Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

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Wigggenz
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Wigggenz »

Wir wählen aber unsere Nationalregierungen und damit indirekt die Kommission. Das darf man nicht vergessen.

Ist in etwa so, als hätten wir auf deutscher Ebene nur den Bundesrat als legislatives Organ. Dass das trotzdem ein Demokratiedefizit darstellt, ist natürlich klar. Und dringend reformbedürftig ist das auch. Trotzdem wird auch deutlich wie unglaublich schlecht der Vergleich mit waschechten Diktaturen wie der UdSSR ist.
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danke15jahre4p
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von danke15jahre4p »

Kajetan hat geschrieben:Kein Bürger eines EU-Mitglides hat die Mitglieder dieser Kommision gewählt, sie wurden von den jeweiligen Nationalregierungen einfach per Dekret bestimmt.
und wer wählt die nationalregierungen? ;)

wir haben es hier mit dem klassischen aufbau einer demokratie zu tun.

greetingz
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Wigggenz hat geschrieben:Wir wählen aber unsere Nationalregierungen und damit indirekt die Kommission. Das darf man nicht vergessen.

Ist in etwa so, als hätten wir auf deutscher Ebene nur den Bundesrat als legislatives Organ. Dass das trotzdem ein Demokratiedefizit darstellt, ist natürlich klar. Und dringend reformbedürftig ist das auch. Trotzdem wird auch deutlich wie unglaublich schlecht der Vergleich mit waschechten Diktaturen wie der UdSSR ist.
Tun wir nicht!

Wir wählen die deutsche Regierung (oder Österreich, je nach Poster). Was jetzt die Franzosen oder Spanien wählen, darauf haben wir keinen Einfluss.

Schau dir nur unsere Regierungen an: Die deutsche Demokratie hat ein Problem mit Mitbestimmung. Die Italiener trauen ihren Politikern keinen Schritt über den Weg. UK haben mit Protestwahlen das Land aus der EU gefegt.

Und darüber soll dann noch eine Ebene 'indirekter' Demokratie folgen? Da herrschen noch deutlich mehr Probleme als nur ein simples Defizit.


Vergleich mit der UDSSR ist natürlich trotzdem totaler Müll, nicht, dass das überhaupt gesagt werden müsste.
Zuletzt geändert von Temeter  am 29.06.2016 16:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kajetan »

Temeter  hat geschrieben:Hab vorhin schon den Link gepostet, dass CETA Abkommen mit Kanada will man sogar gezielt an nationalen Parlamenten vorbeischmuggeln. Schon krank, was in der Komission manchmal für ein Selbstverständnis zu herrschen scheint:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 00425.html
Ebend. Sowas geht gar nicht ... von daher kann ich schon nachvollziehen, dass manche Leute die EU verlassen wollen. Nur, meiner Meinung nach ist das die falsche Richtung. Wir brauchen nicht weniger EU oder gar keine EU (weil das IMHO keine Probleme löst, sondern nur VogelStrauß-Verhalten ist), sondern eine bessere, demokratischere und transparentere EU.
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:Hab vorhin schon den Link gepostet, dass CETA Abkommen mit Kanada will man sogar gezielt an nationalen Parlamenten vorbeischmuggeln. Schon krank, was in der Komission manchmal für ein Selbstverständnis zu herrschen scheint:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 00425.html
Ebend. Sowas geht gar nicht ... von daher kann ich schon nachvollziehen, dass manche Leute die EU verlassen wollen. Nur, meiner Meinung nach ist das die falsche Richtung. Wir brauchen nicht weniger EU oder gar keine EU (weil das IMHO keine Probleme löst, sondern nur VogelStrauß-Verhalten ist), sondern eine bessere, demokratischere und transparentere EU.
Absolut. All diese Probleme hin oder her, die EU ist im großen und ganzen eine verdammt gute Sache.

