Man beschwert sich über den Onlinezwang in einem Game und hockt den halben Tag im Internet rum.
Der eine hat angeblich immense Ausfälle, weil er auf dem Land lebt - ein anderer möchte im Urlaub in der Almhütte im SP spielen...? Hallo? Nur weil ihr unter Umständen (temporär) in die Röhre blickt, müssen alle darauf verzichten und werden hier in diesem Forum im selben Atemzug als Idioten betitelt.
Schaffen wir Kinofilme ab, Blinde könne jene Art der Unterhaltung nur bedingt erfahren. Und Milch auch, ich habe eine Unverträglichkeit....
Wenn euch die Rahmenbedingungen stören, dann konsumiert das Produkt nicht. Ich selbst hatte dank der Telekom auch schon Ausfälle, der Rekord liegt bei 5 Wochen. Ich kann euch beruhigen, ich habe keine Behinderung davongetragen. Boykottiert so oft und so lange wie ihr wollt - ich und die restlichen Idioten genießen die Software.
Bedlam hat geschrieben:
Tja, ich war früher auch einer, der Spiele gehortet hat. Als es noch die fetten Pappkartons gab.
Aber irgendwann merkt man einfach, dass man das meisste alte Zeug nie wieder anrührt weil immer wieder neue tolle Spiele rauskommen.
Nur ein paar ganz wenige Klassiker hab ich mir aufgehoben aber ich würde niemals behaupten, dass das die einzigen Spitzenspiele waren, die ich jemals gespielt habe.
Nu, die Leut sind halt verschieden.
Aber das ist ja auch so ein Problem, an dem die lieben Publisher immerfort arbeiten.
Vereinheitlichen. Individuation einschränken. Klar definierte Käufergruppen schaffen.
Ich bin schon froh, dass überhaupt noch schöne lange, hochqualitative SP-Spiele gemacht werden und nicht alles zu social-media-Kram geworden ist.
Und ich sage ja auch nur, dass ich Verständnis dafür aufbringe, dass die Publisher an Gebrauchtverkäufen mitverdienen wollen. Meiner Meinung nach schadet der Gebrauchtmarkt den Neuverkäufen wie gesagt indem er auch die Nachfrage nach dem Spiel befriedigt - und das extrem zeitnah am Release. Das ist definitiv ein Problem, besonders wenn Ketten wie Gamestop ein riesiges Geschäft daraus machen (die machen ihren Hauptumsatz und Gewinn damit, das muss man sich mal vorstellen). Wenn es nur den privaten Gebrauchthandel gäbe, wären die Publisher vermutlich nicht so erpicht darauf sich ein Stück vom Kuchen zu holen.
Bedlam hat geschrieben:
Und ich sage ja auch nur, dass ich Verständnis dafür aufbringe, dass die Publisher an Gebrauchtverkäufen mitverdienen wollen.
Klar, verstehen kann ich auch viel. Mehr Geld verdienen ist immer schön. Frag Sarnar - sagt der auch.
Aber wer hindert die Publisher denn daran, selbst in den Gebrauchtmarkt einzusteigen? Das ist doch einfachstes Einmaleins: Gehe dahin, wo Deine Kunden sind.
Edit:
Und Publisher wie CDP machen es ja vor.
The Whitcher 2 - ein kommerzieller Erfolg, trotz DRM-Verzicht.
Gog.com - ein kommerzieller Erfolg, trotz DRM-Verzicht.
Geht also.
Zuletzt geändert von mr archer am 12.08.2011 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
Bedlam hat geschrieben:
Und ich sage ja auch nur, dass ich Verständnis dafür aufbringe, dass die Publisher an Gebrauchtverkäufen mitverdienen wollen.
Klar, verstehen kann ich auch viel. Mehr Geld verdienen ist immer schön. Frag Sarnar - sagt der auch.
Aber wer hindert die Publisher denn daran, selbst in den Gebrauchtmarkt einzusteigen? Das ist doch einfachstes Einmaleins: Gehe dahin, wo Deine Kunden sind.
Die Publisher können nicht einfach ein Netzwerk von tausenden Filialen aufbauen wie Gamestop.
