Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopierschutz

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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

hathol hat geschrieben:
Spoiler
Show
Oldholo hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:Manche Entwickler verteufeln Kopien. Manche Entwickler begrüßen Kopien ausdrücklich. Den meisten ist es aber scheissegal, es ist kein Thema für sie.
Oh, Kajetan, glaubst Du das wirklich?
Im Indiebereich kann ein Notch vielleicht wirklich von sich behaupten, dass ihn Kopien nicht sonderlich tangieren, denn er ist bereits reicher geworden als er es sich hätte träumen lassen können. Alle anderen Entwickler hingegen verkaufen nicht mal eben 1 Mio+ Kopien ihrer Software zu einem zweistelligen Preis, die juckt das Thema Raubkopien immer, weil es bei ihnen den Unterschied bedeutet zwischen "gut genährt" und "wie bezahle ich nur diese Rechnungen?". Der eine oder andere Entwickler nutzt das Thema noch als Marketingtrick, ein guter Ruf kann schließlich höhere Verkaufszahlen bedeuten, aber wenn es jetzt sofort einen Kopierschutz gäbe, der günstig und unknackbar ist und der reguläre Käufer der Spiele in keinster Weise beeinträchtigt, würde ich meinen Hintern darauf verwetten, dass er binnen kürzester Zeit fast ausnahmslos in fast jedem Spiel der Welt verbaut wäre, ob Indie oder nicht.
Kurzinfo: Ich hab selber ein Indie Studio, wir machen hauptsaechlich mobile und web Sachen. Unser Erstling wurde auf Android bisher ca. 15k mal raubkopiert und ca. 100 mal bezahlt. Und ich geb Kajetan recht: es ist mir naemlich scheiss egal. Jeder Indie Dev mit einem Funken oekonomischen Restverstandes macht die Finanzierung seines Studios nicht direkt vom Erfolg der Spiele abhaengig - da kann ich auch gleich ins Casino gehen. Wir (und die meisten anderen Indies hier) querfinanzieren unsere eigenen Games ueber Auftragsarbeiten. Ich will nicht sagen das wir aus der Nummer nichts gelernt haben, ganz im Gegenteil. Wir sehen jetzt eben zu das wir die Spieler anders zum Geld ausgeben bringen koennen (z.B. per in-app purchases) und verbessern unsere marketing Strategie. Was allerdings unter Garantie nicht passieren wird, ist dass ich einen Kopierschutz in eins unserer Games schraube.

Alex
Na das ist doch mal ein interessantes Statement. Das verdeutlicht doch aus erster Hand, dass Raubkopien tendenziell eher negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Gerade wenn man sein Unternehmen irgendwann auf Spiele spezialisiert und sich davon abhängig macht. Damit meine ich nicht allein mögliche Umsatzausfälle, sondern auch die dadurch entstandenen Gegenmaßnahmen. So bleibt doch der logische Schluss, dass DRM, DLCs und In-Game purchases zwar nicht als alleinige Folge des Raubkopierens eingeführt wurden, aber wohl mit tatkräftiger Unterstützung.
Eines sollte man nicht vergessen, bzw viele versuchen sich vor Augen zu halten. Wenn Spieler nicht raubkopieren würden, gäbe es für die Spiele Entwickler keine unmittelbaren Anreize, ihr Spiel zu schützen, oder mögliche Umsatzausfälle zumindest ausgleichen zu wollen. Mit möglichen Umsatzausfällen sollte nämlich jeder mit halbwegs ökonomischen Verständnis, "vorerst" rechnen. Wenn man das nicht macht und sich "lalala...halb so wild" sagend hinstellt, ist es nicht unwahrscheinlich sich bald bei einem neuen Arbeitgeber vorzustellen.
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

The Scooby hat geschrieben:Na das ist doch mal ein interessantes Statement. Das verdeutlicht doch aus erster Hand, dass Raubkopien tendenziell eher negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben.
nein, eben nicht!

du hast es nicht verstanden! man muss als entwickler von dem gedanken wegkommen zu denken, jede kopie ist gleich potentieller gewinn, das ist nicht nur vollkommender schwachsinn sondern ist auch gefährlich, denn wenn eine softwareschmiede zu sehr darauf verharrt, verliert es sie dinge aus den augen wie man mit replikationen des eigenen codes umsatz generieren kann!

wer das nicht begreift, wird nicht lange bestehen können!

