Diablo III: Feedback 'überrascht' Blizzard

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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

KOK hat geschrieben:Ja, aber er muss doch das AH nicht benutzen. Er kann die Items auch schön alleine zusammenfarmen, hält ihn doch keiner von ab. Das AH schädigt ihn doch auch nicht indirekt, nur weil es andere benutzen können und werden.
Doch, es wertet neben dem PvP-Aspekt die eigenen Anstrengungen die Gegenstände selbst zu finden, massiv ab. Warum noch stolz sein auf einen gefundenen seltenen Gegenstand wenn andere Spieler sich das Ding mal eben für paar € holen?

Den Unterschied, ob jemand einfach Geld oder Zeit und Anstrengungen in seinen Charakter investiert hat, sieht niemand.

Viele werden sich einfach denken "Warum jetzt ne Woche spielen wenn ich mir den passenden Gegenstand mal eben für 3€ kaufen kann? 3€ sind nen kleiner Betrag. Nochmal 3€ sind wieder ein kleiner Betrag. Und nochmal 3€ sind wieder ein kleiner Betrag,... usw.
Blizzard wird Millionen Spieler haben, die diesen Mist mitmachen. Leider.
Zuletzt geändert von Bedlam am 05.08.2011 19:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Stormrider One
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Beitrag von Stormrider One »

KOK


Wem wurde Honig geboten und hat nicht ausprobiert?....wen du einmal auf den Geschmack kommst, wirst auf deine Art und weise ,im "spiel"(deine Spielweise oder Arbeit?) ansprechend ändern!!!

Weist du wieso ?

Weil wie es scheint dafür das "spiel" gedacht ist!!!



MFG
Zuletzt geändert von Stormrider One am 05.08.2011 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
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D.V.T.
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Beitrag von D.V.T. »

Erynhir hat geschrieben:
D.V.T. hat geschrieben:Was jeder Einzelne aus seinem Diablo 2 Charakter gemacht hat, ist irrelevant. Die Möglichkeit, einen Charakter nach eigenen Wünschen aufzubauen, war gegeben.
Ach komm schon, ja, die Möglichkeit war vielleicht da, aber wie reichlich wurde das denn schon genutzt. ;-)
Bleibt doch etwas realistisch, Diablo 2 war ganz und gar kein Spiel wo die Spieler individuell waren. Es gab Standard-Skills und Standard-Ausrüstung. Fun-Builds natürlich auch, aber diese gibt es in Diablo 3 sicher weiterhin.
Ich persönlich hab' mir nie einen Guide zu Diablo 2 angesehen und weiß demnach bis heute nicht, wie effektiv meine Charaktere im Vergleich zu "standardisierten" bzw. "optimierten" Charakteren waren. Ist mir auch egal - sie haben sowohl im Battle.net als auch im Hardcore-Modus funktioniert.
Es ist wohl jedem Spieler zuzutrauen, dass er auch ohne haargenaue Anleitung eine halbwegs brauchbare Skillverteilung hinbekommt.

Der Punkt ist doch, dass einem Spiel, das nun wirklich alles andere als komlex war, einer der wenigen Aspekte, die dem Spieler ein Mindestmaß an Überlegung abverlangten, genommen wurde.
Dass es in Diablo 2 einige nutzlose Skills gab und die Skilltrees an sich sicher nicht optimal durchdacht waren, will ich gar nicht abstreiten. Anstatt aber das ganze System in die Tonne zu treten hätte Blizzard auch versuchen können, vernünftige Skilltrees zu entwickeln. Allerdings scheint man die Zeit dafür wohl lieber in das - aus spielerischer Sicht sinnbefreite - Auktionshaus investiert zu haben...
WulleBulle
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Beitrag von WulleBulle »

Kajetan hat geschrieben: Wusstest Du eigentlich, dass Blizzard das eigentliche Diablo 3 in "Grim Dawn" unbenannt hat und nun von Crate Entertainment, den Ex-Titan Quest-Entwicklern zu Ende bauen lässt? Ein Crate-Mitarbeiter meinte letztlich (http://www.rockpapershotgun.com/2011/08 ... grim-dawn/), dass GD sogar ganz ausdrücklich casual-player-hostile werden wird.

