Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Was willst du mir damit sagen? Ist es deiner Meinung nach irgendwie schlimm, wenn man Bayonetta spielt? ^^
Nö. Es ist bloß ein bisschen over the top, in eine Diskussion über das Frauenbild in Videospielen die ISIS rein zu zerren. Relativieren und Relativismus sind unterschiedliche Dinge, weißt Du.
Ja das verstehe ich und es bringt allgemein in einer Diskussion nichts immer auf das nächst schlimmere Phänomen zu verweisen.
Aber im Falle der Feministinnen finde ich es trotz allem bezeichnend wo und wie sie sich ihre Gegner im eigenen Land suchen bzw. welche sie als solche auserkoren haben.
Ein wenig wie mit der Antifa die um ganz bestimmte politische Gruppen in Deutschland die jede NPD Gruppierung um Längen in ihrem Hass und ihrer Radikalität übertreffen einen weiten Bogen machen.
Ist es - im Falle der Feministinnen - weil die angebliche Frauenfeindlichkeit der westlichen, " weissen " Gesellschaft das größere Problem ist oder weil man weiss dass man sich hier wie eine Rampensau austoben kann ohne gefährdet zu sein ?!
Im Grunde gesellschaftliches Achterbahnfahren. Man kann sich als unglaublich mutig hinstellen ohne jedoch das geringste Risiko einzugehen.
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Was willst du mir damit sagen? Ist es deiner Meinung nach irgendwie schlimm, wenn man Bayonetta spielt? ^^
Nö. Es ist bloß ein bisschen over the top, in eine Diskussion über das Frauenbild in Videospielen die ISIS rein zu zerren. Relativieren und Relativismus sind unterschiedliche Dinge, weißt Du.
Tut mir Leid, aber du hast wohl das Thema des Artikels nicht verstanden. Hier geht es nicht, wie bei einem Anita-Video, um das Frauenbild in Videospielen, sondern um einen Kulturkampf zwischen Feminismus und Videospielern. Ich denke in diesem Zusammenhang sei es durchaus erlaubt die Motivation der Feministen zu kritisieren
Ich finde eine Debatte über solchen First World-Bullshit einfach nur lächerlich, wenn auf der anderen Hälfte der Erdkugel Frauen noch nicht mal die Möglichkeit haben, ohne männliche Bewachung das Haus zu verlassen und sie keinerlei Rechte besitzen außer dem, jederzeit alles tun zu dürfen, was ihr Besitzer anordnet. Vielleicht sollten manche offensive Feministen mal realisieren, wo sie leben und wie viel in unseren westlichen Gesellschaften eigentlich schon erreicht wurde. Dass es Defizite gibt, bestreitet keiner, aber solche Nichtigkeiten wie Frauen in Computerspielen bis aufs Blut eskalieren zu lassen, zeugt nicht von großer Einfühlsamkeit, sondern eher von einem kalkulierten und geplanten Skandal.
Radikalfeministische Thesen gipfeln dann in Aussagen wie diesem Interview mit einer bekannten "Femitheistin", die 90% aller Männer ausrotten- und die restlichen 10% in Lagern "konzentrieren" möchte. Und das ist keine Spinnerin, sondern eine, die in diversen Magazinen Erwähnung und Gehör findet.
mr archer hat geschrieben:
Hach, schon toll die ISIS-Jungs! Die sind so kaputt, dass man im Vergleich zu denen eigentlich treiben kann was man will. Wenns die nicht gäbe, man müsste sie glatt erfinden.
Es gab sie doch schon, nannte sich Taliban. Das ist halt die Fortsetzung, aber geh mal 10-15 Jahre zurück, da waren die noch in.
Auch wieder war. Und vorher hat man glaube ich Kommunisten oder den Klassenfeind bemüht, je nach Hemisphäre. Ja, so ein Totschlag-Popanz ist schon praktisch.
"Findest Du die Darstellung von Bayonettas Weiblichkeit eigentlich angemessen?"
"Schnauze, bei den Musels im Sand machen sie Dich schon fürs Musikhören einen Kopf kürzer!"
Jaja, genauso habe ich das ja gesagt...
Gestern habe ich zwar durchaus Bayonetta als sexistische Figur bezeichnet, aber das zählt wohl jetzt nicht mehr.
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Was willst du mir damit sagen? Ist es deiner Meinung nach irgendwie schlimm, wenn man Bayonetta spielt? ^^
Nö. Es ist bloß ein bisschen over the top, in eine Diskussion über das Frauenbild in Videospielen die ISIS rein zu zerren. Relativieren und Relativismus sind unterschiedliche Dinge, weißt Du.
Leider wurde dies nichtmal von den "Gamern" ins Spiel gebracht.
