nische erhalten hat bis das Internet sie allgemein verfügbar machte, überlebt hat, ist mit viel fragwürdigkeit zu betrachten und mit Sicherheit nicht als normal anzusehen!
Bei der Debatte um die ESL und YP halte ich zur ESL. Für mich müssten sie es nicht einmal begründen. Sie sind Träger der Veranstaltungen und was ihnen nicht passt, passt ihnen halt nicht. Ich schmeiße ungebetene Gäste auch von meiner Party ohne ihnen zu erklären was mir nicht passt. Ist ja nicht so als würde da ein Staat sagen "jeder meiner Bürger darf"... Es bleibt eine Private Veranstaltung unter privaten Bedingungen, die sich manchen staatlichen Bedingungen anpassen muss, aber Hausrecht (keine Ahnung wie ich das online-Äquivalent nennen soll) muss existieren.
Generell - weil mich viel Debatte (die keine eigentlich keine ist) im Netz ankotzt - erstmal Füße stillhalten, durchatmen, sich in die anderen Seiten hinein versetzen und dann seine eigene Meinung bilden und meinetwegen posten. Meist wird aber blindlinks ohne Reflektion nur gehatet, geflamed oder was auch immer. Kotzt mich an...