Habe ich gesagt, dass sie es hinnehmen muss, wenn jemand mit ihren Werken Geld verdienen will, ohne dass sie etwas davon bekommt? Lies doch bitte nochmal, was ich genau (!) geschrieben habe und in welchem Kontext das stattgefunden hat. Ansonsten musst Du bitte früher aufstehen. Und es wirkt nicht gerade überzeugend, wenn man beim Austeilen sich selber ne Kopfnuss verpasst hat und sich nun einredet: "Ha! Dem habe ich es jetzt aber gezeigt!". Aber ansonsten, lass Dich nicht unterkriegen. Gute Gegenwehr schult den Verstand und die Ausdrucksweise, kann im Idealfall sogar dazu führen, dass ich meinen Standpunkt wechsle, weil man mich überzeugt hat. Gib nicht auf, los, zeigs mir!!!DasGraueAuge hat geschrieben: Nee nee. Das ausgerechnet die Heldin seiner goldenen, selbstbestimmten und selbstlosen Künstlerzukunft wegen Urheberrechtsverletzungen klagt, das hat ihm ganz sicher nicht in den Kram gepasst.
Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Nö, du musst mir nicht herleiten, warum die Entnahme einer beweglichen Sache zum Schaden eines Anderen führen kann.Usul hat geschrieben:D.h. ich muß dir jetzt also erst mal ethisch und moralisch herleiten, warum (auch geistiger) "Diebstahl" nicht gut ist?
Du musst mir aber erläutern, wie "Diebstahl" in den Kontext passt.
Ich erspare uns jetzt mal gefühlte 20 Posts, indem ich jetzt schon in den Raum werfe: Es hat seinen guten Grund, dass (das) Recht nur in wenigen Fällen auf individuellem moralischem Empfinden aufbaut.
Und dann gleich noch mal ein paar Posts weiter: Das Urheberrecht in seiner aktuellen Fassung und "Die Gesellschaft" kommen gerade nicht gut miteinander aus. Solange links und rechts die Politiker als Plagiatoren erkannt werden und Autoren hochgejubelt werden, die mehr oder weniger nur abgeschrieben werden, wirst du es echt schwer haben, Jemandem davon zu überzeugen, dass er die CD bitte nicht für seinen netten Kollegen kopieren soll.
Äh... bitte mich jetzt nicht, den Widerspruch in dieser Aussage aufzudröseln. Sonst tippe ich Morgen noch.Auch hier wiederhole ich mich gerne: Kaum etwas auf der Welt ist schwarz-weiß. Eine an sich "verwerfliche" Handlung kann selbstverständlich auch positive Effekte haben. Das macht die ursprüngliche Handlung aber nicht besser.
Nö, wieso? Ist ja nur eine Behauptung. Kann ich als solche stehen lassen.Zumal das Ganze dann sowieso ins Hypothetische driftet... ich könnte ja einfach behaupten, daß die Gesellschaft heute viel besser dran wäre, wenn niemals raubkopiert worden wäre. Beweise mir da mal das Gegenteil.
Solange du aus dieser Behauptung keine Rechtfertigung für dein Handeln ableiten willst.
(So wie die Industrie beim Verlangen nach immer mehr Rechten, die ihr zugute kommen, falls jemand die Anspielung nicht verstanden hat!)
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Fiddlejam
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Da überspringt man mal eben vier Seiten und plötzlich ist das Thema wieder "die bösen Raubkopien" statt "Arbeitsbedingungen und Arbeitnehmerfluktuation in der Spielebranche"...
Ich finde, diese ganze "was ist moralisch an Kopien und was nicht?"-Diskussion furchtbar fehlgeleitet. Für mich ist es einfach eine Geschichte der Zustimmung, eine Begrenzung auf das simpelste Prinzip: Die Freiheit des einen endet da, wo sie die des anderen begrenzt.
Wenn ich als Künstler also nicht will, dass jemand mein Werk kopiert, verbreitet und überhaupt erhält ohne meine Zustimmung dafür zu haben, und der andere es dennoch tut, dann ist es für mich unmoralisch, wie jedes Vorgehen gegen die Willensäußerung eines geistig gesunden und zu einer solchen Äußerung befähigten und qualifizierten Menschen.
