Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werden abgeschafft

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Kirghiz
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kirghiz »

Jazzdude hat geschrieben:Die (mittlerweile zum guten Ton gehörenden und völlig normalen) Morddrohungen mal beiseite gelassen, wo sind die Marktschreier die sonst immer gleich Antanzen von wegen: Boykott, Petition und co. bringen nichts, man solle erwachsen werden, man soll sich nicht so haben?
Ich finde die Morddrohungen und Beschimpfungen sollte man in diesem Fall ebenfalls bedenken. Valve ist es vielleicht gewohnt, aber ich glaube kaum dass alle Modder die beschimpft und bedroht wurden sowas normalerweise erdulden müssen und dass das ebenfalls ein Mitgrund für den Kurswechsel war.
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Jazzdude
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Jazzdude »

Kirghiz hat geschrieben:
Jazzdude hat geschrieben:Die (mittlerweile zum guten Ton gehörenden und völlig normalen) Morddrohungen mal beiseite gelassen, wo sind die Marktschreier die sonst immer gleich Antanzen von wegen: Boykott, Petition und co. bringen nichts, man solle erwachsen werden, man soll sich nicht so haben?
Ich finde die Morddrohungen und Beschimpfungen sollte man in diesem Fall ebenfalls bedenken. Valve ist es vielleicht gewohnt, aber ich glaube kaum dass alle Modder die beschimpft und bedroht wurden sowas normalerweise erdulden müssen und dass das ebenfalls ein Mitgrund für den Kurswechsel war.
Möglicherweise. Nur muss man, auch wenn es mich anekelt das zu schreiben, heute mit Morddrohungen leben, sobald man ins öffentliche Leben tritt. Besonders im Internet. Zum Glück ist das bisher immer noch ein kleiner trauriger Teil.
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MrLetiso
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von MrLetiso »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Man könnte doch einen Spendenknopf bei Steam einführen und lässt es ähnlich verlaufen wie Kickstarter.
Oder man verlinkt gleich zum Nexus.
Kirghiz
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kirghiz »

Ich finde die Morddrohungen selbst weniger bedenklich als der Umstand dass das schon als normaler Umgangston im Netz angesehen wird.
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Wigggenz hat geschrieben:Die Publisher gingen auf die Barrikaden...
Das kommt ganz auf den Publisher an. Die Majors (Activision und Co.) haben kein Interesse an Mods und würden gegen diese Monetarisierung auf Steam ihr Veto einlegen, weil das ein ganz anderer Level ist als ein Paypal-Link in einer Readme.

Gierige, dumme Publisher wie Bethesda würden dagegen ein Veto (für ihre Spiele wohlgemerkt) einlegen, weil sie den Löwenanteil aus diesen Umsätzen beanspruchen.

Etwas klügere Publisher und Entwickler (wie z.B. Paradox) könnten einem Steam-Spendenbutton durchaus zustimmen. Wäre ich ein mod-freundlicher Publisher, ich würde allerdings keine Erlaubnis für so eine Monetarisierung geben, weil die erhöhte Aufmerksamkeit auf Spenden Begierden weckt, welche die blühende Mod-Szene um meine Produkte zerstören könnte, für viel negative Presse sorgt und mir letztendlich umsatzmäßig schaden könnte. Ich würde, um die Sache eindeutiger zu regeln, in den AGBs festlegen, dass nur nicht-kommerzielle Mods erlaubt sind, also auch kein Spendenlink in Readme's. Dann gibt es keine Diskussion, wer was wie darf: Du darfst nach Herzenlust modden, wenn Du kein Geld annimmst. Wenn Dir allerdings jemand einen Ferrari vor die Haustüre oder jede Woche frisches Bier in den Kühlschrank stellt, dagegen können wir nichts tun :)
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mr archer
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von mr archer »

Jazzdude hat geschrieben: Möglicherweise. Nur muss man, auch wenn es mich anekelt das zu schreiben, heute mit Morddrohungen leben, sobald man ins öffentliche Leben tritt. Besonders im Internet. Zum Glück ist das bisher immer noch ein kleiner trauriger Teil.
Einen verdammten Scheiß muss man.

