Gute Entscheidung, ich bin da ganz bei dir.The_Outlaw hat geschrieben: Am Ende des Tages ist es einfach eine persönliche Vorliebe, dass ich Geschichten auch gerne einmal abgeschlossen wissen würde. Bei mir ist doch immer die Angst vorherrschend, dass ein Abenteuer und dessen Figuren, mit denen ich abgeschlossen habe, durch Fortsetzungen, so blöd es klingt, ''entwertet'' werden, wenn plötzlich (Charakter)Entwicklungen eintreten, die auf mich irgendwie befremdlich wirken.
(Beispiel: Tales of Symphonia ist eines meiner absoluten Lieblingsspiele, 9 mal durchgespielt und über 500 Stunden damit verbracht, aber aus Angst, dass mir die Fortsetzung einige so lieb gewonnene Figuren kaputt macht, habe ich diese nie gespielt und werde ich wohl auch nie.)
ToS hat in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz und alles, was ich bislang von dem "Nachfolger-Spin Off" gesehen und vor allem von einem Freund darüber gehört habe, hat mich in diesem Gefühl auch nur bestärkt. So betrachte ich das grundsätzliche Spiel als abgeschlossenes Produkt, behalte die Figuren in wohliger Erinnerung und kann zufrieden auf ein rundum gelungenes Spiel zurückblicken, dessen Geschichte und Charaktere nicht nachträglich noch "runtergezogen" werden. Top Beispiel, auch für mich.
Im Bereich Film hätte ich mir das beispielsweise gerne für die Pirates of the Carribean-Marke gewünscht. Den ersten Teil sah ich im Kino und war absolut zufrieden. Die Nachfolger erzählten dann eine neue, in meinen Augen grauenhafte, Geschichte weiter und schleiften dazu auch noch Figuren wieder auf die Leinwand, deren Buch eigentlich geschlossen wurde. Seitdem denke ich nicht: "Ach, Fluch der Karibik. Toller Film, sympathische Figuren. Hatte ich meinen Spaß mit", sondern: "Ach, Fluch der Karibik... den ersten Teil fand ich sehr charmant. Leider kamen danach noch diese scheiß Fortsetzungen... hätte es echt nicht gebraucht." Trübt halt den Gesamteindruck bzw. behaftet die Erinnerung immer mit einer negativen Fußnote.
