Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

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Chris Dee
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Chris Dee »

Alter Sack hat geschrieben: Die Onlinekomponente ist aber der entscheidende Unterschied. Das SP bzw. Koop bei BL steigert dort einfach die Immersion im Gegensatz zu dem Gewusel bei den anderen Spielen
Nur schert sich Gearbox leider einen ziemlichen Dreck um Singleplayer-Gameplay und -Balancing und ich glaube kaum, dass das im dritten Teil großartig anders sein wird. Ich zumindest habe als reiner SP-Spieler keinen Bock mehr auf unterirdischen Loot, eine alberne goldene Truhe, beschissene Checkpoints, Gegnerrespawns im Minutentakt und gefühlt hundert DLCs, deren Highlights irgendwelche Raidbosse sind, die sich eh nur als Party besiegen lassen. BL1 fand ich toll, BL2 irgendwann einfach nur noch total ermüdend und BL3 werde ich mir ganz sicher gar nicht erst antun. Das überlasse ich dann doch lieber der MP-Fraktion, die damit ganz sicher - und vermutlich auch zu Recht - ihren Spaß haben wird.
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oppenheimer
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von oppenheimer »

Ohne Anthony Burch als Schreiberling geht automatisch einiges verloren.
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Melcor
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Melcor »

oppenheimer hat geschrieben:Ohne Anthony Burch als Schreiberling geht automatisch einiges verloren.
Ja, zum Glück aber nichts Gutes.
Liesel Weppen
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Liesel Weppen »

Chris Dee hat geschrieben:Ich zumindest habe als reiner SP-Spieler keinen Bock mehr auf unterirdischen Loot, eine alberne goldene Truhe, beschissene Checkpoints, Gegnerrespawns im Minutentakt und gefühlt hundert DLCs, deren Highlights irgendwelche Raidbosse sind, die sich eh nur als Party besiegen lassen. BL1 fand ich toll, BL2 irgendwann einfach nur noch total ermüdend
Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wieso unterirdischen Loot? Also ich hab in BL2 und BLP durchaus tollen Loot gefunden, im Singleplayer. Man muss halt looten, es dropt nicht immer gleich beim ersten mal, das was man gerne hätte. Das haben solche Spiele aber halt nunmal ansich.
Deswegen gibts auch die Gegnerrewspans, man soll ja auch leveln können. Alle paar Minuten waren die auch nicht. Teilweise konnte man die auch triggern. Fand ich eigentlich ganz gut so. Die Checkpoints machen auch ihren Reiz, man soll halt nicht jeden Schritt speichern können. Und welche Bosse waren denn nur als Party zu besiegen? Also ich hab BL2 und BLP komplett solo durchgespielt. Manche Gegner waren schon knackig, aber man soll ja auch einen kleinen Anspruch haben, ansonsten kann ich mir gleich nur ein LetsPlay anschauen.
Die DLCs kann man ignorieren, wenn man keine Zwangsneurose hat und alles was gibt auch unbedingt haben muss. BL2 hab ich mir als GOTY gekauft, ausser den 2 zusätzlichen Charakteren habe ich nur mal 2 DLCs angespielt und fand sie kacke. Für BLP hab ich keinen einzigen DLC. Wie übrigens auch in allen anderen Spielen. Ich hab in meinem Leben noch keinen einzigen DLC extra gekauft.

Diese Lootsammelspiele profitieren halt ungemein davon, dass man Online eben auch Loot tauschen/verkaufen kann. Das war auch in Diablo 1 schon so.

Nach BL2 fand ich BL1 relativ schnell öde und eingeschränkt. BLP war sogesehen ganz gut, hat mich aber nichtmehr so umgehauen wie BL2. Ich fand auch dieses Rumgehüpfe in Aussenbereichen ziemlich schnell nervig.

An deiner Kritik, stellt sich mir eher die Frage, ob das vielleicht schlicht und einfach nicht dein Spieletyp ist?
Chris Dee
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Chris Dee »

