Prison Architect: "Publisher bringen Indies nichts."

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Spaßbremse
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Re: Prison Architect: "Publisher bringen Indies nichts."

Beitrag von Spaßbremse »

Boesor hat geschrieben:
Spaßbremse hat geschrieben:Warum nicht einfach...beides? :roll:

Kleine, feine, Indie-Nischenspiele UND große, teure, Bombastproduktionen...wie beim Film eben auch. :wink:
phhh und am Ende noch "Leben und leben lassen"?
nichts da, in Foren muss zugespitzt werden...
Mea culpa. :wink:

Ich kann aber gar nicht anders, als immer wieder solche "ketzerischen" Gedanken zu äußern...kennst mich ja. :mrgreen:
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Temeter 
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Re: Kommentar

Beitrag von Temeter  »

DancingDan hat geschrieben:Es sollte Publisher geben, die sagen: "Hey Jungs, wir vertrauen euch. Hier habt ihr ein Budget, macht damit was großartiges und wir vermarkten es, aber wir nehmen dann einen fairen Anteil am Gewinn".
Wird bei Filmen gemacht, fast jedes größere Filmstudio hat kleinere Tochterunternehmen für Indieproduktionen.
Bringt einen Strom neuer Talente in die Branche, bringt Filme künstlerisch weiter, prüft Akzeptanz des Publikums, landet ab und zu einen Hit, macht Zuschauer glücklich und verdient nebenbei sogar Gewinne ohne das es die größeren Bilanzen und Image beeinflusst.

Aber nein, was die Spielebranche braucht sind Produktionen, die sich die Publisher eingentlich kaum leisten können, neue ungewollte Vertriebswege und Berge von kostenpflichtigen wie überteuerten DRM und als Zugabe noch eine gehörige Portion Ignoranz wenn es darum geht was die Kunden eigentlich wollen.

Also ontopic: Sollte nicht so sein, macht auch keinen Sinn, ist aber im Moment zumindest bei den großen Publishern so.
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sphinx2k
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Re: Kommentar

Beitrag von sphinx2k »

Todesglubsch hat geschrieben:Naja, IMO kann man auch auf kleinem und mittlerem Niveau von einem Publisher provitieren. Natürlich nicht von einem der Riesen-Publishern, aber ein paar kleinere Publisher da draußen wären sicherlich bereit, in solche Projekte zu investieren WENN sie erfolgsversprechend sind.
Das hängt eben immer davon ab was man erwartet. Bei nem großen Publisher kostet die Verwaltung eines Spiels was für 10.000 Entwickelt wird und dann 1.000 Gewinn erwirtschaftet vermutlich mehr als die 10% die man daran verdient hat.
Was aber der Begriff ja schon sagt "independent - unabhängig" mit Publisher wäre man ja kein Indy mehr auch wenn das so mancher Publisher mit einem Indy Studio unter Vertrag gerne behauptet.

Auserdem es ist wie bei allem...ein gutes Produkt zur rechten Zeit wird gekauft werden.
Lil Ill
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Re: Kommentar

Beitrag von Lil Ill »

Kajetan hat geschrieben:
KATTAMAKKA hat geschrieben:Und triple-A ist wie in der Finanzwelt , so auch im gamesector eine reine Verarschungsmasche Etikierung die kein Mensch braucht.
Was Du brauchst, das will ich doch lieber für mich behalten ... aber Triple A ist KEINE Verarschung sondern kennzeichnet im Spielebereich Titel mit sehr hohen Produktionswerten. AAA reicht dabei von so vergleichsweise günstigen Produktionen wie The Witcher für 12 Mio. bis hin zu SW-TOR für über 150 Mio. Dollar.
AAA Titel kosten zwar in der Produktion viel Geld, was aber noch lange nicht bedeutet, dass diese Spiele qualitativ hochwertig sind. Das sieht man ja an SW-TOR, welches auf Grund von sinkendem Interesse zu einem Free2Play Titel umgemodelt wird und das obwohl für die Produktion laut deinen Angaben ca. 150 Mio Dollar ausgegeben wurden. :/
Easy Lee
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Beitrag von Easy Lee »

Man sollte sich fragen, ob diese Art von Spielen im Umkehrschluss nicht eher den Publishern nichts bringen. Aus "ich auch" wird schnell "wir alle" und am Ende resultiert daraus "niemand". Wer keine Lust hat seine Arbeitskraft in große Projekte zu investieren, muss halt damit leben, dass er ein Hobbyist bleibt.
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sphinx2k
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Re: Kommentar

Beitrag von sphinx2k »