greetingz
Zuletzt geändert von danke15jahre4p am 13.11.2012 09:32, insgesamt 1-mal geändert.
marschmeyer
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Re: Kommentar

Beitrag von marschmeyer »

The Scooby hat geschrieben: Na das ist doch mal ein interessantes Statement. .
Ja, wegen illusorischer Zahlen.
Erstens, wenn ein Indie so unglaublich Scheiße ist dass es nur 100 Leute kaufen, liegt das Problem woanders. Das verkauft sich schon weil's Indie ist.
Zweitens, die 15k - ach bitte.
Oldholo hat geschrieben: Die Regeln haben sich nicht geändert - sie werden nur massenhaft nicht akzeptiert
Traurige Welt 2012. Die Menschen sind jetzt schon solche Schafe, dass sie das als Regeln bezeichnen, was nicht mal mehr einen Konsens hinter sich hat.
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The Scooby
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Beitrag von The Scooby »

leifman hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:Na das ist doch mal ein interessantes Statement. Das verdeutlicht doch aus erster Hand, dass Raubkopien tendenziell eher negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben.
nein, eben nicht!

du hast es nicht verstanden! man muss als entwickler von dem gedanken wegkommen zu denken, jede kopie ist gleich potentieller gewinn, das ist nicht nur vollkommender schwachsinn sondern ist auch gefährlich, denn wenn eine softwareschmiede zu sehr darauf verharrt, verliert es sie dinge aus den augen wie man mit replikationen des eigenen codes umsatz generieren kann!

wer das nicht begreift, wird nicht lange bestehen können!

greetingz
Du hast es noch immer nicht verstanden, dass hier niemand so etwas behauptet! Du liest es nur immer weil du es entweder nicht anders weißt, oder wissen willst. Negativer Einfluss auf den Unternehmenserfolg heißt nicht, dass JEDE Raubkopie in solch eine Annahme einfließt. Eine Teilmenge schon! Und genau darum geht es. Dabei hat hier niemand den Anspruch auf 100%ige Genauigkeit, weil die Annahmen immer Vereinfachungen der Realität sind, welche aber in der gesamtheitlichen Betrachtung ihre Feinheiten zu realitätsnahen Ergebnissen führen. Nur betrachten die meisten hier keine Feinheiten, sondern sind Grobschlächter. Diese Grobschlächter suchen sich oft extreme Beispiele, welche bei der gesamtheitlichen Betrachtung kaum Relevanz haben und nur statistische Ausreißer sind.

Ist mir letztlich auch langsam egal. Hier wurden viele gute posts von Menschen geschrieben, die entweder ökonomisches oder wenigsten logisches Denken an den Tag legen. Dass das einige hier nicht nachvollziehen können ist schade.
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

The Scooby hat geschrieben:Negativer Einfluss auf den Unternehmenserfolg heißt nicht, dass JEDE Raubkopie in solch eine Annahme einfließt. Eine Teilmenge schon!
ist dem so? wenn ja, dann gibt es auch eine teilmenge an raubkopien die abverkäufe unmittelbar oder indirekt begünstigen!

so, da sind wir wieder an dem punkt, ergo macht es überhaupten keinen sinn sich als user über raubkopien zu unterhalten und es ist gefährlich sich als softwareschmiede nur darauf zu konzentrieren, jetzt kann man sogar weiter gehen und behaupten kopierschutzmaßnahmen sind also reine geldverschwendung und vernichten eher arbeitsplätze als das sie welche schaffen...

ups, back to topic:

:D

die user sollten umdenken: es geht nicht darum für geld einfach eine lizenz zu erwerben, es geht darum mit geld eine stimme abzugeben, entwickler zu unterstützen, positive entwicklungen zu honorieren, auf der anderen hand stillstand, minderqualität mit nichtkäufen abstrafen!

dieses umdenken ermöglicht erst den erfolg von beispielsweise kickstarter, entwickler können sich endlich von publishern lösen, sind nicht mehr von geld gegen indoktrinen abhängig, eine idee wird honoriert, ein entwickler wird honoriert, und nicht mehr abverkäufe von möglichst 100 mio. lizenzen!

si games kann sich meines geldes gewiss sein, aber weil ich die entwickler weiterhin unterstützen möchte, ich das produkt wertschätze, aber ganz gewiss nicht weil ich es 2wochen lang nahc release nicht illegal laden kann!

