gc-Eindruck: Dragon Age 2

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Bloody Sn0w
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Beitrag von Bloody Sn0w »

Solche Vergleiche könnte man medienunabhängig bei fast jedem Spiel ziehen und sind eher naiv. Sagt ja niemand, dass Dead Space sonderlich originell ist.

Aber danke für den Google-Tipp, vielleicht kämpf ich mich später hier durch: http://forum.ea.com/eaforum/posts/list/260609.page
Steht sogar was von Starcraft drin. :lol:
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Valkesh
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Beitrag von Valkesh »

was se hier wieder alle vergleiche von heutigen spielen zu damals machen, wenn ihr lieber eure alten schinken spielen wollt dann tut das und macht nicht immer einfach andere spiele schlecht wenn ich das schon wieder lese, 10 zauber und unnütze fähigkeiten da spricht einer mit ahnung, genauso das die quests alles nur sammle töte quests sind. oder wie uninteressant die charaktere in dragon age in vergleich zu spielen vor 100 jahren sind. diese vergleiche haben überhaupt keinen sinn man kann stundenlang darüber diskutieren und noch soviele vorteile von alten spielen aufzählen nur hat es überhaupt keine auswirkung.
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

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Valkesh
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Beitrag von Valkesh »

ja die vergleiche nerven einfach nur. oh dragon age sollte ein nachfolger von baldurs gate 2 werden ist er aber nicht geworden und dann muss man das thema auch nicht ausschlachten indem man diskutiert was man hätte besser machen können oder was ältere spiele so gut gemacht haben. tut überhaupt nichts zur sache da es hier um dragon age 2 geht und ihr bereits wisst wie es wird. nämlich noch actionlastiger
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

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Zapp Brannigan
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Beitrag von Zapp Brannigan »

Brakiri hat geschrieben: Ich glaaaaube nicht...

Gib einfach mal "dead space system shock" bei Google ein.
Gibt massig Links wo Parallelen gezogen werden, vermutet wird, dass das der inoffizielle Nachfolger wäre, dass es vom Grund"vibe" sehr ähnlich ist usw.

Aber im Grunde sind es 2 sehr verschiedene Games. Wärend System Shock 2 eher ein Rollenspiel mit interessanten Texten, subtilem Horror, Mangel an Mun usw. war geht DS eher Richtung Space-Horror-Action.
Es ist ganz sicher Bioshock und nicht Dead Space. ;) Kannst es auch bei Wikipedia nachlesen.
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

Zapp Brannigan hat geschrieben: Es ist ganz sicher Bioshock und nicht Dead Space. ;) Kannst es auch bei Wikipedia nachlesen.
Naja..Wikipedia..hehe

Auf jeden Fall kommt DS vom Space-Horror näher an SS2 als das Unterwasser-Abenteuer.
Aber ist auch egal, Bioshock habe ich nie gespielt, DS hab ich nach 2h aufgegeben. Nicht mein Ding.
Daher maße ich mir besser kein Urteil an.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Brakiri

Ich habe mir damals Shock 2 zu Release gekauft und ja, es ist genial, aber Dead Space kommt da in vielen Punkten dran, im Punkt Level Design ist es sogar besser und atmosphärisch eigentlich auch, wobei DS natürlich massiv von den grafischen und vor allem akustischen Möglichkeiten des Jahres 2008 profitiert.

Man muss hier anmerken, dass ich normalerweise Third Person Shooter nicht gerne spiele, DS aber dennoch genial fand. Natürlich hat das Spiel keine Shodan und keine echten RPG Elemente, die will es aber auch nicht haben. Ich würde dir dringend raten, Dead Space ernsthaft zu spielen (am Anfang habe ich mich auch überwinden müssen). Das Spiel lässt in einigen Leveln mehr Ideen und Variationen auf den Spieler los als viele andere moderne Spiele in ihrer ganzen Spielzeit.
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Jesterdance
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Beitrag von Jesterdance »

Ich würde mich ziemlich über ein Remake von Shock1 und 2 freuen.. oder auf einen würdigen dritten Teil. Dead Space habe ich mir auch speziell aus dem Grunde geholt, weil es ein ähnliches Setting hat und auch liefert. Ich empfand das Design der Ishimura ein bissl zu industriell (selbst in den Crew-Sektoren). Da war die "Von Braun" schon ein bissl realistischer, bzw. authentischer was Farben, Raumgestaltung und Decksektor-Arten angeht - ich hätte wohl lieber auf der Von Braun gelebt und gedient als auf diesen Industriekreuzer :P
Zapp Brannigan
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Beitrag von Zapp Brannigan »