Lil Ill hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
KATTAMAKKA hat geschrieben:Und triple-A ist wie in der Finanzwelt , so auch im gamesector eine reine Verarschungsmasche Etikierung die kein Mensch braucht.
Was Du brauchst, das will ich doch lieber für mich behalten ... aber Triple A ist KEINE Verarschung sondern kennzeichnet im Spielebereich Titel mit sehr hohen Produktionswerten. AAA reicht dabei von so vergleichsweise günstigen Produktionen wie The Witcher für 12 Mio. bis hin zu SW-TOR für über 150 Mio. Dollar.
AAA Titel kosten zwar in der Produktion viel Geld, was aber noch lange nicht bedeutet, dass diese Spiele qualitativ hochwertig sind. Das sieht man ja an SW-TOR, welches auf Grund von sinkendem Interesse zu einem Free2Play Titel umgemodelt wird und das obwohl für die Produktion laut deinen Angaben ca. 150 Mio Dollar ausgegeben wurden. :/
Ohne es jetzt gespielt zu haben war es Qualitativ wohl nicht schlecht (Bezogen auf sauber Programmiert). Zumindest von meinen Freunden hab ich nichts Negatives gehört. Es war einfach die falsche Spielmechanik. WoW stirbt einen langsamen Tot, die Spielmechanik von WoW ist einfach ausgereizt und viele Spieler warten nur auf eine alternative um mit WoW aufzuhören. Dann kommt SW:TOR, großer Andrang nur um dann zu Merken...gleiche Spielmechanik wie WoW...da kann ich auch Wow weiter Spielen.

darkrockerXX hat geschrieben:Man sollte sich fragen, ob diese Art von Spielen im Umkehrschluss nicht eher den Publishern nichts bringen. Aus "ich auch" wird schnell "wir alle" und am Ende resultiert daraus "niemand". Wer keine Lust hat seine Arbeitskraft in große Projekte zu investieren, muss halt damit leben, dass er ein Hobbyist bleibt.
Was meint denn "diese Art von Spielen"?
Lil Ill
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Re: Kommentar

Beitrag von Lil Ill »

sphinx2k hat geschrieben:
Lil Ill hat geschrieben:
AAA Titel kosten zwar in der Produktion viel Geld, was aber noch lange nicht bedeutet, dass diese Spiele qualitativ hochwertig sind. Das sieht man ja an SW-TOR, welches auf Grund von sinkendem Interesse zu einem Free2Play Titel umgemodelt wird und das obwohl für die Produktion laut deinen Angaben ca. 150 Mio Dollar ausgegeben wurden. :/
Ohne es jetzt gespielt zu haben war es Qualitativ wohl nicht schlecht (Bezogen auf sauber Programmiert). Zumindest von meinen Freunden hab ich nichts Negatives gehört. Es war einfach die falsche Spielmechanik. WoW stirbt einen langsamen Tot, die Spielmechanik von WoW ist einfach ausgereizt und viele Spieler warten nur auf eine alternative um mit WoW aufzuhören. Dann kommt SW:TOR, großer Andrang nur um dann zu Merken...gleiche Spielmechanik wie WoW...da kann ich auch Wow weiter Spielen.
Das ist ja gerade das Problem. Bei AAA Spielen trauen sich Publisher was die Spielmechanik anbelangt nichts Neues oder Innovatives. Demenstprechend diktieren sie auch den Entwicklern auf aus ihrer Sicht Altbekanntes und Profitables zurückzugreifen um den Gewinn zu maximieren, was zwar aus wirtschaftlicher Sicht legitim ist, aber für uns Spieler keinen Mehrwert bringt. Sie haben nicht mal den Mumm mit ihren Titeln beim generetypischen Gameplay zu beiben. Deswegen richten sich heutzutage beispielsweise auch viele Spiele nach CoD (siehe aktuell Resident Evil 6 oder Dead Space 3). Daraus wird nicht mal ein Hehl gemacht, stattdessen wird es offen angekündigt. Ich habe aber keine Lust den x-ten CoD Einheitsbrei zu spielen. Mir kommt es auch nicht auf die Spielgrafik an. Ein Spiel muss einfach Spaß machen und das geschieht meiner Meinung nach überwiegend über das Gameplay bzw. die Spielmechanik. Wenn Indieentwickler sich nun auch der Diktatur eines Publishers unterwerfen würden, wäre mit der Kreativität der Entwickler Schluss. Dass Indietitel, die nicht so einen großen Unterstützer haben, dennoch durchaus erfolgreich werden können und mit AAA Titeln konkurrieren können zeigt zur Zeit Torchlight 2, welches sogar bessere Wertungen als das langersehnte Diablo 3 einheimsen konnte und nur ein Bruchteil kostet. Mir gefällt zur Zeit auch Retro City Rampage ziemlich gut, welches auch keine Highendgrafik hat. Die Annahme, dass Indietitel im Vergleich zu AAA Titel schlechter sind weil sie keinen großen Publisher haben oder nicht mehrere Millionen Produktionskosten hatten und nicht €60 kosten, ist daher meiner Meinung nach schlichtweg falsch.
marschmeyer
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Re: Prison Architect: "Publisher bringen Indies nichts."

