Kumbao hat geschrieben:Ich finde es hier auch ein wenig absurd, GTA hier quasi Gewaltpornographie zu unterstellen, Serien wie Modern Warfare aber gar nicht zu erwaehnen.
"Gewaltpornographie" dürfte ein ziemlich passendes Wort für GTA sein. Natürlich gibt es auch andere Spiele, welche in diese Kerbe hauen, aber GTA ist das kommerziell erfolgreichste von allen und das Thema dieses Threads.
SethSteiner hat geschrieben:eine Statistik traumatisierter Kinder in direktem Zusammenhang mit von ihnen konsumieren Medien wäre doch mal ganz nett. [...] Nicht dass es am Ende gar keine geschädigten Minderjährigen gibt, die hätten beschützt werden müssen.
Zum Glück gehen die meisten Menschen verantwortungsvoll mit Gewaltspielen um und lassen ihre Kinder nicht einmal in die Nähe von GTA kommen. Die können nämlich schon in weit geringerer Dosis Albträume von dargestellter Gewalt bekommen. Nochmals:
Wir haben über unser Unterbewusstsein keine Kontrolle. Das Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden, ob fürchterliche Dinge real oder virtuell sind, es verarbeitet diese Bilder allein über das
dabei empfundene Gefühl.
Wer sich gefühlsmäßig ausreichend von GTA
distanzieren kann, dürfte davon wenig zu befürchten haben. Wer jedoch dabei etwas
empfindet, und genau dafür zocken viele Leute ja eigentlich, prägt dadurch sein Unterbewusstsein. Wer sich z.B. durch die Folterungen bei GTA "quält", was laut eigener Aussage viele Spieler getan haben, beeinflusst damit sein Unterbewusstsein. Dies kann dann, je nach dem Umfang des dabei empfundenen Entsetzens, z.B. zu Albträumen führen. Die niemand zugeben mag. Wer bei den exzessiven Gewaltdarstellungen dagegen Freude empfindet, prägt sein Unterbewusstsein auch, allerdings in anderer Richtung: Das Unterbewusstsein verleitet uns immer wieder zu Taten, bei denen wir Freude empfunden haben. Bei psychisch labilen, wenig gefestigten Menschen sind all diese Folgen für das Unterbewusstsein in der Regel stärker.
Leider machen sich viele Ältere nicht klar, wie verletzlich Kinder in dieser Hinsicht sind. Wenn Ältere einem 12-Jährigen
aus dem Supermarkt GTA5 mitbringen, grenzt das an eine ähnliche Körperverletzung, als würden sie dem Kind eine Flasche Alkohol mitbringen. Gewaltdarstellungen in Filmen oder in Videospielen können über das dabei empfundene Entsetzen das Unterbewusstsein schädigen und auf Monate Albträume verursachen. Von realer Gewalt erst gar nicht erst zu sprechen. Es gibt einen Grund, warum so viele Menschen einen Psychotherapeuten brauchen: Sie müssen Dinge verarbeiten, mit denen ihr Unterbewusstsein einfach nicht fertig wird, die sie bis in die Träume verfolgen.