Heavy Rain: Gebrauchtmarkt kostet Millioneneinnahmen

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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

Boesor hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Du kannst die juristischen Unterschiede zwischem einem Autokauf und dem Erwerb einer Spielelizenz noch dreitausend Mal wiederholen, es ändert nichts an dem Umstand, dass die Behauptung, die Industrie würde wegen des Gebrauchthandels Umsatzverluste erleiden, vollkommener und durch nichts belegter Unfug ist.

Es sei denn, es kann jemand mit Fakten aufwarten :)
Fair bleiben!
Weder das eine noch das andere dieses "Unfugs" ist belegt, also auch nicht die gegenteilige Behauptung.
Dass Gebrauchtspiele POSITIVE Auswirkungen auf den Umsatz neuer Spiele haben, ist längst belegt. Man lernt dies unter anderem im Grundstudium der Volkswirtschaftslehre, im Erlernen des Zusammenspiels zwischen Angebot und Nachfrage und des komplexen Themas "Preisfindung". Das Thema "Kaufkraft" ist dabei auch nicht ganz unwichtig. Dass Gebrauchtspiele NEGATIVE Auswirkungen auf den Umsatz neuer Spiele haben sollen, für diese Behauptung gibt es keinen einzigen Beweis.

Ich weiß daher nicht, warum Du glaubst man verletze irgendeine Fairness, wenn man lediglich Fakten aufzählt und von jemanden, der eine Behauptung aufstellt gerne irgendeine Form des Beweises hätte, anstatt immer nur diese Milchmädchenrechnungen präsentiert zu bekommen.
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NotSo_Sunny
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Beitrag von NotSo_Sunny »

Kajetan hat geschrieben:
Boesor hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben: Du kannst die juristischen Unterschiede zwischem einem Autokauf und dem Erwerb einer Spielelizenz noch dreitausend Mal wiederholen, es ändert nichts an dem Umstand, dass die Behauptung, die Industrie würde wegen des Gebrauchthandels Umsatzverluste erleiden, vollkommener und durch nichts belegter Unfug ist.

Es sei denn, es kann jemand mit Fakten aufwarten :)
Fair bleiben!
Weder das eine noch das andere dieses "Unfugs" ist belegt, also auch nicht die gegenteilige Behauptung.
Dass Gebrauchtspiele POSITIVE Auswirkungen auf den Umsatz neuer Spiele haben, ist längst belegt. Man lernt dies unter anderem im Grundstudium der Volkswirtschaftslehre, im Erlernen des Zusammenspiels zwischen Angebot und Nachfrage und des komplexen Themas "Preisfindung". Das Thema "Kaufkraft" ist dabei auch nicht ganz unwichtig. Dass Gebrauchtspiele NEGATIVE Auswirkungen auf den Umsatz neuer Spiele haben sollen, für diese Behauptung gibt es keinen einzigen Beweis.

Ich weiß daher nicht, warum Du glaubst man verletze irgendeine Fairness, wenn man lediglich Fakten aufzählt und von jemanden, der eine Behauptung aufstellt gerne irgendeine Form des Beweises hätte, anstatt immer nur diese Milchmädchenrechnungen präsentiert zu bekommen.
Das diese postive Auswirkung vorhanden ist, bestreitet keiner, es geht hier um den Wert dieser Auswirkung, den hier einige immer gerne aus der Luft greifen.
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Hans Hansemann
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Beitrag von Hans Hansemann »

4players ist echt langsam kaum noch zu lesen. Schlimmer als die BILD Zeitung...schon der hammer.

Extra provokant übersetzt und auch nur der teil der hier en wieder die ganzen Kreuzritter auf den plan ruft.

wird immer schlimmer hier mit den Berichten.
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NotSo_Sunny
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Beitrag von NotSo_Sunny »

Hans Hansemann hat geschrieben:4players ist echt langsam kaum noch zu lesen. Schlimmer als die BILD Zeitung...schon der hammer.