Beitrag von marschmeyer »

Kajetan hat geschrieben:
Wizz hat geschrieben:Kurz gesagt: Publisher kosten Geld und Indies bringen (meistens) nicht genug ein, dass sich dieser "Zwischenhändler" rentieren würde.
Exakt. Wenn hier mittlerweile Indies wie die Jungs von Dungeon Defenders 1 Mio. verkaufte Spiele bejubeln, dann dreht sich der Publisher nur desinteressiert im Halbschlaf zur Seite und schnarcht weiter. EA meinte ja letztlich, dass Dead Space 3 mindestens (!) die Fünfmillionen-Grenze knacken muss, damit man überhaupt daran denkt dieses Franchise weiterzuführen.

Aber Publisher SIND doch böse und generell überflüssig :)
Na, was EA und Gewinnerwartungen angeht - der Laden hat doch lange den Boden verloren.
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Sarkasmus
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Re: Kommentar

Beitrag von Sarkasmus »

Lil Ill hat geschrieben:......
Das ist ja gerade das Problem. Bei AAA Spielen trauen sich Publisher was die Spielmechanik anbelangt nichts Neues oder Innovatives. Demenstprechend diktieren sie auch den Entwicklern auf aus ihrer Sicht Altbekanntes und Profitables zurückzugreifen um den Gewinn zu maximieren, was zwar aus wirtschaftlicher Sicht legitim ist, aber für uns Spieler keinen Mehrwert bringt. Sie haben nicht mal den Mumm mit ihren Titeln beim generetypischen Gameplay zu beiben
........
Da liegt doch der Hund begraben, die Mehrheit der Spieler will gar nichts neues.
Sie wollen das ein Ego-Shooter Ego-Shooter bleibt, das Survival-Horror Survival-Horror bleibt und wehe der Entwickler/Publisher ändert was daran.

zB Mirrors Edge war mal was neues, wurde es gut verkauft? Laut VGchartz auf allen Plattformen bis heut grade mal 2,17 Millionen mal Weltweit.

Diese "Was der Bauer nicht kennt das frisst der nicht" Mentalität ist nicht nur bei der jungen Generation zu finden sondern auch bei der alten.Es muss nur ein RPG was neues ausprobieren und schon wird gemeckert das es doch bitte wieder die alten RPG Werte haben soll.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Sarkasmus hat geschrieben:zB Mirrors Edge war mal was neues, wurde es gut verkauft? Laut VGchartz auf allen Plattformen bis heut grade mal 2,17 Millionen mal Weltweit.
Ganz ehrlich ... 2 Mio Stück für ein Spiel abseits bekannter Franchises mit einem ungewöhnlichen Spielprinzip? Das ist ein ganz großer Erfolg! Chapeau!

Das Problem von Mirrors Edge war nicht die relative Frische und Neuheit des Spieles, sondern der Umstand, dass es bei einem Major Publisher erschienen ist, für den 2 Mio. verkaufte Einheiten mittlerweile kein Grund mehr sind sich danach zu bücken. Mirrors Edge hingegen als Indiespiel + Editor, ohne die finanziellen Bedürfnisse eines großen Konzerns? Her damit und ein langes, fruchtbares und kreatives Spieleleben mit stabilen, langfristigen Umsätzen.
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sphinx2k
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Re: Kommentar

Beitrag von sphinx2k »

Kajetan hat geschrieben:
Sarkasmus hat geschrieben:zB Mirrors Edge war mal was neues, wurde es gut verkauft? Laut VGchartz auf allen Plattformen bis heut grade mal 2,17 Millionen mal Weltweit.
Ganz ehrlich ... 2 Mio Stück für ein Spiel abseits bekannter Franchises mit einem ungewöhnlichen Spielprinzip? Das ist ein ganz großer Erfolg! Chapeau!

