BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
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- Boesor
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Warum sollte man versuchen Spielspaß mit "logischen gesichtspunkten" zu analysieren? Das wird nicht funktionieren.spliffb hat geschrieben: Bei einem Spiel sollten -wie der Name schon sagt- spielerische Ansprüche doch eigentlich eher im Vordergrund stehen. Schöne Grafik und viel Krawumm sind aus logischen Gesichtspunkten eher sekundäre Anspruchsmerkmale eines Spiels.
Wenn jemand mit viel Kawumm und schöner grafik Spaß hat soll er den haben...auch wenn einige das unlogisch finden.
- Hypn0s
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Hm, ist klar dass wir aneinander vorbeireden da wir anscheinend das Wort "Anspruch" unterschiedlich definieren bzw. du das Wort Anspruch in Videospielen mit etwas bestimmten verbindest.Kajetan hat geschrieben:Das ist zwar politisch korrekt und tut niemandem wehBoesor hat geschrieben:Sagen wir lieber "mit anderen Ansprüchen"Kajetan hat geschrieben:Auch das hat niemand gefordert. Man stellt nur fest, dass viele einst geschätzte Firmen sich auf den anspruchsloseren und umsatzstärkeren Mainstream-Bereich konzentrieren und bedauert das. Mehr wird nicht gesagt., dennoch ist der Mainstream IMMER anspruchsloser als die jeweilige Nische.
Nehmen wir den Avengers-Film. Gut gemacht, ordentliche Schauspieler, nicht ganz so dämliche Story und/oder Dialoge. Ist aber bei weitem nicht anspruchsvoll, sondern einfach nur gut gemachtes Popcorn-Kino. Was ja auch vollkommen in Ordnung ist. Auch Mr. Bay und diese gar erschröcklichen Transformers-Filme haben ihre Berechtigung und ihr Publikum. Ein jeder, wie er mag und wer beides mag, der mag halt beides. Aber dann sollte man bitte auch so ehrlich sein und sagen, dass es sich hier im Vergleich zu zB. Tarantino- oder Coen Brüder-Werke um deutlich anspruchslosere Filme handelt.
Und zurück zum Thema: Bioware-Spiele SIND anspruchsloser geworden. Das heisst nicht, dass sie keinen Spass machen können, aber ein Dragon Age 2 kackt im direkten spielerischen Vergleich zu einem Baldurs Gate gnadenlos ab. Vom Meisterwerk Baldurs Gate 2 oder den ganz erstklassigen ersten beiden Addons zu Neverwinter Nights 1 gar nicht erst zu reden. Das heisst aber auch nicht, dass neuere Bioware-Spiele schlechte Spiele sind. Sie sind halt nur nicht mehr so anspruchsvoll und tief wie früher. Sie sind anspruchsloser geworden, weil sie für ein ganz anderes Publikum gedacht sind, das in Spielen keine tiefgründige Beschäftigung, sondern nur lockeren Freizeitspass zwischen Fußballtraining und Disco will, wie das vorhin schon jemand so schön gesagt hat. Da ist "Anspruch" fehl am Platz und wird auch gar nicht gewollt.
oppenheimer hat das mMn schon richtig ausgedrückt, die Tiefe kommt in den genannten älteren Bioware-Spielen fast ausschließlich durch das D&D Regelwerk. Ich habe aber lieber eine tiefgründige Story als ein komplexes Regelwerk (=anderer Anspruch). Und ich für meinen Teil bin froh, dass es heutzutage auch Spiele gibt die eine tiefgründige Geschichte erzählen können, ohne dass stocksteif irgendwelche Werte ausgewürfelt werden....aber jedem das seine. Du kannst dich aber gerne als der anspruchsvollere Spieler bezeichnen wenn dich das glücklich macht...
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spliffb
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Von Spielspaß war doch überhaupt keine Rede.Warum sollte man versuchen Spielspaß mit "logischen gesichtspunkten" zu analysieren? Das wird nicht funktionieren.
Wenn jemand mit viel Kawumm und schöner grafik Spaß hat soll er den haben...auch wenn einige das unlogisch finden.
- Boesor
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Davon sollte aber die rede sein, denn darum geht es bei einem Spiel doch, um Spaß.spliffb hat geschrieben:Von Spielspaß war doch überhaupt keine Rede.Warum sollte man versuchen Spielspaß mit "logischen gesichtspunkten" zu analysieren? Das wird nicht funktionieren.
Wenn jemand mit viel Kawumm und schöner grafik Spaß hat soll er den haben...auch wenn einige das unlogisch finden.
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spliffb
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Ganz toll, nur habe ich das auch nirgendwo in Abrede gestellt. Also lass dich nicht abhalten und rede davon :wink:Davon sollte aber die rede sein, denn darum geht es bei einem Spiel doch, um Spaß.
