Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

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SpookyNooky
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von SpookyNooky »

Nanimonai hat geschrieben:Diese Form der VR ist ja quasi das Gegenteil der sensorischen Deprivation, also so etwas wie eine gezielte Reizüberflutung und beides kann durchaus Störungen (in erster Linie psychische) hervorrufen.
Das ist zwar ein drastisches Beispiel und auch wenn dies alles mit der Rift freiwillig geschieht, kann ich mir durchaus vorstellen, dass bei (zu) intensiver Inanspruchnahme kurzzeitige (eventuell auch langzeitige) Schäden verursacht werden können.
:lol:
Nein, es ist nicht das Gegenteil sensorischer Deprivation.
Wie ich schon sagte, das Gehirn bekommt durch VR-Systeme wenige Reize, weil nur der sensorische Input angesprochen wird.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?ter ... al+reality
Kannst dich ja mal durch ein paar Paper durcharbeiten, wenn du dich wirklich fundiert informieren willst.
Ich denke schon, dass ich bereits entwarnen kann.

@ Balmung:
Epilepsiekrämpfe können im Allgemeinen durch eine hohe Frequenz optischer Stimuli ausgelöst werden. Da bildet VR natürlich keine Ausnahme.
Nero7
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Kommentar

Beitrag von Nero7 »

Ich halte es einfach für schädlich fürs auge sonst würde ich es ja loben. einen bildschirm wenige zentimeter vor den augen zu haben kann nicht gesund sein. wielange will man den damit spielen? ich spiele 4 stunden am stück ab und zu, mit rift muss dier da ja fast das auge platzen.
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Sorgi
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Sorgi »

Was bei Oculus gar nicht geht:

- Übermüdung,
- Alkohol und andere leichte, bewusstseinsverändernde Substanzen
- spielen bei leichter Übelkeit (wenn das spielen am TV/ Monitor noch geht)

Es gibt sicherlich noch einige andere Situationen.

Um Oculus richtig benutzen zu können sollte man also einigermaßen fit sein. Ausserdem stehen die Spieldesigner vor der Herausforderung Spiele zu entwickeln die sich durch einen möglichst niedrigen Simulation-Sickness-Level auszeichen.

Spekulation:

Der Hinweis in Spieleanleitungen, in dem steht das man pro Stunde etwa eine Viertelstunde pausieren sollte (was von mir bisher ignoriert wurde), dürfte hier wirklich relevant sein. Dann sollte es gut funktionieren. Welche Genres dadurch erst mal wegfallen kann sich jeder denken, aber diese Spielegenres sind auf dem Monitor sowieso viel besser aufgehoben. Somit ist Oculus für mich ein ganz eigenes Ding das sich parallel zur aktuellen Spielewelt entwickelt.
Zuletzt geändert von Sorgi am 03.09.2013 19:27, insgesamt 1-mal geändert.
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SpookyNooky
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Re: Kommentar

Beitrag von SpookyNooky »

Nero7 hat geschrieben:Ich halte es einfach für schädlich fürs auge sonst würde ich es ja loben. einen bildschirm wenige zentimeter vor den augen zu haben kann nicht gesund sein.
http://www.zeit.de/2003/07/Stimmts_Fernsehen
Das gleiche gilt auch für's Oculus.
Ermüdungserscheinungen ja, Schäden nein.

Glaubt ihr auch noch, dass die Gesichtszüge stehen bleiben können, wenn man zu viele Grimassen schneidet?
Easy Lee
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Easy Lee »

Ich glaub' ich bin zu alt für diese Reizüberflutung. Klingt schon faszinierend, aber auch nach Stress.
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Usul
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Re: Kommentar

Beitrag von Usul »

Nero7 hat geschrieben:Ich halte es einfach für schädlich fürs auge sonst würde ich es ja loben. einen bildschirm wenige zentimeter vor den augen zu haben kann nicht gesund sein. wielange will man den damit spielen? ich spiele 4 stunden am stück ab und zu, mit rift muss dier da ja fast das auge platzen.
Genau. Und wenn bei schlechtem Licht liest, wird man auch blind. Und wenn man flüstert, taub. Und wenn den Harndrang ignoriert, bekommt man Blasenkrebs.
Nanimonai
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Nanimonai »

