Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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Obstdieb
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Obstdieb »

mr archer hat geschrieben:
Obstdieb hat geschrieben:"God. I turned out to be such a damsel in distress. "
Eben. Bin gespannt, ob sie darauf eingeht. Bisher ist die Sache ja doch ziemlich Konsolen-zentriert.
Ich erahne 6 Episoden voller Sexismus Beispiele, natürlich ohne Mona,Shodan und Viktoria. Interessantes Thema, welches sie hoffentlich richtig angeht. Vielleicht wird das auch ein paar Leute überzeugen!
Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Randall Flagg »

IEP hat geschrieben:
Randall Flagg hat geschrieben:
IEP hat geschrieben:Ich habe bisher nur ab und zu mal von der Ollen gelesen und frage mich, da ich kein "Alle-weiblichen-charaktere-in-Videospielen-sind-schwach"-Video angucken will, ob sie auch jemals erwähnt, dass es auch eine ganze Menge starker Frauen in Videospielen gibt. Die sogar gerne von Männern gespielt werden und das auch ohne den Lara Croft Körperbau.
Nein.
Wieso guckt man sich dann eine so ignorante und nervige Alte überhaupt an?
White Knights.
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

gracjanski hat geschrieben: ich tat es jedenfalls nicht, weil ich schon weiss, was für ein Müll drin vorkommt. Und wie schon einmal berichtet, mittlerweile interessiert mich die Sicht der Frauen nicht mehr. 1. ist es meistens gelogen und 2. führt es meine Weltsicht häufig in die Irre (da höre ich lieber älteren Männern zu).
Wenn das zum Ende nicht Ironie gewesen sein sollte, haben sich damit alle weiteren Fragen wirklich erledigt. Denn nichts ist ja wohl ätzender, als in seinen Weltsichten in die Irre geführt zu werden. Mit durchdachten Argumenten gar. Das würde ja dem Geist von Rationalität und Europäischer Aufklärung entsprechen. Teuflisch!
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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

Tony hat geschrieben:ringohringe und dick make-up tragen, aber sexismus in videospielen anprangern. ich kann es einfach nicht mehr hören.
Na, haben wir immerhin sieben Seiten gebraucht, bis das Argument dann doch noch aus wem herausgekrochen ist. Lass mich raten: wenn sie jetzt eher weniger attraktiv wäre, hätten wir uns über Sprüche von wegen hässlichen Emanzen mit Damenbart freuen dürfen, hm?
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Raksoris
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Raksoris »

Randall Flagg hat geschrieben:
IEP hat geschrieben:
Randall Flagg hat geschrieben:
Nein.
Wieso guckt man sich dann eine so ignorante und nervige Alte überhaupt an?
White Knights.
Wo wir gerade dabei sind:
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dx1
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von dx1 »

GamerSinceThe80's hat geschrieben:
brent hat geschrieben:Und wo werden Männer differenziert dargestellt? In Japanospielen, weil man sie von Frauen nicht unterscheiden kann?
Spoiler
Show
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:lol:
.
Der war gut :lol: Ich habe auch immer eine sch.... Angst das ich im nächsten FFantasy statt mit einem Schwert mit einem Föhn kämpfen muss :mrgreen:
Frauen föhnen sich immer nur die Haare und können nichts weiter oder wie?
Randall Flagg hat geschrieben:
Raksoris hat geschrieben: Ein Bild am Rande, dass das Denken solcher Menschen aufzeigt ( da wir gerade bei Fiktion sind ):
Spoiler
Show
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Um Gottes Willen. Wow. Scheiße. Ich ... ich ...

Ich bin sauer. Ernsthaft. Ich bin sauer. Das ist eine verdammte Buchverfilmung. Eine verfluchte, gott verdammte BUCHVERFILMUNG. Da gibt es nichtmal die MÖGLICHKEIT die Geschlechter oder Hautfarben auszutauschen. Das ist doch ... ARGH. Wenn es ihr so auf den Keks geht, dann soll sie verdammt nochmal ihren eigenen Fantasy-Epos schreiben und den verfilmen lassen. Das ist doch unfassbar.
http://en.wikipedia.org/wiki/Colour-blind_casting