Das Diablo 3, welches stattdessen offiziell unter diesem Namen erscheint, dass ist nur ein Massenmarkt-Monetizing-Projekt von Activision, welches Kotick von Blizzard umgesetzt haben möchte.

8)
Das finde ich sehr interessant und ist ein Lichtblick. D3 hat ja praktisch nur noch zwei Funktionen: Klicken und im AH verkaufen. Alle anderen Inhalte und Funktionen wurden entfernt, um ja jegliche Spieltiefe zu verhindern und im Keim zu ersticken.

Dieses und "Path of Exile" sieht nun alles schon viel besser aus als D3 jemals aussehen wird.
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Stormrider One
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Beitrag von Stormrider One »

"Path of Exile" scheind soger der diablo(D3 kannst du sowieso vergessen) Killer zu werden :)




MFG
Palace-of-Wisdom
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Beitrag von Palace-of-Wisdom »

Bedlam hat geschrieben:
Palace-of-Wisdom hat geschrieben:
Bedlam hat geschrieben: Ich sags nochmal: Was seid ihr doch für Schafe.

Arme, ahnungslose, kurzsichtige Schafe. Aber ihr habts verdient abgezockt zu werden indem euch Blizzard von euch unbemerkt zu deren Vertragshändlern macht nachdem ihr ihnen schon 50€ in den Rachen geworfen habt. Sie stellen das Produkt bereit (mit einer Prise Glücksspiel), ihr handelt mit dem materiell völlig wertlosen Kram und Blizzard macht mit jeder Transaktion Profit.
Und wer bist du? Der Internet Che? Stell dich doch vor einen Mediamarkt am Releasetag und erklär den Leuten warum sie es nicht kaufen sollten. Du bist sowas von lächerlich mit deiner pseudo intelligenten und arroganten Art. Kauf es halt nicht und spiel es nicht, aber lass die Leute doch machen was sie wollen! Nur weil du hier deine Meinung posten darfst, heißt das nicht das du andere leute so herablassenden betiteln kannst.

Es geht gar nich darum, ob ich pro oder contra zu Diablo 3 eingestellt bin. Ich hasse einfach solche intoleranten wichtigtuer die meinen, ihre Meinung sei das gesetz! Manchmal sollte man einfach denken bevor man postet. Nur weil man hinter einem Monitor sitzt, braucht man nicht gänzlich den Respekt vor seinen Mitmenschen zu verlieren.
Wenn es meine Meinung ist, dass ihr Schafe seid, dann ist das eben so. Damit musste klar kommen. ;)
Ich sagte doch bereits, ich habe da überhaupt keine Meinung zu. Mir ist es total egal was für lauwarme Pressemeldungen Blizzard rausgibt und auch das geheule in den Foren darüber. Ich warte bis zum Release, wenn es mich anspricht, schlage ich zu - wenn nicht dann nicht. Ich mache mir keine Gedanken über ungelegte Eier. So wichtig ist der Release von Diablo 3 in meinen Augen nicht.

Es geht nur darum: Du hast einen Standpunkt und verteidigst den auch. Wahrscheinlich, hast du sogar recht mit vielen Aussagen. Aber es geht um die Art und Weise. Das Board hier ist für Menschen gedacht, die ein gemeinsames Hobby haben. Es fehlt einfach der Respekt voreinander hier. Jemanden als "Armes, ahnungloses Schaf" zu bezeichnen, find ich schon ein bisschen dreist. Vor allem wenn man als Grundlage nur hat, das jemand ein Spiel kaufen will.