SpookyNooky hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Diese Form der VR ist ja quasi das Gegenteil der sensorischen Deprivation, also so etwas wie eine gezielte Reizüberflutung und beides kann durchaus Störungen (in erster Linie psychische) hervorrufen.
Das ist zwar ein drastisches Beispiel und auch wenn dies alles mit der Rift freiwillig geschieht, kann ich mir durchaus vorstellen, dass bei (zu) intensiver Inanspruchnahme kurzzeitige (eventuell auch langzeitige) Schäden verursacht werden können.
:lol:
Nein, es ist nicht das Gegenteil sensorischer Deprivation.
Wie ich schon sagte, das Gehirn bekommt durch VR-Systeme wenige Reize, weil nur der sensorische Input angesprochen wird.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?ter ... al+reality
Kannst dich ja mal durch ein paar Paper durcharbeiten, wenn du dich wirklich fundiert informieren willst.
Ich denke schon, dass ich bereits entwarnen kann.
Ein paar davon habe ich mir angeschaut, kenne selbst aber auch einige Studien.
Ich habe das Gegenteil der sensorischen Deprivation ja als ein "quasi" gesehen und nicht als das faktische Gegenteil und ich denke, dass das durchaus legitim ist.
Es sind verwandte Szenarien, in denen es in erster Linie um Isolation geht. Bei dem einen geht es eben darum, die Sensorik vollkommen abzuschalten, was sicherlich sehr viel schlimmer und gravierender für den Menschen ist; Bei dem anderen geht es um Reizüberflutung in Isolation. Natürlich werden dabei (noch) nicht alle Sinne angesprochen, doch die intensive Stimulation besonders unseres wichtigsten Wahrnehmungsorgans (80% der Wahrnehmung unserer Umwelt geschieht über das Sehorgan) ist doch nicht gleichzusetzen mit "das Gehirn bekommt wenig Reize, weil nur der sensorische Input angesprochen wird".

Ich sprach von in erster Linie psychischen Schäden und diese sind faktisch einfach noch nicht ausreichend untersucht worden, da befindet sich die Forschung immer noch in der Theorie, da keine Langzeitstudien vorliegen.

Wir sind uns vermutlich beide einig, dass eine virtuelle Realität einen sehr großen Einfluss auf die menschliche Psyche haben kann. Nicht umsonst gibt es Versuchsreihen, in denen Angstpatienten in der VR ihren Ängsten ausgesetzt werden. Also so etwas wie eine Expositionstherapie im virtuellen Raum. Und es funktioniert. Virtuelle Realität kann nachweislich effektiv therapeutisch eingesetzt werden, aber eben nur, weil virtuelle Reize reale (!) Ängste auslösen können.

Was letztendlich doch nur beweist, welchen großen Effekt die virtuelle Realität auf den Menschen und vor allem seine Psyche haben kann.

Im therapeutischen Kontext eingesetzt gibt es also ganz klar wissenschaftlich nachgewiesene Ergebnisse, dass es funktioniert.
Woher nimmst Du also die Gewissheit, dass eine nicht therapeutisch eingesetzte virtuelle Realität nicht auch ebenso negative Ergebnisse haben kann?

Was mich im virtuellen Raum Ängste bekämpfen lässt, muss im Umkehrschluß auch in der Lage dazu sein, Ängste auszulösen und zu verstärken.

Edit: Ach ja, als Stichpunkte, welche psychischen Risiken zumindest erst mal bestehen und näher untersucht werden müssen: Realtitäsverlust, Fragmentierung, Dekontextualisierung, Eskapismus, Sekundarisierung.
Das ist natürlich nicht in Stein gemeißelt und ich sage auch nicht, dass eine Exposition virtueller Realitäten zwangsläufig dazu führt, ich sage aber dennoch, dass es Gegenstände sind, die bedacht werden müssen.
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SpookyNooky
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von SpookyNooky »

Nanimonai hat geschrieben:Wir sind uns vermutlich beide einig, dass eine virtuelle Realität einen sehr großen Einfluss auf die menschliche Psyche haben kann. Nicht umsonst gibt es Versuchsreihen, in denen Angstpatienten in der VR ihren Ängsten ausgesetzt werden. Also so etwas wie eine Expositionstherapie im virtuellen Raum. Und es funktioniert. Virtuelle Realität kann nachweislich effektiv therapeutisch eingesetzt werden, aber eben nur, weil virtuelle Reize reale (!) Ängste auslösen können.
Da gebe ich dir Recht.
Aber man kann dann doch nicht im Umkehrschluss sagen, dass Oculus Rift schädlich sein könnte. Wenn wir hier aber von der Ebene der Neurophysiologie runter (oder rauf?) auf die Ebene der Psychologie gehen, dann entfernen wir uns von meinem Metier und dann werde ich auch vorsichtiger mit Behauptungen.
Nanimonai hat geschrieben:Was mich im virtuellen Raum Ängste bekämpfen lässt, muss im Umkehrschluß auch in der Lage dazu sein, Ängste auszulösen und zu verstärken.
Nein, das ist doch eine Sache der Individualität. VR kann zu Therapiezwecken angwendet werden, um bestimmten Phobikern oder PTBS-Patienten zu helfen. Meistens auch, um zu konfrontieren. Hier dient VR als Werkzeug. Ich kann doch daraus nicht schließen, dass VR in einem ganz anderen Kontext meine Psyche beeinflussen kann.
Man kann auch mit Computerprogrammen Menschen therapeutisch helfen. Deswegen ist die Nutzung eines PCs doch nicht schädlich.
Nanimonai hat geschrieben:Realtitäsverlust, Fragmentierung, Dekontextualisierung, Eskapismus, Sekundarisierung.
Oder dem Verändern des Körpererlebens, der Ich-Empfindung, der Depersonalisation. Ich denke nicht, dass solche Probleme von einer Art VR wie Oculus Rift es ist, verstärkt würden. Das ist jetzt aber meine Meinung, wissenschaftlich kann ich dazu nichts sagen. Menschen können jederzeit austicken. Wenn ich mich in mein Zimmer verbarrikadiere und für Monate nur Doom 3 spiele und mich dann mit Freunden treffe, bemerken die womöglich auch eine gewisse vorübergehende Verhaltensänderung oder ich bemerke das vorher schon selbst.

