Gerade weil es gerade bei PS+ war und ich noch dabei bin es durchzuspielen, vielen Dank.Tyler Durden hat geschrieben:Mafia 2 ist über 2 Jahre alt und schon bei PS+
Kein Vergleich zu vor einer Woche in den USA ausgestrahlt!
Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwelt", "tolle Missionen", "ziemlich frauenfeindlich" und "furchtbare Charaktere"
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.HeldDerWelt.
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
- Oldholo
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Re: Kommentar
Wer spricht denn von Political Correctness?Nekator hat geschrieben:Na Gott sei Dank sind die Charaktere "fürchterlich" und das Spiel ach so "frauenfeindlich"! Ein P.C. versifftes GTA braucht keine Sau.
Wenn wir eine realistische Darstellung des Ganxtatums wollen, gehört Correctness natürlich (leider) nicht dazu.
Aber halt irgendwie..nachvollziehbar. In sich Sinn ergebend. Die andere Hälfte des Realismus.
Ansonsten könnte man es auch Postal 3 nennen.
Plus: Saints Row ist ebenso wenig "correct" wie GTA, und trotzdem kann ich ohne Einbußen einen weiblichen Hauptcharakter spielen, ich muss mir keine dämlichen "Nigger"-Sprüche geben und die Spiele büßen trotzdem nichts von ihrem Feeling ein. Die Entwickler müssen es nur wollen.
- Usul
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Diese "fiktionale" Gewalt gab es auch vor Videospielen - zugegeben, man hat nicht selbst die Kettensäge geschwungen, aber die Diskussionen waren dieselben: "Wie kann man sich nur so etwas Menschenverachtendes ansehen/anhören/durchlesen/etc. ??!?"Oldholo hat geschrieben:Diese fiktionale Gewalt wird aber nicht weniger drastisch, weniger realistisch oder weniger bedenklich.
Das fing mal damit an, 4*4-Pixel große, einfarbige Alienraumschiffe abzuschießen und mittlerweile simulieren wir Mimik und Gestik beim Töten und Sterben durch präzise Motion Capture-Techniken, übertragen auf 20.000+-Polygonen starke, ziemlich realistische Figuren, die der Realität nicht mehr in Vielem nachstehen.
Man kann verschiedener Meinungen darüber sein, wie gut oder schlecht, verwerflich oder unbedenklich das ist, aber mit Verweis auf "das ist doch schon ewig so" ist es nicht getan. Das Thema bleibt so akut wie es war.
Ich verstehe ja, daß nicht jeder was damit anfangen kann. Aber warum muß man diejenigen, die es können, so verallgemeinernd schräg anschauen? Ja, ich habe bei GTA1 die Sektenanhänger über den Haufen gefahren - im wirklichen Leben mache ich das im Normalfall nicht. Es ist doch jedem selbst überlassen, von was er sich unterhalten fühlt... solange man das Abartige, über das man sich totlacht, nicht ernst meint und eindeutig von seinem Real-Life trennt, sehe ich nichts Verwerfliches dran.
Insofern ist das Thema für mich zumindest ganz und gar nicht akut, sondern total ausgelutscht.
- Usul
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Re: Kommentar
Der letzte Satz ist das Entscheidende. Wenn die Entwickler nicht wollen, daß du eine Frau spielst, sondern einen schwarzen Möchtegern-Gangsta, dann ist es nur naheliegend, daß man sich dämliche "Nigger"-Sprüche anhört, weil das offensichtlich dem realen Leben entspricht.Oldholo hat geschrieben:Plus: Saints Row ist ebenso wenig "correct" wie GTA, und trotzdem kann ich ohne Einbußen einen weiblichen Hauptcharakter spielen, ich muss mir keine dämlichen "Nigger"-Sprüche geben und die Spiele büßen trotzdem nichts von ihrem Feeling ein. Die Entwickler müssen es nur wollen.
