Keita Takahashi: "Spiele-Zukunft sieht trüb aus"

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Wiicasso
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Beitrag von Wiicasso »

McCoother hat geschrieben:Independent filme haben auch keine Chance gegen Hollywood..
Wieso sollte es bei Spielen anders sein?

Wirklich?!

Und was ist z.B. mit der SAW-Reihe?
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Wulgaru
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Beitrag von Wulgaru »

Wiicasso hat geschrieben:
McCoother hat geschrieben:Independent filme haben auch keine Chance gegen Hollywood..
Wieso sollte es bei Spielen anders sein?

Wirklich?!

Und was ist z.B. mit der SAW-Reihe?
SAW 1 ist ein Independent Film.
SAW 2-unendlich sind billig produzierte Cash-Cow-B-Movies von der Stange und damit die zweite bis dritte Liga Hollywoods in Reinform.
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Nesta92
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Beitrag von Nesta92 »

Ich finde man hat ne ganz andere Mentalität zu spielen entwickelt. Heute lässt man sich nicht so schnell in eine Story reinziehn. Ich fand zum Beispiel Mirrors Edge klasse! Zwar hatte es nur eine kurze Spielzeit. Hatte aber dafür frische Ideen vom Gameplay und die Story war auch net schlecht. Hoffe immer noch auf Mirrors Edge 2 ;)
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stormgamer
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Beitrag von stormgamer »

ich finde nicht das er recht hat. Klar, neue, originelle spielideen braucht die gamerwelt. Ganz klar. aber nur da bei dieser E3 mal (ausnahmsweise) eher auf "neue" (jaaa ich weiß wie unpassend der begriff ist) hardware setzt, heißt das noch lange nicht den untergang der videospielewelt so düster wie er es darstellt.Vielmehr finde ich es wichtig auch diese sparte der neuen hardware einfach als parallelentwicklung hinzunehmen, er stellt es jedoch iwie als kontraproduktiv dar! man muss einfach bei beiden schritt halten. lässt sich halt bei dieser E3 leicht sagen,da einen absoluten schwerpunkt auf neuer hardware vorlag
Der_Andere
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Beitrag von Der_Andere »

Der Mann hat leider Recht. Der Markt entwicklet sich durch die hohen Entwicklungskosten und Veränderungen des Massenmarkts in die falsche Richtung. Aktuelles Beispiel FF13.

Man nehme doch als Beispiel die 32 bit oder 64 bit Zeiten.

Man hatte soviele Alternativen in vielen Spielegenres und musste sich nicht auf 1-2 Entwickler verlassen. Bestes Beispiel. Fussballgenre. Zur PS2/PSX Zeiten hatte man 5-6 andere Fussballspiele neben Fifa und ISS, auch wenn der Großteil durchschnitt war. jetzt hat man nur noch 2. das gleiche gilt für andere Sportspiele: z.b.Ice Hockey,Snowboard und Basketballspiele. Zurdem waren soviele Genres mit sovielen Titeln besetzt.

Wenn PS3 und paar 3rd Party (Wii) Entwickler nicht wären, würde sich diese Generation zu einer eintönigen Periode entwickeln.
Auf der PS3 gibt es zum Glück immer noch Titel die sich von den vielen heutigen eintönigen Massenmarkttiteln absetzen


1. Africa
2. LBP
3. Wipeout
4. Siren
5. Twisted Metal
6. Heavy Rain
7. Demon Souls
.
.
auch auf der wii gibt es ein paar interessante Titel(zb. Adventures), wenn auch viele durchschnittlich sind.

Leider sind das alles nur Ausnahmen. Vor 8-15 Jahren waren solche Spiele viel öfters vertreten. Jetzt besteht die Spieleauswahl überwiegend aus Actionspielen, die auch möglichst einfach und eingängig sein sollten. Was z.b. hat man aus dem neusten Resident Evil oder Tomb Raider gemacht? Reines Actiongeballere und einfach unpassend. Viele Genres orientieren sich dem Element Action...sowohl J&R, Rollenspiele als auch Rennspiele.
Zuletzt geändert von Der_Andere am 16.08.2010 01:22, insgesamt 2-mal geändert.
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Caphalor
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Beitrag von Caphalor »

http://de.wikipedia.org/wiki/Nostalgie

Mich nerven Kinect & co auch, aber es gibt einfach zu viele Spiele auf die ich sehr gespannt bin als dass ich mir Sorgen um die Spielezukunft machen würde.

