BioShock: Entwickler verteidigt Kopierschutz

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Sir Richfield
Beiträge: 17249
Registriert: 24.09.2007 10:02
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Sir Richfield »

Egon Olsen hat geschrieben:Traurig das es überhaupt so weit kommen muss und Entwickler sich zu solche Mechanismen gezwungen fühlen. :(
SEIT. ES. PC. SPIELE. GIBT.
(Der C64 ist ebenfalls ein Personal Computer)

Die Diskussion darum ist so alt (und imho lächerlich) wie Musicasseten kills Music...

Ich versteh die Mischkalkulation der Publisher auch nicht...
Warum kann ich Rayman Raving Rabbits für 15€ auf dem PC und immer noch für 60€ auf der Wii kaufen? (Am Launchtag 30/60 - standen sich im Saturn direkt in den Regalen gegenüber)
Entweder ist der Wii Preis gnadenlos überteuert, um den Verlust (Durch Preis unter Herstellungskosten) im PC Bereich zu decken oder die 30€ sind ein Preis, mit dem man noch Gewinn machen kann und der Konsolenpreis ist die halt die größere Gewinnspanne.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Kajetan »

Um hier einige Fakten ins Spiel zu bringen ...

Warum verwenden viele Publisher einen Kopierschutz für ihre Spiele?

NEIN, nicht weil sie glauben, dies würde tatsächlich die Umsätze schützen. Das ist nichts weiter als eine dämliche Propagandalüge, um den Kunden vormachen zu können, dass dies angeblich notwendig sei. Die Verantwortlichen bei den Publishern wissen zT. sehr genau, wie wirkungslos und nutzlos ein Kopierschutz ist.

Und warum machen sie das dann?

Weil nahezu alle Publisher börsennotiert sind und den Kopierschutz nur verwenden, um den dummen Aktionären glaubhaft zu machen, man würde sich ernsthaft um den Schutz der eigenen Produkte kümmern. Denn noch dümmer als so manche Kunden, die sich freudig in den Ar.... fi... lassen, nur um das angesagte Hypespiel zocken zu können, sind viele Aktionäre, die in der Regel NICHTS von der Branche verstehen, sondern nur an Profiten und Dividenden interessiert sind.

Sprich, mit Vernunft oder Fakten hat die Verwendung eines Kopierschutzes nichts zu tun. Das ist nur ein Potemkinsches Dorf für die Aktionäre!
Benutzeravatar
monotony
Beiträge: 8138
Registriert: 30.05.2003 03:39
Persönliche Nachricht:

Beitrag von monotony »

Die Entwickler hätten ihr Ziel erreicht - das Spiel sei 13 Tage lang nicht gecrackt worden, so Slater. Allerdings sei man dafür verissen worden. "Jeder hasste uns dafür. Es war unglaublich."
Ja schon unglaublich, wenn jemand sauer ist, weil er sein gekauftes Vollpreispiel nicht zocken kann, weil die Server zur Freischaltung überlastet sind.
Benutzeravatar
GoreFutzy
Beiträge: 4269
Registriert: 05.09.2006 07:42
Persönliche Nachricht:

Re: *blub*

Beitrag von GoreFutzy »

JimNorton hat geschrieben:@_Refused_

Achte doch ein bisschen mehr auf Rechtschreibung, ich bin ja auch
nicht ohne Fehler, aber man kann doch wohl noch erwarten das zumindest
das erste Wort am Satzanfang groß geschrieben wird.
und noch so ein schlauberger, der nichts begreift.
Es muß wohl Telepathie gewesen sein denn das gleiche dachte ich auch von dir.
Denn ich kann immer noch nicht glauben das es Menschen gibt die
sich schikanieren lassen, und das auch noch gut finden.
Ein Produkt legal erwerben nur um dann an einer anderen Stelle
dafür bürgen das es auch Tatsächlich legal erworben wurde.
hey, wenns also nach dir geht, sollte es keine kopiersicherheiten geben. umso mehr wird dann doch erst recht dupliziert!!!

is klar
Hast du irgendwelche Beweise dafür das die Publisher/Entwickler
Umsatzeinbrüchen haben werden, wenn es keinen Kopierschutz mehr
gibt ?