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Darnsinn
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Bemängelts Spoiler und haust hier selber einen raus. Ich habe Mafia 2 noch nicht gespielt, wollte es immer mal mitnehmen, wenn ich es günstig schiessen kann. Wie gut, dass ich jetzt weiss, dass der Held seinen besten Kumpel tötet, der wahrscheinlich nicht nur irgendein Statist ist. Danke dafür!Tyler Durden hat geschrieben:1. Blasphemie! Wie kannst du nur in einem Thread über so ein billiges popkultur Spiel, die Krone der Erzählkunst erwähnen. Da liegen Lichtjahrtausende dazwischen.Kajetan hat geschrieben: Breaking Bad. Warum macht Walter immer weiter. Wieso machen alle anderen weiter, die mit drin hängen? Warum macht seine Frau weiter, obwohl sie ihren Mann hasst? Ist es nur Angst? Warum lässt sich sein Schwager, der DEA-Beamte von ihm erpressen. Warum lässt sich Jesse immer wieder von Walter breitschlagen? Warum? Und welche Rolle spielen Zufälle und schicksalhaftes Aufeinander- oder eben Nichtaufeinandertreffen? Stichwort "Rosa Teddybär im Pool".
Auf all diese Fragen gibt es Antworten innerhalb der Serie. Weil das Storytelling vom anderen Stern ist! Die Housers können meiner Meinung nach erst dann von "Storytelling" reden, wenn sie Charaktere wie Jesse Pinkman überzeugend darstellen können und nicht immer nur eine Scarface-Variante nach der anderen runternudeln, so bächtig cool und möse diese auch immer in formvollendeter Perfektion präsentiert werden.
Weil, das können sie. Scarface als Videospiel. Das können sie richtig gut.
2. Hör auf zu spoilern (warum und womit sollte Walt Hank erpressen, fragt sich jetzt jeder, der die aktuellen Folgen nicht gesehen hat)!
3. Der Autor von Breaking Bad will glaubhaft die Verwandlung von einem braven Familienvater in Scarface erzählen. Den Namen Scarface hat der Autor wortwörtlich benutzt.
4. In Mafia II fand ich es schon nachvollziehbar, warum der Held am Ende seinen besten Freund umbringt und das war eindeutig die typische Scarface Storyline
- IEP
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Könnt ihr seinen Spoiler noch mehr verbreiten, bitte? Dann lesen ihn nämlich noch mehr und das wird alle ganz sicher freuen.
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Darnsinn
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Sorry, in meinem Unmut nicht drüber nachgedacht.IEP hat geschrieben:Könnt ihr seinen Spoiler noch mehr verbreiten, bitte? Dann lesen ihn nämlich noch mehr und das wird alle ganz sicher freuen.
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Escapist hat den wohl ältesten Trick der Welt benutzt:
"Hehehehe Leute geben wir einem der meist erwarteten Spiele eine niedrige Wertungen, dadurch verdoppeln sich unsere Clicks"
Gamespot hat es da raffinierter angestellt:
"Lass uns das Spiel von einer Frau bewerten, damit sie in die Contras reinschreiben kann es wäre misogyn das erzeugt immer Klicks wie bescheuert"
Alle anderen Magazine wurden von Rockstar gekauft was schon lange kein Geheimnis in der Branche ist.
Userwertungen sind wertlos da sie meistens nur von einem extrem ins andere pendeln.
"Hehehehe Leute geben wir einem der meist erwarteten Spiele eine niedrige Wertungen, dadurch verdoppeln sich unsere Clicks"
Gamespot hat es da raffinierter angestellt:
"Lass uns das Spiel von einer Frau bewerten, damit sie in die Contras reinschreiben kann es wäre misogyn das erzeugt immer Klicks wie bescheuert"
Alle anderen Magazine wurden von Rockstar gekauft was schon lange kein Geheimnis in der Branche ist.
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Jim_P.