Liesel Weppen hat geschrieben: Kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wieso unterirdischen Loot? Also ich hab in BL2 und BLP durchaus tollen Loot gefunden, im Singleplayer.
Im Vergleich zu BL1 fand ich den zufällig gedropten Loot in BL2 unterirdisch und ich bin auch nicht der einzige, der das so sieht. Hinzu kommt vor allem auch, dass man in BL1 an Automaten von Anfang bis Ende des Spiels brauchbare Waffen kaufen konnte, während diese in BL2 im wesentlichen Schrott offerieren.
Liesel Weppen hat geschrieben: Man muss halt looten, es dropt nicht immer gleich beim ersten mal, das was man gerne hätte. Das haben solche Spiele aber halt nunmal ansich.
Was Du meint, ist Farmen, nicht Looten. Auch wenn das vielleicht bis zu einem gewissen Grad zu ARPGs dazu gehört, ist halt immer die Frage, in welchem Maße einem das Spiel das abverlangt. Ich fand das in BL2 langweilig und mühsam, zumal das Spiel mit wirklich guten Gelegenheiten zum Farmen, d.h. roten Chests, die sich mit halbwegs vertretbarem Zeitaufwand Farmen lassen, extrem geizt. Dabei macht Eridium als neue Ressource das Spiel auch noch zusätzlich grindy.
Liesel Weppen hat geschrieben: Deswegen gibts auch die Gegnerrewspans, man soll ja auch leveln können. Alle paar Minuten waren die auch nicht. Teilweise konnte man die auch triggern. Fand ich eigentlich ganz gut so. Die Checkpoints machen auch ihren Reiz, man soll halt nicht jeden Schritt speichern können.
Natürlich soll es Respawns geben, aber wenn ich mich 20 Minuten oder eine halbe Stunde durch eine lange Map gekämpft habe (wie z.B. "Wildlife Exploitation Preserve") und an deren Ende dann noch einmal durch die Gegend laufen will, um noch eine Seitenmission oder ein paar Badass Challenges zu erfüllen, habe ich echt keinen Bock, mich erneut durch exakt alle Gegner wieder von vorne kämpfen zu müssen. Das ist einfach dämliches, stumpfsinniges, unglaublich faules Gamedesign, zumal es da auch im Kern null Abwechslung gibt, weil da nichts Neues oder Anderes spawnt, sondern genau derselbe Scheiß, den man gerade eine halbe Stunde lang bekämpft hat. Was sprach denn bitteschön dagegen, Respawns auf das Verlassen und erneute Betreten eines Gebiets zu beschränken, so dass sie bei Bedarf vom Spieler getriggert werden können, anstatt ihn ungefragt damit zu nerven? Das ist wirklich die dümmste und nervigste Form überflüssiger Spielzeitstreckung, die mir seit langem untergekommen ist ...
Liesel Weppen hat geschrieben: Die Checkpoints machen auch ihren Reiz, man soll halt nicht jeden Schritt speichern können.
In einem Spiel, das einen inklusive der DLCs locker eine dreistellige Stundenzahl beschäftigt, brauche ich keine Checkpoints, die einfach nur meine Spielzeit darüber hinaus strecken und für völlig unnötige Wiederholungen sorgen.
Liesel Weppen hat geschrieben: Und welche Bosse waren denn nur als Party zu besiegen? Also ich hab BL2 und BLP komplett solo durchgespielt. Manche Gegner waren schon knackig, aber man soll ja auch einen kleinen Anspruch haben, ansonsten kann ich mir gleich nur ein LetsPlay anschauen.
Ich sprach von den Raidbossen in den DLCs, aber wenn Du die nicht gespielt hast, kennst Du die natürlich auch nicht. Auch hier die Frage: Was hat man im Hause Gearbox gegen Singleplayer, dass man die nicht so skaliert hat, dass man die mit durchschnittlichen Fähigkeiten auch ohne gecheatetes oder nur durch endloses Farmen zu bekommendes Equipment besiegen kann? Zumal die mit ihren völlig überpowerten und kaum auszuweichenden Nova-Attacken und einem Berg von Health-Punkten auch einfach nur total cheap und die Kämpfe unglaublich einfallslos sind. Da gibt's dann eben auch einfach nichts, was man durch Strategie, Geschick oder Taktik irgendwie ausgleichen könnte.
Liesel Weppen hat geschrieben: Die DLCs kann man ignorieren, wenn man keine Zwangsneurose hat und alles was gibt auch unbedingt haben muss. BL2 hab ich mir als GOTY gekauft, ausser den 2 zusätzlichen Charakteren habe ich nur mal 2 DLCs angespielt und fand sie kacke.
Das Tiny Tina-DLC ist - gerade für Singleplayer - hundertmal besser als alles, was sonst noch das Label BL2 trägt, zumal sich hier endlich mal jemand Mühe mit Story, Atmosphäre und Humor gleichermaßen gegeben hat.
Liesel Weppen hat geschrieben: Für BLP hab ich keinen einzigen DLC. Wie übrigens auch in allen anderen Spielen. Ich hab in meinem Leben noch keinen einzigen DLC extra gekauft.
Naja, ist halt wie früher mit den Add-Ons; es gibt gute und es gibt überflüssige. Die Dishonored-DLCs fand ich zum Beispiel sehr ansprechend. Die BL1-DLCs fand ich recht gut (insbesondere General Knoxx), die meisten BL2-DLCs sind dagegen in der Tat eher überflüssig, aber wirklich wissen tut man das ja auch erst dann, wenn man sie durchgespielt hat.
Liesel Weppen hat geschrieben: Diese Lootsammelspiele profitieren halt ungemein davon, dass man Online eben auch Loot tauschen/verkaufen kann. Das war auch in Diablo 1 schon so.
Online tauschen/verkaufen? Bei Diablo 1? 1997? Hat mich aber auch eh nie interessiert ...
Liesel Weppen hat geschrieben: An deiner Kritik, stellt sich mir eher die Frage, ob das vielleicht schlicht und einfach nicht dein Spieletyp ist?
Du liest aber schon, was ich schreibe, oder? Wenn das tatsächlich so wäre, hätte mir BL1 ganz sicher nicht so viel Spaß gemacht, wie es das getan hat - wie auch andere ARPGS wie Titan Quest, Torchlight 2 oder Dungeon Siege 2, bei denen Looten, Sammeln und gelegentliches Farmen ebenso auf der Tagesordnung steht.

