SethSteiner hat geschrieben:Wie konnte Doom denn generisch sein, sie hat doch den Anfang markiert? Sicher ist es nicht generell schlecht, wenn etwas generisch ist aber es kommt darauf an, was dieses etwas ist und wie es sich gestaltet. Letztendlich wird es schon aus gutem Grund negativ gebraucht, Wiederholung ist halt billig, qualitativ minderwertig, nicht herausfordernd, unattraktiv. Letztendlich ist das auch die Sprache des Covers. Der bekannte Schriftzug enthält keine Zahl und keinen Untertitel, damit wird suggeriert es sei der erste Teil, ein billigster Manipulationsversuch wie er in den letzten Jahren ja immer wieder aufgetreten ist. Ansonsten hat man keinerlei Interesse Fans und Konsumenten mit einem durchdachten Design zu locken, uninspiriert klatscht man einfach das Bild eines 0815 Spacesoldaten drauf, wie man ihn zigfach gesehen hat. Es passt natürlich zu Teil 3, dessen Cover auch schon so grottig war aber ist damit auch einfach der zweite Bruch, nur dass der Schriftzug dazu überhaupt nicht passt. Es sieht tatsächlich nach Marketingmensch aus, hingerotzt und manipulativ.
Etwas generisches hat mit etwas sich wiederholenden rein gar nix gemein in der Wortbedeutung.
Wenn man dass wort generisch in einem negativen Zusammenhang im Kontext übertragen auf die Handlung eines Videospiel münzt meint man damit schlicht ("auch wenn es nicht die eigentliche direkte Wortbedeutung wieder gibt"), dass einem ein "Spiel" vorgaukelt vielschichtig zu sein, pseudophilosophisch, verworren etc.
Dann aber im Grunde so offensichtlich Beweggründe, Absichten und intentionen zum vorschein führt dass das alles hinfällig wird.
Ein großer Placebo, es ist nicht mehr als Schwarz-Weiss, will aber mehr sein.
Sowas bezeichnet man dann im übertragenen Sinne als generischen dreck weil es mit falschen karten spielt.
DOOM war schon immer offensichtlich dahingehend, Forschung Mars>Höllentor>Dämonen>Story?>alle killen>ENDE
Im ganzen schön Simpel und offensichtlich, generisch halt, aber im positiven Sinne.
Im Bezug auf dass Gameplay kann man den Begriff "generisch" dann schon fast auf den Begriff sich "wiederholend" ummünzen, aber nur fast.
Beispiel 1: Ein Spiel dessen Gameplay viele Variationen bietet die letzendlich in einer geringen Zahl von möglichen Ergebnissen münden.
Beispiel 2: Ein Spiel dessen Gameplay viele Variationen bietet die letzendlich alle im selben Ergebniss münden.
Beispiel 3: Ein Spiel das einem vorgakelt viele Variationen zu haben, man hat aber keine. (Snipermis. MW1 z.B.)
Beispiel 4: Ein Spiel mit wenigen Variationen und einer geringen Zahl von möglichen Ergebnissen
Beispiel 5: Ein Spiel mit wenigen Variationen und dem immer selben Ergebniss.
Mit "Ergebniss" meine ich jetzt auch nicht den kill oder was auch immer, sondern den weg dorthin.
Wenn man dann Shooter als Maßstab herbei zieht, frage ich mich welcher vom Gameplay her eigentlich nicht generisch daherkommt?
Sowohl Handlung als auch Gameplay waren schon immer bei DOOM generisch!
Ist jetzt keine Klugscheißerei, wusste einfach nicht wie ich mich anders ausdrücken sollte.
Jetzt mal zu dem punkt dass wiederholung billig scheiße usw. ist, is Super Mario Bros. für das NES scheiße und nicht herausfordernd?
Jetzt dreh ich dir einen!, Tetris????
Ist es Scheiße dass man in DOOM wieder mal auf dem Mars und der Hölle Gegner reihenweise durchsiebt wie eh und jeh?
Von wo soll sich DOOM denn bitte neu inspirieren lassen?, ist doch inspiriert von den alten teilen und das ist auch gut so.
Dat ding bringt ja schon genügend moderne anleihen mit, jenes ist dann aber auch wieder nicht recht.
lg.