meiner meinung nach funktioniert auch nur so auf lange sicht ein gesundes entwickler / käufer verhältniss!

greetingz
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The Scooby
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Re: Kommentar

Beitrag von The Scooby »

leifman hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:Negativer Einfluss auf den Unternehmenserfolg heißt nicht, dass JEDE Raubkopie in solch eine Annahme einfließt. Eine Teilmenge schon!
ist dem so? wenn ja, dann gibt es auch eine teilmenge an raubkopien die abverkäufe unmittelbar oder indirekt begünstigen!
Natürlich. Aber inwiefern Begünstigungen den zwangsläufig erst einmal anzunehmenden negativen Einfluss kompensieren oder sogar den Unternehmenserfolg an sich begünstigen, kann noch schwerer bewiesen werden.

Unmittelbar begünstigen würde eine Raubkopie den Unternehmenserfolg ja nur, wenn der Raubkopierer das Spiel kurze Zeit nach dem Erwerb der Raubkopie für den gleichen Preis kauft, den das Spiel am Tage des Downloads der Raubkopie gekostet hat.

Indirekt kommen eine Menge mehr Faktoren ins Spiel. Die drei gängigen, hier im thread genannten waren, der zukünftige Kauf, der Kauf des Nachfolgers, und des "mouth to mouth" Marketing.
Zukünftiger Kauf: Hat eigentlich keinen begünstigenden Einfluss. Das Spiel wird in einem späteren Zeitraum günstiger erworben, sodass der Spiele Entwickler keine Kredite bedienen kann (hallo THQ), auf eine Verzinsung verzichten muss und Investitionen später bzw durch neue Kredite finanziert werden müssen. Wenn man sie denn dann überhaupt noch bekommt...
Kauf des Nachfolgers: Ähnlich wie oben. Hinzu kommt, dass man Geld für einen potentiellen Nachfolger ausgeben will. Wenn dem Entwickler jedoch die nötigen Mittel für eine qualitativ gute Fortsetzung fehlen, kaufst du sie trotzdem nicht. Im schlimmsten Fall erscheint gar kein Nachfolger.
Mouth-to mouth:Hier muss "haupsächlich" das soziale Umfeld betrachtet werden. Wird über ein Spiel im Freundeskreis/Schule/Uni/Arbeit oder sonstwo gesprochen wird fast immer auch der Erwerb erwähnt. Wo man es denn für welchen Preis gekauft hat, oder ob man es "geladen" hätte. Nicht selten bietet man es dem Freund dann sogar direkt an. Warum soll er den dafür Geld ausgeben, wenn er es kostenfrei von mir bekommen kann? Der Gegenüber wägt dann sofort die Kosten und den Nutzen seiner daraus resultierenden Möglichkeiten ab. Der kostenfreie Zugang (per DVD, USB, link) hat für ihn den besten Nutzen und die geringsten Kosten. Also wird er sich, wie schon der erste Raubkopierer, tendenziell für die Raubkopie entscheiden.
leifman hat geschrieben: so, da sind wir wieder an dem punkt, ergo macht es überhaupten keinen sinn sich als user über raubkopien zu unterhalten und es ist gefährlich sich als softwareschmiede nur darauf zu konzentrieren, jetzt kann man sogar weiter gehen und behaupten kopierschutzmaßnahmen sind also reine geldverschwendung und vernichten eher arbeitsplätze als das sie welche schaffen...
Das ist eine kontraproduktive Denkweise.
Zum einen führen solche Diskussionen bei einigen Menschen zu genauerer Betrachtung einer Thematik, was in der Folge Wissen generiert und so den Wissenschaftlichen Fortschritt das Verstehen unserer Umwelt, welche wir über viele hunderte von Jahren in allen Lebensbereichen beobachten konnten, voran treiben.
Zum anderen bist du schon wieder in ein Extrem gesprungen.... Keine Software wird seine Ressourcen hauptsächlich auf das Verhindern von Raubkopien verschwenden. Mit möglicher Geldverschwendung und Arbeitsplatzverlusten anzufangen macht keinen Sinn, wenn man sich schon mit den Grundlagen schwer tut.
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von marschmeyer »

Achso, also wenn ein Spiel auch nach einem Jahr noch Käufer findet, ist das ein Minus für den Entwickler?
Na, dann kauf ich in Zukunft alle EAwarectivision-Spiele nach nem Jahr, um sie zu ruinieren, lol.
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danke15jahre4p
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Beitrag von danke15jahre4p »