BL 2 war nach BL 1 eine klare Hinwendung zum Multiplayeraspekt des Spiels, die für mein Empfinden deutlich zu Lasten der SP-Qualitäten ging. Alleine die dämliche Slaggerei ist ein reines MP-Zugeständnis, das im SP-Modus einfach nur umständlich ist ...
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Todesglubsch
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Todesglubsch »

Ich sprach von den Raidbossen in den DLCs, aber wenn Du die nicht gespielt hast, kennst Du die natürlich auch nicht.
Auch das Hauptspiel hatte einen Raid-Boss.
Liesel Weppen
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Liesel Weppen »

Chris Dee hat geschrieben: Im Vergleich zu BL1 fand ich den zufällig gedropten Loot in BL2 unterirdisch und ich bin auch nicht der einzige, der das so sieht. Hinzu kommt vor allem auch, dass man in BL1 an Automaten von Anfang bis Ende des Spiels brauchbare Waffen kaufen konnte, während diese in BL2 im wesentlichen Schrott offerieren.
Ich kann den Vergleich mit BL1 jetzt nicht treffen, weil ich BL1 nicht wirklich gespielt habe. Das es an den Automaten in BL2 überwiegend nur 0815-Zeug gab, stimmt schon, wobei ich auch da, zwar nur selten, aber immerhin, nützliches Zeug gefunden habe. Es ist aber in so ziemlich allen derartigen Spielen so, dass man da, wo man einfach so kaufen kann meisten nur unteres bis bestenfalls mittelmäßiges Zeugs findet.
Chris Dee hat geschrieben: Was Du meint, ist Farmen, nicht Looten. Auch wenn das vielleicht bis zu einem gewissen Grad zu ARPGs dazu gehört, ist halt immer die Frage, in welchem Maße einem das Spiel das abverlangt. Ich fand das in BL2 langweilig und mühsam, zumal das Spiel mit wirklich guten Gelegenheiten zum Farmen, d.h. roten Chests, die sich mit halbwegs vertretbarem Zeitaufwand Farmen lassen, extrem geizt.
Hmm, ich weiß ja nicht, was du für Ansprüche stellst, aber ich musste in BL2 weder viel farmen, noch allzuviel leveln. Und ich hab bei Bedarf eigentlich immer Gegenden gefunden, wo ich das machen konnte.
Chris Dee hat geschrieben: Natürlich soll es Respawns geben, aber wenn ich mich 20 Minuten oder eine halbe Stunde durch eine lange Map gekämpft habe (wie z.B. "Wildlife Exploitation Preserve") und an deren Ende dann noch einmal durch die Gegend laufen will, um noch eine Seitenmission oder ein paar Badass Challenges zu erfüllen, habe ich echt keinen Bock, mich erneut durch exakt alle Gegner wieder von vorne kämpfen zu müssen.
[...]
Was sprach denn bitteschön dagegen, Respawns auf das Verlassen und erneute Betreten eines Gebiets zu beschränken, so dass sie bei Bedarf vom Spieler getriggert werden können, anstatt ihn ungefragt damit zu nerven?
Puh, ist schon ne Weile her, das ich das gespielt habe. An den meisten Stellen wars doch so, dass die Gegner erst beim Wiederbetreten einer Gegend neu spawnten. Aber teilweise nichtmal direkt beim Wiederbetreten.
Chris Dee hat geschrieben: Ich sprach von den Raidbossen in den DLCs, aber wenn Du die nicht gespielt hast, kennst Du die natürlich auch nicht. Auch hier die Frage: Was hat man im Hause Gearbox gegen Singleplayer, dass man die nicht so skaliert hat, dass man die mit durchschnittlichen Fähigkeiten auch ohne gecheatetes oder nur durch endloses Farmen zu bekommendes Equipment besiegen kann?
Hmm, naja, die paar DLCs, die ich angespielt habe, habe ich schnell wieder aufgegeben, weil sie mir entweder zu leicht, oder viel zu schwer waren. War der Tiny-Tina DLC der wo man sich am Anfang an so ein paar Skeleten vorbeikämpfen musste? Da hatte ich keine Chance und dann auch keine Lust mehr drauf. Aber im Hauptspiel kam sowas eigentlich nicht vor. Das Problem mit den DLCs, und deswegen interessieren die mich auch nicht sonderlich, ist halt, ich hatte keinen Plan, wann mit welchem Level ich irgendeinen bestimmten DLC hätte spielen sollen. Die waren ja praktisch nicht wirklich ins Spiel integriert, sondern zusammenhangslose Extras. Wenn ich einen DLC erst sinnvoll spielen kann, wenn ich schon im dritten Durchgang Lvl 70 sein muss, dann reizt mich das in reinem Singleplayer auch nicht mehr. Mir wurde es im zweiten Durchgang im Singleplayer schon relativ langweilig, weil es halt exakt das gleiche ist, nur die Zahlen werden größer.
Das Levelsystem, bzw die Schwierigkeitsskalierung in BL2 war tatsächlich nicht so der burner. Man konnte relativ schnell overpowered sein und die Schwierigkeit hat nicht mehr mitskaliert, dann wurde es halt relativ schnell öde.
Das war in TPS deutlich besser, da hatten gewisse Gegenden keine Levelempfehlung, sondern da haben die iirc, zumindest in gewissen Grenzen nach dem Spielerlevel skaliert. Das ist (leider) einer der wenigen Punkte, die ich in TPS deutlich besser fand.
Chris Dee hat geschrieben: Online tauschen/verkaufen? Bei Diablo 1? 1997? Hat mich aber auch eh nie interessiert ...
Jap, Diablo 1 hatte damals schon Battle.net. Hab ich zwar nie im Battlenet gespielt, aber dafür gabs ja 4-Spieler LAN, das hat mich und einige Kumpels teils ganze Wochenenden durchgehend beschäftigt.
Später Diablo 2 noch viel länger, wurde dann im SP aber auch relativ schnell langweilig, weil man ja niemanden zum tauschen hatte. Da hab ich eigentlich nur noch SP gespielt zum Farmen, damit ich bei der nächsten LAN-Geglegenheit was zum Tauschen hatte. Man kannte ja die Charaktere der anderen, und wusste, was die so grob brauchen konnten.

