Blizzard - Die Kopierschutz-Philosophie

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

unknown_18
Beiträge: 26973
Registriert: 05.08.2002 13:11
Persönliche Nachricht:

Beitrag von unknown_18 »

Coldbasher hat geschrieben:Vor 2 Jahren hat sich jeder noch aufgeregt, dass eine Internet Aktivierung erforderlich ist. Selbst als letztes Jahr Anno 1404 erschienen ist wollte jeder das Spiel boykottieren. Nun mach Activision/Blizzard den gleichen Schritt bei Starcraft und jeder lobt diesen Kopierschutz.
Eine verlogene Welt...
Verlogen? Nö, wir haben nur in der Zwischenzeit erkannt, dass es noch viel schlimmer geht und es das kleinste Übel ist.
Vandyre
Beiträge: 264
Registriert: 17.11.2007 13:38
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Vandyre »

@zierfish

Ich finde es sehr nett, dass du meinen Post so schön auseinander genommen hast. In diesem Fall stehen wir uns einfach nur gegenüber und neutralisieren uns gegenseitig. :wink: Es sollte wohl klar sein, dass ich keine Zahlen habe, die etwas belegen können.

Zudem möchte ich hervorheben: ich habe micht nicht, zu keinem Zeitpunkt, auf die Seite von Raubkopien gestellt. Nur weil ich gegen den übertrieben KS/DRM-Wahn bin bedeutet das nicht, dass ich der Gegenseite zustimme.
4P|Zierfish hat geschrieben: Naja sie setzen halt jede Kopie mit einem echten Verlust gleich. Wenn man seinen Standpunkt klar machen will, war die Hyperbel ein schon immer gern gesehenes Stilmittel.
Schön, dass du das Stilmittel kennst. Vielleicht solltest du das im Hinterkopf behalten und meinen Post nochmal lesen. :wink:
Inwiefern sollten sie da stärker mit dem Gesetzgeber zusammenarbeiten? Die Strafen verschärfen? Die Mühen erhöhen? Der Publisher weiß auch, dass er an einem Raubkopierer kein Geld verdient. Wenn er diesen bestraft (zumal das meist auch die besten Kunden sind), wird er in Zukunft kein Geld mehr von der Person sehen und davon abgesehen würden die Anstrengungen nur Geld kosten. Geld, welches man lieber verdienen würde, als es noch für Leute aufzuwenden von denen man eh keinen cent sieht.
Härtere Strafen bringt nichts. Aber die Bemühung, die Drahtzieher zu packen sind doch ziemlich marginal. Genauso wie die ganzen Idioten, die trotz gecrackter Version online zocken. Aber sie gehen rechtlich so gut wie nicht dagegen vor, sondern bannen die höchstens. Und warum das so ist, hast du selber geschrieben. Es geht nicht um Recht, sondern nur um Geld! Und vielleicht erkennt man auch, dass ich für diese Einstellung nicht viel übrig habe.
Das halte ich zwar für extrem gewagt, aber es ist deine Meinung.
Mir stellt sich jetzt unweigerlich die Frage, welcher Nutzen denn aus Raubkopien zu ziehen sei?
Werbung? braucht CoD oder GTA noch Werbung in Form von Raubkopien?
Braucht Peggle das? Ein Spiel, bei dem das Unrechtsbewusstsein noch viel winziger ist, da es ja in einer Liga mit Flash Spielen spielt?
Bei Peggle kenne ich niemanden, der es sich gekauft hat. Obwohl ich viele dazu gebracht hab es mal zu testen. So richtig glaub ich den Werbeaspekt nicht. Und ich hab auch noch niemanden! gesehen, der sich ein Spiel nach dem saugen und cracken noch gekauft hat. Ich sage nicht, dass es etwas derartiges nicht gibt. Ich sage nur, dass es nicht so wahnsinnig viele sein können. Mir ist noch keiner der Sorte über den Weg gelaufen.

Also welchen Nutzen genau haben die Publisher von Raubkopien? Wenn das so wäre: warum machen id, epic und crytek jetzt doch eher Konsolenshooter?
Ich zitiere hier mal Michel Foucault in Bezug auf Verbrecher und Gefängnis: "Und je größer die Angst in der Bevölkerung, desto akzeptabler und wünschenswerter das System der polizeilichen Kontrolle." (Foucault, Michel: Analytik der Macht. S. 233) Jetzt ersetz die Wörter Bevölkerung durch ehrlichen Käufer und polizeiliche Kontrolle durch KS/DRM. Et voilà.
Empirisch ist es sicherlich schwer zu belegen, da man nie einen direkten Vergleich haben wird, das ist wahr. Allerdings ist zu erwarten, dass einige Zahlen (welche wahrscheinlich dem Publisher eher vorliegen als dir oder mir), implizieren, dass eine Umsatzsteigerung durch einen kurzzeitig funktionierenden KS möglich ist.
Du kannst es so wenig abstreiten wie jemand anders belegen.
Also inwiefern kannst du dir eine Meinung dagegen erlauben? Du weißt es doch auch bloß nicht.
Wenn du mich schon so haarklein auseinander nimmst, dann bitte richtig! Ich habe nicht das Gegenteil behauptet. Ich habe selber gesagt, dass es nicht belegbar ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was wer dann glaubt ist jedem selbst überlassen. Also bitte demnächst die Kirche im Dorf lassen.
Man kann durch einen KS ja eh nur die Leute zum Kauf bewegen, die heiß auf den Titel sind. Jemand, der es nur zocken würde, wenn ihm grad arg langweilig ist. Der kauft es sich auch nicht, wenn es keinen Crack gibt. Der verzichtet einfach. Zum Käufer kann man nur den machen, der eh schon auf glühenden Kohlen sitzt, aber generell zu geizig ist Geld für Software auszugeben. Solche Leute gibt es tatsächlich!
Entschuldige, aber der erste Satz ist arg unlogisch. Ich möchte mir kein Kopierschutz kaufen, sondern ein Spiel. :wink: Und wenn ich Hummeln im Hintern habe, dann kaufe ich es auch ohne KS (Wenn ich ehrlich bin. Alles andere ist eigentlich Sache der Justiz. Aber wie wir oben schon gesehen haben, geht es nicht um Recht oder Unrecht.). Die Hemmschwelle sinkt vielleicht sogar, wenn kein KS drauf ist. Zumindest ist es bei mir so.
Im Extremfall ist der Nutzen für den ehrlichen Käufer keine 80€ für das Spiel zahlen zu müssen, oder überhaupt erst ein Spiel zu bekommen. Wenn es sich nämlich nicht mehr lohnt Spiele zu machen, weil sie für den hohen Preis keiner kauft und ohne KS jeder saugt. Dann gibt es bald nichts mehr was man kaufen oder saugen kann. Das sollte den Leuten auch mal klar werden. Eine Firma die über Jahre hinweg rote Zahlen schreibt wird ihr Tätigkeit iwann ändern oder einstellen. Wenn man die Leute nicht auf einem netten Weg dazu bewegen kann. (und man probiert dies bereits mit LEs von jedem Tripple A Titel) Dann ist der Weg den Ubisoft geht, oder der Weg den viele Leute mit Einmalcodes usw. einschlagen nichts anderes als ein notwendiges Übel.