Ich finde, diese ganze "was ist moralisch an Kopien und was nicht?"-Diskussion furchtbar fehlgeleitet. Für mich ist es einfach eine Geschichte der Zustimmung, eine Begrenzung auf das simpelste Prinzip: Die Freiheit des einen endet da, wo sie die des anderen begrenzt.
Wenn ich als Künstler also nicht will, dass jemand mein Werk kopiert, verbreitet und überhaupt erhält ohne meine Zustimmung dafür zu haben, und der andere es dennoch tut, dann ist es für mich unmoralisch, wie jedes Vorgehen gegen die Willensäußerung eines geistig gesunden und zu einer solchen Äußerung befähigten und qualifizierten Menschen.
Würdest du nicht schon Grundprinzipien wie Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde als moralisches Empfinden bezeichnen?Sir Richfield hat geschrieben:Ich erspare uns jetzt mal gefühlte 20 Posts, indem ich jetzt schon in den Raum werfe: Es hat seinen guten Grund, dass (das) Recht nur in wenigen Fällen auf individuellem moralischem Empfinden aufbaut.
- DasGraueAuge
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Aussage funktioniert nicht nur in Richtung der Industrie.Sir Richfield hat geschrieben: Solange du aus dieser Behauptung keine Rechtfertigung für dein Handeln ableiten willst.
- Kajetan
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Kindle ist ein komplexeres Thema. Hier liegt ein Großteil der Verantwortung bei den großen US-Verlagen, die zwar teilweise schon mit DRM-freien Werken herumexperimentieren, aber als Amazon ankam, sie alle nur in Panik erstarrt sind bei dem Gedanken, dass da jetzt MILLIONEN von User Bücher "einfach so" runterladen können. Weil dann deren Bücher MILLIONENFACH weiterverbreitet werden, ohne dass die Verlage nur einen Cent sehen. Die Panik ist verständlich und nachvollziehbar, wenn man davon ausgeht, dass dort auch nur Leute sitzen, die Digitales Zeitalter erst lernen müssen. Doch kommt Zeit, kommt ein Ende von DRM.Sir Richfield hat geschrieben:Obschon, was heißt lernen? Amazon bietet DRM freie MP3 an, weil "die Kunden" halt ihre Musik auf dem PC, Iphone, Autoradio, mp3 player spielen wollen, ohne erst mal Bücher lesen zu müssen, wie man den Schutz aushebelt - und den Kindle, der wohl die Speerspitze der Fremdkontrolle über Gekauftes darstellt...
Der Kindle in seinen Variationen selber ist übrigens ein geiles Stück Hardware. Deswegen habe ich auch einen kleinen Basic. Weil der Kindle selber kein DRM hat, sondern nur die Texte, die ich über Amazon käuflich erwerben könnte, wenn ich denn wollen würde.
- Usul
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Ich glaube durchaus, daß dir die Klammer und die Anführungsstriche aufgefallen sind in meinem Satz. Ich bitte um Verzeihung, daß ich keine juristisch absolut stichhaltigen Ausdrücke benutzt habe, um etwas auszusagen, was du - so vermute ich - verstanden hast.Sir Richfield hat geschrieben:Nö, du musst mir nicht herleiten, warum die Entnahme einer beweglichen Sache zum Schaden eines Anderen führen kann.
Du musst mir aber erläutern, wie "Diebstahl" in den Kontext passt.
Doch, bitte.Äh... bitte mich jetzt nicht, den Widerspruch in dieser Aussage aufzudröseln. Sonst tippe ich Morgen noch.Auch hier wiederhole ich mich gerne: Kaum etwas auf der Welt ist schwarz-weiß. Eine an sich "verwerfliche" Handlung kann selbstverständlich auch positive Effekte haben. Das macht die ursprüngliche Handlung aber nicht besser.
Diese Behauptung war die Reaktion auf deine folgenden Ausführungen:Nö, wieso? Ist ja nur eine Behauptung. Kann ich als solche stehen lassen.
Solange du aus dieser Behauptung keine Rechtfertigung für dein Handeln ableiten willst.
Ansonsten können wir ja gerne mal tiefer gehen und drüber philosophieren, wie weit "der Computer" heute wäre, wenn alle Beteiligten ihr Wissen so verteidigt hätten.