The Scooby hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:Negativer Einfluss auf den Unternehmenserfolg heißt nicht, dass JEDE Raubkopie in solch eine Annahme einfließt. Eine Teilmenge schon!
ist dem so? wenn ja, dann gibt es auch eine teilmenge an raubkopien die abverkäufe unmittelbar oder indirekt begünstigen!
Natürlich. Aber inwiefern diese Begünstigungen den zwangsläufig erst einmal anzunehmenden negativen Einfluss kompensieren oder sogar den Unternehmenserfolg an sich begünstigen. Kann noch weniger abgeschätzt werden.
und warum gehst du einfach mal so davon aus, dass die teilmenge des negativen einflusses höher ist als die des positiven einflusses?

das einzige was ich von dir höre ist: ja das ist doch logisch!

mehr an argumente hast du nicht?
Unmittelbar begünstigen würde eine Raubkopie den Unternehmenserfolg ja nur, wenn der Raubkopierer das Spiel kurze Zeit nach dem Erwerb der Raubkopie für den gleichen Preis kauft, den das Spiel am Tage des Downloads der Raubkopie gekostet hat.
es wäre ebenso eine begünstigung wenn sich der "raubkopierer" das spiel auch nur für 0,01 euro kauft, denn eventuell hätte er es sich ohne die möglichkeit des anspielens durch eine raubkopie, garnicht gekauft!

achne, das ist ja wieder nicht logisch, stimmts?

doch, ist es aber, zumindest genauso logisch wie wenn jemand behauptet aufgrund der nicht kopierbarkeit rennen ehemaliger sauger in die läden und kaufen das spiel zum vollpreis!
Zukünftiger Kauf: Hat eigentlich keinen begünstigenden Einfluss. Das Spiel wird in einem späteren Zeitraum günstiger erworben, sodass der Spiele Entwickler keine Kredite bedienen kann (hallo THQ), auf eine Verzinsung verzichten muss und Investitionen später bzw durch neue Kredite finanziert werden müssen.
tja, kein zuckerschlecken die softwarebranche, wa!? wäre ja so schön wenn man jede unendliche reproduzierbare lizenz millionenfach absetzen könnte, praktisch das schlaraffenland der marktwirtschaft!

eine Softwareschmiede baut auf early adopters ein geschäftsmodell auf und ist sich anscheinend nicht der risiken bewusst? und du verteidigst die?

selber schuld!
Kauf des Nachfolgers: Ähnlich wie oben. Hinzu kommt, dass man Geld für einen potentiellen Nachfolger ausgeben will. Wenn dem Entwickler jedoch die nötigen Mittel für eine qualitativ gute Fortsetzung fehlen, kaufst du sie trotzdem nicht. Im schlimmsten Fall erscheint gar kein Nachfolger.
so:

teil 1 überzeugt den einzlenen nicht von einem kauf = kalkulierbares risiko, verkraftbar

teil 1 überzeugt die mehrheit nicht von einem kauf = falsches produkt? falsches marketing? falsche preisgestaltung?

und wer ist jetzt schuld wenn es keinen teil 2 gibt? etwa die die sich nicht zu einem kauf haben zwingen lassen? ernsthaft?
Mouth-to mouth:Hier muss "haupsächlich" das soziale Umfeld betrachtet werden. Wird über ein Spiel im Freundeskreis/Schule/Uni/Arbeit oder sonstwo gesprochen wird fast immer auch der Erwerb erwähnt. Wo man es denn für welchen Preis gekauft hat, oder ob man es "geladen" hätte. Nicht selten bietet man es dem Freund dann sogar direkt an. Warum soll er den dafür Geld ausgeben, wenn er es kostenfrei von mir bekommen kann? Der Gegenüber wägt dann sofort die Kosten und den Nutzen seiner daraus resultierenden Möglichkeiten ab. Der kostenfreie Zugang (per DVD, USB, link) hat für ihn den besten Nutzen und die geringsten Kosten. Also wird er sich, wie schon der erste Raubkopierer, tendenziell für die Raubkopie entscheiden.
mouth to mouth ist in erster linie werbung, und wie wichtig die für den absatz ist, kannst du in x-beliebiger wirtschaftswissenschaftlicher literatur nachlesen, deine differenzierungen da entkräften dasargument in keinster weise!
Keine Software wird seine Ressourcen hauptsächlich auf das Verhindern von Raubkopien verschwenden. Mit möglicher Geldverschwendung und Arbeitsplatzverlusten anzufangen macht keinen Sinn, wenn man sich schon mit den Grundlagen schwer tut.
siehste, und geldgenerierung und arbeitsplatz gewinnung macht im zusammenhang mit kopierschutzmechanismen genauso wenig sinn!

und da sind wir wieder, an dem punkt...

