Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättigung, Skepsis und Probleme

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Pyoro-2
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von Pyoro-2 »

Trotzdem isses sicher richtig, dass die meisten, die überhaupt bereit sind zu backen, nid mehr als 2, 3 vllt 4 Spiele gleichzeitig backen werden, ganz zu schweigen von denen, die sowieso nur spezifisch "Einmalkunde" sind. Kostet Geld, ist kaum absehbar, und letztlich verbraucht's auch 'ne Menge Zeit und Energie sich vernünftig zu informieren und dann auch noch immer schön Übersicht zu behalten. Manchmal will man dann halt auch einfach nur mal spielen, sollte man nachvollziehen können ...
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Exedus
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von Exedus »

Wigggenz hat geschrieben:Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?
Faster than Light
Giana sisters
und nächsten Monat kommt Leisure Suit Larry
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DextersKomplize
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von DextersKomplize »

Anla'Shok hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?
Faster than Light
Giana sisters
und nächsten Monat kommt Leisure Suit Larry
Defense Grid Add On Containment, zudem gabs kürzlich die Ankùndigung von Defense Grid 2, was ohne die Finanzierung zu Containment auch nicht möglich gewesen wäre. Und DG2 bekommt auch jeder Backer nochmal.

Das läuft schon und das bspw Divinity dieses Jahr noch kommt, da glaub ich auch fest dran. Larian hat's drauf :)
DasGehtZuWeit
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von DasGehtZuWeit »

Eine Übersättigung des Marktes mit Indiespielen kann ich auch feststellen - allerdings nur auf Android und iOS - nicht jedoch auf Kickstarter!

Auf Kickstarter ist eher der Gegenteil der Fall: früher waren es im Schnitt ~300 Gameprojekte, wenn man alle durchgescrollt hat, mittlerweile sind es jedoch nur mehr um die ~150. Offenbar haben viele Indies erkannt, dass es nicht so einfach ist auf Kickstarter und sparen sich die Mühe.

Fakt bleibt dennoch, dass der Markt langsam von Indiespielen übersättigt wird, vor allem auf dem mobilen Geräte-Markt. Was als die große Chance für Indieentwickler ausgesehen hat, ist mittlerweile zum bitteren Überlebenskampf der vielen konkurrierenden Indieentwickler geworden.
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muecke-the-lietz
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von muecke-the-lietz »

DasGehtZuWeit hat geschrieben:Eine Übersättigung des Marktes mit Indiespielen kann ich auch feststellen - allerdings nur auf Android und iOS - nicht jedoch auf Kickstarter!

Auf Kickstarter ist eher der Gegenteil der Fall: früher waren es im Schnitt ~300 Gameprojekte, wenn man alle durchgescrollt hat, mittlerweile sind es jedoch nur mehr um die ~150. Offenbar haben viele Indies erkannt, dass es nicht so einfach ist auf Kickstarter und sparen sich die Mühe.

Fakt bleibt dennoch, dass der Markt langsam von Indiespielen übersättigt wird, vor allem auf dem mobilen Geräte-Markt. Was als die große Chance für Indieentwickler ausgesehen hat, ist mittlerweile zum bitteren Überlebenskampf der vielen konkurrierenden Indieentwickler geworden.
Ja, aber erst jetzt wird es dann auch interessant, weil extremer Konkurrenzkampf sehr gute Qualität zur Folge haben kann. Denn viele potenziell schlechte Titel werden so nach und nach ausgesiebt und übrig bleiben nur noch die Top Titel.

Und wenn man sich mal einige Indie Titel auch außerhalb der Android und iOS Welt anschaut, kann man schon einen starken Qualitätszuwachs feststellen.
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sphinx2k
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von sphinx2k »

Na ja bei mir ist es in der Tat so das ich erst einmal gesättigt bin. Ich hab mittlerweile ca. 6 Projekte Unterstützt und möchte einfach erst mal abwarten was daraus wird. Diese Projekte denken auch schon so ziemlich alle Genres ab die mich interessieren. Und somit muss ein Projekt richtig heraus-stechen damit ich es noch unterstütze.

Das heist eben nicht das Kickstarter für mich uninteressant ist nur das es mittlerweile etwas mehr erfordert als nur schöne Worte.
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FightingFurball
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von FightingFurball »

greenelve hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?

