Glaubwürdigkeit ist nicht subjektiv. Wenn jemand einem erzählt, dass er die Fähigkeit besitzt ohne technische Hilfsmittel zu fliegen, dann ist das Unglaubwürdig. Warum? Weil nach allem was wir über unsere Welt wissen nicht möglich als Mensch ohne ein Hilfsmittel zu fliegen. Und so ist es mit Fiktion eben auch. Wir haben unser Wissen und die Informationen der fiktiven Welt, die an unsere angelehnt ist und stellt sie dem gegenüber was man betrachtet. Ich will gar nicht ausschließen, dass es nicht auch streitbare Punkte in einer Fiktion geben kann aber in diesem Fall gibt es keine Interpretationsmöglichkeit. Nur weil man eine andere Herangehensweise hat oder sagen wir es deutlichlicher, weil einem eigentlich egal ist was passiert, hauptsache es macht bumm, krach, peng, kann man nicht einfach behaupten es wäre nun nicht unglaubwürdig. Man muss argumentativ zeigen, dass es glaubwürdig ist. Das ist ja auch der Grund, warum es sowas wie Retconning gibt, eben damit man im Nachhinein Plotholes bereinigt, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert.Heruwath hat geschrieben:so viele Meinungen und so viele Aussagen. Danke für die Diskussion. Hat mit auf jeden Fall geholfen es aus einer etwas anderen Perspektive zu sehen.
Mal schauen, was aus Andromeda wird.
Natürlich hat er Recht, denn Glaubwürdigkeit ist subjektiv. Viel zu sehr von der Menge der Informationen abhängig. Viel zu sehr ist es auch von der Bereitschaft es logisch zu erklären abhängig. Und viel zu sehr von der Herangehensweise an die Logik dahinter.SethSteiner hat geschrieben: Hydro hat aber Recht. Das Spiel präsentiert einem in Mass Effect eine Reihe von Punkten welche die Normandy zu etwas besonderem machen, ein Projekt immenser Größe, die wahnsinnige Kosten und Ressourcen verschlang. In Mass Effect 2 wiederum wird uns präsentiert wie Cerberus diese und noch viel mehr Kosten und Ressourcen ausgeben und dabei dennoch völlig verdeckt handeln. Das ist halt nicht mit Area 51 vergleichbar, das ja zum US Militärapparat gehört. Ich finde die Argumentation ist völlig ausreichend um das Präsentierte Unglaubwürdig zu nennen.
Wenn er also sagt, es ist unglaubwürdig, dann hat er Recht. Für eine bestimmte Menge an Spielern, die eine ähnliche Einstellung und Auffassung haben ist es unglaubwürdig. Der wichtige Punkt für mich ist es zumindest zu versuchen den logischen Denkvorgang und die Gründe raus zu finden. Zu erfahren was eventuell besser gemacht werden könnte und vor allem wie genau.
Hätte Bioware es besser machen können? Aber klar, besser geht immer. Ich gebe mich nur nicht mit dem "es geht besser" "ist nicht gut genug" zufrieden. So nach dem Motto: "Was müsste Bioware in Andromeda anders bzw. mehr machen, damit es glaubwürdiger erscheint?"
Was nun Bioware besser machen kann? Eigentich dasselbe wie überall anders auch, professioneller Schreiben und Konsistenz waren. Das heisst vor allem, bevor man eine Trilogie macht, diese Trilogie erst mal zu schreiben, anstatt ein Spiel zu schreiben, dann wieder ein Spiel und dann noch eins und dann am Ende schließen sich die Chefs ein und rotzen ein Ende hin, dass von niemand anderen mehr gelesen wird. Man könnte also auch sagen, Qualitätskontrolle waren und zwar vom Anfang bis zum Schluß.