Ist deswegen nur umso bedenklicher, wenn sowas das Projekt unterminieren könnte...
Kaaruzo
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

leifman hat geschrieben:
Achso Massenhafte Jugendarbeitslosigkeit, erhöhte Suizidraten, erhöhte Säuglingssterblichkeit, erhöhte HIV-Raten usw.

Das ist also alles an die Vorbeigegangen, ja?

Das ist das Ergebnis jener Politik durch die EU, die du da so vehement verteidigst. Wenn Griechenland deiner Meinung nach auf dem besten Wege ist, dann nutz doch deine Freizügigkeit als EU-Bürger und zieh da mal für ein Jahr hin und sag mir dann, wie gut es da war.

Wie kann man nur so menschenverachtend sein und solche Zustände, die Griechenland zuletzt während des zweiten Weltkrieges erlebt hat, so kleinzureden.
Temeter hat geschrieben:Was genau erwartest du denn, wo Griechenland seine Schulden hat? Natürlich bei ausländischen Banken, ist ja nicht so, als obs da eine trillionenschwere Finanzindustrie gibt. Und die Forderungen an Griechenland sind die Folge Jahrzentelanger Korruption, wenn überhaupt ist es ein politischer Fehler, dass man das Land überhaupt in die EU gelassen hat.
Und warum müssen die Griechen, die dafür nicht verantwortlich sind, jetzt darunter leiden?

Was ist denn das für eine Logik? Man hätte es halt wie die Isländer machen müssen, und die Banken dafür bluten lassen müssen, nicht das Volk.
leifman hat geschrieben:und wer wählt die nationalregierungen? ;)

wir haben es hier mit dem klassischen aufbau einer demokratie zu tun.

greetingz
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20.html

Alle Macht geht vom Volk aus. Wie soll das gewährleistet sein, wenn eine Kommission, bestehend zum größten Teil aus ausländischen Politikern, die ich als Bürger dieses Landes nie gewählt habe, Politik für mein Land macht?

Und sowas nennst du dann „Aufbau einer Demokratie“?
Zuletzt geändert von Kaaruzo am 29.06.2016 16:18, insgesamt 5-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kajetan »

leifman hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Kein Bürger eines EU-Mitglides hat die Mitglieder dieser Kommision gewählt, sie wurden von den jeweiligen Nationalregierungen einfach per Dekret bestimmt.
wir haben es hier mit dem klassischen aufbau einer demokratie zu tun.
Nope. Die gewählte Regierung ist dem Wähler, dem Volk gegenüber rechenschaftspflichtig. WIR sind der Souverän. WIR sagen, Du regierst uns jetzt X Jahre. Wenns gut lief, wirst Du wiedergewählt. Wenn nicht, scher Dich zum Teufel. Wem gegenüber muss eine EU-Kommission Rechenschaft ablegen? Wer wählt sie ab? Wer bestimmt ihre Mitglieder? Das ist wichtig, denn die EU-Kommission macht die Gesetze, nach denen wir alle uns dann zu richten haben. Doch haben wir, der Wähler, kein Mitspracherecht, denn wir wählen die EU-Kommision nicht. Niemand wählt sie!
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danke15jahre4p
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von danke15jahre4p »

Kaaruzo hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:
Achso Massenhafte Jugendarbeitslosigkeit, erhöhte Suizidraten, erhöhte Säuglingssterblichkeit, erhöhte HIV-Raten usw.

Das ist also alles an die Vorbeigegangen, ja?

Das ist das Ergebnis jener Politik durch die EU, die du da so vehement verteidigst. Wenn Griechenland deiner Meinung nach auf dem besten Wege ist, dann nutz doch deine Freizügigkeit als EU-Bürger und zieh da mal für ein Jahr hin und sag mir dann, wie gut es da war.