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johndoe582320
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Ich weiß zwar nicht auf welchem Planeten du lebst, aber bei Blizzard sind mitnichten alle Veteranen weg.SectionOne hat geschrieben:Damit steht Bioware jetzt auf einer Stufe mit Blizzard & Co. Die Veteranen sind alle weg und hinterlassen eine leere Hülle...
R.I.P.
- Boesor
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
ahso, dann hast du dich missverständlich ausgedrückt.spliffb hat geschrieben:Ganz toll, nur habe ich das auch nirgendwo in Abrede gestellt. Also lass dich nicht abhalten und rede davon :wink:Davon sollte aber die rede sein, denn darum geht es bei einem Spiel doch, um Spaß.
Mir war so als ständen für dich spielerische Ansprüche im Vordergrund und nicht der Spielspaß.
- XenolinkAlpha
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Viele waren vor längerer Zeit anscheinend zu Arena Net gewandert. Erklärt deshalb auch die Qualität von Guild Wars. Vom alten Blizzard halte ich sehr viel, hatte maßgeblich die Spielelandschaft beeinflusst, aber jetzt sind sie auch nicht viel mehr als eine tote Hülle.vaifan90 hat geschrieben:Ich weiß zwar nicht auf welchem Planeten du lebst, aber bei Blizzard sind mitnichten alle Veteranen weg.SectionOne hat geschrieben:Damit steht Bioware jetzt auf einer Stufe mit Blizzard & Co. Die Veteranen sind alle weg und hinterlassen eine leere Hülle...
R.I.P.
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Blasebalken
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Ich glaub ich hab das Spiel etwa 12 mal durchgespielt und beinah jedes Mal eine andere Gruppenkombination mir ausgesucht. 5 NPC beiten eine Gruppenvielfalt, die du heute vergeblich suchst. Ist auch mein größer Kritikpunkt an Rollenspielen heute. Die Gruppen von nur 2-3 NPCs.RandomIdiot hat geschrieben: Charakterentwicklung? In BG2 gab es zu Beginn zwar ne ganze Menge an Rassen und Klassen(kombinationen), aber bei Stufenaufstiegen gab es da eigentlich recht wenig zu tun und auch wenig Individualisierung. Paar Punkte auf Waffen- und evtl. Diebesfähigkeiten verteilt und das wars dann auch schon.
Und du konntest schon einiges verändern, besonders wenn es um Fähigkeiten ging. Schau dir doch einfach nur mal den Zauber Katalog an! Und die Fähigkeiten wirken nicht so spektakulär, aber im Gameplay merkt man sie doch deutlich.
Das ist doch nicht dein Ernst oder?RandomIdiot hat geschrieben:Quests? Wurden in BG2 zwar schön erzählt, ging aber meist auch nicht übers typische "schnapp dir X und zieh Y eins über die Rübe" hinaus. "Sammle 20000 Gold damit dir die Schattendiebe helfen"? Auch nicht grade interessant. Letzteres wurde, wenn ich mich recht erinnere, häufig als Beispiel für die schlechten Quests aus Dragon Age 2 verwendet, bei der man auch einen gewissen Betrag sammeln musste.
Story? Wie gesagt: Nett erzählte Haupt- und Nebenquests, aber regt jetzt nicht wirklich zum Nachdenken an. Da fand ich z.b. in ME2 Mordin's moralisches Dilemma (Genophage or Genocide), dem man sich später auf der Geth-Station selbst ausgesetzt fand, spannender.
Das Geld hattest du sehr schnell eingesammelt, aber dieser Abschnitt war mit Abstand der Beste im ganzen Spiel! Wieviele Nebenquests es mit interessanten Charakteren gab, die sich beinah immer anders dargestellt hatten, als sie am Anfang den Anschein hatten.
Im Friedhof, mit den Schattendieben, Winspeerhügel, Druidenhain um ein paar große zu nennen. Und dazu dann noch die Quest, die nach deiner Charakterklasse oder vorher abgeschlossen Quests freigeschaltet wurden.
Dann noch die Qual der Wahl zwischen gefühlten 5123123 NPCs auswählen zu können, von denen JEDER noch ein persönliches Quest mitgebracht hatte. Selbst nach mehrmaligem Durchspielen habe ich immer noch neue Dinge gefunden.
Von den ganzen Twists in der Mainstory von BG1 über BG2 hin zu ToB garnicht zu sprechen!
Und dazu im Vergleich ME? Ja, Präsentation ist sehr gut gelungen und bei Teil 2 auch die Charakterzeichnung, aber sonst? Die Story von ME1 war ja noch recht interessant, aber dann wurde es doch ziemlich straightforward erzählt. Du bist Shepard, die geilste Sau aller Zeiten und rettest das Universum. ME1 und ME2 hab ich nur Müh und Not 2 mal durchspielen können und bei ME3 hab ichs lieber gleich bei 1 mal belassen (Sparpreis). Und naja, mit den Nebenquests und dem "Gameplay" fangen wir mal lieber erst garnicht an...
