Mass Effect: Andromeda - Cinematic-Trailer veröffentlicht

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SethSteiner
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Re: Mass Effect: Andromeda - Cinematic-Trailer veröffentlicht

Beitrag von SethSteiner »

Heruwath hat geschrieben:so viele Meinungen und so viele Aussagen. Danke für die Diskussion. Hat mit auf jeden Fall geholfen es aus einer etwas anderen Perspektive zu sehen.

Mal schauen, was aus Andromeda wird.
SethSteiner hat geschrieben: Hydro hat aber Recht. Das Spiel präsentiert einem in Mass Effect eine Reihe von Punkten welche die Normandy zu etwas besonderem machen, ein Projekt immenser Größe, die wahnsinnige Kosten und Ressourcen verschlang. In Mass Effect 2 wiederum wird uns präsentiert wie Cerberus diese und noch viel mehr Kosten und Ressourcen ausgeben und dabei dennoch völlig verdeckt handeln. Das ist halt nicht mit Area 51 vergleichbar, das ja zum US Militärapparat gehört. Ich finde die Argumentation ist völlig ausreichend um das Präsentierte Unglaubwürdig zu nennen.
Natürlich hat er Recht, denn Glaubwürdigkeit ist subjektiv. Viel zu sehr von der Menge der Informationen abhängig. Viel zu sehr ist es auch von der Bereitschaft es logisch zu erklären abhängig. Und viel zu sehr von der Herangehensweise an die Logik dahinter.

Wenn er also sagt, es ist unglaubwürdig, dann hat er Recht. Für eine bestimmte Menge an Spielern, die eine ähnliche Einstellung und Auffassung haben ist es unglaubwürdig. Der wichtige Punkt für mich ist es zumindest zu versuchen den logischen Denkvorgang und die Gründe raus zu finden. Zu erfahren was eventuell besser gemacht werden könnte und vor allem wie genau.

Hätte Bioware es besser machen können? Aber klar, besser geht immer. Ich gebe mich nur nicht mit dem "es geht besser" "ist nicht gut genug" zufrieden. So nach dem Motto: "Was müsste Bioware in Andromeda anders bzw. mehr machen, damit es glaubwürdiger erscheint?"
Glaubwürdigkeit ist nicht subjektiv. Wenn jemand einem erzählt, dass er die Fähigkeit besitzt ohne technische Hilfsmittel zu fliegen, dann ist das Unglaubwürdig. Warum? Weil nach allem was wir über unsere Welt wissen nicht möglich als Mensch ohne ein Hilfsmittel zu fliegen. Und so ist es mit Fiktion eben auch. Wir haben unser Wissen und die Informationen der fiktiven Welt, die an unsere angelehnt ist und stellt sie dem gegenüber was man betrachtet. Ich will gar nicht ausschließen, dass es nicht auch streitbare Punkte in einer Fiktion geben kann aber in diesem Fall gibt es keine Interpretationsmöglichkeit. Nur weil man eine andere Herangehensweise hat oder sagen wir es deutlichlicher, weil einem eigentlich egal ist was passiert, hauptsache es macht bumm, krach, peng, kann man nicht einfach behaupten es wäre nun nicht unglaubwürdig. Man muss argumentativ zeigen, dass es glaubwürdig ist. Das ist ja auch der Grund, warum es sowas wie Retconning gibt, eben damit man im Nachhinein Plotholes bereinigt, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert.

