Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzufrieden

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senox
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von senox »

Tamzarian hat geschrieben:
Shevy-C hat geschrieben:...
Kann man EA wirschaftlich vorwerfen so gehandelt zu haben? Ich denke nicht. Ein Singleplayer-Anteil ist meist sehr teuer, aufwändig und zeitfressend...
Mag ja so sein, aber wenn dann der Multiplayer des Spiels nur optisch und akustisch überzeugen kann, spielerisch aber die Masse nicht auf Dauer motiviert, dann darf man sich auch nicht über eine durchschnittliche Wertung wundern ... und schon gar nicht ärgern!

Und schon gar nicht die fresse aufmachen, dass sie sich wegen des kinostarts BEWUSST für eine rein gewinnbringende umsetzung entschieden haben.
Und dann mitleidserregend möchtegern entäuscht tun.
Dort hängt schon lange goldenes scheisspapier in den etagen.

Ja die Globalisierung macht es möglich. Eine spielefirma zu boykottieren bringt nichts mehr. Die Affen kaufen alles. Ist ja jetzt nicht so dass EA zum ersten mal failt - nein es ist ihnen scheiss egal

Danke 4p
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SethSteiner
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von SethSteiner »

sourcOr hat geschrieben:Wenn die Handelsföderation nicht mehr handelt, dann handeln halt andere mit Naboo. Der Name ist blödsinnig, aber es ist ja nun nicht so, als ob es ohne sie keinen Handel mehr gäbe. So funktioniert das ja net. Das alles nützt Palpatine, der ja Senator von Naboo ist und gleichzeitig würde es der Handelsföderation nützen, wenn eben dieser danach entsprechende Beschlüsse durchsetzen könnte, die Zölle aufzuheben (allgemein jetzt, nicht auf Naboo bezogen). Letzteres gehört halt zu den leeren Versprechungen, die er als Darth Sidious gemacht hat/haben könnte, sodass die Handelsföderation überhaupt erst soweit gegangen ist, unter dem Deckmantel der Blockade gleich die Invasion vorzubereiten (was im Gegensatz zur Blockade ja nicht bekannt war).

Dass ein Misstrauensvotum diesen Kanzler absetzt, finde ich nicht allzu weit hergeholt. Wenn sie nicht mit ihm zufrieden sind (sonst wäre er ja sicherlich nicht schwach), dann ist doch klar, dass der Posten neu besetzt werden würde.

Es ist tatsächlich alles sehr undurchsichtig und mehr Exposition wäre wohl nötig gewesen. Aber ich denke das Problem bei Star Wars ist einfach, dass Politik auch in den Prequels eigentlich nicht im Mittelpunkt stehen soll. Ich weiß net, wie man das alles in angemessener Zeit zusammen mit den ganzen Actionszenen und den Szenen mit Anakin hätte unterbringen wollen. Ich find vor allem gerade den Plot in Episode 1 recht langweilig und hätte da jetzt ungern nen Zweiteiler oder so von gehabt :lol:
Die Möglichkeit das andere mit Naboo handeln will ich gar nicht ausschließen aber das ist halt das Problem, wenn man etwas Handelsföderation nennt und dann keinen Einblick gewährt. Wir kennen keine Konkurrenz zur Handelsföderation, hier ist nichts ausgearbeitet, das ist dann etwas was man für den Head-Kanon erfinden muss. Aber davon ab ist ja der Hauptpunkt eigentlich, dass die Blockade ja etwas an der Entscheidung der Routenbesteuerung ändern soll aber ein Planet der so uninteressant ist, das kein Schwein überhaupt mitbekommt, dass es eine Blockade gibt.. macht das Ganze ja völlig sinnlos. Natürlich kann man dann annehmen, dass das ja ein total ausgeklügelter Plan wäre, Palpatine vorher mit der Handelsföderation ausgemacht hat, dass das ja gar nicht ernstgemeint ist mit der Blockade und dass es dazu führen wird, dass Amidala im Senat einen Misstrauensantrag stellt, den sie doch bitte befürworten aber da stecken dann soviele Annahmen und Zufälle drin, von denen nichts im Film ist, dass man nicht davon ausgehen kann, dass das beabsichtigt war.