Aber den Pfad will ich nicht gehen, sonst würde uns aufgehen, dass es Microsoft heute in dieser Form nicht gäbe.
Ich finde beide Ansätze hypothetisch. Und ähnlich aussagekräftig. Daher wollte ich meine Hypothese einfach mal in den Raum geworfen haben, denn sie sagt nichts über Raubkopien aus. Ebensowenig wie deine.
- Kajetan
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Oha, großes Faß! Es gibt mittlerweile Soziologen und Philosophen, die versuchen diese Menschenrechte rational und wissenschaftlich als positiv für die weitere Entwicklung menschlicher Zivilisation zu "beweisen", die Menschenrechte aus dem ewigen Kreislauf fruchtloser Moraldiskussion zu holen, wo alle und keiner Recht haben, weil jeder mit gutem Recht eine andere Moral haben kann.Fiddlejam hat geschrieben: Würdest du nicht schon Grundprinzipien wie Freiheit, Gleichheit und Menschenwürde als moralisches Empfinden bezeichnen?
Wer Geduld hat und suchen möchte, kann vielleicht den Vortrag bei den TED-Talks auf Youtube finden, den ich vor einer Weile dazu gesehen haben. Hochinteressantes Gehirnfutter! Habe leider versäumt mir das zu mookbarken.
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johndoe774091
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
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Soraldor
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Eine übermäßige Crunchtime zeugt von gescheiterter Planung und erhöhtem Stress für die Entwickler. Bin gespannt, wie sich diese auf das Endprodukt auswirken. Wenigstens gab es was zu essen.
Man könnte jetzt natürlich Böswilligkeit unterstellen und behaupten, die exzessiv lange Crunchtime war Teil der Planung.
Und wegen Job-Wechseln: Also so pralle viele Jobs gibts in Deutschland nicht in der Branche, ich denke, die Entwickler sind im Grunde recht froh an einem Spiel zu arbeiten und nicht an einem ERP-System. Das Problem ist wohl, dass die Crytek-Echefetage das auch weiß.
Und zum Don't starve-Vergleich: Bei Crytek liegt die Erwartungshaltung wesentlich höher schätze ich mal, da wird auch von außen mehr Druck erzeugt (durch z.B. Investoren, also richtig große), so schön der Vergleich damit anfangs auch war. Wenn da Ryse verschoben werden müsste, dann würde es diesen wohl nicht so wirklich gefallen und diese Art Investoren haben meist ein dickes Anwälteteam hinter sich, die schön auf etwaige Vertragsstrafen wegen Nichterfüllung pochen. Gerade für ein Unternehmen wie Crytek, die sich gerne unabhängig positionieren möchten (Eigenpublishing von Warface) eher schmerzhaft. Und wegen der Exklusivität vermute ich hier Microsoft als einen der Investoren - immerhin ist Ryse auch Vorzeigeprodukt für die XBox One.
Aber im Grunde hat das alles nichts mit der XBox One oder Microsoft zu tun, Microsoft ist höchstens Auftraggeber für ein Produkt - der schwarze Peter gehört vollumfänglich Crytek zugeschoben, Gründe sind erstmal egal.
Und zum Subthema "Künstler, der gerne Geld verdienen möchte" - also ich glaube, dem Maler gefällt es nicht so wirklich, wenn ich sein Produkt (Bild) verlust- und fehlerfrei fotografiere und im Internet verbreite. Allerdings könnte dieser Künstler, sollte er doch einmal genug Geld für eine eigene Ausstellung zusammenkratzen, auf überbordende Brandschutzvorschriften verzichten - der Besucheranteil könnte recht gering ausfallen, man kennt die Produkte ja schon. Bildhauer dürfen sich auch bald freuen, Stichwort 3D-Drucker
Man könnte jetzt natürlich Böswilligkeit unterstellen und behaupten, die exzessiv lange Crunchtime war Teil der Planung.
Und wegen Job-Wechseln: Also so pralle viele Jobs gibts in Deutschland nicht in der Branche, ich denke, die Entwickler sind im Grunde recht froh an einem Spiel zu arbeiten und nicht an einem ERP-System. Das Problem ist wohl, dass die Crytek-Echefetage das auch weiß.
