Toll. Bitte zitier die Stelle an der ich behaupte etwas wäre schlecht.crewmate hat geschrieben:Mit der "Graphic Novel" gibt es eine solche Institution bei "westlichen Comics" auch schon seit den 80ern. Das Nazi Drama "Maus" erhielt sogar 1992 den Pulitzer-Preis. Diese Entwicklung lief durchaus paralell ab. Auch mit der Weiterentwicklung der Tricktechnik und der Popularität der Medien selbst. Dank der Marvelverfilmungen und Studio Gibli sind sowohl Comic Mangas als auch Animes und Cartoons vollständig gesellschaftlich anerkannt. Das Naruto hierzulande von RTL für 6 jährige zusammengeschnitten wird ist schade. Hat aber nichts damit zu tun das Pixar nicht nur Oskars für die Tricktechnik bekommt. Ebenso "Chihiros Reise" von Gibli in Japan. Das hat 2003 den Oskar erhalten. Und wurde Kulturphänomen.greenelve hat geschrieben:Da mein Gedanke soviel Anklang gefunden hat, hier nochmal:
Anime/Manga haben in Japan einen hohen Stellenwert und es im Bewusstsein der Bevölkerung/Kultur auch selbstverständlich das dieses Medium als Ganzes sowohl als reine Unterhaltung als auch tiefgründigeres darstellen kann. Diese Selbstverständlichkeit, einem "Kindermedium" gegenüber tiefgründiges einzubauen und es auch zu erkennen, könnte sich in japanisches Studios wiederspiegeln und die Akzeptanz für erwachsene Inhalte stärken, damit der Spieleindustrie helfen über das pubertäre Stadium hinauszukommen. Und ja, für alle die es so verstehen wollen: Weil Anima/Manga tiefgründige Inhalte bieten und ohne Probleme für diese Inhalte akzeptiert werden, ist es bei westlichen Comics automatisch unmöglich und nicht vorhanden. Logisch. - als "Ironie" zur Kenntnis genommen.
Es ist doch scheißegal aus welchem Land etwas kommt.
Ob Jin-Roh (!) oder Persepolis. Gut bleibt Gut.
Und lesen wäre auch nicht verkehrt, hab ich Maus selber bereits genannt. Und weil es soviel Spaß macht: In Japan ist das Bewusstsein nochmal ein anderes, tiefgründige Themen auch in anderen Medien als Film oder Buch zu erwarten. Daher meine Idee das deren Einstellung beim Entwickleln vom Videospielen davon profitieren könnte.
Ja das mag harsch klingen, aber wenn sich jemand die Mühe macht und die Kommentare durchliest, dann aber nur den für ihn interessanten Teil beachtet und fortführende Erklärungen erstmal ausblendet, bin ich so frei und erlaube es mir harscher zu klingen.
edit: Der Unterschied wird auch schön bei dem von dir genanntem Beispiel deutlich: Marvelfilme und Ghiblistudios. Die ersteren Filme sind eher Unterhaltung und Popkornkino, während die zweiteren bewegen und eher zum nachdenken anregen. Sind zwar Extrembeispiele, aber du hast sie gebracht und sie zeigen auch die durchaus vorhandene Differenz, mit tiefgründigen Themen die Masse, keine Nische, anzusprechen. Erneut sei hinzugefügt, diesmal wortwörtlich, es macht die westlichen Vertreter nicht schlechter.