Spielt mal Braid, World of Goo, Mirrors Edge, lasst euch mitreißen von einem Mass Effect, findet den Kuchen in Portal, schwingt euch durch gemalte Landschaften in Trine oder entspannt euch einfach bei einer Runde Team Fortress 2, das fast monatlich kostenlose content updates erfährt.
johndoe701993
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Beitrag von johndoe701993 »

Wulgaru hat geschrieben:Wer hat sich denn damals:
Ico, Killer 7, Eternal Darkness, Okami, Beyond Good and Evil, Psychonauts oder dergleichen gekauft? Genau, so gut wie niemand.
Und ist das nicht genau der traurige Part der Geschichte? Mangelhaftes Marketing, voreingenommene Endkunden. Es ist doch geradezu Ironisch, dass einige der besten Videospiele aller Zeiten nur "Nischenprodukte" waren.

Ich bin kürzlich dazu gekommen, Killzone 2 durchzuspielen (in lächerlichen 5 Stunden). Wenn das allen Ernstes der Anspruch sein soll, dann wundert mich überhaupt nichts mehr. Aber es wurde ja schon mehrfach erwähnt: Viele schauen in erster Linie auf die Grafik. Und damit sind die Sargnägel doch schon versenkt.
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7eNd
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Beitrag von 7eNd »

Seit einiger Zeit liegt die X360 auf "Eis". In absehbarer Zeit kommt kaum etwas, das mich interessieren könnte... Ein wenig BlazBlue hier, ein bisschen Final Fantasy XIII da... Mit einem Auge schiele ich auf Enslaved, mal gucken was das wird.
Stattdessen werden wieder PS2 Titel gekauft. Ich bin einfach nur überwältigt was hier teilweise noch an Qualität geboten wird. Und die Preise - mittlerweile unschlagbar. Jep: das war eine Konsolengeneration, die ich gerne so behalten hätte.
abandoned
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Beitrag von abandoned »

das problem das ihr diskutiert hat doch nichts mit video-spielen zu tun. es existiert in jedem medium, ob buch, film oder song. alles zurück zu führen auf die dummheit der konsumenten.
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xAvalanchEx
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Beitrag von xAvalanchEx »

Recht hat er!
johndoe790745
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Beitrag von johndoe790745 »

na endlich mal einer der sein hirn einschaltet! :!:

ich mag den typen auch wenn ich den net kenn und seine spiele sagen mir echtmal garnix. :)

demnächst werden noch iwelche konsolen und hardwarefeatures für den stuhlgang erfunden.
darauf kann ich im warsten sinne des wortes schei**n :lol: :lol:
fuschi
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Beitrag von fuschi »

Es gibt leider heutzutage viel zu wenig Spiele mit Herz und Seele. Jedes Jahr ein neues Cod, verkauft sich dann auch noch wunderbar. Man muss sich fragen was mit den Gamern los ist. Viele wollen scheinbar nur ein regelmäßiges Grafikupdate.

Früher hatte man Games wie Secret of Mana, Monkey Island o. ä. Heute gibt es kaum Spiele bei denen man merkt, dass die Entwickler "Liebe" hineingesteckt haben. Man braucht sich ja nur FF13 angucken.

Aber es gibt Ausnahmen. Bestes Beispiel Demon's Souls. Für mich DAS Spiel der letzten Jahre. Fordernd und jede Menge Sachen zu entdecken. Ein Spiel, bei dem man merkt, dass die Entwickler sich gefragt haben: Was würden wir selbst gern spielen? Egal wie die Erfolgsaussichten sind.

Und es funktioniert. Das Spiel hat die Erwartungen locker übertroffen. Daran sollte sich die Branche ein Beispiel nehmen, nicht an Activison.
Palace-of-Wisdom
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Beitrag von Palace-of-Wisdom »

Ich verstehe manche Leute hier nicht. Natürlich gibt es viel Einheitsbrei und natürlich wird viel auf Sicherheit entwickelt. Man macht ungerne einen 40 Millionen teuren abstecher ins ungewisse. Die technische Entwicklung verbaut natürlich irgendwo auch kreative Ideen, andererseits liefer sie auch welche.

Manche Leute lassen sich über Rennspiele aus, weil alle nur GT,NFS oder Mario Kart kopieren. Hallo? Wenn eine Firma ein realistisches Rennspiel entwickelt, dann gehts es um REALISMUS... um die SIMULATION eines Autorennen. Soll irgendwer ein Spiel machen, in dem alle Autos rückwärts fahren und der langsamste gewinnt? Ist das dann kreativ?

Manche Spiele haben gar nicht den Anspruch innovativ zu sein. Sie wollen simulieren, Stumpf unterhalten oder den geist des Wettbewerbes herauskitzeln. Es gibt so viele geniale storys, mit einer tiefe wie man sie bei filmen nicht findet. Das ist doch mehr wert als ein abgedrehtes spielprinzipm, das 5 geeks geil finden aber sonst keinen wirklich juckt ?