Denn über eine Sache müssen sich die Leute mal klar werden.
Das produzieren von Spielen ist nicht billiger geworden und wird es auch nicht werden. Wer sich auf den Standpunkt stellt und dann sagt: "das ist das Problem des Publishers" wird bald feststellen, dass es zum Problem des Kunden wird, wenn die Regale im Gamestop nur noch 3 verschiedene Großproduktionen beinhalten und der Rest aus spielen wie Peggle besteht, weil die Investition da nicht so groß war, diese aber aufgrund der geringen Verkaufszahlen weiterhin 60€ kosten. Wenn es das ist was ihr wollt, dann boykotiert Ubisoft und saugt fleißig weiter =)
Und hier haben wir den Bezug zum Foucault-Zitat von mir. Wenn es sich wirklich nicht lohnen würde, hätten sie schon längst aufgehört PC-Spiele zu produzieren. Diese "Angst" wird von den Entwicklern erzeugt, ohne näher darauf einzugehen. Das ist eine ganz gängige Masche und ich finde sie einfach zum kotzen. Einfach mal den "worst case" in den Raum werfen und alles andere erledigt sich von selbst.
Kurzer Vergleich zu Modern Warfare 2: Selbst obwohl 90% illegale Versionen (deine Zahl) genutzt werden, hat u. a. dieses Spiel AB jede Menge Geld eingespielt. Das widerlegt doch eindeutig den worst case, meinst du nicht? 8)

Und schon wieder dieses schwarz/weiß-Gelaber. Auch wenn du das mit einem Smiley versiehst ist es ziemlich anmaßend.
Von mir aus sollen sie nur 2 oder 3 Spiele im Jahr rausbringen, wenn die Qualität stimmt. Ich brauche keine Massenware, die in 6-8 Stunden durchgespielt sind und danach in einer Ecke vergammeln, weil ich sie nicht wieder verkaufen kann.
Nein das müssen sie mit Sicherheit nicht. Was sie bieten ist ein Produkt. Welches mit allen Vorzügen und Fehlern für einen fest definierten Preis zu erwerben ist. Wenn dir die Vorzüge nicht ausreichen, dann kaufst du es nicht. Die Tatsache, dass eine Datenerhebung v.a. dafür genutzt wird das Spielerlebnis zu verbessern unterschlägst du hier natürlich gekonnt.
Was sollen die sonst mit deinen Daten machen? Die Verbessern die Produkte um mehr Geld zu verdienen. In welchem Level du wie oft abgekratzt bist wird ein anderes Unternehmen wohl eher nicht so stark interessieren.
Ich möchte aber nur ein Unterhaltungsprodukt kaufen, und keine Überwachungssoftware. :wink:
Ich unterschlage btw gar nichts. Ich habe doch von einer Win-Win-Situation geschrieben. Nut bin ich nicht so sehr darauf eingegangen. Aber meine Frage lautete dann auch: Für wen ist der Nutzen wohl größer?
Deinem letzten Satz würde ich übrigens widersprechen. Roman2 hat das Beispiel mit HL2 Ep1 gebracht. Blizzard hat in WoW etliche Mobs und Instanzen angepasst, weil sie zu leicht oder zu schwer waren. Die Producer interessiert es sehr wohl, da es ihnen hilft, ihre Spiele zu optimieren bzw. an die Masse anzupassen.
Ich glaub du dramatisierst hier einfach nur unglaublich, weil es nämlich einfach ist und wenig Arbeit bedeutet, alles zu verteufeln und dem Publisher den schwarzen Peter zuzuschieben. Wer sich hier um Denkarbeit über die letzte Konsequenz drückt lassen wir lieber offen.
Zwischendurch glaube ich, du hast entweder nicht alles gelesen oder mich nicht verstanden. :wink: Ich verteufel nicht, ich habe schon im letzten Post darauf hingewiesen, dass ich die Produzentenseite durchaus verstehe. Aber es gibt eine Grenze was den Kopierschutz angeht. Und die ist bei mir mit der Onlineaktivierung bei SP-Spielen überschritten.
Diesen Quote nehme ich dir ein wenig übel. Es ist mindestens genauso einfach, "Ja" und "Amen" zu sagen. Das widerstrebt mir jedoch, deswegen eröffne ich zeitweilen eine gegenteilige Position.
Die körperliche Ware, welche du da zum Verkauf anbietest hat aber nur einen wert von 0,70€
Die Lizenz, welche du erworben hast, die hat den Rest des Geldes gekostet. Und wie die Lizenz zu verwenden ist bestimmt derjenige, dem sie gehört. Und Eigentümer ist und bleibt! Der Publisher
Auch hier gilt: ist die Lizenz dir das Geld nicht wert, so lass sie im Regal und kauf sie nicht.
Aber das Spiel mit dieser Begründung dann zu saugen wäre die größte Frechheit.
Dahingehend ist der Unterschied zum digitalen Vertrieb schlicht marginal.
Willst du mich mit diesem Argument nur ärgern oder ist das dein ernst? Es ging doch nicht um den Wert von Rohling und Papier. Es ging um das Recht als Käufer, das ich durch den Erwerb einer körperlichen Ware erhalte. Ich erwerbe einen Datenträger mit der Lizenz. Diesen darf ich wieder verkaufen, nach deutschem Recht.
Wenn die mir nur eine Lizenz verkaufen wollen, dann sollen sie es mir anders schmackhaft machen. Und was du für Argumente aufführst ist für mich nicht akzeptabel. Wie kommt es z. B., das Amazon aktuelle Musikalben für 4,99 Euro als MP3-Dateien anbieten kann, wo der Warenwert nur 0,70 Euro beträgt, die CD aber mindestens 14,99 kostet?
Und ja, es ist ihre Aufgabe, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, nicht meine.
Wie schon erwähnt, der Datenträger ist dein Eigentum, der Code darauf nicht!
Wie war noch der Untersched von Besitz und Eigentum? (Ehrliche Frage, die verwechsel ich immer). Durch die Bindung an ein Kundenkonto ist der Datenträger aber nicht mehr weiterverkaufbar, Die Rechte des Käufers werden mit Füßen getreten!
du meinst du willst das Spiel leihen? Dann geh in eine Videothek, oder wie soll ich das verstehen? Ich glaub du machst dir da einiges nicht so richtig bewusst...
Tu ich das? Sie oben zum Thema weiterverkaufen...
Na dann klär uns doch mal über die Relation auf. Vllt lieg ich auch total daneben und du hast Informationen die mein Weltbild total auf den Kopf stellen. (Das ist nur teilweise so zynisch gemeint, ich würde nämlich gern eines besseren belehrt werden)
Die Unternehmen mussten mal richtig Kohle latzen, um an Marktdaten ranzukommen. Diese Kosten entfallen, da die Kunden ihnen diese Daten zwangsläufig freiwillig zur Verfügung stellen. Teilweise sogar unbewusst. Sie mussten sich die Köpfe zerbrechen um die Wünsche der Kunden zu erahnen. Sie mussten eigene Ideen entwicklen, womit sie einen Kunden zufriedenstellen konnten. Diese Arbeit entfällt. Sie wissen auch, wie die Hardwarebasis der Kunden aussieht und können ihre Produkte dafür optimieren.