Dass ein Misstrauensantrag einen Kanzler absetzt finde ich auch nicht weit hergeholt aber bei Valorum fehlt eine Darstellung der Parteien. Wenn man hier Palpatines Ränkespiel gezeigt hätte, dann wäre alles klar gewesen aber so fragt man sich halt wieso man einen leicht beeinflußbaren oder zu übergehenden Kanzler durch einen anderen austauscht, der ja offensichtlich seine eigenen Pläne verfolgt. Dabei muss man auch noch erwähnen, dass es von vorneherein ja seltsam ist, wenn es erst eine Besteuerung der Handelsrouten gibt, doch aber die Handelsföderation die das doof findet, doch defakto die mächtigste Partei (die Bürokraten) in der Tasche hat.

Es ist irgendwie schon komisch. Die Politik steht nicht im Mittelpunkt und soll es auch nicht, ist aber einfach so entscheidend, dass man mit den Prequels Politik verbindet und am besten noch "Politik = Langweilig". Diese Politik, die wir in der PT sehen ist wirklich langweilig, weil da gar keine Ausarbeitung stattfand und man muss auch dazusagen, das ganze begann bevor wir im Fernsehen von Sopranos, Breaking Bad und Game of Thrones verwöhnt wurden. Populäre, richtig gut geschriebene Plotts, die sich über längere Zeiträume strecken, waren damals einfach zu selten. Ein Zweiteiler von Episode I wie wir es kennen wäre echt nichts was es braucht, ein Zweiteiler mit Schreibern die etwas lange ausarbeiten, auf Kontinuität und Konsistenz achten hingegen könnte genial sein.
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Kajetan
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:Ein Zweiteiler von Episode I wie wir es kennen wäre echt nichts was es braucht, ein Zweiteiler mit Schreibern die etwas lange ausarbeiten, auf Kontinuität und Konsistenz achten hingegen könnte genial sein.
Das ist übrigens einer der Gründe, warum das Marvel CU einen Umsatzrekord nach dem anderen bricht, während die "Konkurrenz" von DC zwar nicht arm wird, aber weit, WEIT unter dem bleibt, was Marvel pro Film einfährt.

Beim MCU merkt man, dass hier talentierte Leute im Hintergrund arbeiten, die nicht jeden Film für sich betrachten, sondern im Laufe der Jahre eine TV-Serie namens Marvel CU geschaffen haben, die in sich konsistent und logisch aufgebaut wird, wo die Filme als TV-Episoden betrachtet werden. Man begreift bei Civil War, warum Cap so handelt und Iron Man eben anders. Nicht, weil es in einem Dialog kurzerhand "erklärt" wird, sondern weil es die logische Weiterentwicklung der Charaktere angesichts der Handlung der vorhergehenden Filme ist. Da muss nichts "erklärt" werden, es ist offensichtlich, es wirkt daher glaubwürdig. DC-Filme? In fast jedem neuen Film werden Charaktere durch neue Schauspieler dargestellt, fast jeder Film existiert im luftleeren Raum nur für sich. Man fängt als Zuschauer immer wieder von vorne an. Und dann noch Zack Snyder ... :)

Diese Zeit gibt es in den SW-Filmen auch nicht. Da kann nichts aufgebaut werden. Deswegen funktionieren SW-Filme immer dann am besten, je stärker sie auf bereits etablierte Mythen und Klischees setzen, die nicht extra erklärt werden müssen. Das böse Imperium, die gute Rebellion, der weise Lehrer, der junge Held. Jahrhunderte alte Erzählstrukturen. Märchen. Heldengeschichten. Ganz einfach und selbsterklärend, weil jeder diese Struktur kennt. Je "realistischer" jedoch die Handlung wird, umso unglaubwürdiger und "störender" wird das ganze Handlungskonstrukt, weil Charaktere und Settings nicht die Zeit bekommen, um sich entsprechend zu entwickeln, um glaubhaft dargestellt werden zu können.
Cheraa
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von Cheraa »