Passend dazu:
http://forum.4pforen.4players.de/viewto ... 2#p4422992
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danke15jahre4p
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von danke15jahre4p »

Grmpfant hat geschrieben:Auch die Modbarkeit und die Tools sind zwischen Publisher und Entwickler abgesprochen und der Mehraufwand dafür vom Publisher bezahlt worden. Demzufolge hat meiner Meinung nach auch der Publisher das Recht, dafür einen Anteil vom Umsatz zu verlangen, der mit Mods auf Basis seines Spiels gemacht wird.
naja, was heisst ein "recht"? er kann natürlich beim verkauf des spieles darauf hinweisen, dass er es nicht duldet, dass mods die mit seinem spiel gemacht werden, kostenpflichtig angeboten werden. natürlich kann er aber auch verlangen, dass mods nur entwickelt werden dürfen, wenn diese kostenpflichtig angeboten werden, mit summe x an bethesda.

sollte alles kein problem sein, zumindest wenn man beim kauf des spieles darauf hinweist. dann würde sich die spreu vom weizen relativ schnell trennen. nur auf diesen shitstorm mit einhergehenden umsatzeinbußen hat bethesda sicherlich keine lust.

nur was hier valve und bethesda machen ist ein halbgarer mittelweg, man will keinen verärgern aber trotzdem geld kassieren.

die eigentlich frage die wir uns als community stellen müssten, ist, sind kostenpflichtige mods gut für die moddingkultur?

ich für meinen teil kann dieses frage nur mit "nein" beantworten.

greetingz
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Grmpfant hat geschrieben:Ok, fangen wir bei Null an, denn ich verstehe es wirklich nicht. Wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du:

Der Anteil an Bethesda am Mod-Umsatz ist ungerechtfertigt, weil Bethesda die vom Modder als Arbeitsbasis genutzte Leistung gar nicht erbracht hat.

Stimmt das?
Nur halb.

Es ist von mir unbestritten, dass die Firma Bethesda die Erstellung des Spieles Skyrim finanziert hat.
Diese Leistung ist in meinen Augen allerdings durch den Kauf des Spieles Skyrim abgegolten.

Die Leistung "Mods dürfen jetzt verkauft werden" halte ich auf Seiten Bethesdas für extrem gering. Will sagen, mehr als Gespräche mit Valve hat es dazu nicht gegeben.
In meinen Augen, wie ich in dem Post vor mir sagte, wurde das Lippenbekenntnis gegeben, dass die Duldung von Mods jetzt erweitert wurde auf: "Ihr dürft auch direkt Geld für eine Kopie der Daten nehmen."
Mehr aber auch nicht. Dass die Assets von Skyrim damit in irgendeiner Form lizensiert werden halte ich für extrem unwahrscheinlich.

Deshalb halte ich mindestens die Höhe der Beteiligung für extrem frech.

Deshalb reite ich aber auch auf dem Unterschied zwischen Entwickler und Publisher herum.
Denn an den Daten wurde auf Seiten von Bethesda ja nichts gemacht. Kein Coder, Grafiker, Animierer, etc. pp. musste noch mal an den Schreibtisch, um irgendwelche Daten aufzubereiten.
Daher auch meine Aussagen, der ENTWICKLER des Spieles Skyrim ist vor vier Jahren + Entwicklungszeit vom Publisherteil Bethesdas bezahlt worden und für diese Leistung ist Bethesda von den Skyrim Käufern in den letzten vier Jahren bezahlt worden.
Auch die Modbarkeit und die Tools sind zwischen Publisher und Entwickler abgesprochen und der Mehraufwand dafür vom Publisher bezahlt worden.
Das müsste dir Kajetan zerlegen, der war mal in der Branche.
Ich halte es bis auf wenige Ausnahmen für eher unwahrscheinlich, dass spätere Modbarkeit Teil der Überlegung ist.
Tools werden nach Anforderung der Entwickler angeschafft oder erstellt, die müssen primär damit umgehen und produktiv sein können. Nur das wird von und mit dem Publisher kalkuliert.
Ist in meinem Umfeld nicht anders, Firmen schaffen sich ein Redaktionssystem an, mit dem der (tech)Red Anleitungen erstellen kann, nicht damit der Endkunde evtl. Änderungen vornehmen kann.
Demzufolge hat meiner Meinung nach auch der Publisher das Recht, dafür einen Anteil vom Umsatz zu verlangen, der mit Mods auf Basis seines Spiels gemacht wird. Er mag zwar nicht der Erschaffer sein, aber er ist der Rechteinhaber.
Richtig, sie ist die Rechteinhaberin. Und eben an der Stelle kritisiere ich Bethesda, weil in meinen Augen in dieser Richtung überhaupt nichts auch nur halbwegs klar definiert war.
WENN Bethesda, wie Kajetan das in der letzten Zeit am Beispiel EPIC genannt hat, ihre Assets für kommerzielle Nutzung lizensiert hätte, DANN hätte ich den Wunsch nach einer prozentualen Beteiligung verstanden. Die Höhe allerdings immer noch nicht!
Irgendwie ist der Publisher immer der Böse.
Grundsätzlich eigentlich nicht. Also nicht in meinen Augen. Als Kunde eigentlich auch nur dann, wenn es deren Geschäftsentscheidung ist, die den Wert des Produktes mindern. (EA und ihre IPs z.B.)
Aber nach meiner Betrachtung leistet der Publisher einen riesengroßen Beitrag, ohne den es viele Spiele nicht geben würde: er übernimmt das wirtschaftliche Risiko. Sprich: er besorgt von irgendwoher zig Millionen Dollar/Euro/Kronkorken und gibt die dem Entwickler. Und wenn das Spiel dann nicht so toll ist oder nur Pech hat, kommt nicht genügend wieder rein, um die zig Millionen wieder da hin zurückzulegen, wo der Publisher so vorher geholt hat.
Richtig, absolut richtig.
Nur: Was hat das jetzt mit den Mods zu tun?
Skyrim hat sich doch gut verkauft, das Risiko "Skyrim" hat sich für Bethesda ausgezahlt.