Nutzen der Kunden: Es gibt Spiele, die auf die Masse zugeschnitten sind. Eigene Ideen oft Fehlanzeige. Innovation? Sehr oft ein Fremdwort.
Das bedeutet nicht, dass die Spiele keinen Spaß machen. Bitte nicht gleichsetzen! Aber sie bekommen, wie vorher auch, Spiele. Einen echten Mehrwert zu früher sehe ich ehrlich nicht. Wenn du andere Vorteile siehst, dann belehr mich ruhig eines besseren. :wink:

Nutzen für die Publisher/Entwickler: Kundendaten, Gewinnoptimierung

Ich hab keine Lust, jetzt eine ausführliche Liste aufzuführen. Das liegt auch gar nicht in meinem Interesse. Man sollte nur beide Blickwinkel ins Auge fassen.
Und hier machst du es dir doch schon wieder viel zu einfach. Die Beziehung Verkäufer und Kunde ist immer eine Symbiose. Der Publisher ist nicht der Parasit. Er kann es gar nicht sein! Wenn sich der Kunde nämlich verarscht vorkommt, kauft er das Produkt nicht und der Publisher stirbt. Wenn der Kunde also keinen Nutzen aus dem Angebot des Verkäufers hat, geht der Verkäufer drauf und nicht der Kunde.
Man beachte die "" bei dem Wort verarsche in meinem letzten Post.
Darüber hinaus: wenn sich ein Unternehmen, ohne meine wissentliche, ausdrückliche Erlaubnis, auf mein System einnistet (komm mir jetzt bitte nicht mit der EULA) und ohne mich darüber aufzuklären, was er da zu suchen hat und was er da genau macht, dann ist das für mich parasitäres Verhalten. Wenn ich ein Spiel mit einem solchen KS spielen möchte, werde ich gezwungen, dem zuzustimmen. Das viele Spieler dies akzeptieren heißt nicht, dass es nicht trotzdem parasitär ist.
Zudem ist es ja auch eine subjektive Einstellung, wann ich mir verarscht vorkomme und wann nicht. Und auch das hat nichts mit der Tatsache der Verarsche zu tun. Ich kann mit ein Gerät für 1000 Euro kaufen und glauben ein Schnäppchen gemacht zu haben, obwohl es im Nachbarort nur 750 Euro kostet. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. :wink:
Die Leute, die die Spiele (nur) wegen des KS dann in den Regalen stehen lassen, die finden das Verhalten zumindest nicht in Ordnung. Ich wie weit jeder welche Bedingungen als akzeptabel ansieht, ist ja auch subjektiv. Aber sollte man nicht zumindest wissen was man akzeptiert, bevor man seine Zustimmung gibt? :wink:
sich über die Maßnahmen von Ubisoft aufzuregen und zu sagen, dass ihr Weg der falsche ist, das ist legitim. Zu sagen, dass alles in dieser Hinsicht nutzlos, naiv und dumm ist. Das ist doch die eigentlich zu kurzsichtige Ansicht.
Hier frage ich mich auch wieder, ob du mich nicht verstehen konntest oder nicht verstehen wolltest.
Ich zitier einfach mal einen Satz meines letzten Posts, der deine Behauptung mir gegenüber widerlegt.
vandyre hat geschrieben:Ich verstehe, dass sich die Unternehmen ihre Ware schützen möchten. Bis zu einem gewissen Grad kann ich einen KS auch akzeptieren. Aber es gibt für mich eine Schmerzgrenze! Und die fängt da an, wo ich gezwungen werde etwas von mir Preis zu geben.
Ich habe versucht, eine Position einzunehmen, die nicht der der Publisher entspricht, mit der Prämisse, dass ich illegale Vervielfältigung nicht unterstützen oder sie in irgendeiner Form rechtfertigen möchte. Wenn es die Leute dazu anregt, ihre Position ein wenig zu überdenken, dann reicht mir das schon. Das meinte ich mit differenzierter darüber nachdenken. Dafür muss man natürlich auch ein bissl übertreiben. 8)
Wenn du aber einfach nur dagegen polterst, dann war ich hier wohl nicht sehr erfolgreich. :wink:
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

vandyre hat geschrieben:Ich finde es sehr nett, dass du meinen Post so schön auseinander genommen hast. In diesem Fall stehen wir uns einfach nur gegenüber und neutralisieren uns gegenseitig. Es sollte wohl klar sein, dass ich keine Zahlen habe, die etwas belegen können.
mach ich doch gerne ;)
und sicher ist es klar, haben wir beide schon zu genügend gesagt :D
Zudem möchte ich hervorheben: ich habe micht nicht, zu keinem Zeitpunkt, auf die Seite von Raubkopien gestellt. Nur weil ich gegen den übertrieben KS/DRM-Wahn bin bedeutet das nicht, dass ich der Gegenseite zustimme.
Das hab ich dir ja auch nie unterstellt.
Schön, dass du das Stilmittel kennst. Vielleicht solltest du das im Hinterkopf behalten und meinen Post nochmal lesen.
und vice versa ;)
Härtere Strafen bringt nichts. Aber die Bemühung, die Drahtzieher zu packen sind doch ziemlich marginal. Genauso wie die ganzen Idioten, die trotz gecrackter Version online zocken. Aber sie gehen rechtlich so gut wie nicht dagegen vor, sondern bannen die höchstens. Und warum das so ist, hast du selber geschrieben. Es geht nicht um Recht, sondern nur um Geld! Und vielleicht erkennt man auch, dass ich für diese Einstellung nicht viel übrig habe.
richtig, es ist wie es ist. Und niemand gibt Geld für Leute aus, wenn dies keinen relativ gleichwertigen Nutzen hat. Und hier ist eben genau das der Fall.
Ich zitiere hier mal Michel Foucault in Bezug auf Verbrecher und Gefängnis: "Und je größer die Angst in der Bevölkerung, desto akzeptabler und wünschenswerter das System der polizeilichen Kontrolle." (Foucault, Michel: Analytik der Macht. S. 233) Jetzt ersetz die Wörter Bevölkerung durch ehrlichen Käufer und polizeiliche Kontrolle durch KS/DRM. Et voilà.
Ich kenn den Satz und der ist auch richtig. Allerdings versteh ich nicht inwiefern ich gegenteiliges behauptet hab. Aber auch hier gilt. Es ist wie es ist :)
Wenn du mich schon so haarklein auseinander nimmst, dann bitte richtig! Ich habe nicht das Gegenteil behauptet. Ich habe selber gesagt, dass es nicht belegbar ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Was wer dann glaubt ist jedem selbst überlassen. Also bitte demnächst die Kirche im Dorf lassen.
richtig, das hast du gesagt. Ich hab allerdings auch nichts gegenteiliges behauptet. Wollte damit nur klar stellen, dass du dich in dieser Frage so wenig klar auf eine Seite schlagen solltest wie ich. Was du m.E. aber getan hast.
Entschuldige, aber der erste Satz ist arg unlogisch. Ich möchte mir kein Kopierschutz kaufen, sondern ein Spiel. Und wenn ich Hummeln im Hintern habe, dann kaufe ich es auch ohne KS (Wenn ich ehrlich bin. Alles andere ist eigentlich Sache der Justiz. Aber wie wir oben schon gesehen haben, geht es nicht um Recht oder Unrecht.). Die Hemmschwelle sinkt vielleicht sogar, wenn kein KS drauf ist. Zumindest ist es bei mir so.
Das ist natürlich eine Frage der wie man das persönlich gewichtet. Dir bedeutet der KS vllt sehr viel. Einem anderen ist das wiederum recht egal. Denn auch hier gilt: Nichts genaues weiß man nicht :)
Außerdem kauft man ja ein Spiel nicht wegen dem KS sondern eher trotz des KS. Das klingt bei dir iwie anders.
Und sicherlich kauft man sich ein Spiel lieber ohne KS. Die einzig relevante Frage allerdings ist doch:
kauft man es wegen dem KS nicht?!