Extra provokant übersetzt und auch nur der teil der hier en wieder die ganzen Kreuzritter auf den plan ruft.

wird immer schlimmer hier mit den Berichten.
Auch mich stört das mehr als die eigentliche Diskussion hier. -die Tonart dieser Diskussion die durch die Formulierung der News (wenn auch nicht mutwillig) provoziert wurde. Es fällt nicht selten genug auf, dass wenn man sich eine 4players-News durchliest und dann die Original-Quelle, letztere sich wesentlich weniger ärgerlich/provokant liest.
Nun ist klar, dass wenn man versucht einen Text auf den seiner Meinung nach entscheidensten Punkt zusammenzufassen, das nicht immer den Originaltext akurat wiedergeben kann. Auch spricht nichts dagegen, dass man versucht lange Texte etwas spanender aufzubereiten, als sie eigentlich sind, aber was mir dann doch ein wenig aufstößt ist folgendes.
Im Originaltext schreibt er extra "On my small level ...". Wenn mein Englisch mich nicht im Stich lässt, gibt er damit im vorhinein zu, dass er kein Diplom in Wirtschaftswissenschaften hat und im folgenden einen komplizierten Sachverhalt vereinfacht aus seiner Sicht wiedergibt.
Das man das auspart und dann noch im Gegenzug ein "...in seiner doch recht oberflächlichen Milchmädchenrechnung..." hinten ranhaut, ist mMn ein schlechter Stil.
So etwas mag ja, wie die fehlenden Wörter andeuten, unter Zeitdruck geschehen sein, aber es ist etwas schade, dass man damit signalisiert, dass es sich gar nicht lohnt, den kompletten Originaltext durchzulesen. Wer das aber tut, erfährt das der Mann die positiven Auswirkungen des Gebrauchthandels nicht kategorisch verneint und das es sein Interesse ist, den Retail-Handel nicht verschwinden zu sehen - ein Wunsch den sicher viele der Leute mit ihm teilen, die ihn hier als Idioten abgestempelt haben.

Ich will damit sagen: Wenn sich mehr Leute nicht nur mit diesem kurzen Auszug zufrieden geben hätten, würden sie vielleicht deswegen seine Aussage über den Millionenverlust nicht weniger unhaltbar finden, aber es hätte sich ein shitstorm verhinden lassen können , wie er hier wieder teils stark am Dampfen ist.
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Sir Richfield
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Beitrag von Sir Richfield »

D_Radical hat geschrieben:Ich will damit sagen: Wenn sich mehr Leute nicht nur mit diesem kurzen Auszug zufrieden geben hätten, würden sie vielleicht deswegen seine Aussage über den Millionenverlust nicht weniger unhaltbar finden, aber es hätte sich ein shitstorm verhinden lassen können , wie er hier wieder teils stark am Dampfen ist.
Ich fürchte, ich muss Dich da enttäuschen.
Es gibt genug Leute hier, die Bullshit als Bullshit erkennen, egal wie freundlich oder angelsächsich verschwurbelt er ausgesprochen wird.
Und diese Leute posten die direkte Interpretation ungefiltert ins Forum.

Da kann 4P von sich aus auch gerne ein wenig Provokant sein und die Milchmädchenrechnung als die beschreiben, die sie ist.

Übrigens ist mir egal, wie small sein level ist (Was eigentlich mit ein Grund wäre, dass er nach den Nuhrschen Regeln - genau!) oder wie sehr er "Verständnis" hat und den Retail Markt nicht schwinden sehen will (logisch - wer soll sonst seine Spiele an den Kunden bringen??), unter Strich bleibt das Geheule, dass er der Meinung ist, er hätte noch vieeeeel mehr Geld einnehmen können, wenn alle 3 Millionen registrierter Spieler das Spiel auch gekauft hätten.
Was ich mich da frage - sind Trophäen Pflicht? Also MUSS man die nutzen und WERDEN die Online gespeichert? MUSS man ein Onlinekonto haben?
Oder fragt sich niemand, was genau es Quantic Dreams angeht, wer welche Trophäen sammelt?