Was du zu argumentieren scheinst, geht in meinen Augen gefährlich in die Richtung, dass du es Publishern (moralisch) gestatten willst, ein nicht erfolgreiches Spiel im Nachhinein mit kostenlosen Arbeitern rentabel zu machen.
Denn Bethesda zahlt den Moddern nichts. Die Modder bezahlen Bethesda doppelt. (Arbeitszeit + Umsatzbeteiligung).
Skyrim mag da jetzt ein verlockendes Beispiel sein, weil Spiel wie Mods gut laufen und das UI Thema vergessen scheint.

Aber nehmen wir mal ein furchtbar geflopptes Spiel an. Sagen wir mal, Sim City wäre beim Kunden so gar nicht angekommen, Online klappt nicht, zu wenig Gebäude, UI scheisse, Ton schief, nehmen wir mal an, schlicht NIX funktioniert.
Grund: Executive Meddling, keine Projektkontrolle, keine QA, zu früher Release, einfach mal alles, was so schief gehen kann.
Entwickler (Bitte ab jetzt immer als "Die Leute, die tatsächlich arbeiten" lesen) wurde laut Vertrag bezahlt, sitzt jetzt an anderen Projekten oder auf der Straße.
Einige Modder haben es geschafft, das Spiel zu "öffnen" und können einige der Probleme beheben.
EA sagt jetzt "Oh, super! Für eure Arbeit dürft ihr Geld nehmen, aber ich will davon die Hälfte haben, damit kann ich meine Versäumnisse kompensieren."

Fändest du das in diesem Zusammenhang immer noch rechtens? Oder halbwegs verständlich?
Ich nicht! Das ist Sozialisierung der Verluste und sorgt eigentlich im anderen Teil des echten Lebens dafür, dass wir eine dicke Bankenkrise haben.
Es sind sicher keine goldkackenden Altruisten, aber ohne sie gäbe es große Teile der Spielewelt nicht.
Naja, erst gab es die Spiele, dann die Publisher und inzwischen gibt es Kickstarter, Early Access, Patreon, ohne die es einen anderen großen Teil der Spielewelt nicht gäbe.
Nein, Publisher haben ihre Berechtigung, weil es stimmt, dass Projekte ab einer gewissen Größe nicht von einigen Enthusiasten gestemmt werden können.
Wir sehen an Designern wie Molyneux und Schaefer, dass die jemanden brauchen, der sie in die richtigen Bahnen lenkt, sonst würden die gewaltige Geldverbrennungsmaschinen sein.

Und dass die Spiele vernichten... Naja, das ist eine komplexe Geschichte.
Für jedes gute Spiel, dass aus dem Hause EA kommt, sind halt auch Dungeon Keeper Mobiles dabei. Oder Ultima IX. Oder Syndicate. Werden Entwickler aufgekauft und umgebogen (Popcap Games)...
Auch finde ich, dass Publisher sich verrannt haben und nur noch den Fokus auf die höchstrisikoreichen Riesenprojekte legen (können), die dann zur Gewinnmaximierung dermaßen rundgeschliffen werden müssen, dass es um das Spiel schon gar nicht mehr gehen kann.
Siehe auch Dragon Age.
MIT einem Publisher (der Größe EA, Ubisoft...) wäre ein Pillars of Eternity oder Divinity: Original Sin halt auch nicht mehr möglich.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Captain Obvious hat geschrieben:
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:Ich bin dennoch nicht gegen die Idee Modder zu bezahlen. Man könnte doch einen Spendenknopf bei Steam einführen und lässt es ähnlich verlaufen wie Kickstarter. Den ursprünglichen Spielentwickler kann man für die Bereitstellung der Tools eine Minimalprovision zukommen lassen, im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Gäbe es dagegen Einwände?
Ja, vom Finanzamt. ;)
Und von der Rechtsabteilung des Rechteinhabers...
Die kommen ja schon ohne Spenden o.Ä.
maho76
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Re: Steam - Valve rudert zurück

