@Coorne:
Codewheel, gut und schoen. Aber dann muessen sie sozusagen, nen aktiven Programmcode schutz einbauen.
Glaube mir, einen guten Schutz in dieser Art zu programmieren - nicht den besten der Welt, aber einen guten - ist wahrlich nicht das größte Problem der Hersteller. Wenn sie einen Kernel-Treiber bzw. Ring0-Treiber mit Millisekunden-Messbereich schreiben, der die Unwucht einer CD messen können (mal so fantasievoll gesagt), dann ist eine popelige 2-3 fache RC5-Kodierung eines Checks ein Witz.
Denn was nützt, diese Externe "Hilfe" des schutzes, wenn einige findige "bastler" so hinbiegen, dass alle antworten als richtig angesehen werden? (..)
JMP $4001 ;Jump to True
JMP $4003 ;Jump to False
gebogen...
JMP $4001
JMP $4001
... oder anders ausgedrückt...
10 GOTO Codewheel_abfrage
20 IF Codewheel = TRUE THEN JMP Nächster_Level
30 IF Codewheel = FALSE THEN JMP Du_Kopiertrottel ; dies muss geknackt werden
40 GOTO 10
Doch welcher Hersteller, der sein Produkt schützen möchte, hat einen solchen simplen und schwachsinnigen "Schutz" drinne ? Wo bleiben die CRC-Selfchecks und RC5-Algorythmen ? Warum soll nur die CIA und das FBI ihre Software schützen dürfen ?
Man siehe sich mal Starforce an, das Teil IST ein Fort Knox Monster !!! Wäre es tatsächlich sooooo einfach, einen Kopierschutz zu knacken, dann wäre der letzte Splinter Cell Teil seit zwei Ewigkeiten und 3 Tage längst mit einem NoCD-Patch ausgestattet gewesen. Die Realität war aber, dass der dritte Splinter Cell, die Trackmania Serie als auch X2 & X3 eine gewisse Zeit lang absolut sicher waren. Nur abgeklemmte Laufwerke, Registry Hacks und ziemlich abgehobene Ideen konnten eine 1:1 kopierte Version oder so zum laufen bekommen. Für die Hersteller war es ein Segen, denn solange es nicht kinderleicht "spielbar" für den kleinen Hans ist, werden sich die Leute das problemlosere Original in den Schrank stellen. Splinter Cell, Trackmania und die X-Serie sind ja nicht umsonst beliebt und gut verkauft worden

Dennoch... der Starforce Treiber IST ein Alptraum. Ubi hat sich hingesetzt und dieses Ding in die Tonne geworfen - mit der Angst, dass die Spiele umso schneller gecracked werden ... ergo... ein neuer knallharter Kopierschutz, der das Laufwerk bis zum Limit strapaziert. Nur diesmal AFAIK ohne Treiber.
Mit einer Codewheel, oder ähnlichem "Hardware-Kopierschutz", kann man den einen oder anderen Titel zumindest für die kritischen 2-3 Monate ab dem Verkaufsstart ungeknackt auf dem Markt werfen. Ist eine kritische Masse erstmal verkauft, dann kann nach einer Preissenkung die Füße hochgehoben werden. Und das ganze wird sich sowieso im Sande verlaufen, wenn überhaupt kein CD-Kopierschutz werkelt, sondern einzigst und alleine eine solche In-Game Abfrage.
In der X-Serie war das Hauptprogramm soweit und so stark mit eigenen CRC-Checks geschützt, dass selbst Jahre (!) nach dem Spiel noch kein vernünftiger NoCD-Patch da greiffen konnte. Das Risiko, dass das Spiel eine Änderung an sich selbst bemerkte, und als Reaktion das sauer verdiente oder ergaunerte Geld einfach löschte, war einfach zu groß.
Es reicht schon aus, wenn der Coder irgendwo in der Raumschiff-Kaufroutine alle 2 Wochen eine kleine kodierte Routine aus einer Textur dekodiert und sie ausführt. Gepakte Texturen *müssen* ja nicht immer aus reiner Grafik bestehen, oder ?

Und nach einiger Zeit, als die Absatzzahlen groß genug waren, schiebte man mit einem Patch einfach eine Entfernung des Kopierschutzes nach. Quake und Half-Life haben es AFAIK damals ja auch so gemacht
Die Möglichkeiten, auf *reiner* Softwarebasis einen guten Schutz auf die Beine zu stellen, sind vorhanden. Sie sind zwar alle aushebelbar, doch die Zeit bis zum voll funktionierendem Crack kann man in aller Ruhe verlängern. Einfach mal in der Soundroutine einen weiteren Check im nächstem Patch reinreichen. Es geht ja dank Internet und Auto-Update gaaaaanz schnell
Ich sehe da keine "Gefahr" in Sicht. Ganz im Gegenteil ! Der Reiz eines Crackers ist es, einen besonders gefürchteten Kopierschutz auszuhebeln. Dies steigert den Ruhm des Crackers bzw. der Gruppe und Respekt ist ihr sicher. Entzieht man dem Cracker einen großen Fußboden unter den Füßen - den CD-Check - dann haben die nur noch an den CRC/Codewheel Abfrage zu knabbern. Der Spieler - und DER zahlt das Produkt - bekommt aber weiterhin das selbe Spiel. Nur muss er sich nicht mit Treibern, CD-Abfragen im Laufwerk und unkompatibler Hardware rumschlagen. Der legt den Titel rein, installiert das Teil und legt die CD sicher und geschützt in der Hülle und in den Schrank zurück. "Geschützt" ist der Titel weiterhin. Auch wenn er in Massen auf Tauschbörsen rumlungert... ohne Codewheel kriegt man nur die "Demo-Version", den ersten Level, zu sehen. Entweder bastelt er sich dann das Teil zusammen, was wohl "etwas" schwerer sein würde als ein NoCD-Crack zu installieren, oder er kauft sich dann einfach das Teil.
@ratzinger:
...also alle Spiele, die ich je als Raubkopie bekommen habe (..), sind bei mir nie länger als 10 Minuten angesehen worden(..)
Die meisten sogenannten "Raubkopierer" sind eh' nur Sammler im klassischem Sinne. Sie schnappen sich die CD und legen sie irgendwo auf einen Stapel oder in die Ecke. Richtig gespielt wird selten. Und wenn doch, dann sind (oh Wunder!) meist Originale im Spiel. Hey, tolles Wortspiel

In meinem *hüstl, hüstl* Bekanntenkreis kenne ich viele, die auf der einen Seite ihre Finger in der Szene haben, und auf der anderen Seite z.Bsp. sämmtliche LucasArts Titel als Original oder alle Final Fantasy Teile als Import bei sich zuhause haben. Wieso ? "Knight Rider" wird gesammelt, aber "Final Fantasy" wird genossen

Das sind aber auch die wirklich kleinen, ja winzigen Fische. Die sind absolut keine Gefahr für die Hersteller. Was auch mich *wirklich* ankotzt sind die Leute, die mit gecrackter Software so richtig Kohle scheffeln. Es gibt sogar gewisse Länder (Rote Fahne; starkte Truppe in C&C:Generals), wo man gigantische Einnahmen haben KÖNNTE, wenn der Markt nicht schon von kopierten Produkte überschwämmt wäre.