Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz

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Imperator Palpatine
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Imperator Palpatine »

Kajetan hat geschrieben: 01.08.2021 19:15
Drian Vanden hat geschrieben: 01.08.2021 18:10 Eben. Da wird jemand, der "Grab them by the pussy!" sagt, sogar noch Präsident, und holt bei der zweiten Wahl noch mehr Stimmen, als je ein Kandidat [der rep. Partei] zuvor.
Auf der Grund der Besonderheiten der US-Parteienlandschaft, sind solche Aussagen, um es mal höflich zu sagen, wenig präzise. Es gibt halt nur zwei Kandidaten, nur zwei relevante Parteilager. US-Wähler sind es gewohnt alle Hühneraugen bei einem Kandidaten der präferierten Partei zu zudrücken, weil es einfach nicht angeht die jeweils andere Partei zu wählen.
Das ist in Deutschland nicht unbedingt anders. Der Grossteil der CDU Wähler hat keine Interesse an Laschet. Aber Baerbock als Kanzlerin ist die weitaus schlimmere Vorstellung.
Zuletzt geändert von Imperator Palpatine am 01.08.2021 19:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Kajetan »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 01.08.2021 19:13 Ach und der Grossteil der Männer wurde seid Jahrtausenden nicht ebenfalls Opfer von Unterdrückung ?
Einige hier - du eingeschlossen - scheinen irgendwie zu glauben dass sich Männer unisono über die Jahrhunderte in einem maskulinen Paradies eingelebt hätten und nun " verbittert kämpfen " weil man es ihnen wegnehmen will.

Der Grossteil der Frauen UND Männer kämpfte täglich um die Existenz und war der Willkür und der Gefahr von Herrschern, marodierenden Armeen, Hungersnöten, Krankheiten, Naturkatastrophen etc. ausgesetzt.
Und Wahlrechte hatte der einfache Mann auch in späteren Zeiten nicht. Dies kam - ja nach Nation erst in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts auf.
Frauen durften z.B. nicht erben, solange es männliche Nachkommen gab. Und selbst wenn sie die einzigen Nachkommenschaft waren, wurden sie nur im Ausnahmefall als Erbe eingesetzt, oft genug wurde der nächste männliche Nachkomme zweiten Grades gewählt.

Frauen durften auch lange nach dem Ende der Ständegesellschaft viele Berufe nicht ausüben, durften nicht studieren.

Frauen durften nicht Grund und Boden besitzen.

Ehefrauen waren Besitz des Gatten.

Usw. usf.

Es ist schon bezeichnend, dass Du die Benachteiligung von Frauen ausserhalb des Kontextes von Krieg und Naturkatastrophen geflissentlich unter den Tisch fallen lässt, nur um ein Argument zu haben. Ich würde sogar die Behauptung wagen, dass Du bei diesem Thema nur eine Meinung, aber kein einziges Argument hast.
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Drian Vanden
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Drian Vanden »

Kajetan hat geschrieben: 01.08.2021 19:15
Drian Vanden hat geschrieben: 01.08.2021 18:10 Eben. Da wird jemand, der "Grab them by the pussy!" sagt, sogar noch Präsident, und holt bei der zweiten Wahl noch mehr Stimmen, als je ein Kandidat [der rep. Partei] zuvor.
Auf der Grund der Besonderheiten der US-Parteienlandschaft, sind solche Aussagen, um es mal höflich zu sagen, wenig präzise.
Also, DEN Zusammenhang deiner Schlussfolgerung sehe ich nun überhaupt nicht.
Kajetan hat geschrieben: 01.08.2021 19:15 Es gibt halt nur zwei Kandidaten, nur zwei relevante Parteilager.
Letzteres ist richtig, ersteres nicht, zumindest hier nicht präzise, da im Kandidatenrennen um die letztliche Präsidentenkandidatur mehrere Senatoren antreten.
Kajetan hat geschrieben: 01.08.2021 19:15 US-Wähler sind es gewohnt alle Hühneraugen bei einem Kandidaten der präferierten Partei zu zudrücken, weil es einfach nicht angeht die jeweils andere Partei zu wählen.
Sicherlich richtig, aber davor hast du 1.) noch den Weg zur Kandidatur selbst, siehe oben, und 2.): halte ich als Wähler etwas darauf, dass mein Kandidat sich Frauen gegenüber nicht verachtend und sexistisch verhält, wähle ich ihn nicht, wenn er genau das tut. Selbst oder erst recht, wenn ich es nicht tue.
Zuletzt geändert von Drian Vanden am 01.08.2021 19:32, insgesamt 1-mal geändert.
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greenelve
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von greenelve »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 01.08.2021 19:13 Ach und der Grossteil der Männer wurde seid Jahrtausenden nicht ebenfalls Opfer von Unterdrückung ?
Einige hier - du eingeschlossen - scheinen irgendwie zu glauben dass sich Männer unisono über die Jahrhunderte in einem maskulinen Paradies eingelebt hätten und nun " verbittert kämpfen " weil man es ihnen wegnehmen will.

