Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

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Fori
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Fori »

Ich spiele keine Militärshooter, ausser Du möchtest Battlefield Heroes als solch einen bezeichnen. Im Moment spiele ich eher Minecraft, Diablo 3, Shogun 2, OpenTTD, Endless Space & warte auf Guild Wars 2.

Wobei Minecraft, OpenTTD und Endless Space auch nicht gerade Triple A sind.
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mr archer
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von mr archer »

Uh, ob Du ausgerechnet an dem Punkt mit "Core" und "Casuals" weiterkommst, da bin ich gespannt. Jörg war ja wegen Dear Esther ziemlich von den Socken. Und ob man den nun ruhigen Gewissens als "Casual" bezeichnen kann, weiß ich wirklich nicht so recht.

Aber "Core" und "Casual" ist irgendwie für mich auch eine Un-Diskussion. Mit solchen Schubladen-Begriffen verfängt man sich doch gerne und viel zu schnell in Scheindiskussionen und blödsinnigen durch Marketing gesteuerte Livestyle-Debatten, die vom eigentlichen Thema wegführen.
Zuletzt geändert von mr archer am 12.07.2012 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
Fori
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Fori »

mr archer hat geschrieben:Uh, ob Du ausgerechnet an dem Punkt mit "Core" und "Casuals" weiterkommst, da bin ich gespannt. Jörg war ja wegen Dear Esther ziemlich von den Socken. Und ob man den nun ruhigen Gewissens als "Casual" bezeichnen kann, weiß ich wirklich nicht so recht.

Aber "Core" und "Casual" ist irgendwie für mich auch eine Un-Diskussion. Mit solchen Schubladen-Begriffen verfängt man sich doch gerne und viel zu schnell in Scheindiskussionen, die vom eigentlichen Thema wegführen.
Das kann ich voll und ganz unterstreichen!

Diese (Schein-/Un-) Diskussion ist nämlich seit langem abgeschlossen. Sie lebt nur in den Diablo Foren weiter.
Zuletzt geändert von Fori am 12.07.2012 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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crewmate
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von crewmate »

Fori hat geschrieben:Ich spiele keine Militärshooter, ausser Du möchtest Battlefield Heroes als solch einen bezeichnen. Im Moment spiele ich eher Minecraft, Diablo 3, Shogun 2, OpenTTD, Endless Space & warte auf Guild Wars 2. Wobei Minecraft, OpenTTD und Endless Space auch nicht gerade Triple A sind.

Das beantwortet meine Frage nicht:

Wie beeinflusst Dear Esther diese Spiele?
Welche Bedeutung hat es?
Fori
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Fori »

crewmate hat geschrieben:
Fori hat geschrieben:Ich spiele keine Militärshooter, ausser Du möchtest Battlefield Heroes als solch einen bezeichnen. Im Moment spiele ich eher Minecraft, Diablo 3, Shogun 2, OpenTTD, Endless Space & warte auf Guild Wars 2. Wobei Minecraft, OpenTTD und Endless Space auch nicht gerade Triple A sind.

Das beantwortet meine Frage nicht:

Wie beeinflusst Dear Esther diese Spiele?
Welche Bedeutung hat es?
Ich denke die Bedeutung war eher ein Benchmarktest, wenn man mich fragt. Wie das diese Spiele beeinflusst, weiß ich nicht, da keins mit Source Engine läuft.
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crewmate
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von crewmate »

Also beeinflusst es dich speziell nicht, richtig?
Dear Esther fügt dir in keiner Art und Weise schaden zu.
Außer deinem Ego.
Kya
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Kya »

@Fori

Sich selbst zitieren :Häschen:

Nimm Dir bitte nicht das Recht raus zu entscheiden, ab wann ein Spiel ein Spiel ist.

Deine Meinung ist nicht allgemeingültig.

Abgesehen davon schadet es auch nicht, mal über den Tellerrand zu blicken nicht wahr?

Vielen Dank
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sourcOr
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von sourcOr »

Fori hat geschrieben:Durchaus valide Argumente MrArcher. Dann muss ich mich wohl aus einem anderen Thread zitieren, da dies wohl auf meinen für Kunst nicht offenen Organismus zutrifft.
Fori hat geschrieben:Ahja, 90%. Wahrscheinlich ist das "Spiel" wirklich fantastisch, so wie dieses "Harveys neue Augen", aber wohl bin ich einfach nicht offen dafür...