Wie kann man nur so menschenverachtend sein und solche Zustände, die Griechenland zuletzt während des zweiten Weltkrieges erlebt hat, so kleinzureden.
nun, dein horrorszenario macht nur sinn wenn du mir darlegen kannst wo griechenland jetzt wäre, hätte man ihnen den EU-beitritt verwehrt.

und wenn wir schon dabei sind, warum wollte griechenland denn in die EU? warum musste man zahlen fälschen um reinzkommen? wenn doch alles so rosig war in griechenland und die zukunftsaussichten prächtig, warum dann in das landvernichtende konstrukt namens EU eintreten wollen?

ich sag dir was, weil griechenland genau wusste worauf sie zu steuern, die EU hat dies vorerst durch die aufnahme von griechenland verhindert und nun wenden sie dies ab indem sie griechenland nicht alleine lassen.

greetingz
Zuletzt geändert von danke15jahre4p am 29.06.2016 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Kaaruzo hat geschrieben:
Temeter hat geschrieben:Was genau erwartest du denn, wo Griechenland seine Schulden hat? Natürlich bei ausländischen Banken, ist ja nicht so, als obs da eine trillionenschwere Finanzindustrie gibt. Und die Forderungen an Griechenland sind die Folge Jahrzentelanger Korruption, wenn überhaupt ist es ein politischer Fehler, dass man das Land überhaupt in die EU gelassen hat.
Und warum müssen die Griechen, die dafür nicht verantwortlich sind, jetzt darunter leiden?

Was ist denn das für eine Logik? Man hätte es halt wie die Isländer machen müssen, und die Banken dafür bluten lassen müssen, nicht das Volk.
Wie bitte, man soll Banken für die Korruption der Grichieschen Politik und Wirtschaft bluten lassen? Oo

Und die Griechen haben durchaus dazu beigetragen, indem sie besagte Politiker gewählt und die Korruption hingenommen haben. Ob die Situation nun fair ist für die Menschen dort ist, bleibt ein anderes Thema.
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Wigggenz
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Wigggenz »

Temeter  hat geschrieben:
Wigggenz hat geschrieben:Wir wählen aber unsere Nationalregierungen und damit indirekt die Kommission. Das darf man nicht vergessen.

Ist in etwa so, als hätten wir auf deutscher Ebene nur den Bundesrat als legislatives Organ. Dass das trotzdem ein Demokratiedefizit darstellt, ist natürlich klar. Und dringend reformbedürftig ist das auch. Trotzdem wird auch deutlich wie unglaublich schlecht der Vergleich mit waschechten Diktaturen wie der UdSSR ist.
Tun wir nicht!

Wir wählen die deutsche Regierung (oder Österreich, je nach Poster). Was jetzt die Franzosen oder Spanien wählen, darauf haben wir keinen Einfluss.

Schau dir nur unsere Regierungen an: Die deutsche Demokratie hat ein Problem mit Mitbestimmung. Die Italiener trauen ihren Politikern keinen Schritt über den Weg. UK haben mit Protestwahlen das Land aus der EU gefegt.

Und darüber soll dann noch eine Ebene 'indirekter' Demokratie folgen? Da herrschen noch deutlich mehr Probleme als nur ein simples Defizit.


Vergleich mit der UDSSR ist natürlich trotzdem totaler Müll, nicht, dass das überhaupt gesagt werden müsste.
Was für ein Problem mit Mitbestimmung? Sämtliche legislativen Organe kommen in D über direkte (Bundestag, Landtage, Gemeinderäte) oder indirekte (Bundesrat) Mitbestimmung zustande. Das ist schon in Ordnung so.

Und natürlich haben wir keinen Einfluss drauf, was in den anderen Mitgliedstaaten gewählt wird. Dafür haben die auch keinen Einfluss darauf, was bei uns gewählt wird.
Übrigens hat das System der Kommission nicht nur Ähnlichkeit mit dem Bundesrat, sondern auch Ähnlichkeit mit einer Parlamentswahl ausschließlich über Direktmandate in den Wahlkreisen.. Praxis übrigens wo? Richtig, in Großbritannien. Da könnte man auch rumheulen, die Gesetze würden überwiegend von Leuten gemacht, die man (in seinem Wahlkreis) nicht gewählt hat.