Natürlich tritt dann auch unter Enthusiasten eine gewisse Zurückhaltung ein, wenn man noch kein einziges Ergebnis bewundern kann.
Keines der ganz Großen. Logischerweise. Ein Spiel braucht nunmal Entwicklungszeit. Kleinere Projekte sind aber schon draussen, leider fällt mir kein Name ein. :/
Selbst die kleinen brauchen Entwicklungszeit (Ausnahmen sind meist schon fast fertige Spiele und es geht um Erweiterungsfinanzierung wie Strike Suit Zero), als Beispiel sei mal Energy Hook genannt, dass mit 1 Jahr Entwicklungszeit dasteht. The Banner Saga hat allerdings schon den Multiplayerpart rausgeracht, der ganz passabel ist.

Viele der Größeren sind aber für zweite Hälfte bis Ende diesen Jahres angekündigt.
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FightingFurball
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von FightingFurball »

Anla'Shok hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?
Faster than Light
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und nächsten Monat kommt Leisure Suit Larry
FTL war glaube ich noch vor der großen Welle durch DFA und Giana Sisters war ebenfalls sehr weit fortgeschritten, als sie es finanzierten, wenn ich mich korrekt erinnere.
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Nightfire123456
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von Nightfire123456 »

FightingFurball hat geschrieben:
Anla'Shok hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Ist denn schon ein einziges der Spiele, die seit dem Start der Kickstarter-Welle dort finanziert wurden, überhaupt schon released worden?
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und nächsten Monat kommt Leisure Suit Larry
FTL war glaube ich noch vor der großen Welle durch DFA und Giana Sisters war ebenfalls sehr weit fortgeschritten, als sie es finanzierten, wenn ich mich korrekt erinnere.
Dieses Multiplayer Mittelalter game scheint sich auch ganz ordentlich bei Steam zu verkaufen und war ein Kickstarter Projekt. Und auch eines der vor kurzem releasten 4x Weltraum games wurde über Kickstarter finanziert, ich glaub es war Star drive bin mir da aber nicht so sicher. Und genau das sehe ich im mom. als riesen Problem in der indie Szene. Wann wird zur Zeit doch mit neuen Projekten und Spiele Namen nur so überhäuft so das mir die ganzen Namen schon gar nicht mehr merken kann und nur die Hype games wircklich hängen bleiben.
Man muss auch mal überlegen wieviel Geld in der Kickstarter Games Szene in den letzen 1 1/2 Jahren zusammen getragen wurde. Irgendwann wollen die Spender auch mal ein game zocken und nicht nur die Kreditkarte zücken.
Und das ausgerechnet die alten Hasen mit ihren Top beziehungen soviel Kohle zusammen bekommen wundert mich nicht wircklich. Ich kann mir nicht vorstellen das es Zufall war das als das Torment Kickstarter Projekt angelaufen ist, Zeitgleich Planescape Torment bei GOG im Angebot war. Ausserdem hatten die großen internationalen Games Magazine alle sofort interviews mit den Entwicklern parat. So ein riesen hype zieht natürlich viele Spender an. Solche beziehungen werden aber wohl nur recht weniger der Indie Entwickler Studios haben
Rawr!
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von Rawr! »

Nightfire123456 hat geschrieben: Dieses Multiplayer Mittelalter game scheint sich auch ganz ordentlich bei Steam zu verkaufen und war ein Kickstarter Projekt. Und auch eines der vor kurzem releasten 4x Weltraum games wurde über Kickstarter finanziert, ich glaub es war Star drive bin mir da aber nicht so sicher. Und genau das sehe ich im mom. als riesen Problem in der indie Szene. Wann wird zur Zeit doch mit neuen Projekten und Spiele Namen nur so überhäuft so das mir die ganzen Namen schon gar nicht mehr merken kann und nur die Hype games wircklich hängen bleiben.
Man muss auch mal überlegen wieviel Geld in der Kickstarter Games Szene in den letzen 1 1/2 Jahren zusammen getragen wurde. Irgendwann wollen die Spender auch mal ein game zocken und nicht nur die Kreditkarte zücken.
Und das ausgerechnet die alten Hasen mit ihren Top beziehungen soviel Kohle zusammen bekommen wundert mich nicht wircklich. Ich kann mir nicht vorstellen das es Zufall war das als das Torment Kickstarter Projekt angelaufen ist, Zeitgleich Planescape Torment bei GOG im Angebot war. Ausserdem hatten die großen internationalen Games Magazine alle sofort interviews mit den Entwicklern parat. So ein riesen hype zieht natürlich viele Spender an. Solche beziehungen werden aber wohl nur recht weniger der Indie Entwickler Studios haben
Genau, es sind die großen Entwickler, die allein durch ihre Beziehungen diese Wellen der Sensation durch alle Bereiche der Medien schlagen konnten, was gleich einem Sturm über die armen Indie-Entwickler einbrach. Und es ist nicht etwa die Reputation, die mit den großen, bekannten Titeln vergangener Tage einhergeht, durch die jene Entwickler groß geworden sind. Nein. Das wäre doch zu leicht!

