Keita Takahashi: "Spiele-Zukunft sieht trüb aus"

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Foulenzer75
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Beitrag von Foulenzer75 »

Der Herr Takahashi hat schon recht, nur muss man sich die frage stellen, wer trägt dann Schuld daran, das die Spiele-Zukunft so trüb aussieht, oder ist es Jammern auf sehr hohem Niveau? Sind es wir Spieler, die mehr und mehr abgestumpft sind und uns jeden Dreck in die Konsolen oder PC stopfen, oder sind es die Entwickler die sich nichts mehr einfallen lassen wollen/dürfen. Man wählt doch immer den Weg des geringsten Widerstands, den Weg der die meisten $ bringt. Die Problematik der Spielebranche sind nicht die Entwickler, sondern die Leute die in den obersten Stockwerken der Unternehmen sitzen und nur die Zahlen auf der letzen Seite betrachten, aber von der Materie an sich keine Ahnung haben. Das ist ein grundsätliches Problem das die ganze Weltwirtschaft betrifft, Leute die die teuersten Ausbildungen genossen haben, Jahre gebüffelt haben, sich mit der Welt da drausen kaum beschäftigt haben und jetzt sollen sie Unternehmen leiten, wovon sie vielleicht Ahnung haben, aber die Materie nicht verstehen. Wenn der Herr Takahashi schon so tolle Dinge von sich gibt, dann soll er doch mal als erster den Finger aus dem Arsch nehmen und sich mal was einfallen lassen. Aber was sag ich den, man schwimmt so lange mit dem Strom bis irgendwann der Wasserfall kommt.

Mir ist die ganze Spielbranche mittlerweile ziemlich egal, da ich über die Jahre Spiele angesammelt habe, die mich wahrscheinlich bis an mein Lebensende beschäftigen werden. Im grunde genommen hat das sterben der Spielebranche schon lange begonnen, anders gesagt das Grab ist schon ausgehoben, fragt sich nur wan der erste reinfällt. Jedes Jahr werden wir mit immer mehr 08/15 Shottern, Open World, Racing, Sport und Horror Müll zugedröhnt, die wir eigentlich schon von unzähligen Vorgängern kennen, aber zum Glück gibt es ja in den Unternehmen die gute Marketingabteilung, die uns jedes mal die Spiele so unter die Nase reibt das wir vor Geilheit den Release kaum abwarten können, bestes Beispiel dafür ist wohl RDR. Wie sagt man so schön, wir Fressen was wir kennen. Ich denke uns Zockern fehlt auch die offenheit für etwas neues. Da innovative Spiele nur einen Bruchteil der Spieler interessiert und genau das ist es was sich Unternehmen nicht mehr leisten können. Den am Schluss will jeder Mitarbeiter eines solchen Unternehmen am Abend ne warme Mahlzeit auf dem Tisch haben.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Wulgaru

Ich gehe sogar so weit und würde sagen, dass ein BG&E floppen musste, genauso wie Okami. Mich erstaunt es eigentlich nur noch, dass die Publisher überhaupt noch ab und zu Geld für solche Projekte ausgeben. Naja, Ubi hat es ja schon gelernt und BG&E2 wahrscheinlich beerdigt. Aus kaufmännischer Sicht eine sehr gute Entscheidung.
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

TRichter hat geschrieben:@ Wulgaru

Ich gehe sogar so weit und würde sagen, dass ein BG&E floppen musste, genauso wie Okami. Mich erstaunt es eigentlich nur noch, dass die Publisher überhaupt noch ab und zu Geld für solche Projekte ausgeben. Naja, Ubi hat es ja schon gelernt und BG&E2 wahrscheinlich beerdigt. Aus kaufmännischer Sicht eine sehr gute Entscheidung.
Ich glaube auch aus der Sicht der Fans. Man hat schon am Ende von "Teil 1" gemerkt das die Manager/Deadline-Peitsche hinter Ancel stand. Ich bin sicher schon damals konnte er lange nicht alle Ideen umsetzen. Im Grunde ironisch das dadurch eigentlich erst ein zweiter Teil notwendig wurde, der nun aus Kostengründen nicht umgesetzt werden kann....naja besser gar nichts als ein weichgespültes Game.
Wurzelgnom
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Und wieso geht er dann?