Klar könnte man jetzt sagen, dass die nunmal als Nationalstaat zusammengehören und sich deshalb damit abfinden müssen. Das gleiche lässt sich aber auch zu einem supranationalen Staatenverbund sagen, wenn erstmal ein solcher gebildet ist.

Wie gesagt, das ist natürlich trotzdem ein Defizit. Was meint ihr, warum wir neben dem Bundesrat auch ein stärker durch Verhältniswahl bestimmtes Hauptparlament haben?
Zuletzt geändert von Wigggenz am 29.06.2016 16:28, insgesamt 1-mal geändert.
Kaaruzo
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

leifman hat geschrieben:nun, dein horrorszenario macht nur sinn wenn du mir darlegen kannst wo griechenland jetzt wäre, hätte man ihnen den EU-beitritt verwährt.
Da hätten sie sich nicht an die Vorgaben der EU zu halten, bei der Sparpolitik. Der IWF z.B. hat schon lange einen Schuldenschnitt gefordert. Nur die EU will, dass Griechenland weiter blutet.

Das was Griechenland jetzt in diesem Moment durchmacht, ist das Ergebnis falscher EU-Politik. Und das griechische Volk hat darauf null Einfluss, weil Brüssel für sie bestimmt und nicht Athen.

Und genau das ist die fehlende Demokratie an der Sache.
leifman hat geschrieben:und wenn wir schon dabei sind, warum wollte griechenland denn in die EU? warum musste man zahlen fälschen um reinzkommen? wenn doch alles so rosig war in griechenland und die zukunftsaussichten prächtig, warum dann in das landvernichtende konstrukt namens EU eintreten wollen?
Weil Griechenland das Geld will. Ist doch logisch. Oder hat die damals herrschende Junta ihr Volk befragt, ob sie beitreten wollen?
leifman hat geschrieben:ich sag dir was, weil griechenland genau wusste worauf sie zu steuern, die EU hat dies vorerst durch die aufnahme von griechenland verhindert und nun wenden sie dies ab indem sie griechenland nicht alleine lassen.
Griechenland wusste also schon 1976, dass sie im Jahr 2010 ein Finanzkriese haben werden? Wow. Das nenn ich mal Planungssicherheit. Alter, was rauchst du?

Indem sie Griechenland nicht alleine lassen? Mal ganz doof gefragt, wie dumm bist du eigentlich?

Erhöhte Säuglingssterblichkeit, erhöhte Suizidraten. Das ist die Folge der EU-Politik. Und das ist für dich „nicht alleine lassen“? Wie kann man nur so menschenverachtenden Scheiß schreiben?

Ich hoffe, wenn du mal Kinder hast, dass die auch im Krankenhaus verrecken, weil nicht genug Geld für Medikamente da waren. Und dann sag ich dir, das dich die EU nicht alleine gelassen hat.
Temeter hat geschrieben:Wie bitte, man soll Banken für die Korruption der Grichieschen Politik und Wirtschaft bluten lassen? Oo

Und die Griechen haben durchaus dazu beigetragen, indem sie besagte Politiker gewählt und die Korruption hingenommen haben. Ob die Situation nun fair ist für die Menschen dort ist, bleibt ein anderes Thema.
Definitiv sollte man wohl eher die Finanzindustrie leiden bluten lassen, als ein ganzes Volk. Dass das überhaupt zur Debatte steht.

Ach die Griechen sind jetzt also selbst schuld? Vicitm-Blaming also.

Bin ich auch schuld, wenn Frau Merkel mal wieder die Gesetze unsers Landes bricht?
Wigggenz hat geschrieben: Was für ein Problem mit Mitbestimmung? Sämtliche legislativen Organe kommen in D über direkte (Bundestag, Landtage, Gemeinderäte) oder indirekte (Bundesrat) Mitbestimmung zustande. Das ist schon in Ordnung so.