Wenn ich das recht verfolgt habe wurde dies von einem VideoSpielJournalisten im Zusammenhang mit #Gamergate gesagt:
"Gamer sind schlimmer als ISIS"
Lebensmittelspekulant hat geschrieben:
Bayonetta ist eben schlimmer als wenn jessidische Frauen zu Zehntausenden von ISIS als Sexsklavinnen gehalten werden.
Der IS wäre offensichtlich erst ein Thema für die Feministen, wenn seine Anhänger offensiv Videospiele zocken würden.
Genau! Wieso nicht mal statt nem italienischen Klempner der immer wieder seine Alte retten muss einen muslimischen Freiheitskämpfer der Frauen entführt und dann mit ihnen per QTE sexuelle (einseitige) Abenteuer erlebt?
Gestern habe ich zwar durchaus Bayonetta als sexistische Figur bezeichnet, aber das zählt wohl jetzt nicht mehr.
Doch. Ich würd die ISIS aber trotzdem gern draußen gelassen sehen. Außerdem bin ich in einigem gar nicht so weit weg von Dir. Leute, die irgendwelche "Kulturkämpfe" meinen, ausrufen zu müssen, lasse ich auch gern im Regen stehen. Selbst wenn sie von meiner Seite der Barrikade stammen.
Eisenherz hat geschrieben:First World Problems mal wieder ...
Auf großen Teilen der Erdkugel sind Frauen nur bessere Gebrauchsgegenstände, die ohne Erlaubnis ihres männlichen Halters nicht mal vor die Tür gehen dürfen und im Zweifelsfall eben am Balken baumeln. Aber "unsere" "Feministinen" kümmern sich lieber um so eklatant wichtige Dinge wie Videospiele. In meinen Augen werden hier Probleme zu Dramen erhoben, über die man anderswo nur lachen würde.
Jo und weils woanders größere Probleme gibt, muss man sich auch nicht um die Kleineren kümmern .
In diesem Fall, ja! Wenn man für die Gleichberechtigung der Frauen kämpft, sich aber nur die Rosinen rauspickt, weil man persönlich gerade von einer Sache angepisst ist während in vielen Gebieten auf der Welt Frauen nicht mal die normalsten Rechte haben, dann ist das schon sehr inkonsequent.
Sehe ich anders. Irgendwo muss man mal anfangen. Wenn man Engagements für die "kleineren Probleme" immer mit der Argumentation nieder redet, dass es noch viel schlimmere Dinge auf der Welt gibt, ändert sich am Ende gar nichts. Von Rosinen kommt man nämlich vielleicht mal auf die Trauben.
Zuletzt geändert von putenbrust am 16.10.2014 14:16, insgesamt 1-mal geändert.
putenbrust hat geschrieben:
Sehe ich anders. Irgendwo muss man mal anfangen. Wenn man Engagements für die "kleineren Probleme" immer mit der Argumentation niederredet, dass es noch viel schlimmere Dinge auf der Welt gibt, ändert sich am Ende gar nichts. Von Rosinen kommt man nämlich vielleicht mal auf die Trauben.
putenbrust hat geschrieben:
Sehe ich anders. Irgendwo muss man mal anfangen. Wenn man Engagements für die "kleineren Probleme" immer mit der Argumentation nieder redet, dass es noch viel schlimmere Dinge auf der Welt gibt, ändert sich am Ende gar nichts. Von Rosinen kommt man nämlich vielleicht mal auf die Trauben.
Komisch ich musste gerade daran denken, dass Leute gerade hier in Deutschland, welche auf grössere Probleme aufmerksam machten als Nazis beschimpft wurden. Mittlerweile sieht man immer mehr wohin das geführt hat.
Eisenherz hat geschrieben:Ich finde eine Debatte über solchen First World-Bullshit einfach nur lächerlich, wenn auf der anderen Hälfte der Erdkugel Frauen noch nicht mal die Möglichkeit haben, ohne männliche Bewachung das Haus zu verlassen und sie keinerlei Rechte besitzen außer dem, jederzeit alles tun zu dürfen, was ihr Besitzer anordnet. Vielleicht sollten manche offensive Feministen mal realisieren, wo sie leben und wie viel in unseren westlichen Gesellschaften eigentlich schon erreicht wurde. Dass es Defizite gibt, bestreitet keiner, aber solche Nichtigkeiten wie Frauen in Computerspielen bis aufs Blut eskalieren zu lassen, zeugt nicht von großer Einfühlsamkeit, sondern eher von einem kalkulierten und geplanten Skandal.
Radikalfeministische Thesen gipfeln dann in Aussagen wie diesem Interview mit einer bekannten "Femitheistin", die 90% aller Männer ausrotten- und die restlichen 10% in Lagern "konzentrieren" möchte. Und das ist keine Spinnerin, sondern eine, die in diversen Magazinen Erwähnung und Gehör findet.