Und zum Don't starve-Vergleich: Bei Crytek liegt die Erwartungshaltung wesentlich höher schätze ich mal, da wird auch von außen mehr Druck erzeugt (durch z.B. Investoren, also richtig große), so schön der Vergleich damit anfangs auch war. Wenn da Ryse verschoben werden müsste, dann würde es diesen wohl nicht so wirklich gefallen und diese Art Investoren haben meist ein dickes Anwälteteam hinter sich, die schön auf etwaige Vertragsstrafen wegen Nichterfüllung pochen. Gerade für ein Unternehmen wie Crytek, die sich gerne unabhängig positionieren möchten (Eigenpublishing von Warface) eher schmerzhaft. Und wegen der Exklusivität vermute ich hier Microsoft als einen der Investoren - immerhin ist Ryse auch Vorzeigeprodukt für die XBox One.
Aber im Grunde hat das alles nichts mit der XBox One oder Microsoft zu tun, Microsoft ist höchstens Auftraggeber für ein Produkt - der schwarze Peter gehört vollumfänglich Crytek zugeschoben, Gründe sind erstmal egal.
Und zum Subthema "Künstler, der gerne Geld verdienen möchte" - also ich glaube, dem Maler gefällt es nicht so wirklich, wenn ich sein Produkt (Bild) verlust- und fehlerfrei fotografiere und im Internet verbreite. Allerdings könnte dieser Künstler, sollte er doch einmal genug Geld für eine eigene Ausstellung zusammenkratzen, auf überbordende Brandschutzvorschriften verzichten - der Besucheranteil könnte recht gering ausfallen, man kennt die Produkte ja schon. Bildhauer dürfen sich auch bald freuen, Stichwort 3D-Drucker
- Kajetan
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Der Maler hat sein Werk in der Regel längst verkauft, es mag dem Museum nicht gefallen, weil das Museum Eintrittskarten verkaufen will.Soraldor hat geschrieben:Und zum Subthema "Künstler, der gerne Geld verdienen möchte" - also ich glaube, dem Maler gefällt es nicht so wirklich, wenn ich sein Produkt (Bild) verlust- und fehlerfrei fotografiere und im Internet verbreite.
Und der Bildhauer muss nur sein Marketing ändern: 3D-Drucker-Statuen kann sich jeder in den Garten stellen. Ich aber stelle Ihnen eine RICHTIGE, HOCHWERTIGE, BESONDERE weil MANUELL gefertigte Statue in den Garten!
Abgesehen davon, so sind gerade diese Beispiel, wo es um analoge Objekte geht, deren Betrachtungsgenuß digital das "echte" Feeling vor Ort nicht ersetzen kann, eh immer a bisserl krumm. So kratzt es Musiker nicht so besonders, wenn sie nicht viele CDs verkaufen, weil sie auf Konzerten ein nicht-kopierbarer und einmaliges "Produkt" verkaufen, das Konzerterlebnis. Und manche Musiker machen das richtig schlau und bieten gleich im Anschluß an das Konzert einen Video- oder Musikmitschnitt eben dieses Konzertes auf DVD an, den sich der Besucher für SEIN Konzert gegen geringes Geld gleich am Merchandisingstand holen kann.
Und weil Künstler eben auch nur Menschen sind, gibt es Künstler, die halt gerne rumjammern, wie schrecklich das alles sei und Künstler, weche die neuen Chancen nutzen, die sich auf Grund der neuen Technologien und ihrer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen ergeben.
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maho76
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
jaaaa, klar.^^ wo lebst du? kenne diverse freischaffende maler (nennt sich nur so, war selbst mal einer als es sich noch ansatzweise rentiert hat...wie gesagt, man muss auch mal essen^^). mit VIIIEEELL glück hast du eine Galerie an der Hand. Museum? bin ich schon 500 jahre tot?Der Maler hat sein Werk in der Regel längst verkauft, es mag dem Museum nicht gefallen, weil das Museum Eintrittskarten verkaufen will.