Und natürlich haben wir keinen Einfluss drauf, was in den anderen Mitgliedstaaten gewählt wird. Dafür haben die auch keinen Einfluss darauf, was bei uns gewählt wird.
Übrigens hat das System der Kommission nicht nur Ähnlichkeit mit dem Bundesrat, sondern auch Ähnlichkeit mit einer Parlamentswahl ausschließlich über Direktmandate in den Wahlkreisen.. Praxis übrigens wo? Richtig, in Großbritannien. Da könnte man auch rumheulen, die Gesetze würden überwiegend von Leuten gemacht, die man (in seinem Wahlkreis) nicht gewählt hat.

Klar könnte man jetzt sagen, dass die nunmal als Nationalstaat zusammengehören und sich deshalb damit abfinden müssen. Das gleiche lässt sich aber auch zu einem supranationalen Staatenverbund sagen, wenn erstmal ein solcher gebildet ist.

Wie gesagt, das ist natürlich trotzdem ein Defizit. Was meint ihr, warum wir neben dem Bundesrat auch ein stärker durch Verhältniswahl bestimmtes Hauptparlament haben?
Auch dir empfehle ich einen Blick ins Grundgesetz.

Wenn ausländische Politiker, die von uns nie gewählt wurden, über unsere Politik bestimmen, dann wird hier die Macht des Souveräns (des Volkes) ausgehöhlt.

Wo das demokratisch sein soll, würde mich mal brennend interessieren.
Zuletzt geändert von Kaaruzo am 29.06.2016 16:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von johndoe1824162 »

Temeter  hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Was Dich hier stört ist ein simples Demokratiedefizit. Um es mal ganz höflich auszudrücken! Es werden Gesetze beschlossen, die auch für Dich gelten, ohne dass Du bei der Entstehung der Gesetze vertreten wirst. Frei nach den Worten der damaligen US-Revolutionäre: No legislation without representation! :)
Hab vorhin schon den Link gepostet, dass CETA Abkommen mit Kanada will man sogar gezielt an nationalen Parlamenten vorbeischmuggeln. Schon krank, was in der Komission manchmal für ein Selbstverständnis zu herrschen scheint:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 00425.html
Überraschung! Das sind übrigens solche Alleingänge, die hier schon angesprochen wurden. Da wurde man noch belächelt.

Da hier immer wieder von Veränderungen gesprochen wurde, aber bitte doch nicht per Wahlen/Abstimungen. Wie stellt man sich das konkret vor? Gewalt ist ja sicherlich keine Option. Auf das Gequatsche der Politiker und Lobby verlassen und hoffen...
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Wigggenz
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Wigggenz »

Kaaruzo hat geschrieben:
Ich hoffe, wenn du mal Kinder hast, dass die auch im Krankenhaus verrecken, weil nicht genug Geld für Medikamente da waren. Und dann sag ich dir, das dich die EU nicht alleine gelassen hat.
Da frage sich doch nochmal jemand, warum die Diskussionsführung der EU-Gegner kritisiert wird. Alles böse Meinungsdiktatur, hat nichts mit dem Verhalten der Personen selbst zu tun...
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

Wigggenz hat geschrieben: Da frage sich doch nochmal jemand, warum die Diskussionsführung der EU-Gegner kritisiert wird. Alles böse Meinungsdiktatur, hat nichts mit dem Verhalten der Personen selbst zu tun...
Achso, aber seine menschenverachtende Art die Ereignisse in Griechenland zu kommentieren, die bemängelst du natürlich nicht.

Soviel zu der Glaubwürdigkeit von EU-Befürwortern.
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Wigggenz
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Wigggenz »

Ich sehe nur einen, der jemandem gewünscht hat, dessen Kinder sollen verrecken.