Könnte es nicht einfach eher sein, dass Berichterstattung mit Interesse (der Masse) verwoben ist, und bei einem Torment-Nachfolger im Geiste deutlich mehr Anklang findet oder einem Wing-Commander, als bei einem namenlosen IndiekunstwerkFünftausend?

Pssht, noch ein gewinnbringendes Geheimnis: Wenn du als Indie-Entwickler einen sehnsüchtig erwarteten Nachfolger zu einem sehnsüchtig nostalgischen Vorgänger entwickelst - was womöglich dem Indie-Zweck irgendwo und irgendwie ohnehin widersprechen würde - werden sich die ganzen pösen Berichterstatter darum reißen! Aber das bleibt unter uns, versprochen?

Jedenfalls, das Ganze hier ist wohl auch einfach nur eine Form von Marketing. Bei einem Spiel, dem das Herzblut seiner Entwickler vielleicht einen Ticken über dem der potenziellen Fans steht, gebührt, whatever.
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Nightfire123456
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von Nightfire123456 »

Rawr! hat geschrieben:
Nightfire123456 hat geschrieben: Dieses Multiplayer Mittelalter game scheint sich auch ganz ordentlich bei Steam zu verkaufen und war ein Kickstarter Projekt. Und auch eines der vor kurzem releasten 4x Weltraum games wurde über Kickstarter finanziert, ich glaub es war Star drive bin mir da aber nicht so sicher. Und genau das sehe ich im mom. als riesen Problem in der indie Szene. Wann wird zur Zeit doch mit neuen Projekten und Spiele Namen nur so überhäuft so das mir die ganzen Namen schon gar nicht mehr merken kann und nur die Hype games wircklich hängen bleiben.
Man muss auch mal überlegen wieviel Geld in der Kickstarter Games Szene in den letzen 1 1/2 Jahren zusammen getragen wurde. Irgendwann wollen die Spender auch mal ein game zocken und nicht nur die Kreditkarte zücken.
Und das ausgerechnet die alten Hasen mit ihren Top beziehungen soviel Kohle zusammen bekommen wundert mich nicht wircklich. Ich kann mir nicht vorstellen das es Zufall war das als das Torment Kickstarter Projekt angelaufen ist, Zeitgleich Planescape Torment bei GOG im Angebot war. Ausserdem hatten die großen internationalen Games Magazine alle sofort interviews mit den Entwicklern parat. So ein riesen hype zieht natürlich viele Spender an. Solche beziehungen werden aber wohl nur recht weniger der Indie Entwickler Studios haben
Genau, es sind die großen Entwickler, die allein durch ihre Beziehungen diese Wellen der Sensation durch alle Bereiche der Medien schlagen konnten, was gleich einem Sturm über die armen Indie-Entwickler einbrach. Und es ist nicht etwa die Reputation, die mit den großen, bekannten Titeln vergangener Tage einhergeht, durch die jene Entwickler groß geworden sind. Nein. Das wäre doch zu leicht!

Könnte es nicht einfach eher sein, dass Berichterstattung mit Interesse (der Masse) verwoben ist, und bei einem Torment-Nachfolger im Geiste deutlich mehr Anklang findet oder einem Wing-Commander, als bei einem namenlosen IndiekunstwerkFünftausend?

Pssht, noch ein gewinnbringendes Geheimnis: Wenn du als Indie-Entwickler einen sehnsüchtig erwarteten Nachfolger zu einem sehnsüchtig nostalgischen Vorgänger entwickelst - was womöglich dem Indie-Zweck irgendwo und irgendwie ohnehin widersprechen würde - werden sich die ganzen pösen Berichterstatter darum reißen! Aber das bleibt unter uns, versprochen?