Stichwort Blizzard, Bethesda, ID?
Nach deiner Logik müßten diese Firmen ja schon längst pleite sein.

ich bin so ein typ, der unnütze kommentare besonders hasst, also streiten wir uns bitte nicht über groß- und kleinschreibung. wenn du mein "fehlerfreies" deutsch ohne großschreibung nicht lesen kannst, dann hast du echt ein problem, das hier garantiert niemanden jucken wird.

naja, der eine beweis steht schon im artikel. gelesen? nein?

und ich weiß garnicht, was es daran nicht zu verstehen gibt. wenn mal angenommen die deutschlandweite zockergemeinde ausschließlich ihre games aus dem internet oder durch weitergabe bezieht, dann lohnt es sich nicht für die entwickler/publisher, dieses spiel hier zu veröffentlichen, weil sie dadurch keine einnahmen erhalten. sind wir da auf einem stand?

ich weiß nicht, was mit blizzard los ist. erklärs mir.

wie sollte das denn deiner meinung nach aussehen mit kopiergeschützten videospielen? kein kopierschutz bedeutet in meinen augen: vervielfältigung, weitergabe, einnahmeverluste, wenig umsatz, weniger kapital, schwerer zu deckende entwicklungskosten = weniger games oder qualitativ niedrigere games.
Arkune
Beiträge: 10699
Registriert: 24.09.2002 17:58
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Arkune »

So bald ein Kopierschutz zu einem echten Ärgernis für den ehrlich Kunden wird ist er nicht mehr vertretbar in meinen Augen.

Geringe Verkaufszahlen und der Verzicht auf einen Kopierschutz stehen für mich nicht unbedingt in einer direkten Abhängigkeit. Gute Spiele (Qualität und Spaß) die dem Spieler für ihr Geld etwas bieten (Preisleistung) werde sich auch gut verkauf ob sie einen Kopierschutz haben oder nicht, das haben schon so einige Titel in der Vergangenheit bewiesen.

Ich will nicht sagen, dass man nun generell auf Kopierschutzsysteme verzichten sollte aber man sollte zumindest Systeme wählen die dem ehrlich Kunden nicht zur Last fallen und die nicht schwerwiegend in das Betriebssystem eingreifen.
Gegen eine CD-Key-Abfrage für Multiplayerspiele hat z.B. niemand etwas, das wird als vollkommen normal akzeptiert, StarForce dagegen ist eine Zumutung.

Mit Privatkopien wirklich zu kämpfen haben meiner Theorie nach vor allem Nischenprodukte und reine Einzelspielerspiele.
Das sind Spiele die in der Regel keinen hohen Wiederspielwert besitzen oder nur von einer eingefleischten Klientel wirklich gespielt werden.
Es mag vielleicht sein das viele Spieler ihr generelles Interesse an solch einem Spiel bekunden aber ich schätze die wenigsten davon kaufen es sich am Ende wirklich. Der Grund dafür ist für mich denkbar einfach: Es ist ihnen das Geld nicht wert.
Wenn sich ein Spieler eine Kopie von einem Spiel besorgt für das er niemals Geld ausgegeben hätte wenn er es kaufen müsste dann kann ich leider beim besten Willen nicht mehr von einem Verlust für den Entwickler/Publisher sprechen.
Spiele die also wirklich davon betroffen sind scheitern im Grunde also daran den Kunden von den Qualitäten des Spiels zu überzeugen, Qualität zu liefern oder einen Preisleistungsrahmen einzuhalten der akzeptiert wird.

Den schwarzen Peter alleine den Privat oder Raubkopieren zuzuschieben halte ich für einen falschen Ansatz.

Wenn ein Entwickler nun von der Community eine Rüge verpasst bekommt weil sein Kopierschutz zu Lasten der Kunden ging dann finde ich das nur gerechtfertigt.
Hypnotized
Beiträge: 300
Registriert: 12.03.2007 13:51
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Hypnotized »

Gibt's überhaupt Studien, die die Behauptung das ein Kopierschutz die Verkaufszahlen erhöht, untermauern? Ich für meinen Teil kaufe PC-Spiele immer orginal, wenn die Reviews stimmen und eine Demo mich überzeugt hat. Der Aufwand ist m.M.n viel zu hoch ein Spiel aus dem Inet zuladen, seinen PC mit Viren zuzumüllen etc. da geb ich lieber 40 Euro aus und ich finde 40-50 Euro sind gerechtfertigt für ein gutes Spiel. Ich kaufe aber auch nur maximal 1-2 Spiele im Monat, also belastet das nicht so sehr den Geldbeutel. Ich halte es so: Spiele die vllt. nur eine Spielzeit von 5-10 Stunden bieten werden in der Videothek ausgeliehen, Spiele die darüber liegen und mich begeistern kaufe ich mir. Da ich aber eher im RTS/RPG Genre anzusiedeln bin muss ich mir über eine zu kurze Spielzeit oft keine Sorgen machen.