Dann hacken Leute auf Dead Space herum. Oh ja 3rd Person, zombieähnliche Wesen - Das muss ein Resident Evil Klon sein. Das Dead Space aber Gänsehaut Atmosphäre und eine Dichte bietet, von der ein grafisch geniales Resident Evil 5 nur träumen kann, dass ist wohl egal.
Es geht nicht darum das Rad neu zu erfinden oder es weg zu lassen. Wenn ein Spieler in eine Fremde Welt abtauchen kann und sich in einem spiel verliert. Dann hat das spiel seinen sinn erfüllt. Wenn ein spiel mich emotional fesselt oder die atmosphäre mich vergessen lässt, wo ich gerade wirklich bin. ist mir das viel mehr wert als tolle neue spielprinzipien wie bei katamari. Das gleiche gilt für god of war 3, für mich war es ein perfektes rache epos, mit hardcore gameplay und schöner grafik. Nur weil ein spiel kein neures genre erschafft oder total abgedreht ist, heißt es nicht das es nicht kreativ ist. Demon souls z.b war ein sehr cooles rollenspiel, hat aber bis auf den online mode hat es eigentlich nichts neues geboten. Es hatte sogar etliche ki bugs, keine wunderschöne grafik und hat trotzdem spaß gemacht. Fallout 3 hat von den geilen dialogen gelebt, von der dichten atmo und von der gewohnten fallout sickness. Es gibt sehr viele spiele die es lohnen, gespielt zu werden.
Es kommt nur darauf an, worauf man wert legt. Bei mir ist es die atmosphäre, die story, die dialoge, das gameplay und die herausforderung. Und tut mir leid... wenn jemand heulend vor heavy rain sitzt, hat meiner meinung nach das spiel mehr geleistet als wenn jemand vor der konsole sitzt und sagt: wow toll ich bin ein ball und alles was ich aufsammel bleibt an mir kleben.

Früher war halt alles besser...wenn man es subjektiv betrachtet...
NUFF SAID!
johndoe977503
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Beitrag von johndoe977503 »

Das man immer alles so schwarz sehen muss. Vielleicht hat der gute Mann ja einfach im Moment keine Lust Spiele zu entwickeln oder im gehen selber die kreativen Ideen aus. Da kann man sich natürlich die mickrige E3 (PS3/Xbox) natürlich als Argumentation zu nutze machen.

Kreativität und Technik schließen sich nicht gegenseitig aus. Umso mehr technische Möglichkeiten ich habe, umso größer ist theoretisch meine Freiheit mich zu entfalten. Allerdings ist der Zwang kreativ zu sein, nicht so groß als wären die technischen Möglichkeiten beschränkt (s. 8-bit Zeitalter).Auf der anderen Seite muss man sagen, dass es sehr schwer ist überhaupt noch etwas zu finden, was in der Form noch nicht gedacht worden ist.

Aber eigentlich wiederholt sich auch das in jeder Konsolengeneration.

Im übrigen schließe ich mich Wulgarus Argumentation und den Post über mir von Palace-of-Wisdom an.

Gerade auf PS2 ist es doch so, dass sehr viele herausragende Titel, einfach Untergegangen sind und der Durchschnitts-PS2ler (PES/Fifa/MGS) diese nicht kennt. Bei vielen sind Spiele wie Okami,Ico,Primal ja selbst die Legacy of Kain Reihe vollkommen unbekannt. Und was an Final Fantasy so innovativ sein soll... die Spiele sind zwar grandios, aber streng genommen auch immer wieder das Gleiche.
johndoe977503
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Beitrag von johndoe977503 »

StorywriterAlex hat geschrieben:Der Fokus auf Technikschnickschnack und Ballerorgien bedroht die Branche zunehmend. Jeden ernsthaften Spieler lässt dieser ganze 3D- und HD-Müll kalt, da Technik nichts mit einem grandiosen Spielerlebnis zu tun hat, außer sie wird gekonnt und im Sinne der Dramaturgie eingesetzt. Die bis dato letzte große Spiele-Ära war die PS2-Ära, die großartige Titel, wie 'ICO', 'Shadow of the Colossus', 'Silent Hill 2' und 'Okami' hervorbrachte, die allesamt als wahre Kunst bezeichnet werden können.
Auf der anderen Seite waren all diese Spiele zum damaligen Zeitpunkt technisch beeindruckend!:)

Hab ganz vergessen mich noch crewmate anzuschließen bzgl. des Käuferverhaltens und der Marktentwicklung. Aber man sollte auch immer sehen, dass der Mainstream auch seine Funktion hat und es auch hier einige super Spiele gibt; aber das sagte er glaube ich auch schon bereits.

Ich halte aber auch im übrigen nichts davon zwangsweise nur innovative, unbekannte Produkte zu kaufen - ab und an muss es auch hirnlos sein, damit man sich auf das Innovative auch noch einlassen kann.