Der Grossteil der Frauen UND Männer kämpfte täglich um die Existenz und war der Willkür und der Gefahr von Herrschern, marodierenden Armeen, Hungersnöten, Krankheiten, Naturkatastrophen etc. ausgesetzt.
Und Wahlrechte hatte der einfache Mann auch in späteren Zeiten nicht. Dies kam - ja nach Nation erst in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts auf.

Menschen wie du und Vanika " argumentieren " bisweilen als wenn wir uns immer noch in grauer Vorzeit befinden würden und die Unterdrückung der Frauen allgegenwärtig ist.

Das ist dann kein Glaube an " Alles soll bleiben wie es ist ". Sondern eine Frage der Verhältnismässigkeit von Menschen die mit Kanonen auf Spatzen schiessen nachdem sie letztere zu Flugsauriern erklärt haben.
Es gibt tatsächlich Männer, die sich gefühlt in einem Paradies wähnen bzw. dies in der Vergangenheit sehen und in der Gegenwart möchten.

Es geht bei der Diskussion nicht darum, ob Menschen arm sind und generell unterschiedliche soziale Schichten, als wenn alle Männer reich und in der oberen Schicht vorhanden wären. Es geht auch nicht um tatsächlich "alle" Männer und "alle" Frauen, die jemals gelebt haben. Es geht im übertragenem Sinne um das Bild Mann und das Bild Frau innerhalb der Gesellschaft. Es gibt Länder, in denen Männer erst relativ spät ein Wahlrecht bekamen (teils auch begründet auf Hautfarbe und regionale Herkunft), nimmst du einzelne Länder und vergleichst innerhalb dessen Mann und Frau, gibt es eine deutlichere Trennung.

Auf Spatzen schießen ist also, dies so zu übertreiben und "alle" zu meinen, damit man der eigentlichen Thematik aus dem Weg gehen kann.

Ein Beispiel für noch heutige Geschlechterungleichheit: In der Medizin ist der Mann die Norm und Frau eine Anormalität:
Spoiler
Show
Ja, Böhmermann könnte dir nicht gefallen, weil.... Aber darum geht es mir nicht, mir geht es rein um den Inhalt des Videos. Welches Böhmermann aus meiner Sicht unterhaltsam rüberbringt und es mir auf die Schnelle eingefallen ist. :Blauesauge:

Und ob das jetzt Unterdrückung ist, wie man es mit der Unterdrückung mit Sklaven gleichsetzen könnte, oder anders relativieren, dass ja auch Männer von falsch dosierten Medikamenten und fehlender wissenschaftlicher Erfassung betroffen sind, oder schlicht Böhmermann irgendwas ideologisches ad hominem, es zeigt Geschlechterungleichheit ist vorhanden. Und wie verbreitet und akzeptiert dies auch heute noch ist, zeigt, wie es gesellschaftlich verwurzelt ist.