auftragsarbeiten gibt es heutzutage GAR NICHT MEHR. mit glück produzierst du etwas was du so nach 3-5 jahren zum rammschpreis über eine onlinegalerie verkaufen kannst. bist du nicht plemmplemm, soziopathisch mit hang zum unterarmritzen, Australier oder sonstwie daneben ist dieser markt seit 2 Jahrzehnten TOT, denn steuerlich absetzbar sind kunstobjekte leider schon lange nicht mehr (war der grund für eine recht breite Basis an Sammlern und firmen als "kunde"), und alle ausser den fanatischen Sammlern und Liebhabern setzen seit 20 jahren lieber auf trading-fonds.
neenee, du. und musik: ich kenne fast keine band (und ich kenne etliche, auch gar nicht mal so kleine) die aus einer konzerttour mit plus rausgeht, mit glück geht's null auf null auf. ich mag dich Kajetan, aber ich glaube von den Verhältnismässigkeiten der unterschiedlichen Verdienstmöglichkeiten als "freischaffender kunsttätiger" hast du nicht so den durchblick oder nimmst eben wie die meisten anderen auch die 0,1% raus, bei denen es zufällig mal geklappt hat... meist durch reines glück.
aber das ist doch nunmal nicht das was wir alle wollen, oder? wir wollen doch Vielfalt, wir wollen doch Kunst aller art die auch nischen bedient, die sich entwickeln darf. dazu (Entwicklung) hast du nämlich heute fast keine Möglichkeit mehr, erst recht nicht mit einem neuen Urheberrecht dass das PD stärkt
du wirst heutzutage als Künstler genauso verrammscht wie alles andere, wenns nicht schon im uni-alter klappt wars das wenn du nicht glück-äquivalent-6er-mit-zusatzzahl hast.
und glaub mir, es tut mir extrem leid das zu sagen, war nämlich mal für viele eine echt tolle Passion.
aber heutzutage wird es durch die umstände leider fast immer zum Hobby degradiert.
- thedoubletime
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
ihr seid doch alle krank eh
wir machen auch überstunden und kriegen dann vom chef was zu essen, sowas macht nicht jeder.
ihr dreht euch immer alles so ins negative. meine fresse. wie dumm manche menschen sind.
wir machen auch überstunden und kriegen dann vom chef was zu essen, sowas macht nicht jeder.
ihr dreht euch immer alles so ins negative. meine fresse. wie dumm manche menschen sind.
- Kajetan
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Siehst Du, und hier haben wir kein Problem mit den Rahmenbedingungen, sondern ein Problem mit der Einstellung.maho76 hat geschrieben:und glaub mir, es tut mir extrem leid das zu sagen, war nämlich mal für viele eine echt tolle Passion. aber heutzutage wird es durch die umstände leider fast immer zum Hobby degradiert.
Da die Musikindustrie es auf Grund ihrer Monopolstellung und Kontrolle der ganzen Wertschöpfungskette über Jahrzehnte hinweg geschafft hatte Superstars wie Madonna oder Elton John aufzubauen, sind immer mehr Musiker davon ausgegangen, mit ihrer Kunst SICHER so viel Geld verdienen zu können, dass sie davon leben können. Daraus ist ein Anspruchsdenken entstanden, welches sich jetzt natürlich in kleingeistiger Paranoia niederschlägt, weil da jemand Musik hören könnte, ohne dafür gezahlt zu haben.
Andere Musiker haben das Problem nicht, weil sie akzeptiert haben, dass sie ihre Kunst sowieso nur als Hobby betreiben können. Andere Musiker heulen nicht rum, sondern suchen neue Wege. Man konzentriert sich z.B. wieder auf Konzerte, man konzentriert sich auf Merchandising, das auf Konzerten verkauft wird. DAVON kann man leben. Vom Verkauf von Musikkonserven können nur die allerwenigsten Künstler leben. Ein Umstand, der vor 20 Jahren genauso Bestand hatte wie heute.
Ich selbst kenne einen Gitarristen, der zwar Konserven von seinen Stücken aufgenommen hat, der diese aber nicht verkauft, sondern als Werbung kostenlos auf diverse Kanäle packt. Er selbst gibt Konzerte und bietet Unterricht an. Sonderlich wohlhabend, meint er, wird man dadurch nicht, aber er hat sich dadurch ein Auskommen geschaffen. Seine Meinung zum Thema Kopien ist daher recht entspannt. Ich kenne aber auch jemanden, der sitzt nur zu Hause vor dem Rechner und Keyboard und bastelt da an seinen Klangbildern. Niemand kennt ihn, weil er seine Mukke nirgendwo bewirbt (nicht einmal eine Myspace-Seite mit zwei, drei Beispielliedern) und er wünscht Schwarzkopierern alles Schlechte auf der Welt, weil er das Gefühl hat nur bestohlen zu werden. Ach ja, seine Musik findest Du nicht im Netz, weil ihn niemand kennt. Deswegen kauft auch kaum jemand seine Musik.