Und hier haben wir den Bezug zum Foucault-Zitat von mir. Wenn es sich wirklich nicht lohnen würde, hätten sie schon längst aufgehört PC-Spiele zu produzieren.
Naja.... der großteil der Entwicklungskosten geht ja für Dinge drauf, die Plattformübergreifend sind. Das heißt man kann hier einfach noch einen weiteren Markt erschließen. Wenn man dort Geld verdienen kann, dann ist niemand so idealistisch und bringt das Spiel wegen ein paar Kopierer nicht auf den Markt.
Also es lohnt sich noch, aber der Fokus ist halt heute ein anderer.

Und das danach hat nichts mit Schwarz/weiß gelabber zu tun. Schau dir doch die Verkaufszahlen einmal an. Ganz oben sind ein paar Big Budget Produktionen. letztes Jahr waren es CoD, WoW, und vllt noch 2-3 Titel die den Großteil des Umsatzes eingefahren haben. Wenn sich diese Entwicklung verstärkt, kann iwann keiner mehr die Menge an hochwertigen Titeln produzieren, weil die Leute nicht bereit sind den Preis zu zahlen. Das ist nur eine rein theoretische Prognose die niemals eintreten wird, aber das Problem offen legt. Das hat auch Überhaupt nichts mit Massenware, Spielzeit, oder dem Gebrauchtmarkt zu tun auf den du noch anspielst.
Ich möchte aber nur ein Unterhaltungsprodukt kaufen, und keine Überwachungssoftware.
Ich unterschlage btw gar nichts. Ich habe doch von einer Win-Win-Situation geschrieben. Nut bin ich nicht so sehr darauf eingegangen. Aber meine Frage lautete dann auch: Für wen ist der Nutzen wohl größer?

japp du bist später drauf eingegangen, aber da hatte ich den Absatz schon geschrieben :P

Der Nutzen ist für beide gleich, denke ich. Das liegt daran, dass die Verkaufszahlen des betreffenden Spiels in dem Maße steigen, in welchem auch Verbesserungen eingeflossen sind. Der Publisher bekommt mehr Geld, der Kunde ein besseres Produkt. Da ein besseres Produkt mehr Geld wert ist .... bleibt der Nutzen fair. Meine Meinung =)
Deinem letzten Satz würde ich übrigens widersprechen. Roman2 hat das Beispiel mit HL2 Ep1 gebracht. Blizzard hat in WoW etliche Mobs und Instanzen angepasst, weil sie zu leicht oder zu schwer waren. Die Producer interessiert es sehr wohl, da es ihnen hilft, ihre Spiele zu optimieren bzw. an die Masse anzupassen.
mit "anderem Unternehmen" meinte ich eher ein Branchenfremdes wie Nestle, oder Subaru... denen ist know-how in puncto Leveldesign recht egal Aus diesem Grund wird der Entwickler / Publisher die Daten nicht verkaufen. Und an seine Konkurrenten ja wohl auch nicht. Das minimiert bei mir die Angst vor Datenmissbrauch ein wenig :)

Zwischendurch glaube ich, du hast entweder nicht alles gelesen oder mich nicht verstanden. Ich verteufel nicht, ich habe schon im letzten Post darauf hingewiesen, dass ich die Produzentenseite durchaus verstehe. Aber es gibt eine Grenze was den Kopierschutz angeht. Und die ist bei mir mit der Onlineaktivierung bei SP-Spielen überschritten.
Diesen Quote nehme ich dir ein wenig übel. Es ist mindestens genauso einfach, "Ja" und "Amen" zu sagen. Das widerstrebt mir jedoch, deswegen eröffne ich zeitweilen eine gegenteilige Position.
Ja da kann ich dich schon verstehen. Ich weiß selber nicht, ob ich mir ein derartiges Spiel kaufen würde. Allerdings finde ich die Onlineaktivierung nicht problematisch. Meine Grenze ist überschritten, wenn ich die ganze Zeit online sein soll.
Willst du mich mit diesem Argument nur ärgern oder ist das dein ernst? Es ging doch nicht um den Wert von Rohling und Papier. Es ging um das Recht als Käufer, das ich durch den Erwerb einer körperlichen Ware erhalte. Ich erwerbe einen Datenträger mit der Lizenz. Diesen darf ich wieder verkaufen, nach deutschem Recht.
ein bisschen von beidem? Du musst halt verstehen, dass du die körperiche Ware kaufst. Und das Recht erwirbst das Produkt so zu nutzen wie es der Publisher vorsieht. Zum Beispiel verbietet er das vermieten, das öffentliche Vorführen und Kopieren (wie das halt immer so ist ;)) Den Datenräger darfst du natürlich verkaufen. Der Publisher kann dir auch nicht verbieten damit diese immanente Lizenz zu verbreiten, allerdings kann er durch Codes oder so dafür sorgen, dass Teile des Produktes eben nicht immanent sind und nur 1 mal funktionieren. Das liegt halt in seinem Ermessen.

Wenn die mir nur eine Lizenz verkaufen wollen, dann sollen sie es mir anders schmackhaft machen. Und was du für Argumente aufführst ist für mich nicht akzeptabel. Wie kommt es z. B., das Amazon aktuelle Musikalben für 4,99 Euro als MP3-Dateien anbieten kann, wo der Warenwert nur 0,70 Euro beträgt, die CD aber mindestens 14,99 kostet?
Und ja, es ist ihre Aufgabe, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, nicht meine.
Meinst du, dass nach meiner Rechnung die CD dann nur 5,69 kosten dürfte? Das ist aber wiederrum die Sache des Verlegers, welchen Preis er für welches Medium veranschlagt. Das hängt dann wieder damit zusammen, ob der Käufer bereit ist den erwähnen Preis zu zahlen.
Davon abgesehen... wenige CDs kosten mit allen 12 Tracks nur 1/3 des CD-Preises...
So kostet das Lena Album bei iTunes 12,99
dein Argument ist also nicht ganz stichhaltig.
Wie war noch der Untersched von Besitz und Eigentum? (Ehrliche Frage, die verwechsel ich immer). Durch die Bindung an ein Kundenkonto ist der Datenträger aber nicht mehr weiterverkaufbar, Die Rechte des Käufers werden mit Füßen getreten!
Besitzt ist, wenn du etwas hast. Ein Leasingfahrzeug ist in deinem Besitz, aber es gehört der Bank. Ist also Eigentum derselbigen.
Anderes Beispiel: dein Kumpel leiht dir ne DVD.... dann ist sie dein Besitz, aber sein Eigentum (vorrausgesetzt er hat sie vorher gekauft ;))

Das mit den Füßen treten find ich auch relativ...du könntest ja das Kundenkonto verkaufen...
Das dies in der Praxis schwierig ist und wenige Leute machen ist korrekt. Aber auch hier bleibt dir die Wahl. Kaufst du das Spiel trotz Bindung, oder lässt du es einfach bleiben. Wenn dir der Titel die 40-60€ wert ist (du kannst ja auch n paar Monate nach release warten und es für 20-30 bekommen) dann nimmst du auch die Aktivierung in Kauf. Dies kann auch Vorteile haben.