Grüße :)
Celbra
Beiträge: 43
Registriert: 05.01.2006 16:09
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Celbra »

Naja jede Art von Kopierschutz filtert einen Teil von Raubkopien ab.
Das mag jetzt komisch klingen, ist aber so...

Man kann ja nicht davon ausgehen dass alle sich so gut mit Raubkopienen auskennen.

Nehmen wir an ein Freund kauft sich ein Spiel und ich kann es mir ohne Probleme Kopiern - ohne Einsatz irgendwelcher Cracks oder Zusatzprogramme. Dann liegt dei Hemmschwelle ja eher sehr gering.

Muss ich mir jedoch erstmal einen Crack besorgen, so stellt sich für jemanden der das noch nie gemacht hat die Frage wo bekomme ich sowas. Ein Problem das warscheinlich auch schnell gelöst ist, aber erstmal eine kleine Hürde darstellt.

Nun nehmen wir weiter an, das derjenige der sich nun zum ersten mal einen Crack besorgt und diesen Installieren möchte sich anfängt gedanken zu machen was Vieren Trojaner etc. angeht - das alles könnte ja mit eingeschleppt werden. Eine Frage die sich ohne Kopierschutz auch nicht stellen würde, denn normalerweise ist auf gekaufter Software sowas nicht drauf.

Ich gebe zu das das nur sehr geringe Hürden sind, aber sowas kann bewirken, daß man zum Original greift.

Ein weiteres Problem ist einfach, das das Cracken und releasen von Spielen von den Leuten die es machen mehr als Sport betrachtet wird als eine ernsthaft geplante Schädigung des Herstellers. Der Nebeneffekt ist natürlich sehr übel Hersteller denn das Spiel kommt ja im Umlauf und wird so nichtmehr so oft verkauft.

Grundlegend ist es aus der Sicht eines Herstellers schon notwendig Kopierschütze zu verwenden. Nur das diese dann auch den den Käufern in den Weg stehen, dass kann nicht sein. Kopierschutz um jeden Preis! Und dann schaut auch der Käufer in die Röhre!


Ich als Käufer von Original Software kann nicht spielen da solche Brachial Kopierschütze z.B. mein Laufwerk nicht anerkennen wärend der Raubkopierer seit einer Woche lustig das Spiel daddelt. Und das erlebe ich immer öfter ..

Und nochwas nurmal so als frage ..

Wenn ein Spiel , sagen wir am 23.12.07 weltweit released wird - wie kann es sein das laute davon schon am 22.11.07 Raubkopienen haben? Da läuft doch in den eigenen Reihen was falsch.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Kajetan »

Hypnotized hat geschrieben:Gibt's überhaupt Studien, die die Behauptung das ein Kopierschutz die Verkaufszahlen erhöht, untermauern?
Nein. Es gibt nur die Behauptung, dass es Kopierschutz notwendig sei, um die Umsätze zu schützen. Belegt werden konnte dies nie. Denn so einen Nachweis hätten sich weder Spiele- noch Musikindstrie nehmen lassen, um damit einen riesengroßen Pressewirbel zu veranstalten, der Diskussionen dieser Art ruckzuck beenden würden.

Stattdessen gibt es nur die übliche Korrelation zwischen zwei unabhängigen Zahlenwerten (hier Tauschbörsen-Nutzung, dort Umsatzentwicklung oder Phantomschadenssummen, die man einfach aus der Anzahl der Kopien im Netz errechnet), ohne jedoch die Kausalität und gegenseitige Abhängigkeit nachzuweisen.