Auch hat mich in Diablo 1 & 2 nie die Story interessiert, ich weiß bis heute nicht so wirklich, um was es da storytechnisch eigentlich ging, das war reines Hack & Slay, leveln und farmen (übrigens genauso in TL2 und Titan Quest). Da war BL2 schon deutlich besser, da hat man die Story nebenbei mitgekriegt und die fand ich obendrein noch sehr lustig.
Liesel Weppen hat geschrieben: BL 2 war nach BL 1 eine klare Hinwendung zum Multiplayeraspekt des Spiels, die für mein Empfinden deutlich zu Lasten der SP-Qualitäten ging. Alleine die dämliche Slaggerei ist ein reines MP-Zugeständnis, das im SP-Modus einfach nur umständlich ist ...
Wieso ist Slag ein reinges MP-Zugeständnis? Klar kann man das im MP noch schöner anwenden, aber das war auch im SP sehr effektiv und ein zusätzlicher Punkt der bei der Wahl der Ausrüstung zu beachten war.
Solche Mechaniken fehlten mir in BL1 sogar. Vorallem der accountübergreifende Save via dem ich im Singleplayer Items von einem Char zum anderen geben konnte, ohne umständlich BL zweimal starten zu müssen um dann in einem "Netzwerkspiel" erst Items zwischen Chars tauschen zu können.

Ich fand BL2 (und TPS) jedenfalls noch deutlich Singleplayertauglicher als z.B. TitanQuest oder Torchlight 2. Da wurden mir im SP beide Spiele deutlich schneller langweilig als BL2.
Chris Dee
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Chris Dee »

Liesel Weppen hat geschrieben: Ich kann den Vergleich mit BL1 jetzt nicht treffen, weil ich BL1 nicht wirklich gespielt habe. Das es an den Automaten in BL2 überwiegend nur 0815-Zeug gab, stimmt schon, wobei ich auch da, zwar nur selten, aber immerhin, nützliches Zeug gefunden habe. Es ist aber in so ziemlich allen derartigen Spielen so, dass man da, wo man einfach so kaufen kann meisten nur unteres bis bestenfalls mittelmäßiges Zeugs findet.
Genau das war eben in BL1 nicht so, welches dadurch ein gutes Stück weniger Zähigkeit und Grindyness hatte als sein Nachfolger. Und es sind ja auch nicht nur die Automaten; vergleiche mal die Drops von Badass-Gegnern in BL1 mit BL2 ... da vergeht einem einfach echt die Lust.
Liesel Weppen hat geschrieben: Hmm, ich weiß ja nicht, was du für Ansprüche stellst, aber ich musste in BL2 weder viel farmen, noch allzuviel leveln. Und ich hab bei Bedarf eigentlich immer Gegenden gefunden, wo ich das machen konnte.
Leveln (für Erfahrungspunkte) ist kein Problem, aber Farmen von Loot , d.h. roten Chests (für Gear) schon. Außerdem musste zumindest ich zwingend sämtliche Nebenmissionen und die damit verbundenen Gebiete absolvieren, um für die Hauptmissionen nicht unterlevelt und damit chancenlos zu sein. Andere Genrevertreter erlauben da häufig ein deutlich entspannteres Herangehen.
Liesel Weppen hat geschrieben: Puh, ist schon ne Weile her, das ich das gespielt habe. An den meisten Stellen wars doch so, dass die Gegner erst beim Wiederbetreten einer Gegend neu spawnten. Aber teilweise nichtmal direkt beim Wiederbetreten.
Nee, leider spawnen die einfach irgendwann alle neu. Ich habe die Zeit nicht gestoppt, würde aber spontan behaupten, dass man nirgendwo mehr als 30 Minuten verbringen kann, ohne dass alle Gegner wieder da sind. Und in einigen großen Gebieten sind 30 Minuten gar nicht mal so lang, insbesondere wenn dort auch Nebenmissionen und Badass Challenges auf dem Plan stehen. Für MP mag das ja sogar okay sein, aber für SP finde ich das totalen Krampf. Zumal auch psychologisch die eigenen Anstrengungen und das Erfolgserlebnis, eine Map komplett zu säubern, permanent entwertet werden, wenn ein Respawn zum Teil schon erfolgt, bevor man überhaupt alle Gegner auf einer Karte erledigt hat.
Liesel Weppen hat geschrieben: Hmm, naja, die paar DLCs, die ich angespielt habe, habe ich schnell wieder aufgegeben, weil sie mir entweder zu leicht, oder viel zu schwer waren. War der Tiny-Tina DLC der wo man sich am Anfang an so ein paar Skeleten vorbeikämpfen musste? Da hatte ich keine Chance und dann auch keine Lust mehr drauf. Aber im Hauptspiel kam sowas eigentlich nicht vor.
Ja, Tiny Tina ist das "Rollenspiel"-DLC mit den Skeletten am Anfang. Mir hat das mehr Spaß gemacht als das gesamte Hauptspiel, auch weil es einfach eine starke Atmosphäre hat. Würde Dir das auf jeden Fall noch mal ans Herz legen :)
Liesel Weppen hat geschrieben: Das Problem mit den DLCs, und deswegen interessieren die mich auch nicht sonderlich, ist halt, ich hatte keinen Plan, wann mit welchem Level ich irgendeinen bestimmten DLC hätte spielen sollen. Die waren ja praktisch nicht wirklich ins Spiel integriert, sondern zusammenhangslose Extras.
Ja, dieses ganze DLC-Levelscaling-Problem hat Gearbox weder im ersten noch im zweiten BL in den Griff bekommen - und das wird in BL3 garantiert nicht anders aussehen.
Liesel Weppen hat geschrieben: Wenn ich einen DLC erst sinnvoll spielen kann, wenn ich schon im dritten Durchgang Lvl 70 sein muss, dann reizt mich das in reinem Singleplayer auch nicht mehr. Mir wurde es im zweiten Durchgang im Singleplayer schon relativ langweilig, weil es halt exakt das gleiche ist, nur die Zahlen werden größer.
Vor allem kann es Dir halt auch passieren, dass Du nicht völlig unter-, sondern völlig überlevelt in ein Gebiet gehst und dann natürlich nichts als Langeweile und nutzlosen Loot weit unter Deinem Level erntest. Ich hab nach NVHM und TVHM auch aufgehört, weil's einfach echt immer dasselbe in Grün ist. Klar, wer Gear für den Multiplayer braucht, stürzt sich vermutlich mit Eifer ins UVHM, aber für SP ist das irgendwie Banane. Leider ist das aber ja bei vielen anderen ARPGs auch der Fall.
Liesel Weppen hat geschrieben: Das Levelsystem, bzw die Schwierigkeitsskalierung in BL2 war tatsächlich nicht so der burner. Man konnte relativ schnell overpowered sein und die Schwierigkeit hat nicht mehr mitskaliert, dann wurde es halt relativ schnell öde.
Das war in TPS deutlich besser, da hatten gewisse Gegenden keine Levelempfehlung, sondern da haben die iirc, zumindest in gewissen Grenzen nach dem Spielerlevel skaliert.
Echtes Skalieren gibt's in BL2 halt nur im UVHM, d.h. im SP-Modus erst sehr spät. Weiß auch nicht, ob das so wirklich cleveres Design ist.
Liesel Weppen hat geschrieben: Jap, Diablo 1 hatte damals schon Battle.net. Hab ich zwar nie im Battlenet gespielt, aber dafür gabs ja 4-Spieler LAN, das hat mich und einige Kumpels teils ganze Wochenenden durchgehend beschäftigt.
Wie witzig, das wusste ich jetzt echt nicht mehr.
Liesel Weppen hat geschrieben: Ich fand BL2 (und TPS) jedenfalls noch deutlich Singleplayertauglicher als z.B. TitanQuest oder Torchlight 2. Da wurden mir im SP beide Spiele deutlich schneller langweilig als BL2.
Echt? Krass! Aber gut, so unterschiedlich sind die Geschmäcker offenbar. Ich hatte halt bei TQ oder TL2 immer das Gefühl, echte Singleplayer-Titel zu spielen, während mir BL2 leider während der gesamten Zeit eher wie ein großer Multiplayer-Spielplatz vorkam, zu dem das Spiel mir als Singleplayer eher widerwillig Zutritt gewährte als mich mit offenen Armen zu empfangen.
Liesel Weppen
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Liesel Weppen »