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Diskussionen sind nie dumm solange sie anständig geführt werde.Creepwalker hat geschrieben:Really? Nico Bellic ist so bodenständig, dass er jedermans Papa sein könnte...key0512 hat geschrieben:Nico Bellic will sich ja verändern, der Punkt ist das er es selbst im Land der unbegrenzten nicht von seiner Vergangenheit loskommt und nach wie vor zu Gewalt greifen muss. Das ist das ernste dass du ansprichst und was die Escapist Menschen so an den neuen Charakteren vermissen. Nico Bellic war vielleicht nicht so ein crazy markanter Typ, aber hatte an sich, abgesehen von dem sowieso starkem Hang zu Gewalt bei Charakteren in GTA, etwas bodenständigeres mit dem man sich leichter identifizieren kann.![]()
Der einzige Grund warum man sich zu Anfang mit ihm identifiziert, ist die Tatsache dass er finanziell gesehen ein armes Schwein ist.
Ansonsten ist auch er nur ein sadistisches Schwein, das ohne mit der Wimper zu zucken, mit einem Achzelzucken, wortlos auf fast jeden Amoklauf einwilligt...
Sein Cousin Roman ist hingegen viel vielschichtiger.
Also ehrlich die Diskussion ist doch scheinheilig und dumm.
Es ist numal fucking GTA...früher oder später fängt jeder mal an, auf einer Strassenkreuzung wahlos auf Passanten und Autos zu schiessen...bis alle 5 Sterne leuchten...
Wenn durch bestimmte Missionen diese Hemmungen früher fallen, ist doch auch egal...
Letztendlich ist GTA auch nix weiter als ein großer Amoklauf-Sandkasten, in dem man sich einfach mal ordentlich abreagieren kann
Was du in dem Sandbox-"Mode" tust oder nicht, ist letztendlich dir überlassen. Nicht jeder wird auf der Kreuzung wahllos rumballern (irgendwen gibts bestimmt ders nicht macht ^^). Bei dem Punkt Gewalt geht es aber eher darum was du machen "musst", d.h. was die Missionen sind.
(Möge je nach Ansicht Haarspalterei sein. Find ich aber nicht.)
Und Nicko wurde da recht vielschichtig gezeichnet. Wenn man die Gespräche Verfolgt erklährt er auch anhand seiner Geschichte warum er wurde wie er ist.
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Mal ein Zitat von sz.de, für diejenigen, die über die lasche Story herziehen (teilweise, ohne sie überhaupt gespielt zu haben):
Oder anders gesagt: Mag sein, daß die Story für manche nicht grandios genug ist... oder sich die Taten der Charaktere nicht immer als schlüssig erweisen. Aber GTA war schon immer die Summe seiner Einzelteile, vor allem der erzählerischen Einzelteile.Das ist böser Humor, bisweilen ist er ordinär. Das Geballere mit Schrotflinte und Maschinengewehr ist auch nicht unbedingt jedermanns Sache. Doch fügt sich alles über die Dauer des Spiels zu einer ironisch-tiefgründigen Betrachtung des modernen Amerika, verdichtet in einer Geschichte. Wäre GTA V ein Buch, es wäre von Jonathan Franzen und T.C. Boyle gemeinsam geschrieben worden.
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Yui-chan
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Zudem sei GTA 5 politisch verworren und ziemlich frauenfeindlich.
Also mein Spiel, danke Rockstaraber die Charaktere als "verabscheuungswürdig" bezeichnet, da sie anderen Personen ohne vertretbare Motivation schreckliche Dinge antun würden.
- SethSteiner
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
@Usul
"für diejenigen, die über die lasche Story herziehen"
Im Grunde genommen wird hier zu meist Bezug auf andere Reviews genommen, die eben etwas anderes sagen.
"für diejenigen, die über die lasche Story herziehen"
Im Grunde genommen wird hier zu meist Bezug auf andere Reviews genommen, die eben etwas anderes sagen.