Jedenfalls, das Ganze hier ist wohl auch einfach nur eine Form von Marketing. Bei einem Spiel, dem das Herzblut seiner Entwickler vielleicht einen Ticken über dem der potenziellen Fans steht, gebührt, whatever.
Manche Typen sind echt seltsam, melden sich extra an um mit ihrem ersten Post rum zu trollen.
Und dann auch noch so einen schwachsinn.
Fast jedes 2. Kickstarter Spiel ist ein offizieller, geistiger, von XY inspirierter Nachfolger. Und man glaubt es kaum die wenigsten davon scheffeln viel Kohle. Teilweise sind da sogar relativ Bekannte Entwickler dabei. Auch die gezeigten Trailer und die Spielidee sind meist gut, aber warum bekommen die meisten davon dann nur Maximal ein paar hundertausend Dollar wo hingegen andere mehrere Millionen bekommen?
Wenn du mal größer bist bzw. mal öfters vor die Tür gehst und etwas Lebenserfahrung sammelst wirst du mit bekommen das es fast überall nur auf gute Beziehungen ankommt. Aber Psst, nicht weitersagen.
Rawr!
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von Rawr! »

Nightfire123456 hat geschrieben: Manche Typen sind echt seltsam, melden sich extra an um mit ihrem ersten Post rum zu trollen.
Und dann auch noch so einen schwachsinn.
Fast jedes 2. Kickstarter Spiel ist ein offizieller, geistiger, von XY inspirierter Nachfolger. Und man glaubt es kaum die wenigsten davon scheffeln viel Kohle. Teilweise sind da sogar relativ Bekannte Entwickler dabei. Auch die gezeigten Trailer und die Spielidee sind meist gut, aber warum bekommen die meisten davon dann nur Maximal ein paar hundertausend Dollar wo hingegen andere mehrere Millionen bekommen?
Wenn du mal größer bist bzw. mal öfters vor die Tür gehst und etwas Lebenserfahrung sammelst wirst du mit bekommen das es fast überall nur auf gute Beziehungen ankommt. Aber Psst, nicht weitersagen.
Natürlich bist Du es, der den mit der anderen Meinung als Troll demaskiert, weil.. nun ja, eine polemisch verschachtelte Meinung, die Deiner widerspricht, dem Diskussionsgrundsatz eines Forums nicht genügt. Oder wie darf ich das sehen, oh großer, weiser Lebenserfahrener mit den Tausenden Postings, durch die ich nun auf Dein privates Leben schlussfolgern soll? Ob es mich überhaupt interessiert, na ich weiß nicht.

Dass meine Aussage Schwachsinn sein soll, lasse ich auch mal so stehen. Tatsächlich widerspreche ich Dir lediglich in Deiner Rhetorik. Du sagst nämlich, die Beziehungen alleine sind der Grund, weswegen genannte Entwickler derlei Resonanz erhalten. Ich sage: Es ist in erster Linie und Instanz das Interesse, das mit bekannten, großen und sicherlich auch geschätzten Namen kommt. Danach kommen sicherlich auch irgendwann Beziehungen ins Spiel, sie aber als einzigen Faktor heranzuziehen? Ernsthaft? Könnte glatt dasselbe Marketinggewäsch sein, bei dem man die Schuld natürlich stets beim Nachbar sucht.

Ein völlig unbekanntes Indie-Game, das wunderbar präsentiert wird, das vielversprechend wirkt, wird genauso seine Unterstützter finden, es aber im Endeffekt schwerer haben als ein Torment, wie Du erkannt hast. Wieso? Weil ein Torment einen ganz anderen Hintergrund hat als ein NoName-Produkt. NoName soll hierbei synonym für (namenlose) Indies stehen. Oder willst Du es jetzt gar auf einen Vergleich ankommen lassen, zwischen den großen Abräumern und den.. sagen wir ein wenig übertrieben: Verlierern? Dass Erstere auch eher die Stimme der Presse erhalten, ist doch logisch.

Ich habe mit keinem Wort und mit keiner Geste verraten, dass irgendein Indie-Titel dieses Hintergrunds wegen schlecht sei noch hege ich selbst Aversionen gegen sie. Im Gegenteil. Die saloppe und - wie gesagt - polemische Ausführung diente einfach nur meiner Rhetorik (Stichwort: IndiekunstwerkFünftausend).