Aber wir wissen beide, was hier Sache ist.... bei Unterdrückung der Frauen in der Gesellschaft ging es noch nie darum, ob Menschen Vulkanen oder Pest hilflos ausgelieft sind, dabei um ihr Leben kämpfen müssen. Damit könnte man auch die Ungleichheit zwischen Arm und Reich relativieren, denn von Vulkanen und Pest waren alle betroffen.


edit: zusätzlich was Kajetan sagt
Zuletzt geändert von greenelve am 01.08.2021 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Geklaut von greenelve. Falls das Forum schließen sollte:
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Usul
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Usul »

Imperator Palpatine hat geschrieben: 01.08.2021 19:13Ach und der Grossteil der Männer wurde seid Jahrtausenden nicht ebenfalls Opfer von Unterdrückung ?
Einige hier - du eingeschlossen - scheinen irgendwie zu glauben dass sich Männer unisono über die Jahrhunderte in einem maskulinen Paradies eingelebt hätten und nun " verbittert kämpfen " weil man es ihnen wegnehmen will.

Der Grossteil der Frauen UND Männer kämpfte täglich um die Existenz und war der Willkür und der Gefahr von Herrschern, marodierenden Armeen, Hungersnöten, Krankheiten, Naturkatastrophen etc. ausgesetzt.
Und Wahlrechte hatte der einfache Mann auch in späteren Zeiten nicht. Dies kam - ja nach Nation erst in der zweiten Häfte des 19. Jahrhunderts auf.
Hach, wenn jetzt noch der liebe billy-boy um die Ecke kommt und uns davon erzählt, daß es doch die armen Männer waren und sind, die in den Kriegen auf der Welt gekämpft und gestorben sind, dann hätten wir die Party fast beisammen (bis auf den einen oder anderen leider Gesperrten).
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SethSteiner
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von SethSteiner »

Ryan2k6 hat geschrieben: 01.08.2021 17:55 Ein Ungleichgewicht behebst du nicht, in dem du alles gleich behandelst, Seth.

Wenn auf einer ungleichen Waage, auf beiden Seiten immer gleich viel ablegst, wird sie auf ewig ungleich bleiben.

Ist dir aber offenbar...Egal. ;)

Seit Jahrtausenden werden Frauen unterdrückt und auch heute ist vieles noch nicht auf Augenhöhe, selbst im ach so aufgeklärten Westen. Das wird sich nicht ändern, wenn man die Augen davor verschließt und sagt "gibts alles nicht, für mich sind alle gleich", oder übersetzt "Alles bleibt bitte wie es ist".
Ungleichgewicht behebt man nicht durch Ungleichgewicht. Man behebt Ungerechtigkeit auch nicht durch Ungerechtigkeit. Man behebt Probleme nicht durch mangelnde Differenzierung, Ignoranz und Verallgemeinerung, wenn die Probleme genau darin bestehen.

Frauen allein werden nicht seit Jahrtausenden unterdrückt, Menschen werden seit Jahrtausenden unterdrückt. Männer, Frauen, Behinderte, Reiche, Arme, Alte, Junge, es gibt tausende von Kulturen, Zeiten, Orte, mit eigenen Regeln für jeweilige gesellschaftliche Gruppierungen und dabei wurden am Ende alle diskriminiert. Und warum werden sie das? Eben genau aus diesem Grund. Weil du je nach Attribut kategorisiert und behandelt wirst, durch Auf- oder Abwertung.

Es bleibt eben nicht alles wie es ist, wenn man alle gleich behandelt, denn eben hier besteht der historische Unterschied. Historisch wurden Menschen nicht gleich behandelt. Um bei deiner Analogie zu bleiben, du willst versuchen ein Gleichgewicht zu erreichen, in dem du Gewichte verteilst, mit tallen Konflikten die damit einhergehen. Ich nehme sie einfach runter (ausgenommen bei Behinderten/Kranken, deren Teilhabe eine berechtigte Sonderbehandlung bedingt).
Gleichbehandlung ist halt kein "alles bleibt wie es ist". Gleichbehandlung ist das Ziel und die Lösung.
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Usul
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Usul »

SethSteiner hat geschrieben: 01.08.2021 20:00Frauen allein werden nicht seit Jahrtausenden unterdrückt, Menschen werden seit Jahrtausenden unterdrückt.
Sorry, wenn ich das so unvermittelt sage, aber das ist genau der gleiche Blödsinn wie bei "All Lives matter". Ja, wir sind alles Menschen, alle Arten von Kategorisierungen dienen nur der Verfestigung dieser Kategorien, gell? Du meine Güte.

Am Ende dann alle so:

Alex_Omega
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Alex_Omega »

Kajetan hat geschrieben: 01.08.2021 13:19
Alex_Omega hat geschrieben: 01.08.2021 10:48 Der Herr will also "faktenbasierte Argumente" zu Dingen welche bereits seit Jahren bekannt sind. Sehr sehr traurig aber bitte...
Nichts von dem, was Du hier an Links präsentierst, bezweifle ich. Die Nutzerzahlen nehmen ab und es gibt mehr Leute, die dort unter ihrem vollen Namen dummes Zeug sabbeln. Ja, richtig.

Wo ist aber ein Nachweis dieser Deiner Behauptung: "Zumindest auf Facebook tummelt sich zu 95% wirklich nur noch der Bodensatz der Gesellschaft."
.
Zuletzt geändert von Alex_Omega am 01.08.2021 20:30, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Khorneblume »

Alex_Omega hat geschrieben: 01.08.2021 20:22 Weisste was, geh einfach auf Facebook, versuch dich dort doch mal über die Spinner welche heute in Berlin waren zu unterhalten und dann darfst du wieder kommen. Bis dahin, auf Wiedersehen. Keine Zeit für solch albernen Kinderkram wo man sich um die Begrifflichkeit streitet und Trivialitäten auf die Goldwaage legt.
Und wie viele der Milliarden Facebook User, werden überhaupt über das diskutieren was heute in Berlin passiert ist? Paar Zehntausend?
Ich kenne auch Menschen, die nehmen Foren wie dieses hier als Beweis dafür, Videospieler seien toxische Idioten, die nix außer Console War und Sexismus können.

Haben sie recht?
Zuletzt geändert von Khorneblume am 01.08.2021 20:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Kajetan »

Alex_Omega hat geschrieben: 01.08.2021 20:22 Weisste was, geh einfach auf Facebook, versuch dich dort doch mal über die Spinner welche heute in Berlin waren zu unterhalten und dann darfst du wieder kommen.
Das sind 95% aller, die Facebook nutzen?
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Khorneblume
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Khorneblume »

Es gibt Kritik zu Blizzard und es gibt richtig böse Kritik:

Czentara
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Czentara »

Drian Vanden hat geschrieben: 01.08.2021 19:31 Eben. Da wird jemand, der "Grab them by the pussy!" sagt, sogar noch Präsident, und holt bei der zweiten Wahl noch mehr Stimmen, als je ein Kandidat [der rep. Partei] zuvor.
Ein Grund dafür ist recht einfach gefunden.

Lange Zeit gab es ein gewisses Understatement zwischen den beiden US Parteien, dass man zwar Gegner ist, aber auf Augenhöhe miteinander kommuniziert. Seit Mitte der 90er begann sich der Tonfall zu verschärfen - glaube es war Newt Gingrich, der Demokraten mit zu bekämpfendem Ungeziefer verglich. Besonders in den letzten drei oder vier Wahlkämpfen wurde deutlich wie stark auf Dämonisierung des politischen Gegners gesetzt wird.

Langfristig ist das dem Diskurs zwar schädlich, aber man mobilisiert dadurch auch die Wähler. Egal wie widerlich der eigene Kandidat ist, der oder die von der anderen Partei ist um jeden Preis (!) zu verhindern. Unter der Prämisse schaut man dann über die Verfehlungen des eigenen Kandidaten hinweg (die Rolle der Evangelikalen spar ich mal aus).

2020 war die Strategie besonders bei den Republikanern sehr deutlich zu sehen. Mit dem Sturm auf den Kongress Anfang des Jahres hat man das zuletzt nochmal zu spüren bekommen. Gab letztes Jahr zur vergifteten Stimmung im politischen Betrieb einen sehr guten Beitrag in den "Blättern zur Deutschen und Internationalen Politik". Da ich derzeit nicht daheim bin, kann ich leider nicht den Beitrag und die Ausgabe raussuchen.