Ich finde auch Call of Duty bescheuert und schmunzel über die DLC Preise. Trotzdem würde ich niemals Sachen Posten wie: "omg ihr fanboys seid so blind und dumm...ihr kauft die scheiße auch noch" Jeder soll doch machen was ihm gefällt. Wenn du Contra Diablo 3 und Contra "Blizzard Fanboys" bist - schön, aber achte doch ein bisschen darauf, wie du mit den Menschen redest. Nur um zu provozieren, muss man ja nicht so herablassend sein. Das ganze entwertet auch das sinnvolle Zeug das du postest.


zu Diablo 3: Der Onlinezwang und das AH sind ja Kontroversen, an denen sich die Geister scheiden. Was ich furchtbar finde, ist das man keine Skillpunkte mehr verteilen kann. Früher ist man in einem Rollenspiel aufgestiegen, hat seine Punkte in Ausdauer, Kraft, Intellekt oder von mir aus Potenz gesteckt. Schon bei WoW fand ich das ganze total arm, mit diesem Autoverteilen. Da hat die Branche doch einen Rückschritt gemacht, meiner Meinung nach. Ich glaube auch nicht das man das wirklich heiß diskutieren muss. 9 von 10 Spielern die Diablo 2 mochten, werden das nicht gut finden. Manchmal frage ich mich, ob Blizzard wirklich denkt "alles Casual" zu machen wäre der richtige weg. Ein Casual kauft sich doch gar keine addons, items für echtgeld usw.? Activision sollte vieleicht Facebookspiele und Wii-games machen... Wenn ihnen der Casual Markt so am Herzen liegt. Vieleicht auch ein Wimmelbild Spiel von Blizzard? The mighty adventures of Kotick?
Zuletzt geändert von Palace-of-Wisdom am 05.08.2011 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

@Palace-of-Wisdom: Okay, dann sorry für den Ton. Aussage bleibt aber bestehen. "Schafe" fand ich jetzt nicht schlimm und es bezeichnet eine Art Herdenverhalten ("Alles was Blizzard anfasst muss supertoll sein!"), für das mir kein harmloseres Wort einfällt. ;)
Slayer123
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Beitrag von Slayer123 »

Erynhir hat geschrieben:
Slayer123 hat geschrieben: ich will ein arpg bei dem ich verschiedene skillungen ausprobieren kann und somit einen höheren wiederspielwert habe.
Hmm, ob man jetzt 30 Punkte in einen Skillbaum investiert für 3 Fertigkeiten die man dann nutzt... oder ob man diese drei Fertigkeiten dann später so hat. Ein Unterschied ist da doch nicht wirklich gegeben?
Im Endeffekt hat man drei Skills mit denen man spielt. Vielleicht sehe ich das nicht so eng dass es notwendig wäre ein paar Punkte auf vordefinierten Bahnen zu verteilen...
da haste schon recht, über einen richtigen "nutzen" könnte man jetzt streiten. aber dafür sind ja spiele auch nicht gemacht. spiele sind im grunde das "nutz"loseste was es gibt.
für mich werden aber elemente, die mir in spielen wichtig sind, entfernt. es ist doch irgendwie ein erfolgserlebnis, wenn man bei einem lvl-aufstieg nicht nur neue skills bekommt, sondern auch noch seine punkte verteilen kann. dazu gehört auch, dass man ein item, dass man vllt. schon 5 lvl spazieren trägt, endlich anlegen kann. erhöht wird diese freude noch dadurch, dass man das item selbst gefunden hat und nicht nur gegen n paar euros im ah gekauft hat.

ich sage ja nicht, dass kommerz spiele tötet. aber was blizzard hier treibt, zerstört grundelemente des spielprinzips, welches diablo so erfolgreich gemacht hat.
diablo 3 wirkt auf mich mittlerweile nur noch langweilig. ich brauch nichts skillen, ich brauch keinen platz mehr heiltränke planen, ich brauch nicht mal mehr selbstständig items sammeln. natürlich ist der letzte punkt einzig und allein von mit abhängig, ob ich das ah nutze. nur, wie schon gesagt wurde, schmälert es den eigenen erfolg, wenn man items selbst findet und nicht kauft, da keiner den unterschied mehr sieht.
das hat schon etwas mit selbstpräsentation auch zu tun und davor sind die wenigsten gefeilt.
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Bedlam
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Beitrag von Bedlam »