(In dem Zusammenhang fand ich auch recht "interessant", dass meine Wii eine hübsche Statistik aller meiner Spiele führt. Ob die an Nintendo wandert, weiß ich auch nicht - und dank des Punktesystems kann man die Konsole auch schön an einen Namen binden.)

[Irgendwie fühle ich mich auf dem PC gerade sicherer als jemals zuvor. trotz facebook Like buttons, die schon petzen, bevor man draufklickt, trotz google und steam...]
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Knarfe1000
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Beitrag von Knarfe1000 »

2komma9 hat geschrieben:
memento81 hat geschrieben: Vielleicht zeigt dieses hier aber besser was ein Nutzungsrecht ist:

Ein All you can eat buffet von 18-22 Uhr.
Du kommst um 18 Uhr, bezahlst zB 15 Euro für das Buffet und fängst an dir den Bauch vollzuschlagen. Um 20 Uhr bist du pappsatt. Jetzt nimmst du beim gehen von einem Bekannten sagen wir 5 Euro dafür, dass er sich an deinen Platz setzt und einfach weiter vom Buffet spachtelt - ohne dem Restaurant dafür Geld zu geben.
Du hast mit dem Nutzungsrecht zwar Recht aber das Beispiel ist nicht sehr geglückt finde ich.

Der Wert des Essens ist, da Grundbedürfnis, für jeden Menschen nahezu gleich. Es gibt also kaum jemand der wesentlich mehr oder weniger für das gleiche Essen zahlen würde. Außerdem sind die Produktionskosten für Essen sehr hoch. Es fällt mit jedem Gast Fixkosten von ca. 3/4 des Preises an, der Gewinn wird ohnehin meist nur über die Getränke erwirtschaftet. Das heißt der weiterverkauft führt zu einem reellen Verlust des Buffetanbieters. Der Betreiber hat kein Interesse daran für denjenigen denen es 5€ wert ist dies anzubieten.

Das ist ja bei Spielen gänzlich verschieden. Hier zieht jeder einen gänzlich unterschiedlichem Nutzen. Manchen ist das Spiel 120€ wert, anderen nur 5€. Höherer Preis bedeutet weniger Verkauf, geringerer Preis mehr Verkäufe aber weniger pro Spiel. Die Kunst ist den Gleichgewichtspreis auf dem Markt zu treffen. Der ist im Moment bei ca. 50-65€ je nach Spiel.
Die Fixkosten sind bei einem Spiel hoch aber die Produktionskosten Medium + Hülle sind pro Spiel im Centbereich. Folglich würde der Anbieter dem der 120€ zahlen würde auch gerne 120€ aus der Tasche ziehen. Hauptsache er bekommt die Kosten für das Spiel herein. Da aber die reine Herstellung der DVD so wenig kostet ist jeder € willkommen, er würde also auch dem den es nur 5€ wert ist, auch für 5€ verkaufen, es wäre trotzdem ein zusätzlicher Gewinn.
Leider gehen bei einem Verkaufspreis von 60€ ihm alle Euros über 60€ verloren bei Personen die mehr zahlen würden, sowie die ganzen Leute die 1€-59€ bereit wären zu zahlen.

Den oberen Bereich versucht man mit DLC, Special Editon usw. etwas zu sondieren. Der wird aber nicht optimal ausgeschöpft, nur angerissen.
Der unteren Bereich ist total verloren....denkste! Genau da setzt der Gebrauchtmarkt an. Dem einen ist das Spiel nur 40€ wert kauft es trotzdem weil er weiß das er es wieder verkaufen kann und dem es nur 20€ wert ist, wartet bis er es auf dem Gebrauchtmarkt für den Preis bekommt. Damit wird ein Spiel mehr verkauft welche vorher nicht verkauft wurde. Das hat nur dann ein Ende wenn ein gebrauchtes Spiel wieder als gebraucht verkauft wird, erst dann hat der Hersteller keinen Cent davon gesehen, vorher allerdings schon. Vom Gebrauchtmarkt profitieren die Publisher also zum großen Teil. Gäbe es ihn rigoros nicht, würden die Einnahmen einfach wegfallen. Der Anteil derer die für ein Spiel 60€ zahlen würden aber einfach weil zwei andere Topspiele in der Zeit erscheinen das Spiel erst später kaufen und dann gebraucht, ist ja vielleicht hier im Forum gegeben aber aufm Markt eher gering.