Ich habe gerade ein Deja-Vu. Kann es sein, dass wir zu dem Thema schonmal diskutiert haben? :D
Chris Dee hat geschrieben: Genau das war eben in BL1 nicht so, welches dadurch ein gutes Stück weniger Zähigkeit und Grindyness hatte als sein Nachfolger.
Der Spielgegenstand ist aber gerade grinden. Man konnte in BL2 auch durchaus nützliche Items in den Automaten finden. Es ist aber irgendwie nicht Sinn des Spiels, sich darauf mehr oder weniger verlassen zu können. Ich hab dort durchaus ab und zu mal nützliche Sachen gefunden, wirklich gebraucht habe ich das aber nie.
Das beisst sich doch offensichtlich irgendwie mit der Mechanik eines Lootspiels.
Chris Dee hat geschrieben:Und es sind ja auch nicht nur die Automaten; vergleiche mal die Drops von Badass-Gegnern in BL1 mit BL2 ... da vergeht einem einfach echt die Lust.
Den BL1 vergleich kann ich immernoch nicht ziehen. Ich hatte damit aber keine Probleme. Ich hatte durchaus gute Drops und zur Not halt auch im Wiki gelesen, wo ich für was, wie grinden musste.
Ich bin damit im SP gut zurecht gekommen und hatte jetzt keine nennenswerten Probleme wegen fehlenden Items irgendwo nicht weiterkommen zu können.
Deswegen habe ich oben auch schon die Frage nach den "persönlichen Anforderungen" gestellt. Wenn du den Anspruch hattest, dir den super-imba-Char-samt-Ausrüstung zu züchten, dann ist das ein Problem deiner Anforderungen. Gerade für den SP braucht man das nämlich wirklich nicht. Im MP kann es da schon wieder ganz anders ausschauen.
Chris Dee hat geschrieben: Leveln (für Erfahrungspunkte) ist kein Problem, aber Farmen von Loot , d.h. roten Chests (für Gear) schon. Außerdem musste zumindest ich zwingend sämtliche Nebenmissionen und die damit verbundenen Gebiete absolvieren, um für die Hauptmissionen nicht unterlevelt und damit chancenlos zu sein. Andere Genrevertreter erlauben da häufig ein deutlich entspannteres Herangehen.
Haben wir das gleiche BL2 gespielt? Mal ne Stunde Leveln musste ich zwar hier und da auch, aber leveln hat dann auch gereicht. Was spezielles Looten musste ich eigentlich nie, wenn überhaupt, dann nur, weil ich das wollte, nicht weil ich das musste.
Die Nebenquests spiele ich idR sowieso, das ist gerade der Sinn solcher Spiele. Wenn ich nur die Hauptstory durchmachen will, brauche auch ich kein Grind-Loot-Spiel. Hier und da war ich dann durch ein paar reine Leveleinlagen aus Spaß an der Freude sogar eher etwas overpowered.
Chris Dee hat geschrieben: Nee, leider spawnen die einfach irgendwann alle neu. Ich habe die Zeit nicht gestoppt, würde aber spontan behaupten, dass man nirgendwo mehr als 30 Minuten verbringen kann, ohne dass alle Gegner wieder da sind.
Wenn das tatsächlich so ist, was ich eher bezweifle, aber ist ja auch schon eine Weile her, dann wäre mir das nie aufgefallen, bzw ich hatte nie ein Problem damit.
Chris Dee hat geschrieben: Für MP mag das ja sogar okay sein, aber für SP finde ich das totalen Krampf.
Wenn das so ist, dann ist das im MP genauso nervig, wie im SP. Ausser man will im MP nur grinden, aber das trifft dann ebenso auf den SP zu. Auch im Multiplayer will ich nicht nur endlos grinden. Der Spielinhalt ist der gleiche.
Chris Dee hat geschrieben:Zumal auch psychologisch die eigenen Anstrengungen und das Erfolgserlebnis, eine Map komplett zu säubern, permanent entwertet werden, wenn ein Respawn zum Teil schon erfolgt, bevor man überhaupt alle Gegner auf einer Karte erledigt hat.
Das hast du richtig erkannt: Anforderungen die du dir selbst stellst, die aber absolut nicht spielrelevant sind. Es soll ja auch Leute geben, die sich darüber beschweren, dass irgendwelche Trophies/Achievments, die absolut keinen Spieleinfluss haben, zu schwer oder nahezu unmöglich (oder nur im MP) zu schaffen sind. Mir gehen diese künstlich geschaffenen Anforderungen völlig am Allerwertesten vorbei.
Chris Dee hat geschrieben: Ja, Tiny Tina ist das "Rollenspiel"-DLC mit den Skeletten am Anfang. Mir hat das mehr Spaß gemacht als das gesamte Hauptspiel, auch weil es einfach eine starke Atmosphäre hat. Würde Dir das auf jeden Fall noch mal ans Herz legen :)
Wie gesagt, war mir zu schwer. Keine Ahnung ob ich underleveled war, oder einfach nur die falsche Ausrüstung hatte. Es gab ja auch keinen Anhaltspunkt dazu, wann oder warum ich das spielen sollte.
Kann schon sein, dass das inhaltlich gut ist, glaube ich dir auch gerne. Aber ich bin mittlerweile weit weg von der Glaube, das ich alles irgendwie spielen oder schaffen müsste. Wenn ich nicht "abgeholt" werde, dann lass ich das halt einfach liegen. Sowas ist mit mittlerweile echt schlicht und einfach zu blöd.
Chris Dee hat geschrieben: Ja, dieses ganze DLC-Levelscaling-Problem hat Gearbox weder im ersten noch im zweiten BL in den Griff bekommen - und das wird in BL3 garantiert nicht anders aussehen.
Warum sollen die das nicht hinkriegen, wenn sie es sogar schon in TPS deutlich besser hingekriegt haben?

