leifman hat geschrieben:kein witz, ich weis hingegen "unnötige" wege in spiele zu schätzen! weil sie meiner meinung nach die atmosphäre stärken!
beispielsweise gehe ich in skyrim grundsätzlich zu fuß, auch wenn es um einiges länger dauert!
Wenn ich Zeit habe, laufe ich auch gerne in Skyrim... hier mal paar Blumen pflücken, da mal paar Tiere erlegen... ab und an mal ein Dorf finden und besuchen.
Aber - und das geht in dieselbe Richtung wie meine erste Kritik - spätestens dann, wenn man auf ein Dungeon stößt, hört es auf mit dem gemütlichen Laufen. Der Grund: Man findet so viele Items, daß man gar nicht alles mitschleppen kann. Ich verlasse das Dungeon dann meistens mittendrin, quicktravel zu meinem Haus, lege alles ab, und kehre wieder zurück. Eigentlich totaler Schwachsinn, ich weiß... aber den typischen Computer-Nerd-Trieb, möglichst alles mitzunehmen, kann ich da dann einfach nicht mehr unterdrücken.

Und das hat dann nichts mehr mit einem atmosphärischen Rollenspiel zu tun, sondern verkommt zu einem Action-Gekloppe mit Inventar-Management.
Klar ist das meine Schuld... ich könnte ja auch ganz anders vorgehen... aber die vorhandenen Mechanismen und Abläufe verführen mich geradezu.
Wenn nun nicht jeder Furzgegner zig Items fallenlassen würde... wenn man nur ab und an mal was Interessantes fände... wenn man nicht den unlogischen Drang hätte, alles einzustecken, um es dann in Gold zu verwandeln (oder sich irgendwie hochzuleveln)... dann könnte ich auch in ein Dungeon absteigen, ohne die Spielwerte stets im Hinterkopf zu haben.
Schlagen wir den Bogen zum Abnutzen von Gegenständen: Wenn das Abnutzen einfach nur zum Selbstzweck verkommt... wenn man also einfach gezwungen wird, stets ein Reparaturset mitzuführen, weil Gegenstände irgendwann kaputt gehen... wenn es also nur um das Feature an sicht geht und nicht darum, dieses Feature sinnvoll ins Spiel zu integrieren... dann ist es blöd. Auch das "unnötige" Herumlaufen, nur um einen Handwerker zu finden (was in diesem Spiel wohl nicht vorkommen wird), ist in meinen Augen dasselbe... selbst wenn man dieses Herumlaufen dann als Spieler noch irgendwie sinnvoll nutzt.
Beim P&P hat der Spielleiter meist das letzte Wort. Und er entscheidet - wenn er gut ist -, ob und wann ein Gegenstand kaputtgeht... damit kann man wundervolle Situationen kreieren, keine Frage. Aber meiner Meinung nach nicht, wenn das Ganze rein wertebasiert ist und alles von Wahrscheinlichkeiten und Nutzungsstatistiken abhängt.
