greenelve hat geschrieben:Wigggenz hat geschrieben:
Ganz abgesehen davon hat hier immer noch niemand eine mit Fakten unterstützte Argumentationsbasis geliefert, weshalb es verhältnismäßig wäre, Medien zum Schutze der Jugend zu indizieren.
Weil es sich hier um ein Spieleforum handelt. Die gängigsten Argumente:
Ignoranz: ich seh das so
Beleidigung: du Idiot
Ignorieren: deal with it
Wenn du wirklich eine Antwort willst, warum wieso weshalb, wirst du hier nicht fündig. Dafür musst du dich in andere Bereiche des Internets begeben und dort Leute fragen.
Oder deine Frage ist auch nichts anders als eines dieser Totschlagargumente. Eine Frage von der du weist das sie dir hier keiner so beantworten kann, wie du es möchtest. Und die Diskussion für deine "Seite" gewinnen willst, mit der Aussage "Kannst die Frage nicht beantworten, deshalb ist es Falsch".
ps:
Aber um einen Versuch zu starten:
http://www.kulturrat.de/dokumente/strei ... spiele.pdf Eine ausführliche Abhandlung über das Thema Spiele, Kunst und Jugendschutz. Faszinierend dabei, wie ungeachtet aller Personen und Vorschläge, Jugendschutz nicht wie hier im Forum komplett hinterfragt und für überflüssig/unsinnig erklärt wird. Es scheint also doch eine Berechtigung für Jugendschutz zu geben.....
1. Hast du die 140 Seiten gelesen und kannst mir sagen, ob dort wenigstens mit Fakten belegte Argumente für die Position "Jugendschutz rechterftigt auch verhältnismäßig Indizierung von Spielen" zu finden sind? Ich gehe davon aus, dass du dir das, was du mir hier vorwirfst, selbst durchgelesen hast, schließlich ist man mit 140 Seiten schon etwas länger beschäftigt und erwartet, dass etwas dabei rauskommt, ich werde meine Zeit nicht damit verschwenden, eine philosophische Abhandlung ohne wissenschaftlich ermittelte empirische Belege für diese Position zu lesen. Frei von Empirie kann man sich nämlich alles schönkonstruieren.
Gibt es keine Artikel, die ganz nüchtern einfach wissenschaftlich ermittelte Fakten darlegen?
Und was ist gut daran, wenn eine Thematik nicht komplett hinterfragt wird? ALLES sollte zu JEDER ZEIT gründlich hinterfragt werden, sonst finden wir uns irgendwann mit Stillstand ab.
2. Wer eine Position vertritt, hat diese auch argumentativ belegen zu können, und zwar mit Fakten. Und die
völlige Abwesenheit von Faktenargumenten für eine Position, die Grundrechte einschränken will, ist sehr wohl ein Argument für die andere Position. Wer eine Position vertritt und dafür keine Argumente liefert, der ist nicht ernstzunehmen.
Hier wird völlig unreflektiert reingerülpst: Jugendschutz rechtfertigt Spielindizierung. Ohne jedes Argument. Und das kann ich in keinem Fall stehen lassen.
Edit:
Vorwort trotzdem gelesen, und direkt den Kern des Problems getroffen:
Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass es nicht gut sein kann, wenn man bei Spielen zu lustvollem Massenmord animiert wird. Bestätigung findet dies nicht nur darin, dass einige Tragödien in letzter Zeit von jungen Männern verursacht wurden, deren Hauptbeschäftigung gewaltförmige Computerspiele waren. [...]
Die Abneigung gegen gewalthaltige Computerspiele wird ohne das geringste Zögern mit "gesundem Menschenverstand" gleichgesetzt. Es wird völlig unreflektiert, ohne das geringste Beispiel zu geben, behauptet, Spiele "animieren" einen zum Massenmord. Was bedeutet, sie forderten einen auf. Völlig unreflektiert werden Amokläufer als ohne weiteres bestätigendes Argument gegen Computerspiele eingeworfen.
Später versucht sich der Autor damit wieder auf ein unvoreingenommenes Podest zu stellen, dass er auch das gesellschaftliche Umfeld miteinbezieht. In einem Nebensatz, nachdem er rhetorisch beim unkritischen Leser schon längst die Abneigung etabliert hatte.