Chris Dee hat geschrieben: Ich hab nach NVHM und TVHM auch aufgehört, weil's einfach echt immer dasselbe in Grün ist. Klar, wer Gear für den Multiplayer braucht, stürzt sich vermutlich mit Eifer ins UVHM, aber für SP ist das irgendwie Banane. Leider ist das aber ja bei vielen anderen ARPGs auch der Fall.
Ähm, NVHM, TVHM? Die Vaulthunter Modi?
Wie gesagt, im SP finde ich die sowieso komplett uninteressant, weil es halt nur das gleiche mit größeren Zahlen ist. Das wird sowieso nur durch den MP interessant, weil die besseren Items halt noch tollere Synergien liefern können.
Ich hab auch nur mit einem Char in BL2 den ersten VH bis etwa zur Hälfte gespielt, dann wars mir einfach zu langweilig.
Chris Dee hat geschrieben: Echtes Skalieren gibt's in BL2 halt nur im UVHM, d.h. im SP-Modus erst sehr spät. Weiß auch nicht, ob das so wirklich cleveres Design ist.
Ist sicherlich kein cleveres Design. Ich wusste nichtmal, dass es das in BL2 überhaupt gab, aber wie gesagt, im SP kam ich generell sowieso nicht so weit, Story schon bekannt und das Looten mehr oder weniger sowieso sinnfrei/uninteressant/uneffektiv.
Ich kann nichtmal verstehen, welchen Anreiz man überhaupt hat, sich das immer gleiche X-mal anzutun, ausser den persönlichen Zwang alles bis zum bitteren Ende hinzukriegen. Und wenn 2K dann noch einen Modus nachgeliefert hätte, hätten die Leute wahrscheinlich sogar das nochmal zum X+1 mal sich angetan.