Und bevor Du Dich noch wie Rumpelstilzchen in Stücke reißt, könntest Du auch in Deinem eigenen Blog darlegen, warum alternative Versionen eines Romans auch in einer Verfilmung, bzw. Interpretation in einem anderen Medium, ein Ding der Unmöglichkeit ist. Wie wäre es anhand der Rolle der Arwen, die in der Verfilmung eine bedeutend größere Rolle bekommen hat, als im Buch, wo sie lediglich eine sehr schöne Raumdekoration war, während die Männer sich unterhalten haben. Bist Du damals laut brüllend aus dem Kinosaal gegangen, als sie den angestochenen Frodo vor den Wraiths gerettet hat, wo das im "verflucht, gottverdammten" Roman doch der männliche Glorfindel war?
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ElTrollo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von ElTrollo »

IEP hat geschrieben:
Randall Flagg hat geschrieben:
IEP hat geschrieben:Ich habe bisher nur ab und zu mal von der Ollen gelesen und frage mich, da ich kein "Alle-weiblichen-charaktere-in-Videospielen-sind-schwach"-Video angucken will, ob sie auch jemals erwähnt, dass es auch eine ganze Menge starker Frauen in Videospielen gibt. Die sogar gerne von Männern gespielt werden und das auch ohne den Lara Croft Körperbau.
Nein.
Wieso guckt man sich dann eine so ignorante und nervige Alte überhaupt an?
Gottchen, dass ist das erste von 12 Videos, da sollte man den Stab noch nicht brechen. Generell habe ich den Eindruck, die meisten Kritiker haben höchstens das Video schnel durchgescollt, geschweige denn sich mit dem Projekt beschäftigt.
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monotony
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von monotony »

mr archer hat geschrieben:
Tony hat geschrieben:ringohringe und dick make-up tragen, aber sexismus in videospielen anprangern.
Na, haben wir immerhin sieben Seiten gebraucht, bis das Argument dann doch noch aus wem herausgekrochen ist. Lass mich raten: wenn sie jetzt eher weniger attraktiv wäre, hätten wir uns über Sprüche von hässlichen Emanzen mit Damenbart freuen dürfen, hm?
ich empfinde ihr äußeres erscheinungsbild alles andere als attraktiv und nein.

wer sexismus kritisiert und sich dann augenscheinlich frei von ironie so zurecht macht, verrät doch seine eigenen prinzipien. und nein, das soll nicht heißen, dass sie nun in holzfellerhemd und latzhose dasitzen muss.

und nun liest du dir bitte noch den rest meines posts durch, anstatt dich an einem herausgelösten satz aufzuhängen. dieser war und ist übrigens kein argument (für was überhaupt?). das war ein vorwurf.
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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

ElTrollo hat geschrieben:

Gottchen, dass ist das erste von 12 Videos, da sollte man den Stab noch nicht brechen. Generell habe ich den Eindruck, die meisten Kritiker haben höchstens das Video schnel durchgescollt, geschweige denn sich mit dem Projekt beschäftigt.
Ich habe kein Interesse das Video zu gucken, da ich seit Monaten nur schlechtes davon lese. Und hier im Thread wird es auch nicht besser, wenn ich schon höre, dass es jetzt plötzlich Sexismus ist, Prinzessinnen zu retten. Da muss ich mir an den Kopf greifen.

gez.
Killermaschine Mann
(800kg Muskelmasse)
johndoe979851
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe979851 »

Ein gutes Video und sehr unaufgeregt von der Dame vorgetragen (verstehe jetzt nicht warum sich ein Teil der Männerwelt wieder einmal angepisst wegen so etwas fühlt...). Wartet die anderen Teile ab, sicher werden auch noch Positive Beispiele genannt, die aber immer noch in der Minderheit sind. In dieser Folge ging es halt um die zu erettende Frau! Ich freue mich auf die Fortsetzungen!
Randall Flagg
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Randall Flagg »

dx1 hat geschrieben:

http://en.wikipedia.org/wiki/Colour-blind_casting

Und bevor Du Dich noch wie Rumpelstilzchen in Stücke reißt, könntest Du auch in Deinem eigenen Blog darlegen, warum alternative Versionen eines Romans auch in einer Verfilmung, bzw. Interpretation in einem anderen Medium, ein Ding der Unmöglichkeit ist. Wie wäre es anhand der Rolle der Arwen, die in der Verfilmung eine bedeutend größere Rolle bekommen hat, als im Buch, wo sie lediglich eine sehr schöne Raumdekoration war, während die Männer sich unterhalten haben. Bist Du damals laut brüllend aus dem Kinosaal gegangen, als sie den angestochenen Frodo vor den Wraiths gerettet hat, wo das im "verflucht, gottverdammten" Roman doch der männliche Glorfindel war?
Ja. Wenn ich in eine Buchverfilmung reingehe, dann erwarte ich auch eine Verfilmung des Buches und keine verschissene Neuinterpretation. Ich war auch beim Hobbit sauer, als da plötzlich etwas vom Hexenmeister (?) erzählt wurde. Hatte damals "Der Kleine Hobbit" gelesen und da kam er nicht vor. Aber wohl in einer überarbeiteten Fassung, die dann nur "Der Hobbit" hieß.
Ich bin sowas von froh, dass sie die "Verfilmung" von "Der Dunkle Turm" abgebrochen haben.