Beitrag von maho76 »

Man könnte doch einen Spendenknopf bei Steam einführen ...
den gibt's/gabs genauso wie auf Nexus, nur hatten sie mit dieser aktion hier gewisse donate-basen (Digit oder wie auch immer) aus welchen (eventuell sogar nachvollziehbaren) gründen auch immer entfernt.

die Sache mit spenden ist halt nur: kaum einer machts weil jeder glaubt dass alle anderen schon spenden, da muss man selbst ja nicht. im schnitt zahlt einer von tausend oder weniger und dann oft nur centbeträge.

d.h. (abgesehen von der paywall-problematik bei nichtlizensierten Erweiterungen die durch patches oder andere mods kaputtgehen können) war der Grundgedanke von valve/beth auch für die modder an sich ( THEORETISCH) ein guter. nur... so halt nicht. und es ist zu bezweifeln ob das überhaupt irgendwie umsetzbar ist. es gibt halt nunmal dinge die sich nicht zum geldverdienen eignen, soll vorkommen. ;)

zum Thema "Kapitalismus und Konzerne sind böse":

nein, sind sie nicht, ABER... da es eben Institutionen und marktsysteme sind sind sie UNMENSCHLICH. da wir menschen sind assoziieren wir das nunmal mit böse da sie auf "uns" keinerlei Rücksicht nehmen. ist in etwa so wie wir unbedarft und aus schlichter Unaufmerksamkeit einen ameisenhügel zertreten. die Ameisen denken dann auch: böser fuss. ;)
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Kajetan
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: Nein, Publisher haben ihre Berechtigung, weil es stimmt, dass Projekte ab einer gewissen Größe nicht von einigen Enthusiasten gestemmt werden können.
Bevor hier jemand Star Citizen erwähnt. Das ist die Ausnahme, welche obige Regel bestätigt.

Mein persönliches Problem mit Publishern ist nicht unbedingt ihre Existenz, sondern die Art und Weise, wie viele Verantwortliche bei vielen Publishern jegliche Bodenhaftung verlieren und Entwickler wie Kunden nur noch als dumme, willfährige und ausbeutbare Ressource betrachten. Ich habe ja nix dagegen, wenn man mit Spielen, wenn man mit Kunst im Allgemeinen seinen Lebensunterhalt bestreiten möchte. Doch wenn man diejenigen, die einem dieses Geld geben (was ja kein verpflchtender Automatismus ist, sondern immer noch ein Spiel von Angebot und Nachfrage), wenn man diese Leute grundsätzlich (!) für dumme Vollhonks hält, mit denen man es ja machen kann (weil man es leider mit ihnen auch machen kann) ... damit habe ich ein grundsätzliches, persönliches Problem. Und dieses Problem taucht nicht nur bei dicken, fetten Majors auf. Gibt genug kleine Küchentisch-Entwickler, die ihre Kunden mit einer Arroganz behandeln, dass man diesen Entwicklern fast schon sofortiges HartzIV wünscht.

Und Bethesdas Wunsch nach einer heftigen finanziellen Beteiligung an Mods, ohne rechtliche Klarheit zu schaffen, ohne klare Lizenzbedingungen zu haben, einfach so, weil man es kann ... das ist arrogant und überheblich. Dass Valve dabei mitgemacht hat, ist "nur" dumm.
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Sir Richfield
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Sir Richfield »

Grmpfant hat geschrieben:Auf moralischer Basis:
Selbst wenn das Geld nicht an den Publisher, sondern an den Entwickler geht, landet es bei einer Firma und erreicht nicht direkt die Leute, die die Leistung geschaffen haben. Die sind nur Festangestellte oder Auftragsarbeiter. Also auch da macht es für mich keinen Unterschied.
Meh, hätte ich gerne noch in den anderen Beitrag eingebaut, aber da habe ich schon so viel gesagt.
Auf die Gefahr, dass ich mich von meinem Riesenbeitrag wiederhole:

Eben darum geht es mir. Das Geld, dass durch Beteiligung an Umsatz generiert wird, versackt in den Taschen von Managern. Die für diesen speziellen Fall aber keine Leistung gebracht haben, nicht mal die rechtliche Prüfung und/oder Erstellung eines sauberen Lizensierungsmodells.