Brakiri hat geschrieben:
Naja..Wikipedia..hehe

Auf jeden Fall kommt DS vom Space-Horror näher an SS2 als das Unterwasser-Abenteuer.
Aber ist auch egal, Bioshock habe ich nie gespielt, DS hab ich nach 2h aufgegeben. Nicht mein Ding.
Daher maße ich mir besser kein Urteil an.
Ken Levine sagt es aber auch. :mrgreen:
IGNPC: Is Bio a true sequel or prequel to System Shock 2, or is it a spiritual successor?

Ken Levine: BioShock has absolutely no relation to the System Shock series in terms of the intellectual property, characters, settings etc. However, it is inspired by the open-ended design principles pioneered by Looking Glass. Irrational is dedicated to maintaining that tradition.

BioShock is also being created by the majority of the team who created System Shock 2 and many of the games which helped inspire it. This group includes me, Jon Chey (project lead), Steve Kimura (Art), Mauricio Tejerina (art), Nate Wells (art), Ian Vogel (design), and Alexx Kay (design). When Looking Glass went out of business (RIP, man, that place rocked the world and never got the credit they deserved), we were able to hire Eric Brosius (sound guru who created the sound for both Shock 2 and the entire Thief series), Dorian Hart (design on Shock 2, Thief and Terra Nova), Shawn Robertson (art), Darren Lafreniere (programming) and Sara Verrilli (design on Thief).

We're also incredibly lucky to have Robb Waters at Irrational, who not only created the look of Freedom Force, but was also the man who did the concept art for System Shock 1 and Terra Nova.
Quelle: ign.com
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Jesterdance
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Beitrag von Jesterdance »

Bioshock hat mir auch sehr gefallen, es hatte aber nicht mehr den selben Charme, wie es System Shock 2 für mich noch heute hat. Ist eine der Spiele, die ich echt jedes Jahr aufs neue durchspiele. Irgendwie hatten die Logs nicht den selben Style, wie sie es noch bei System Shock hatten. Vielleicht lags auch daran, dass einfach noch ein Stück mehr RPG Elemente drin waren. Schon allein, dass man selbst mithilfe der Chemikalien versucht hat "The Many" zu erforschen. Außerdem haben Shodan und "The Many" irgendwie etwas viel boshafteres als Andrew Ryan und Fontaine.

Aber naja, ich mag ohnehin Sci-Fi Scenarios. Es wird endlich mal Zeit, dass wieder ein guter Sci-Fi in die Kinos kommt. Im Stil von Blade Runner, Outland oder Alien 1 :wink:
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Jörg Luibl
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Beitrag von Jörg Luibl »

Brakiri hat geschrieben: Zur völligen Entlegitimisierung dieser gewaltigen Bewertung eines fundamental langweiligen, uninspirierten, klopplastigen Games mit geklauter Story, banalen Charakteren und 0815-Quests. Ein hässliches Entlein angefüllt mit den billigsten und ältesten Fantasyklischees die man sich vorstellen kann. Das ist das 90% Spiel Dragon Age.
Hui,

kaum kommt man aus Köln zurück, liegt der alte Drache zerstückelt im Forum. Ich finde heißblütige Verrisse klasse - egal, welches Spiel vernichtet wird. Aber du machst ja regelrecht BioWare-Hackfleisch! Da bleibt nix mehr übrig, nicht mal ein Spaßkrümel. :wink:

Aber wenn das da oben dein Eindruck von Dragon Age ist, was machst du dann mit all den anderen Rollenspielen von Risen bis Two Worlds, von Drakensang bis Arcania, von FFIX bis Fallout? Und seit wann ist Homosexualität z.B. ein altes Klischee in Rollenspielen - gab es das vor Dragon Age in einem Fantasy-RPG?

Ich denke, die Einschätzung von Dragon Age steht und fällt mit der Wertschätzung moderner Rollenspielelemente - und da gibt es so viele Standpunkte, was denn relevant ist, da kann man Stunden streiten. Wer das grundlegende Regelwerk braucht, sollte besser zu klassischem D&D greifen. Aber das gab es so viele Jahre lang, die Schwertküste hoch und runter, bis man das Langschwert +2 und Melfs Säurepfeil nicht mehr sehen konnte.

Und wo Neverwinter Nights damals noch kreativ war und mit "Der Schatten von Undernzit" einen Höhepunkt des klassischen RPGs markierte, den ich genossen habe, war der Nachfolger nichts als statischer Status quo. Taktische Kämpfe, solides Regelwerk, aber so dramatisch und beweglich wie ein Stau auf der A7 zu Ferienbeginn.

Wer in einem klassischen Fantasy-Szenario allerdings Momente der Entscheidung mit klaren Konsequenzen, eine lebendige Party-Interaktion und eine Moral jenseits von Gut und Böse sucht, der wird aktuell nirgends besser als in Dragon Age bedient. Was die Kämpfe angeht, die tatsächlich weniger taktisch ablaufen als jene mit kompletten D&D-Regelwerk, werden hier dennoch viele Märchen verbreitet: Man kommt nicht durch Dragon Age, indem man einfach nach vorne stürmt und alles heilt - schon die Level im Dämonenreich, dann die Kämpfe gegen die Wachen in Denerim, die einen nach zu viel Raub im Dutzendpack stellen, verlangen Taktik. Und wer Baldur's Gate 1 & 2 kennt, der weiß auch um die vielen Kloppmist-Abschnitte, die man schon damals durchpflügen musste - ich sage nur Hobgoblinburg. Da ging es nur um Heiltränke einschmeißen, Augen zu und gib ihm wie in Diablo.

Aus heutiger Sicht verklärt man gerne die Klassiker zu großen Meisterwerken, was bei manchen sogar verständlich ist: Kein Spiel kommt an Planescape Torment heran, was Wortwitz und Dialoge angeht - aber es war zäh zu spielen, ein einziger Buchstabenbosskampf. Ich bin froh, dass man heutzutage anders erzählt und präsentiert.

Man kann darüber streiten, ob BioWare für den Nachfolger nicht konsequenter an bestimmten Tugenden der Pen&Paper-Tradition feilen sollte, anstatt die martialische Kampfinszenierung so ins Zentrum zu rücken. Immerhin werden sie in Dragon Age 2 eine sehr interessante Erzähltechnik anwenden, auf die ich gespannt bin.

Aber bei aller Sympathie für Hackfleisch-Verrisse: Ohne die Kanadier wäre die westliche Rollenspielwelt auf erzählerischer, emotionaler und dramaturgischer Ebene sehr viel ärmer - auch um einen Hexer, der mal mit kanadischer Rollenspielhilfe debütierte.

2011 muss er beweisen, ob er begeistern kann. Und dann werden wir sehen, was Dragon Age 2 dagegen halten kann.
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johndoe869725
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Beitrag von johndoe869725 »

@ Jörg

Ja, aber dennoch muss man DA vorwerfen, dass die Kämpfe taktisch sehr variantenarm sind und die Gegner wirklich so gut wie nie spezielle Vorgehensweisen erfordern. Was bei einem geht, geht bei allen anderen normalerweise auch.

Niemand verlangt, dass Bioware aus dem Stehgreif ein Regelwerk auf D&D Niveau auf die Beine stellt, aber hier und da mal einen Gegner, gegen den der Kampf nicht in eine reine Ausdauergeschichte ausartet, wäre schon nett gewesen. Und hier und da auch mal ein Dungeon, der nicht nur aus Klopperei besteht (was sogar Drakensang 2 hinbekommen hat) wäre auch toll gewesen. Ein Abschnitt wie die Deep Roads, die wirklich lang sind, geht eigentlich gar nicht. Und einen Dungeon wie die Höhlen unter der Zauberfeste bei BG2, in der es nicht nur darum ging, sich durch Gegnerhorden zu kloppen, sucht man in DA vergebens.

Die Dialoge sind natürlich gut (Bioware ist schreiberisch das beste Entwicklerteam), die Konsequenzen jedoch zu vorhersehbar, um begeisternd zu sein und der Hintergrund trotz allem eine zu klare Gut/Böse Geschichte. Von der reinen Haupthandlung her wischt NWN2 mit DA den Boden auf, das muss man so deutlich sagen.