Aber es ist anzunehmen, dass Studien, welche den vernachlässigbaren Einfluss (sowohl positiv, wie auch negativ) von Tauschbörsen auf Musikverkäufe belegt haben, auch auf Spiele zutreffen könnten. Sind ja beides rein digitale Produkte mit nahezu derselben Kauferschicht.
Benutzeravatar
Kajetan
Beiträge: 27139
Registriert: 13.04.2004 10:26
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Kajetan »

Celbra hat geschrieben: Wenn ein Spiel , sagen wir am 23.12.07 weltweit released wird - wie kann es sein das laute davon schon am 22.11.07 Raubkopienen haben? Da läuft doch in den eigenen Reihen was falsch.
Das ist nur die Goldmaster, die entweder aus den Reihen des Publishers oder beim Presswerk den jeweiligen Releasegroups zugespielt wird. Ab und an finden auch Presseversionen, die sich nur unwesentlich von der Releasefassung unterscheiden, den Weg ins Netz.
Hypnotized
Beiträge: 300
Registriert: 12.03.2007 13:51
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Hypnotized »

Musik und Spiele kann man aber nicht vergleichen. Illegal an die neusten Alben ranzukommen ist viel einfacher und weniger umständlich als aktuelle Spiele zu downloaden.
Benutzeravatar
JimNorton
Beiträge: 554
Registriert: 24.02.2004 01:09
Persönliche Nachricht:

Beitrag von JimNorton »

@_Refused_
naja, der eine beweis steht schon im artikel. gelesen? nein?
Dann gehen wir ihn doch mal gemeinsam durch.
Auf der Game Connect Asia Pacific sprach Martin Slater von 2K Australia laut Gamespot über BioShock . Der Down Under-Ableger des einst als Irrational Games bekannten Studios war für die PC-Version des Shooters zuständig gewesen. Und die hatte bei so manchem Käufer für Unmut aufgrund des verwendeten Kopierschutzes gesorgt. So war beispielsweise der entsprechende Server am Launchtag teilweise überfordert und nur schlecht erreichbar gewesen. Auch war die Zahl der Aktivierungen einst auf zwei beschränkt.
Also ich sehe keinen Beweis in diesem Textblock.
Slater rechtfertigt den Ansatz mit dem Verweis auf das Raubkopierproblem. Wenn man ein Spiel für PC und Xbox 360 entwickle, dann könnte eine billige Kopie dafür sorgen, dass jemand nicht zur Konsolenversion des Titels greife, bei der es sich doch für gewöhnlich aber um die primäre Fassung des Herstellers handele. Man habe BioShock ohne die für die Ausführung benötigte EXE-Datei ausgeliefert - diese wird erst vom Server bezogen -, um zu verhindern, dass das Produkt schon vor Verkaufsstart irgendwo im Internet auftaucht. Viel zu oft sei dies bei anderen Spielen der Fall gewesen.
Also ich muß wohl blind sein, denn auch hier sehe ich keinen Beweis.
Die Entwickler hätten ihr Ziel erreicht - das Spiel sei 13 Tage lang nicht gecrackt worden, so Slater. Allerdings sei man dafür verissen worden. "Jeder hasste uns dafür. Es war unglaublich."
Der vorletzte Block und ich finde noch immer keinen Beweis.
Der PC-Markt sei komplex, man werde sich das Problems aber annehmen. Das Herunterladen der ausführbaren Datei bringe auch Probleme wie beispielsweise die Serverlast mit sich. Beim nächsten Titel werde man wohl nicht auf das gleiche, aber ein sehr ähnliches Konzept setzen. Man könne es sich nicht leisten, dass ein Spiel geknackt wird. Sobald das passiert sei, habe man verloren. Der Absatz würde dann "in astronomischen Maße" einbrechen.
Ach hier ist der Beweis, man nimmt an das wenn man, dann passiert.
Ich sehe nur Variablen in der Gleichung aber keine Konstanten.
Könnten, hätte, würde sind aber keine Beweise.
und ich weiß garnicht, was es daran nicht zu verstehen gibt. wenn mal angenommen die deutschlandweite zockergemeinde ausschließlich ihre games aus dem internet oder durch weitergabe bezieht, dann lohnt es sich nicht für die entwickler/publisher, dieses spiel hier zu veröffentlichen, weil sie dadurch keine einnahmen erhalten. sind wir da auf einem stand?
Und wieder "mal angenommen" hätte, würde, könnte, bla bla bla.
Ja sicher wenn alle Menschen ihre Autos aus den Werkshallen klauen
würden könnte Audi, Opel, BMW uns Konsorten einpacken.