Chris Dee hat geschrieben: Echt? Krass! Aber gut, so unterschiedlich sind die Geschmäcker offenbar. Ich hatte halt bei TQ oder TL2 immer das Gefühl, echte Singleplayer-Titel zu spielen, während mir BL2 leider während der gesamten Zeit eher wie ein großer Multiplayer-Spielplatz vorkam, zu dem das Spiel mir als Singleplayer eher widerwillig Zutritt gewährte als mich mit offenen Armen zu empfangen.
TQ war insofern schon langweilig, weil die Maps halt statisch waren, während in TL2 oder Diablo die Maps dynamisch generiert wurden, man wusste also wenigstens nicht vom Start weg wo man direkt hinlaufen musste, sondern musste immerwieder erkunden. Das ist in BL allerdings genauso.
Ich kann leider immernoch nicht verstehen, warum du genau von BL2 denkst, dass es so extrem MP-orientiert gewesen sein soll. Also ich habs selbst überwiegend SP gespielt, aber durchaus auch im MP. Ich fands im SP toll, der MP hat aber deutlich mehr Spass gemacht, was aber einfach daran liegt, dass es mit Freuden zusammen halt einfach grundsätzlich mehr Spass macht, als alleine. Mit Freunden, also echten Leuten, die ich persönlich kenne, mindestens nebenbei im Teamspeak oder noch viel besser, persönlich anwesend auf einer LAN. MP mit Randomies reizt mich dagegen so ganz überhaupt nicht.
Wie schon erwähnt, gerade im SP fand ich BL2 besser/SP-freundlicher, als BL1, alleine schon, weil man mit dem Safe Items zwischen eigenen SP-Chars tauschen konnte.
Jim Panse
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Jim Panse »

Mir ist ja sowieso nicht klar, wie einem tatsächlich das stupide wiederholen einer Tätigkeit die einem eigentlich gar keinen Spaß macht, gefallen kann.

Mir sind die grundsätzlichen niederen Instinkte die da angesprochen werden klar. Belohnungssystem anregen etc. pp. Macht ja Farmville - oder wie das heißt - und etliche Andere genauso. Aber mir wird das einfach unglaublich schnell langweilig. Egal ob MMO oder ARPG sobald da ein substantieller Anteil Grinding drin ist, ödet es mich an.

Da lob ich mir eher sowas wie Battleborn oder allgemein komplexere Spiele, die mehr Möglichkeiten für Strategie und Taktik lassen und trotzdem noch Skill erfordern.

Aber grundsätzlich muss für mich ein Spiel als solches eine spaßige Mechanik haben. Schach ist im Prinzip auch jede Runde das Gleiche. Aber das spielt man immer wieder, weil das Spiel selbst Spaß macht. Aber sobald ich vom Spiel gezwungen werde etwas immer wieder zu tun, was keinen Spaß macht, nur damit ich weiter komme, in neue (hoffentlich wieder spaßige) Bereiche des Spiels, ist es für mich langweilig.

Sich ständig wiederholende nervige Aufgaben, krieg ich auch anderswo. Dafür brauch ich nicht meine Freizeit opfern.
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Mr-Red-M »

Die hätten lieber Borderlands 3 VOR Battleborn in Angriff nehmen sollen...
Aber nun gut, hauptsache es wird kommen.
Nur die Frage, für welche Gen? Könnte mit dieser ja dann schon fast knapp werden...
Und auf keinen Fall Entwicklungen in Richtung Destiny und Division!
Die sollen Ihrer eigenen Linie schön treu bleiben.
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Sindri
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Sindri »

Jim Panse hat geschrieben:Mir ist ja sowieso nicht klar, wie einem tatsächlich das stupide wiederholen einer Tätigkeit die einem eigentlich gar keinen Spaß macht, gefallen kann.
Musste nicht verstehen. Man muss nicht alles im Leben verstehen. Ganz besonders nicht den Geschmack von anderen Menschen.
Jim Panse hat geschrieben: Mir sind die grundsätzlichen niederen Instinkte die da angesprochen werden klar. Belohnungssystem anregen etc. pp. Macht ja Farmville - oder wie das heißt - und etliche Andere genauso. Aber mir wird das einfach unglaublich schnell langweilig. Egal ob MMO oder ARPG sobald da ein substantieller Anteil Grinding drin ist, ödet es mich an.
Schön für dich. Was MMOs und ARPGs mit Farmville zu tun haben soll muss man auch nicht verstehen.
Jim Panse hat geschrieben: Da lob ich mir eher sowas wie Battleborn oder allgemein komplexere Spiele, die mehr Möglichkeiten für Strategie und Taktik lassen und trotzdem noch Skill erfordern.
Komplett anderes Genre. Ein Multiplayer-MOBA orientiertes Spiel hat ganz andere Spielmechaniken. Die können Spass machen aber ständig die gleichen Maps mit immer den gleichen Helden. Das darf doch eigentlich kein Spass machen.
Ohh, Loot grinding gibt es auch in Battleborn aber egal...
Jim Panse hat geschrieben: Aber grundsätzlich muss für mich ein Spiel als solches eine spaßige Mechanik haben. Schach ist im Prinzip auch jede Runde das Gleiche. Aber das spielt man immer wieder, weil das Spiel selbst Spaß macht.
Wenn du diese Erkenntnis schon erreicht hast verstehe ich dein Problem nicht aber merke, muss ich nicht.
Jim Panse hat geschrieben: Sich ständig wiederholende nervige Aufgaben, krieg ich auch anderswo. Dafür brauch ich nicht meine Freizeit opfern.
Sich ständig wiederholende Aufgaben hast du überall. Im Leben, bei deinem Hobby oder auf der Arbeit. Man wird bei irgendwas immer besser, wenn man es immer und immer wiederholt.

Muss man nicht verstehen ist aber so. :wink:
Jim Panse
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Jim Panse »

Dann nochmal in einfacheren Worten:
Fast alle Spiele basieren auf Wiederholung. Jedes Schach-Match verläuft nach den gleichen Regeln, jede Runde in DOTA oder von mir aus auch CS. Von Fußball bis Tennis ist es immer das Gleiche. Die Wiederholung als solche ist also nicht das Problem.