Das Bild hier drückt es übrigens ganz gut aus:

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IEP
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von IEP »

EdEdison hat geschrieben:(verstehe jetzt nicht warum sich ein Teil der Männerwelt wieder einmal angepisst wegen so etwas fühlt...)
Ich kann nicht für andere Antworten, aber mir stößt so was einfach immer sauer auf.
Da kann ich verschiedene Gründe nennen.

Wenn ich so ein Video machen würde und Sachlich vortrage, dass ich es nicht in Ordnung finde, dass in allen Actionspielen nur muskulöse Amerikaner herumrennen (und dabei alle Gegenbeispiele ignoriere), würde es keine Sau interessieren, da der Mann ja immer bevorteilt wird. Immer und überall. Wahrscheinlich sogar schon, bevor das Universum entstand.

Wenn man Sexismus an Stellen sieht, wo keiner ist, muss man sich nicht wundern, wenn man Männer mit haarigen Brustkörben und Vollbärten beim Saufen am Stammtisch stört.
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monotony
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von monotony »

EdEdison hat geschrieben:Ein gutes Video und sehr unaufgeregt von der Dame vorgetragen (verstehe jetzt nicht warum sich ein Teil der Männerwelt wieder einmal angepisst wegen so etwas fühlt...). Wartet die anderen Teile ab, sicher werden auch noch Positive Beispiele genannt, die aber immer noch in der Minderheit sind. In dieser Folge ging es halt um die zu erettende Frau! Ich freue mich auf die Fortsetzungen!

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mr archer
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von mr archer »

TaLLa hat geschrieben:
Ist es deshalb böse und Rollenstärkend, wenn man diese leichten Informationen noch Futter gibt? Seriously? Sogut wie nein. Da gibt es im Leben viel mehr reale Dinge die das tun. Ganz vorne die Werte die man von Mami und Papi, bzw. der normierten Gesellschaft bekommt.
Und diese Werte materialiseren sich einfach so im luftleeren Raum? Da Du hier auf Deine Expertise als Psychologe abhebst, entgegne ich Dir als Kulturwissenschaftler: Nein.

Ein schönes Beispiel hierfür ist immer wieder die Einübung des Denkens in Nationen während des 19. Jahrhunderts. Am Ende des Jahrhunderts glaubten ganze Bevölkerungen an eine gemeinsame bis in mythische Urzeiten zurückreichende National-Geschichte. Und ausgedacht haben sich diese Geschichten ein paar Romantiker, knapp einhundert Jahre zuvor.

So einfach ist das mit den "ewigen" Werten der Eltern und der Gesellschaft leider eben nicht.
husld
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von husld »

ich musste das hier einfach durchlesen - das niveau ist teilweise einfach zu unterirdisch. hier treten einige verängstigte "männer" herzen zu tage. wie sich einige gleich angegriffen fühlen und es überhaupt nicht verstehen können, dass dieses thema so ein echo auslöst - geschweige denn soviel geld dafür lukriert werden konnte auf freiwilliger basis.

den troll-of-the-thread award muss man aber eindeutig gracjanski geben - deine aussagen machen das hier erst lesenswert!

@topic: ich finde, so polarisierend schildert sie das gar nicht, wie es vielleicht von vielen verstanden wird. (vielleicht weil das thema schon so vorbelastet ist?) ich denke, zu den angesprochen zeiten fristete diese sparte eher noch ein nischendasein und ein markt musste erst geschaffen werden. viele faktoren hatten einfluss darauf wie zb zielgruppe, was war möglich und finanzierbar, marketing - wenn auch in vielen kleineren umfang, damalige gesellschaftliche prägung und sicher noch mehr. je größer aber der kundenkreis wächst, umso größere verantwortung hat die industrie der gesellschaft gegenüber. das alter, in dem vorzugsweise spiele konsumiert werden, ist für die weitere entwicklung eines menschen auch nicht unerheblich.
Zusammenfassend: Zu Beginn war es Mittel um Zweck - aber die Spiele müssen sich auch hier weiterentwickeln, denn Lohnenswertes gibt es jetzt schon zu wenig!