Es ist wirklich traurig, was aus dem western RPG-Genre geworden ist. Das letzte wirklich geniale Spiel war das Addon zu NWN2, Mask of the Betrayer. Unglaublich von der Idee, der Story, des Gameplays und den Charakteren!
Meiner Meinung nach hat Bioware nach Jade Empire nur noch Langeweile produziert. Selbst das hier so umjubelte DA:O hab ich nur mit Müh und Not durchspielen können. Besonders die Magieskillls waren ein schlechter Witz...
Tja, hoffe das Project Eternity was wird. Meine 35 Dollar haben sie schon. Auch wenn Obsidian technischen Mist mit Bugs produziert, haben mir ihre Spiele immer mehr Spaß gemacht, als die von Bioware...
- FuerstderSchatten
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Re: BioWare: Die Gründer ziehen sich zurück
Was denn für Twists? Das der dämmliche Zauberer tatsächlich durchgedreht und böse ist (was man ja von Anfang an ziemlich genau an eigenem Leib erfährt). Teil 1 ok, hat ne gute Story und einige Überraschungen parat, aber Teil 2 ist einfach nur Storymässig hochgradig albern und der Protagonist ist seit Saruman nun wirklich ein alter Hut. Oder das die Untotenfraktion wirklich böse ist, nun ja auch nicht schwer zu erraten. Atmosphäre-Einbrüche gibts auch in dem Spiel zuhauf: alberne Psychiatische Klinik, seltsames unter Wasserabenteuer, da kenn ich weit besseres.Blasebalken hat geschrieben:
Von den ganzen Twists in der Mainstory von BG1 über BG2 hin zu ToB garnicht zu sprechen!
Und dazu im Vergleich ME? Ja, Präsentation ist sehr gut gelungen und bei Teil 2 auch die Charakterzeichnung, aber sonst? Die Story von ME1 war ja noch recht interessant, aber dann wurde es doch ziemlich straightforward erzählt. Du bist Shepard, die geilste Sau aller Zeiten und rettest das Universum. ME1 und ME2 hab ich nur Müh und Not 2 mal durchspielen können und bei ME3 hab ichs lieber gleich bei 1 mal belassen (Sparpreis). Und naja, mit den Nebenquests und dem "Gameplay" fangen wir mal lieber erst garnicht an...
Es ist wirklich traurig, was aus dem western RPG-Genre geworden ist. Das letzte wirklich geniale Spiel war das Addon zu NWN2, Mask of the Betrayer. Unglaublich von der Idee, der Story, des Gameplays und den Charakteren!
Meiner Meinung nach hat Bioware nach Jade Empire nur noch Langeweile produziert. Selbst das hier so umjubelte DA:O hab ich nur mit Müh und Not durchspielen können. Besonders die Magieskillls waren ein schlechter Witz...
Tja, hoffe das Project Eternity was wird. Meine 35 Dollar haben sie schon. Auch wenn Obsidian technischen Mist mit Bugs produziert, haben mir ihre Spiele immer mehr Spaß gemacht, als die von Bioware...
BG1 ist atmosphärisch aber tatsächlich top und aus einem Guss, während BG 2 wie ein Collage aus mehreren Questideen wirkt, sie so nicht zusammenpassen wollen, nur die Anfangsstadt täuscht darüber kurzzeitig hinweg und ist mit das beste des Spiels. Das ist natürlich alles meckern auf hohem Niveau, denn grundsätzlich macht BG 2 Spass, es ist aber nur halb so gut wie sein Vorgänger oder PT.
Nebenquests gehen meistens in Ordnung, mit der beste ist der Kriminalfall in der Hauptstadt, kommt aber trotzdem nicht an das Niveau eines beispielsweise NWN 1 ran. Meistens sind tatsächlich nur hol- und bringquests, da war der erste Teil aber mindestens genauso scheisse drin. Mir kommts oft so vor, als ob Leute Nostalgiescheuklappen anhätten.
Dragon Age 2, Jade Empire, NWN 1+2 und viele andere haben wesentlich bessere Quests als die alten Perlen, von PT mal abgesehen, obwohl mir da auch nicht alle zusagten (stichwort alberner Löffel), aber die lineare Struktur der Geschichte macht einige, weil sie sehr zur Undurchsichtigkeit der Hauptstory passen und auch beitragen wieder interessant.
Vom Kampfsystem und sonstigen Gui der alten Perlen will ich lieber schweigen, da gibts gar nichts gutes dran, unbequem und Begleiter, die aber auch gar nix alleine können, wozu sollte man dann ein Gruppen RPG spielen, wenn ich alle selbst steuern muss. (das macht sogar Fallout 2 besser).
Achso, ich finde weiss Gott nicht das Bioware tot ist, gibt sowieso nur wenige Spieleentwickler die sich dem Thema Story-Rpg widmen, fällt mir nur noch Obsidian ein und dieses neue Spiel von Brian Fargo, Wastland 2, welches mir auch noch schmecken könnten.