Das schlimmste daran ist du unsterstellst es jedem. Also jeder würde
ein Spiel runterladen wenn es nicht geschützt ist.
ich weiß nicht, was mit blizzard los ist. erklärs mir.
Eine Firma die Computerspiel herstellt, Spiele wie Warcaft, Diablo, Starcraft.
Die auf solche Kopierschutzmaßnahmen verzichtet haben, nicht pleite
gegangen sind und es trotzdem geschaft haben so ein Mammutprojekt
die WOW zu verwirklichen.
wie sollte das denn deiner meinung nach aussehen mit kopiergeschützten videospielen? kein kopierschutz bedeutet in meinen augen: vervielfältigung, weitergabe, einnahmeverluste, wenig umsatz, weniger kapital, schwerer zu deckende entwicklungskosten = weniger games oder qualitativ niedrigere games.
Zum Glück darf jeder denken was er will, und den Käse lasse ich
unbeantwortet.
Benutzeravatar
GoreFutzy
Beiträge: 4269
Registriert: 05.09.2006 07:42
Persönliche Nachricht:

Beitrag von GoreFutzy »

okay, das darf man natürlich nicht durcheinander bringen.

-auf der einen seite die, die wegen des kopierschutzes ärger mit ihrem original haben und

-auf anderer seite die, die den kopierschutz umgehen und sich ihre spiele ohne gegenleistung erwerben
Benutzeravatar
parintachin
Beiträge: 15
Registriert: 27.03.2007 19:17
Persönliche Nachricht:

Beitrag von parintachin »

Celbra hat geschrieben: Nehmen wir an ein Freund kauft sich ein Spiel und ich kann es mir ohne Probleme Kopiern - ohne Einsatz irgendwelcher Cracks oder Zusatzprogramme. Dann liegt dei Hemmschwelle ja eher sehr gering.
Mag sein, aber :
Oblivon hatte auch keinen Kopierschutz und verkauft(e) sich trotzdem wie geschnitten Brot ...

Nach der Argumentation mancher Leute hier müsste Bethesda somit schon längst pleite sein!

Viele Spiele werden aber gehyped ohne Ende, da kann ein Kopierschutz schon was ausmachen, immerhin sorgt man so dafür dass erstmal genug Exemplare verkauft werden bis sich rausstellt, dass die angepriesene Shooter/Rollenspiel/Sonstwas Hoffnung nur doch wieder durchschnittliche Kost ist ...
San Andreas
Beiträge: 164
Registriert: 22.11.2007 12:00
Persönliche Nachricht:

Beitrag von San Andreas »

Ich bin einfach mal so frei, alle voran gegangenen Beiträge zu ignorieren und ein paar Gedanken zu dem Thema äußern, die ein wenig differenzierter und zumindest mit dem Versuch der Objektivität versehen sind (wer den Satz gut liest wird schon dort einen Widerspruch sehen, daher der Versuch).

Grundlegend muss man sich fragen, wie Konzerne es schaffen trotz vermeindlich steigender Zahlen von Raubkopierern auch gleichzeitig ihre Umsätze massiv zu steigern, wie es der Fall ist. Dafür muss man in drei Gruppen von PC-Spielern sprechen:

1. Die puren Raubkopierer, die sich ihre Spiele über irgendwelche P2P-Clients ziehen, die ein Spiel drei Stunden spielen und danach schon das nächste Spiel parat haben. Diese Gruppierung nimmt sich selbst die Intensität des Spiels und ist nicht in der Lage das einzelne Produkt zu genießen. Das ist der Preis, den sie zahlen, wenngleich die Entwickler von dieser Form der Währung nichts haben.

2. Die puren Spielekäufer, die evtl. lang für ihre Software sparen und demnach den vollen Preis bezahlen. Diese Gruppe hat den Vorteil Spiele in der Regel am Release-Tag spielen zu können und wirklich in das Spiel einzutauchen. Der Spielegenuss ist für diese am höchsten.

3. Die Enttäuschten. Diese Gruppierung besteht zumeist aus älteren Spielern, welche die Feststellung machen, dass heutige Spiele nicht mehr dem Qualitäsanspruch vergangener Jahre erfüllen. Spieler dieser Gruppe laden sich Spiele herunter, um sie über die Demo (sofern vorhanden) hinweg anspielen und oft den Kauf einer Software nach der preislichen Herabsetzung kaufen, um einen ihrer Meinung nach angemessenen Preis für das Produkt zu zahlen.