Für mich bestehen Spiele nunmal aus Spielen, weniger aus Erleben. Aber das sind wohl persönliche Differenzen.

niratschi hat geschrieben:Aber nichtsdestotrotz sollte auch über solche Spiele berichtet werden, da einen Teil der Spieler solche Spiele interessiert.


Nennen wir diese Spielergruppe doch ganz einfach Kunstbegeisterte, Documenta-Besucher, oder Cineasten. Oder einfach Casuals.
Komm Fori, hör einfach auf damit. Du kannst die Leute, denen Dear Esther gefallen hat in keine Kategorie schubsen, weil dir das "Spiel" selbst nicht zugesagt hat, bzw. du es gar für kein Spiel hältst (was nicht ganz verkehrt ist). Mir persönlich hat Dear Esther wahnsinnig gut gefallen, weil ich wusste, was mich erwartet und obwohl meine Spielvorlieben eher dem - wenn man es so nennen will - Hardcore-Bereich entspringen. Und nein, ich bin kein Kunstbegeisterter. So ein Unsinn.

Bei Dear Esther ist die Sache ganz einfach: Entweder es zündet nicht und du verteufelst die 10€, die du für einstündiges W-Drücken verballert hast oder du bist begeistert und saugst alles auf. Keine Möglichkeit, objektiv an das "Ding" heranzugehen.
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Bedlam
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Bedlam »

Fori hat geschrieben:
niratschi hat geschrieben:Aber nichtsdestotrotz sollte auch über solche Spiele berichtet werden, da einen Teil der Spieler solche Spiele interessiert.


Nennen wir diese Spielergruppe doch ganz einfach Kunstbegeisterte, Documenta-Besucher, oder Cineasten. Oder einfach Casuals.
Vielleicht mal die Scheuklappen abnehmen und akzeptieren, dass deine eigene kleine und offensichtlich sehr beschränkte Definition von Videospiel nicht allgemeingültig ist.

Ich liebe Spiele wie Shadow of the Colossus, Dear Esther etc... also ruhige, emotionale Erfahrungen, die zu unterschiedlichen Graden eben auch Interaktion bieten. Genauso liebe ich aber "Core"-Spiele wie Dark Souls (was übrigens ebenfalls emotional recht fesselnd ist), Criterion-Rennspiele, Actionspiele etc.
Zuletzt geändert von Bedlam am 12.07.2012 15:16, insgesamt 2-mal geändert.
Fiddlejam
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Fiddlejam »

Dear Esther mag Kunst sein, aber es ist kein Beispiel für Spiele als Kunst, da es wie gesagt kein echtes Spiel ist, eher eine Diashow.

Nehmen wir folgenden Vergleich, ich habe ein Buch, in dem aus Buchstaben wunderschöne Bilder geformt sind. Dafür hat das Buch keine Handlung oder logische Sätze.
Das mag Kunst sein, aber es ist keine Literatur. Es ist Objektkunst.

Und so mag auch Dear Esther Kunst sein, aber eben nicht als Spiel.
Der Vergleich mit Minecraft ist demnach unpassend. Minecraft bietet mir tatsächlich einen Sandkasten, in dem ich Dinge tun und ändern kann. Dear Esther ist eher eine etwas chaotische Bildergalerie.
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Bedlam
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Bedlam »

Fiddlejam hat geschrieben:Dear Esther mag Kunst sein, aber es ist kein Beispiel für Spiele als Kunst, da es wie gesagt kein echtes Spiel ist, eher eine Diashow.
Unsinn. Ihr müsst aufhören in beschränkten Kategorien zu denken. Grenzen sind in diesem Fall nicht klar abgesteckt. Auch bei Dear Esther findet Interaktion statt ... aber eben nur zu einem Minimum. Man navigiert durch eine Welt einem Ziel entgehen, entdeckt narrativ interessante Stellen wenn man danach sucht etc.

Wenn man sich Dear Esther "von oben" vorstellen würde, wäre es ein kleines Labyrinth - wenn auch kein sonderlich schweres. Immer wieder gibt es Verzweigungen, von denen neben dem Hauptweg auch Sackgassen ausgehen und in denen man dann eben oft interessante Objekte findet. Der Fokus liegt eben mehr auf der Erzählung als darauf den Spieler den Weg zu erschweren. Solche Fokus-Verschiebungen findet man auch bei Spielegenres wie z.b. Actionspielen, bei denen die Action so extrem leicht gemacht wurde um den Fokus mehr auf die Erzählung zu richten.