Man spielt Spiele, weil es einem Spaß macht. Es hat keinen anderen Sinn. Im Normalfall profitiert man davon auch nicht, sondern verschwendet wortwörtlich seine Zeit.

D.h. die ständigen Wiederholungen stören einen nicht, denn das Spielprinzip selbst macht genug Spaß um einen immer wieder zu begeistern.

Und jetzt kommt "Grindig" ins Spiel (höhö). Das platzieren Entwickler in ihren Spielen meistens um die Spielzeit zu strecken. Es handelt sich dabei um eine Aufgabe die schon nach wenigen Wiederholungen eigentlich keinen Spaß mehr macht. Eine langweilige Tätigkeit, die man aber machen muss um im Spiel weiter zu kommen. "Weiter kommen" heißt, neue interessante Areale oder Storyabschnitte zu erreichen, in der Hoffnung, dass diese einem dann wieder Spaß machen. Ich meine schon der Name sagt doch alles. "Grinding" Das was man mit zwei Mühlsteinen macht um Mehl zu gewinnen. Super Spannend...

Aber warum machen die Spieler da mit? Weil es eines der simpelsten Systeme des menschlichen Gehirns anspricht. Das Belohnungssystem. Du bekommst ein rare (!) Item wenn du den Boss legst. WOW! Und wenn du ihn noch 20 mal legst, kriegste vielleicht sogar das ultra hyper rare item, dass du eigentlich haben willst.

Grinding ist für mich einfach schlechtes Spieldesign: Wenn ich das Spiel nicht so designen kann, dass es durchweg Spaß macht und genug Spielzeit bietet, muss ich zu billigen psychologischen Tricks greifen. Und ja, sich wiederholende Aufgaben habe ich ständig im Leben. Wäschewaschen, arbeiten, Zähneputzen. Das sind aber meine Pflichten. Das muss ich tun. Die Zeit die übrig bleibt ist meine Freizeit. Und die möchte ich eben gerade NICHT mit solchem Scheiß verbringen müssen. Das ist ja der Punkt. In meiner Freizeit hätte ich tatsächlich gerne Spaß. Und deshalb verschwende ich meine Zeit nicht mit Spielen, die mich zu langweiligen Aufgaben zwingen wollen.

Nun ist das oben natürlich eine sehr strickte Definition. In der Realität hat das viel mehr Graustufen. Belohnungssysteme haben sehr viele Spiele. Das Freischalten von neuem Zeug für Spielfortschritt ist weit verbreitet und in sich ja auch kein Problem, solange das Spiel selbst Spaß macht. ABER! Geschmäcker sind verschieden. Was dir Spaß macht, muss mir keinen Spaß machen. D.h. was dich nicht stört, kann für mich schon Grinding sein.

Beispiel: TF2 belohnt Spielzeit auch mit Items. Ich spiels aber einfach so gerne und würde es auch weiter spielen, wenn es diese Mechanik nicht hätte. Während mich aber zum Beispiel die Story eines X-beliebigen MMOs alleine nicht fesseln könnte und dort eben zu solchen psychologischen Tricks gegriffen wird um mich an der Stange zu halten. Gerade bei MMOs ist das durch das Abo-Model ja erstrebenswert. Aber auch F2P-Spiele mit ihren Items für Echt-Geld schlagen in diese Kerbe. Denn meist kann man sich das Zeug auch ergrinden. Nur macht das eben keinen Spaß. Wie sonst verdienen solche Spiele Geld?

PS: Der ganze Themenkomplex "psychologische Tricks um Spieler beim Spiel zu halten" ist übrigens sehr interessant und hört nicht bei der Grind-Mechanik auf. Z.B. der Trick den Farmville und ähnlich benutzen wird hier schön erläutert: https://youarenotsosmart.com/2011/03/25 ... t-fallacy/
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Sindri »

Jim Panse hat geschrieben:Dann nochmal in einfacheren Worten:
Oh danke, ich hätte dich sonst nicht verstanden.
Jim Panse hat geschrieben:Mir ist ja sowieso nicht klar, wie einem tatsächlich das stupide wiederholen einer Tätigkeit die einem eigentlich gar keinen Spaß macht, gefallen kann.
Aber das verstehe ich. Sich über den Spielspaß anderer stellen und denen einreden wollen, daß das was sie machen eigentlich keinen Spaß machen kann.
Wahrscheinlich verstehst du Spielspaß besser...
Jim Panse
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Re: Borderlands 3 wird nach Battleborn in Angriff genommen

Beitrag von Jim Panse »

Sindri hat geschrieben:
Jim Panse hat geschrieben:Dann nochmal in einfacheren Worten:
Oh danke, ich hätte dich sonst nicht verstanden.
*sigh* Tja hat ja scheinbar trotzdem nichts genützt. Trotzdem danke für die qualifizierte und wohl formulierte Antwort.

Und da du dich ja scheinbar wirklich angepisst fühlst, weil ich nicht nachvollziehen kann, dass dir stupide Tätigkeiten Spaß machen, auch nochmal sorry dafür. :)

Einreden, dass dir das keinen Spaß machen darf, wollte ich allerdings nicht. Ich habe lediglich meine Meinung geäußert und dir hat das nicht gepasst. Auch stelle ich sie nirgends als die allein gültige Meinung dar. Aber deine Fähigkeit meine Posts zu lesen und zu verstehen unterstreicht ja nur meine erste Annahme.