;)

greetingz
Zuletzt geändert von danke15jahre4p am 13.11.2012 13:29, insgesamt 1-mal geändert.
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The Incredible Hojo
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von The Incredible Hojo »

Ja, so langsam merken mehrere hier, dass es eine Diskussion um Vermutungen ist. Die einzige Diskussion, die sich bei Saugern/Käufern und dem Zusammehang zu Umsatz/Verlust lohnt ist darüber, wie viele Leute verstanden haben, dass das ganze Auflisten des Für und Wider (wie ich es auch noch vor kurzem gemacht habe) absolut sinnlos ist, weil eben keiner mit Zahlen aufwarten kann, die eine Kausalität beweisen oder widerlegen.

Es ist anzunehmen, dass manche Leute vom Saugen abgehalten werden, wenn der Kopierschutz entsprechend gut ist und das Spiel entsprechend später online verfügbar ist. Wie groß dieser Teil in Zahlen und Prozent ist - keine Erhebung vorhanden.
Es ist anzunehmen, dass manche Bekannte von Saugern, nachdem sie bei ihrem Kumpel das gecrackte Spiel gesehen haben, es aus irgendwelchen Gründen kaufen. Wie groß dieser Teil in Zahlen und Prozent ist - keine Erhebung vorhanden. Das schließt gleichzeitig aus, diese beiden Gruppen zu vergleichen.
Es ist anzunehmen, dass manche Sauger ein Spiel kaufen statt saugen würden, wenn der Umfang besser ist (Service, Support etc). Wie groß dieser Teil in Zahlen und Prozent ist - keine Erhebung vorhanden.
Es ist anzunehmen, dass manche Sauger sich immer illegaler Quellen bedienen, egal wie umfangreich ein Spiel ist. Wie groß dieser Teil....
Auch hier lässt sich mangels Zahlen nichts vergleichen.

Das heisst, ob überhaupt und in welchem Maße sich illegale Downloads auf den Umsatz auswirken lässt sich überhaupt nicht sagen, weil es keine Erhebung dazu gibt. Man kann jetzt von anderen Bereichen versuchen, Erfahrungen und Zahlen heranzuziehen und diese dem Spielebereich überzustülpen, aber das passt eben nicht alles, weil die Ware unterschiedlichen Gesetzmäßigkeiten und zu vielen Präferenzen unterliegt.

Somit können weder die Sympathisanten der Sauger und Verachter der DRM ein Argumentationskonstrukt aufbauen und mit wild zusammengeschusterten, verbogenen Wirklichkeiten versuchen, eine Kausalität zwischen illegalen Kopien und Umsatz auszuschließen und im Gegenzug können die Großinquisitoren des geistigen Eigentums (zu denen ich mich auch eher dazurechne, zumindest eher als zur anderen Seite) sich irgendwelche Statistiken und vermeidlich logischen Schlussfolgerung zurecht legen, um eben solch einen Zusammenhang herzustellten. Solange wir keine handfesten Zahlen haben, ist weder der eine noch der andere Weg wirklich richtig, sondern nur ein Ausdruck einer Wahrscheinlichkeit. Da jedoch auch hier keine Zahlen bisheriger Experimente vorliegen, ist das bestenfalls so aussagekräftig wie das Tageshoroskop in der Bild-Zeitung.