- Usul
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Zum wiederholten Male schreibst du so etwas Abschätziges. Was soll das eigentlich? Nur weil jemand seine Kunst AUCH verkaufen will und es eben nicht gerne sieht, wenn sie NICHT gekauft wird, sondern unerwünscht kopiert, ist das doch nicht Rumgeheule. Es geht nicht darum, ob der Künstler (oder wer auch immer) ausschließlich von solchen Verkäufen leben will oder ob er das als eine von verschiedenen Optionen nutzt. Es ist völlig egal, warum er sich entschließt, sein Werk zu verkaufen und womöglich nicht kostenfrei zur Verfügung zu stellen.Kajetan hat geschrieben:Andere Musiker heulen nicht rum, sondern suchen neue Wege.
Es geht immer noch darum, daß es nicht sein kann, daß jemand dieses Werk - auch digitaler Natur - konsumiert, ohne den vom Urheber gewünschten Betrag zu entrichten. Es ist nicht meine und auch nicht deine Sache, ihm vorzuschreiben, daß er das nicht machen soll. Wenn ich oder du mit seiner Entscheidung nicht einverstanden sind, dann haben wir eine sehr einfache Möglichkeit: Auf sein Werk verzichten.
Ich wiederhole mich: Aus dem Großteil dessen, was du hier von dir gibst, klingt immer wieder heraus, daß es z.B. kein Problem ist, wenn man sich das Werk eines Kunstschaffenden ohne zu bezahlen beschafft - Hauptsache, es ist kein physisch eingeschränktes Werk und - wie Musik oder Spiele - beliebig oft verlustfrei kopierbar.
Ich wiederhole: Es klingt so. Also bevor du jetzt antwortest, du hättest das mit keiner Silbe geschrieben.
Völlig unabhängig davon gibt es dann noch das Problem der Rechteverwerter und der gesamten Industrie, die es gibt. Aber in dem Punkt sind sich doch hier die allermeisten einig.
- Kajetan
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Re: Ryse: Son of Rome: Tweet wird zum PR-Bumerang
Es ist Rumgeheule, wenn es beim "Das gefällt mir nicht" bleibt. Wem die aktuelle Situation nicht gefällt (weil schnelle Kopien weltweit untrennbarer Bestandteil des Digitalen Zeitalters sind) UND dann diese Situation akzeptiert UND dann auf Basis dieser Akzeptanz NEUE Wege sucht, um mit seiner Kunst Geld für den Lebensunterhalt verdienen zu können (ich erwähne das typische Neid-Beispiel vom Superstar mit Villa und dreissig Sportwagen ganz bewusst nicht), dann hält sich dieser Mensch nicht länger mit nutzlosen Schuldzuweisungen auf, sondern er TUT WAS, um innerhalb dieser neuen Rahmenbedingungen seinen Weg zu finden.Usul hat geschrieben:Zum wiederholten Male schreibst du so etwas Abschätziges. Was soll das eigentlich? Nur weil jemand seine Kunst AUCH verkaufen will und es eben nicht gerne sieht, wenn sie NICHT gekauft wird, sondern unerwünscht kopiert, ist das doch nicht Rumgeheule.Kajetan hat geschrieben:Andere Musiker heulen nicht rum, sondern suchen neue Wege.
Und wenn er diesen Weg für sich gefunden hat, dann stört es ihn auch nicht mehr, wenn jemand ohne seine Erlaubnis seine Werke kopiert, um sie zu hören, sehen, zu genießen. Es stört ihn nur dann, wenn jemand ungefragt mit seinen Werken Geld verdient, ohne dass er davon einen Cent sieht. DIESEN Ärger kann ich nachvollziehen, weil hier ein ganz konkreter, berechenbarer wirtschaftlicher Schaden entsteht.