Statista zeigt jedenfalls deutlich wie stark die Wähler mobilisiert wurden.
https://de.statista.com/statistik/daten ... ftswahlen/
https://de.statista.com/themen/1030/us- ... r__wrapper

Die Wahlbeteiligung war im Zeitraum von 1980 bis heute noch nie so hoch gewesen. Klar, dass dann auch die Gesamtzahl republikanischer Wähler deutlich höher als sonst war.
Zuletzt geändert von Czentara am 01.08.2021 21:34, insgesamt 2-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Temeter  »

Czentara hat geschrieben: 01.08.2021 21:29Ein Grund dafür ist recht einfach gefunden.

Lange Zeit gab es ein gewisses Understatement zwischen den beiden US Parteien, dass man zwar Gegner ist, aber auf Augenhöhe miteinander kommuniziert. Seit Mitte der 90er begann sich der Tonfall zu verschärfen - glaube es war Newt Gingrich, der Demokraten mit zu bekämpfendem Ungeziefer verglich. Besonders in den letzten drei oder vier Wahlkämpfen wurde deutlich wie stark auf Dämonisierung des politischen Gegners gesetzt wird.

Langfristig ist das dem Diskurs zwar schädlich, aber man mobilisiert dadurch auch die Wähler. Egal wie widerlich der eigene Kandidat ist, der oder die von der anderen Partei ist um jeden Preis (!) zu verhindern. Unter der Prämisse schaut man dann über die Verfehlungen des eigenen Kandidaten hinweg (die Rolle der Evangelikalen spar ich mal aus).

2020 war die Strategie besonders bei den Republikanern sehr deutlich zu sehen. Mit dem Sturm auf den Kongress Anfang des Jahres hat man das zuletzt nochmal zu spüren bekommen. Gab letztes Jahr zur vergifteten Stimmung im politischen Betrieb einen sehr guten Beitrag in den "Blättern zur Deutschen und Internationalen Politik". Da ich derzeit nicht daheim bin, kann ich leider nicht den Beitrag und die Ausgabe raussuchen.

Statista zeigt jedenfalls deutlich wie stark die Wähler mobilisiert wurden.
https://de.statista.com/statistik/daten ... ftswahlen/
https://de.statista.com/themen/1030/us- ... r__wrapper

Die Wahlbeteiligung war im Zeitraum von 1980 bis heute noch nie so hoch gewesen. Klar, dass dann auch die Gesamtzahl republikanischer Wähler deutlich höher als sonst war.
So sehr ich die Republikaner (und auch Trump) verachte, das ist eine ziemlich einseitige Perspektive. Die Demokraten haben ihren Teil dazu beigetragen, in dem sie zB von Anfang an Trump zum Faschisten hochstilisieren wollten, der die amerikanische Demokratie zerstören wird. Die Hysterie fing von 2016 an, da gabs schon ordentlich Hitlervergleiche, sogar in Kolumnen bei Blättern wie der Washington Post. Was glaubst du denn, was das für eine Stimmung erzeugt, wenn du den Leuten konstant erzählt, die andere Partei wolle die Demokratie zerstören? Ironischerweise machen ein par Republikaner ja gerade das gleiche, wo die Wahl angeblich gestohlen sei. Da hat Trump nur Pech gehabt, dass genügend Idioten das geglaubt haben...

Die höhere, amerikanische Politik ist ein unglaublich korruptes System voller zynischer Machtpolitiker. Da gibt es keine "gute" Seite. Jeder, der dir etwas anders erzählen will, hat schlichtweg den Überblick verloren.
Zuletzt geändert von Temeter  am 02.08.2021 00:04, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Kajetan »

Temeter  hat geschrieben: 01.08.2021 23:59 So sehr ich die Republikaner (und auch Trump) verachte, das ist eine ziemlich einseitige Perspektive.
Nope.