Denn - ich sage gerne mehrmals dasselbe, möchte irgendwann den Chef von Seitenbacher ersetzen - dass das Recht an den Daten von Skyim bei Bethesda liegt, ist mir klar, streite ich auch nicht ab, habe ich soger Verständnis für. Die haben die ja durch die (Vor)Finanzierung der Entwickler gekauft.
Dass die diese Daten deshalb auch zur nten Nutzung lizensieren lassen könnten, hängt mit diesem Recht zusammen und sogar dafür hätte ich Verständnis und würde mich lediglich über die Höhe aufregen. Aber das könnte der Markt regeln.
Auch wenn ich dann das Geheule nicht weniger Modder leben müsste, die am Ende des Monats bemerken, dass ihre Leistung keiner haben will. Schlimmer ist eigentlich, dass die vormals so netten Leute, die Spaß am Modden haben und auf fremde Leistung aufbauen, dann das hohe Klagelied des wegbrechenden Geschäftsmodells singen werden. Aber ich kann Realsatire ab.
Kajetan hat geschrieben:Bevor hier jemand Star Citizen erwähnt. Das ist die Ausnahme, welche obige Regel bestätigt.
Und die müssen in meinen Augen auch erstmal liefern.
Mich haben die schon verloren, weil ich überhaupt nicht weiß, was GENAU die jetzt anbieten.
Was meine "Regel" für mich schon wieder bestätigen würde: Keine wirklich (mit Geld) lenkende Hand -> Chaos.
Sollte irgendwann mal ein Produkt namens "Star Citizen" "im Regal stehen", dann werde ich mich noch mal informieren, was mir denn da geboten werden soll.
Die Wahrscheinlichkeit, dass es mich dann noch interessiert, ist allerdings extrem gering. Aber das ist mein Problem, kein systemisches.
Zuletzt geändert von Sir Richfield am 28.04.2015 14:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Jazzdude
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Jazzdude »

mr archer hat geschrieben:
Jazzdude hat geschrieben: Möglicherweise. Nur muss man, auch wenn es mich anekelt das zu schreiben, heute mit Morddrohungen leben, sobald man ins öffentliche Leben tritt. Besonders im Internet. Zum Glück ist das bisher immer noch ein kleiner trauriger Teil.
Einen verdammten Scheiß muss man.

Passend dazu:
http://forum.4pforen.4players.de/viewto ... 2#p4422992
Was ändert das an der Tatsache, dass die Internetcommunity durch den natürlich gegebenen Schutz vor Verfolgung auf den Grund verdorben ist?
Holy shit, ich bin doch auch gegen diese ekelhafte Entwicklung und möchte diese nicht verteidigen. Die perversen Schweine, die mit Morddrohungen etc. um sich schmeißen lachen jedoch über Links wie den deinen. Und man kann nichts dagegen unternehmen, solange jeder im Internet xbeliebige Pseudonyme erstellen kann.
Kya
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Kya »

mr archer hat geschrieben:
Jazzdude hat geschrieben: Möglicherweise. Nur muss man, auch wenn es mich anekelt das zu schreiben, heute mit Morddrohungen leben, sobald man ins öffentliche Leben tritt. Besonders im Internet. Zum Glück ist das bisher immer noch ein kleiner trauriger Teil.
Einen verdammten Scheiß muss man.

Passend dazu:
http://forum.4pforen.4players.de/viewto ... 2#p4422992
...und passend dazu:
"In short, I'm not ok with my friend's death being used as a tool."
http://thecolorffooff.tumblr.com/bluh

Trotzdem gebe ich Dir Recht, man sollte Morddrohungen nicht als völlig "normal" akzeptieren.
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Wigggenz
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Re: Steam - Valve rudert zurück: Kostenpflichtige Mods werde

Beitrag von Wigggenz »

Jazzdude hat geschrieben:Die perversen Schweine, die mit Morddrohungen etc. um sich schmeißen lachen jedoch über Links wie den deinen. Und man kann nichts dagegen unternehmen, solange jeder im Internet xbeliebige Pseudonyme erstellen kann.
Oh, verstehe ich das richtig, ein Zwang-zum-Klarnamen-Verfechter? :roll: