FuKc-YeAh hat geschrieben:Ich frag mich nur ob man den Entwicklern überhaupt nen Vorwurf machen kann ... hab das jetzt kürzlich bei der Rainbow Six Siege Beta und hier bei Battlefront beobachten können: In den offiziellen Foren gibt es im Grunde fast keine Diskussionen über Spielmechaniken und Gamedesign ... jedes 2. Thema (bei beiden Spielen identisch) dreht sich darum das es keine Einzelspieler-kampagne gibt , dicht gefolgt von Diskussionen darüber ob der Titel 60 Dollar wert ist ... dann kommen die teils skurrilen "Suggestions" oder schlicht Wunschlisten ... der Rest begnügt sich mit wirklich überzogenem Rant auf Bugs oder Fehlermeldungen oder haarsträubenden Balance-vorschlägen.
Wirklich brauchbares Beta Feedback taucht fast gar nicht auf (Abgesehen davon das Bugs und Fehlermeldungen schon ihre Daseinsberechtigung haben). Alles in allem wird der Eindruck gegeben: Spiel gut ! Im Anschluss folgt dann aber das was ich bei meinem eigenen Freundeskreis und bei vielen anderen Spielen mit Onlineanbindung immerwieder ablesen kann (Vor allem bei Spielserien die inzwischen schon bei Teil 6-12 angekommen sind).
Sorry aber das ist ein grundlegendes Verständnisproblem. Ein Monat vor Release gibt es keine richtigen Betas mehr, ich sehe das eher Als Demo, in Wahrheit wird man wohl noch bisschen rumtweaken, Grundsätzlich bin ich mir aber sicher, dass einen Monat vor Release das Spiel bereits in der Produktion ist. Diese Public-Betas kurz vor Release sind eher Marketing-Tools als Betas. (Einen Monat vor Release ist viel zu spät für umfassende Änderungen)
Gut, dass du Rainbow Six Siege ansprichst, die zeigen beide das Grundproblem. Gerade wird ausgetestet, wie wenig Content man gerade noch so für viel Geld verkaufen kann, dass es nicht zum finanziellen Flop führt.
Gerade Rainbow Six Siege hat absurd wenig Content für den Preis. Es ist nur verständlich, dass Spieler langsam zeigen, dass sie mit den stetigen Preiserhöhungen die mit immer weniger Content einhergehen nicht mehr einverstanden sind.
Das ist auch gut so, denn je später das Aufbegehren einsetzt, umso höher werden die Preise und umso weniger Inhalt werden Spiele in Zukunft haben. (So funktioniert ja auch diese Preispolitik, man nimmt immer mehr weg und verlangt immer mehr bis zu dem Punkt wo es zuviel Aufstand dagegen gibt und die negativen Aspekte überwiegen - profit-Maximierung eben (was ja an sich nicht einmal was verwerfliches ist wenn man Gaming nur mehr als Geschäft ansieht)
(von Spielen als Kunstform ist der AAA-Markt ja mittlerweile meilenweit entfernt)