Das Problem von Mirrors Edge war nicht die relative Frische und Neuheit des Spieles, sondern der Umstand, dass es bei einem Major Publisher erschienen ist, für den 2 Mio. verkaufte Einheiten mittlerweile kein Grund mehr sind sich danach zu bücken. Mirrors Edge hingegen als Indiespiel + Editor, ohne die finanziellen Bedürfnisse eines großen Konzerns? Her damit und ein langes, fruchtbares und kreatives Spieleleben mit stabilen, langfristigen Umsätzen.
Exact ein Spiel mit so vielen verkaufen Einheiten als Misserfolg zu verbuchen ist schon hart. Aber es wurde ja hier erwähnt, dank der extremen Entwicklungskosten (Vornehmlich für die Grafik und Sound) muss man wahnsinnig viele Einheiten zum Vollpreis verkauft bekommen.
Wie ist das Dead Space 3 soll sich 5 Millionen mal verkaufen damit man einen Nachfolger erstellt...das lässt Rückschlüsse auf die Entwicklungskosten zu.
Eine große Firma muss eben auch ordentlich Gewinn erwirtschaften damit sie bestehen bleiben kann. Ein kleines Studio muss nur genug erwirtschaften das sie genug zum Leben brauchen. Sprich ein normales Gehalt für jeden entwickler + Kosten für nötige Hardware, Software und evtl. Büroräume.
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Sarkasmus
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Re: Kommentar

Beitrag von Sarkasmus »

Kajetan hat geschrieben:
Sarkasmus hat geschrieben:zB Mirrors Edge war mal was neues, wurde es gut verkauft? Laut VGchartz auf allen Plattformen bis heut grade mal 2,17 Millionen mal Weltweit.
Ganz ehrlich ... 2 Mio Stück für ein Spiel abseits bekannter Franchises mit einem ungewöhnlichen Spielprinzip? Das ist ein ganz großer Erfolg! Chapeau!

......
Ok es war ein Erfolg was der Risikobereitschaft des Publishers angeht, auch wenn er es wohl nicht so sieht.
Aber trotzdem sieht man an den Zahlen, das von der Mehrheit kaum bis gar nichts neues gewünscht wird.
Denn in ca 4 Jahren sind nun mal 2,17 Millionen Verkäufe nicht viel.
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Kajetan
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Re: Kommentar

Beitrag von Kajetan »

Sarkasmus hat geschrieben: Aber trotzdem sieht man an den Zahlen, das von der Mehrheit kaum bis gar nichts neues gewünscht wird.
Denn in ca 4 Jahren sind nun mal 2,17 Millionen Verkäufe nicht viel.
Nochmals, für einen so ungewöhnlichen Titel wie Mirrors Edge hat sich das Teil besser als erwartet verkauft. Dass Innovation ansonsten ein herbes Kassengift für die schweineteuren Produktionen der Majors ist, ist ein alter Hut. Hat jeder Publisher lernen müssen. Die Masse interessiert sich halt nicht für die Weiterentwicklung des Videospieles, dort will man einfach nur unbeschwert bespasst werden und abschalten. Was auch in Ordnung ist. Kein Grund in Kulturpessimismus auszubrechen :)
AtzenMiro
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Re: Prison Architect: "Publisher bringen Indies nichts."

Beitrag von AtzenMiro »

@Kajetan: Mirror's Edge wäre aber wohl als Indie-Entwicklung in der Form wohl nicht machbar gewesen, bzw. definitiv nur mit Abstriche in der Qualität (sei es Grafik und/oder Sound). Dazu kommt, dass Mirror's Edge sich wohl auch zu großen Teilen nur der Promotion wegen soviel verkauft hat, etwas das sich Indie-Studios nicht leisten können. Worauf ich hinaus will ist, dass Mirror's Edge als Indi-Game wohl niemals so einen Erfolg verbuchen hätte können.
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Kajetan
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Re: Prison Architect: "Publisher bringen Indies nichts."

Beitrag von Kajetan »

AtzenMiro hat geschrieben:Worauf ich hinaus will ist, dass Mirror's Edge als Indi-Game wohl niemals so einen Erfolg verbuchen hätte können.
Nicht in der absoluten Summe, keine Frage. Aber Du musst das immer in Relation zu den Entwicklungskosten sehen. Mirrors Edge würde nämlich auch ohne aufwendige Optik funktionieren. Aber dieses Argument ist eh hinfällig, weil man mittlerweile auch als Indie graphisch opulente Spiele hinbekommen kann. Siehe Hawken. Zudem sollte man auch beachten, dass in den Entwicklungskosten natürlich auch jede Menge Wasserkopfverwaltung drinsteckt, weil EA und DICE keine kleinen Firmen sind.

Alles in allem, es besteht kein zwingender Grund zur Annahme, dass ME nicht auch als Indie-Titel von einem weniger bekannten Studio ein kommerzieller Erfolg geworden wäre. Denn da genügen deutlich weniger verkaufte Einheiten, damit die Jungs ihre Rechnungen bezahlen und Geld für weitere Projekte bekommen können. MEs Pech war nur, dass es für EA entwickelt wurde und somit so teuer wurde, dass auf Grund seiner Neuartigkeit nicht genug Einheiten verkauft werden konnten, um EA zu einer Fortsetzung zu bewegen.