Natürlich kann man hier auch mit Logik argumentieren. Ich könnte hier auch haufenweise Leute aufführen, die Spiele kaufen würden, wenn sie schneller und öfter erwischt würden und hohe Strafen zahlen müssten. Da aber nicht absehbar ist, welche Spiele sie gekauft hätten und vor allem welche sie kaufen würden, gibt es zwar einen logischen Schluss, dass das alles einen gewissen Einfluss auf den Umsatz hat, aber auch hier lässt sich ein verlässliches Zahlenwerk nicht einfach herleiten. Es erscheint also logisch, dass illegale Kopien einen Einfluss auf den Umsatz haben müssen, aber wie weit sich das gegeneinander aufhebt oder eine Seite überwiegt, lässt sich eben nicht bestimmen. Von daher bringt auch die Logik nichts. Quasi nach dem Motto "Ich weiss, dass ich Recht habe, aber ich kann nicht sagen warum!"
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The Scooby
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von The Scooby »

laifman, wo ist die versteckte Kamera?
Das grenzt doch langsam an Verarsche. Sry, dafür opfere ich meine Zeit ab sofort nicht mehr...
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danke15jahre4p
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von danke15jahre4p »

The Scooby hat geschrieben:laifman, wo ist die versteckte Kamera?
Das grenzt doch langsam an Verarsche. Sry, dafür opfere ich meine Zeit ab sofort nicht mehr...
für deine scheuklappen und deine weitsicht maximal tellerand, kann ich nix! :(

nur ein letzter kleiner tipp: so grundlogisch wie du dir das einredest, ist es nicht, die marktdynamik lässt sich nicht so einfach runterbrechen, glaub mir!

selbst wenn heute eine auf ein spiel festsetzbare argumentation mit nachweisebaren werten anzuwenden geht, sieht es morgen schon wieder ganz anders aus!

das bedeutet nicht nur innerhalb der raubkopie logik gibt es differenzen sondern auch innerhalb der anwendungsgebiete, wie will man da zu einem verlässlichen urteil kommen?

und da man dieses nicht kann, wäre jeder softwareschmiede geraten das DRM nicht ausarten zu lassen, ein gewisser schutz ist sicherlicht nicht verkehrt, hat ja auch kein user was dagegen, aber sobald dieser ein ausmaß annimmt ala datenkrake, always on, mißbrauch für DLC-tunnel, personalisierter werbung etc., brauch sich keiner wundern wenn sich die lizenzfreien kopien erhöhen und die absätze verringern!

jede medaille hat zwei seiten!

greetingz
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Oldholo
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Re: Kommentar

Beitrag von Oldholo »

marschmeyer hat geschrieben:
Oldholo hat geschrieben: Die Regeln haben sich nicht geändert - sie werden nur massenhaft nicht akzeptiert
Traurige Welt 2012. Die Menschen sind jetzt schon solche Schafe, dass sie das als Regeln bezeichnen, was nicht mal mehr einen Konsens hinter sich hat.
Was zu beweisen wäre.
leifman hat geschrieben: die user sollten umdenken: es geht nicht darum für geld einfach eine lizenz zu erwerben, es geht darum mit geld eine stimme abzugeben, entwickler zu unterstützen, positive entwicklungen zu honorieren, auf der anderen hand stillstand, minderqualität mit nichtkäufen abstrafen!
[...]
meiner meinung nach funktioniert auch nur so auf lange sicht ein gesundes entwickler / käufer verhältniss!
Ich halte das gerade in Bezug auf Kickstarter für ein absolut nicht gesundes Entwickler-Kunden-Verhältnis. Wer dabei gewinnt, sind Marketinggenies, gute Verkäufer, die wissen, wie sie ihre egal-wie-gute-oder-schlechte Idee an den Mann (und die Frau) bringen können, nicht die besten Ideen und Konzepte.
Entwickler werden zu Bittstellern, die für jede Idee die Marketingmaschinerie in Gang werfen müssen, die für teurere Projekte umso mehr den Massengeschmack treffen müssen, damit möglichst viele Menschen mit Geld anbeißen. Wer hingegen untergeht sind Genies, die eine grandiose Idee haben, die jedoch kein tolles Video auf die Reihe kriegen, die keine erfahrenen Texter sind und keine nützlichen Connections zur Spielepresse haben. Kickstarter allein ist nicht der Heiland, es ist auch kein sicheres Konzept, das vielen Entwicklern verständlicherweise viel zu unsicher ist, und durch Kauf oder Nichtkauf strafen und honorieren können wir auch im traditionellen Publishermodell, es hat aber nicht viel mit Kopien zu tun.
leifman hat geschrieben: und da man dieses nicht kann, wäre jeder softwareschmiede geraten das DRM nicht ausarten zu lassen, ein gewisser schutz ist sicherlicht nicht verkehrt, hat ja auch kein user was dagegen, aber sobald dieser ein ausmaß annimmt ala datenkrake, always on, mißbrauch für DLC-tunnel, personalisierter werbung etc., brauch sich keiner wundern wenn sich die lizenzfreien kopien erhöhen und die absätze verringern!
Das ist doch gar nicht die Frage. Ich denke, niemand hier befürwortet so drastische Kopierschutzmaßnahmen. Sie sind ein notwendiges Übel, ein Übel jedoch, das die Kopierer heraufbeschworen haben. Wir könnten ja damit anfangen, das nicht alles den Entwicklern und Publishern in die Schuhe zu schieben, sondern auch diejenigen verurteilen, die diese Maßnahmen überhaupt erst notwendig gemacht haben. Notwendig übrigens nicht, weil die Publisher mangels zweitem Ferrari sonst Pipi in die Augen kriegen, sondern weil Investoren und Aktionäre ihre Geldanlagen möglichst gut gesichert wissen wollen.
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von Hypn0s »