Slayer123 hat geschrieben:da haste schon recht, über einen richtigen "nutzen" könnte man jetzt streiten. aber dafür sind ja spiele auch nicht gemacht. spiele sind im grunde das "nutz"loseste was es gibt.
für mich werden aber elemente, die mir in spielen wichtig sind, entfernt. es ist doch irgendwie ein erfolgserlebnis, wenn man bei einem lvl-aufstieg nicht nur neue skills bekommt, sondern auch noch seine punkte verteilen kann. dazu gehört auch, dass man ein item, dass man vllt. schon 5 lvl spazieren trägt, endlich anlegen kann. erhöht wird diese freude noch dadurch, dass man das item selbst gefunden hat und nicht nur gegen n paar euros im ah gekauft hat.
Ich verstehe dich vollkommen. Und bei mir geht es sogar noch weiter: Ich mochte das Tetris-Inventar, was man ordnen musste. Ich mochte die Loot-Entscheidungen, die man bei vollem Inventar fällen musste. Ich mochte das ständige Zurückkehren in die Siedlung um mein Zeug den Händlern zu verkaufen und dabei gleich zu gucken was es nützliches gibt (und in "virtueller Gesellschaft" zu verschnaufen und Atmosphäre zu tanken). Ich mochte das Potion-System und das Potion-Spamming (es war jedesmal ein tolles Gefühl das halbe Inventar frisch mit Potions gefüllt zu haben und frisch gestärkt in die Dungeons zurückzukehren).

Diese kleinen Hürden und Aufgaben sind alles Sachen, die neben der Klopperei für Abwechslung und ständige kleine Erfolgserlebnisse sorgten und mir wirklich Spaß machten.

Alles wegrationalisiert. Gegenstände kann man direkt ausm Inventar verkaufen, Health-Orbs gibts direkt beim Kloppen, Skillpunkte muss man nicht mehr verteilen, das Inventar wurde stark vereinfacht.

Was übrig bleibt ist kloppen, kloppen, kloppen, kloppen, kloppen... und hoffen, dass ein Gegenstand droppt, den man zu Geld machen kann.
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NeoJD
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Beitrag von NeoJD »

Da geht der Traum vom perfecten D2 nachvolger hin.
Dieses scheiss auktionshaus allein macht schon viel zu viel kaputt, ganz zu schweigen das Blizzard D3 als kindgerechtes spiel für leute ohne anspruch aufziehen will. Aber wenn die Leute kein Geld mehr haben um das Inet zu bezahlen (Da sie eben 200 Runen ersteigert haben) können sie nichtmal mehr Spielen. :roll:

Hoffenlich gibts dann hacks die ein solo offline gaming trozdem zulassen.

Ich bin dem Game mitlerweile nicht mehr so froh gesonnen. 8O

D2 sollte ein remake bekommen lol
Zuletzt geändert von NeoJD am 05.08.2011 19:59, insgesamt 1-mal geändert.
Aeneas
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Beitrag von Aeneas »

schade das die branche mittlerweile so industralisiert wurde, dass nicht mehr fans und nerds spiele herstellen, sondern "unternehmen" und diese werden halt nicht von spieler geleitet sondern von Ceo´s!
kann mich noch dran erinnern, diablo2 am donnerstag in händen gehalten als es rauskam und gleich bis sonntag mit gut 80 freunden in der LAN gezockt! zu herrlich! dieser daueronline zwang is doch das letzte, aber das schlimmste is, dass se noch nicht mal den mut und den arsch in der hose zu haben: "ja wir wissen das es einigen fan´s zum nachteil gereicht ..." neee, stattdessen versuchen sie es schön zu labbern, und genau das stößt sauer auf!!!
ach ich werd torchlight 2 zocken, den rest des ersparten geldes (nur 20öcken und keine 60) in alk investieren und dann glücklich sein! schade, aber das gesamtpaket stimmt bei blizz und bei d3 einfach nicht mehr, die grafik, die atmo, die vercausalisierung, das skilln, echtgeld auktionen, onlinezwang etc. pp.!!! leider gottes gibt es genügen hirnlose die sich damit das geld aus den taschen ziehen lassen werden, nimmt ja ausmaße wie beinem einarmigen banditen an!
KOK
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Beitrag von KOK »