Was nun Bioware besser machen kann? Eigentich dasselbe wie überall anders auch, professioneller Schreiben und Konsistenz waren. Das heisst vor allem, bevor man eine Trilogie macht, diese Trilogie erst mal zu schreiben, anstatt ein Spiel zu schreiben, dann wieder ein Spiel und dann noch eins und dann am Ende schließen sich die Chefs ein und rotzen ein Ende hin, dass von niemand anderen mehr gelesen wird. Man könnte also auch sagen, Qualitätskontrolle waren und zwar vom Anfang bis zum Schluß.
Heruwath
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Re: Mass Effect: Andromeda - Cinematic-Trailer veröffentlicht

Beitrag von Heruwath »

SethSteiner hat geschrieben: Glaubwürdigkeit ist nicht subjektiv. Wenn jemand einem erzählt, dass er die Fähigkeit besitzt ohne technische Hilfsmittel zu fliegen, dann ist das Unglaubwürdig. Warum? Weil nach allem was wir über unsere Welt wissen nicht möglich als Mensch ohne ein Hilfsmittel zu fliegen. Und so ist es mit Fiktion eben auch. Wir haben unser Wissen und die Informationen der fiktiven Welt, die an unsere angelehnt ist und stellt sie dem gegenüber was man betrachtet. Ich will gar nicht ausschließen, dass es nicht auch streitbare Punkte in einer Fiktion geben kann aber in diesem Fall gibt es keine Interpretationsmöglichkeit. Nur weil man eine andere Herangehensweise hat oder sagen wir es deutlichlicher, weil einem eigentlich egal ist was passiert, hauptsache es macht bumm, krach, peng, kann man nicht einfach behaupten es wäre nun nicht unglaubwürdig. Man muss argumentativ zeigen, dass es glaubwürdig ist. Das ist ja auch der Grund, warum es sowas wie Retconning gibt, eben damit man im Nachhinein Plotholes bereinigt, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert.

Was nun Bioware besser machen kann? Eigentich dasselbe wie überall anders auch, professioneller Schreiben und Konsistenz waren. Das heisst vor allem, bevor man eine Trilogie macht, diese Trilogie erst mal zu schreiben, anstatt ein Spiel zu schreiben, dann wieder ein Spiel und dann noch eins und dann am Ende schließen sich die Chefs ein und rotzen ein Ende hin, dass von niemand anderen mehr gelesen wird. Man könnte also auch sagen, Qualitätskontrolle waren und zwar vom Anfang bis zum Schluß.
Richtig, nach allem, was wir wissen. Und wenn wir es nicht wissen, verlassen wir uns auf die Logik, welche ein Ergebnis aus unserem Wissen und der Einschätzung ist. Glaubwürdigkeit basiert nicht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und der Erkenntnise, sie basiert auf dem Bruchteil, welchen die betreffende Person davon weiß. Glaubwürdigkeit basiert nicht auf dem Wissensstand der gesamten Menschheit, sondern auf dem Wissensstand und der Einschätzung der einzelnen Person.

Beispiel: Dem Entwickler, welcher an dem Spiel beteiligt ist steht mehr Informationen zur Verfügung, denn das, was wir im Spiel zu sehen bekommen ist nicht alles, was im Detail über das Spiel ausgearbeitet wurde. Das kann durchaus dazu führen, dass diese Person den Mangel an Glaubwürdigkeit, welchen andere Menschen empfinden würden, nicht erkennt, weil ihm ja alle nötigen Infos zur Verfügung stehen.

Ein weiter Teil der Glaubwürdigkeit basiert auf der Vorstellung, die eine Person zu dem bestimmten Thema hat. Da spielen die konsumierten Medien mit ein. Wenn wir "Mittelalter" hören, dann haben wir ein Bild vor uns. Wenn wir "Science Fiction" hören, dann haben wir ein Bild vor unseren Augen. Als Beispiel: Das Spiel spielt im Jahre 2068, dann ist es für sehr viele automatisch mit Science Fiction verbunden und schon hat diese Person eine bestimmte Vorstellung, welche Einfluss darauf hat ob das fertige Spiel oder Teile davon glaubwürdig sind, oder nicht. Sicherlich gibt es Überschneidungen und sogar eine Mehrheit, allerdings macht es die subjektive Glaubwürdigkeit meiner Ansicht nach nicht mehr Objektiv. Erst wenn alle mit einbezogen sind und ein gemeinsamer Nenner ermittelt wurde, ist es objektiv.