SethSteiner hat geschrieben:Diese Politik, die wir in der PT sehen ist wirklich langweilig, weil da gar keine Ausarbeitung stattfand und man muss auch dazusagen, das ganze begann bevor wir im Fernsehen von Sopranos, Breaking Bad und Game of Thrones verwöhnt wurden. Populäre, richtig gut geschriebene Plotts, die sich über längere Zeiträume strecken, waren damals einfach zu selten.
Selten, aber doch vorhanden. Babylon 5 ist da ein Paradebeispiel und das mit einem absoluten Low Budget zur damaligen Zeit.
Allerdings ist es auch nicht gerade fair, TV Serien mit 3.000 Minuten Laufzeit zu vergleichen mit einer Filmreihe die auf ~800 Minuten Laufzeit kommt.
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SethSteiner
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von SethSteiner »

@Kajetan
Ich tue mich damit ehrlich gesagt ziemlich schwer. Ja Star Wars hatte Schwarz-Weiß, schön einfach aber in den klassischen Geschichten gibt es das in den meisten Fällen gar nicht. Genausowenig wie die Struktur mit dem weisen Lehrmeister, der im passenden Moment stirbt, dem 19 Jährigen Helden und seinen Freunden, das sind eigentlich Tropes die so ziemlich jung sind oder sogar von Star Wars selbst maßgeblich geprägt wurden. Aber natürlich funktioniert das super, Lucas oder sagen wir eher Lucas + diejenigen die mit ihm gearbeitet haben, haben den Stoff so wunderbar feingeschliffen mit modernen Elementen angereichert (siehe den Cowboy Solo und seinen treuen "Indianer" Chewbacca), dass es absolut rund, ja geradezu makellos ist in seiner Simplizität. Und Lucas (and Company) haben es geschafft dieses Universum sanft zu vertiefen, wobei man bei den Ewoks dann ein bissen mit der Feile abgerutscht ist.

Nur sehe ich da ein riesiges Problem. Etwas so makellos einfaches, kann man nicht einfach wiederholen. Ich habe das Gefühl, Lucas hat 1997 irgendwie dieses ganze mystische Zeug von Wegen Märchen, Sagen, Legend zu Ernst genommen und wirklich geglaubt, er könnte sowas schreiben. Faktisch kann man denke ich ein so leichtes Werk wie die Episoden IV bis VI nicht wiederholen und sollte es daher auch gar nicht versuchen. Das Expanded Universe beinhaltet eine Menge Schrott aber ich denke der Ansatz das Schwarz-Weiß etwas aufzulösen von Thrawn bis zum Höhepunkt in der Star Wars Legacy Comicreihe mit Lukes späten Nachfahren, der sich zwischen heller und dunkler Seite bewegt ist der einzige der zu fahren Sinn macht.

Momentan sehen wir zwei andere Alternativwege. Da haben wir den amateurhaften Versuch ein klassisches Drama abzuliefern, wofür man bei Star Wars einfach richtige Profis braucht, ansonsten kann es nichts werden und auf der anderen Seite eben tatsächlich die Wiederholung von Episode IV, wunderbar einfach, mit etablierten Tropes, bloß nicht zu komplex. Und in meinen Augen ist beides gescheitert, das eine aufgrund Lucas mangelhafter Fähigkeit zu schreiben, das andere aus einer Kombination aus Überlebtheit, mangelnder Kreativität und mangelnder Schreibkunst. Star Wars einfache Geschichte vom Kampf Gut gegen Böse, mit einer Gruppe von Freunde, die zusammen wachsen hat super in die 70er gepasst, da gab es davon einfach kaum etwas in dieser Art aber das hat sich in 30-40 Jahren völlig verändert. Wenn man dann auch noch glatt kopiert, was man vor 30-40 Jahren gemacht hat, ist das eine kreative Bankrotterklärung, zu dem nichts langweiliger ist als Protagonisten- und Antagonisten, die einfach nur böse oder gut sind. Umso peinlicher, wenn man dann selbst bei so einer Kopie noch schreiberische Fehler macht.