Du darfst die Jahre von George Bush jr. nicht einfach ignorieren, in denen die GOP die Hysterie und den Fanatismus der konservativen Talk Radios, allen voran die Tonalität der Shows von Rush Limbaugh, übernommen und mit der Hilfe von Fox News als den neuen Standard im politischen Diskurs etabliert haben. Der Gegner war zu vernichten, der Gegner war unamerikanisch, der Gegner musste überall und jederzeit um jeden Preis geschlagen und zerstört werden. Dazu wurde gelogen, verdreht und manipuliert, alles im Namen der gerechten Sache.

Darauf hatten die Demokraten lange Zeit überhaupt keine Antwort, weil man immer noch dachte, man könne mit Sachlichkeit und Seriosität gegen diese Propaganda antreten. Hat kein Stück funktioniert, die GOP hat demokratische Positionen und Politik medial zum Frühstück verspeist, Fox News als den neuen Standard etabliert.

Erst mit Trump haben die Demokraten begriffen, dass Anstand nicht mehr hilft und man hat das Kind endlich beim Namen genannt.
Die Demokraten haben ihren Teil dazu beigetragen, in dem sie zB von Anfang an Trump zum Faschisten hochstilisieren wollten, der die amerikanische Demokratie zerstören wird.
Sind die Ereignisse in den USA seit der Wahl Anfang November vollkommen an Dir vorbeigezogen, ohne dass Du es mit bekommen hast? Trump IST ein Faschist, der auf Regeln und Rechtsstaatlichkeit scheisst, solange nur er dabei gewinnt. Der mit Gewalt kein Problem hat, wenn ihm das nützlich erscheint. Alles (!), was vorher über ihn gesagt wurde, ist eingetroffen.

Trump als Faschisten zu bezeichnen ist nicht politische Hetze, sondern eine nüchterne, sachliche Bezeichnung für das, was Trump ist: Ein Faschist!

Nein, die Dems sind keine Engel. Wirklich nicht. Behauptet auch niemand ausser denen, die aus dieser erfundenen Behauptung ein False Equivalence-Argument basteln wollen, damit man sich das Leben einfach machen kann. Es gibt fundamentale Unterschiede zwischen der GOP und den Dems. Diese nicht anzuerkennen, ist ein Ausdruck von Denkfaulheit.
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Re: Klage gegen Activision Blizzard erhebt schwere Vorwürfe: Toxische Unternehmenskultur, Diskriminierung und Belästigun

Beitrag von Czentara »

Temeter  hat geschrieben: 01.08.2021 23:59
So sehr ich die Republikaner (und auch Trump) verachte, das ist eine ziemlich einseitige Perspektive. Die Demokraten haben ihren Teil dazu beigetragen, in dem sie zB von Anfang an Trump zum Faschisten hochstilisieren wollten, der die amerikanische Demokratie zerstören wird. Die Hysterie fing von 2016 an, da gabs schon ordentlich Hitlervergleiche, sogar in Kolumnen bei Blättern wie der Washington Post. Was glaubst du denn, was das für eine Stimmung erzeugt, wenn du den Leuten konstant erzählt, die andere Partei wolle die Demokratie zerstören? Ironischerweise machen ein par Republikaner ja gerade das gleiche, wo die Wahl angeblich gestohlen sei. Da hat Trump nur Pech gehabt, dass genügend Idioten das geglaubt haben...

Die höhere, amerikanische Politik ist ein unglaublich korruptes System voller zynischer Machtpolitiker. Da gibt es keine "gute" Seite. Jeder, der dir etwas anders erzählen will, hat schlichtweg den Überblick verloren.
Da ich gerade etwas schreibfaul bin, verweise ich auf Kajetans Hinweise zu deinem Hufeisen. ;)

Und keine Angst, ich befasse mich mehr mit (US)-Politik als viele andere, die ich kenne. Ich bin nicht so naiv zu glauben, die Republikaner seien der Teufel höchstselbst und die Demokraten alles Engel, die nur unser Bestes wollen. Aber Ehre, wem Ehre gebührt. Angst vor einem Gegner zu schüren, den man über zweieinhalb Jahrzehnte entmenschlicht hat, um Wähler (vor allem außerhalb der Ballungszentren) zu mobilisieren, DAS ist eine republikanische Spezialfertigkeit.
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