Die Menge der streitbaren Punkte ist relativ. Als Beispiel: Eine Geschichte, welche in der nahen Zukunft angesiedelt ist und eine saubere und fortschrittliche Zivilisation darstellt ist für manche Menschen unglaubwürdig. Ihr Wissensstand und ihre Einschätzung der Zukunft erschafft ein Bild, welches nicht mit dem Bild, was das Spiel zeichnet übereinstimmt. Natürlich kann man jetzt eine ganz klare Definition von "Glaubwürdig" aufstellen und diese auch als Grundlage nehmen, man darf aber nie vergessen, dass Menschen ihre persönliche Definition davon haben und es auch dementsprechend verwenden.

Glaubwürdigkeit ist subjektiv solange es nicht durch eine klare Definition und ein Regelwerk auf einen objektiven Stand gehoben wurde und alle beteiligten sich darauf einigen. So wie es in der Wissenschaft passiert.

btw. Ich bin der festen Überzeugung, dass niemand, aber auch niemand eine Trilogie erstmal fertig schreib, bevor er mit dem ersten Teil anfängt. Grob? Ja im Detail? Niemals. Dieser Gedanke ist in sehr vielen Fällen ein Utopie.
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JackyRocks
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Re: Mass Effect: Andromeda - Cinematic-Trailer veröffentlicht

Beitrag von JackyRocks »

Heruwath hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben: Glaubwürdigkeit ist nicht subjektiv. Wenn jemand einem erzählt, dass er die Fähigkeit besitzt ohne technische Hilfsmittel zu fliegen, dann ist das Unglaubwürdig. Warum? Weil nach allem was wir über unsere Welt wissen nicht möglich als Mensch ohne ein Hilfsmittel zu fliegen. Und so ist es mit Fiktion eben auch. Wir haben unser Wissen und die Informationen der fiktiven Welt, die an unsere angelehnt ist und stellt sie dem gegenüber was man betrachtet. Ich will gar nicht ausschließen, dass es nicht auch streitbare Punkte in einer Fiktion geben kann aber in diesem Fall gibt es keine Interpretationsmöglichkeit. Nur weil man eine andere Herangehensweise hat oder sagen wir es deutlichlicher, weil einem eigentlich egal ist was passiert, hauptsache es macht bumm, krach, peng, kann man nicht einfach behaupten es wäre nun nicht unglaubwürdig. Man muss argumentativ zeigen, dass es glaubwürdig ist. Das ist ja auch der Grund, warum es sowas wie Retconning gibt, eben damit man im Nachhinein Plotholes bereinigt, was mal mehr, mal weniger gut funktioniert.

Was nun Bioware besser machen kann? Eigentich dasselbe wie überall anders auch, professioneller Schreiben und Konsistenz waren. Das heisst vor allem, bevor man eine Trilogie macht, diese Trilogie erst mal zu schreiben, anstatt ein Spiel zu schreiben, dann wieder ein Spiel und dann noch eins und dann am Ende schließen sich die Chefs ein und rotzen ein Ende hin, dass von niemand anderen mehr gelesen wird. Man könnte also auch sagen, Qualitätskontrolle waren und zwar vom Anfang bis zum Schluß.
Richtig, nach allem, was wir wissen. Und wenn wir es nicht wissen, verlassen wir uns auf die Logik, welche ein Ergebnis aus unserem Wissen und der Einschätzung ist. Glaubwürdigkeit basiert nicht auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und der Erkenntnise, sie basiert auf dem Bruchteil, welchen die betreffende Person davon weiß. Glaubwürdigkeit basiert nicht auf dem Wissensstand der gesamten Menschheit, sondern auf dem Wissensstand und der Einschätzung der einzelnen Person.

Beispiel: Dem Entwickler, welcher an dem Spiel beteiligt ist steht mehr Informationen zur Verfügung, denn das, was wir im Spiel zu sehen bekommen ist nicht alles, was im Detail über das Spiel ausgearbeitet wurde. Das kann durchaus dazu führen, dass diese Person den Mangel an Glaubwürdigkeit, welchen andere Menschen empfinden würden, nicht erkennt, weil ihm ja alle nötigen Infos zur Verfügung stehen.