Außerdem würden sie sich zu einem Teil selbst ins Fleisch schneiden, wenn sie den Gebrauchthandel noch fördern. Deshalb geht man halt diesen Weg - und ich finde es nicht so tragisch. D.h. nur, dass Gebrauchtspielpreise etwas stärker fallen (Der Frage "Code schon benutzt oder nicht?" begegne ich immer häufiger) und die Hersteller ein paar € davon bekommen.
D.h. man bezahlt als Gebrauchtkäufer weniger fürs gebrauchte Spiel und kauft sich halt noch so einen Code nach (wenn man ihn braucht).
mr archer hat geschrieben:Edit:
Und Publisher wie CDP machen es ja vor.
The Whitcher 2 - ein kommerzieller Erfolg, trotz DRM-Verzicht.
Gog.com - ein kommerzieller Erfolg, trotz DRM-Verzicht.
Geht also.
DRM ist ein anderes Thema. Dagegen ist doch diese Code-Geschichte noch harmlos (immerhin ist es noch möglich das Spiel zu verkaufen, wenn auch mit stärkeren Wertverfall).
Zuletzt geändert von Bedlam am 12.08.2011 13:34, insgesamt 1-mal geändert.
Bedlam hat geschrieben:
Die Publisher können nicht einfach ein Netzwerk von tausenden Filialen aufbauen wie Gamestop.
Müssten sie auch nicht. Eine Plattform wie gog.com mit vergleichbarer DRM-Politik würde völlig reichen. Nach einem halben Jahr gäbe es hier die Spiele der Saison zum Gebrauchtpreis. Nachgepatched, DLC´s inklusive, DRM - befreit. Erledigt.
Und wer dann immer noch zu Gamestop rennt - der macht das eben halt.
Bedlam hat geschrieben:
Die Publisher können nicht einfach ein Netzwerk von tausenden Filialen aufbauen wie Gamestop.
Müssten sie auch nicht. Eine Plattform wie gog.com mit vergleichbarer DRM-Politik würde völlig reichen. Nach einem halben Jahr gäbe es hier die Spiele der Saison zum Gebrauchtpreis. Nachgepatched, DLC´s inklusive, DRM - befreit. Erledigt.
Und wer dann immer noch zu Gamestop rennt - der macht das eben halt.
Die Branche ist noch im Lernprozess, vielleicht werden das einige Publisher sogar mal machen - wenn nicht zuvor komplett auf digitalen Verkauf umgestellt wird. Dann ist das Problem sowieso aus der Welt.
Aber diese Code-Geschichte finde ich nicht tragisch. Ich kann die Spiele trotzdem weiterverkaufen und ich kann sie auch gebraucht kaufen. Nur der Gewinn bzw die Ersparnis verringert sich ein wenig. Ich wenn ich bedenke, dass ich für einige Spiele nach dem Weiterverkauf am Ende nur 10-15€ bezahlt habe. kann ich das verschmerzen wenn ich jetzt 5-10€ mehr bezahle.
GeldGitarre hat geschrieben:
P.S.: In England sind die Spiele auch günstiger als hier...
Stimmt. Da ziehen sich die Jungs ihre Picaldi-Teile ein bisschen fester zu, setzen sich ne Hasskappe auf - und dann machen sie mit Feuer und Flamme des nachts Extremrabat-Shoppingtours durch die Malls ihrer Städte. Mit Polizeibegleitung.
Your Downfall hat geschrieben:Mal so in den Raum geworfen: Ein Hersteller verliert nur dann Geld, wenn der Kunde das Spiel, welches er gebraucht kauft, auch neu gekauft hätte. Und ich möchte bitte mal die realistische Rechnung sehen, die mir belegt, dass alle Gebrauchtkäufe auch Neukäufe hätten sein können. Ich möchte wetten, dass die Meisten das Spiel dann entweder überhaupt nicht gekauft hätten (weil sie eben einfach nur Geld für die Gebrauchtversion hatten) oder dann eben geladen.