- Oldholo
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Nun..das Thema muss für Dich ja nicht relevant sein. Du kannst diese Fragen für Dich schon vor Jahren beantwortet haben. Aber ich glaube halt trotzdem nicht, dass es jemals "gegessen" sein wird. Wir wissen ja noch nicht einmal so wirklich, welche Auswirkungen Spiele nun wirklich auf Spieler haben können.Usul hat geschrieben: Diese "fiktionale" Gewalt gab es auch vor Videospielen - zugegeben, man hat nicht selbst die Kettensäge geschwungen, aber die Diskussionen waren dieselben: "Wie kann man sich nur so etwas Menschenverachtendes ansehen/anhören/durchlesen/etc. ??!?"
[...]
Insofern ist das Thema für mich zumindest ganz und gar nicht akut, sondern total ausgelutscht.
Kurz gesagt: Diese Diskussionen wird es weiterhin geben, und sie sind wichtig und richtig - egal, ob es für uns selbst einen Unterschied macht oder ob es uns auch nur ansatzweise tangiert. :wink:
Ja, schon, diese erzählerische Freiheit sei natürlich auch Rockstar gegönnt. Ich hätte mir da trotzdem etwas mehr Sensibilität gewünscht. Eine Story zu schreiben, in der z.B. auch Frauen eine Hauptrolle spielen, wäre ja durchaus im Bereich des Machbaren gewesen, und es hätte dem Spiel vermutlich auch einige weibliche Käufer mehr eingebracht. Es hätte Win-Win für alle sein können, von daher ist das mindestens schade.Usul hat geschrieben:Der letzte Satz ist das Entscheidende. Wenn die Entwickler nicht wollen, daß du eine Frau spielst, sondern einen schwarzen Möchtegern-Gangsta, dann ist es nur naheliegend, daß man sich dämliche "Nigger"-Sprüche anhört, weil das offensichtlich dem realen Leben entspricht.Oldholo hat geschrieben:Plus: Saints Row ist ebenso wenig "correct" wie GTA, und trotzdem kann ich ohne Einbußen einen weiblichen Hauptcharakter spielen, ich muss mir keine dämlichen "Nigger"-Sprüche geben und die Spiele büßen trotzdem nichts von ihrem Feeling ein. Die Entwickler müssen es nur wollen.
Wann ist "frauenfeindlich" eigentlich zu etwas Begehrenswertem geworden, über das man sich - ironisch oder nicht - freuen kann?Yui-chan hat geschrieben:Zudem sei GTA 5 politisch verworren und ziemlich frauenfeindlich.Also mein Spiel, danke Rockstaraber die Charaktere als "verabscheuungswürdig" bezeichnet, da sie anderen Personen ohne vertretbare Motivation schreckliche Dinge antun würden.![]()
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Nanimonai
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Naja, Petit wurde als Mann geboren, sie kennt beide Seiten.Raksoris hat geschrieben: Gamespot hat es da raffinierter angestellt:
"Lass uns das Spiel von einer Frau bewerten, damit sie in die Contras reinschreiben kann es wäre misogyn das erzeugt immer Klicks wie bescheuert"
Muss man Deiner Meinung nach ein Mann sein, um auf Misogynie in einem Computerspiel hinzuweisen und darf es als Frau nicht? Petit ist transsexuell, darf sie es dann auch nicht, weil Du sie als Frau siehst oder darf sie es schon etwas eher, weil sie mal ein Gehänge zwischen den Beinen hatte?
Warum spielt es überhaupt für manche Leute eine Rolle, welches Geschlecht jemand hat, der eine Meinung äußert?