Zum Beispiel konnte ich mir Half Life 2 für meinen Mac laden ... obwohl ich die CD schon vor Jahren verloren hab. Aber da die Lizenz auf den Servern von Valve liegt.... das ist absolut super für mich. So kann ich das Spiel immer spielen wann und wo ich will, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen wo die scheiss CD mit dem Key ist.

Tu ich das? Sie oben zum Thema weiterverkaufen...
weiß ich nicht? ;)
Die Unternehmen mussten mal richtig Kohle latzen, um an Marktdaten ranzukommen. Diese Kosten entfallen, da die Kunden ihnen diese Daten zwangsläufig freiwillig zur Verfügung stellen. Teilweise sogar unbewusst. Sie mussten sich die Köpfe zerbrechen um die Wünsche der Kunden zu erahnen. Sie mussten eigene Ideen entwicklen, womit sie einen Kunden zufriedenstellen konnten. Diese Arbeit entfällt. Sie wissen auch, wie die Hardwarebasis der Kunden aussieht und können ihre Produkte dafür optimieren.
Aber was glaubst du denn, wer am Ende die Rechnung zahlt? Wenn Die Datenerhebung für den Publisher teurer wird, dann muss er die Kosten auf den Kunden umlegen. Indem er:
A: das Produkt teurer macht (das lässt der Markt aber niemals zu, weil wir so auf die 60€ eingefahren sind)
oder
B: an den Entwicklungskosten spart.

Der Kunde verliert hier in jedem Fall...

Innovation ist halt immer so eine Sache. Wie man an Apple sieht wird sie auch heute noch ganz gut belohnt. :D
(will hiermit keinen Apple Streit lostreten, aber was sie mit iPhone und iPad gemacht haben muss man anerkennen)
Nutzen der Kunden: Es gibt Spiele, die auf die Masse zugeschnitten sind. Eigene Ideen oft Fehlanzeige. Innovation? Sehr oft ein Fremdwort.
Das ist ja nun aber eigentlich eher die Schuld des Kunden. Der Markt produziert, was der Kunde will. Und Innovation ist oft so eine Sache. Was wäre denn für dich im Moment innovativ? Wenn es um Steuerungskonzepte geht sind wir ja bald state of the art. Wenn es um Grafik geht... das hat nichts mit Innovation zu tun ;)

und Gameplayelemente benötigen oft eins: Rechenleistung!
Eine überragende Physik? KI? gigantische Interanktionsmöglichkeiten?
Wäre ja alles möglich, wenn die lahmen Konsolen das stemmen würde und die Entwicklerbudgets noch weiter nach oben gehen.
Schau dir Red Dead an ... 100 Mio $ Entwicklungskosten. Ein immenser Grad an Detailarbeit (man sieht es dem Spiel quasi an)
und dennoch bleibt so viel leblos ... grade im Bereich Physik...
und das Rad neu zu erfinden... ein shooter bleibt ein shooter bleibt ein shooter.... da sollte man mit den Erwartungen m.E. etwas zurückhaltend sein. Spiele wie Braid, World of Goo, Peggle und andere 2D Innovationsträger gibt es ja weiterhin!

Das bedeutet nicht, dass die Spiele keinen Spaß machen. Bitte nicht gleichsetzen! Aber sie bekommen, wie vorher auch, Spiele. Einen echten Mehrwert zu früher sehe ich ehrlich nicht. Wenn du andere Vorteile siehst, dann belehr mich ruhig eines besseren.
noe, ich seh da sonst keine Vorteile.... es braucht aber sonst auch keine oder? Wenn man es schafft den Spielfluss zu verbessern um dem Spieler so in den flow zu bekommen... perfekt =)
Aber sollte man nicht zumindest wissen was man akzeptiert, bevor man seine Zustimmung gibt?
Ich denke der Punkt ist ein riesiges Problem... und da hast du auch absolut Recht. Allerdings sind die wenigsten Nutzer bereit sich hier alles komplett durchzulesen, weil sie in ihrer Naivität ja davon ausgehen, dass das schon passen wird.
Und ich würds auch nicht wollen... ich hab besseres zu tun als mir vor jeden Spiel 30min lang die AGBs durchzulesen. ehrlich ^^
Hier frage ich mich auch wieder, ob du mich nicht verstehen konntest oder nicht verstehen wolltest.
Ich zitier einfach mal einen Satz meines letzten Posts, der deine Behauptung mir gegenüber widerlegt.
ich wollte dir persönlich ja auch gar nicht unbedingt unterstellen, dass du so anti KS und pro Kopierer bist.
Aber viele sehen nur sich und ihre Lage und machen sich gar nicht bewusst, dass auch der Publisher nicht das Monster ist für das sie ihn halten.
Ich habe versucht, eine Position einzunehmen, die nicht der der Publisher entspricht, mit der Prämisse, dass ich illegale Vervielfältigung nicht unterstützen oder sie in irgendeiner Form rechtfertigen möchte. Wenn es die Leute dazu anregt, ihre Position ein wenig zu überdenken, dann reicht mir das schon. Das meinte ich mit differenzierter darüber nachdenken. Dafür muss man natürlich auch ein bissl übertreiben.
Wenn du aber einfach nur dagegen polterst, dann war ich hier wohl nicht sehr erfolgreich.
So sehr poltere ich nicht dagegen denke ich, weil ich mir auch im klaren darüber bin, dass eine zu rigide Gängelung zwangsläufig dazu führt, dass die Raubkopierer welche man zum kauf bewegt durch die Leute die es eben wegen dem KS nicht kaufen überkompensiert werden. Und das kann nicht der Sinn und Zweck eines KS, DRM oder sonstwas sein.

Das ist ja dann auch der Punkt wo der Spaß aufhört. Und wie schon öfters erwähnt glaube ich durchaus, dass Ubisoft über das Ziel hinaus geschossen ist. Ich bin also auch nicht soo pro Publisher wie du vllt glaubst. Außerdem gibt es niemanden der keine Kopie von iwas hat ... das wird dann wohl u.U. mich einschließen ;)
Zuletzt geändert von Zierfish am 30.05.2010 20:21, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Zulustar
Beiträge: 1652
Registriert: 13.01.2009 15:30
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zulustar »

Früher hat man noch echte Ideen und Herzblut in ein Spiel gesteckt, heute steckt man nur noch Geld rein und überwacht noch dazu die User, klont meist die Spiele 1:1, lässt sich dann noch den nächsten Teil sichern indem man wieder die Userdaten des Vorgängers auswertet, Sorry aber für mich haben die alle keine Ahnung mehr, was Spiele wirklich ausmachen. Die brauchen Benutzerspieldaten eng mass, ohne denen wüssten die gar nicht was der User überhaupt will.
Und ich kenne viele Leute die sich sagen, ich schau auf eurem Weg in den Abgrund ab und an mal bei euch rein, aber Geld steck ich in eure korrupte sich selbstverliebte und sich selbstlobenden $$Publisher und $$ Entwicklerscene keines mehr.
Warum auch, wenn ich mit jeden C den ich für ein neues Spiel ausgebe automatisch nur noch ein begrenztes Spielrecht erwerbe, das mir mehr und mehr das Recht entsagt, bei nichtgefallen kannst du es weiterverkaufen