Du kannst mich ja anstupsen, wenn der erste bekannte Entwickler-Stern-Nachwuchs, der noch rein gar nichts geleistet hat, außer einen Namen zu leihen, das Erbe all der anderen fortführt. Denn Du weißt ja: Beziehungen alleine. In dem Fall werde ich mir Deinen Rat zu Herzen nehmen.
unknown_18
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von unknown_18 »

Vielleicht liegt wirklich am Auftritt, ein guter Start, am Besten schon mit vorzeigbarem Ingame Material und nicht bloß Konzeptzeichnungen, dazu regelmäßige Updates mit neuem Material und Infos. Zum Ende hin dann noch ein gutes Finish hingelegt, ist auf jeden Fall zu empfehlen. Und natürlich die Nähe zu der Community und seinen Backern suchen, besonders gern sind hier wohl Live Stream gesehen, besonders am letzten Tag. Sinnvolle Streachgoals so wie ebenfalls sinnvolle Pledgesummen sind natürlich auch nicht unwichtig. Der Start mit Werbung durch einen Newsartikel bei den Gamingseiten ist aber mit das wichtigste, will man eine möglichst große Basis an User, die es dann weiter an ihre Freunde/Bekannte tragen.

Dazu kommt natürlich auch noch die Summe, die man zusammen kriegen will, die sollte nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig sein (bei zu niedrig geht man das Risiko ein mit der Summe das Projekt nicht ordentlich umgesetzt zu kriegen, wenn man es nur knapp schafft).

Das sind so meine Beobachtungen der letzten Monate, was Firmen auf Kickstarter alles richtig/falsch machen können.

Dennoch... es lässt sich nie vermeiden, dass selbst ein sehr gutes Konzept an Kleinigkeiten scheitert. Ich befürchte leider, dass es auf Kickstarter zukünftig wohl immer schwerer werden wird anständige Projekte von schlechten unterscheiden zu können, weil irgendwann kristallisiert sich raus wie man eine Kampagne am Besten umsetzt und was man auf gar keinen Fall tun sollte und dann werden auch Projekte durch kommen, die zuvor gescheitert wären. Also gut möglich, dass die Qualität der fertigen Projekte in den nächsten Jahren eher abnehmen als zunehmen wird.
Orkenhammer
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von Orkenhammer »

Auftreten ist auf KS extrem wichtig:
Das kann man direkt an den Erträgen von Stonehearth ( http://www.kickstarter.com/projects/159 ... tonehearth ) im Vergleich zu denen von Timber and Stone ( http://www.kickstarter.com/projects/110 ... -and-stone ) erkennen. Das Spielkonzept ist ziemlich gleich, doch die gepledgten Geldsummen unterscheiden sich derartig wie die Qualität der Projektvideos.
Zu dem "Road Redemption"-Projekt: Der Grund warum es nicht so recht mit Kickstarter geklappt hat, kann vielleicht auch der sein, dass das Projekt langweilig ist (bzw. für den ersten Eindruck so wirkt.)
Ich finde, das Gameplay wirkt wie das eines halbgaren Smartphone-Games. Und ich denke mir, dass es kaum Langzeitmotivation bietet ("Hey! Ich hab zum 157. Mal einen Gegner gegen einen LKW gekickt!")
Die Entwickler machen es sich in der Hinsicht mMn etwas zu leicht.
Ansonsten hab ich auch schon 5 Spiele gebackt, und mir auch vorgenommen erst wieder etwas zu backen, wenn ich ein erstes Spiel bekommen und es dann auch nicht bereut habe (Shadowrun: Returns soll ja auch schon diesen Juni rauskommen), aber das hab ich eigentlich schon seit den ersten beiden... Dann kommt wieder ein tolles Projekt nach dem anderen, zu dem ich einfach nicht nein sagen kann :(
unknown_18
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Re: Kickstarter: Kickstarter aus Entwicklersicht: Übersättig

Beitrag von unknown_18 »

Stonehearth finde ich hat auch das schönere Design, macht einen besseren Gesamteindruck, gilt allerdings auch für die Kickstarter Seite. Präsentation ist eben wirklich die halbe Miete, allerdings gilt das eben auch für das Spiel und nicht bloß für die Kickstarterseite und da zieht Timber and Stone in beidem den kürzeren. ^^

Allerdings muss man natürlich auch schauen wie das veranschlagte Budget selbst war, nur weil beide Spiele ähnlich sind, heißt das nicht, dass für beide eine ähnlich hohe Summe nötig ist. Stonehearth hat ja schon ein deutlich höheres Ziel gesteckt und zeigt aber auch mehr Qualität, wie ich finde (z.B. richtige Schattenberechnung, nicht nur einfache wie bei T&S).