Ich weiß garnicht ob solche Leute die den Gebrauchtmarkt verteufeln einfach nur keine Wirtschaftskompetenzen haben oder nur strategisch den Spielern die dafür anfällig sind ins Gewissen reden zu wollen. Denn es ist Fakt das die 1 Mio. mehr an Usern die Trophänen geholt haben er wohl kaum 500.000 davon gefunden hätte denen er das für 60€ verkaufen hätte können. Jetzt könnte man ja sagen 500.000 mehr oder weniger macht schon was aus. Nun da die Gebrauchtkäufer mit Erstkäufer immer Paare bilden würden von den 2 Mio. auch 500.000 fehlen. Das geht natürlich nicht immer genau auf. Weil demjenigen den das Spiel 50€ wert ist und für jemanden der es 30€ wert ist für 20€ gebraucht verkauft, der Publisher also nicht 80€ sondern "nur" ein Spiel für 60€ verkauft.

Eigentlich ist der Gebrauchtmarkt ein Segen, er schöpft genau das ab was die Publisher mit ihren Preissenkungen nie genau treffen.
Ausgezeichneter Beitrag! :danke:
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

D_Radical hat geschrieben: Das diese postive Auswirkung vorhanden ist, bestreitet keiner, es geht hier um den Wert dieser Auswirkung, den hier einige immer gerne aus der Luft greifen.
Hmm..hier hast du nicht ganz unrecht!
Volkswirtschaftlich müsste man hier nun wirklich alles in einem Modell versammeln, und berechnen, welche Marktgestaltung den höchsten Gesamtnutzen für die Volkswirtschaft, also alle Beteiligten bringt. Zunächst also erstmal eine Volkswirtschaft, denn global wäre das ein extrem komplexes Modell, selbst bei sehr vielen vereinfachenden Annahmen.

Mag das mal jemand machen? :)
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

D_Radical hat geschrieben: Auch mich stört das mehr als die eigentliche Diskussion hier. -die Tonart dieser Diskussion die durch die Formulierung der News (wenn auch nicht mutwillig) provoziert wurde. Es fällt nicht selten genug auf, dass wenn man sich eine 4players-News durchliest und dann die Original-Quelle, letztere sich wesentlich weniger ärgerlich/provokant liest.
Nun ist klar, dass wenn man versucht einen Text auf den seiner Meinung nach entscheidensten Punkt zusammenzufassen, das nicht immer den Originaltext akurat wiedergeben kann. Auch spricht nichts dagegen, dass man versucht lange Texte etwas spanender aufzubereiten, als sie eigentlich sind, aber was mir dann doch ein wenig aufstößt ist folgendes.
Im Originaltext schreibt er extra "On my small level ...". Wenn mein Englisch mich nicht im Stich lässt, gibt er damit im vorhinein zu, dass er kein Diplom in Wirtschaftswissenschaften hat und im folgenden einen komplizierten Sachverhalt vereinfacht aus seiner Sicht wiedergibt.
Das man das auspart und dann noch im Gegenzug ein "...in seiner doch recht oberflächlichen Milchmädchenrechnung..." hinten ranhaut, ist mMn ein schlechter Stil.
So etwas mag ja, wie die fehlenden Wörter andeuten, unter Zeitdruck geschehen sein, aber es ist etwas schade, dass man damit signalisiert, dass es sich gar nicht lohnt, den kompletten Originaltext durchzulesen. Wer das aber tut, erfährt das der Mann die positiven Auswirkungen des Gebrauchthandels nicht kategorisch verneint und das es sein Interesse ist, den Retail-Handel nicht verschwinden zu sehen - ein Wunsch den sicher viele der Leute mit ihm teilen, die ihn hier als Idioten abgestempelt haben.

Ich will damit sagen: Wenn sich mehr Leute nicht nur mit diesem kurzen Auszug zufrieden geben hätten, würden sie vielleicht deswegen seine Aussage über den Millionenverlust nicht weniger unhaltbar finden, aber es hätte sich ein shitstorm verhinden lassen können , wie er hier wieder teils stark am Dampfen ist.
Zunächst - Deine Kritik an der im Newsbereich von 4p praktizierten Praxis der sehr freien Übersetzung aus dem Englischen der Zuspitzung griffiger und streitbarer Aussagen halber - die teile ich. Das ist journalistisch fragwürdiger Stil.

Aber: Nur weil der Herr de Foudamiere vor einen Ausführungen sein Licht ein bisschen kokett unter den Scheffel stellt, muss ich das noch lange nicht Ernst nehmen, was er sagt. Ich zitiere jetzt hier nicht Nuhr - denn mir geht Nuhr auf den Kranz. Stattdessen lieber mal Sokrates: "Ich weiß, dass ich nichts weiß." Anders als der gute Sokrates lassen die Leute aber gern die Konsequenz aus diesen weisen Worten unter den Tisch fallen: nämlich, zu Dingen, von denen man keine Ahnung hat, mit seinen Ansichten zu schweigen. Stattdessen tut man erst bescheiden und plappert dann sein unbedarftes Zeugs in die Mikros.

Und das hat dann sehr wenig mit Sokrates zu tun. Sondern sehr viel mehr mit Dirty Harry, der in diesem Zusammenhang mal äußerte: "Meinungen sind wie Arschlöcher. Jeder hat eins."
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IEP
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Beitrag von IEP »

Sorry, ich habe mir den Thread nicht durchgelesen und will nur mal einen Punkt einwerfen, der eventuell schon genannt wurde:

Ich kaufe mir Spiele zum Neupreis nur, wenn es mich wirklich in den Fingern juckt seit der Ankündigung - und dann auch nur, wenn ich es weiterverkaufen kann (im Fall eines Singleplayerspiels). Wenn mir schon von vorn herein klar ist, dass ich es nicht weiterverkaufen kann, werde ich es sicher nicht für 50/60/70€ kaufen.

Der Kerl ist eine Heulsuse, der sich hundert pro schon ein gebrauchtes Auto, gebrauchte Dinge vom Flohmarkt und sonst wo gekauft hat. Heuchler.
Ich kenne nämlich niemanden, der wirklich nur Neuware kauft.

Liegt vielleicht auch daran, dass ich keine Millionäre kenne.
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Kajetan
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Beitrag von Kajetan »

D_Radical hat geschrieben:Das diese postive Auswirkung vorhanden ist, bestreitet keiner, es geht hier um den Wert dieser Auswirkung, den hier einige immer gerne aus der Luft greifen.
Den kann man recht gut abschätzen. Solche Abhängigkeiten sind gut erforscht und mit ein paar Eckdaten lässt sich der Nutzen von Gebrauchtspielen für die Publisher gut quantifizieren. Wir brauchen dafür nur ein paar Eckdaten wie zB. Jahresumsätze und geschätzte Größe des Gebrauchtmarktes, Kaufkraft der Konsumenten und jemanden, der nicht nur Volkswirtschaftslehre vom HörenSagen kennt, sondern richtig gelernt hat.
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NotSo_Sunny
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Beitrag von NotSo_Sunny »