Ich denke daher auch, dass der Erfolg des neuen Star Wars films einzig auf den Namen zurückzuführen ist und dass er keine komplette Beleidigung darstellt alà Ghostbusters. Wäre der Film 1990 als Fortsetzung erschienen (mit damaligen Effekten), hätte man Lucas öffentlich gevierteilt. Nostalgie rettet den Film, die Formel hingegen die Star Wars zu dem gemacht hat was es ist, schmeckt heute wie ziemlich fade.
Cheraa hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:Diese Politik, die wir in der PT sehen ist wirklich langweilig, weil da gar keine Ausarbeitung stattfand und man muss auch dazusagen, das ganze begann bevor wir im Fernsehen von Sopranos, Breaking Bad und Game of Thrones verwöhnt wurden. Populäre, richtig gut geschriebene Plotts, die sich über längere Zeiträume strecken, waren damals einfach zu selten.
Selten, aber doch vorhanden. Babylon 5 ist da ein Paradebeispiel und das mit einem absoluten Low Budget zur damaligen Zeit.
Allerdings ist es auch nicht gerade fair, TV Serien mit 3.000 Minuten Laufzeit zu vergleichen mit einer Filmreihe die auf ~800 Minuten Laufzeit kommt.
Jop, Babylon 5 gab es natürlich und das ist eine dieser seltenen (und verdammt guten) Ausnahmen. Ich denke ein Vergleich ist durch aus Fair, dabei muss man aber eben diesen Unterschied bedenken. Was im Vergleich herausgestellt werden muss ist der Plan. J. Michael Straczynski wusste wohin die Reise geht und aus diesem Skelett ein hochwertiges, in sich konsistentes Werk geschaffen, wohingegen sich Lucas mit jedem Film aufs neue hinsetzte, nur mit der Idee im Kopf dass aus Anakin irgendwann mal Vader wird und dann Kaffe schlürffend in seinem Sessel zusah, wie seine Schauspieler vor blauen Leinwänden das hingerotzte Script abarbeiteten.
Zuletzt geändert von SethSteiner am 24.05.2016 15:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben:@Kajetan
Genausowenig wie die Struktur mit dem weisen Lehrmeister, der im passenden Moment stirbt, dem 19 Jährigen Helden und seinen Freunden, das sind eigentlich Tropes die so ziemlich jung sind oder sogar von Star Wars selbst maßgeblich geprägt wurden.
Nope. Die Legende von King Arthur und Excalibur aka Luke und die Macht/Lichtschwert. Merlin aka Ben Kenobi. Mordred & Morgan le Fay aka Vader/Tarkin/Emperor.

Zum Rest ... ja, ist halt das Problem. Was soll Star Wars sein? Ein SF-Märchen oder ein SF-Film über eine halbwegs plausible Future History?
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von johndoe1044785 »

es möchte wohl eher ein sci-fi-märchen sein imho.

@SethSteiner: ich behaupte mal, der film wäre genauso in den 90ern erfolgreich gewesen. so schlecht wie du ihn empfindest, ist er nämlich nicht. kein klassiker, aber auch kein reinfall.
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SethSteiner
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von SethSteiner »