Nach dem Vorstellen dieser Gruppen (es gibt natürlich noch stärkere Differenzierungsmöglichkeiten, aber grob sollte das reichen) betrachten wir uns einmal das Kaufpotenzial näher.

Gruppe 1 setzt sich aus unvermögenden und desinteressierten Spielern zusammen, die entweder nicht das Geld haben, sich Spiele zu kaufen oder nicht die Zeit / Lust sich länger mit einem Spiel auseinander zu setzen. Würde man dieser Gruppe die Möglichkeit nehmen sich Spiele illegal zu beschaffen würden sie nicht automatisch in den Bereich der Gruppe 2 wandern, sie würden einfach aufhören zu spielen, da ihre Beweggründe und Mentalität eine Zugehörigkeit zu Gruppe 2 schlicht verhindern. Ergo entgeht dem Entwickler bzw. Publisher unter den Raubkopierern kein zahlender Kunde, noch ein einziger Euro Umsatz.

Gruppe 2 setzt sich in hohem Maße aus jüngeren Spielern zusammen, die auf verschiedenen Wegen mit verbesserten Finanzen ausgestattet sind. Durch diese verbesserten Finanzen besteht unter ihnen nicht die Notwendigkeit Spiele illegal zu kopieren, sonst wären steigende Umsätze heute nicht mehr zu erklären. Diese Gruppe ist den Entwicjklern treu ohne von der Möglichkeit des Kopierens beeinflusst zu werden. Keine abwandernden Umsätze.

Gruppe 3 ist am interessantesten, denn hier geht es ans Eingemachte. Ohne die Möglichkeit des Raubkopierens würde diese Gruppe sich vermutlich enttäuscht relativ schnell anderen Betätigungen zuwenden. Da diese Gruppe aber häufig runter gezeichnete Spiele kauft, nachdem sie Monate zuvor eine Raubkopie angespielt haben steigen die Umsätze durch die Verbreitung von Raubkopien.

Und genauso ist die Diskrepanz zu erklären, dass sich die Umsätze bei steigenden Raubkopiererzahlen weiter erhöhen. Raubkopien sind ein von Spielern stark unterschätztes Marketingmittel und Cracker potenzielle Spieleprogrammierer. Und glaubt mir, dass ist den Entwicklern (wie ich aus guten Quellen weiß) auch bewusst.

Jetzt stellt sich jedoch die Frage, welchen Sinn dann ein Kopierschutz hat. Die Antwort ist relativ simpel. Wenn man darauf verzichten würde, würde man Gruppe 2 nach und nach ausrotten, da es ihnen schlicht zu einfach gemacht werden würde, Spiele illegal zu erwerben, ergo kein Aufwand mehr betrieben werden muss um sie zu erhalten, da kann die Finanzkraft noch so stark sein. Da dieser Aufwand durch einen Kopierschutz Gruppe 2 höher liegt greifen sie lieber auf ihr Kapital zurück und können sich so entspannt zurück lehnen. Ferner würden viele potentielle Programmierer ihre Fähigkeiten sich mit Programmcodes auseinander zu setzen nicht mehr demonstrieren und so würde die Rekrutierungsmaschine zumindest ein wenig Sand ins Getriebe geworfen bekommen.

Summa summarum muss man also zusammenfassen, dass Cracks und Raubkopien der Spieleindustrie nicht etwa schaden, wie es hinreichend vermutet wird, sondern dieser auf einigen Feldern sogar echte Vorteile liefern.

Mag sich absurd anhören, ist aber so. ^^
Egon Olsen
Beiträge: 579
Registriert: 04.11.2005 15:27
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Egon Olsen »

Sir Richfield hat geschrieben:
Egon Olsen hat geschrieben:Traurig das es überhaupt so weit kommen muss und Entwickler sich zu solche Mechanismen gezwungen fühlen. :(
SEIT. ES. PC. SPIELE. GIBT.
(Der C64 ist ebenfalls ein Personal Computer)

Die Diskussion darum ist so alt (und imho lächerlich) wie Musicasseten kills Music...
Schwarzkopien waren damals ein Grund (von vielen) warum der Amiga den Bach runter ging. Imho also alles andere als lächerlich!