Ein weiter Teil der Glaubwürdigkeit basiert auf der Vorstellung, die eine Person zu dem bestimmten Thema hat. Da spielen die konsumierten Medien mit ein. Wenn wir "Mittelalter" hören, dann haben wir ein Bild vor uns. Wenn wir "Science Fiction" hören, dann haben wir ein Bild vor unseren Augen. Als Beispiel: Das Spiel spielt im Jahre 2068, dann ist es für sehr viele automatisch mit Science Fiction verbunden und schon hat diese Person eine bestimmte Vorstellung, welche Einfluss darauf hat ob das fertige Spiel oder Teile davon glaubwürdig sind, oder nicht. Sicherlich gibt es Überschneidungen und sogar eine Mehrheit, allerdings macht es die subjektive Glaubwürdigkeit meiner Ansicht nach nicht mehr Objektiv. Erst wenn alle mit einbezogen sind und ein gemeinsamer Nenner ermittelt wurde, ist es objektiv.

Die Menge der streitbaren Punkte ist relativ. Als Beispiel: Eine Geschichte, welche in der nahen Zukunft angesiedelt ist und eine saubere und fortschrittliche Zivilisation darstellt ist für manche Menschen unglaubwürdig. Ihr Wissensstand und ihre Einschätzung der Zukunft erschafft ein Bild, welches nicht mit dem Bild, was das Spiel zeichnet übereinstimmt. Natürlich kann man jetzt eine ganz klare Definition von "Glaubwürdig" aufstellen und diese auch als Grundlage nehmen, man darf aber nie vergessen, dass Menschen ihre persönliche Definition davon haben und es auch dementsprechend verwenden.

Glaubwürdigkeit ist subjektiv solange es nicht durch eine klare Definition und ein Regelwerk auf einen objektiven Stand gehoben wurde und alle beteiligten sich darauf einigen. So wie es in der Wissenschaft passiert.

btw. Ich bin der festen Überzeugung, dass niemand, aber auch niemand eine Trilogie erstmal fertig schreib, bevor er mit dem ersten Teil anfängt. Grob? Ja im Detail? Niemals. Dieser Gedanke ist in sehr vielen Fällen ein Utopie.
George Lucas hat sogar alle 6 Teile nach eigener Aussage mehr oder minder fertig gehabt, Mark Hamill sprach sogar in mehreren Interviews während Episode 5 und 6 im Details von Plots für Episode 1-3. Das mag sicherlich in gewisser Hinsicht eine Ausnahme sein, dass es komplett fertig ist, aber selbst grobe Ausarbeitungen sollten einer gewissen Logik folgen. Aus dem kleinbißchen Schotter von Gene Rodenburry hat sich soviel interne Logik abgeleitet, dass es möglich war einen ganzen Film und Serienkanon zu erschaffen und intern logisch zu bleiben. Hier geht es um die interne Glaubwürdigkeit, nicht darum, ob wir 2068 soweit sind oder aber nicht.

Nun könnte man argumentieren, dass Spielereihen so nicht angelegt werden, weil keiner weiß ob es einen zweiten Teil gibt bis das Spiel raus kommt. Das ist aber bei Mass Effect oder auch Dragon Age eben schlicht nicht der Fall und war es auch bei KOTOR nicht. Da war eine Erwartung, dass es mehrere Teile geben wird, weshalb der erste Teil auch kein klares Ende hat im Sinne von: and they lived happily ever after, sondern immer ein größerer Strang offen gelassen wird. Bei ME waren es die Reaper, die gerade in ME1 ja absolut bestimmend waren, bei KOTOR war es Revan und sein oder ihr Schicksal, bei Dragon Age war es der Wiederaufbau von Ferelden und der Grey Wardens und das Schicksal des Kindes von Morrigan. Entsprechend sollte selbst ohne grobe Umrisse für Teile 2-3-4-5 etc. eine interne Logik und Glaubwürdigkeit. Die hatte ME1 da hatte sehr viel Hand und Fuß. Das wurde dann Stück für Stück ohne Not über Bord geworfen.

