James Dean hat geschrieben:Mag ja sein, dass ich etwas beim Vergleich der Pressefreiheit übertrieben habe.
Ja, etwas
Ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass unsere Presse teilweise echt für'n Arsch ist und man nirgends neutrale Berichterstattung bekommt. Ich erinnere mich da an einen Artikel bei der taz, wo es um das Verbot des Begriffs Zigeunersoße in Hamburger Kantinen ging. Da wurden dann auch erst mal alle Befürworter des Begriffserhalts indirekt als Nazis bezeichnet.
Es gibt auch Artikel zu diesem Thema z.B. in der Sueddeutschen, die das recht differenziert und nüchtern darstellen. Dafür gibt es andere Artikel in der Sueddeutschen, da bekomme ich das kalte Kotzen, wenn nämlich wieder die Hofberichtserstattungsfraktion in der Redaktion dem Seehofer-Batzi lobhudelnderweise die Füße leckt. Gefolgt von einem Kommentar der SPD-Fraktion in der Redaktion, die wegen der Mollath-Affäre vehement auf die bayrische Justiz, die Merk und Seehofer eindrischt.
Meinungspluralität nennt man das. Kommt vor. Doch, wirklich
Ja, bestimmte Teile unserer Presselandschaft sind für den Arsch. Da stimme ich ich Dir vollkommen zu. Aber bitte nicht alles in einen Topf werfen, was da nicht reingehört. Und ja, bestimmte Zeitungen unterstützen bestimmte politische Richtungen. Die TAZ ist links, die WELT ist rechts-konservativ und die FAZ bauchpinselt jeden, der Geld von den Armen nimmt und es den Reichen gibt. Das war schon immer so und ist kein Grund für Trübsal. Man muss einfach nur wissen, welches Blatt welcher Agenda folgt und dann entsprechend differenzieren und werten. Im Falle der Sueddeutschen ist das sogar doppelt kompliziert, weil es hier zwei klare Fraktionen innerhalb der Redaktion gibt.Und bei der FAZ, was ein Wunder, finden sich Dank ihrers Herausgebers (!) immer öfters Artikel, die sehr kritisch mit der Marktgläubigkeit vieler Konservativer umgehen.
Was einen jedoch nicht davon entbindet beim Lesen immer das Hirn einzuschalten