... irgendwann weils nur noch um Lizensen geht, brauchen die Spiele auch nicht mehr wirklich bugfrei sein.
Der Publisher hat ja jedes Recht uns Kunden zu gängeln und zu überwachen auszuhorchen und wir müssen überall schäuble mässig Akzeptanz aufbringen, wir dürften normal ja nichts zu verbergen haben

getreu dem Motto: ""Haltet ihn auf, er flieht also muss er schuldig sein.""
Vandyre
Beiträge: 264
Registriert: 17.11.2007 13:38
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Vandyre »

4P|Zierfish hat geschrieben:
vandyre hat geschrieben:Zudem möchte ich hervorheben: ich habe micht nicht, zu keinem Zeitpunkt, auf die Seite von Raubkopien gestellt. Nur weil ich gegen den übertrieben KS/DRM-Wahn bin bedeutet das nicht, dass ich der Gegenseite zustimme.
Das hab ich dir ja auch nie unterstellt.
Da ich einige wage Andeutungen herausgelesen habe, wollte ich die gleich im Keim ersticken. 8)
Ich kenn den Satz und der ist auch richtig. Allerdings versteh ich nicht inwiefern ich gegenteiliges behauptet hab. Aber auch hier gilt. Es ist wie es ist :)
Du hast gefragt, wie die Publisher einen Nutzen aus Raubkopien ziehen können, deswegen das Foucault-Zitat. Damit wollte ich nicht sagen, du hättest etwas anderes behauptet.
richtig, das hast du gesagt. Ich hab allerdings auch nichts gegenteiliges behauptet. Wollte damit nur klar stellen, dass du dich in dieser Frage so wenig klar auf eine Seite schlagen solltest wie ich. Was du m.E. aber getan hast.
Dann hast du mich missverstanden und ich dich anscheinend auch. In so einem Forum ist das aber auch nicht immer einfach. :wink: Ich wollte damit nur ausdrücken, dass die These für beide Seiten nicht belegbar ist.
Das ist natürlich eine Frage der wie man das persönlich gewichtet. Dir bedeutet der KS vllt sehr viel. Einem anderen ist das wiederum recht egal. Denn auch hier gilt: Nichts genaues weiß man nicht :)
Außerdem kauft man ja ein Spiel nicht wegen dem KS sondern eher trotz des KS. Das klingt bei dir iwie anders.
Und sicherlich kauft man sich ein Spiel lieber ohne KS. Die einzig relevante Frage allerdings ist doch:
kauft man es wegen dem KS nicht?!
Dein Satz klang etwas komisch, so nach dem Motto: ich kaufe ein KS inkl. Spiel. Es ist natürlich so, dass es anders herum ist und ich kaufe eher ein Spiel ohne KS als mit zu strengem KS. Wie du schon schreibst, es ist ein Frage nach der persönlichen Gewichtung. Deswegen würde ich auf deine Frage mit "Ja" antworten. Das Spiel kann noch so gut sein und mich noch so brennend interessieren. Geht mir der KS zu weit, bleibt es halt im Regal.
Und das danach hat nichts mit Schwarz/weiß gelabber zu tun. Schau dir doch die Verkaufszahlen einmal an. Ganz oben sind ein paar Big Budget Produktionen. letztes Jahr waren es CoD, WoW, und vllt noch 2-3 Titel die den Großteil des Umsatzes eingefahren haben. Wenn sich diese Entwicklung verstärkt, kann iwann keiner mehr die Menge an hochwertigen Titeln produzieren, weil die Leute nicht bereit sind den Preis zu zahlen. Das ist nur eine rein theoretische Prognose die niemals eintreten wird, aber das Problem offen legt. Das hat auch Überhaupt nichts mit Massenware, Spielzeit, oder dem Gebrauchtmarkt zu tun auf den du noch anspielst.
Wer soll denn auch die Masse an Spielen spielen? Hier reguliert doch auch der Markt, wenn auch nicht immer logisch (das sieht man ja dadurch, dass einige wirklich gute Spiele es einfach nicht schaffen, sich zu behaupten). Es gibt immer mehrere Faktoren, warum ein Spiel sich kaum verkauft. Illegale Downloads sind auch ein Faktor. Aber einer neben mehreren anderen. Und wie nun die Gewichtung ist kann ich nicht beurteilen. Die großen Blockbuster zeigen aber, dass es selbst bei 90% illegaler Versionen nicht unbedingt schwarz aussieht. Finde ich schon sehr beachtlich.
Ich spiele übrigens eher wenige gute als viele durchschnittliche Spiele. Von daher fände ich es nichtmal negativ, wenn die Masse an Spielen zurückgehen würde. 8)
Der Nutzen ist für beide gleich, denke ich. Das liegt daran, dass die Verkaufszahlen des betreffenden Spiels in dem Maße steigen, in welchem auch Verbesserungen eingeflossen sind. Der Publisher bekommt mehr Geld, der Kunde ein besseres Produkt. Da ein besseres Produkt mehr Geld wert ist .... bleibt der Nutzen fair. Meine Meinung =)
Die Interpretation bleibt jedem selbst überlassen. Aber man sollte sich schon beides zur Gemüte führen.
ein bisschen von beidem? Du musst halt verstehen, dass du die körperiche Ware kaufst. Und das Recht erwirbst das Produkt so zu nutzen wie es der Publisher vorsieht. Zum Beispiel verbietet er das vermieten, das öffentliche Vorführen und Kopieren (wie das halt immer so ist ;)) Den Datenräger darfst du natürlich verkaufen. Der Publisher kann dir auch nicht verbieten damit diese immanente Lizenz zu verbreiten, allerdings kann er durch Codes oder so dafür sorgen, dass Teile des Produktes eben nicht immanent sind und nur 1 mal funktionieren. Das liegt halt in seinem Ermessen.
Eigentlich darf ich private Sicherheitskopien erstellen. Ich darf auch Spiele kostenlos verleihen. Eigentlich... Das wird aber durch die Gängelung erschwert oder unmöglich gemacht. Ich überlege es mir doch sehr genau, ob ich ein Spiel inkl. meinem z. B. Steamkonto verleihe.
Es stimmt: es liegt im Ermessen des Anbieters zu entscheiden, was er seinem Kunden zumutet. Aber es liegt im Ermessen des Kunden, ob er es akzeptiert.
Meinst du, dass nach meiner Rechnung die CD dann nur 5,69 kosten dürfte? Das ist aber wiederrum die Sache des Verlegers, welchen Preis er für welches Medium veranschlagt. Das hängt dann wieder damit zusammen, ob der Käufer bereit ist den erwähnen Preis zu zahlen.
Davon abgesehen... wenige CDs kosten mit allen 12 Tracks nur 1/3 des CD-Preises...
So kostet das Lena Album bei iTunes 12,99
dein Argument ist also nicht ganz stichhaltig.
Itunes ist ja nicht Amazon. :P Auch hier wieder die Frage von Angebot und Akzeptanz. Wenn ich die Wahl habe zwischen Ladenpreis 45,99 € und digitale Version für 44,99 € fällt die Wahl für mich ohne zu zögern auf den physischen Datenträger. Bei 32,99 für die digitale Version sieht die Sache vielleicht schon anders aus.
Ich wollte damit nur zeigen, dass die Produktionskosten oder Materialkosten in meinen Augen nicht so einfach aufzuschlüsseln sind. Meine Kaufhemmschwelle zugunsten der Digitalen Version sinkt aber mit dem größeren preislichen Unterschied zum Datenträger. Vielleicht bin ich hier aber auch einfach nur zu altmodisch. 8)
Das mit den Füßen treten find ich auch relativ...du könntest ja das Kundenkonto verkaufen...
Das dies in der Praxis schwierig ist und wenige Leute machen ist korrekt. Aber auch hier bleibt dir die Wahl. Kaufst du das Spiel trotz Bindung, oder lässt du es einfach bleiben. Wenn dir der Titel die 40-60€ wert ist (du kannst ja auch n paar Monate nach release warten und es für 20-30 bekommen) dann nimmst du auch die Aktivierung in Kauf. Dies kann auch Vorteile haben.
Soweit ich weiß, darf man das aber nicht. Es wird einem ja auch von Publisherseite untersagt. Wer also sein Spiel inkl. Kundenkonto verkauft, verhält sich nicht mehr rechtens. Ich weiß es nicht genau, aber ich meine es wäre so. Außerdem habe ich persönlich keine Lust, für jedes Spiel, was Steam benötigt, ein neues Konto einzurichten. Dafür bin ich wahrlich zu bequem. ^^ Dann verzichte ich lieber.
Zum Beispiel konnte ich mir Half Life 2 für meinen Mac laden ... obwohl ich die CD schon vor Jahren verloren hab. Aber da die Lizenz auf den Servern von Valve liegt.... das ist absolut super für mich. So kann ich das Spiel immer spielen wann und wo ich will, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen wo die scheiss CD mit dem Key ist.
Sicher hat das System auch Vorteile. Das würde ich nie abstreiten. Es ist halt eine Kosten-Nutzen-Frage, die sich jeder stellen sollte.
Tu ich das? Sie oben zum Thema weiterverkaufen...
weiß ich nicht? ;)
Ne, mache ich nicht. :p
Aber was glaubst du denn, wer am Ende die Rechnung zahlt? Wenn Die Datenerhebung für den Publisher teurer wird, dann muss er die Kosten auf den Kunden umlegen. Indem er:
A: das Produkt teurer macht (das lässt der Markt aber niemals zu, weil wir so auf die 60€ eingefahren sind)
oder
B: an den Entwicklungskosten spart.