Es gibt so eine Rechnung nicht. Ebenso, wie die Industrie nicht in der Lage ist zu beweisen, dass Kopien einen Schaden in Höhe von X Euro verursachen, so ist sie ebenso wenig in der Lage zu beweisen, dass der Gebrauchtmarkt schädlich für den Umsatz sei.
Diese Leute erheben einfach nur den Anspruch, an einer einzigen verkauften Lizenz mehrfach verdienen zu wollen. Einfach so, weil sie es wollen.
Also ich für meinen Teil kaufe mir ALLE meine Spiele neu. Zwar aus England (Ich brauchs englisch und uncut), trotzdem neu. Ich unterstütze auch manche Entwickler gerne und kaufe z.B mal den Premiummode für Trackmania, obwohl ich ihn nicht brauche.
Aber ich muss auch ehrlich sagen: Wenn mir ein Spiel nach 2 Tagen nicht mehr gefällt oder ich es schon durch habe (ist ja oft so), verkaufe ich es weiter. Ich hebe ja nur die Perlen auf und stelle nicht jeden Rotz in mein Regal. Wenn ich aber nun die kurzweiligen Spiele nicht mehr los bekomme oder nicht mehr aus der Videothek ausleihen kann. Na dann spiele ich sie einfach gar nicht mehr. Denn das Geld das ich von meinen gebrauchten Spielen bekomme, stecke ich in neue Spiele. Im endeffekt gräbt man sich so selbst das Wasser ab. Die Industrie verdient genug an gebrauchten Spielen (Dlcs, Addons.. manchen Leuten gefällt ein gebrauchtes Spiel so gut, dass sie sich den nächsten Teil preordern). Ich kann die vorgehensweise natürlich verstehen, würden wohl andere Branchen auch gerne machen. Trotzdem, für mich heißt das halt: Ich schau noch 3 mal genauer hin was ich kaufe und einige Spiele bleiben im Regal stehen, die ich vorher gekauft hätte.
Der Kerl hier im Thread der meint er arbeitet in der Gaming Industrie (Räumt wohl Regale bei Gamestop ein) ist nicht ernst zu nehmen. "Auf dem PC Markt hat es sich schon lange durchgesetzt" Ja nur ist der PC Markt lange nicht mehr das was er früher war. Die Konsolen haben die besseren exklusiv Titel. Es gibt nur zwei Genres die auf dem PC NOCH besser laufen als auf der Konsole: RTS und MMO´s. Kein Schwein (ausser es dreht sich um die eben genannten Genres) entwickelt noch Triple A Titel noch exclusiv für den PC. Die Hardware der einzelnen User weicht stark von einander ab, man muss mehr aufeinander abstimmen. Meistens gibts doch eh nur noch Konsolenports...
"ich verdiene nichts an gebrauchten Spielen" Bullshit. Kauft sich jemand ein Spiel gebraucht un den minderwertigen drecks DLC dazu - macht der Entwickler Kohle. Verkauf ich mein Spiel und kauf mir davon ein neues - macht der Entwickler wieder Kohle.
Wie gesagt, die Entwicklungskosten werden immer teurer und die Preise bleiben konstant gleich. Trotzdem gräbt sich der ein oder andere, dass Wasser selbst ab. Keine der tollen Maßnahmen wie das 10€ Projekt oder DRM sind auch nur halb so wirksam wie Qualität.
Die meisten Riesen droppen nur noch Popcorn Games. Kaufen, Spielen, 2 Tage später vergessen und wegwerfen. Das lustige ist ja, man sol die Spiele nicht weiterverkaufen... Aber wenn man sie zu lange Online spielt und keine neuen Spiele kauft, passt das diversen Entwicklern auch nicht..
Sind schon ganz arme Leute in der Gaming Industrie... können einem nur Leid tun. Anstatt sich Gedanken zu machen, wie man den Profit mit der selben Qualität steigern kann, sollte man den Qualität steigern und der Profit wächst automatisch mit. Wenn ein Spiel so verdammt gut ist, dass niemand 3-6 Monate warten will, bis er gebraucht bekommt... Dann ist der Gebrauchtmarkt schon erledigt...
Zuletzt geändert von Palace-of-Wisdom am 12.08.2011 16:18, insgesamt 1-mal geändert.