Alles in Maßen. :)
Und: Kritisch denken sollte man immer!
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Usul
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Usul »

SpookyNooky hat geschrieben:Und: Kritisch denken sollte man immer!
Man kann's auch übertreiben, finde ich. Wie man hier sehr schön sieht.
Nanimonai
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Nanimonai »

SpookyNooky hat geschrieben:
Nanimonai hat geschrieben:Wir sind uns vermutlich beide einig, dass eine virtuelle Realität einen sehr großen Einfluss auf die menschliche Psyche haben kann. Nicht umsonst gibt es Versuchsreihen, in denen Angstpatienten in der VR ihren Ängsten ausgesetzt werden. Also so etwas wie eine Expositionstherapie im virtuellen Raum. Und es funktioniert. Virtuelle Realität kann nachweislich effektiv therapeutisch eingesetzt werden, aber eben nur, weil virtuelle Reize reale (!) Ängste auslösen können.
Da gebe ich dir Recht.
Aber man kann dann doch nicht im Umkehrschluss sagen, dass Oculus Rift schädlich sein könnte. Wenn wir hier aber von der Ebene der Neurophysiologie runter (oder rauf?) auf die Ebene der Psychologie gehen, dann entfernen wir uns von meinem Metier und dann werde ich auch vorsichtiger mit Behauptungen.
Klar kann man sagen, dass das Oculus Rift schädlich sein könnte. Im Konjuktiv jedenfalls, da es auf keinen Fall undenkbar oder auszuschliessen ist.
Rein biologisch brauchen wir nicht darüber reden, dass man durch diese Brille ebensowenig viereckige Augen bekommt, wie vom Fernseher, auch wenn unsere Großmütter das früher gepredigt haben.

Wobei ich auch hier zu Bedenken gebe, dass rein neurobiologische Ergebnisse aus Langzeitstudien noch nicht vorliegen. Wir wissen einfach nicht, was eine dauerhafte Exposition virtueller Realität in Isolation auslösen kann.
Nanimonai
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Nanimonai »

SpookyNooky hat geschrieben: Man kann auch mit Computerprogrammen Menschen therapeutisch helfen. Deswegen ist die Nutzung eines PCs doch nicht schädlich.
Das behaupte ich auch nicht. Ich behaupte aber, dass es genau zu diesem Thema schon sehr viele Studien gibt, mit der Medienwirkungsforschung auch eigene Fachbereiche ins Leben gerufen wurden, die sich intensiv damit beschäftigen.

Und genau das muss es im Bereich der virtuellen Realität auch geben.
Wir befinden uns ja gerade an einer Schwelle, in der VR bei weitem authentischer und eindrucksvoller ist als noch zu Zeiten, als ein Marshall McLuhan oder ein Jean Baudrillard sich mit diesem Thema beschäftigt haben und ihre Theorien zum Besten gegeben haben.

Ich bin daher also nicht der Meinung, dass man wie Du bereits klare Entwarnungen aussprechen kann. Auch nicht zwingend neurobiologisch, obwohl dies Dein Fachgebiet ist.
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Lord Hesketh-Fortescue
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Lord Hesketh-Fortescue »

Das Ding scheidet schon deshalb aus, weil ich mit diesem Aparillo auf den Augen ja ständig neben die Chipstüte greife und meine Bierflasche umkippe. :ugly: Echt Freunde, wo bleibt da die Gemütlichkeit, hm?