@ Sir Richfield, mr archer

Das Bullshit in Zuckerwatte immernoch Bullshit ist, ist mir natürlich auch klar :wink: und ich wollte ja auch in meinem letzten Satz zum Ausdruck bringen, das man gerne die Aussage auch für selbige halten darf, aber der shitstorm über den ich mich beklakt habe - damit meine ich nicht das übliche Forumsklima.
Es ist eine Sache wenn man sich wie im Internet üblich hitzig an einer Sache hochredet, aber manche Diskussionen werden einfach völlig überflüssig wenn die Leute am Thema vorbeireden, ohne es zu merken. Wobei ich jetzt vielleicht etwas zu hoch trabe. Die Leute haben auch nicht anders als sonst reagiert, wenn es um die x-te Ausgabe von "Gebrauchtspieler sind diebische Schmarotzer und schaden der Gamingindustrie" geht. Mich wurmt halt nur, dass das mMn wirklich nicht seine Aussage ist oder sagen wir nicht seine Kernaussage. Es ist Teil eines größeren Themas (Die Zukunft der Gamingindustire) bzw. das erste von drei Themen (Gebrauchtmarkt, Zukunft des Retailmarkts, Preisgestaltung). Er sagt ja quasi:
"Die Leute greifen aus finanziellen Gründen lieber zu Gebraucht. Die Publisher machen weniger Gewinn und wir Entwickler werden weniger entlohnt (mag ja Bullshit sein). Deshalb überlegen viele auf Online und Direktdistribution umzustiegen. Auf Dauer wird nimmt das kein gutes Ende für Retail und ich denke wir schiessen uns hier alle In den Fuß. Ich hab ja schon immer gesagt, dass Spiele zu teuer sind. Es ist nötig, dass wir alle zusammen darüber diskutieren, wie wir die Erwartungen der Kosumenten mit denen der Publisher/Entwickler abstimmen, um aus diesem Geschäft ein lohnenswertes zu machen."
Das ist meine Auslegung seiner Worte. Dafür bekommt er keinen Intelligenzpreis verliehen, das stellen auch andere fest und selbst ich finde er spricht ein wenig mehr wie ein Businessman, denn wie ein Künstler- aber meine Güte. Er macht ausgehend von einer dummen Prämisse, eine nicht unrealistische Prognose und einen guten Vorschlag.
Ich glaube, dass viele wenn sie sich alles durchlesen würden, einen Gedankengang hätten alla: "Oh komm mir nicht mir dem Märchen vom bösen Gebrauchtmarkt du Heulsuse. Hm? Ne, den Retailmarkt würde ich gern behalten. Die Spiele zu teuer? Sowiso meine Meinung." Es bieten sich hier einfach mehr Themen als nur das Gezanke um den Gebrauchtmarkt. Wenn alle die hier gepostet hätten, sich vorher den ganzen Text durchgelesen hätten, würden hier natürlich noch einige über den Part mit dem schädlichen Gebrauchthandel abflamen. Aber ich denke der Anteil wäre kleiner. Ich glaube Sir_pillepalle wäre doch mehr eingefallen als nur Drogenkosum, ich vermute Kajetan hätte mehr zum Ausdruck gebracht als """nur mal wieder""" seinen Standpunkt zu den Wehwehchen der Industrie, kurzum ich denke dieser Thread hätte um einniges gehaltvoller sein können.
Nun ist uns hier nicht das Thema des Jahres entgangen, aber sowas passiert leider nicht zum ersten Mal.

Ich glaub ein Kernpunkt warum ich mich so künstlich aufrege, kommt aus dem Vergleich mit anderen Kontra-Gebrauchtmarkt-Statements.
Wo z.B. THQ Project-10$ weiter befeuert und davon redet, dass man kein Mitleid mit den Gebraucht-Leuten hätte, spricht de Fondaumiere davon einen Ausgleich zu finden. Es kommt in letzter Zeit selten genug vor, dass jemand der nicht aus dem Indie-Sektor kommt, darüber nachdenkt, sich auf den Kunden zuzubewegen, statt ihn zu gängeln. Aber uns wird das ganze so präsentiert, dass wir den Shitstorm über ihm ausbreiten.
Ich find das halt schade, weswegen ich hier auch so rumkleffe, nur weil ein Interview nicht so zusammengefasst wurde, wie ich das gern gehabt hätte :) .

Kajetan hat geschrieben:
D_Radical hat geschrieben:Das diese postive Auswirkung vorhanden ist, bestreitet keiner, es geht hier um den Wert dieser Auswirkung, den hier einige immer gerne aus der Luft greifen.
Den kann man recht gut abschätzen. Solche Abhängigkeiten sind gut erforscht und mit ein paar Eckdaten lässt sich der Nutzen von Gebrauchtspielen für die Publisher gut quantifizieren. Wir brauchen dafür nur ein paar Eckdaten wie zB. Jahresumsätze und geschätzte Größe des Gebrauchtmarktes, Kaufkraft der Konsumenten und jemanden, der nicht nur Volkswirtschaftslehre vom HörenSagen kennt, sondern richtig gelernt hat.
Da ich niemand derartig gelernten kenne, schließe ich mich Brakiri an...^^
Brakiri hat geschrieben: Mag das mal jemand machen? :)
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mr archer
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Beitrag von mr archer »

D_Radical hat geschrieben:...
Danke, dass Du hier versuchst, die Fahne des guten Journalismus hoch zu halten.

Wie gesagt - ich gebe Dir Recht bei Deiner Kritik, dass dies eigentlich die Aufgabe des zuständigen News-Redakteurs wäre. Und nicht die des Forums.
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

D_Radical hat geschrieben:
Kajetan hat geschrieben:
D_Radical hat geschrieben:Das diese postive Auswirkung vorhanden ist, bestreitet keiner, es geht hier um den Wert dieser Auswirkung, den hier einige immer gerne aus der Luft greifen.
Den kann man recht gut abschätzen. Solche Abhängigkeiten sind gut erforscht und mit ein paar Eckdaten lässt sich der Nutzen von Gebrauchtspielen für die Publisher gut quantifizieren. Wir brauchen dafür nur ein paar Eckdaten wie zB. Jahresumsätze und geschätzte Größe des Gebrauchtmarktes, Kaufkraft der Konsumenten und jemanden, der nicht nur Volkswirtschaftslehre vom HörenSagen kennt, sondern richtig gelernt hat.
Da ich niemand derartig gelernten kenne, schließe ich mich Brakiri an...^^
Brakiri hat geschrieben: Mag das mal jemand machen? :)
Habs zwar gelernt, aber Modellkonstruktion war nicht mein Schwerpunkt, und der Umfang/Anspruch der Aufgabe liegt eher im Bereich von einer Doktorarbeit.

Hmm...hehe
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Wigggenz
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Beitrag von Wigggenz »

Ich vergleiche lieber mit der Filmindustrie als mit der Automobilindustrie.

Vor allem, da gerade Heavy Rain so einen interaktiven Film darstellt.

Seine DVDs muss man auch nicht an einen Account binden, sondern kann diese auch weiterverkaufen wie man lustig ist, dabei verdient der Filmverleiher auch keinen Cent. Und für einmaligen Konsum (Kino) wird auch nur ein vergleichsweise kleiner Preis verlangt. Gäb es ein Angebot für Spiele zum einmaligen Durchspielen für 7€ würde ich da auch zuschlagen.

Oder die Musikindustrie:
Da kann man seine Alben auch weiterverkaufen, wie man es möchte. Und die Gebrauchtkäufer müssen nicht irgendwie noch einen "Bonustrack-Pass" oder Rotz in der Art erwerben.

Diese Gründe so wie weitere belegen, warum Vernichtung des Gebrauchtmarktes einfach ein Unding ist...
acefalco
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Beitrag von acefalco »

Es ist nun also getan...

Rage wird wohl auf den "Heavy Rain Zug" aufspringen und bestraft nun Gebrauchtkäufer mit nichtzugänglichen Arealen in der Singleplayer Kampagne!
Was soll denn das nun bitt?

Gut in dem Fall kann ich auf die Areale verzichten, aber das ist ja nur der Anfang und wer weiß was dann noch kommt.

- Gesperrte Waffen bei Egoshootern (single- und multiplayer)
- Bei einem Warcraft 4 würde beispielsweise ein Held oder ähnliches fehlen....
- bei einem Skyrim 2 würden z.B. ganze Items, Aufträge etc. fehlen...

Quo Vadis?