@Kajetan
Das sind sehr oberflächliche Parallelen, im Bezug ganz allgemein auf Legenden, Märchen, Sagen schon auf dem Level von "Mann=Held". Wenn ich mir diese ganzen Werke aber durchlese und anschaue, dann sind da eklatante Unterschiede. So ist das Lichtschwert bspw. zwar was besonderes aber es gibt davon allein im ersten Film drei Stück und Lukes hat keine besonderen Kräfte. Es ist nicht Excalibur, ebensowenig wie Merlin Ben Kenobi wäre, da Merlins Rolle und Geschichte einfach bedeutend größer sind als dass er Arthur ein paar nette Worte auf den Weg gibt alà "Vertrau auf Excalibur Arthur" und schwupps hat Mordred ihn erdolcht. Wenn ich sage, dass Star Wars sich wieder auf klassische Strukturen besinnt, dann reicht es nicht nur zusagen, da ist ein alter Mann, ein männlicher Held und irgendwelche Antagonisten. Das gibts überall, da muss man einfach tiefergehen und da verschwinden die Parallelen ziemlich schnell. Auch Lucas ursprüngliches Konzept entfernt sich noch mal deutlich von dem was man im Kino gesehen hat und das hat noch weniger mit all diesen Dingen zutun. Dagegen sind Lucas tatsächliche Inspirationsquellen, Flash Gordon oder Kurosawa ja bekannt und es gibt auch manches Vergleichscideo das gut verdeutlicht wo man sich bedient hatte.

@Flextastic
Warum sollte der Film in den 90ern so erfolgreich gewesen sein, gerade da wo die Erinnerung noch äußerst frisch ist und es umso deutlicher wäre, wie durchkopiert die Fortsetzung wäre? Hier hat das Expanded Universe einen deutlich besseren Job gemacht und auch das war zu der Zeit noch viel mehr in aller Munde als heutzutage. Der Film ist leider ein Reinfall. Kein totaler Schrottfilm, kein SchleFaZ aber nun Mal ein Quasi-Remake.
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von johndoe1044785 »

ganz einfach: in den 90ern waren alle darsteller jünger, der jetzige teil kam zehn jahre zu spät. außerdem wäre es pre-indy4 und pre-ep1-3, ein lucas war da noch wer. außerdem waren die sw-jünger da schon genauso ausgehungert wie 2015.

der film wäre genauso erfolgreich gewesen.


dafür das der film ein reinfall sein soll, wurde er aber erstaunlich gut überwiegend aufgenommen, oder habe ich diesbezüglich ein falsches bild?
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von SethSteiner »

Also ich sage:
Der Film ist ein Quasi-Remake von Episode IV, was sich leicht anhand der Parallelen belegen lässt (ohne Wertung im Einzelnen) und dass man dies 1990 natürlich deutlicher merken würde als 2015.
Dagegen setzt du, dass Lucas noch wer war, die Darsteller jünger wären und der Film vor den anderen rausgekommen wäre.

Das was du aufführst ändert doch nichts an dem Film, wie er sich jetzt gestaltet hätte. Dass der Film positiv aufgenommen wurde, dagegen sage ich gar nichts. Im Gegenteil das ist klar aber es geht ja um den Grund und der Grund ist sicher nicht was sich da auf der Leinwand abgespielt hat, sondern die Vermarktung. Back to the Roots, der Millenium Falke, Chewie We're Home, Diversität, X-Wings. Was dann auf der Leinwand war, war nichts erwähnenswertes, es hat nur all das was man versprochen hatte gehalten, man sah alte, dreckige Sachen, den Falken, Han Solo, eine Frau in der Hauptrolle und Pew Pew Pew, ein Nostalgieausflug. Und genau diese Vermarktung und dieser Nostalgieausflug wäre nur wenige Jahre nach Rückkehr der Jedi Ritter ziemlich schwierig möglich, erst Recht ohne eine Trilogie dazwischen, die all das was man so gern gesehen hatte nicht oder nicht gut darstellte.
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von Cheraa »

Aber dann müsste doch Rückkehr der Jedi Ritter ebenfalls ein Episode 4 Remake sein:

Alter Lehrmeister der stirbt: check: Obi-Wan/Yoda
Todesstern: check
Rebellion: check