D.V.T. hat geschrieben:
Erynhir hat geschrieben:
D.V.T. hat geschrieben:Was jeder Einzelne aus seinem Diablo 2 Charakter gemacht hat, ist irrelevant. Die Möglichkeit, einen Charakter nach eigenen Wünschen aufzubauen, war gegeben.
Ach komm schon, ja, die Möglichkeit war vielleicht da, aber wie reichlich wurde das denn schon genutzt. ;-)
Bleibt doch etwas realistisch, Diablo 2 war ganz und gar kein Spiel wo die Spieler individuell waren. Es gab Standard-Skills und Standard-Ausrüstung. Fun-Builds natürlich auch, aber diese gibt es in Diablo 3 sicher weiterhin.
Ich persönlich hab' mir nie einen Guide zu Diablo 2 angesehen und weiß demnach bis heute nicht, wie effektiv meine Charaktere im Vergleich zu "standardisierten" bzw. "optimierten" Charakteren waren. Ist mir auch egal - sie haben sowohl im Battle.net als auch im Hardcore-Modus funktioniert.
Es ist wohl jedem Spieler zuzutrauen, dass er auch ohne haargenaue Anleitung eine halbwegs brauchbare Skillverteilung hinbekommt.

Der Punkt ist doch, dass einem Spiel, das nun wirklich alles andere als komlex war, einer der wenigen Aspekte, die dem Spieler ein Mindestmaß an Überlegung abverlangten, genommen wurde.
Dass es in Diablo 2 einige nutzlose Skills gab und die Skilltrees an sich sicher nicht optimal durchdacht waren, will ich gar nicht abstreiten. Anstatt aber das ganze System in die Tonne zu treten hätte Blizzard auch versuchen können, vernünftige Skilltrees zu entwickeln. Allerdings scheint man die Zeit dafür wohl lieber in das - aus spielerischer Sicht sinnbefreite - Auktionshaus investiert zu haben...
Schon alleine das Prinzip der unterschiedlichen Klassen ist eine EInschränkung an sich, auch Klassenkorsett genannt. Das die unterschiedlichen Klassen sich durch Talentspezialisierungen weiter einschränken, eng das Korsett nur weiter ein. Das Prinzip von Klassen mit Skilltrees ist also vom spielerischen Anspruch genau das Gegenteil: Klassen werden auf das Minimum reduziert.

Viele Spiele kommen ohne so ein dummes Talentsystem zurecht, ohne dabei "simplifiziert" zu wirken. Mal davon abgesehen, daß durch die Runensteine jede Fähigkeit in fünffacherweise modifiziert werden kann und somit genügend Spezialisierung vorhanden ist. Talentbäume aber haben noch nie den Sinn gehabt, Tiefe in die Klasse zu geben. Wozu denn auch, die Klassen werden durch Talentbäume nur weiter eingeengt.

Daher finde ich den Schritt weg von Talentbäumen einfach nur begrüßenswert. Zumal das Talentsystem in Diablo 2 einfach nur crap war.
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Homer-Sapiens
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Beitrag von Homer-Sapiens »

Bedlam hat geschrieben:Ich verstehe dich vollkommen. Und bei mir geht es sogar noch weiter: Ich mochte das Tetris-Inventar, was man ordnen musste. Ich mochte die Loot-Entscheidungen, die man bei vollem Inventar fällen musste. Ich mochte das ständige Zurückkehren in die Siedlung um mein Zeug den Händlern zu verkaufen und dabei gleich zu gucken was es nützliches gibt (und in "virtueller Gesellschaft" zu verschnaufen und Atmosphäre zu tanken). Ich mochte das Potion-System und das Potion-Spamming (es war jedesmal ein tolles Gefühl das halbe Inventar frisch mit Potions gefüllt zu haben und frisch gestärkt in die Dungeons zurückzukehren).