- TheLaughingMan
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Re: Grand Theft Auto 5: Test-Überblick: "Großartige Spielwel
Übertrieben dargestellt mag die Situation beim Motorrad durchaus sein, aber:AtzenMiro hat geschrieben:Auf was beziehst du dich? Es ging doch nicht darum, dass das Spiel eben diese Form von Gewalt hat, sondern dass diese Form von Gewalt in vielen Fällen einfach nicht nachvollziehbar ist und auch nicht mal einen Mehrwert bringt.TheLaughingMan hat geschrieben:Wenn jemand mit den Inhalten des Spiels nicht klar kommt kann ich das verstehen und nachvollziehen. Es ist nun mal makaber, morbide, geschmacklos und manchmal auch an der Grenze zur Menschenfeindlichkeit. Aber es ist auch Satire. Und Satire darf IMO alles. Die Meinung muss man nicht teilen und das ist okay. Würde die Reihe jedem gefallen hätten die Entwickler was falsch gemacht.
Hier allerdings den Jack Thompson raushängen zu lassen mit ausgestattet mit einer eingebildeten moralischen Deutungshoheit zu fragen "Wie kann man an sowas gefallen finden" oder "Die Menschen die das mögen sollten mal überlegen was bei ihnen schief gelaufen ist" kann man sich sparen. Das ist arrogant, moralistisch und anmaßend. Wir reden hier von einem Spiel. Fiktion. Nicht echt. Man kann gerne sagen das man die Inhalte ablehnt, aber gleich auf die zu deuten die es trotzdem genießen und sich durch die Blumen hindurch als Perverse oder sonstwas zu beschimpfen ist einfach nur arm.
Nehmen wir doch nur mal, wie das Spiel anfängt: mit einem Banküberfall. Dass es danach zu einer Schießerei mit der Bullerei kommt, ist dem Scenario entsprechend nachvollziehbar, unabhängig davon, wie man zu diesen Dingen steht. Kurz darauf ist man aber mit Franklin und Lamar auf einer Mission ein Motorrad zu besorgen und auf einmal wird ohne ersichtlichen Grund rumgeschossen und gemordet. Als der Motorradfahrer abhauen will, wird er auch erstmal erschossen. Das ergibt so in der Form einfach keinen Sinn. Man arbeitet als Handlanger für einen Autoverkäufer, die Autos für überzogene Zinssätze verkauft, die nicht beglichen werden und man als Spieler dann das Fahrzeug (auf illegale Weise, aber immer noch glaubhaft innerhalb des Scenarios) zurück bringen soll. Warum wird man auf einmal zum Mörder?
Und darauf bezieht sich die Kritik. Nicht, dass es diese Form von Gewalt gibt. Das juckt keine Sau, sondern dass bei der Charakterzeichnung ziemlich viel geschlampt wurde des Selbstzweck wegen.
Wir reden hier von einem Gangmitglied und einem ehemaligen Gangmitglied welche sich wiederum in das Revier einer feindlichen Gang begeben um einen Gegenstand von nicht gerade geringem Wert zu stehlen. Nicht nur reden wir hier von einem kulturellen Umfeld das von alltäglicher Gewalt durchdrungen ist (Gangster Micro Cosmos), man darf dabei auch nicht vergessen das in den USA Leute aus weit geringerem Anlass wie die Hasen abgeknallt werden. Das Verhältnis zu Schusswaffen und deren Gebrauch ist ein gänzlich anderes als bei uns. In manchen Gegenden reicht es ja schon das falsche Grundstück zu betreten oder an der falschen Tür zu klingeln. Von daher könnte solch ein Vorfall durchaus im realen Leben stattfinden. Das es gleich eine Massenschießerei wird...Nun ja, GTA ist immer noch ein Actiongame, die Leute erwarten dementsprechend Action. Keine "Simulation" eines kriminellen Lebens. Sowas gibt es AFAIK auch noch nicht.
Und man "wird" nicht zum Mörder. Franklin war schon vor Beginn des Spiels ein Gangbanger. Der hat sich mit den Ballas bestimmt keine Wasserbomben Schlachten geliefert.