Mein Problem mit dem Spiel jetzt ist, dass es, von Allem was man gesehen hat, so scheint, dass die Umsiedlung deswegen erfolgt damit man quasi noch mehr des etablierten Kanons über Bord hauen kann und noch mehr ins Märchenhorn tuten kann, weil das ist ja ne neue Galaxie, da gelten neue Regeln, da gibts neue Aliens und Bösewichte usw. usf. Statt das Universium weiter logisch auszubauen. Das war schon das Problem von Dragon Age. Statt in Ferelden zu bleiben bzw. von mir aus eine Grenzregion in Orlais, obwohl wir von Ferelden nicht sooo viel mitbekommen haben außer Denerim, Redcliff und Orzammer (ich lasse die DLC jetzt mal außen vor), gehen wir danach nach Kirkwall, da braucht man sich nicht um die Konsequenzen des Krieges in Ferelden zu kümmern, da kann man, der Zirkel der Magier und die Templar ja quasi unabhängig sind und entsprechend so operieren können wir ihnen das halt gerade in den Kram passt, irgend etwas völlig abstruses zusammen basteln hinsichtlich der Beziehung der Fraktionen und deren politischem Einfluss. Nachdem wir das ausgenuckelt haben gehen wir nach Orlais, obwohl wir von Kirkwall absolut nix vom Umland hatten und auch in keinster Weise mitkriegen wie sich die Entscheidungen von Hawke aktiv auswirken. Orlais lutschen wir auch ein bißchen an, da ist die Chantry wieder ganz anders und dann gibt es sie nicht mehr und deswegen drehen plötzlich die Templar frei und wir schmeißen nach den, mehr oder minder überhaupt nicht besprochenen Seekern of Truth (in Teil 1 nicht erwähnt ind Teil 2 nur gezeigt) jetzt noch eine angeblich vorher schon mal existente Inquisition mit rein die irgendwie jeder kennt aber in 2 Teilen von jeweils etwa 80 Stunden nie ein Mensch erwähnt hat. Die Templar spielen Gaga, wieso weiß auch keiner so richtig, plötzlich gibt es wieder Grey Wardens usw. usf. Und wohin gehts in Teil 4? Na klar nach Tevinter, da müssen wir uns weder mit den Konsequenzen von Teil 1 noch Teil 2 noch Teil 3 auseinander setzen und können uns, außer, dass die Magister alle böse Jungs sind und da Sklaverei herrscht, alle fein was Neues ausdenken was da so los geht und den Rest verbannen wir dann, wie sicher auch in Andromeda, auf die War Table, wo ich dann irgendwen schicken kann und 180 Stunden warte und dann nen Text von 3 Zeilen kriege nachdem Motto: "Hi, hier ist der Greywarden aus Teil 1, I'm chillin' and shit. Make America Great again! "

Das ist einfach ein billiger Ausweg sich mit dem etablierten null beschäftigen zu müssen und wenn man es nicht anfasst, dann muss man auch nicht akzeptieren, dass es das gibt bzw. dass da mal was gesagt wurde, da kann ich mir dann was ausdenken weil ja eh nur die Nerds oder Idioten die seit Jahren für die Reihe ein Schweinegeld ausgeben wissen, dass das was gerade gemacht oder gesagt wurde gegen die interne Lore bzw. Logik der Reihe verstößt oder absoluter Schotter ist weil die anderen nur sehen: "Yeah geil booooooooooooooooooooooom bitch booooooooooooooooooooooo! Build that wall for me!!!!! " Das ist die selbe Verdummung wie Michael Bay oder Suicide Squad. Statt ein wenig Anspruch rein zu bringen oder ein das Universum ein bißchen auszubauen und anzumalen machen wir quasi entweder was alle machen mit vielen Explosionen oder machen ein Reboot mit vielen Explosionen oder beides zusammen. Das ist doch geil. Dazu fällt mir nur ein:

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Jim Panse
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Re: Mass Effect: Andromeda - Cinematic-Trailer veröffentlicht

Beitrag von Jim Panse »

Heruwath hat geschrieben:Ein weiter Teil der Glaubwürdigkeit basiert auf der Vorstellung, die eine Person zu dem bestimmten Thema hat.
Das glaube ich nicht. Ich kann mir sowohl eine dystopische als auch eine utopische Zukunft vorstellen.
Du solltest dich vielleicht mal mit "Suspension of disbelieve" -> https://de.wikipedia.org/wiki/Willentli ... A4ubigkeit auseinandersetzen.
Spoiler
Show
Die Aussetzung der Ungläubigkeit kann auch bei lange laufenden Geschichten und fiktionalen Universen problematisch werden, in denen die Geographie, die Chronologie, die Hauptpersonen oder auch die Naturgesetze etabliert sind und in sich konsistent bleiben. Unstimmigkeiten oder logische Widersprüche in der Handlung (möglicherweise auch durch Unachtsamkeit des Autors), die diese Vorgaben dann verletzen, brechen den impliziten Vertrag und werfen den Zuschauer in die Realität zurück.
In MassEffect wurden vorher Regeln etabliert, über die sich dann in den folgenden Teilen hinweggesetzt wurde. Die schiere Menge an diesen Brüchen, sollte jedem der auch nur ansatzweise die Story reflektiert aufgefallen sein. Spätestens nach dem Ende. Denn bis dahin versucht einem das Spiel immer anzudeuten, dass du den Grund für den Regelbruch nur noch nicht kennst und das alles ganz logisch wird, wenn du erst das ganze Bild siehst.

Ich glaube das ist auch der wirkliche Grund warum den Leuten das Ende nicht gefallen hat. Weil die ganzen Fragen zu den hirnlosen Taten von MysteryMan mit "Er war halt indoktriniert." weggewischt oder gar nicht behandelt werden.

Grundsätzlich stimme ich dir allerdings zu, dass der Moment in dem ein Zuschauer die Story unlogisch findet, von Person zu Person unterschiedlich ist.
Heruwath
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Re: Mass Effect: Andromeda - Cinematic-Trailer veröffentlicht

Beitrag von Heruwath »

JackyRocks hat geschrieben: George Lucas hat sogar alle 6 Teile nach eigener Aussage mehr oder minder fertig gehabt, Mark Hamill sprach sogar in mehreren Interviews während Episode 5 und 6 im Details von Plots für Episode 1-3. Das mag sicherlich in gewisser Hinsicht eine Ausnahme sein, dass es komplett fertig ist, aber selbst grobe Ausarbeitungen sollten einer gewissen Logik folgen. Aus dem kleinbißchen Schotter von Gene Rodenburry hat sich soviel interne Logik abgeleitet, dass es möglich war einen ganzen Film und Serienkanon zu erschaffen und intern logisch zu bleiben. Hier geht es um die interne Glaubwürdigkeit, nicht darum, ob wir 2068 soweit sind oder aber nicht.

Nun könnte man argumentieren, dass Spielereihen so nicht angelegt werden, weil keiner weiß ob es einen zweiten Teil gibt bis das Spiel raus kommt. Das ist aber bei Mass Effect oder auch Dragon Age eben schlicht nicht der Fall und war es auch bei KOTOR nicht. Da war eine Erwartung, dass es mehrere Teile geben wird, weshalb der erste Teil auch kein klares Ende hat im Sinne von: and they lived happily ever after, sondern immer ein größerer Strang offen gelassen wird. Bei ME waren es die Reaper, die gerade in ME1 ja absolut bestimmend waren, bei KOTOR war es Revan und sein oder ihr Schicksal, bei Dragon Age war es der Wiederaufbau von Ferelden und der Grey Wardens und das Schicksal des Kindes von Morrigan. Entsprechend sollte selbst ohne grobe Umrisse für Teile 2-3-4-5 etc. eine interne Logik und Glaubwürdigkeit. Die hatte ME1 da hatte sehr viel Hand und Fuß. Das wurde dann Stück für Stück ohne Not über Bord geworfen.