Diese kleinen Hürden und Aufgaben sind alles Sachen, die neben der Klopperei für Abwechslung und ständige kleine Erfolgserlebnisse sorgten und mir wirklich Spaß machten.
AMEN! So nervig volle Taschen und häufige Händlergänge manchmal auch sein konnten, aber DAS war Diablo bzw. ein wichtiger Teil davon.
Bedlam hat geschrieben:Alles wegrationalisiert. Gegenstände kann man direkt ausm Inventar verkaufen, Health-Orbs gibts direkt beim Kloppen, Skillpunkte muss man nicht mehr verteilen, das Inventar wurde stark vereinfacht.

Was übrig bleibt ist kloppen, kloppen, kloppen, kloppen, kloppen... und hoffen, dass ein Gegenstand droppt, den man zu Geld machen kann.
Kann man eigentlich nur hoffen, daß diese ganzen Verschlimmbesserungen auch entsprechend abgestraft werden (selbst wenn das Spiel an sich dann noch einen gewissen Spaß bringen könnte, was ich mir mittlerweile eher schwer vorstellen kann) und man nicht allein des Namens oder des Herstellers wegen schon mit Hitauszeichnungen schmeißt. Selbst wenn es sich verkaufen wird wie geschnitten Brot hoffe ich auf kritische/ 'ehrliche' Tests alter Diablo-Fans.
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Brakiri
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Beitrag von Brakiri »

Also für mich macht im RPG die verschiedene Skillung eine ganze Menge aus.
In ToEE habe ich sicher 20 mal einen anderen Build gebastelt, und bin zur Ruine gelatscht, um zu schauen, wie spassig der Char ist.

Genauso habe ich das bei Spellforce gemacht. Einmal mit Feuermagie versucht, und dann geguckt, wie spassig es mit Eis und Nekromantie sein könnte. Auch Drakensang: Am Fluss der Zeit habe ich 4 oder 5 mal angefangen und andere Chars ausprobiert.
Erklärt auch, warum ich ein absoluter GURPS-Fan bin. JEDES Char-Konzept ist darstellbar..super! Schade das es kein CRPG in GURPS-Regeln gibt..dumm das sich die Fallout-Macher damals nicht mit SJGames einigen konnten. Na ich denke ein GURPS-CRPG würde nicht nur Casual-Gamer überfordern ;)

Ehrlich gesagt fällt es mir schwer zu verstehen, was an Diablo jetzt noch interessant ist. Die Skillung fällt weg, der Char ist in der Klasse immer gleich, man sammelt Items und tötet Gegner.
Ist der gleiche Fehler den man mit D&D 4.0 gemacht hat. WoW aufm Papier, immer die gleichen Charaktere, Pigeonholing pur. *gähn*

Da scheint mir irgendwie Borderlands mehr RPG zu sein als Diablo 3.
Dort kann man wenigstens noch 1st Person Sicht anmachen und selber zielen.

Und dafür jetzt auch noch Online-DRM ertragen? Scheint mir kein guter Deal zu sein *shrug*

ABER: Wems gefällt, kein Problem :)
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Erynhir
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Beitrag von Erynhir »

Also Guild Wars kommt ja auch komplett ohne Skill-Tree aus und hat doch eines der besten Fertigkeiten-System die es so gibt.
Ich gebe zu, diese kleine Freude "hui ein neuer Punkt zum Verteilen" wird mir auch ein wenig fehlen... aber ich bin zuversichtlich dass Diablo 3 funktionieren wird.

Mach einer redet ja daher als gäbe es gar keine verschiedenen Fähigkeiten mehr...