Dagegen ist die einzige Parallele von Episode 7 zu 4, das es einen Planetenkiller gibt. Das Konstrukt Bauernjunge/mädchen lasse ich nicht mal gelten, denn Luke Skywalker ist bei seiner Familie auf Tatooine als Baby aufgewachsen, während Rey mit 7 oder 8 Jahren auf Jakku ausgesetzt wurde und seit dem darauf wartet abgeholt zu werden. Weshalb sie ja auch durchgehend wieder dorthin zurück will. Dass dies vom alter her sogar passt zur Vernichtung des Jedi Tempel durch die erste Ordnung und Ben Solo, dürfte wohl kein Zufall sein und Thema für Episode 8.

Aus meiner Sicht ist sie neben Luke die einzige Überlebende dieses Amgriffs. Mit ein paar Gedankentricks lässt man das kleine Mädchen vergessen und Lukes altes Lichtschwert (welches auch schon Anakin benutzte) reaktivierte passiv ihre Kenntnis um die Macht. Die Flashback Szene des Jedi Tempel könnte hier sogar ihre eigene sein, neben den anderen.
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sourcOr
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von sourcOr »

Cheraa hat geschrieben:Aber dann müsste doch Rückkehr der Jedi Ritter ebenfalls ein Episode 4 Remake sein:

Alter Lehrmeister der stirbt: check: Obi-Wan/Yoda
Todesstern: check
Rebellion: check

Dagegen ist die einzige Parallele von Episode 7 zu 4, das es einen Planetenkiller gibt.
Ist das ein Witz oder liegt Episode 4 schon so lange bei dir zurück?

Hier Handlungsparallelen, die mir aus dem Stegreif so einfallen:

- Ausgangslage: Rebellion wieder in derselben Position wie damals, First Order anscheinend auch
- Die Bösen wollen zu Beginn wichtige Informationen erbeuten (Karte zu Luke <-> Pläne des Todessterns)
- Informationen werden an Droiden weitergegeben
- Ursprünglicher Träger der Infos wird gefangengenommen und .. naja, das übliche
- Gute Charaktere crashen auf einem Wüstenplaneten (Droiden in Kapsel <-> Poe, Finn in TIE)
- Hauptcharakter lebt auf diesem Wüstenplaneten (warum soll das nicht gelten? Ist doch irrelevant ob sie dort aufgewachsen sind oder bereits lange leben lol)
- Droide wird von diesem Hauptcharakter aufgenommen durch Zufall
- Gute Charaktere werden wieder von Han Solo rumgeschippert, im Millenium Falken natürlich
- Ziel, die Rebellenbasis zu finden
- Rebellenbasis befindet sich wieder auf einem grünen Planeten
- Planet droht wieder von der Superwaffe der Bösen zerstört zu werden, wenn sie die Superwaffe nicht rechtzeitig im Gegenzug zerstören
- Han Solo und Chewbacca mimen Obi Wan bei der Zerstörung von innen.
- Statt Meister und Schüler stehen sich Vater und Sohn ggü. Der einzige Unterschied liegt darin, ob SIeger oder Verlierer profitieren
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von SethSteiner »