Ich hatte meinen Spaß mit DA und ich hasse die früher war alles besser Fraktion und dennoch ist DA aufgrund der oben genannten Dinge eine Enttäuschung und ich habe irgendwie nicht das Gefühl, dass der zweite Teil da Besserung bringen wird.
Peccator
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Beitrag von Peccator »

Hmm,

also irgendwie hab ich die Kämpfe in DA als fordernd genung empfunden. Zumindest teilweise. Die verdammten Spiegelbilder im "Indiana Jones Dungeon" - den mir Bioware langsam entschieden zu oft zitiert - haben mich zwei Tage lang in den Wahnsinn getrieben.
Hmm, allerdings war meine Gruppe auch vom Kultistendungeon ziemlich angeschlagen. Könnte also doch Masse statt Klasse gewesen sein.
Den Blutmagier Dungeon in Denerim hab ich nach einem Tag links liegen lassen. Aber es war eigentlich auch hier mehr die Masse der Blutmagier.
Kein Vergleich zu den Brocken aus Baldurs Gate, aber das Kampfsystem ist für mich eigentlich immer nur Mittel zum Zweck und solange es kein stupides, stundenlanges Hitpoints runterkloppen wie in manchen JRPGs ist, stört es mich eigentlich auch nicht.

Wo mich DA:O jedoch enttäuscht hat, das waren die Entscheidungen. Klar, man hat moralisch schwierige Entscheidungen treffen können. Man musste es aber nie!
Spoiler
Show
Klar, man hätte sich entscheiden können, ob man das bessene Kind tötet oder die Mutter für das Ritual opfert. Man musste es aber nicht, denn die "rechtschaffend gute" Entscheidung konnte man ja auch wieder treffen und einfach die Magier im Turm zur Hilfe holen. Und die Spielmechanik bestraft dich nichteinmal dafür. Kein neuer Angriff auf Redcliff, kein Zeitdruck im Nacken des Spielers, selbst wenn man den Turm vorher noch saubermachen muss.
Im Endeffekt hat man das auf viele Entscheidungen im Spiel runterbrechen können:
Entweder man begibt sich als Spieler freiwillig in die moralsiche Grauzone mit schwierigen Entscheidungen, ohne von der Spielwelt einen zwingend Grund dafür suggeriert zu bekommen, oder man nimmt die "rechtschaffend gute" Tür und umgeht diese Entscheidung einfach, ohne von der Spielwelt dafür bestraft zu werden.
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iurtghreugi
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Beitrag von iurtghreugi »

4P|T@xtchef hat geschrieben:
Brakiri hat geschrieben: Zur völligen Entlegitimisierung dieser gewaltigen Bewertung eines fundamental langweiligen, uninspirierten, klopplastigen Games mit geklauter Story, banalen Charakteren und 0815-Quests. Ein hässliches Entlein angefüllt mit den billigsten und ältesten Fantasyklischees die man sich vorstellen kann. Das ist das 90% Spiel Dragon Age.
Hui,