Mein Problem mit dem Spiel jetzt ist, dass es, von Allem was man gesehen hat, so scheint, dass die Umsiedlung deswegen erfolgt damit man quasi noch mehr des etablierten Kanons über Bord hauen kann und noch mehr ins Märchenhorn tuten kann, weil das ist ja ne neue Galaxie, da gelten neue Regeln, da gibts neue Aliens und Bösewichte usw. usf. Statt das Universium weiter logisch auszubauen. Das war schon das Problem von Dragon Age. Statt in Ferelden zu bleiben bzw. von mir aus eine Grenzregion in Orlais, obwohl wir von Ferelden nicht sooo viel mitbekommen haben außer Denerim, Redcliff und Orzammer (ich lasse die DLC jetzt mal außen vor), gehen wir danach nach Kirkwall, da braucht man sich nicht um die Konsequenzen des Krieges in Ferelden zu kümmern, da kann man, der Zirkel der Magier und die Templar ja quasi unabhängig sind und entsprechend so operieren können wir ihnen das halt gerade in den Kram passt, irgend etwas völlig abstruses zusammen basteln hinsichtlich der Beziehung der Fraktionen und deren politischem Einfluss. Nachdem wir das ausgenuckelt haben gehen wir nach Orlais, obwohl wir von Kirkwall absolut nix vom Umland hatten und auch in keinster Weise mitkriegen wie sich die Entscheidungen von Hawke aktiv auswirken. Orlais lutschen wir auch ein bißchen an, da ist die Chantry wieder ganz anders und dann gibt es sie nicht mehr und deswegen drehen plötzlich die Templar frei und wir schmeißen nach den, mehr oder minder überhaupt nicht besprochenen Seekern of Truth (in Teil 1 nicht erwähnt ind Teil 2 nur gezeigt) jetzt noch eine angeblich vorher schon mal existente Inquisition mit rein die irgendwie jeder kennt aber in 2 Teilen von jeweils etwa 80 Stunden nie ein Mensch erwähnt hat. Die Templar spielen Gaga, wieso weiß auch keiner so richtig, plötzlich gibt es wieder Grey Wardens usw. usf. Und wohin gehts in Teil 4? Na klar nach Tevinter, da müssen wir uns weder mit den Konsequenzen von Teil 1 noch Teil 2 noch Teil 3 auseinander setzen und können uns, außer, dass die Magister alle böse Jungs sind und da Sklaverei herrscht, alle fein was Neues ausdenken was da so los geht und den Rest verbannen wir dann, wie sicher auch in Andromeda, auf die War Table, wo ich dann irgendwen schicken kann und 180 Stunden warte und dann nen Text von 3 Zeilen kriege nachdem Motto: "Hi, hier ist der Greywarden aus Teil 1, I'm chillin' and shit. Make America Great again! "

Das ist einfach ein billiger Ausweg sich mit dem etablierten null beschäftigen zu müssen und wenn man es nicht anfasst, dann muss man auch nicht akzeptieren, dass es das gibt bzw. dass da mal was gesagt wurde, da kann ich mir dann was ausdenken weil ja eh nur die Nerds oder Idioten die seit Jahren für die Reihe ein Schweinegeld ausgeben wissen, dass das was gerade gemacht oder gesagt wurde gegen die interne Lore bzw. Logik der Reihe verstößt oder absoluter Schotter ist weil die anderen nur sehen: "Yeah geil booooooooooooooooooooooom bitch booooooooooooooooooooooo! Build that wall for me!!!!! " Das ist die selbe Verdummung wie Michael Bay oder Suicide Squad. Statt ein wenig Anspruch rein zu bringen oder ein das Universum ein bißchen auszubauen und anzumalen machen wir quasi entweder was alle machen mit vielen Explosionen oder machen ein Reboot mit vielen Explosionen oder beides zusammen. Das ist doch geil. Dazu fällt mir nur ein:

Bild
Der erste Entwurf des Drehbuches für Das Imperium schlägt zurück wurde Anfang 1978 von Leigh Brackett geschrieben und nach ihrem Tod im März 1978 von Lawrence Kasdan beendet. Beides passierte nach der Veröffentlichung von Krieg der Sterne. Der Drehbuch für den dritten Film wurde von Lawrence Kasdan danach verfasst. Ja George hatte natürlich die Geschichte zu einem gewissen Grad ausgearbeitet, nur eben nicht komplett. Aber vielleicht haben wir uns hier einfach missverstanden.

Tatsächlich werden Spielreihen mittlerweile genauso angelegt. Das nennt sich "worldbuilding" und wird in vielen Fällen als einer der aller ersten Schritte des Konzeptes umgesetzt. Man erschafft quasi das Universum in welchem das Spiel stattfinden soll, mit all den Regeln. Hier ein simples video zu der Herangehensweise (leider auf englisch)

https://www.youtube.com/watch?v=ZQTQSbjecLg

Es geht sogar drüber hinaus. Gegen Ende der Konzeptphase muss in einigen Fällen bereits ein grobes Konzept für einen Nachfolger bzw. sogar eine Trilogie vorgelegt werden. Man kann also sagen, dass es jetzt bereits ein Konzept für den dritten Teil der Andromeda Trilogie gibt.

Ich finde es allerdings super, dass du ganz genau beschreibst, was dir nicht gefällt und warum es dir nicht gefällt. Das ist wertvolles feedback. Danke
Jim Panse hat geschrieben:
Heruwath hat geschrieben:Ein weiter Teil der Glaubwürdigkeit basiert auf der Vorstellung, die eine Person zu dem bestimmten Thema hat.
Das glaube ich nicht. Ich kann mir sowohl eine dystopische als auch eine utopische Zukunft vorstellen.
Du solltest dich vielleicht mal mit "Suspension of disbelieve" -> https://de.wikipedia.org/wiki/Willentli ... A4ubigkeit auseinandersetzen.
Spoiler
Show
Die Aussetzung der Ungläubigkeit kann auch bei lange laufenden Geschichten und fiktionalen Universen problematisch werden, in denen die Geographie, die Chronologie, die Hauptpersonen oder auch die Naturgesetze etabliert sind und in sich konsistent bleiben. Unstimmigkeiten oder logische Widersprüche in der Handlung (möglicherweise auch durch Unachtsamkeit des Autors), die diese Vorgaben dann verletzen, brechen den impliziten Vertrag und werfen den Zuschauer in die Realität zurück.
In MassEffect wurden vorher Regeln etabliert, über die sich dann in den folgenden Teilen hinweggesetzt wurde. Die schiere Menge an diesen Brüchen, sollte jedem der auch nur ansatzweise die Story reflektiert aufgefallen sein. Spätestens nach dem Ende. Denn bis dahin versucht einem das Spiel immer anzudeuten, dass du den Grund für den Regelbruch nur noch nicht kennst und das alles ganz logisch wird, wenn du erst das ganze Bild siehst.

Ich glaube das ist auch der wirkliche Grund warum den Leuten das Ende nicht gefallen hat. Weil die ganzen Fragen zu den hirnlosen Taten von MysteryMan mit "Er war halt indoktriniert." weggewischt oder gar nicht behandelt werden.

Grundsätzlich stimme ich dir allerdings zu, dass der Moment in dem ein Zuschauer die Story unlogisch findet, von Person zu Person unterschiedlich ist.
Danke das schaue ich mir sofort an.