Rückkehr der Jedi-Ritter wird auch dafür kritisiert, dass es eine Wiederholung einbringt aber Wiederholung entsteht nicht einfach nur durch "Alter Lehrmeister stirbt", sondern durch die Kombination der Elemente und die ist bei TFA geradezu absurd hoch, wohingegen die bei ROTJ nun Mal ziemlich moderat ist. ROTJ hat zwar Tatooine aber es ist eine ganz anderer Plot, wohingegen auf Jakku nicht im Detail aber grob der Ablauf wiederholt wird, nämlich das Leben der Heldin zu zeigen, ihre Sehnsucht, sie schließlich mit den Droiden der wichtige Informationen bei sich trägt zu verbinden und mit dem Millenium Falken vom Planeten fliehen zu lassen. Details sind immer anders, was ja auch Kritikpunkt sein kann, wie bspw. dass Luke bspw. alles andere als ein Superheld ist und tatsächlich andere Charaktere braucht, während Rey bereits eine vollwertige Heldin ist. Sowas wie völlig exakte Kopien gibt es nicht aber bei TFA gibt es einfach eine ganze Masse an Elementen, die so aus Episode IV übernommen wurde. Das ist nicht nur der Planetenkiller, das ist die damit verbundene Auslöschung des Regierungsapparats, ein Widerstand der genau wie die Rebellenallianz fungiert, inkl. Bedrohung durch den Planetenkiller. Völlig andere Situation als in ROTJ wo die Rebellenallianz eben keine kleine Zelle mehr ist, sondern ein großer Kampfverband, sie gehört zum selben Arc und ist auf natürliche Art gewachsen. X-Wings und Ties sind offensichtlich. Der Trench-Run ist ebenso wiederzufinden wie die letztendliche Vernichtung des Planetenkillers, es gibt eine weitere Cantina Szene inkl. Cantinaband, einen weiteren dunklen Antagonisten mit rotem Schwert, die Gegenpartei ist erneut ein Imperium, angeführt von einem gebrechlich wirkenden, alten Mann mit weißer Haut und Kuttenfetisch, der außerdem der dunklen Seite der Macht verschrieben ist und der der Lehrmeister des Antagonisten ist. Es gibt ebenso wieder eine Entführung, Einkerkerung, Befreiungsversuch. Auch das Konzept der großen Drei (+Anhängsel) hat man wieder aufgegriffen. Da sind sicher noch viele Punkte die ich hier gar nicht erwähnt habe, siehe sourcOr.
Es ist keine exakte Kopie, sonst wäre es ein Remake, es ist ein Quasi Remake, eine Fortsetzung, in der man umfassende Wiederholung einbaut. Das ist erst mal völlig wertungsfrei, Wiederholung ist nichts grundsätzlich Schlechtes und auch nichts grundsätzlich Gutes aber in der Menge und Art hat sie The Force Awakens zum Quasi-Remake gemacht.
Cheraa
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

Beitrag von Cheraa »

Und doch ist es in-universe stimmig. Ist doch auf unserer Welt auch nicht anders.
Terroristen nutzen seit jeher Bombenattentate auf Zivilisten.
Amerika mit Golf Krieg 1+2.
Das Imperium mit Planeten zerstörenden Waffen.

Daher finde ich einen Planetenkillermond immer noch glaubwürdiger im Star Wars Universum, als wenn es plötzlich eine völlig unbekannte Alienrasse gegeben hätte, welche alles Leben vernichten will, etc.

Entweder eine neue Star Wars fremde Geschichte. Dann geht das geweine los, ist ja kein Star Wars sondern Star Trek Klon von JJ. Nun lehnt man sich stark an die OT und die Skywalker Familie (und hey, das Rey, Lukes Tochter ist, steht ja eigentlich schon fest.) und jetzt weint die andere Seite, ist ja alles nur geklaut.

Der Film ist gut, er macht Spass zu schauen. Ziel des Film erfüllt. Wobei ich das aber auch von Episode 1-3 behaupten würde, mit Ausnahme einiger Fremdschäm Elemente. (Sämtliche Romanzenszenen, das lächerliche Ep. 1 Finale gegen Darth Maul)
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Kajetan
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Re: Star Wars Battlefront - Keine Einzelspieler-Kampagne aufgrund fehlender Zeit; Electronic Arts mit 75er-Wertung unzuf

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Cheraa hat geschrieben:Der Film ist gut, er macht Spass zu schauen. Ziel des Film erfüllt.
Für Dich schon, für andere nicht. Vor Jahren hätte ich Force Awakens wahrscheinlich auch total geil gefunden. Irgendwann habe ich Star Wars "nur noch" ganz nett gefunden. Mittlerweile kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln ...

Star Wars ist immer noch gleich. Ich und meine Wahrnehmung von Star Wars haben sich jedoch verändert.