Nee, im Ernst, vor 10 Jahren hätte ich für sowas vermutlich noch ohne Zögern gemordet. Mittlerweile macht mich der Traum der TOTALEN audiovisuellen und haptischen Immersion, zu dem OR sicher ein wichtiger Schritt sein kann, weit weniger an. VR-Handschuh, Rumblechair, Holodeck, Matrix, pah! Spielerische und narrative Immersion wirken auf mich mittlerweile deutlich stärker. Ansonsten bin ich ganz froh, dass sich das virtuelle Geschehen auf meinen Lap-Screen bzw. meinen LCD im Wohnzimmer beschränkt, und die räumliche Umgebung ansonsten meine gewohnt "sensorisch zuverlässige", garantiert Sickness-befreite RL-Räumlichkeit ist, die weder zum Kotzen annimiert noch sonstwie shaky, laggy, seltsam oder fremd wirkt. Jaja, voll lahm und so, das nennt man wohl altersgerechtes, barrierefreies Zocken ^^. Aber mit VR-Brille in meinem Wohnzimmer sitzen und "woahhh, ist das krass geil" stammeln...neee, sorry, ich mag ja Nerds...wirklich!... aber diesen Brillentrend werde ich vermutlich einfach mal kühn aussetzen.

Aber ich bin gespannt, wie sich OR entwickeln wird und was es für einen "Impact" auf die Spielewelt haben wird. Und ich wünsche jedem Zocker, der sich drauf freut und darauf wirklich Bock hat, den maximalen Kick damit!
Nanimonai
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Nanimonai »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Aber ich bin gespannt, wie sich OR entwickeln wird und was es für einen "Impact" auf die Spielewelt haben wird.
Einen Impact wird es vermutlich haben, aber sehr wahrscheinlich nicht in dieser Form. OR könnte dazu beitragen, VR einen Schritt weiter zu bringen, also die Forschung weiter voran zu treiben. Dauerhaft werden sich Brillen, die isolierend die gesamte Außenwahrnehmung ausblenden, aber wohl nicht durchsetzen können. Das gilt vermutlich für jede Form des 3D oder VR ebenso wie für jedes andere Peripheriegimmick: Solange man auf ungemütliche und störende Hilfsmittel angewiesen ist, wird sich der große Konsumentenmarkt nicht dafür interessieren.
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Temeter 
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Re: Oculus Rift: Angespielt: Strike Suit Zero

Beitrag von Temeter  »

Nanimonai hat geschrieben:
Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben: Aber ich bin gespannt, wie sich OR entwickeln wird und was es für einen "Impact" auf die Spielewelt haben wird.
Einen Impact wird es vermutlich haben, aber sehr wahrscheinlich nicht in dieser Form. OR könnte dazu beitragen, VR einen Schritt weiter zu bringen, also die Forschung weiter voran zu treiben. Dauerhaft werden sich Brillen, die isolierend die gesamte Außenwahrnehmung ausblenden, aber wohl nicht durchsetzen können. Das gilt vermutlich für jede Form des 3D oder VR ebenso wie für jedes andere Peripheriegimmick: Solange man auf ungemütliche und störende Hilfsmittel angewiesen ist, wird sich der große Konsumentenmarkt nicht dafür interessieren.
Kommt drauf an.
Die meiste Peripherie ist ungemütlich und störend. Maus und insbesondere Tastatur sind vergleichsweise unintuitive Eingabegeräte, genauso wie Controller, dessen Tastendruck in keinem Kontext steht, was auf dem Bildschirm passiert. Oder nimm nur den Kabelsalat um einen PC oder Fernseher herum, und gott bewahre, wenn man sein erstes 5.1-System aufstellen will. Dennoch sind diese Dinge nicht unbedingt eine Randnotiz :D

Die Frage ist nun, ob OR allgemein den Aufwand wert ist. Potential ist imo auf jeden Fall da. Ich zweifle ebenfalls an der Mainstreamtauglichkeit, aber zumindest eine recht große Nische scheint doch interessiert an dem Gerät. Mag sein, dass es bald nur noch ein veralteter Zwischenschritt und Treppenwitz ist - damit läge es aber noch weit vor den letzten Gehversuchen, die das Thema VR wieder sehr schnell begraben haben :ugly:
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SpookyNooky
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Beitrag von SpookyNooky »

Lord Hesketh-Fortescue hat geschrieben:Aber mit VR-Brille in meinem Wohnzimmer sitzen und "woahhh, ist das krass geil" stammeln...neee, sorry, ich mag ja Nerds...wirklich!... aber diesen Brillentrend werde ich vermutlich einfach mal kühn aussetzen.
Als ob jeder Oculus Rift-Nutzer in spe derart abspacken würde.

Ich spiele ja sehr gerne Civilization 5 und trinke dabei Tee.
Aber manchmal fahre ich auch gerne virtuell mit Panzern durch die Gegend, ohne dabei "whoa, ist das krass, brummbrumm" zu brüllen.