kaum kommt man aus Köln zurück, liegt der alte Drache zerstückelt im Forum. Ich finde heißblütige Verrisse klasse - egal, welches Spiel vernichtet wird. Aber du machst ja regelrecht BioWare-Hackfleisch! Da bleibt nix mehr übrig, nicht mal ein Spaßkrümel. :wink:
Aber recht hat er, der "Verriss" von Brakiri ist die erste realistische Kritik, die ich bezüglich DA:O lese. Sehr hart, aber treffend.
4P|T@xtchef hat geschrieben:Aber wenn das da oben dein Eindruck von Dragon Age ist, was machst du dann mit all den anderen Rollenspielen von Risen bis Two Worlds, von Drakensang bis Arcania, von FFIX bis Fallout?
Was ich damit (mit eingen davon) in den letzten Jahren getan habe ist folgendes: mich wochen-, teils monatelang darauf gefreut, gekauft, freudig installiert, gespielt und nach einigen Stunden, teils Tagen (ich bin hartnäckig und gebe nicht so schnell auf, manchmal versteckt sich der gute Kern einiger Spiele GANZ tief drinnen) frustriert aufgegeben und den ganzen Müll wieder verkauft.
4P|T@xtchef hat geschrieben:Und seit wann ist Homosexualität z.B. ein altes Klischee in Rollenspielen - gab es das vor Dragon Age in einem Fantasy-RPG?
Na super, EIN innovativer Aspekt unter hunderten Klischees.
4P|T@xtchef hat geschrieben:Ich denke, die Einschätzung von Dragon Age steht und fällt mit der Wertschätzung moderner Rollenspielelemente - und da gibt es so viele Standpunkte, was denn relevant ist, da kann man Stunden streiten. Wer das grundlegende Regelwerk braucht, sollte besser zu klassischem D&D greifen. Aber das gab es so viele Jahre lang, die Schwertküste hoch und runter, bis man das Langschwert +2 und Melfs Säurepfeil nicht mehr sehen konnte.
Richtig, eine eindeutige Definition, was denn nun ein Rollenspiel ausmacht, wird man nicht finden, da dies von Spieler zu Spieler sehr verschieden sein dürfte. Ich für meinen Teil kann mich mit vielem anfreunden. Ich kann sogar mit Klischees leben, wenn sie denn überzeugend dargestellt werden. Aber was überhaupt nicht geht in einem RPG ist stundenlanges, unmotiviertes Metzeln, und wer behauptet, dies würde in DA:O nicht vorkommen, der hat ein anderes Spiel als ich gespielt. Die tiefen Wege wurden ja schon mehrmals erwähnt und sind sicherlich der negative Höhepunkt dieses Aspektes. Aber ich für meinen Teil hatte einfach das Gefühl, dass ich nahezu nichts anderes in diesem Spiel getan habe. Sicher, auch in meinem heiligen Gral Baldur's Gate gibt es viele Kämpfe, aber ich hatte und habe nie das Gefühl wie in DA:O, dass die Kämpfe die Grundessenz des Spiels sind. Und wenn ich die gewaltige Größe der Spielwelt von BG (wie gesagt, ich rede immer von der ganzen Saga) mit dem kümmerlichen Abklatsch einer Fantasywelt in DA:O vergleiche...

4P|T@xtchef hat geschrieben:Man kommt nicht durch Dragon Age, indem man einfach nach vorne stürmt und alles heilt
Doch, genau so bin ich durch DA:O gekommen. Ich habe einen Magier gespielt, der so was von übermächtig war, dass ich immer die gleiche Taktik angewendet habe: 2 Tanks nach vorne, mein Magier lähmt alle Gegner, metzelt sie dann um, und der vierte Charakter hatte die ganzen Heilzauber und hat die Tanks geheilt. Ganz simpel, und damit habe ich wirklich ca. 90 % der Kämpfe locker und leicht bestritten, auf hohem Schwierigkeitsgrad.
4P|T@xtchef hat geschrieben:Und wer Baldur's Gate 1 & 2 kennt, der weiß auch um die vielen Kloppmist-Abschnitte, die man schon damals durchpflügen musste - ich sage nur Hobgoblinburg. Da ging es nur um Heiltränke einschmeißen, Augen zu und gib ihm wie in Diablo.
Ich nehme an, du meinst die Gnollfestung? Tut mir leid, aber da habe ich bisher höchst selten auch nur einen Heiltrank benötigt, und ich habe das Spiel SEHR oft durchgespielt. Mit dem einfachen Schlafzauber kann man hier wahre Wunder bewirken...

4P|T@xtchef hat geschrieben:Aus heutiger Sicht verklärt man gerne die Klassiker zu großen Meisterwerken, was bei manchen sogar verständlich ist: Kein Spiel kommt an Planescape Torment heran, was Wortwitz und Dialoge angeht - aber es war zäh zu spielen, ein einziger Buchstabenbosskampf. Ich bin froh, dass man heutzutage anders erzählt und präsentiert.
Auch wenn ich schon seit Pong-Zeiten Computer- und Videospiele spiele, bin ich bestimmt niemand, der verklärt auf die alten Zeiten zurückblickt. Ich selber mag diese "früher-war-alles-besser-Sager" auch nicht. Ich liebe so viele Spiele der modernen Generation: Demons Souls, Red Dead Redemption, Bayonetta, alles geniale Spiele, die ich mit viel Spaß und Genuss durchgezockt habe und immer wieder gerne einlege. Aber gerade im Rollenspielgenre (Demons Souls ist FÜR MICH kein Rollenspiel!) geht der Trend in eine Richtung, die mir persönlich keinen Spaß mehr macht: viel zu viele Kämpfe, so gut wie keine Rätsel, kein Erforschen mehr, leblose Welten. Das mit dem Kämpfen ist so eine Sache: beim Witcher stört es mich nicht, aber bei DA:O oder NWN 2 zehrt es gewaltig an meinen Nerven, es artet einfach in Arbeit aus.