Skabus hat geschrieben:yopparai hat geschrieben:Ob das gut ist oder nicht steht überhaupt nicht zur Debatte, es ist das gute Recht eines Jeden zu entscheiden ob einem das etwas bei der Wahl der Geschäftspartner ausmacht oder eben nicht.
Doch, für mich steht das sehr wohl zur Debatte, weil es die Frage aufwirft, in wie weit die breite Öffentlichkeit indirekt entscheiden darf, welche Meinungen man konsequenzlos vertreten darf und welche nicht.
yopparai hat geschrieben:Das ist auch keine besonders neue Entwicklung, das war immer schon so.
Und natürlich ist "Das war schon immer so." ein sehr überzeugendes Argument, den "Status Quo" auch zukünftig beizubehalten. Ist klar
"Frauen werden aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert? Das war schon immer so!" Wozu also was daran ändern?
MfG Ska
1.) Zur Debatte: Dann sieh die Sache mal von der anderen Seite: Du möchtest nicht, dass "die Gesellschaft" entscheidet, was du zu denken hast. Das ist nicht nur ok, das ist vollkommen richtig. Aber wenn du anderen vorschreiben willst, dass sie dein Denken und Handeln ignorieren, tust du genau das gleiche. Es ist deine Freiheit jeden politisch zu unterstützen, den du unterstützen willst und ich werde dir das niemals streitig machen, es ist ein Grundwert der Demokratie. Aber umgekehrt ist es auch meine Freiheit, das so doof zu finden, dass ich dir jegliche Unterstützung versage. Diese Freiheit musst du mir zugestehen. Wenn die Personen die so denken wie ich sehr zahlreich sind, dann bezieht sich das auf "die Gesellschaft". Die hat eben auch Rechte. Was nicht geht sind persönliche Angriffe und Beschneidung von Rechten. Jetzt von außen zu fordern, dass Oculus ihn rausschmeißt, oder das öffentlich zur Bedingung für weitere Zusammenarbeit zu machen zum Beispiel ist völlig daneben. Intern kann man das zur Bedingung machen, aber die Angriffe auf ihn über seinen Arbeitgeber sind unfair. Wenn Oculus aber von selbst auf die Idee kommt, dann ist auch das deren gutes Recht.
2.) "Das war schon immer" so ist kein Argument, richtig. Ich habe es auch nicht als solches angebracht. Es ist ledigleich Ausdruck meines Unverständnisses, warum das jetzt plötzlich hochkommt, obwohl das Problem in vielen Bereichen alltäglich ist. Ich hatte ein Beispiel genannt, wo sich der Arbeitgeber ins Privatleben einmischt: Die Kirchen.
Und noch eine Anmerkung: Rollende-Augen-Smilies sind mit Bedacht einzusetzen, wenn man die Diskussion sachlich halten möchte.