Der Kunde verliert hier in jedem Fall...
Ja, am Ende zahlt immer noch der Kunde. Es ist ja auch problematisch für die Spieleindustrie, dass sie im Gegensatz zu Musik oder Film keinen zweiten oder dritten Vertriebsweg haben. Das machen u. a. Bioware oder auch Blizzard in meinen Augen sehr gut, indem sie ihre Marke auf andere Medien (Buch) ausweiten. Dadurch können sie zusätzliches Geld verdienen.
Das ist ja nun aber eigentlich eher die Schuld des Kunden. Der Markt produziert, was der Kunde will.
Das ist ein wenig zu kurz gedacht. Der Kreislauf kann von zwei Seiten aus losgehen: Raymond Williams hat das "symptom approach" und "technological determinism" genannt. Das Handy ist so ein Beispiel. Eigentlich braucht man es nicht und ich glaube nicht, dass der Markt danach "gerufen" hat. Erst das technische Vorhandensein hat das Handy begehrt gemacht. Es war also zuerst die Technik da und dann kam die Nachfrage. Es ist also auch hier ein Wechselspiel.
Spiele wie Braid, World of Goo, Peggle und andere 2D Innovationsträger gibt es ja weiterhin!
Das belegt doch, dass Innovation keine Marktdaten braucht, sondern Entwickler, die sich neue und interessante Gameplaymethoden wagen.
Das ein großer Publisher nicht damit aufwarten kann ist für mich logisch. Diese Unternehmen sind einfach zu unflexibel und zu marktabhängig. Aber wie in der Politik wissen die Massen nichts von ihrer Macht oder wollen sie nicht einsetzen.
noe, ich seh da sonst keine Vorteile.... es braucht aber sonst auch keine oder? Wenn man es schafft den Spielfluss zu verbessern um dem Spieler so in den flow zu bekommen... perfekt =)
Sicher, aber den flow gab es auch schon zu Zeiten, in dem die Kunden nicht "ausspioniert" wurden. ;-)
Ich denke der Punkt ist ein riesiges Problem... und da hast du auch absolut Recht. Allerdings sind die wenigsten Nutzer bereit sich hier alles komplett durchzulesen, weil sie in ihrer Naivität ja davon ausgehen, dass das schon passen wird.
Und ich würds auch nicht wollen... ich hab besseres zu tun als mir vor jeden Spiel 30min lang die AGBs durchzulesen. ehrlich ^^
Ne, ich lese nicht jede AGB durch. 1. fehlt die Zeit, 2. das Interesse und 3. mag ich die verklausulierte Sprache nicht. ^^ Soweit muss es auch nicht gehen, finde ich. Einfach mal informieren, welchen "Zusatznutzen" ein Computerspiel mitbringt (in Form von Onlineaktivierung) und sich klar machen, was es bedeutet. Damit wäre schon vielen geholfen.
Aber viele sehen nur sich und ihre Lage und machen sich gar nicht bewusst, dass auch der Publisher nicht das Monster ist für das sie ihn halten.
Das ist für mich einer der Hauptprobleme in unserer heutigen Gesellschaft: die egozentrische Einstellung und das egoistische Verhalten. Und doch: Publisher sind oftmals Monster, weil das System Kapitalismus sie zu einem macht. Aber damit komme ich jetzt zu weit vom Thema weg. In der Beziehung bin ich auch sehr voreingenommen, muss ich zugeben. 8)
Das ist ja dann auch der Punkt wo der Spaß aufhört. Und wie schon öfters erwähnt glaube ich durchaus, dass Ubisoft über das Ziel hinaus geschossen ist. Ich bin also auch nicht soo pro Publisher wie du vllt glaubst. Außerdem gibt es niemanden der keine Kopie von iwas hat ... das wird dann wohl u.U. mich einschließen ;)
"Wer frei von schuld ist, werfe den ersten Stein." 8) Ich halte dich jetzt nicht unbedingt für einen, der pro Publisher eingestellt ist. Aber deren Position ist schon sehr mächtig, deswegen ergreife ich eher seltener Partei für sie. Das können andere machen.
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

vandyre hat geschrieben:"Wer frei von schuld ist, werfe den ersten Stein." Ich halte dich jetzt nicht unbedingt für einen, der pro Publisher eingestellt ist. Aber deren Position ist schon sehr mächtig, deswegen ergreife ich eher seltener Partei für sie. Das können andere machen.
japp, ich z.B.

ansonsten muss ich dir gar nicht mehr großartig widersprechen, ich denke wir haben ungefähr einen Konsens gefunden ;)
Vandyre
Beiträge: 264
Registriert: 17.11.2007 13:38
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Vandyre »

4P|Zierfish hat geschrieben: japp, ich z.B.