Beitrag von Wurzelgnom »

seltsames Verhalten.
Wenn er Einfluss hat soll er diesen nutzen und seine Ideen in Spielen verwirklichen um seine propagierte Zukunft rosiger zu machen.
Mit Schwanz einziehen erreicht er überhaupt nichts.
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UberSoldat
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Beitrag von UberSoldat »

Der Typ spricht mir aus der Seele.

@ganjagohan, die Technischen erwartungen "werden" nicht von selbst größer. Sie werden größer gemacht, weil sich die Main-Publisher da ein Wettrennen liefern. Denn sie wissen: Hübsches Aussehen ist die halbe Miete! Gute Werbung (genauso teuer wie die Entwicklung selbst) ist die andere Hälfte.
Dass das Spiel dann am Ende genau das ist, was es cshon 1000 mal gab, nur diesmal in technisch weiter und anderem Gelände, das ist sowas von egal, die Leute kaufens trotzdem.... oder deren Muttis.

@Wurzelgnom
hast schon recht, aber aus seiner Sicht muss das ganz schön entmutigend sein, SO einflussreich ist er nun auch wieder nicht.
Wurzelgnom
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Beitrag von Wurzelgnom »

ja das mag sein, den Gedanken hatte ich auch.
Ich hoffe er wird bzw. hat es versucht seine Ideen einzubringen.

Das ab und an Perlen erscheinen sollte doch genug Mut machen, siehe das letzte XBox Live Spiel "Limbo"

Ich vertrete halt die Meinung dass man nie aufgeben sollte, dann muss man sich später auch kein schlechtes Gewissen machen wenn die Spielezukunft wirklich untergeht ;)
"hätt ichs doch mal versucht" usw.... ;)
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Robby1234
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Beitrag von Robby1234 »

Der Mann spricht mir aus der Seele.

Wenn ich News mit dem Titel "Kinect Vorbestellungen boomen!" lese kriege ich echt das Würgen. Wer sich diesen innovationslosen Mist holt ist selbst schuld an seelenlosen Zapel- und Fuchtelspielen.

Wer zu cool für richtigen Sport ist der soll dann aber bitte eine Wii kaufen und keinen nachgemachten Mist der auf genau dem gleichen Prinzip basiert. Ich frage mich ernsthaft wie lange es dauert bis nach dem Launch von Kinect und Move irgenwer irgendwen verklagt ... :roll:
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GoreFutzy
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Beitrag von GoreFutzy »

Die alljährliche "Die-Industrie-geht-bergab-News".
Jaja, letztes Jahr ist auch nichts passiert.... also überleben wir dieses Mal natürlich auch, gerade nochmal so. Oh man, was für ne Grütz-News. :roll:
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dobpat
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Beitrag von dobpat »

Das die Spielebranche den Bach runter geht glaube ich auf keinen Fall. Die Umsätze sind immer noch sehr gut.

Da kann sich manch andere Branche bestimmt eine Ecke von abschneiden.
Sie wird sich nach dem gehype und Einsteigerboom von Casuals und Mode Zockern wieder auf ein gesundes Maß runterregulieren.

Insgesamt bin ich aber absolut seiner Meinung.
Die Spiele scheinen immer langweiliger und Mainstream mäßiger zu werden.
Und es wird zuviel Energie und Aufwand in diesen Bewegungsmüll und Spielkram wie 3D gesteckt.

Ständig diese 0815 Kost nur in anderen Farben, aber alles schon 100x gesehen um es mal so auszudrücken.

Was ist eigentlich aus den richtigen Simulationen von früher (Microprose etc.) geworden.
Wo man sich richtig lange mit befassen musste um sie zu meistern, sie dann aber auch richtigen Spielspaß gebracht haben ?

Aber bei einem Nachwuchs von heute, wo die Hälfte nach der zehnten Klasse nichtmal einen Dreisatz kann, muss sich das Angebot natürlich dem Publikum anpassen.

Ich sag nur: "Dreieck = springen", "X = schießen", "Viereck = Waffe wechseln" und "Kreis = in die Hocke";
Das ganze Konzept jetzt noch immer und immer wieder mit anderen Chrackteren und anderen Levels, aber das reicht dann, mehr geht wohl nicht.

Ich glaube aber an die Selbstregulierung des Marktes.
Irgendwann haben auch die letzten Dummys keine Lust mehr auf diesen Schund und die zwanzigste Fortsetzung.
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deak1ns
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Beitrag von deak1ns »

Ich versteh nicht warum irgendwie immer verallgemeinert werden muss..

die Spiele-Zukunft sieht eben nicht trüb aus.. is alles Geschmackssache..
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breakibuu
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Beitrag von breakibuu »

v4lium hat geschrieben:Ich versteh nicht warum irgendwie immer verallgemeinert werden muss..
Zumal sich seit Jahren auch nichts geändert hat.
Auf 4000 Standarttitel kommen 5 herausragende... das war schon zu SNES Zeiten so und wird auch noch bei der Kinectbox 720 so sein
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crewmate
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Beitrag von crewmate »

dobpat hat geschrieben:Ich glaube aber an die Selbstregulierung des Marktes.
Irgendwann haben auch die letzten Dummys keine Lust mehr auf diesen Schund und die zwanzigste Fortsetzung.
Bild

Leute, die das jährliche Ligaupdate und minimale Physikanpassungen bei Fifa/PES kaufen beweisen das Gegenteil.
bittesaubermachen
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Beitrag von bittesaubermachen »

Ich denke, das kommt auch alles auf die Genres an. Also Rollenspiele haben sich ganz klar zum Nachteil entwickelt. Ich fand DSA, Baldurs Gate und Co. damals atmosphärischer, als Oblivion und Co. Man hatte sich durch die Welt gelesen und hatte das Gefühl, drin zu sein. Nun, bei all der Grafikpracht, fühle ich mich in einer geskripteten leeren Welt voller NPCs.

Über die Entwicklung von JRPGs a la Final Fantasy brauch ich gar nicht reden. Zum Einen gibts auf den Next-Generation Konsolen kaum noch Ankündigungen, zum anderen waren die alten Renderscreen-Sprite Games einfach besser. Einfach nochmal Final Fantasy IX einlegen und mich bestätigen!

Strategiespiele haben auch ein schweres Schicksal. Außer Starcraft 2 versucht man ständig, alles neu zu machen, Rollenspielelemente einzufügen usw. Ja, bei Warcraft hat es eingeschlagen. Aber musste Command & Conquer, was eben gerade für die simple Spielmechanik beliebt war, zu einem brockenschweren, undurchsichtigen Schwere-Stein-Papier-Spiel mit vielen Superwaffen werden, wo der Basisaufbau am Ende ganz auf der Strecke blieb? Bei Earth 2160 wollte man es perfekter machen und hat sogar gleich auf Munition nachladen und Einheiten-Editor im Spiel gesetzt. Die großen Serien wie Age of Empires sind auch schon alle über dem Jordan. Mal sehen, was da noch kommt! Außer Civ5 fällt mir da wenig ein.

Wirtschaftssimulationen gibt es auch nur noch wenige. SimCity wartet seit 6 Jahren auf einen würdigen fünften Teil und hier wäre noch soviel Potential. Stattdessen so ein halbgares Society oder mobile Versionen in SimCity 3000-Optik. Ja, muss ich immer noch SimCity 4 spielen? Die anderen Serien haben sich ja auch alle verabschiedet. Mir bleibt nur noch der Fußballmanager oder vielleicht muss ich doch irgendwann mal Tropico ausprobieren. Aber auch ein Genre, bei dem es seit der 3D-Zeit immer schlechter wurde und wo wohl bald gar nichts mehr geht.

Ich erwarte ansonsten vor allem von den actionbetonten Genres sehr viel. Vielleicht kann man ja wirklich bald mit einer 3D-Brille sich mittem im Geschehen fühlen, noch mehr, als NVidia das bislang ermöglicht. Grafisch wird es sowieso bald so realistisch aussehen, dass man denkt, man guckt aus dem Fenster. Auch Rennspiele sind auf einem guten Weg und solange die großen Vertreter mit großer Lizenzmacht dabei sind, wird es weiterhin ein GT oder Forza oder wie auch immer geben.

Um nicht ganz abzuschweifen. Ich finde dieses Emotional-Dings-Bums auch nicht so wahnsinnig toll. Wii spielen ist für mich wie Singstar oder diese Quiz-Games. Es macht manchmal richtig Laune, aber auf Dauer brauch ich ein Gamepad. Fit werde ich beim Sport und die Bräune hole ich mir nicht aus dem Solarium oder vom Monitor. Und abgesehen von den ganzen Mario-Spielen fehlen bislang auf der Wii viele gute Titel. Naja, Mircrosoft und Sony kopieren das Ganze - es ist eben nicht mehr neu.

Die 3D-Sicht finde ich allerdings toll, wie z.B. beim 3DS. Zumal das ja nicht grundsätzlich auf die Kosten der Spiele geht. Man ist eben mehr im Geschehen. Vielleicht hilft hier die Spieleindustrie mal den anderen Zweigen, ihre Fernseher und Blurays usw. loszuwerden. Ist ja seit Jahren so, dass wir die tollsten Techniken haben und diese kaum nutzen können.
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8492nd
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Beitrag von 8492nd »

bittesaubermachen hat geschrieben:
Über die Entwicklung von JRPGs a la Final Fantasy brauch ich gar nicht reden. Zum Einen gibts auf den Next-Generation Konsolen kaum noch Ankündigungen, zum anderen waren die alten Renderscreen-Sprite Games einfach besser. Einfach nochmal Final Fantasy IX einlegen und mich bestätigen!
Also das ist doch sehr verallgemeinernd. Warum sollte eine "Renderscreen-Sprite" Grafik "einfach besser" sein, als jetzige? Lass mich raten, weil es dich früher einfach mehr fasziniert hat, weil du jünger warst. Also mich hat Lost Odyssey, Final Fantasy X, Xenosaga I-III genau so fasziniert wie einige alte JRPGs, manchmal sogar mehr.

Die gute Grafik ist nicht das Böse, es sind einfach nur faule und geldgeile Entwickler und vor allem Publisher.

Ich verlange nicht, dass andauernd neue, innovative Konzepte erfunden werden müssen, das ist schwachsinn. Innovation wird sowieso überbewertet in letzter Zeit. Wirklich neu ist eigentlich gar nichts mehr und das kann niemand der Branche vorhalten.
Vielmehr sollte es darum gehen, alte Konzepte sinnvoll zu erweitern oder einfach nur mehr Story, Charaktere, Tiefgang, Umfang und Atmosphäre einzubauen. Wenn dazu noch eine schöne technische Kulisse bekommt, umso besser.

Aber im Moment läuft es eigentlich nur so: Entweder das Spiel unterscheidet sich inhaltlich kaum vom Vorgänger oder es werden Merkmale/Aspekte weggekürzt, die den Vorgänger ausgemacht haben, Supreme Commander 2 fällt mir hier als Beispiel ein.

Ich hoffe ich habe klar gemacht, wo ICH persöhnlich das Problem der Branche sehe.
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UberSoldat
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Beitrag von UberSoldat »

Crewmate hat geschrieben:
dobpat hat geschrieben:Ich glaube aber an die Selbstregulierung des Marktes.
Irgendwann haben auch die letzten Dummys keine Lust mehr auf diesen Schund und die zwanzigste Fortsetzung.
Bild

Leute, die das jährliche Ligaupdate und minimale Physikanpassungen bei Fifa/PES kaufen beweisen das Gegenteil.

!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!EPIC!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
GENAU DER MARKT WIRDS SCHON RICHTEN


ich brech zusamm XD
Highlight des tages, echt jetz
Zuletzt geändert von UberSoldat am 17.08.2010 15:26, insgesamt 1-mal geändert.