leifman hat geschrieben:
The Scooby hat geschrieben:laifman, wo ist die versteckte Kamera?
Das grenzt doch langsam an Verarsche. Sry, dafür opfere ich meine Zeit ab sofort nicht mehr...
für deine scheuklappen und deine weitsicht maximal tellerand, kann ich nix! :(

nur ein letzter kleiner tipp: so grundlogisch wie du dir das einredest, ist es nicht, die marktdynamik lässt sich nicht so einfach runterbrechen, glaub mir!

selbst wenn heute eine auf ein spiel festsetzbare argumentation mit nachweisebaren werten anzuwenden geht, sieht es morgen schon wieder ganz anders aus!

das bedeutet nicht nur innerhalb der raubkopie logik gibt es differenzen sondern auch innerhalb der anwendungsgebiete, wie will man da zu einem verlässlichen urteil kommen?
und da man dieses nicht kann, wäre jeder softwareschmiede geraten das DRM nicht ausarten zu lassen, ein gewisser schutz ist sicherlicht nicht verkehrt, hat ja auch kein user was dagegen, aber sobald dieser ein ausmaß annimmt ala datenkrake, always on, mißbrauch für DLC-tunnel, personalisierter werbung etc., brauch sich keiner wundern wenn sich die lizenzfreien kopien erhöhen und die absätze verringern!

jede medaille hat zwei seiten!

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Sowas von lächerlich. Jeder der Freunde hat die das Hobby Videospiele teilen weiß genau wie es abgeht und dass sich nur ein minimaler Prozentsatz etwas kauft was er bereits besitzt oder ohne Probleme und Einschränkungen beim Spielerlebnis umsonst bekommen kann. Da muss man keine Marktdynamik beobachten. Aber wenn man nicht mal auf Oldholo mit seinen gut erklärten Posts richtig eingeht ist jede weitere Diskussion überflüssig. Aber wenigstens weiß ich jetzt wegen welcher Einstellung von einigen Leuten wir die momentane Situation bzgl. DRM usw. zu verdanken haben...es wird ganz klar verkannt, dass DLCs, Online/Accountbildung + DRM eine Folge von Raubkopien sind und nicht Auslöser/der Grund warum heute immer noch raubkopiert wird.
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danke15jahre4p
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Re: Kommentar

Beitrag von danke15jahre4p »

Oldholo hat geschrieben:Ich halte das gerade in Bezug auf Kickstarter für ein absolut nicht gesundes Entwickler-Kunden-Verhältnis. Wer dabei gewinnt, sind Marketinggenies, gute Verkäufer, die wissen, wie sie ihre egal-wie-gute-oder-schlechte Idee an den Mann (und die Frau) bringen können, nicht die besten Ideen und Konzepte.
die besten ideen und konzepte gewinnen aber wenn man erstmal bei publishern, banken, anktionären und investoren um gehör bzw. geld betteln muss?
Entwickler werden zu Bittstellern, die für jede Idee die Marketingmaschinerie in Gang werfen müssen, die für teurere Projekte umso mehr den Massengeschmack treffen müssen, damit möglichst viele Menschen mit Geld anbeißen.
finde ich fairer als den knecht bei geldgebern im herkömmlichen sinn machen zu müssen!
Wer hingegen untergeht sind Genies, die eine grandiose Idee haben, die jedoch kein tolles Video auf die Reihe kriegen, die keine erfahrenen Texter sind und keine nützlichen Connections zur Spielepresse haben.
und ein publisher der gegen geld mitsprache recht haben will, lässt keine genies untergehen? lässt keine genialen spielkonzepte übern haufen gehen?
Kickstarter allein ist nicht der Heiland, es ist auch kein sicheres Konzept, das vielen Entwicklern verständlicherweise viel zu unsicher ist, und durch Kauf oder Nichtkauf strafen und honorieren können wir auch im traditionellen Publishermodell, es hat aber nicht viel mit Kopien zu tun.
du hast meinen brückenschlag zu "kopien", überlesen:

ich sprach von einem umdenken, der käufer soll sich seiner verantwortung bewusst werden, dieses bewusstsein erschafft man aber nicht durch DRM, durch zwang, sondern durch andere finanzierungsmodelle, durch möglichkeiten der mitsprache, der einflussnahme, der bildung einer community BEVOR das spiel ins presswerk gegeben wird!

und da is kickstarter ein anderer, wie ich finde, besserer ansatz: der entwickler wird mit einer summe X unterstützt, der käufer hat nicht mehr das gefühl für summe X "nur" eine lizenz zu bekommen, das ist meiner meinung nach ein unterschied!

und dieser unterschied führt zu einem "besseren" entwickler / kundenverhältniss!

ob das jemals großflächig umzusetzen ist, muss sich zeigen, dennoch ist der ansatz kein verkehrter!
Sie sind ein notwendiges Übel, ein Übel jedoch, das die Kopierer heraufbeschworen haben.
ja, ist das so? wie kommst du zu dieser annahme?

bist du sicher, dass der videospielmarkt so wie ihn heute vorfinden genauso "groß" wäre, wenn man den ulitmativen kopierschutz von vornherein hätte einsetzen können?

vielleicht ist der videospielmarkt aber auch nur so "groß" weil durch raubkopien eine breite basis an interesse an videospielen erst geschaffen wurde? eine basis die 20 jahre später nun über das geld verfügt um videospiele zu kaufen? und dies tut? aber ohne raubkopien eventuell eher in den kirchenchor gegangen wären anstatt vor 20 jahren zum kumpel zum zocken?

ist das humbug? bist du dir sicher, dass es keine weiteren zusammenhänge außer "jeder kopierer ist ein potentieller umsatzverlust" fernab der raubmordkopierer-thematik gibt?
Wir könnten ja damit anfangen, das nicht alles den Entwicklern und Publishern in die Schuhe zu schieben, sondern auch diejenigen verurteilen, die diese Maßnahmen überhaupt erst notwendig gemacht haben.
es hat niemand irgendetwas erst notwendig gemacht, der markt der virtuellen güter ist ein neuer gewesen, es wurden fehler gemacht, es wurden sachen richtig gemacht, kopierschutzmechanismen sind ein vesuch, ein versuch umsatz zu generieren, ob das funktioniert, steht eben auf einem anderen blatt!

Notwendig übrigens nicht, weil die Publisher mangels zweitem Ferrari sonst Pipi in die Augen kriegen, sondern weil Investoren und Aktionäre ihre Geldanlagen möglichst gut gesichert wissen wollen.
könnte sein, abgesichertes kapital durch kopierschutzmechanismen, oder aber, ausrede seitens der entwickler für minderqualität!

"ja lieber investor, unser produkt war soo gut, das beste auf dem markt, hat sch aber nur 500.000 verkauft weil die tauschbörsen voll sind! gibt uns geld, wir investieren in schutzmechanismen damit die minderqualität ähhmm... der raubkopierer ausgelöscht wird!"

sieh doch bitte alles mal ein wenig differenzierter, denn seit wann sind investoren die absoluten oberexperten wenn es um videospiele geht? denen kannste fast alles erzählen um kohle zu bekommen!

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konsolero
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Re: Football Manager 2013: Neue Arbeitsplätze durch Kopiersc

Beitrag von konsolero »

Hypn0s hat geschrieben:es wird ganz klar verkannt, dass DLCs, Online/Accountbildung + DRM eine Folge von Raubkopien sind und nicht Auslöser/der Grund warum heute immer noch raubkopiert wird.

achsoooo ist das..und ich dachte der gebrauchtspielemarkt ist in einem nicht unerheblichen maße auch mit daran beteiligt. :D

aber danke für die differenzierte aufklärung..