"Spiel" bedeutet schon lange mehr als für irgendetwas Punkte zu bekommen, ums Überleben zu kämpfen oder Monster zu töten.
Zuletzt geändert von Bedlam am 12.07.2012 15:21, insgesamt 2-mal geändert.
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Vacruz
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Vacruz »

Anstatt sofort auf Fori einzuhacken sollten wir uns lieber mit seinem Standpunkt auseinander setzen.
Er verbindet ein Spiel mit dem Gameplay, also der Interaktion mit der virtuellen Umwelt. Und eben dieses ist in Dear Esther absolut nicht vorhanden. Wenn er also zu dem Schluss kommt, dass es desshalb kein Spiel ist, dann ist das seine Meinung die wir respektieren müssen.
Das selbe gilt für Fiddlejam.

Bei mir hatt Dear Esther auch nicht gezündet. Man muss für so etwas einfach empfänglich sein.
Aber dennoch ist es für mich ein Spiel. Denkt nur mal an Flower: Man fliegt herum und "aktiviert" Blumen. Gameplaytechnisch ist da also auch ziemlich tote Hose, aber dennoch ist es ein wunderschönes Spiel.

@Fori:
Wir sind hier nicht bei einem Bewerbungsgespräch. Stell dir Forendiskussionen als eine Art Stammtisch vor. Egal ob jemand neu hinzu kommt, man ist sofort per du.


Zum Thema Kunst:
Ich schätze mal, dass ein Künstler beim schaffen eines Kunstwerkes, ob bewusst oder unbewusst, eine Nachricht in eben diesem hinterlässt. Nur Leute die mit dem Künstler auf einer Wellenlänge sind verstehen diese Nachricht und fühlen sich dann in ihrer Seele berührt.

Mein Gehirn ist mit sowas jedenfalls nicht kompatibel. Wenn ich sehe, dass ein par Farbkleckse für mehrere Millionen Dollar versteigert werden fass ich mir nur an den Kopf.
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Bedlam
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Bedlam »

Übrigens würden sich viele Kunst-Elitisten auch gegen die Behauptung wehren, dass Dear Esther irgendwas mit Kunst zu tun hat. Für diese Leute ist der Grad an Interaktion noch zu hoch um es in "ihre Welt" zu lassen.

Und in der Mitte, zwischen "ist keine Kunst!" und "ist kein Spiel!"-Schreiern treffen sich offene Gemüter, deren Weltbild nicht durch klar abgesteckte und eng eingeschränkte Kategorien strukturiert ist.
Vacruz hat geschrieben:Mein Gehirn ist mit sowas jedenfalls nicht kompatibel. Wenn ich sehe, dass ein par Farbkleckse für mehrere Millionen Dollar versteigert werden fass ich mir nur an den Kopf.
Den Leuten, die solche Summen für Kunst bezahlen, gehts meiner Ansicht nacht auch eher weniger um die emotionale Erfahrung sondern eher darum teure Statussymbole zu erwerben.
Fiddlejam
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Fiddlejam »

Unsinn. Ihr müsst aufhören in beschränkten Kategorien zu denken. Grenzen sind in diesem Fall nicht klar abgesteckt. Auch bei Dear Esther findet Interaktion statt ... aber eben nur zu einem Minimum. Man navigiert durch eine Welt einem Ziel entgehen, entdeckt narrativ interessante Stellen wenn man danach sucht etc.
Und genau das ist die falsche Denkweise.
Wenn wir unser Medium als Kunst definieren wollen, müssen wir endlich aufhören mit dieser "alles geht"-Mentalität. Das ist einfach nur eine Entschuldigung für "ich will nichts eigenes sein, also imitiere ich andere".

Videospiele können nicht zu Kunst werden durch beeindruckende Bilder, großartige Soundtracks, ich denke nicht einmal durch besonders gute Storys - lasst das andere Medien machen, die sich darauf spezialisiert haben.
Videospiele werden ihren Platz in der Kunst nur finden, wenn sie sich auf ihren Kern besinnen: Interaktion, Kontrolle und deren Verlust, aktives Erleben.
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Chibiterasu
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Re: Dear Esther: "Emotionale Sandbox"

Beitrag von Chibiterasu »

Seh ich anders. Das ist sicher ein Teilaspekt aber ich finde Videospiele gerade so toll, weil sie diverseste kreative Sparten miteinander verknüpfen (könnten).

Das Videospiel lässt sich nicht gut abgrenzen - das ist ja das Schöne.