ansonsten muss ich dir gar nicht mehr großartig widersprechen, ich denke wir haben ungefähr einen Konsens gefunden ;)
Sehe ich genauso. Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass sich sehr viele unsere Diskussion komplett durchlesen und verstehen. :lol:
Benutzeravatar
Zierfish
Beiträge: 6316
Registriert: 16.07.2004 12:47
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Zierfish »

Vandyre hat geschrieben:Sehe ich genauso. Jetzt müssen wir nur noch hoffen, dass sich sehr viele unsere Diskussion komplett durchlesen und verstehen.
das nenn ich mal zuversichtlich :hehe:
keldana
Beiträge: 655
Registriert: 26.11.2008 23:07
Persönliche Nachricht:

Beitrag von keldana »

Oberdepp hat geschrieben: Zur DRM-Diskussion:
Manchen lege ich es sehr nahe sich nochmal das Konzept von DRM näher anzuschauen. Online-Aktivierung ist kein DRM. Würde bei der Online-Aktivierung eine Signatur vom PC angefertigt werden, so dass das Spiel nur noch auf diesem Computer spielbar ist, dann wäre es was anderes, aber sowas wie B.net-Accounts und Online-Aktivierungen an sich sind keien DRM-Maßnahmen, sondern nur Mittel, die auch bei einem DRM genutzt werden.
Das Spiel ist ohne die Online-Aktivierung nicht spielbar ... DRM ... da gibt es gar nichts zu diskutieren ...
Benutzeravatar
sinsur
Beiträge: 4959
Registriert: 05.08.2002 13:01
Persönliche Nachricht:

Beitrag von sinsur »

Ich finde Onlineaktivierung noc hverkraftbar....Allerdings reden wir von Blizzard Spielen. D.h. für mich sogenannte Behaltspiele, die ich dann eh nie wieder verkaufen werde.
Problematischer sehe ich das aber bei Spiele wie z.B. batman A.A. das hätte ich nach dem Durchspielen verkaufen wollen....
keldana
Beiträge: 655
Registriert: 26.11.2008 23:07
Persönliche Nachricht:

Beitrag von keldana »

sinsur hat geschrieben:Ich finde Onlineaktivierung noc hverkraftbar....Allerdings reden wir von Blizzard Spielen. D.h. für mich sogenannte Behaltspiele, die ich dann eh nie wieder verkaufen werde.
Problematischer sehe ich das aber bei Spiele wie z.B. batman A.A. das hätte ich nach dem Durchspielen verkaufen wollen....
Das dies aber unsinnig ist, sollte Dir aber bewußt sein, oder ??? Entweder man findet so etwas in Ordnung, oder nicht ...

Aber es bei dem einen Spiel in Ordnung zu finden und bei dem anderen nicht (weil man das eine wieder verkaufen würde und das andere nicht) ist Unsinn !!!
Benutzeravatar
crewmate
Beiträge: 18865
Registriert: 29.05.2007 15:16
Persönliche Nachricht:

Beitrag von crewmate »

sinsur hat geschrieben:Ich finde Onlineaktivierung noc hverkraftbar....Allerdings reden wir von Blizzard Spielen. D.h. für mich sogenannte Behaltspiele, die ich dann eh nie wieder verkaufen werde.
Problematischer sehe ich das aber bei Spiele wie z.B. batman A.A. das hätte ich nach dem Durchspielen verkaufen wollen....
Für Spieler mit wenig Geld ist der Gebrauchtmarkt der einzige Weg an Spiele zu kommen, die in ihrem Budget liegen, und kein Budgetkram sind. Es sind nun mal Luxusgüter.

Ich verstehe, das du dich hier nur auf dich beziehst.
Aber hier konnte ichn schon von einigen arroganten Snobs lesen.
Benutzeravatar
sinsur
Beiträge: 4959
Registriert: 05.08.2002 13:01
Persönliche Nachricht:

Beitrag von sinsur »

Ich nenne das Ganze gerne Wegwerfspiel am PC. Man spielt sie einmal, dann verstauben sie im Regal, bis man sie schliesslich, aus platz Gründen, wegschmeißt.
Bei solchen Games finde ich DRM wie Onlineaktivierung eine Frechheit. Läd dort auch ein eher die Raubkopie zu nehmen als das Gekaufte. Diese Art von Spiele die meißtens Singleplayer only sind, sollten einfach total günstig sein, oder sich einfach weiter verkaufen lassen.
Es stimmt wohl, Blizzard bräuchte nicht mal Onlineaktivierung, die Leute müssten für Onlinegaming eh kaufen. Ich kaufe am PC grundsätzlich nur noch Behaltspiele, oder welche die Günstig sind.
Die Entwickler an der Konsole machen ja angeblich den Reibach....Dort kaufe ich Spiele, kann sie aber auch einfach verkaufen. Sollte doch bei denen mal klingeln langsam....
roman2
Beiträge: 1906
Registriert: 07.06.2008 17:00
Persönliche Nachricht:

Beitrag von roman2 »

Vandyre hat geschrieben:
Spiele wie Braid, World of Goo, Peggle und andere 2D Innovationsträger gibt es ja weiterhin!
Das belegt doch, dass Innovation keine Marktdaten braucht, sondern Entwickler, die sich neue und interessante Gameplaymethoden wagen.
Das ein großer Publisher nicht damit aufwarten kann ist für mich logisch. Diese Unternehmen sind einfach zu unflexibel und zu marktabhängig. Aber wie in der Politik wissen die Massen nichts von ihrer Macht oder wollen sie nicht einsetzen.
Mirror's Edge erschien bei EA, The Sims und Brütal Legend ebenso, Left 4 Dead bei Valve, Beyond Good & Evil bei Ubisoft. Also es gibt durchaus innovative Grossproduktionen bei grossen Publishern.
Benutzeravatar
Mindflare
Beiträge: 3744
Registriert: 26.09.2008 10:13
Persönliche Nachricht:

Beitrag von Mindflare »

keldana hat geschrieben:
sinsur hat geschrieben:Ich finde Onlineaktivierung noc hverkraftbar....Allerdings reden wir von Blizzard Spielen. D.h. für mich sogenannte Behaltspiele, die ich dann eh nie wieder verkaufen werde.
Problematischer sehe ich das aber bei Spiele wie z.B. batman A.A. das hätte ich nach dem Durchspielen verkaufen wollen....
Das dies aber unsinnig ist, sollte Dir aber bewußt sein, oder ??? Entweder man findet so etwas in Ordnung, oder nicht ...

Aber es bei dem einen Spiel in Ordnung zu finden und bei dem anderen nicht (weil man das eine wieder verkaufen würde und das andere nicht) ist Unsinn !!!
Ich halte das keineswegs für Unsinn. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn man jedes Spiel und die verbundenen Maßnhamen separat bewertet.
Bei Rundenstrategiespielen, die ich auch mal in der Bahn zocke, wäre ein Onlinezwang ein No-Go. Zuhause bin ich immer Online. Da ist mir ein kurzer Check am Anfang bedeutend lieber, als wenn ich ständig mit CDs jonglieren muss. Es sollte ja jedem klar sein, dass es nie wieder eine Zeit ohne Kopierschutz/DRM geben wird.

Ich halte beide Begriffe übrigens für austauschbar. Das erste DRM bei Download-Songs bestand ja immerhin darin, dass Kopien desselben verhindert wurden. Bei Spielen widerum sichert ein Kopierschutz auch nur, dass die Rechte des Lizenzgebers besser durchgesetzt werden können.